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Zum Tode verurteilter Raubmörder auf der Flucht medergeschossen.

Dem kürzlich zum Tode verurteilten polnischen Raub- .«order M a c z u g a , der einer der gefährlichsten und gcfürchtctsteu Bandttenführer Polens war, gelang jetzt die Flucht aus der Strafanstalt. Unweit der Gefängnis- mauern wurde der Räuber jedoch von den Kugeln der Anstaltswache erreicht und so schwer verletzt, daß er in hoffnungslosem Zustande in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Das Entweichen des zum Tode verurteilten Banditen hatte ganz Polen in Helle Aufregung versetzt. Um so größer ist die Genugtuung darüber, daß Maczuga un­schädlich gemacht werden konnte. Interessant sind die Umstände, unter denen sich Maczuga den Weg in die Freiheit zu bahnen wußte. Maczuga befand sich mit sieben anderen Gefangenen in einer Zelle. Um dem Banditen die Flucht unmöglich zu machen, war er dauernd a n d e n Füßen gefesselt. Bis jetzt ist noch nicht ermittelt, wie es Maczuga gelingen konnte, die starken Fesseln zu lösen.

Der Fluchtplan beruhte darauf, daß der Aufsichts- beamte durch einen Streit der Gefangenen in die Zelle gelockt wurde.

Diesen Augenblick benutzte Maczttga zur Flucht. Er lief zunächst in die Gefängnisküche, dem einzigen Raum in der Strafanstalt, der n i ch l m i 1 Eisengittern ver­sehen war. Von dort sprang er neun Meter tief in den Anstallshof und überstieg darauf die sieben Meter hohe Gefängnismauer. Kaum hatte er die Gefängnismauern hinter sich, traf ihn schon das Schicksal. Ein Wärter hatte die Flucht be­obachtet und schoß auf den Flüchtling. Eine Kugel streckte ihn zu Boden. Die Verletzungen des Verbrechers waren so schwer, daß er nach der Einlieferung ins Krankenhaus sofort operiert werden mutzte. Für die Stärke des Orga­nismus Maczugas spricht die Tatsache, daß d r e i Chloroform dosen notwendig waren, um ihn für die Operation einzuschläfern. Diè Ärzte haben jedoch keine Hoffnung, Maczuga am Leben zu erhalten.

Erdbeben verhilft Gefangenen zur Flucht.

In der portugiesischen Provinz Algarve wurde ein s ch w e r e s Erdbeben verspürt, das großen Gebäudeschaden angerichtet hat. Durch einen Mauerein­sturz in dem alten Maurenschloß in Silves, das heute als Gefängnis dient, gelang es vielen der dortigen Gefäng­nisinsassen, ungehindert zu entkommen. Die Bevölkerung der Nachbarschaft lebt jetzt in Angst tind Schrecken vor neuen Untaten der entsprungenen Gefangenen. Soweit bisher bekannt ist, sind Menschenleben durch das Erdbeben nicht zu Schaden gekommen.

Dis Gsèiehie evihavpiei.

Furchtbare Eifersuchtstat eines Chinesen.

In Medan (Batavia) wurde von einem 3Sjährigen Chinesen ein grauenhafter Mord verübt. Eine 30jährige javanische Eingeborene, die mit ihm FusammenZelebt hatte und ihn verlassen, .wollte, wurde von ihtn niedergeschlagen und durch acht Beilhiebe enthauptet. Der Täter begab sich dann unter Mitnahme des abgetrennten Kopfes und des zur Tat benutzten Beiles zur nächsten Polizeiwache, machte Mitteilung von dem Vorgefallenen und ließ sich wider­standslos verhaften. Ms Motiv gab er Eifer­sucht an. Den Kopf und das Beil habe er als Beweis­mittel mitgebracht, um keinen Unschuldigen in Verdacht geraten zn lassen.

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Die zwölf Apostel

Roman von Wolfgang Marken.

31 (Nachdruck verboten.)

