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.-„he Bombenwurfübungen der faschistischen Fliegertruppen in Gegenwart Mussolinis.
" Mussolini nahm auf Dem Flugplatz von Furbara
."40 Kilometer nordwestlich von Rom an der Küste ^Beisein der Vertreter der italienischen Flotte, des ftecreë und des Flugwesens sowie der Militärattaches isländischer Mächte an L u f t ü b u n g e n ausgesuchter « 0 mben -- und Erkundungsabteilungen »il Der Hauptzweck dieser Übungen war Die Erprobung
n e u'e n A r t v 0 u B 0 m b c u , zu deren Herstellung Kvrengstosfe von gesteigerter Wirksamkeit verwendet worden sind. Die Flieger hatten die Ausgabe, eine indn- triclle Zone gegen den Angriff eines feindlichen Ge- Icliwaders zu verteidigen. Etwa 160 Flugzeuge, die an 000 Bomben abwarsen, nahmen an der Übung teil. Den cholgreichsten Bombenwerfern wurde das faschistische Ehrenzeichen von Mussolini verliehen.
Neue Verhaftung eines südslawischen Mitglieds einer Terroristenvereinigung in Dieppe.
Paris, 22. Okt. (Funkmeldung.) Die Montagspresse belichtet aus Dieppe, daß dort ein Südslawe namens Andreas Artukowitsch festgenommen wurde. Er sei aus England obgOoben worden und habe im Augenblick seiner Verhaf- tiiig einen ungarischen Patz, der auf den Namen Andreas Mkowitsch, wohnhaft in Budapest lautete, besessen, er ^W südslawischen Behörden als gefährliches Mitglied
M Terroristenvereinigung bekannt. .
Me Stürme und schwere Schäden ui Der amerikanischen Westküste.
San Francisco, 22. Okt. (Funkmeldung.) Ein schwerer Arm ritz im Hafen von Seattle den Ozeandampfer „Prä- s,dmt Madison" von seiner Verankerung los; hierbei fan- dm 9 Personen den Tod.
Der amerikanische Frachtdampfer „Floridian", der 4698 Tonnen groß ist, ist 8 km nördlich von der Mündung des Aumbiaflusses aus den Klippen gescheitert. An Bord Men sich 30—40 Mann befinden. Aus vielen Städten der «rikanischm Westküste liegen Nachrichten über schweren Materialschaden vor.
In Mexiko immer wieder Unruhen gegen die Durchführung des sozialistischen Kurses.
Mexiko Stadt, 22. Okt. (Funkmeldung.) In der Stadt SJautepec im Staate Morelos südlich von Mexiko Stadt wurden mehrere Abgeordnete, die Vorträge über den Sozialistischen Unterricht hielten, von der Bevölkerung mit Steinen beworfen. Sie mutzten in das Stadthaus flüchten, wo sie eine Stunde lang belagert wurden.
Zn Saptillo im Staate Coahuila im nördlichen Mexiko wurde die Zeitung „Diario del Norte" wegen ihrer Oppo- iitimspolitik gegen den Gouverneur des Staates geschlos- M; die Druckerei des Blattes wurde beschlagnahmt.
Tie „Prensa" behauptet, in politischen Kreisen erwäge MN, das Wohnhaus des Erzbischofs von Mexiko Stadt Muan Diaz zu nationalisieren, da er in letzter Zeit wie- Molt die Wohnung gewechselt habe.
Die mexikanische A b g e 0 r d n e t e n k a m in e r b e - wo ß einstimmig die Ausweisung aller "misch-katholischen Erzbischöfe und Bischöfe aus dem wk Diesen Beschluß begründete sie Damit, daß die römisch-katholischen Bischöfe nur dem Vatikan verpflichtet deshalb Ausländer seien. Die Kammer beschloß weiter, den Staatspräsidenten Rodriguez durch eine sondere Abordnung um die Ausführung des Landes- r'eriveisnngsbeschlnsses zu ersuchen.
Ak MG vor hm ReichM
Roman von Gert Rothberg. Urheber-Rechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau.
