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Adolf von Menzels 30. Todestag

Am 9. Februar 1905 schloß Adolf von Menzel . im Alter von 89 Jahren seine Augen.

Ich bin soeben im Begriff, eine nette Arbeit zu be­ginnen, d. h. vor der Staffelei, die, gibt's Gott, das Saat­korn einer langen Ähre werden soll." So schreibt Adolf Menzel im Januar 1849 an einen Freund.

Das Saatkorn war dieTafelrunde i n S a n s - s o n c i", das erste Gemälde des Friedrich-Zyklus, der acht Bilder umfaßt. Das letzte blieb unvollendet, weil Menzel sich neuen Plänen zuwandte, es war die Ein­leitung der Schlacht bei Leuthen, Friedrichs heroische Worte an seine Generäle.

Wie realistisch der Künstler arbeitete und seine Studien trieb, beweist die Vorgeschichte zu einem dieser Friedrich-Bilder, zum Bilde des Überfalls bei Hochkirch" Wie überliefert ist, bat Menzel, um die Rauchentwicklung bei Bränden, daneben aber auch die Ansammlung von Menschen besser studieren zu können, dem Nachtwächter seines Reviers einen Tale gegeben, damit dieser ihn bei Ausbruch eines Brandes rechtzeitig weckte.

Die neuen Pläne, Die ihn das Leuthen-Bild nicht voll­enden ließen, mären der Auftrag Wilhelms I., ein Bild von der K ö n i g s k r ö n n n g (18. Oktober 1861) in Der Königsberger Schloßkirche zu malen. Eine Riesen­arbeit; unendlich viele Einzelstudieu mären nötig, viel Kleinmalerei. Im Berliner Sladtschloß schlug der Künst­ler sein Atelier aus, annähernd 200 Mitglieder der Hof­gesellschaft haben ihm Porträt gesessen. Der greise König, der Menzels Fleiß bewundert, steht gleichfalls Modell, läßt sich das Krönungsornat umlegen und ergreift das Ichtvert, um zu zeigen, wie er es zum Himmel empor­gehoben hatte, eine Stellung, die durch das Gemälde un­sterblich geworden ist.

Aber sonst machte sich Menzel nicht gerade beliebt, er schmeichelte niemandem, und das verübelten ihm gerade die älteren Hofdamen. Papa Wrangel soll da einspringen und vermitteln. Er kommt auch tatsächlich zu Menzel und bemüht sich, seinen delikaten Auftrag in diplomatischer Weise auszuführen. Menzel hört, schweigt und lehnt dann kur; ab. Wrangel wird deutlicher, da ipringl Menzel auf, weist zur Tür und schreit:H i n - aus!" Und Papa Wrangel tritt tatsächlich den Rückzug an, bleibt in der Tür stehen und ruft dem Maler eine recht kräftige Bemerkung zu, schließt dann aber schnell die Tür und verschwindet.

Das Krönungsbild jedoch bringt Menzel endlich Den großen Erfolg. Erst jetzt wissen seine Zeitgenossen, was sie an ihm haben. Er ist durch und durch Stadtmensch gewesen, mit der Stadtkultur aufs innigste verwachsen. Dabei reifte er durchaus nicht gern, nur wenn es dringend nötig war. Aber gern wechselte er in jedem Sommer für einige Zeit seine Wohnung, das ist ihm Erholung und Ausspannung. Dann verstaut er reichliches Gepäck auf einer Droschke und fährt von seiner Wohnung in der Jigismundstraße zu Berlin in die Potsdamer Straße, zwar nur wenige Minuten Fahrt, aber doch genügend, um in ihm ein Gefühl der Befreiung vom Alltag auskommen zu lassen.

Er fährt nach Italien, kommt aber nur bis nach Verona. Und dort malt er nicht die herrlichen alten Bauten, Die noch an Die Zeit des Gotenkönigs Theoderich erinnern, sondern er malt den Gemüscmarkt, die Piazza a'Erbe. Landschaft und Bauten sagen ihm eben nichts. Aus Reisen interessiert ihn vielmehr die Feststellung, wie die Natur auf andere einwirkt

Sin Freiheltsroman aus den Bergen Tirols

Von Luis Trenker

Copyright 1933 by Neufeld 8c Heniue Verlag, Berlin

19) (Nachdruck verboten.)

