Einzelbild herunterladen
 

MfrWwffiflw M OlMfouM

Postflugzeuge begegnen Her dem Atlantischen Ozean.

' <tn Den sruyen Morgenstunden des Montan bc- cgnetrn sich zwe, dreimotorige JnâFlugzeugc der Lutten Lufthansa zwischen S< v i l l a und Las I Palmas übex dem Ozean. Das FlugzeugZe p h y r" ' war mit der für Europa bestimmten Transozeanluftpost . Las Palmas zum Fluge nach Sevilla gestartet ®äb- ellb Die GegenmaschineMistral" des achttäglichen «iistpvstdienstes Deut, chlandSüdamerika Sevilla ver­ließ, »n' nach,Las Palmas zu fliegen. Beide Flugzeuge MM" miteinander Funkgruße aus. 1

Die zum ersten Male erfolgte Begegnung zweier Posi- tliigzeuge der Deutschen Lufthansa auf dem Ozean wird ja Pikunft bald etwas selbstverständliches werden va ^r'achttagliche Lustpostdienst Deutschland-Südamerika nunmehr in beiden Richtungen von den Flugzeugen der Lufthansa durchgeführt wird.

Es ist erfreulich, festzustellen, mit welcher Sicherheit Regelmäßigkeit und Pünktlichkeit dieser einzig da­stehende Flugdienst über den Atlantik durchgeführt wird,

smii es bandelt sich dabei zweifellos nm die schwierigste itter Lttftverkehrsstrecken, die planmäßig beflogen werden Jie selbstverständliche Folge ist ein stetiges Ansteigen der Pasimenge, was beweist, welches Vertrauen sich der »usipostdienst der Deutschen Lufthansa über den Süd- lulantik in kaum mehr als einem halben Jahre in allen (itrop st i f cf) e n Ländern erworben hat.

Propaganda und Kundgebungen itr Marxisten in Oesterreich.

Aus Anlaß des verbotenen Republikgründungstages

«Wen in Wien die Marxisten durch Flugzettelpro- 'w« die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Jnzahl-

: «II Bezirken wurden Propagandazettelstreuer ver- M In der Nähe von Wien hielten auf einem Berg Wh Sozialdemokraten eine illegale Versamm- 8g ab. Es wurde sofort Gendarmerie anfgeboten die «r der großen überzahl der Marxisten nicht gewachsen w. Den Marxisten gelang es daher, sich vollkommen Mindert zu zerstreuen. Zu Zusammenstößen zwischen Ächbeamten und Kommunisten kam es noch im Ge- «indebezirk Hernals, wobei auch Schüsse gewech- iih worden sein sollen

Der türkische Vizekonsul bei einer

Schießerei in Moskau verletzt.

Das Außenkommissariat der Sowjetunion teilte der türkischen Botschaft mit, Daß die Miliz in Moskau bei der Verfolgung einer Gruppe von Banditen auf riese feuern mußte, worauf einer der Verbrecher das zeiier erwiderte und dabei Den zufällig vorbeigehenden hizekonsuI Seki Bey verletzte. Der Vizekonsul wurde sogleich ins Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist nicht lebensgefährlich. Der Täter wurde durch einen *B der Miliz schwer verletzt. Auf Grund des Gesetzes w den Schutz ausländischer Diplomaten hat er Die

D e ë ft r a f e z u gewärtigen.

*

Infolge des Versagens der fowjelrussi- W n P a rteiorganisationen und staatlichen bei der Einbringung Der Baumwollernte i> Mittelasien wurde die - Parteileitung beauftragt, eine 2u u h e r u u g s a k t i o n in Mittelasien durchzuführen.

Den bisherigen Mitteilungen wurden 106 Panei- luumonäre ihrer Ämter enthoben. Die Regierung und Partei mobilisiert alle freien Kräfte, um die Baum- muernte einzubringen. Auch Truppenteile sollen ver­endet werden.

Sie MG vor de« Reilhtt«.

Roman von Gert Rothberg. llrhebèr-Rechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.