Denn würde ick noch mal siebzehn Jahre schuften und jeden Groschen dreimal ankieken, ehe ick ihn weg- iebe! Der ... der ... un mehr jeschafft haben wie icke! Nee, nee ... Jeld vadienen, det hat er nie jekonnt. Wat iloben Sie . . . een Dichter wollte der mal werden . .. bet ick nich lache! Als ob davon een Mensch leben kann! Een Dichta . . . na, sagen Sie schon, war denn an dem Manne wat?" ....

Sie lesen wohl keine Bücher, Frau Toelle?"

Nee, habe ick keene Zeit nich jehabt!"

Da haben Sie was verpaßt."

Als wie icke?" ~ ,

Jawohl! Schauen Sie, Frau Toelle, Ihr-eben, wie das Leben der meisten Menschen, spielt sich in einem bestimmten Kreise ab. Sie wissen, wie es einem Menschen Ihrer Art, Ihres Kreises zumute ist. Aber den anderen Menschen stehen Sie ferne, in deren Denken und Fühlen können Sie sich Nicht versetzen. Und das vermitteln uns die Bücher!" .

Ich will Sie wat sagen: Für mir nbt s bloß gwee Sorten Menschen: Fleißige und Faulenzer . . . und Metier "

Damit erschöpft es sich aber nicht! Ein Mensch, der Ihnen als unnütz erscheint, kann vielleicht mehr leisten »ls ein sogenannter Fleißiger. Mancher vermag mrt seinen Händen nichts anzufangen, aber er hat einen klugen Kopf. Damit erfindet er die wundervollsten Dinge, die einem praktischen Arbeiter sehr nützlich sind. Oder denken wir an den Lehrer, der unterrichtet die Kinder, bringt ihnen das Wissen bei, das sie fürs Leben Branchen." _ . ,

Biel zu ville kommt in die Köppe! Ordentlich rech­nen, schreiben und anständig reden, det sollen sie lernen! Aba der andere Zimt... nee, nee, wer braucht denn in seinem Leben zu wissen, wo der Monteplanke ist? Doch ia nich nötig!" . ,

Das kommt drauf an! Aber . . . wenn mir auch stundenlang streiten, es hat doch keinen Zweck. Sie können aus Ihrer Haut nicht heraus, bleiben Sre alio getrost drin. Nur eins müssen Sie noch lernen!

Da bin ick sehr begierig!"

Sie müssen noch lernen, Ihr Herz mehr sprechen ött lassen und ... auch einen anders gearteten Menschen zu verstehen! Ich wünsche den Augenblick herbei, wo zwei fa wertvolle Menschen wie Sie und Ihr Mann sich wieder vereinigen." -

Kommt nich in Frage!" brach Frau Toelle das Ge­krach ab.

® ÄmMerm inAmenkafreWsywchsn

Mutter von 1, Kindern. Der Mann mißhandelte sie.

- - A c 5 ° d o r k e r Gcrichi hat einen sensationellen m V.J P 111 $ gefallt. Es sprach die Gatten

Ö C 1 M a r y Colucci frei, die im Juni ihren Mann getötet hatte. Die Angeklagte, Mutter von i."' Ehemartyriu m von 28 Jabren unter uch, als ste dre Tat beging. Vom ersten Tage ihrer langen, kinderreichen Ehe an war sie von ihrem Mann :a grausamer Weise geschlagen worden, selbst voi "en Augen ihrer Kinder.

Der Prozeß gegen die Mmöer Kirows. ANderc werdeN komUIeN und Meine Arbeit beende n."

Vor dem Kriegsgericht in Leningrad begann der Prozeß gegen den Mörder des Parteisekretärs Kirow, den ollahrigen Nikolajew. Mit ihn, stehen 13 weitere An­geklagte vor diesem Tribunal.

