Im Streit niedergeschossen.
Furchtbare Bluttat in einem westfälischen Dorf.
In W c st k i r ch c n (Kreis Warendorf) bei Münster entstand eine Auseinandersetzung zwischen dem Bauern N o r t h u e s - H e c s e und dem früher bei ihm beschäftigt gewesenen Schwab, in deren Verlaus Schwab den Rorthues n i e d c r s ch o ß. Dann schlug er mit einem Ziegelstein auf sein am Boden liegendes Opfer ein und versetzte dem Sterbenden auch noch mehrere Stiche. Die Ehefrau des Bauern, die ihm zu. Hilfe eilte, wurde ebenfalls verletzt. Der Bauer starb kurz nach seiner Einlieferung in das Krankenhaus. Der Täter wurde von den Dorfbewohnern gestellt und der Gendarmerie übergeben.
Ein grauenvolles Verbrechen spielte sich nachts auf einem Bauernhof in dem Dorfe Haudest in Jütlnnd ab. Dort hat ein 31 jähriger Gutsknechi seinen früheren Arbeitgeber, dessen 70 Jahre alte Schwiegermutter und dessen etwa vier Jahre altes Kind durch B e i l h i e b e ermordet. Außerdem hat er die Frau seines Arbeitgebers so schwer verletzt, daß an ihrem Auf- kommen gezweifelt wird.
Der Arbeitsstand im Aovember 1934.
Die jahreszeitlich bedingten Entlas - 1 u ii g e n aus den Außenberufen bestimmten die Entwicklung der Arbeitslosigkeit im November. Die Zahl der Arbeitslosen stieg, wie die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung berichtet, um 8 6 0 0 0 auf 2 354 000.
Nach dem hohen Beschäftigungsstand, den das Bau- gewerbe und die Baustoffindustrie schon feit dem Frühjahr dieses Jahres erreicht hatten, und nach der starken Bindung von Arbeitskräften in der Landwirtschaft mußten die Entlassungen aus den Außenberufen mit der Verengung der Arbeitsmöglichkeiten im Freien einen gewissen Umfang annehmen. Insgesamt kamen a u s den Außenberufen rund 70 000 Arbeitslose in Zugang. Die Entlassungen bei den Außenarbeiten sind jedoch zahlreicher gewesen, als in diesem Zugang zum Ausdruck kommt. Gerade die Außenarbeiten haben im Laufe der Saison auch berufsfremde Arbeitskräfte in starkem Maße ausgenommen.
Unter den konjunkturellen Berufsgruppen haben infolge beendigten Saisongcschäfts nur das Bekleidungsgewerbe, das Gast- und Tchankwirtschasts- gewerhe, das Holz- und Lchuitzstofsgcwerbe und die Gruppe der ungelernten Arbeiter an Arbeitslosen zu- genommen. Dagegen haben die Eisen- und Metallindustrie, der Bergbau, das Vervielfältigungsgewerbe, das Ver- kehrsgewerbe und die häuslichen Dienste weiter eine erhebliche Abnahme der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen. ,
Die Krisenftirsorge Halle nur einen geringen Zugang, die ossemliche Fürsorge eine weitere Abnahme an Unterstützüngs- empfängern In den Uiuerstüyungseinrlchuingen der Reichs- ansrali wurden insgesamt 1 126 000 Unterstützungsempfänger gezählt und in der öffentlichen Fürsorge standen am 30. November 1934 627 000 Arbeitslose Diè ZabI ver Notstands- arbeiler. deren Beschäftigung bekanntlich seit Anfang Oktober finanziell erleichtert worden ist, ist im Berichtsmonat erstmals wieder gestiegen, und zwar waren Ende November rund 262 000 Notstandsarbetter oder 16 000 mehr als im Vormonat beschäftig: /
Hierzu wird uns noch folgendes mitgeteilt: Obwohl der saisonmäßige Umschwung in der Arbeitslosenzahl in diesem Jahre mit dem November, also einen Monat früher als im Vorjahre einsetzte, liegt dieser Zeitpunkt noch erheblich später als in den günstigen Konjunkturjahren 1928 und 1929, wo der Umschwung bereits im Frühherbst (September bzw. Oktober) eintrat und bis Ende November schon ein Ausmaß von weit über eine halbe Million erreicht hatte. Trotz der saisonmätzig bedingten Zunahme von 86 000 Arbeitslosen im November 1934 war der Arbcitsschlachi auch in diesem Jahre ein außerordentlicher Erfolg beschieden, da die Arbeitslosigkeit seit Beginn dieses Jahres um weitere L7 Millionen verringert werden konnte. Bei Beginn der Arbeitsschlachi betrug die Zahl der Arbeitslosen 6,014 Millionen.