Nachdruck verboten.

waren bas für alberne Gedanken. Ein r® ew war am Knnsthimme! aufgegangen und er, konnte sich glücklich schätzen, ihn betreuen Weisheit N"d kwrNeue" faßte das Leben von der iAA Forster gefiel es in Dresden. Vor allen fesselte Gemäldegalerie sehr stark. Vor der berühmten . Wien Madonna saß er wohl eine gute Stunde, der Engelsköpfe fand er sogar eine Aehnlich- «E Karl-Heinz. Seinem Jungen!

sM>m?,. "^rsunken saß der Künstler vor dieser Kunst- mitÄ da- Die Vergangenheit kam wieder einmal iaiick/o^, Fritten auf ihn zu. Und neben dem Kinde L Ilka-Maria auf.

AJA1 das blonde Mädchen nur?

toi preßte die Lippen znsammcn. Die Ver-

A mu ßte tot sein. Sie Durfte keinen Anteil S leigen Leben mehr haben. Dieses Grübeln Ilka-Maria Urft wollte für ihn tot sein; hatte sie nicht jede Verbindnng mit Tante schon tot? ^dstebrochen. Vielleicht aber war sie sogar plötzlich auf. Durch einen Blick ge- , Links tigere Zeit aus ihm geruht hatte. _ ihm stand eine Dame, ihn mit großen, Gesicht, Dusten ansehend. Ein ihm fremdes, schmales

Ich habe mich doch nicht geirrt, reizend' kürzlich in Budapest. Solch ein Zufall ist Wen r en Sie, ich hatte den Wunsch, Sie wieder- lt mir S;Jte poch einmal musizieren zu hören. Nnn Torben.» e er Wunsch wenigstens teilweise erfüllt das'w?r-picht, wie er sich verhalten sollte. Er ^8 Diese Frau hier ist dir nachgereist!

11 cinia-,, Ate ihm Unbehagen. Dennoch zwang er sich Nk die Dame- iop' begrüßenden Worten. Lächelnd ans Budapest. Ich habe in llugarn reise nächstens nach Berlin. Und wo- gF^Ferso von hier aus?"

Apini ae>^»Ä"'ic gingen sie nebeneinander dahin, ß» ^ Einkeü?^igm in einem der idyllischen Elbrestan- ü zu halten. Der rote Sonnenschirm der Wong äU, das rassige Gesicht mit rosigen Schat- ^iicr plauderte entzückend; Dietz l'elt sich wirklich ausaezeiclnret an Diesem

^h# yMMche Rachnchien.

über die Fragen des Einbaues Der Jugend in Den Beruf spricht im Deutschlandsender am November von 18.10 bis 18.30 Uhr der Ober­gebietsführer Artur A r m a n n , Leiter des Sozialamtes der Reichsjugeudführung, zusammen mit dem Ober- regiernngsrai Dr. Handrick von Der Reichsanstall für Urbertsvermittlung und Arbeitslosenfürsorge.

. . weiteren Unterstützung des Winterhilfswerrs hat der Reichspostminister zugelassen, daß die Führer der Kraftposten an Sonn- und Feiertagen bis Ende März 1935 Geldspenden von den Fahrgästen sammeln. Ote Kraftwagenführer geben an solchen Tagen Spen­de n s ch e i n e über je 5 Pf. aus.

*

halbamtlichen Schätzungen haben sich etwa 000 Mitglieder der Rechtsverbände an den Auf- marphen beim Grabmal des Unbekannten Sol­daten in Paris beteiligt. Der Umzug der ! i n k s - r a d l k a len Organisationen dürfte 12 600 Menschen, da­von etwa die Hälfte Frontkämpfer, umfaßt haben.

*

Sn Paris ist ein deutsch-französisches A b - rommen über die Doppelbesteuerung unterzeichnet, worden. Dieses Abkommen war im Mai in Berlin paraphiert worden. Es wird nach Ratifi- ^rung durch den Führer und Reichskanzler und den Präsidenten der französischen Republik in Kraft treten.

*

Wie aus Ranch gemeldet wird, werden demnächst die Grenzbefestigungsarbeiten im sogenannten Loch von M o n t m 6 d h beginnen. Die hierfür bereit- stehenden Mittel belaufen sich auf 25% Millionen Franc.

*

Die holländische Regierung gab Die Erklärung ab, daß sich durch die Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund in ihrer ablehnenden Haltung gegenüber den Sowjets nichts geändert habe. Eine diplomatische An­erkennung Sowjetr ußlands durch Hol - land komme nach wie vor nicht in Frage.

*

Der Führer der estnischen Frxiheits- k ä m p s e r, Sirk, der sich feit dem 12. März d. I. in Haft befand, ist aus dem Gefängnis entkommen.