Hagspiels Braut, die Kathrin, war zum Harrasierhof hinaufgestiegen. Voll Entsetzen hatte ihr Panzl. der nun beim Harrasser im Dienst stand und dort auf dem Hof arbeitete, erzählt, daß er die Almhütte Severins, dem er Lebensmittel hatte bringen wollen leer und zerstört angetroffen hätte. Kathrin wußte sofort: das war der Krahvogel I

Harrasser ließ durch einen Boten dem Unterlercher in Innsbruck Nachrichten vom Geschehenen überbringen. Hag- spiel, Klotz und Rabensteiner sollten so bald wie möglich zurückkommen.

Inzwischen waren drei Bauernburschen schon oben gewesen in den Gletschern und hatten wohl den toten Bayern gefunden, nicht aber die Leiche Anderlans. Dagegen entdeckten sie zu ihrer Freude Spuren im Schnee, aus denen unzweideutig hervorging, daß Severin mit dem Leben Davon« gekommen war Anscheinend war er stark blutend gegen die Passeyrer Berge zu gestiegen Sie hatten Dann sofort sorg­fältig alle Spuren verwischt um den Eindruck zu erwecken, einige Leute hätten den toten Anderlan weggeschafft.

Tatsächlich meldeten die Soldaten nach der Bergung Des Grenadiers Kogler, daß Tiroler bereits die Leiche Anderlans weggeschafft hätten.

Wo aber mochte Severin sein? Wie mochte es ihm gehen? Da mußten seine drei Freunde her, die würden bestimmt Genaueres über ihn ausfindig machen. Eine heim­liche Hoffnung blieb!

Abends in der Ortschaft geht Krahvogel zufrieden vom Amtshaus ins untere Dorf. Einen Teil des Geldes hält er noch in der Hand, immer wieder schaut er es an. Zuerst geht er schnell, dann plötzlich wieder ganz langsam, dann bleibt er stehen, als ob er horchte. Scham um sich und zählt dann wieder das Geld. Unter einer Oelfunzel steht er and freut sich und zählt . . . fünfhundert Taler. Viel Geld, lind leicht verdient . . .

Da kracht von irgendwo ein tod) durch Die vcachl Krahvogel sinkt, ins Herz getroffen, nieder Das Geld laßt er auch im Sterben nicht los. Das schöne Geld. Das Judas» gelb. ...

Am Morgen finden sie den toten Krahvogel. Niemand fragt: Warum, wozu? Niemand fragt nach dem öcyuyen.

Menzels Leben war ein Leidensweg. Er hat sich als Mensch im Schatten gefühlt, eingedenk der Enge seiner Jugend und Herkunft, angesichts seiner ungewöhnlich geringen Körpergröße. Gewiß, ihm sind außerordentliche Ehrungen zuteil geworden, er würd" Kanzler der Friedensklasse desPour le mérite", Ehrendoktor der Berliner Universität, Ehrenbürger seiner Gevurtsftadt Breslau, Wirklicher Geheimer Rat, Exzellenz, Ritter des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler. Aber alle diese Ehrungen bekam er in einem Alter, als er bereits ver­grämt war und sie ihm keine sonderliche Freude mehr

machten.

ht.

Adolf von Wenzel.

Wmtergewirier.

In einer der letzten Nächte erlebte ein Teil Deutsch­lands ein W i n t e r g e w i 11 e r, das mit Schneefällen und Stürmen verbunden war. Wintergewitter sind, wie man weiß, durchaus nicht allzu selten, aber sie bleiben immer bemerkenswert, weil wir Gewitter im allgemeinen als eine sommerliche Naturerscheinung zu betrachten ge­wohnt sind. Meist sind die Wintergewitter, gleich den Sommergewittern, von starken Regengüssen begleitet, zu­weilen auch von Hagel.

