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Ausführungsbkstimmungen

Über die Ausgabe und Abrechnung von Lebensmittelgulscheinen und Zlohlengutscheinen zum Jahrestage der nationalsozialisttschen Revolution.

1. Lebensmittelgutscheine.

A. Ausgabe.

Anläßlich des Jahrestages der nationalsozialistischen Revolution werden an die Hilfsbedürftigen auch gebens: mittelgutscheine ausgegeben. Die Gutscheine berechtMn zur kostenlosen Entnahme von Lcbensmtt -

im Werte von 1, RM.

je Schein. Andere Waren als Lebensmittel dürfen aui diese Gutscheine nicht verabfolgt werden. Die Gulickzeine werden in der Zeit

»em 38. Januar bis 15. Februar 1935 in allen Lebensmittelgeschäften in Zahlung genommen. - Die Gutscheine sind auf weißem Wasserzeichenpapier mit schwarzem und rotem Aufdruck heryesteUt.

B. Abrechnung.

Die Abrechnung der Lebensmiltelgulscheine geht folgen­dermaßen vor sich: Die Lebensmittelgeschäfte versehen die

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«ültig in ^Vitj^t 30.1a». ÄlâLs-âS 'X ^i^âitunj ein«

bei öer für feinen Ivohnsi^usM fjU1 »Werkes gegen eine n>eq A\' Quittung ein-utauscheN. $ nodi Pblouf des 5. Mük^-'' ^ l?35 hat »er Kohlenhnnblei; Av keinen Anspruch nicht au| / ^ pu8hän»tgung einer Ivert- Quittung aber eine sonstig^ X^ Dergutung.

MihvrLuchltch« flnwendun^..':ä dieses Scheines zieht Luchts tjâusftrafe nach ßcfi^ '^

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in »er durch das Ü^ 'H^^.fÄr<xdeM AL^ga^Wah feftgelegien f>c|diaff«.hcit IDc;t<tn 2«Uzkun-«r ^knd ^i »cht zu leisten Noch Rülaus des £8. fedr^l^^â-âS"^uilchetn verfalleu und »arf non keinem Kotiie^ikibt« jnchv^ngcncmmcn werden. T>« ©utfehein berc<htigix'^n*~'.w -^nTfinhnie von Steinkohlen Übertragung des Guljcheitzvo>4st.^vrr^oten.

Der Kohlenhändler Hot üiej^vMH^ v>o Ipaiesteno 5. Mürz 1^35

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Der korüenhSsüL« VL LeW ^.T^^ bis ipLtestens & Mâxz 1?3S ©asgruppe des DNNer-

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LrauatohlenbrlieN- Gut'chein (¥t verkleinert, Originalgröße 103X146 mm)

Steinkohlen - Gutschein

(Vs verkleinert, Originalgröße 103X146 mm)

in Zahlung genommenen Gutscheine auf der Rückseite mit ihrem Firmenstempel oder handschriftlicher Firmenangabe.

Gutscheine, die nach dem 15. Februar 1935 von den Bedürftigen oorgelegt werden, oder Scheine, die den Stempel der Ausgabestelle des WHW. nicht tragen, dürfen von den Lebensmittelhandlungen

nicht in Zahlung genommen werden.

Die Erstattung des Gegenwertes an die Lebensmittel­geschäfte oder Großhandlungen erfolgt gegen Abgabe der Gutscheine nach Abzug von 5 Prozent für das WHW. (also Reichsmark 0,95 je Schein) bis spätestens 28. Februar 1935 bei allen Zahlstellen der in der Reichsgruppe 4 zusammen- geschlosienen Kreditinstitute (Banken, öffentlichen Spar- und Eirokagen, landwirtschaftlichen und gewerblichen Genossen­schaftsbanken).

Nach dem 28. Februar 1935 dürfen von den Zahl­stellen Lebensmittelgutscheine nicht mehr in Zah­lung genommen werden.

Für die Einlösung der Lebensmittelgutscheine dürfen die Zahlstellen keine Gebühren erheben. Falls mehr als 100

Gutscheine zur Einlösung vorgelegt werden, sind diese zu je 100 Stück zu bündeln.