Vermischte Nachrichten

Sühne für schwere Gefängnismeuterei.

^... Wr dem Altonaer Sondergericht hatten sich der 22,ahrige Bernhard Kolmes aus Hamburg, der 29jährige Albert Hafselbring aus Hamburg und der 19jährige Hermann Hansen aus Westerland zu verantworten. Die drei Angeklagten hatten am 9. September d. I. versucht, aus dem Gerichtsqefänqnis Pinneberg auszubrcchen. Dabei war ein Strafanstalts-Ober­wachtmeister schwer mißhandelt morden. Es wurden verurteilt: Kolmes zu 15 Jahren Zuchthaus, Hasselbrinq zu 12 Jahren Zuchthaus und Hansen zu 6 Jahren Zuchthaus.

Fußballer int Lastauto verunglückt. Sieben Schwerverletzte.

Warschau. Auf der Landstraße bei Posen geriet ein Last­kraftwagen, in dem sich eine 25 Mann starke Fußballmann­schaft befand, ins Schleudern und stürzte eine sechs Meter hohe Böschung hinab. Sieben Insassen wurden schwer ver­letzt: zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Acht Per­sonen kamen mit leichteren Verletzungen davon.

Unwetter über Venedig. Der Markusplak vom Seewaffe. überflutet.

Mailand. Ein heftiges Unwetter hat die Lagunenstadt Venedig heimgesuchl. Der Sturm jagte das Seewasser in die Kanale und gegen den St. Markusplatz, so daß die tiefer­gelegenen Teile der Stadt bald überschivemmt waren. Der Markusplatz bildete einen einzigen See. Gondeln und Motor boote versahen dort den Verkehr

Wirb für deine Heimat-Zeitung!

Vormittag. Ihre naive Beharrlichkeit, ihm nachzureisen, machte ihm sichtlich Spaß, was auch Die Ungarin bald bemerkte, ohne es übelnehmen zu können.

Sie waren Die letzten Tage in Dresden fast unzer­trennlich, was Herr Ribold mit Entsetzen konstatierte. Herrgott nochmal, Forster kippte doch nicht etwa nm? Dann ging für ihn der Aerger los. Bestimmt ging er dann los. Bis jetzt war alles so gut abgelaufeu, immer hatte er sich mit Dem Künstler schnell geeinigt. Aber wenn erst eine Fran dazwischen trat, dann war es aus mit Dem guten Einvernehmen. AIs ob er das nicht ans seiner langjährigen Erfahrnng heraus ganz genau müßte. Aber was konnte er jetzt weiter tun? Nichtsl

Und Die Ungarin reifte mit nach Berlin!

Das war das schlimmste! Denn darin sah Ribold ein Zeichen allergrößter Gefahr für seinen Schützling. Und doch ließ sich nichts ändern, um ihn nicht zu früh zu ver­lieren. Denn Künstler haben ihre Launen.

Herr Ribold wußte aber noch nicht, daß Dietz Forster begierig jede Gelegeuheit zu einem Zusammentreffen mit Der schönen, temperamentvollen Ungarin ergriff, weil ihn jetzt zuweilen die Vergangenheit peinigte. Weil in ihm die Sehnsucht mich Glück wieder arvß und arößer wuroe. und er wußte doch, daß Ilona Kemzökn ihm niemals ein großes wahres Glück bringen konnte. Denn auch ihr Leben war eine Vergangenheit mit tansend Freuden und Festen. Aber jetzt war es ihm recht, sehr recht sogar, daß sie mit da war.

Für ihn war dies hier nur eine Episode, die eines Tages ausgelöscht sein würde.

Sie reiften also zu dritt nach Berlin. Herr Ribold begnügte sich damit, Dutzende von Zeitungen zu lesen und ab unD zu einen beschwörenden Blick ans Dietz Forster zu werfen. Der war zu sehr vertieft in seine Unterhaltung mit der schönen Frau, um es zu sehen. Ilona Kemzvky frohlockte. Sie glaubte, Dietz Forster ganz und gar gewonnen zu haben.