8 Nachdruck verboten.
Vorläufig noch nicht! Vorläufig wollte sie nur ein Aber Leo Bechtern lächelte! Er konnte warten. M wnge warten. Er verlor die Geduld nicht. Er seinen Ehrgeiz darein, zuletzt doch zu siegen. Und â "urde es auch in diesem Falle! Das Lächeln um Mund, dieses Lächeln eines Vielerfahrenen immer mokanter. Und seine Blicke liebkosten daß Mädchen, an dem ihn nur das fahle, düune S das auch die kunstvolle Frisur llicht verdeckerr - störte. Die Unterhaltung wurde lebhafter, als fern rUf Vergleiche zwischen Davos und St. Moritz und Harz zu sprechen kam. Hilde Haßler in ihrer an- lith Arroganz fand den letzteren natürlich scheuß- ) Danal und langweilig.
Maiich wegwerfend sagte sie das.
W Dederichs richtete sich auf.
lÄv? HUde, ich persönlich finde den Harz und be- Schierke wundervoll. Aber ich bin eine alte unmodern, wenn ich unsere deutsche
verlegen und blaß; direkt fahl sah sie mMsort änderte sich das Denken Leo Bechterns:
für aabedeutend eigentlich, diese junge Dame. Na, Uta» irrh ^ ? ja doch nur ein Spaß. Und Spaß muß ^zu bd^Mu, wenn das bißchen lumpige Leben nicht
Maßler gewahrte das unpassende Benehmen endlich auch und warf ihr einen ver- öen ^ick zn, den sie aber nur mit einem trotzr- Als beantwortete.
Lhr: '"an sich trennte, tuschelte ihr Leo Bechtern inS AM^^DeZ Fräulein, ich werde immer an Sie denken Hilde 'ch Sie bald einmal wiedersehen dürfte?" ^er schäm» MMMam Augenblick im Geiste das ernste und slj MMesicht Dietz Forsters. Sie zuckte zusammen e hastig:
MereMMM nicht. Mein Verlobter hatte einen ^fachen MAM. Sein Vater starb vor kurzem; deshalb $ mich MM letzt keine Gesellschaften. Später werde hinten " Annen, Sie in unserem Hause begrüßen zu HildesZMe sich dankend, aber der Kuß, den er aus „'üenhsi^ Mie, war heiß und werbend, und einen 4l^tc EiiM sah sie ihn wie verzaubert an. In ihre Wj Di^.^Aeii hinein, in diese Zurücksetzung, die sie
Schikanen um jeden Preis!
Saarregierung verbietet
das Wmierhilsswerk.
1 8 0 0 0 N S a a r d e u t f ch e dadurch gefährdet.
Die landfremde Saarregierung, die bekanntlich unter dem Vorsitz des Engländers K » v x steht, hat sich wieder einen kaum glaublichen schweren Mißgriff zuschulden kommen lassen, der sich sogar mit ihrem pflichtwidrigen Kampf gegen die Abstimmungsbcstrcbuugcn der Saar- deutschen nicht mehr erklären läßt. Diese Regierung, die sich durch die ständigen Verletzungen ihrer Neutralitäts- Pflicht einen höchst unrühmlichen Namen gemacht hat, hat es letzt sertiggebracht, das von der Deutschen Front und deil karitativen Verbänden des Saargcbictes geplante Winter Hilfs werk zu verbieten, obwohl es sich um die Versorgung von rund 180 000 notleidenden Saardeutschen ohne Rücksicht auf ihre politische Einstellung handelt.
Die Regierungskommission hat die eingereichten Anträge zunächst einmal wochenlang licgenlassen. Dann endlich kam Die Ablehnung. Das Tollste aber an dieser Ablehnung ist die „Begründung": man könne im Hinblick auf Die bevorstehende Abstimmung keine Sammlung zulasten, deren Träger eine Der an der Abstimmung beteiligten Organisationen sei. Das ist erbärmlichste H euche l e i; Die Regierung weiß ganz genau, daß das Winterhilfswerk mit irgendeiner Politik nicht das geringste zu tun hat. Ob Zehntausende durch die Schuld dieser landfremden Regierung hungern und frieren müssen oder nichts ist ihr gleichgültig — Die Sabotage gegen alles Deutsche ist die Hauptsache; denn sie ist ja durch Die Völkerbundssatzungen und durch das Saarstatut zur „Neutralität" verpflichtet!