Die Bahn im Süden.
Skizze von Paulrichard Hensel.
Seit eineinhalb Jahren bauten wir nun an der Eisenbahnlinie, deren Errichtung eine südamerikanische Regierung deutschen Ingenieuren in die Hand gegeben hatte. Acanche von denen, die einst mit uns ausgezogen waren, dachten damals wohl an anderes als an schwere und unaufhörliche Arbeit. Der Wechsel im Klima, die Aufregungen mit der eingeborenen Arbeitern, die Entbehrungen, die immer größer wurden, je mehr wir nns von aller Zivilisation entfernten, die körperlichen Anstrengungen — wer hatte eine Vorstellunc davon, als er noch im behaglich eingerichteten Dampfer über den Atlantik fuhr? Aber^ wir hielten tapfer zusammen, kämpften verbissen mit Wetter und Gestein und sahen unseren Stolz darin, die Aufgabe in der gesetzten Frist zu erfüllen. Erklärlich war, daß wir alle ein wenig verwilderten, daß Eigenarten und auch Eigensinn sich entwickelten und daß wir bald waschechten Südameritanern mehr glichen als jener Menschen, die noch vor einiger Zeit in Hamburg oder Berlir an Schreibtischen saßen und am Zeichenbrett standen. Das Leben zwang dazu, viel Neues zu lernen und mit vielem fertig zu werden.
Aber Willes Aberglaube schien uns doch übertrieben. Dieser Schreiber, ein lieber und gefälliger Kamerad, hatte die ungewöhnliche Neigung, abends, ehe wir. einschliefen, irgendwo abseits zu sitzen und zu singen, wobei er sich leise auf seiner Mandoline begleitete. Wir hörten ihm gern zu, und oft half uns das Träumen, in das wir dabei verfielen, über Hunger, Aerger oder auch Abspannung, die nicht sein durfte, hinweg. Später erfuhren wir dann auch, warum er sich nie bewegen ließ, in unserer Mitte zu musizieren. Wille war früher ein begabter Opernsänger, den das Schicksal wegen unüberwindlichen Lampenfiebers dazu verurteilt hatte, niemals eine Solopartie übernehmen zu können und sich als Chorsänger begnügen zu müssen. Er wechselte dann den Beruf, aber uns allen schien es, als sei dies nur der Versuch, die Enttäuschung, die ihm aus der Liebe zur Musik erwachsen war, zu vergessen. Und gerabe zu einer Zeit, als das Wetter immer größere Schwierigkeiten machte, rissen auf Willes Instrument ein paar Saiten. Ein Zufall, ein kleiner Schaden, der sich wieder gutmachen läßt, dachten wir. Aber Wille war wie verwandelt. Hatten ihn die harten Monate so abergläubisch gemacht? „Es gibt ein Unglück", hörten wir ihn immerfort sagen. Immer mehr fraß er sich in die Vorstellung hinein, daß etwas Schlimmes bevorstehe, daß dieses Springen der Saiten ein böses Anzeichen sei — er wurde schweigsam, mutlos und bedrückt. Es half nichts, ihn auf» zumuntern. Allmählich steckte uns seine Stimmung an. Wir mußten ein paar Arbeiter zurückschicken, weil sie krank geworden waren; ein Felssturz vernichtete einen Teil der Vor-
Die gigantischen Lustkriegspläne der Sowjets.