In Berlin augekoiumen, zog sich Dietz Forster zunächst ans längere Zeit zur Ruhe zurück. Er mußte sich ja für ein Auftreten genügend sammeln. Er besuchte Die Gräber seiner Lieben, Bekannte aber verschonte er. Er wollte die früheren Beziehungen nicht mehr aufnehmen. So, wie es heute war, war es ihm am angenehmsten. Er kani nicht als Bettler in seine Vaterstând zurück, er wollte aber auch keine Freunde mehr.

Ob--Hilde mit ihrem jetzigen Manne die große Ankündignng, die Ribold im Verein mit der Konzert­direktion losgelassen hatte, auch lesen und dann mit ihrem Mann kommen würde?

Das war ihm allerdings gleich! Eigentlich war's so- gar widerlich, wenn er ihr etwas Vorspielen müßte. Am schönsten ivar es, man stand vor gänzlich fremden

Menschen.

War er hierher gekommen, um noch immer zu er« kennen, daß er mit der Vergangenheit nicht fertig war?

Nah unD Fern

O Schweres Kraftwagcuuttglück. Ein schwerer Kraft- Wagenunfall ereignete, sich in der Nähe des Cottbnsser Stadions. Ein mit vier Personen besetzter .Kraftwagen wollte einem Motorradfahrer answeichen und fuhr dabei gegen einen Baum. Der Besitzer, Kaufmann Ezaja, der den Wagen führte, wurde herausgeschleudert. Er war auf der stelle tot. Die drei übrigen Insassen erlitten Knochen- bruche und Kopfwunden.

O^^utsch an der Werra. Größere Erdmassen kamen am Blieckershänser Kalkberg infolge des Regenwetters in Bewegung. Dabei wurde der noch im Bau befindliche neue Weg von der Hedemünder Brücke nach Ziegenhagen

erfaßt, abgerissen und in Die Lake, einem Arm Der Werra, geschoben. Das Erdreich ist wahrscheinlich durch das Ausroden eines Buchenstandes sehr gelockert worden, so daß es nach Unterwaschung durch den Regen in Bewegung kam. Die Wegearbeiten erleiden keine Unterbrechung.

V Mit schweren Verletzungen bewußtlos aufgefunden. Peben Dem Geleise der Brennerbahn in der Nähe der Station Mattrei wurde ein Mann mit einer schweren Ge­hirnerschütterung und anderen schweren Verletzungen auf- gefunden. Der Bewußtlose wurde nach Innsbruck qe- bracht. Die Vehördeu sind mit der Aufklärung der Angelegenheit beschäftigt Ein Raubmordversuch im Zug durfte nicht vorliegen, da bei Dem Verletzten alle Wert- ,achen gesunden wurden. Soweit bisher festgestellt werden konnte, handelt es sich um einen skandinavischen Ingenieur namens Skage.

0 Zwei Personen von Militärlastkraftwagen über- fahren. Ein Militärlastkraftwagen hat in Neuilly bei W W infolge Versagens der Steuernng einen Nacht­wachter und einen Angestellten der Gasanstalt überfahren Beide waren sofort tot.

0 Verhängnisvolle Schüsse. In Villenneuve-sur-Lot wurden aus einem Hause heraus mehrere Schüsse auf die Straße abgegeben, wodurch drei Personen tödlich verletzt wurden. Der Täter konnte noch nicht ermittelt werden.

0 Hinrichtung eines achtfachen Mörders. In der west- bulgariichen Stadt Wratza wurde Der achtfache Raub- morDer Jordan Michailoff durch den Strang hingerichtet. .UiidiailoTb Der in den Jahren 1929 und 1930 die Bezirke ^oivctfd) und Wratza mit feinen zahlreichen Raubüber- muen und Morden in Schrecken gehalten hatte, war. als

$er Boden in Bulgarien zu heiß geworden war, nach sudslawien geflüchtei. wo er sich als politischer Flüchtling ausgab. Ein Auslieferungsantraa war von Bulgarien nicht gestellt worden, da man seinen Ansenthalt nicht kannte. Als Michailofs im vorigen Jahre wieder über die Grenze wechselte und mehrere Bluttaten verübte, konnte er dingfest gemacht werden.

~ 0 Die größte Ameisensammlung der Welt. Eine Sammlung von 7000, z. T. außerordentlich seltenen Ameisen ist von Südafrika unterwegs nach England. Es handelt sich bei dieser Sammlnng, in der 653 verschiedene Ameisenarten vereinigt sind, um eine der bedeutendsten, die nur noch dnrch eine Sammlung in New Aork über- trossen wird.

