SchulschUeßung
Tic Evangelische Volksschule Fulda ist vom t. bis 10. Februar wegen Grippe geschlossen worden. Ter Unterricht beginnt Ltonlag, 11. Februar, zur gewohnten Zeit.
Angehörige der deutschen Reichsmarine in Fulda.
Am Mittwoch, den 6. und Donnerstag, den 7. d. Mts. sind Angehörige der deutschen Reichsmarine, bestehend aus Mannschaften, Unteroffiziere und Offiziere. des 3. Torpedo- boots-Halbflottille Gast «Heim Marineverein Fulda. Durch die Opferfreudigkeit einiger Fuldaer Familien konnten dieselben kostenlos' untergebracht werden. Es wird alles versucht, den Gästen den Aufenthalt in Fulda so angenehm wie möglich zu machen. Unter sachgemäßer Führung werden sie "eingehend mit den Sehenswürdigkeiten der Stadt Fulda bekannt gemacht. Am Donnerstag sind sie Gäste der Stadt Fulda. Aus diesem Anlaß sinder am Donnerstag. den 7. d. M. abends 8 Uhr im Saal des evgb Vereinshauses ein Empfangs - K a m e r a d i cha f i s - abend der Stadtverwaltung statt. Dort werden die Gäste von ihren Erlebnissen erzählen und so für ben Gedanken der Reichsmarine werben. Zu dieser Veranstaltung wird in erster Linie die schulentlassene Fugend sowie auch die übrige gesamte Bürgerschaft Fulda's herzlichst eingeladen. Für eine gute Ausgestaltung des Abends ist Sorge getragen. Ter Eintritt ist frei!
Gießen, 2. Febr. (Entziehung des Gewerbescheines als Rechtsberater und Treuhäir- d e r.) Der Provinzialausschutz von Oberbessen verhandelte heute gegen den Heinrich Henkel aus Londorf, Kreis Gießen" im Verrvâltungsstreitverfahren. Das Kreisamt Gießen hatte beim Provinzialausschutz beantragt, Henkel, der sich als „Treuhänder, Rechtsberater und Bücherrevisor" betätigte, den Gewerbebetrieb zur Besorgung (remder Rechtsangelegenheiten und die Wahrung von Geschäften bei Behörden zu untersagen. In der heutigen Verhandlung des Verwaltungsstreitverfahrens wurden 15 Zeugen vernommen, aus deren Aussagen sich ergab, daß Henkel die Notlage der ärmsten Bauern in den verschiedensten Orten Oberhessens in unerhörter Weise ausnutzte, um seine Geschäfte zu machen. Er erbot sich bei den Bauern, ihre finanziellen Schwierigkeiten durch Entschuldungsverfahren aus der Welt zu schaffen. Dabei ließ er sich zunächst Anzahlungen geben, kam dann aber mit weiteren Forderungen an seine Auftraggeber. Als die betroffenen Bauern stutzig wurden und zum großen Teil ihre Vollmachten an Henkel zurückzogen, schickte dieser Rechnungen über ansehn- lche Beträge, die in keinem Verhältnis zu seiner Leistung standen. Bezeichnend war auch, daß die Auftraggeber auf ihre Frage, was das Entschuldungsverfahren kosten werde, nie eine bestimmte Auskunft erhalten konnten. Die Verhandlung ergab weiter, daß Henkel nicht diejenigen Qualitäten besitzt, die man als Voraussetzung für den Beruf eines Treuhänders und Rechtsberaters als unerläßlich notwendig bezeichnen muß. — Der Provinzialausschuß gab dem Antrag des Kreisamtes Gießen, diesem Manne, der zum Schaden seiner Auftraggeber gehandelt hatte, den Gewerbebetrieb zu untersagen, statt und verbot Henkel die Ausübung des Gewerbes eines Rechtsberaters und Treuhänders. Ferner wurden dem Beklagten die Kosten des Verfahrens auferlegt.