Die Zahlstellen entwerten die eingelösten Lebensmittel­gutscheinc durch Abschneiden der linken unteren Ecke und reichen die Gutscheine bis spätestens 15. März 1935 ihren Zentralstellen ein. Die Zentralstellen geben durch Em- schreibe-Sendung die Gutscheine gesammelt an die Reichs­führung des Wintcrhftfslverles, Sondermaßnahmen, Ber­lin SO 38. Mapbachufer 48/51, weiter. Gleichzeitig machen sie der Reichsfllhrung durch besonderes Schreiben von der llebersendung der Gutscheine Mitteilung und fordern die Ueberweisung des Gegenwertes an. Eine Durchschrift die­ses Schreibens ist der Paketsendung beizulegen. Nach Prüfung der eingesandten Lebensmittelgutscheine erfolgt Begleichung der Rechnung durch die Reichsführung. Jede mißbräuchliche Anwendung der Gutscheine zieht Zuchthaus­strafe nach sich.

2. Kohlengutscheine.

Die alsSonderausgabe zum Tag der nationalsoziali­stischen Revolution" zur Verteilung gelangenden Kohlen-

gutscheine werden gemeinsam mit den gewöhnlichen Kohlen­gutscheinen, Serie D verausgabt und sind genau so zu be­handeln. Ihre Geltungsdauer erstreckt sich wie die der Kohlengutscheine der Serie D auf den Monat Februar 1935. Auch bei diesen Scheinen hat der Bedürftige an den Kohlen­händler, bei Landabsatz an die Zeche oder das Werk, eine Anerkennungsgebühr in Höhe von 15 Pfennigen je Schein zu zahlen. Zum Unterschied von den regelmäßig zugeteil­ten Kohlengutscheinen des WHW. sind die Scheine der Sonderausgabe auf weißem Wasserzeichenpapier gedruckt und mit einem roten Streifband-Hinweis auf den besonde­ren Anlaß versehen (siehe Abbildung). Die Abrechnung dieser Sonderzuweisung ist gemeinsam mit der Abrechnung der Kohlengutscheine der Serie D vorzunehmen; eine unter­schiedliche Behandlung ist nicht erforderlich. Genau wie bei den Lebensmittelgutscheinen so zieht auch bei den Koh­lengutscheinen jede mißbräuchliche Anwendung Zuchthaus­strafe nach sich.

Minterhilfswerk des deutschen Volkes 1934/35.

gez. Hilgenfeldt, Reichsbeauftragter des WHW.

Die WHW.-Türplakette für Februar.

Als Zeichen der einzigartigen nationalen Solidarität^ der das deutsche Volk im Winterhilfswerk den Sei gegen Hunger und Kälte ausgenommen hat, wird ar? Türen aller opferbereiten Volksgenossen im Februar diese Plakette sichtbar sein.

Hauptmann im Kreuzverhör. I Der Lindbcrgh-Prozcß. - Die Skizzen im Rechnungsbâ

Im H aupt m a n n - Proz c ß in Fleming (USA.) setzte Generalstaatsanwalt Willentz das KreW verhör Hauptmanns fort. Hauptmann sagte D daß er s e in er F r a u die Entdeckung der Lösegel-nM im Werte von 14 000 Dollar nicht mitgeteilt-ß weil er sie nicht hätte beunruhigen wollen. Er hätte : absichtigt, mit diesem Geld seiner Frau ein Hau? baue n. Der Generalstaatsanwalt las dann Eintrag H gen aus dem Hauptmannschen Rechnungsbuch vor. Hit innn gab zu, alle Finanzaktionen, außer gewissen (Stil Nissen, von denen seine Frau nichts wußte, bandst- lief) in dem Buch niedergelegt zu haben. Der Geâ staatsanwalt wies dann noch auf gewisse SchrD fehler hin, die sich in diesen Aufrechnungen uniÄ aus den Lösegeldbanknoien befunden hätten. In W Hauptmannscheil Rechnungsbuch hätten sich ferner 2!W zen eines Fensters und einer Leiter befnndcnU zu Anfang des Jahres 1932 niedergelegt worden Hauptmann bestritt, der Zeichner dieser SkizzenM wesen zu sein.

Gememfthafi studentischer Verb«

Unter der Führung des Staatssekretärs und der Reichskanzlei, Dr. Lainmers, haben sich insM dreizehn studentische Organisationen zu einerGeA schast studentischer Verbände" zusammengeschlossen in Überzeugung, daß sie unter Bejahung des beud Korporationsstudententttms durch gemeinsame beit dem nationalsozialistischen Staat besser bis können, als es der einzelne Verband allein vermag, èk Zusammenarbeit mit bem NS. Studentenbund sieht! neue Gemeinschaft als selbstverständlich an.

Die Re! chs 1 eitnng der 91 Zusammenschluß im Interesse der unbeving^oln. :z endlichen Beruhigung des Korporationslebens an ü Hochschulen in einem Schreiben aufs wär m stc h grüßt und bat sich bereit erklärt, in der von 2mi sekretär Lammers mitgcteiltcn Forut mit der 0ctr.ii 'chaft zusammen »arbeiten.