Das Wintergewitter beginnt oft mit einem Wetter- leuchten, das von entfernteren Gewittern herrührt; wegen der großen Entfernung wird der Donner zunächst nicht gehört, aber dann kommt das Gewitter mit Donner und Blitz heraus, ganz so wie im Sommer. Sind größere oder kleinere Wirbelstürme mit dem Gewitter verbunden, so spricht man von einem Wirbelgewitter. Fast alle Wintergewitter gehören zu Den Wirbelgewittern. Hier­von unterscheidet man die Wärmegewttter, die sich infolge plötzlicher starker Erwärmnna der Erdoberfläche irgendwo

Severin hat unsagbares Glück gehavt. Beim ersten gleichzeitigen Aufprall nach der grausigen Luftfahrt vom Grat in die Felsflanken war der Grenadier durch Zufall zuunterst an die Felsen geschlagen, während Severin obenauf lag und verhältnismäßig wenig abbekam. Instinktiv ließ er sofort nach dem Aufprall den Bayern los. Beim Wetter­sturz gelang es Severin, der noch halb bei Bewußtsein war. seinen Fall so zu lenken, daß er in einer Schneemulde endete. Kogler, der wohl durch den furchtbaren ersten Aufprall besinnungslos oder vielleicht gar schon getötet worden war. stürzte vollends die ganze Wand bis ins Gletscherkar hinunter und mar verloren.

Wie lange Severin im Schnee gelegen haben möchte, weiß er selber nicht. Eine wohltuende Ohnmacht hatte sich über feine Sinne gelegt Als er erwacht, ist er starr vor Kälte Nur seiner zähen, abgehärteten Bergnatur hatte er es zu danken daß er nicht erfroren war. . .

Lange Zeit hat Severin keinen rechten Begriff, wo er sich eigentlich befindet Tiefe Nach; ringsum. Ueber ihm funkeln die Sterne. Unheimlich und wohltuend zugleich ist die Ruhe, die ihn umgibt. Er fühlt sich müde, schwach und hungrig Schlafen, denkt er. schlafen. Aber was war

Leib und langsam dämmert es in

Denn eigentlich? Seine Gedanken kämpfen gegen den müden seinem schweren Kopf.

Er schaut in Die Tiefe zum Gletscher schaut hinauf zum Grat, sieht seine Sturzspuren,. . . Abgestürzt . . .!" denkt er, und nun kommt ihm langsam alles wieder zum Bewußtsein: die Jagd, der Kampf und fein Absturz. Er will sich aufrichten,

aber aufstöhnend vor Schmerz sinkt er wieder zurück. Der linke Fuß scheint verrenkt oder zerschlagen zu sein. Das linke Auge ist von Blut überronnen. Mechanisch fährt er mit der Hand an die Stirne, oberhalb des Auges schmerzt eine Wunde Er sieht seine Hand an, sie ist voller Blut. Seine Weste hat er verloren, das Hemd ist ebenfalls blut­getränkt. und auch Der Schnee ringsum ist von dunklen Blut­spuren durchzogen. ...

Severin begreift: er muß fort von hier. Schnell und in dieser Nacht noch, ehe es zu spät ist. Wenn er hier bleibt, erfriert er oder stürzt vollends ab. Und er will leben! Seine unverwüstliche Zähigkeit, sein gesunder Lebenswille, feine eiserne Tatkraft erwachen^ wieder. Mühsam erhebt er sich. Wenn nur der rasende Schmerz im Fuß nicht märe! Er kriecht mehr, als er geht. Er schleppt sich auf allen vieren wie ein wundes Tier vom Fleck .

Als Die Sonne aufgeht, liegt Severin Anderlan wohl­geborgen im Heu einer einsamen Almhütte. Die Bauern­burschen aus St. Viai!. die feine Leicke suchen und bergen wollten, sind seinen Blut- und Schneespuren nachgegangen. Erschöpft und kraftlos im Schnee liegend haben sie ihn dann gefunden und hierher gebracht. In Der folgenden Nacht schaffen sie ihn weit ins . Passeiertal auf einen versteckten Bergbauernhof. Dort soll er bleiben und sich kurieren. Den zerschlagenen Fuß hat ihm ein Bader zurechtgerichtet, im Äuflerhos oben

Der Aufenthalt Severins wird streng geheimgehalten, von seiner Auffindung kein Wort gesprochen.

