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Teufel dtö Ükwüldks / Üiricii von Riel

Unser Schiff es war eines der drei- ten, flachgehenden Dampfboote der eng- lischen Amazonas-Schiffahrtsgeselljchaft lag an jenem Abend an irgend einem der unzähligen, namenlosen Userplatze fest, wo Brennholz eingenommen wird. Die Ma­schine verbraucht viel Holz; der Dampfer muß daher alle paar Stunden irgendwo anlegen, wo eine einsame Familie in einer ärmlichen, selbstgebauten Urroal^ Hütte haust und davon lebt, daß sie im Walde Brennholz schlägt. Hat sie einen genügend großen Haufen beisammen, zieht der Mann eine rote Fahne auf nachts ein rotes Licht worauf dann irgendein Schiff kommt, um das Holz zu kaufen. Es wird wahllos alles geschlagen und ver- brannt, auch die kostbarsten Edelhölzer wie Jacaranda (Palisander), Mahagony, Ebenholz und Zeder, denn der Urwald ist unerschöpflich, und das Holz an Ort und Stelle fast wertlos. Wir lagen in unseren bequemen Bordstühlen an Deck und trän- fen eiskaltenWhisky-Soda, das übliche Tropengetränk. Die Nacht war von jener weichen, schwülen Wärme, wie sie nur die Aequatorialzone kennt. Der schwarze Himmel, an dem die fremden Sterne feu­rig funkeln, war wie Seide. Langsam ging der Vollmond hinter dem bizarren Rand des Urwaldes auf, der die Fülle der dort wuchernden Pflanzen nur ahnen ließ. Große Feuerfliegen und Leuchtkäfer tanz, ten um uns in der Luft. Jemand sagte, daß das alles zauberhaft schön sei, dieser Vollmond, der sein Silberlicht über den gewaltigen Strom ausgoß, dieser schwei­gende Urwald, dieses ganze fremde, so un­heimliche und doch so reizvolle Land. Aber in den Tropen schätzt man den Tropen­zauber nicht sehr; wer jahrelang einsam im Urwald gehaust hat, sehnt sich bren­nend nach Europas lebensvollen Städten und haßt die einsame, endlose Wildnis. Erst wenn er dann ein paar Monate lang Europas Freuden genosten hat, beginnt er sich langsam nach seinem stillen Urwald zurückzusehnen, und schließlich ercheint ihm das freie Leben in der unberührten Natur so zauberhaft schön in der Erinnerung, daß er sich brennend dorthin zurücksehnt. So ist der Mensch nun einmal! Deshalb erregte damals das Wort von der Schön­heit der Tropen lebhaften Widerspruch. Zauberhaft scheußlich" sei es, meinte einer, und bald war man dabei, allerhand Geschichten zu erzähleNj welche die Schrecken­der tropischen Wildnis recht drastisch schil­derten. An Stoff dazu fehlte es nichr, denn unter unseren Reisegenossen waren Leute, welche die Wildnis jahrelang als Forscher und Jäger, als Goldsucher, Fell- handle^ Kautschukeinkäufer usw. durch­streift hatten. Sie erzählten von Hunger und Entbehrungen, vom Schüttelfrost der Malaria und von Schlangenbiffen, von lleberfallen durch Raubtiere und India­ner. Auch von den furchtbaren Qualen war die Rede, die der Weiße auszustehen hat, wenn ihn die Moskitos und Piuns (eine kleine, aber bösartige Stechfliegen­art) m Schwärmen überfallen. Man stritt sich darum, was schlimmer sei: Moskitos 2^r Piuns, Earrapatas (Zecken) oder Eandflöhe.Am allerschlimmsten sind die Ameisen . . .," meinte einer nachdenklich, es war ein junger Arzt, der einige Jahre bei einer großen Handelsgesellschaft am oberen Amazonas angestellt gewesen war und der nun für ein halbes Jahr auf Ur­laub nach Hause fuhr.

Aber denen kann man doch aus- weichen!/ warf ein anderer ein.