Raffinierter Msruch in ein MM

D -de erbeuten 20 000 Mart '

Mil großeni Vorbedachl gingen Diebe zu Wer!.' einen Einbruch in ein LondonerPostamt veich Sie mußten zu bém Zweck eine Fensterscheibe einM Um aber keinen Anhaltspunkt zu hinterlassen, hattn vorsorglich eine neue Scheibe miigcbra chl,' sie an Stelle der zerbrochenen einsetzlen und sorgsam! kitteten. So konnten die Diebe ungestört ihre Beule insgesamt 2 0 0 00 9JI a r f in Sicherheit bringen. s Postbeamten und die Polizei standen zunächst vor Ä Rätsel und konwcn erst nach längerer Zeit 5 f r i 1 ch e n K i 11 und damit eine Spur des Einbr^ entdecken.

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vieler «Ulstein beteditigt zur nncntgeltlidien eninalnie von Lebensmitteln IM Meris von einer Reichsmark <?^r 3 ar' -^ :. at; ü:o n»mlU«1 tarf au; bie .c: uftchern mch! oerabolgl werd«!, Der Äulfch -:?. wrrL oon jeder LsveusminsihLndwng w Zahlung JencmmerL / Noch oem 15. fedruar 15*35 dürfen solche Gu1fü,e:ae von en LedenLriU'rlhllnd!; -gru iichi mehr in Zollang gensn-rn-rn werden GUtbräudUiAeJheexnOtiflflbtej«» gäriges yehi Zuchthovsstrnj« nochflch

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Lebensmittel- Gutschein

Vorderseite (V« verkleinert. Originalgröße 103x146 mm)

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owe» mehr ols ICO Gutscheine oufgcliefcri werden, sind diese »u |c 100 bfinbotn ^Z-KfZtZS

Retd|0beauftragt« für das V.H.V.

Lebensmittel-Gutschein

Rückseite (V« verkleinert, Originalgröße 103x146 mm)

VDA.-Ecke

Kriegsschiffe als Kulturbringer.

Ein auslandsdeutscher Lehrer erzählte:Gern denke ich zurück an meine Schule in einer Mittelmeerstadt. Wir konn­ten von unserem Fenster über die Stadt sehen, und wenn wir an den Rand des Platzes vor der Schule traten, über­blickten wir den Hafen und freuten uns an den ein- und auslaufenden Schiffen. Oft genug schallten Kanonenschüsse in die Unterrichtsstunde. Die Schüler horchten aus und zählten: 1, 2 und leise weiter bis 21. Ein Kriegsschiff lief ein, und nun die neugierigen Gesichter, die stummen und auch leisen Fragen: Ist es ein deutsches? Sie waren kaum zu halten bis zur Pause. Dann stürzten sie an den Rand

»es ifila^es. Da lag ein weißes, schlankes Schiff im Hafen und die !chwarz-weiß-rote Flagge flatterte darüber. Ein deutsches Schiff! Die Aufregung legte sich den ganzen Vor- mttrag nicht. Am anderen mußten die Jungen schon zu er- 3äi)len von den deutschen Matrosen, dem Schiffe und von cem, was sich im Hazen zugetragen hat. In der dritten ^rchtsftunde hörte man schwere Tritte im Flur des eine Unruhe durchlief alle Räume. Endlich dre Erlösung. Ein Befehl des Schulleiters: Die Schule solle äch aus dem Hofe versammeln. Voller Spannung strömte alles hinaus. Da stand auf dem Schulhose der Komman-- des deutschen Schiffes mit einem Begleitossizier. Im kräftige Matrosen, die eine Kiste herbeige« brad)t hatten. Der Kommandant begrüßte die Lehrer und schulet und hielt eine kleine Ansprache. Die Heimat grüße

sie, sie denke an sie und sie schicke die Kiste Bücher, ß^J usw. Diese komme vom VDA. Der Schulleiter danw,, ein deutsches Lied schloß die Stunde, aber Lehrer ler waren glücklich über den Besuch und das Gesches der Heimat. Das war der schönste Tage in meinem leben in der Fremde!" J

Als ich diesen Bericht einem VDA.-Mann e« meinte er, das wundere ihn nicht, die deutschen Kric'^i übernehmen gern und willig solche Aufträge. rung setze sich mit der VDA.-Leitung in Verbi spreche die Fahrt und wähle die Schulen aus, du-^ß Geschenken bedenken wolle. So sind diese Schiffe ein Zeichen deutscher Wehrhaftigkeit, sondern auch Zusancmengehörigkeit und deutscher Kulturpflege.