Politik der Unehrlichkeit.
Anstatt sich um ihre nächsten Pflichten zu kümmern, belästigt diese Saarregierung wieder einmal die NeichS- regierung mit einer Verbalnote, in Der sie Den Freiwilligen Arbeitsdienst junger Saarländer im Reick zum soundsovielten Male als „ernste Gesa h r für die Aufrechterhaltung Der Ordnung" im Saargebiet bezeichnet. Nun hat die Reichsregierung erst vor wenigen Wochen der Saarregierung eine
Einladung zu einem Besuch der Lager des Arbeitsdienstes
tn Deutschland zugehen lassen. Jetzt erklärt Die Saarregierung, ein solcher Besuch gehöre nicht zu ihren Aufgaben! Sie lehnt also Die ihr bereitwilligst gebotene Möglichkeit ab, sich von Der Unhaltbarkeit ihrer Behauptungen zu überzeugen, hält es aber anscheinend mit ihren „Aufgaben", auf die sie sich so hochtragend beruft, für durchaus vereinbar, diesen Arbeitsdienst — Den kennenzulernen sie ablehnt! — ständig zu verleumden, das Saargebiet unter den Terror des Marxisten- und Separatistengesindels zu stellen und auch noch das Winterhilfswerk zu verbieten. Aber da die Geschichte des verantwortlichen Völkerbundes von solchen Schandflecken wimmelt, kommt es ja auch auf einen mehr oder weniger nicht an.
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Mn-sgnkveranffaltuag von Saarregieranfl verboten.
„Auf Grund grundsätzlicher Erwägungen."
Der Verband Deutscher Rundfunkteilnehmer an Der Saar hatte den 21. Oktober zum Tag des Deutschen Rundfunks an Der Saar bestimmt. Zur Feier Dieses Tages waren außer einer Funk- und Bastelschau zwei lustige Abende und ein Matinee vorgesehen. Bei Diesen Veranstaltungen sollten eine Reihe Künstler, hauptsächlich Rundfunkkomiker aus Frankfurt, Leipzig, Köln, und München, mitwirken.
erlitten hatte, kam ihr Diese feurige Anbetung des berühmten Filmhelden gerade recht. Nur — übertreiben durfte sie es nicht. Eine Grenze mußte sie wohl wahren. Denn sie hatte ein dunkles Gefühl in sich, das sie dringend warnte, Dietz zu reizen, Denn Der würde in solch einer Angelegenheit sicherlich keinen Spatz verstehen. Und — vorläufig liebte sie ja ihren Verlobten!
„Papa, ich möchte heute abend mit Dir in Die Oper gehen." Hilde sagte es zu ihrem Vater, als sie wieder im Autv satzen. Herr Hatzler wurde verlegen.
„Kiudel, heute kann ich nicht. Ich bin mit Bankier Loeslin verabredet. Es tut mir furchtbar leid, Dir etwas abschlagen zu müssen; aber dann fahre doch heute noch einmal mit Frau Olberu. In kurzer Zeit ist Dietz zurück, und dann könnt ihr ja immer zusammen ausgehen."
„Gewitz, falls--Dietz sich nicht hinter den Trauerfall verkriecht, Der gar nicht unpassender kommen konnte," sagte Hilde mißmutig.
„Dietz wird sich Dir widmen, verlaß dich Darauf/' sagte Herr Haßler, und seine Augenbrauen zuckten unhcilver- kiindend.
Da wußte Hilde, daß ihr Vater Dafür sorgen würde, daß sie nicht wieder aus Trotz gegen Dietz sich mit einem anderen Manne einlassen würde.