In Obernberg aber schaufeln sie auf Dem verwüsteten Friedhof nachts heimlich einen frischen Grabhügel auf und legen einen Kranz Darauf. So kann es jeder wissen: Da liegt der Severin Anderlan begraben.

13.

Es war um diese Zeit ein großes Warten im Lande. Jeder wartete und jeder auf etivas anderes. Die Tiroler

bilden unv mehr oder weniger rasch sich fortben-tgei. Ba» Wintergewitter dauert meist nicht allzulange, und besorr ders heftig sind sie auch nur selten

Auffallend erscheint der E t n f l u ß des Mondes auf alle Arten von Gewitter: zur Zeit des Neumondes und des Ersten Viertels treten die Gewitter häufiger auf als während der anderen Hälfte des Mondumlaufes. Für den Ausbruch der Wärm gewitter hat sich fast allgemein ergeben, daß bei weitem die größte Zahl in den Nach­mittagsstunden zur Entwicklung kommt, und das Mini­mum auf die Nacht fällt. Eigentümlich ist, daß in den ersten Morgenstunden ein kleines Maximum sich zeigt. Die eigentliche Gewitterperiode beginnt in Deutschland Mitte April; Februargewitter können also als Aus­nahmen von der Regel angesehen werden.

Jlab und Hern

O Gedenksteine für alte Baucrnfamttlen Der Kreis Verden in der Provinz Hannover plant eine sinnvolle Ehrung der in ihm ansässigen alten Bauernfamilien. Rings um das Verdener Stadion sollen Gedenksteine für diese Familien gesetzt werden. Die Steine werden die Namen der Bauerngeschlechter und die Jahreszahlen tragen, in denen diese von ihrem Hofe Besitz nahmen.

0 Zwei Todesurteile durch das Reichsgericht aufge hoben. Der Dritte Strafsenat des Reichsgerichts hat auf die Revision der beiden ;nm Tode verurteilten Angeklag ten, Adolf Schröder und Thea Gückel aus Munstcrlager. hin das Todesurteil des Schwurgerichts Lüneburg vom >6. August 1934 wegen eines Verfahrensverstoßes au- gehoben und die Angelegenheit zu neuer Verhandlung an Die Vorinstanz iurückverwicsen, da vom Schwurgericht Die Vorschriften über Den Ausschluß der Öffentlichkeit verletzt worden sind. Schröder hat auf Anmftuno de> Tbea Gückel, mit der er ein Liebesverhältnis hatte am 6 Okto­ber 1933 Den Ehemann Gückel erschossen

O Saarsrred ein neuer Knabcnnamc Ein Ein­wohner in Penig i. Sa. hat seinem Dieser Tage geborenen Sohn ans Anlaß des Saarsieges den Namen Saarsried gegeben Der Nam. wurde ohne weiteres in das Standes realster einactraaen.

O Vom Schraubstock auf Die Bühne. Das Bielefelder Stadttbeaier Hai für Die kommende Spielzeit einen jungen Arbeiter, Karl Krollmann, als lyrischen Tenor verpflichtet. Krollmann ist im westsälischen Jndustriebezirk beheimatet und stand Dort vom Morgen bis zum Abend am Schraub­stock und an der Drehbank. Nebenher ließ er sich aber in einer Dortmunder Gesangschule im Sologesang ausbil­den. Der Bielefelder Intendant wurde auf den jungen Arbeiter aufmerksam, war von seinem Talent überrascht und engagierte ihn vom Schraubstock weg für die Biele­felder Bühne.

O Ein schiefer Turm im Kreise Querfurt. Der Turm der Kirche in Schönewerda-Eßmannsdors im Kreise Quersurr hat sich seit einer Reihe von Jabren einseitig gesenkt, so daß er tatsächlich schief steht. Der Turm hängt bereits 35 Zentimeter über. Als man nach Den Ursachen dieser Senkung forschte, stellte man fest, daß der Psahlrost, auf dem Der Turm steht, vermodert ist. Da der schiefe Turm nun eine Gefahr bedeutet, sind die notwendigen Maßnahmen zur Beseitigung des Schadens jetzt ein­geleitet worden.