Wissen, 3. Febr. (Rm. 50.— ins Feuer gewor - f e n.) Einen schweren Verlust erlitt eine hiesige Familie. Als ein Sohn die Lohntüte mit einem 50-Mark-Schein auf den Tisch legte und die Hausftau für einige Zeit das Zimmer verließ, warf eine Tochter in der Annahme, daß die Lohntüte leer fei, diese ins Feuer. Kurze Zeit später fragte die Hausftau, die in bedürftigen Verhältnissen lebt, nach dem Gelde, und zu ihrer größten Bestürzung mußte sie feststellen, daß die Lohntüte mit dem Geldbetrag von den Flammen verzehrt worden war.
Was bringt der Rundfunk?
Teutschlandsender.
Drillich! rnd!»d«r: Dienstag. 5. gtbruat
6 00: Hamburg: Wetter. — 6.05: Senbeoaifs — 6.15: Berlin: Gymnastik. — 6.30: Tagesipruch: anich!.: Choral: Harre, meine Seele. — 6.35: Guten Morgen, lieber Hörer! Frohe; ödjalU plattenko-nzert mit Carlheim Carell. — 8.45: Leibesübung nir b« Frau. — 9.00: Sperrzeit. — 10 00: Nachr. — 10.15: Auslandskunde: The erpaniion of England. — 10.45: Fröhliche: Kindergarten. — 11.15: Seeroetterbericht. — 11.30: Sendepause. 11.40: E. Schilling: Neue Erfahrungen mit Flachs. — Anichl.: Wetterbericht.
12.00: Königsberg: Mitlagskonzert. Orchèher des Kbg. Opernhames. Ltg.: W. Brückner. — 12.55: Zeitzeichen. — 13.00: Glückwünsche. 13.10: Drei Sträuße! 'Schallp!.). — 13.45: Nachr. — 14.00: Allerlei — von Zwei bis Drei! — 14.55: Programm, Wetter. Börse. — 15.15: Funkkalperl: Kasperl schnappt einen Fassaden- 'Hetterer. —15.40: Ersieherfragen: Strebzüge durch das Bildungswesen des Auslandes.
16.00: Leipzig: Nachmittagskonzerl des Funkorcheiters. Ltg.: Fritz Schroeder. — In der Pause 16.55: Der Anekdotenjäger. — 17.30: Jugendiportftunde: „ .. hätten sie statt dessen Boren gelernt..." — 17.50: Deutsche Volkslieder. Karin von der Heydebches Frauenquartett. — 18.20: Hitieriugend an b. Arbeit: Funkbericht aus dem Sozialen Amt der Reichsjugendführung. — 18.35: Hauptichriftleiter Fritzsche: Politische Zeitungsschau. — 18.56: Das Gedicht; anschl.: Wetter.
19.00: Zwiichenprogramm. — 19.20: Paul Baumgartner iptdt C M von Weber. — 20.00: Kernipruch; anschl.: Kurznachr. — 20.10: D:e Goldene Sieben. Unsere virtuosen Tanzmusiker. — 21.00: Deutscher Kalender: Februar. Ein Monatsbilv vom Kö- mgswiisterhäuier Landboten. — 22.00: Wetter-, Tages- ui» Sportnachr. — 22.45: Seewetterbericht. — 23.00: Kopenhagen: Fausts Verdammung (2. Teil,. Dramar. Legende in 4 Abteilung« von Hector Berlioz.
Reichssender Frankfurt.
etter. — 11.45: Sozialdienst
-challpl.). — 13 00: Zeit. Nachr. — 13.10: ebezirk. — 13.15: Mittagskonzert. MusAu« : Micsikjugführer Weilett. — 14.15: 3ert. Zschattsbericht. - 14.45: Zeit. Wirtschaft^ Wetter. — 15.00: Nur Freiburg: /Nachr. Mütter grober Deutscher: Baby wird ein
Frankfurt: Dienstag, 5. Februar
6.00: Bauernfunk. — 6.15: Stuttgart: Gymnastik. — 6.45: Gym- naitif — 6.50: Zeit Wetter. — 655; Morgenipruch, Choral. 7 00: München: Frühkonzert. Münchner Sinfonieorchester. Ltg.: Rolph Agop. — 8.10: Wassersland, Wetter. — 8.15: Stuttg.: Gymnastik. — 9.00: Nur Freiburg: Werbekonzert. — 9.15: Nur Freiburg: Oberbadische Komponisten: Theodor Ritte. — 10 00: Nachr. — 10.10: Schulmnk' Siegfried. Eine Funkdich- tung nach einer alten Sage. — 10.45: Prakt. Ratschläge f. Küche und Haus. — 11.C-----------1 11 -------- Wirtschaft siiiesdg., W
12.00: Mittagsko-nzert F
Nachr. aus dem Send der Brigade 49. Ltg.