®emi^ wenn man laufen kann. Aber ich will Ihnen eine Geschichte erzählen, und dann mögen Sie selbst urteilen!" Er zün- dete sich umständlich eine neue Zigarette an und begann dann langsam:Ich hatte

Arzt einen sehr ausgedehnten Patien- «nkreis, was aber nicht mein Verdienst war, denn es gab eben keinen anderen Arzt weit und breit. So kamen die Jn- dianer viele Tagereisen weit zu mir. Andererseits machte auch ich gelegentlich kleine Reisen, um die Jndianerdörfer in ber Umgegend zu besuchen, wo es auch immer sehr viel Arbeit für mich gab, als die Leute erst einmal Vertrauen zu mir gefaßt hatten. In einem der Dörfer

war nicht weit von unserer Handels- mederlastunp entfernt lebte ein altes ^ndlanerwelb, besten Beine infolge einer Ruckenmarksverletzung gelähmt waren, «re lag den ganzen Tag in ihrer Hänge­matte und beschäftigte sich mit Matten- Nechten und dergleichen. Ich glaube nicht, oaß sie besonders unglücklich war, denn sie brauchte nichts zu arbeiten und wurde ge­futtert. Wenn die Familie in den Wald ging um zu jagen oder Gummi zu zapfen, versah man sie mit Trinkwaffer und Le­bensmitteln, die man ihr in erreichbare Rahe stellte. Sonst haben diese Halb- zwilisierten ja nicht allzu viel für alte und gebrechliche Leute übrig, aber in die­le« Fall war das anders ich vermute,

weil die Alte so eine Art von Zauberin war. Mindestens wußte sie sehr gut mit den Pflanzen und Kräutern des Urwaldes Bescheid, und ich selbst habe in dieser Hin­sicht manches von ihr gelernt. Daß ihre Lähmung hoffnungslos war, wußte sie, und erwartete daher auch keine Hilfe von mir. Aber jedesmal, wenn ich durch das Dorf kam, suchte ich sie auf und fragte sie nach ihrem Ergehen." Der Arzt schwieg nachdenklich und blies eine Rauchwolke zu den Sternen empor. Spielend schlug er mit der Hand nach einer großen Feuer­fliege, die eben an seinem Liegestuhl vor- überflog.

Nun und die Ameisen?" fragte je­mand aus dem Dunkel.

Ja die Ameisen," fruhr er fort. Sie kennen doch alle diese endlosen Züge, die den Urwald durchqueren drei, vier Meter breit und einige Kilometer lang. Millionen und Millionen Ameisen sind das, in militärischer Ordnung und alle mit messerscharfen Zangen, mit denen sie alles auffresten, was ihnen in den Weg kommt. Treffen sie auf einen Kadaver, so wird er skelettiert, treffen sie ein Haus, so vertilgen sie alles darin befindliche Un­geziefer bis in die letzten Schlupfwinkel. Ist der ganze Zug durch das Haus durch, so ist alles aufgezehrt, was es darin gab, ob das nun Lebensmittel find oder Früchte, Fleisch oder Käse auch alle Würmer, Spinnen und Schwaben. Was nicht eilig flüchten kann wird bei lebendi­gem Leibe aufgefresten/'

Eine junge Frau schrie leise auf, denn fie hatte erraten, was nun kommen mußte. Oh Gott, wie gräßlich," sagte sie.

Richtig, Donna Elena," erwiderte der junge Arzt sehr ernst.Es kam so, wie Sie annehmen. Eines Tages ging die Familie wieder in den Wald, um Capy- varas zu schießen, die sich stromaufwärts

WINTERABEND

Es dämmert vor dem Riesentor Des Bahnhofs rot das Winterland. Signale glühen. Essenbrand Leckt dort und dort empor.

9 meine Zeit, du starke Zeit, Es ist auch schön, dein Kind zu sein! Auch deinem Lärm und Eisensthein Entschimmert Ewigkeit.