* *
Dietz kam dann zur verabredeten Zeit aus Oberbapern zurück. Seine Mutter hatte ihn gebeten, jetzt nicht zu seinem Freunde nach Ostpreußen zu reifen, sondern sich seiner Braut zu widmen. Sie habe ein Recht darauf, und auf sie, Die Mutter, solle er nur ja nicht Rücksicht nehmen, wenn sie wieder zurück sei. Sie käme jetzt nicht mehr an erster Stelle, und sie wisse ja, daß er sie lieb hätte.
Dietz hatte seiner Mutter beide Hände geküßt.
„Mein Mütterchen, wie gut und vernünftig du bist. Ich glaube tatsächlich, Hilde wird da ein bißchen eigensinnig fein in dieser Beziehung."
„Natürlich wird sic das, und dabei ist sie obendrein in ihrem Recht."
Damit war er abgereift, war mit Den besten Vorsätzen wieder in Berlin angekommen. Hilde war auch sehr lieb und anschmiegènd. Da Die Enttäuschung über die blonde Sone Ilka-Maria noch immer unvermindert in ihm merzte, fiel es ihm nicht schwer, Hilde einige Zärtlichkeiten zu erweisen, auf Die sie ganz gewiß ein Recht bette. Hilde aber sah ihn, wenn sie sich unbeobachtet glaubte, mit bösen Annen an. Sie fühlte eS instinktiv. Daß ihr sein Herz noch immer nicht gehörte. Immer kostbarer, immer raffinierter wurden ihre Toiletten. Merkwürdigerweise aber beklagte sie sich nicht bei ihrem Vater. Sie wußte, Daß sie Dann noch mehr verlor in Den Augen des Verlobten. Aber sie sah ihre Zeit kommen in Dem Augenblick, Da er ihr Gatte war. Jetzt
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Nachdem die Polizcivcrwaltung vor acht Tagen diese Veranstaltung genehmigt hatte, wurde sic am Sonn- abcnduachmittag verboten, und zwar, wie es in dem amtlichen Text heißt, „auf Grund grundsätzlicher
• Erwägungen"
Wir wissen nicht, welches Die grundsätzlichen Erwägungen sein mögen, aber man wird nicht fehlgehen in der Annahme, daß Die Regierungskommission mit diesem Verbot den deutschen Rundfunk, besonders aber den Reichssender Frankfurt, treffen will. Daß man sich dafür das Treffen der Rundfunkkomiker ausersehen hat, gibt der Sache einen besonders lächerlichen Beigeschmack. Ein neuer Beweis für die Rücksichtslosigkeit, mit der die Regierungskommission gerade gegen die deutschen Veranstaltungen vorzugehen pflegt, ist es aber, daß das Verbot wieder einmal in letzter Stunde erfolgte. Wie wir weiter erfahren, wurde einer der Komiker, Karl Heinz Schneider vom Reichssender Köln, f e st g e - nommen. Seine Festnahme erfolgte wegen eines .Witzes, den der Künstler über Die Separatisten gemacht hatte. Schneider wird sich vor dem Abstimmungsgericht zu veranworten haben.
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Wichtig für SaarabsttmmungS- verechèigte!
Der Bund der Saarvereine teilt .mit: Jede im Saargebiet wohnende Person kann Einspruch gegen die Eintragung einer bereits in Die vorläufige Abstimmungsliste aufgenomme- nen Person erheben. Die Abstimmttngskommission hat nun verfügt, daß derjenige, der einen solchen Einspruch erhebt, eine Abschrift desselben durch eingeschriebenen Brief Dem Betroffenen mitzutcilen hat, und zwar an dessen Anschrift im Saargebiet. Der Betroffene muß innerhalb von vier -ragèn seit Ausgabe dieses-Einschreibebriefes zur Post «also nicht seit dem Tage, an Dem er ihn erhält!, seine Ein- ivendungen gegen Diesen Einspruch Dem zuständigen Kreis- büro schriftlich mittcilen. Er muß ferner das ihm abschriftlich zu gestellte Einspruchs schreibe» des Einspruch Erhebenden feiner Erwiderung an Das Kreisbüro beifügen.