Nachr — 14.30: Wi Meldungen. — 14.55:
15.15: Für die Frau: Mensch. _ „ ~
16 .00: Hamburg: Nachmittwgskonzett. tänzerische sutte. In der Pause: Kunltbericht der Woche. — 18.00: Italienlicher Sprachunterricht. — 18.15: Aus Wirtschaft und Arbeit — 18.30: Blumen brauten im Winter. Erne naturkundliche Plauderei. 18 .45: Wetter, Wirkschaslsmeldun gen, Programmänderungen, Zei^ 18.50: Ulm: Unter Haltungskonzert der Ttandartenkapelle Ulm . Ltg. : Muilkpigführer Schilling. — 1950: Erzeugungsschlacht. — 20.00; Zeit, Nachr. — 20.10: Kammermusik. Ausk : Das Lenzew'ki- Quartett. — 20.45: Schweizerische Mulik, Ausf.: Das Funk- orchester. Ltg.: H. Rosbaud — 22.00: Zeit, Nachr. — 22.15: Nachr., Wetter, Sport. — 22.20: München: Eishockey-Wetttpier Kanada—Deutschlands letztes Drittel. - 22.30: Freiburg: Funkbericht aus dem Krtfchmuleum. — 23.00: München: Fröhliche Tamunterhaltung. — 24.00: Stuttgart: Nachtmusik.
Blick in den Sport.
Die deutschen Reiter gewannen den „Preis der Rationen".
In Gegenwart de 6 Führer 3.
Ten Höhepunkt drei Berliner Reitturnier» brachte am Sonnabcndnnchmittag der „Preis der Ration e n", der in Grgcnwart des Führers, beü RekchSwehrpiinistersi v o n Blomberg und bc8 Reickss- propagandaministrrs Tr. Goebbels nn^nctrnncn würbe. Ter Preis des Fislttcrs wurde zwischen den Mannschaften nun Deutschland und Frankreich ausgekämpft Deutschland blieb mit brr Mannschaft Oberleutnant Brandt ans Baron, Oberleutnant K. Hasse auf Tora, Oberleutnant Schlickn m auf Dedo und Rittmeister M o in m aus Baccarat II mit 19 :24 Punkten Sieger. Den Preis beä RcichsinncnministcrS für die beste Einzcllcistung erhielt Oberleutnant Sdjlidum, der mit Dedo 0 Fchker erreichte
Den Reigen eröffnete Trèvour unter Leutnant Bizard, der sich vier Punkte holte. Baccarat, als erster der Deutschen, holte sich ebenfalls vier Punkte. Die Französin Saida kehrte mit acht Punkten heim. Dann trat Tora an. Sieben Fehler. Als nächste zog sich Castagnette mit vier Fehlern ehrenvoll aus der Affäre. Der Schimmel Dedo zog unter Oberleutnant SchlickNM mit unerschütterlicher Ruhe dahin und beendete den Umlauf mit null Fehlern. Der Franzose lUtor holte sich am letzten Sprung vier Fehler, den Beschluß des Umlaufs machte Baron. Er 30g sich an der Mauer vier Fehler zn. Den zweiten Umlauf gewann Trèvour mit vier Feblcrpunktcn Die gleiche Anzahl musste Baccarat in Kans nehmen. Genau wie im ersten Umlauf zog sich dann Saida wiederum acht Fehlcrpunkte zu. Tora hätte auch diesmal etwas Peck, die Mauer brachte ihr vier Punkte ein. Castagnette machte vier Fehler. Unter atemloser Spannung startete baun Dedo. Auch diesmal schaffte cs der großartige Schimmel. Znm zweitenmal ging er fehlerlos über den Kurs. Damit war der Preis der Rationen für Deutschland nicht mehr zn verlieren. Cs folgten noch Ultor mit vier Fehlern und als Letzter des Kampfes Baron, der sich acht Fehler zuzog. Damit hatte Deutschland mit 19:24 Punkten aewonnen.