B. F.

Die Kröte

/ Von Horst Thielau

Das armselige kleine Haus, in dem ich damals vierzehn Tage meines Urlaubs verbrachte, lag nur einen Steinwurf weit vom Wald ab. Vor der Lehmhütte stand eine große, plumpe Kiste, worin der Holz­fäller seine Werkzeuge verwahrte. Ein paar Schritte davon wuchs ein breiter Nußbaum, daneben war der Brunnen.

Wie lange der alte Lehmbau wohl schon stand, der allmählich selber ein Stück Erde geworden war? Mit dem Holzfäller war nicht viel zu sprechen. Knapp, daß er die Tageszeit bot. Morgens ging er schon in aller Frühe fort, und erst wenn die Däm­merschatten die hohen, schwarzen Tannen noch düsterer machten, kam er wieder. Dann saß er manchmal noch ein Viertel­stündchen auf der plumpen, schwerfälligen Kiste vor dem Haus und rauchte einen ab­scheulichen Knaster. Meist sprach er auch dann nichts. Tat er es, so waren es kaum mehr als drei, vier Worte vom Wetter.

Vielleicht fiel es mir die ersten zwei Tage nicht auf, aber am dritten Tage sah ich, daß vor dem Hause immer eine Kröte hockte. Und an jedem anderen Tage wie­der. Jedesmal, wenn ich morgens zum Brunnen ging, saß die Kröte da und schaute mir nach.

Behäbig wie ein kleiner Buddha hatte sie Posten gefaßt und rührte sich nicht von der Stelle. Es störte sie nicht, daß ich vorbeikam und Master hotte. Stets sah sie mir unverwandt nach und immer waren ihre Augen klar und unbe­kümmert.

Als ich eines Morgens aber einmal ganz früh aufgestanden war und zum Fenster hinausguckte, wie der Holzfäller zur Arbeit ging, gewahrte ich, wie die Kröte dem Mann scheu auswich und sich ängstlich hinter der Kiste verkroch. Sie kam erst wieder hervor, als der Holzfäller längst im Walde verschwunden war.

Ein paar Tage später brach ich wieder auf. Unten im Tal, wo die Bahnstation lag, kehrte ich noch ein Weilchen im Gast­haus ein. Da brachte das Gespräch mit dem Wirt die Rede auch auf den ein­silbigen Holzfäller.

gezeigt hatten. Man wollte nach einigen Stunden zurückkommen und setzte der alten Frau einen Krug Trinkwaffer und etliche Lebensmittel neben ihr Lager. Darunter befand sich, wie ich später hörte, auch süßer Kuchen, und Sie wiffen ja alle, daß die Ameisen das Süße über alles lieben. Sie haben ein unvorstellbares Geruchsver­mögen kilometerweit spüren fie alle Süßigkeiten."

Und die alte Frau...?" fragte jemand ängstlich mit leiser Stimme. Das Grauen saß ihm in der Kehle; er konnte den Satz nicht zu Ende sprechen.

Ja" erwiderte der Arzt.Die ist bei lebendigem Leibe aufgefreffen worden. Als ihre Angehörigen zurückkamen, hatte der Schluß des Zuges das Haus schon wieder verlaffen. Es war wie immer in diesen Fällen alles blankgeputzt. Jedes kleinste Krümelchen war aufge­freffen, das vom Tisch heruntergefallen war. Und zu der alten Frau sanden die Ameisen über die beiden Stricke der Hängematte einen bequemen Zugang. Erst an der Wand hinauf, dann über den Strick und schon wimmelte die ganze Hängematte von den kleinen Bestien. Man fand nur noch ihr Skelett. Ich habe es später selbst gesehen es war so sauber abgeputzt, daß kein Anatom es bester hätte besorgen können."

Ja hat sie denn nicht geschrien?" fragte jemand, doch der junge Arzt zuckte nur die Schultern.Sicherlich," meinte er.Aber das hat eben niemand gehört! Sie war doch allein, und der Urwald ringsum schwieg!"