0 Brand in einer Gefängniszelle Drei Tote Jm Polizeigefängnis des Städtchens Sloczeg im Kreise Lukow geriet in einer Zelle ein Slrohsack durch eine Ziga­rette in Brand. Ebe Die Schreckensrufe der Gefangenen gehört wurden und die Zelle geöffnet werden konnic. oerbrannten drei der Häfilinae völlig.

warteten auf den Kaiser Franz oder auf die Hilfe der Deutschen draußen tm Reiche andere ersehnten sich Rettung vom Erzherzog Johann oder vom Sandwirr Andreas Hofer und wieder andere hofften nur noch auf sich selbst und warteten auf den großen Tag da es losgehen sollte. Die Franzosen wiederum warteten auf Verstärkung durch die Bayern oder auf das endliche Eintreffen der so lange ange­kündigten großen französischen Strasarmee Zu viel Glut war schon unter der Oberfläche aufgespeichert. Man mußte sie entweder zertreten und verlöschen das wollten die Franzosen oder man mußte sie zu hellen lodernden Flammen entfachen, die das Land reinbrennen würden von

der fremden, schmachvollen Bedrückung eigentlich alle Tiroler.

das wollten

Hagipiel Klotz und Rabensteiner waren unterdessen eifrig an der Arbeit. Rastlos durchzogen sie die Täler und verteilten denSaufbnef* Ueber Mairei nach Innsbruck und von Innsbruck nach Hall Boldlers und Schwaz auf der einen und bis Landeck und Mittenwald nach der anderen Seite durchstreiften sie die Inngegend In Hal! hatte der Hagspiel ein böses Abenteuer.

Erschöpft und ermattet kommt er spätabends in den Drr. In einem kleinen Wirtshaus kehrt er ein Eine unüber windliche Müdigkeit befällt ihn. Abseits vom Wirtshaus steht ein großer Planwagen. Dort hinein kriecht er. und bald ist nur noch ein mächtiges Schnarchen zu hören Der Zufall führt den Rabensteiner mit einigen Helfern des gleichen Weges Er war im Bayerischen drüben gewesen wo der Unterlercher eine Anzahl bayerischer Uniformen aufgetrieben hatte Dieses wertvolle Gut hatten sie nach Tirol geschafft Den Rabensteiner lockt das unmenschliche Schnarchen zum Wagen Zu seiner Ueberroschung findet er dort seinen allen Kumpan in tiefem Schlaf Er will ihn wecken aber da mir

ihm etwas ein

verständigt.

schnell hat er sich mit seinen Begleitern

Im Wirtshaus drinnen ziehen sie sich Die

bayerischen Uniformen an. schleichen an den Wagen und überfallen den Schlafenden Sie binden ihn an Händen und Füßen. daß er sich nicht mehr rühren kann. Ais Hagjpie! erwacht findet er sich wehrlos und gefesselt inmitten seiner Feinde. Ein höllischer Schrecken befällt ihn. Schon sieht er sich irgendwo hängen.

Ham mir di erwischt du Lump du sakrischer!' schnauzt ihn einMajor" an.

Der Hagspiel antwortet nicht er ist wie vom Blitz erschlagen.

Da wirft der Rabensteiner lact-end seine Maskerade ab. Der Hagspiel schaut erst nicht gar gescheit drein, als er seinen Freund erkennt Aber dann fällt ihm ein ganz großer Berg vom Herzen.

Einige Tage später kommen sie zusammen zum linier lercher nach Innsbruck, wo sie noch einige andere Kameraden treffen. Ein trüber, regnerischer Abend ist es. als He dos enge Gäßchen entlangschleichen und rasch in der schmalen Türe zu Unterlerchers Kleiderladen verschwinden. Der Klotz ist schon da und erfährt die Nachricht die der Hu rasser geschickt hat. Als Hagspiel und Rabensteiner kommen, etnofänat er sie mit der Botschaft sie müßten sofort na^- St. Vigil zurück den Severin suchen, der von den Franzo­sen bei'der Flucht verwundet worden sei. Ohne zu zögern, brechen sie in Sturm und Regen noch in derselben Stunde auf.

(Fortsetzung folgt.)