Futzball-Bundespokal-Zwischenrunde.
Am Sonntag wurden die Spiele der Zwischenrunde um den Bundespokal des Deutschen Fußballbundes aus- getragen. Du fast überall der Boden durch die herrschenden Wittcrungsverhältnisse sehr mitgenommen war, wurden die Spiele stark beeinträchtigt. Auch die Zuschauerzahlen entsprachen nicht überall den Erwartungen.
In Berlin standen sich vor etwa 15 000 Zuschauern die Gaumannschastcu von Brandenburg und Westfalen gegenüber. Westfalen hatte die Besten des Deutschen Meisters Schalke 04 aufgeboten, um diesen Kampf zu gewinnen, wurde aber trotzdem enttäuscht, du Brandenburg erst nach Verlängerung mit 4 :3 Toren siegte. Bis zur Pause führte Brandenburg mit einem Tor, das der Linksaußen Berner in der zehnten Minute geschossen hatte. Nach der Pause erhöhten Schulz und Elsholz sogar auf 3 : 0. Nun wurden die Brandenburger allerdings leichtsinnig und gaben das Spiel aus der Hand. So gelang es den Gästen, durch Urban, Timperl und Porigen den Ausgleich herzustellen. Bis zum Schlußstand gab es trotz angestrengtester beiderseitiger Versuche kein Tor mehr, so daß sich der Schiedsrichter zu einer Verlängerung entschließen mußte. Noch einmal setzten beide Mannschaften alle Kräfte ein, um das siegbringende Tor zu erzielen. Brandenburg, das von seinen einheimischen Zuschauern mächtig unterstützt wurde, konnte schließlich in der 109. Minute unter großem Jubel das Tor erzielen, das zum Sieg und der Berechtigung für die Vorschlußrunde führte. Der Sieg der Berliner war schwer erkämpft, aber verdient. Die Westfalen hatten, vielleicht auch durch den schlechten Boden behindert, durchaus keine Leistung gezeigt, die eines Meisters würdig gewesen wäre.
In Hamburg trafen sich die Mannschaften der Gaue Nordmark und Sachsen. Vor 15 000 Zuschauern kamen die Nordmärker, die eine bessere Gesamtleistung zeigten, zu einem Siege mit 4:2 Toren. Bei der Pause stand es noch 1:0 für die Norddeutschen. Erst bei 2:0 konnten die Sachsen ein Tor aufholen, dem bald auch der Ausgleich folgte. Besonders durch das Verschulden des Dresdener Torwarts Kreß konnten dann aber die Norddeutschen noch zwei Tore vorlegen, mit denen sie ihren verdienten Sieg sicherstellten.
Vor 8000 Zuschauern besiegte in Magdeburg der Gau Mitte die Vertreter von Niedersachsen mit 2:0 (1 :0) Toren. Die Mitteldeutschen zeichneten sich vor allen Dingen durch ihre Abwehr aus, die ihnen dann auch zu diesem unerwarteten Erfolge verhalf. Das Führungstor erzielte Stau- dinger, und-damit war eigentlich schon der Kamps entschieden. Sieben Minuten vor Schluß wurde dann noch ein Elsmeter gegen Niedersachsen verhängt, den Riechert sicher einschoß.
In M a n n h e i m schließlich konnte Baden die Mannschaft Württembergs aus bem Wettbewerb werfen. Die Badener, die sicher mit 5:0 (2:0) siegten, hatten allerdings keinen leichten Strauß zu bestehen. Württemberg hatte viel Pech, und sein vielgerühmter Sturm, der gegen die Rational- els im Übungsspiel zwei Tore schießen konnte, ging diesmal ganz leer aus.