Ein amerikanischer Ingenieur, der in den letzten zwet Jahren mitgeholfen hat, die s o w j e t r u s s i s ch c n F^l u g z c u g f a b r i k c n zu organisieren, gibt im „Sunday Pictmial" interessante Einzelheiten über die sowjetrussischen Luftrüstungen. Der Ingenieur erklärt, daß eine einzige sowjetrussische Flugzeugfahrik allein jährlich über 360 mit vier Motoren ausgerüstete Bombenflugzeuge Herstelle, und bemerkt dazu:
Das Soivjctziel ist. bis 1937 eine Million sachverständiger Flugzeugführer zu besitzen, einschließlich einer halben Million ausgebildeter Bvmbcnwerfcr und Beobachter sowie einer halben Million Gleitflieger und vierzig neuer Flugschulen Ganz Svwjetrußland strebe heute ein Ziel an: völlige Überlegenheit in der Luft
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Das amerikanische Kriegsamt Hai bei einer Flugzeugfirma in Buffalo 50 zweisitzige Kampfflugzeuge zum Preise von 1 996 700 Dollar bestellt. Es handelt sich um einen neuen Typ. Die Maschinen können eine Höchstgeschwindigkeit von 400 Kilometer entwickeln.
Nah and Kern
O Granatsplitter 18 Jahre im Hinterkopf. Dem Pirmasenser Kupper wurde durch eine Operation ein Hand- granatcnsplilter entfernt, den er 18 Jahre lang, ohne es zu wissen, im Kops getragen hatte. Er erhielt dèn Splitter 1916 in Rumänien. Die Verletzung wurde damals als Streifschuß abgetan. Jetzt stellten sich Komplikationen ein. Eine Durchleuchtung ergab den erstaunlichen Befund, daß der damals in den Hinterkopf geratene Granatsplitter bis zum Halswirbel gewandert war, wo er jetzt operativ entfernt werden mußte.
0 In letzter Minute dem Tode entrissen. Durch eine überaus komplizierte Operation gelang es Wiener Ärzten, einen Lebensmüden zu retten. In einem Gasthaus hatte sich ein 32jähriger Chauffeur mit einem Taschenmesser ins Herz gestochen und sich dabei die rechte Herzkammer geöffnet. Noch während des Transports ins Krankenhaus mußten dem Lebensmüden sechsmal Herzmittel verabreicht werden. In der Unfallstation war jedoch alles vorbereitet, so daß der Sterbende sofort auf den Operationstisch gelegt werden konnte.. Trotz außerordentlich starken Blutverlustes gelang die Vornahme einer Herznahtoperation, verbunden mit einer gleichzeitigen Bluttransfusion, so daß es tatsächlich gelang, das schon fast verlöschende Leben zu erhalten.
0 Schwere Folgen einer Motorexplosion. In einem Eisenwerk in Longwy explodierte ein Motor. Ein Gebäude stürzte ein, ein anderes wurde schwer beschädigt. Fünf Arbeiter erlitten Verletzungen. Bis zu 100 Kilogramm schwere Eisenstücke wurden mehrere hundert Meter weit geschleudert. Zahlreiche Fensterscheiben in der Umgebung zersplitterten. Der Schaden beläuft sich auf eine Million Franc.
O Schwerer Zusammenstoß in der Luft. In der Nähe von Birmingham stieß abends ein Bombenflugzeug, das mit einem Offizier und einem Soldaten besetzt war, mit einem Privatflugzeug zusammen, das von einem Zivilflieger gesteuert wurde. Beide Maschinen stürzten ab. Beim Eintreffen des Rettungswagens der in der Nähe der Unfallstelle gelegenen Flugstation waren alle drei noch am Leben. Sie erlagen aber auf dem Wege zum Krankenhause ihren schweren Verletzungen.
0 Ein neues Opfer der „Rache" Tutanchamons. Der altägyptische König Tuianchamon, dessen Grab vor zehn Jahren von einer englischen Expedition freigelegt worden ist, hat ein weiteres Opfer seiner „Rache" gefordert. Jetzt ist der englische Journalist Harold Mohne gestorben, der der achtköpfigen Expedition angehört hat. Von jenen, die Tuianchamon in seinem jahrtausende langen Schlaf gestört haben, lebt nur noch ein einziger Mann. Alle andern sind nach und nach gestorben, so daß man von Tittanchamons „Rache" spricht
Bergwänden auf uns zu lauern. Fast schien es, als wehre sich die Natur gegen das Vortreiben des Schienenstranges in ihr unbetretenes Reich. Wille wurde sichtlich krank. Manchem oon uns ging es nicht viel besser.