Der Bau der Sowjets, in dem das Gerichtsverfahren stattfindet, ist in weitem Umkreis von roten Truppen ab- gesperrt. Pressevertreter sind zu dem Prozetz nicht zugelassen. Trotz schärfster Kontrolle ist der Londoner Daily Expreß" in der Lage, Einzelheiten über den Ver­lauf des Prozesses zu berichten.Daily Expreß"meldet, daß

die Gefangenen an Händen und Füßen gefesselt und je von zwei Soldaten mit aufgepflanztem Seiten­gewehr bewacht, in den Saal geführt wurden. Nikolajew machte einen außerordentlich g c st r a f f t e u E i n d r u cf. Er, den man berebë totgesagt hatte, von dem das Gerücht ging, er habe mit Gift Selbstmord verübt, zeigte keiner­lei Reue, sondern bekannte sich frei und offen zu seiner Tat.

Als er gefragt wurde, ob er sich schuldig bekenne, erklärte er:Ich habe Rußland von einem Schurken be­freit. Andere werden mir folgen und meine Arbeit beenden."

Darauf lachte der Angeklagte und fing ein Lied an zu singen.

Gefährliche Auloräuber gefaßt.

Der Kriminalpolizei in K ö l n ist es gelungen, drei Räuber zu ermitteln, die im Frühjahr 1933 in der Nähe von Groß-Königsdorf zahlreiche Üb,erfälle auf Kraft wagen verübt halten. Der 32jährige Joseph Simon, der zuletzt in Horrem wohnte, und der 33jährige Wilhelm Außen, zuletzt in Köln wohnhaft, sind bereits festgenommen. Der dritte Täter, der der Kriminalpolizei ebenfalls mit Namen bekannt ist, wird noch gesucht. Die drei Verbrecher hatten sich bei den Raub­zügen

durch Gesichtsmasken und Tücher unkenntlich gcinacht.

Sie hatten ihren Opfern unter Vorhalten von Pistolen Geld und Wertsachen abgenommen. Aber sie raubten nicht nur Geld in einem Falle erbeuteten sie 400 Mark und Schmucksachen, sondern zogen einem ihrer Opfer so­gar Mantel, Rock und Weste aus und versuchten sogar, ihm die Schuhe von den Füßen zu ziehen. Am 22. Mai 1933 hatten sie den Euskirchener Kaufmann Jacquemain, der Miene gemacht hatte, sich zu widersetze«, durch einen Bauchschuß so schwer verletzt, daß er am nächsten Tage starb.

Es kam nur sehr langsam wieder in Fluß.

Wolf berichtete darüber, was in derEinkochtag"- sache erledigt worden war, und Frau Toelle schien da­von sehr befriedigt.

*

Am selben Abend kam der Förster Stibritz zu Besuch.

Der alte, immer so gemütliche Herr war heute sehr ernst und erregt.

Ich muß mit Ihn' allein reden, Keyser!" sagte Stibritz.Ist eine dumme Sache passiert!"

Keyser erschrak bei seinen ernsten Worten und ging mit ihm in den Park.

Nun erzählen Sie, lieber Stibritz."

Ich habe einen von Ihren Leuten beim Wildern er­wischt!"

Keyser empfand diese Eröffnung wie einen Schlag. So dankte einer feiner Kameraden dem Förster das freundliche Wohlwollen, die große Gastfreundschaft, die er ihnen erwiesen hatte.

Wer?" fragte Keyser schweratmend.

Der Richter Emil!" entgegnete Stibritz finster.Er hat Schlingen gelegt. Ich habe ihn dabei ertappt."

Der verdammte Bursche!"

Schlingen!" Des Försters Stimme zitterte, die Liebe zur Kreatur schwang in dem erregten Tone.Schlingen! Keyser, Sie missen, was das heißt... Schlingen legen! Das Wild verreckt in Todesangst darin! Eine Kitz hat er jetzt auf diese Weise zur Strecke gebracht,"

Haben Sie ihn dabei gestellt?"

,Ja!"

"und ... haben Sie ihn angezeigt?"

Nein! Das . . . das wollte ich Ihnen nicht antun. Ich mag ja den Richter von allen Ihren Leuten am wenigsten. Aber ich habe mir gesagt... die zwölf Apostel, das ist eine Gemeinschaft, die hält zusammen wie Pech und Schwefel. Soll ich die zerreißen? Ich habe ihm die Kitz einfach abgenommen und das ver­endete Tier verscharrt. Das ist wider meine Dienstvor­schrift. Aber nun . . . reden Sie mit dem Kerl! Sie haben doch Ihre Leute im Zuck. Ihnen gehorchen sie hoch wie die Kompanie ihrem Hauptmann."