Ich einem Freuudschastskamps in Würzburg standen die schon in der Vorrunde ansgeschicdcucn Mannschaften von B a u e r n und R 0 r d h e f s c h gegenüber. Etwa 3000 Zuschauer sahen dieses Gesellschaftsspiel, das unentschieden 1:1 endete.
Fußball im Heid).
sommern: Viktoria-Kolberg gegen Hcrtüa-Ichueide-
.Vittoria -^tolp gegen Hubertus-Kolberg 4 : 0.
. , S ch l e s i en : Deichsel-Hindenburg gegen Breslauer Fuß- bauverein W 1 :1 Ratibor 03 gegen Poriv. Rasensp. Gleiwitz l: 1, Breslauer Spvg. 02 gegen Beuchen 09 2 : 0, Hertha Breslau gegen Vorwärts-Breslau 1 :2
: 2portfrb. 01 Dresden gegen Viktoria 89 Ber- bn 2: 8, Dresdner SC. gegen BC. Elsterberg 4 :1.
t e: Wacker-Halle gegen Guts Muis-Dresden 2:5, äegen Wacker-Gotha 7:0, Merseburg 99 gegen 4'2.
edersachsen: VsB. Komet-Bremen gegen Viktoria- Wilhelmsburg 3 :1.
< Westsalia-Herne gegen Uuiou-Neckling- L -plelvg.-Herten gegen Germania Bochum 2 :3, L' c°"'Eecklmghauien gegen Preußen-Münster 1 :4, SuS.- Hustet M gegen DSC.-Hagen 3:1.
darf u 2 Benrath gegen Fortuna-Düssel- M â^'^eitz-Oberhausen gegen Rheydter SV. 3:1, ^ ^. "^ S^en Schwarz-Weiß-Essen 3:1, TSV.-Duis- burg W gegen Hamburger SV. 2 :0.
selb 3 essen : Sport-Kassel gegen Hesscn-Hers-
2 - -r^Ay^5.-„'„^^aLtAranksur, gegen F TB.- Frankfurt 2-1 ^tbruden gegen Phönir Ludtvigshasen
* ^0^ ö^« 1 M.-Kaiserslauteru 1:1.
au 2 • ” Ö 6 ” Karlsruher Fußballverein gegen VfL. Neckar- KickerS V?4 C m b e 16 : Stuttgarter SC. gegen Stuttgarter
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Digurd Xoen (Norwegen)
wurde Deutscher Skimeister.
Bet Tauwetter wurde die Deutsche Skimeister. ich."'k am kletnen Olympiahügel entschieden. Den Stombi- naltonstvrunalaus aewann der in einem klassischen Stil
In einem Zeit Jagdspringen kamen die Franzosen jnw Sieg. Eine Vorlage von Harras von 72,2 Sekunden wurde immer mehr verbessert, bis Oberleutnant Brandt mit Ches 60,3 Sekunden erzielte und mit dieser Leistung nicht mehr schlagen schien. Als einer der letzten erschien der französisch. Leutnant d e B u f n e I auf Avion in der Arena, der nach einem phantastisch schnellen Ritt in 56,4 Sekunden Sieger blieb.
Der Sieger im „Preis der Nationen".
Aus dem Berliner Reitturnier siegte die deutsche Mann- schuft im „Preis der Nationen" in folgender Besetzung: von links: Miittmeifter Momm (Baccarat II), Oberleutnant Brandt (Baron), Oberleutnant K. Hasse (Tora), Ober- leutnant Lchlictum (Dedo). Oberleutnant Schlickum konnte als einziger der beteiligten Reiter das Springen fehlerfrei beenden und erhielt dafür den Ehrenpreis des Reichs- inu.'uministcrs für die beste Einzelleistung.