Die Stimmung von vorhin war ver­flogen. Eine bedrückende Stille herrschte. Das Eis in den Whiskygläsern klirrte leise, wenn jemand einen Schluck nahm die bedienenden Negerjungen glitten bloß- füßig über die Decksplanken. Unten plätscherte das gelbe Amazonaswaster um das Schiff das Master des gewaltigsten Stromes der Erde. Nur die Moskitos sangen ihr altes Lied.

Die Arbeitsfeuer nah und fern Sind fast dem frühen Abend gleich, Der schön ist und geheimnisreich Auch ohne Mond und Stern.

Ist die Kröte noch oben?" fragte der Wirt.

Da wußte ich, daß es mit dem Tier irgendeine geheimnisvolle Bewandtnis hatte.

Vor Jahren hat der Mann, der in diesen Tagen Ihr Herbergsvater war," berichtete der Gasthofbesitzer,einige Zeit in Spanien gelebt, wo er sich auch eine Frau nahm. Ihr Herbergsvater hat in einer rührseligen Stunde die Geschichte selber mal erzählt. Die Ehe soll nicht sehr glücklich gewesen sein. Eines Tages war die noch ziemlich junge Frau tot. Woran sie starb und wie sie starb, darüber schweigt der Mann sich hartnäckig aus. Vielleicht ist es nicht ganz mit rechten Dingen zu­gegangen. Wie gesagt, das ist nur eine Vermutung. Eines aber weiß man, daß Marrelina so heißt Ihr Herbergs­vater seit jener Zeit dauernd von einer Kröte verfolgt wird. Seitdem find des Holzfällers Tage wie von einem Vampyr beschattet. Er bildet es sich wenigstens ein. Höchstmerkwürdig bleibt es. Marre­lina erzählt, daß er mit dem Tode der Frau ständig schwermütiger wurde, daß er sich immer mehr von den Menschen ab­schloß. Eine Zeitlang war Marrelina, als er noch in Spanien weilte, vor Kummer gar nicht mal arbeitsfähig. Tagelang drückte er in Madrid auf dem Prado die Bänke, zerlumpt und verarmt wie sonst­einer. Wie gesagt, alles nach den eigenen Erzählungen Marrelinas. Es war da­mals eine fürchterliche Hitze. Alle paar Minuten kamen Männer mit SEaRer» kübeln auf dem Prado vorüber und boten den Leuten Waffer an. »Agua coma la nieve agua fresca, agua senor< . . . Doch Marrelina war nicht einmal im­stande, sich einen Schluck Master zu kaufen. So schlecht ging es ihm. Von jenen Tagen an datiert es, daß überall, wo Marrelina war, sich eine Kröte zeigte. Immer war das Tier da, stets aber hielt es sich ein paar Schritte von ihm entfernt, weil es Furcht hatte, zu nahe an ihn heranzukom­men. Ein paar Monate später ging Mar- relina nach Deutschland zurück, verbarg sich

in einem stillen, einsamen Vergwinkel, aber schon bald danach tauchte auch die Kröte wieder aus. Seitdem ist es mit der innerem Ruhe des Mannes vollends vor­bei. Seit zwei Jahren kennt er nur noch den Weg von seiner Lehmhütte zum Wald­platz und vom Waldplatz zur Hütte. Jedem Menschen geht er, soweit es möglich ist, aus dem Wege. Hin und wieder nimmt er, so wie Sie, im Sommer mal jemanden auf, nicht aber der Geselligkeit wegen, sondern nur. um ein paar Mark hinzu zu verdienen."

Das kann aber doch bloß ein Zufall sein, wenn sich wieder einmal eine Kröte in seiner Nähe aufhält," warf ich ein.

Was heißt Zufall?" gab der Wirt zur Antwort,Marrelina glaubt nicht an einen Zufall. "

Jener seltsame Traum

Von Fritz Hammer.

Ich saß im D-Zug, wie mir träumte. Wildfremde Stationen tanzten vorüber, Namen, die ich noch nie gehört hatte. Wenn wieder ein Stationshaus oorbeige- huscht war, tauchten immer nur schwarze, endlose Moore auf, von niederen Fluß- läufen durchschnitten.