O Die Opfer der Taifunkatastrophe. Bei den korea­nischen Hafenverwaltungen liegen weitere Berichte über die Zahl der Opfer Der riesigen Taifunkatastrophe im Gelben Meer vor. Danach beträgt Die Zahl der vermißten Fischer 1300. Verschiedene Schiffe haben zahlreiche Fischer, etwa 250 bis 300, Die in Gefahr waren, gerettet Nach einer amtlichen Mitteilung sind etwa 30 Fischer nach Dem Hafen Tschemulpo gebracht worden.

0 Ein vierstöckiges paus ivirdverschoben". Nach einer Meldung Der russischen ZeitungPrawda" wird in Moskau ein Mietshaus aus verkehrstechnischen Gründe.: von seinem jetzigen Standort nach einem 50 Meter ent lernten Platz verschoben. Das Gebäude beherbergt 370 Menschen, welche Die 'Absicht haben, während dieser niesn ganz einfachen Prozedur wohnen zu bleiben. Da die Ver­schiebung mit allen Hilfsmitteln moderner Technik dnrch- geführt wird, besteht für Die Mieter sogar Die Möglichkeit, während Der Reise über Die Straße Den Wasserbedarf wie "blickt aus den Hausleilunaen ;u entnehmen

Tante Katyartna telephonierte ihn an.

Junge, bist Du das? Herrgott, Die Freude. Komm' hoch auf ein Stündchen zu mir! Ich bin ganz wacklig geworden. Uebrigens hatte ich einen erneuten Schlag­anfall. Bin neugierig, wieviel da noch vorweg kommen, ehe ich mich endlich auf Die Seite lege. Also wenn der Prophet nicht zum Berge summt, muß Der Berg zum Propheten kommen. Ich freue mich riesig, dich wiener- znsehen, Dietz."

Die Freude ist aus meiner Seite, Tante Katharina. Sag' mal, von Ilka-Dkaria weißt Du noch immer nichts?"

»Nein! Aber ich will Dir heute wenigstens einmal sagen, warum das Bcädelchen sich von mir trennte. Denn eigentlich wollte ich sie doch für immer bei mir behalten. Das war schon ansgemacht, dann--kam eben Die Dummheit. Ich erzähl' Dir heute abend alles. Auf Wiedersehen, Dietz."

Auf Wiedersehen, Tante Katharina."

Nun konnte er es kaum erwarten, zu ihr zu kommen. A'n Nachmittag fuhr er mit einer Kraftdroschke durch die

iße, in der Ilka-Maria mit ihrem Bruder gewohnt ^010 Und wieder kam ihm Die Erinnerung an jenen Abend, da er Ilka-Maria doch noch allem zum Trotz heiraten wollte unD wo sie ihm sagte, daß sie ihn nicht mehr wolle.

Es war nicht Die Wahrheit gewesen! Drese Ueber« Zeugung hatte er schon damals. Ilka-Maria hatte nur uicht zwischen ihm und seinem neuen Leben stehen wollen. Eine Denkungsart, Die sie ihm nur noch wcrt- poller gemacht hatte. Und er hatte sie trotzdem lange Zeit verachtet!

Bis ihr Bruder ihm eines Tages Die Wahrheit gesagt hatte!

Merkwürdig!

Wie hier in Berlin Die Sehnsucht nach Ilka-Martu wieder über ihn kam! Wenn er sie doch wiederfände! Wenn Tante Katharina ihm unD ihr nur eine Prüfnngs- trift gestellt hatte? Wenn er erst beweisen sollte, daß er sich ganz allein emporznraffen vermochte?

Der Gedanke gewann mehr Ranm, als er anfangs glaubte. Vollkommen vergessen war die Ungarin, die sich an ihn geheftet hatte mit einer Leidenschaft unD An­hänglichkeit, die ihm längst schon zuwider war

Ani Aveno saß er Tante Katharina gegenüber.

Nachdem sie von diesem unD jenem geplaudert hat­te«, erfuhr Dietz jetzt, daß der Russe Orlewsky sich von seiner Fran getrennt und ihr zuvor ihr ganzes Ver­mögen durchgebracht hatte. Heute wisse kein Mcnicki mehr, wo Hilde Orlewsky sei.

Dietz starrte nachdenklich vor sich nieder.

lFortsetzung folgt)