Keyser ergriff bewegt die Hand des Grünrocks.

Stibritz, alter lieber Freund, was sind Sie für ein prachtvoller Mensch! Das vergesse ich Ihnen nie! Haben sie Dank! Und mit dem Richter will ich reden! Er soll nicht der Judas in unserer Gemeinschaft sein! Jetzt verstehe ich, warum er den ganzen Tag über so gc- hrückter Stimmung war."

Also, Sie erledigen das?"

Das geschieht sofort, Stibritz!"

Als die Apostel sich zur Ruhe begeben wollen, sagt Keyser ruhig zu Richter:Emil, bleibe noch einen Auaenblick.da. JchVMe mit. dir. was zu reden."

Sterbender gesteht einen Attentatsplan.

Durch, das Geständnis eines Sterbenden erfuhr die Wiener Polizei dieser Tage von einem am Fronleich­namstage dieses Jahres geplanten k o m m unistischen Anschlag auf einen Straßenaltar. Eine dreiköpfige kommunistische Terrorgruppe hatte beab­sichtigt, an dem genannten Tage den im Bezirk Ottakring auf offener Straße ausgestellten

Attar zu sprengen.

Der Anschlag mißlang, weil dem Führer dieser Terror­gruppe, Ludwig Baleika, beim Herrichten der Spreng­patronen durch eine vorzeitige Explosion

beide Hände abgerissen wurden.

Im Krankenhaus gelang es zunächst nicht, von Baleika die wahren Ursachen seiner Verletzung zu er- ghren. Erst als sich sein Zustand immer mehr ver- ichlimmerte, gestand er, sterbend, den Anschlag.

Felsblock vernichtet Edelsteine.

Ein abgesprengter Felsblock richtete, wie ans Idar- O b c r st e i n (Oldenburgl gemeldet ivirb, in einer Edei­st e i u s ch l e i s e r c i große Verwüstungen an. Dort hatte sich bei Sprengarbeiten ein schwerer Felsblock gelöst und stürzte in weitem Bogen zu Tal. Er durchschlug das Dach und die Jnnendecke einer Edelsteinschleifcrei und landete schließlich hart neben einem bei der Arbeit befind­lichen Schleifer, in dessen Behälter für Kitthölzer und Roh- steine er cinschlug. Die R o h st e i n c wurden nach allen Seiten zerstreut und waren nachher ebenso wie die Kitt- Hölzer unauffindbar. Bei der durch den Felssturz verwüsteten Schleiferei handelt es sich um die einzige noch in Betrieb befindliche Wasserschleiferei im Stadt­gebiet von Jdar-Oberstein.

Vermischte Nachrichten

Ein Opfer der Wissenschaft.

Paris. Prof Grandchaude in Lille, der eine hervorragende Rolle bei der Krebsbekämpfung in Nordfrankreich spielie, ist ein Opfer seines Berufes geworden. Bei Versuchen mit einer Krebskultur zog er sich eine leichte Stichverletziing an der Hand zu. Trotz sofortigen chirurgischen Eingrisfes trat Sepsis ein. und der Professor starb.

Ministerpräsident Azana freigesprochen.

Madrid. Der ehemalige katalanische Ministerpräsident Azana ist vom Obersten Gerichtshof von dar Anklage, an dem Aufstand in Katalonien führend beteiligt gewesen zu fein, frei­gesprochen worden. Der Gerichtshof hat feine Freilassung au­geordnet. Wie erinnerlich, hat die vermeintliche Flucht und spätere Entdeckung Azanas im Zusanunenhang mit dem katalanischen Aufstand Aufsehen erregt

Drei Tote, zwölf Verletzte bei Eisenbahnunglück.