Einmal, als wir zu Vermessungsarbeiten weit voraus geritten waren, stießen wir auf eine Hazienda, deren einladendes Aussehen uns, ermüdet, wie wir waren, zum Nähertreten veranlaßte. Wir begrüßten den Haziendero, der uns entgegentrat, gewohnheitsgemäß spanisch, aber als wir in das Haus traten, brauchten wir nicht viel zu fragen, um überzeugt zu sein, unter einem deutschen Dache zu stehen. Welche Ueberraschung! — Nein, erklären läßt sich das Gefühl nicht, das eine solche Begegnung in der Fremde, weitab von Städten und Menschen, auslöst ...
Aber erst am Abend wurde Miller, unser Wirt, gesprächig. Seine Geschichte war sehr einfach. Im Kriege Offizier gewesen, dann, unnütz in der Trostlosigkeit heimatlicher Zustände, ausgewandert und zusammen mit seiner jungen Frau neu aufgebaut — und doch durch tausend Dinge immer noch verbunden mit jenem unvergeßlichen Land jenseits des Ozeans. Zum ersten Mal seit Beginn des Baues hatten wir wieder das Gefühl, zu Hause zu sein; zum ersten Mal gestand sich auch mancher vielleicht heimlich ein, daß er Sehnsucht habe. Wir saßen auf der breiten Veranda und hatten gar nicht das Verschwinden Willes bemerkt. _ Auf einmal kamen die Klänge eines Flügels durch die offenen Fenster zu uns hinaus in die jäh angebrochene Tropennacht, und allmählich fiel eine Stimme ein, voll und dunkel, mählich sich entfaltend, sich auslösend zu einem befreiten Musizieren. Da wußten wir, wer da sang, und lauschten lange...
Den ganzen folgenden Tag blieben wir Gäste bei Miller, Und ehrlicher Neid tonnte nicht unausgesprochen bleiben. Da sah uns Miller ernst an. „Um mich kümmert sich niemand", sagte er, „und ich arbeite letzten Endes doch nur für mich arietn. Ihr aber habt es gut, Ihr könnt für Euer Land arbeiten..."
Hatte er recht? Jetzt, da wir Abschied von diesem Hans nahmen, dachte wohl mancher daran, wie vielleicht nur ein günstiger Vertrag, der Wunsch nach neuer Tätigkeit ihn in die Fremde gelockt hatte und um wieviel lieber er jetzt daheim säße, einfach, vielleicht sogar kümmerlich, aber doch daheim — —
Mit Wille war seit diesem Tage eine merkwürdige Veränderung vorgegangen. Seine Bedrücktheit wich einem zähen Eifer, einer Arbeitsfreudigkeit, die vor keiner Mühe halt machte. Es war, als habe er sich selbst wiedergefunden. Unsere Arbeit machte Fortschritte. Stolz schob sich unsere schmucke, elektrische Lokomotive bis an das Ende des frisch gelegten Gleises vor, als wolle sie Ausschau halten, ob sie sich wieder ein neues Stück erobern könne. Wenn wir die Kisten mit den deutschen Fabrikzeichen auslnden, vergaßen wir oft, wo wir
Caracciola fuhr 312 Kilometer in der Stunde.
Geglückter Weltrekordversuch des Meisterfahrers
Der bekannte deutsche Rennfahrer Caracci., unternahm einen A n g ri ff auf den Internets 6 naleu Rekord über fünf Kilometer mit fliea2?' Start, der ihm auch in hervorragender Zeit glückte die Hinfahrt benötigte er 57,60 Sekunden, für die Ä fahrt 57,80 Sekunden, also einen Durchschnitt von Sekunden mit einer Geschwindigkeit von Stundenkilometer.
Er verbesserte den Rekord, den der Amerika Hartz vor etwa einem Jahre mit 234,846 Stunden Meter ausgestellt hatte, ganz erheblich. Dieser wurde mit dem geschlossenen Rennwagen gefahren auf ging Caracciola mit einem offenen ' erneut auf Versuchsfahrt, und es gelang ihm, den rundenrekord, der von Stuck mit 4:44,4 Minuten » halten wurde, in der zweiten Runde auf 4 :43,9 zu drücken, also um eine halbe Sekunde w , M beseh61 ”' $n de* Ochsten Runde erlitt er Reisen-
Was bringt der Rundfunk?