springende Finne Salonen mit 51 und 53 Meter uns ver ausgezeichneten Note 225. Stoll übertraf ihn zwar im zweiten Gang mit den Höchstweiten des Tages von 55 Meter, fiel aber in der Haltung noch etwas ab. Mit zwei wuchtigen Sprüngen von 51 und 55 Meter sicherte sich der Thüringer Marx den dritten Platz vor dem glänzend springenden Polen Czech. Der Norweger Sigurd Roe«, der unter den Kombinierten des zweitbeste 18-Kilometer-Läuser war, hielt seine« Vorsprung und wurde mit der Gesamtnote von 448 Deutscher Skimeister vor Hofsbakken (447,4) und Hagen-Norwegen. Willi Bogner, der Bayerische Skimeister, wurde Sechster, und damit bester Mitteleuropäer mit 222,4 Punkten. Und als weiterer Erfolg war zu verbuchen, daß Fridel Wagner, der Allgäuer Skimeister, die siebente Stelle mit 415,4 Punkten einnimmt.
Einen weiteren Norwegersieg gab es im Slalomlaus. Unerreicht fuhr der Meister des Slaloms, Seelos, als Vorläufer außer Wettbewerb die Zeit von 55,5 Sekunden. Sörensen zeigte, was er während seines Kitzbüheler Aus- enthalte gelernt hat, und verband seine angeborene Stand- festigtet! mit geschmeidiger Technik. 64,4 im ersten und 61,6 Sekunden im zweiten Gang reichten zu einem überzeugenden Slalomsieg Schnellster Deutscher war Kemser-Bayern mit 69,1 und 64,2 Sekunden. Birger Ruud war infolge Verletzung nicht beteiligt. Sörensen holte sich nicht nur den Slalomsieg, sondern auch den Titel Deutscher Meister in Abfahrt und Slalom.
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Skispringen musste abgebrochen werden.
20000 Zuschauer umsäumten die Große Olympia-Schanze am Sonntag, um das Ereignis des HauptsprunglaufeS zu sehen. Es herrschte sehr heftiger Schneesturm, der ein Springen fast unmöglich machte. Inzwischen wurde der S1 a s f e l l a u f ausgetragen. Hier gab es wieder einen N 0 r w e g e r s i c g , obgleich die besten deutschen Läufer Motz unb Bogner alles daransetzten, weiter nach vorn zu kommen. Die Reihenfolge des Endergebnisses war dann Norwegen, Finnland, Italien, Deutschland. M 0 tz hatte die überhaupt beste Zeit des Tages mit 41 :07 Minuten für die zehn Kilo- Meter gelaufen. Dann begann das Springen. Aber schon bei dein ersten Sprung zeigte sich, daß seine Durchführung unmöglich war. Der Reichssportführer verkündete der Menge, daß der öauptfprunglauf auf Montag verlegt sei und dafür ein Kamcradschaftsspringen auf der Kleinen Schanze ausgetragen würde. Hier vollbrachte Sigmund Ruud mh 52 Meter den weitesten Sprung des Tages. Später mußte auch dieser Wettbewerb wegen des sich stetig steigernden Sturms abgebrochen werben.
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Neue deutsche Eislausrekorde. Mit ganz ausgezeichneten Leistungen warteten Willy Sandtuer unb Heinz Sames beim Internationale» Davoser Eisschnelläufen auf. Bei guten Eis' Verhältnissen und vor zahlreichen Zuschauern stellten die Deutschen zwei neue Bestleistungen auf. Der Berliner Heins Sames unterbot seinen im Vorjahr aufgestellten 500-Meter- Rekord von 45,9 Meter um eine halbe Sekunde, und der Teutsche Meister Willy Sandtner-München verbesserte den l.M)-Meter-Rckord des Wiener Jungbluth von 2:28,2 auf 2:26,6. Mit diesen hervorragenden Leistungen belegten die Deutschen jedesmal den vierten Platz. Der frühere Weltmeister Ballangrud-Norwegen gewann beide Wettbewerbe in 44,2 bzw. 2 :20.
Der Führer beim Berliner Reitturnier.
Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wohnte dem Höhepunkt des Berliner Reitturniers, dem Stampf um „Preis der Nationen", für den er selbst den Ehrenpts^ gestiftet hatte, bei. Die Ehrenloge nach bem deutschen -Keg. Von links: Reichswehrminister von Blomberg, Führer, General von Poseck, Reichsminister Tt. Goebbels