New Pork. In der Nähe von Columbus (Ohio) siihr ein Personenziig infolge falscher Weichenstellung in einen Fracht- zug hinein. Drei Zugbeamte wurden getötet, zwöls Fahrgäste verletzt. Die Polizei hat eine Untersuchung eingeleitet, um sest- znstellen. ob ein Sabotageakt vorliegt. Man vermutet, daß die Weiche absichtlich falsch gestellt worden ist.

Adatschi gestorben.

Den Hna.z. Nach langer Krankheit ist, 69 Jahre alt, der Präsident des Internationalen Gerichtshofs, Minsichiro Adatschi, gestorben.

20 000 Arbeiter streiken in Indien.

Bombay. Ein Textilarbeiterstreik, der in Ahmedabad zum Protest gegen eine lOprozentige Lohnkürzung organisiert worden ist. bat sich zu einem Konflikt von weittragenden Folgen entwickelt. 20 000 Arbeiter haben sich der Streikbewegung an- gcschlossen, so daß mit der Möglichkeit ernster Unruhen gerechnet iverden muß. Eine weitere Verschärfung der Lage ist'dadurch cingetretcn, daß Mahatma Gandhi für die Streikenden öffent­lich Partei ergriffen hat.

Richter nickt und sieht zu Boden.

AIs sie allein im Zimmer sind, betrachtet Wolf Keyser )en jungen Menschen, der ein tüchtiger Arbeiter ist und sich den Kameraden gegenüber jederzeit hilfsbereit und gefällig gezeigt hat.

Er ist kaum mittelgroß, sehr schlank, sein Gesicht ist hager, und die dunklen Augen haben immer einen ge« »rückten Ausdrilck.

Emil, wo bist du zu Hause?"

Ich ... ich bin ans dem Thüringschen. Mein Vater hatte da ein großes Gnt.. . nicht weit von Altenburg tntfernt"

Wart ihr viel Geschwister?"

^Leben sie noch?"

Ja!" .

Und besitzt dein Vater das Gut noch?"

Nee, der ... hat's verspielt... leider, Wolf! Ja, fa . . . restlos verspielt. Spielen alle gern, die Bauern dort, aber mein Vater, der der größte Bauer war . . . der trieb's am schlimmsten und ... da sind wir ganz verarmt."

Hatte dein Vater auch eine Jagd?"

Ja . . ." Richter haucht es mir, er zittert plötzlich am ganzen Körper.

Und du . . . wolltest du auch einmal ein Jäger werden... wie dein Vater?"

^Ja . . . das wollte ich! Ich bin von zwölf Jahren ab mit ihm in den Wald gegangen! Mit vierzehn Fahren schoß ich schon meinen ersten Vock!"

Jetzt hat Wolf Keyser alles begriffen, und er fühlt Erwärmen.

Siehst du, mein Junge, fetzt versiehe ich dich! Ich weiß, wer einmal die Freuden öes Weidwerks können- gelernt hat, den versucht es immer wieder. Aber ... ist Schlingenlegen eines Weidmannes würdig? Pfui Deibel, Emil! Diese Schande tust du mix an! Uns aßen!"

Richters Kopf sinkt tiefer und tiefer. Er schämt sich wie noch nie im Leben.

Förster Stibritz will von einer Anzeige absehen. Er nimmt Rücksicht ans uns alle. Du bist ihm großen Dank schuldig! Morgen wirst du zu ihm gehen und ihm sagen:Der Wolf schickt mich! Ich habe eine große Ge­meinheit begangen, aber ich verspreche Wnen aufrichtig, daß ich's niemals wiedertnn werde. Wenn der Herr Förster aber einmal einen Helfer braucht, der sich für ihn auf den Anstand setzt und für ihn weidgerecht ein Stück Wild erlegen soll, dann mag er an mich denken." Das sacht du ihm! Du hast zwar keinen Jagdschein, aber vielleicht kann's der Förster verantworten, daß er dich einmal einen Bock schießen läßt. So, nun Schluß, ich werde darüber kein Wort mehr verlieren, aber ver­sprich mir jetzt in die Hand ... daß du nicht zum JudaS unter uns zwölfen wirst! Uns bat die Not »usammen- geworfen! (Fortsetzung folgt.)