Frankfurt: Mittwoch, 12. Dezember
6.00: Bauernfunk. — 6.15 und 6.30: Gymnastik. — 6.45: Meldungen. — 6.50: Wetter. — 6.55: Morgenspruch, Choral 700: Landes-Sinfonieorchester. Ltg.: P. Cornelius. — In einer Pause, ca. 8.00: Nur für Frankfurt: Wasserjtand. Wetter. - 8.30: Stuttgart: Gymnastik. — 9.00: Nur Kastel: Werbeloniert 9.15: Kassel: Musik am Morgen. Das Ensemble der Crtsmuiiteri schast. Ltg.: R. Mothes. - 10.00: Nachr. — 10.15: SM funk: Das Leitmotiv bei Richard Wagner. — 11.00: Werbe lenzen. — 11.30: Meldungen. — 11.45: Sozlaldienst.
12.00: Ulm: Mittagskonzert der SA-Standartenlapelle 120. fit».. Fr. Schilling. — 13.00: Stuttgart: Zeit, Saardienst, Nachrichtens 13.10: Nachr. — 13.15: Stuttgart: Schallplatten: Operetten« klänge. — 14.15: Zeit, Nachr. — 14.30: Wirtschaft sbericht. - 14.45: Zeit, Wirtschastsmeldungen. — 14.55: Wetter. — 15.00; Nur Kaiserslautern: Nachr. — 15.15: 3 mal 15 Min. aus dem Sendebezirk. 1. Freiburg: In einer Schwarzwälder Singvogel- werkstatt Musitallschè Ansichtskarten als Weihnachtsgeschenk, — 2. Kaiserslautern: Hella Storck singt Lieder von Emil Huppert 3. Frankfurt: Heimatliche Anekdoten.
16.00: Bunter Nachmittag. Die Münchener Funkschrammeln, kapellè Franz Hauck, der Funkchor, das Funkorchefter u. AM Ltg.: Rosbaud. — 18.00: Aus Zeit und Leben. Eefchichte M Landschaft am Wege. — 18.45: Meldungen.
18.50; Trier: Unterhaltungskonzert. Stadt. Orchester Trier. Ltg,: W. Creutzburg. — 19.45: Das Leben spricht! — 20.00: Stuttgart: Zeit, Nachr. — 20.10: Stuttgart: Reichssendung: Unsere Saar — den Weg frei zur Verständigung. — 20.45: Frankfurt: Reichssendung: Stunde der jungen Nation: Deutsche Heldenlieda. 21.10: Lachender Funk mit Helm. Krüger. — 22.00: Zeit, Nachr, 22.15: Nachr., Wetter, Sport. — 22.30: Tanzmusik. Kapell! Franz Hauck. — 24.00: Holles Madrigalchor. — 1.00: Schall- platten: Opern-, Schauspiel- u. Konzert-Ouvertüren. Von Weber.
Deutschlandsender: Mittwoch, 12. Dezember
6.00: Hamburg: Wetter. — 6.05: Nachr. — 6.15: Berlin: E-m- nastik. — 6.30: Tagesspruch. — 6.35: Danzig: Kapelle der Landesvolizei Danzig. Ltg.: Musikdirettor Stieberitz. — 3n einer Pause gegen 7.00: Nachr. — 8.00: Sperrzeit. — 8.4o: Leibesübung für die Frau. — 9.00: Sendepause. — 9.40: ■ dergymnastik. — 10.00: Nachr. — 10.15:. Deutsche Sprache unb Dichtung: Wieland, der Schmied. Hörspiel von Herm. 8a- senauer. — 11.00: Fröhlicher Kindergarten. — ll.lo: Wetterbericht. — 11.30: Für die Frau: Bräuche im Ad-eut. 11.40: H. Schmidt-Fnèsach: Intensive Wirtschaft im Getreide- bau. — Anschl.: Wetter. — 11.50: Glückwünsche.