Und immerfort schlugen weiße Dampf­schwaden gegen die Scheiben, unb aus den Dampfschwaden wurden Gestalten, die mich wie böse Visionen anstarrten. Die Fenster klirrten, als führe ein Wahnsinniger die Lokomotive.

Mein Gott, was soll diese Fahrt?

Meine Augen waren müde geworden vom eintönigen Spiel der unheimlichen Landschaft. Wie lange ich geträumt hatte, wer weiß. Plötzlich fuhr ich entsetzt empor. Noch zitterte die Luft von diesem fürchter­lichen Schrei, der mich aufweckte.

Kein Zweifel, eine Frauenstimme rief um Hilfe. Schrie wie qualvolle Verzweif­lung, wie schreckensstarres Entsetzen... Hilde!

Ich traf Hilde nachmittags in der Lin­denstraße. Vier Jahre hatten wir uns nicht mehr gesehen. Die Riesenstadt hat tausend Wege, und der Zufall ist so selten.

Sie sprach davon, wie schwer fie zu kämpfen habe, daß fie noch immer in dem alten Mietshaus wohne, wo die Luft so bleiern und die Düsterkeit so alltäglich ist und daß --

Aber da kam schon der Omnibus.Wenn du mal Gelegenheit hast," rief fie noch rasch,ruf mich doch mal an! Rhein­gau 4757.

Gott, ja! Jetzt fällt es mir wieder ein, wie vergrämt fie aussah, wie mühsam sie sich auf den Omnibus schwang.

Eine fürchterliche Unruhe schnürte mir die Brust zusammen.

Wie aufgepeitscht stürze ich aus dem Bett und tappe in der Dunkelheit zum Fern­sprecher.

Rheingau 4757!"

Es meldet sich niemand," gab nach einer Weile das Fräulein vom Amt zurück.

Läuten Sie noch einmal, läuten Sie dreimal, läuten Sie viermal! Es muß sich jemand melden! Läuten Sie immer wieder! Ich habe furchtbare Ahnungen!"

Wieder kam jene lange unheimliche Stille, eine Stille, die tausendmal grau­samer ist als Brandung, als Toben, als Jammern und Aufschreien, denn die Stille hat immer etwas zu verbergen, Stille spricht nicht, Stille frißt Herzen, foltert, peinigt, zermürbt.

Da nach neuen Minuten wahnsinnig­ster Erregung kam wie aus ganz weiter Ferne eine dünne Stimme: «Ist je- mand da?"

Warum meldest du dich so spät, Hilde?" rief ich hastig.

Ich war schon eingeschlafen. Ganz weit fort..."

Daher meine entsetzliche Angst? Daher dieser markerschütternde Schrei in der Nacht?

Morgen früh um 8 Ubr komme ich zu dir! Hast du mich richtig verstanden, Hilde? Wirst du ganz bestimmt da sein?"

Du darfst dich darauf verlaffen."

Hilde war bleich wie Marmor, und sie sprach wie mit verklebter Zunge.

Es klang nicht sehr wahrscheinlich, Hilde, daß du schon eingeschlafen warn."

Hilde atmete zitternd. Ihre Augen irrten unruhig umher.Ich hatte eine Ohnmacht, denn es war Gas ausgeströmt. Ich hatte den Hahn schlecht geschloffen. Erst als die Telephonglocke dauernd schrillte, wußte ich wieder, wo ich war."

In einemfort zuckte es um den weichen, zitternden Mund. Sekundenlang sah ich sie ernst und prüfend an. Da kamen ihr die Tränen, und sie weinte.wie ein Kind.

Laß es gut sein, Hilde," sagte ich tröstend.Wäre es nicht vernünftiger, wenn wir die Sorgen ums Leben gemein­sam trügen?"

Da flog mir Hildes Hand zu und ihr« Augen sagten, daß sie glücklich war.

V