12.00: Plauen: Musikzug der Standarte 241, MarknOrch-i Ltg.: MZF. Noth. — 12.55: Zeitzeichen. — 13.0h $'«- Bilderbogen. (Schallpl.). — Anschl.: Wetter. — 13.45: wl 14.00: Sperrzeit. —• 14.55: Programm, Wetter, “ 15.15: Heute singen wir Märchenlieder. — 15.40: Kauft disch. Spielzeug. m
15.55: Frankfurt: Bunter Nachmittag. — 18.05: W. Staun: So® Musikreiten bis zur Hohen Schule. (Aufn.). — genössische Klaviermusik von Schattmann, Schroeder. — c°-^ Grosze Einkäufe im kleinen Laden. Zwar Hörhenen.
19.00- Das Gedicht. Anschl.: Wetter. — Anschl.: Dperitanen.- Gelang: Hede Kaufmann. Am Flügel: H. Wegener. —- Italienischer Sprachunterricht für Anfänger. — 20.00: spruch. Anschl.: Kurznachrichten. — 20.10: Reichssendung: Stuttgart: liniere Saar. Den Weg frei zur Verständigung. 20.40: Reichssendung. Frankfurt: Stunde der jungen Nawu- Deutsche Heldenlieder — 21.10: Märsche und Walzer. D--VI Reiter des Deutschlandlenders. Ltg.: E. Lindner. — 22.00. ter. Nachr., Sport. — 22.30: Ober-Ing. Nairz: WerM« Funktechnik. - 22.45: Seewetterbericht. — 23.00: München: Tanzfunkorchester.
Und einmal kam wieder Post. Mit einer seltsamen E regung nahm Wille den für ihn bestimmten Brief n Empfang. Aber es dauerte lange, ehe er zu uns sprach, au er ihn gelesen hatte. „Seht Ihr", sagte er, „ich hatte ooa damals recht, als ich ein Unglück ahnte — es lag nicht a mir, daß ich Euch mit in meine Stimmung hineinzog — ° Bahn ist schuld, nicht wahr, das seht Ihr auch ein. " Bahn, das war unser Denken, unser Schaffen; wir wa Kulis, Reiter, Jäger, Fremde — wir waren irgendwo a gesetzt, um eine Bahn zu bauen, aber wir waren nicht m.9 die Menschen mit Blut und Herz, die wir einmal waren, dann — ja, damals bei Miller erkannte ich es zum ep Mal — wir waren zu weit weg und hatten zu gessen. Und da wußte ich, man muß wieder Sehnsucht Y und an die Heimat glauben und sich auf sie freuen, doch--". Er gab dem Nächsten den Brief, und nur W eine Mädchenschrift und lasen: . ..,
/,... Vor ein paar Wochen ging es mir gar «ich 8 Es sei eine Sache auf Tod und Leben gewesen, sagte m Arzt, als die Operation vorbei war. Ich will Dir davon erzählen, damit Du Dir keine Sorgen machst. „ nun bin ich wieder gesund, denn ich spürte, daß Du a > denkst, und freue mich, daß Du bald wieder da vis, Warte..." v
An diesem Abend war es sehr still zwischen uns. hing seinen eigenen Gedanken nach, aber alle Gedanke den gleichen Weg über das Meer.
Nachtschicht.
Aufflammt die Straße grell und weiß. Lnfthämmer knallen dröhnend los. Acht Männe ■ stehen am Geleis.
Acht Schatten schwanken riesengroß. Ein Zelt bläht sich im Wind der Nacht- Die Hämmer knattern wie Gewehre. • • Ein Mann denkt an vergangene Schia ) Und hört den Marschtritt grauer Heere. Er preßt den Hammer fest zum Stein. Das Pflaster ächzt. Die Schiene fmw- Ein Junger, der die Hacke schwingt, Summt in den Wind ein Lied hinein
Und Stahl auf Stein!
Und Schlag auf Schlag!
Acht Männer stehen am Geleis In Lärm und Licht, in Dunst und Sch Ein Alter stöhnt, der Junge lacht Mit hellem Lachen in der Nacht Herbei den neuen hellen Tag.
cn - z - ’s n rh