_ Also: Wer einen solchen Brief über seine Anschrift im Saargebiet erhält, muß sofort seine Einwendungen schriftlich — Unterschrift nicht vergessen — unter Beifügung der Schrift Des Gegners an Das zuständige Kreisbüro der Ab- stiinmungskommission senden Zn Zweifelsfragen wende man sich sofort an Die Ortsgruppen des Bundes der Saarvereine.
Reichs- und preußisches Zauenminiffeckum Msammeugelegt.
Vereinfachung Der Geschäftsführung.
Der preußische Ministerpräsident Göring hat einem Vorschläge Deß Reichsministers Frick zugestimmt, durch den die Gc s ch ä f t e Der bisher getrennt geführten Nk i nist e r i c ii des Innern von Reich u u D Preußen nunmehr in einem einheitlichen Ressort zu- s a in m c n g c f a ß t werden. Durch diese Maßnahme wird der Bestand des preußischen Ministeriums des Innern als solches nicht berührt. Infolge Der neben die Personalunion jetzt tretenden Realunion wird aber eine erhebliche Berciufachung und Verbesserung der Geschäftsführung erzielt werden.
Das Ministerium des Innern wird sich in Zukunft in folgende Abteilungen gliedern: I Verfassung und Gesetz- zebung, II. Beamtentum und Verwaltung (einschließlich Der Personalangelegenheiten), III. Polizei, IV. Volks- Gesundheit, V. Kommunalverwaltung, VI. Deutschtum, Leibesübungen und Kirche. Die Abteilungen 1., IV. und VI. verden unter Der Leitung des Staatssekretärs Pfundtner in dem bisherigen Dienstgebäude des Reichsministcriums im Königsplatz arbeiten; Die Abteilungen II., III. und V. unter der von Staatssekretär Grauert in den Räumen des bisherigen preußischen Ministeriums Unter den Linden. ■MMWMMirW'rMBIIlTBiliW
Schande auf sich nehmen. Was dann? Dann hatte sie ihn auf ewig verloren und sie liebte ihn doch, Ja, sie liebte ihn. Wenn auch auf ihre Weise, die feinem stolzen Ich in jedem Falle widersprach. Früher ober später mußte diese Ehe unglücklich werden. Hildes Eharakter- cigcnfdiafteu verbürgten dies.
Vorläufig herrschte Frieden.
Dietz Forster aber wußte, Daß er auf Der Hut fein mußte. Er wußte genau, Daß Hilde Die Krallen jetzt sorgsam versteckte, und er wußte, Daß Der Tag kommen würde, an Dem sie sich als Feinde gegenüberfteben mußten, weil er nicht daran dachte, sich zum willenlosen Werkzeug dieser Frau zu machen.
Die Wochen vergingen. Der Tag der Hochzeit rückte immer näher. Hilde vergaß fast, daß sie die Herrin sein wollte. Sie war weich und anschmiegend, sog sich am Munde des Verlobten fest, wenn er sie küßte. Er aber wußte, was ihn diese Komödie an Selbstverachtung kosten würde. Die Mutter kam aus Garmisch zurück. Sic war sichtlich erholt, was ihn freute. Aber sie war auch immer Darauf bedacht, ihn nicht daheim zu halten. Sie stand immer still im Hintergründe; denn sie sal/ noch immer Die bösen Augen, Die Hilde damals auf Dem Bahnhof machte, als Diètz sie. Die Mutter, nach Garmisch brachte. Und diese bösen Augen hatten die Mutter gewarnt. Aber sie wollte gern alles tragen, wenn nur Dietz nicht rnhelos wurde.
iUuhelos und unglücklich!
Das durfte nicht sein. Hilde Haßler sollte ihn haben. Ganz für sich allein sollte sie ihn haben. Denn nur so bot diese Ehe eine Gewähr.
Und Dietz Forster selbst? Wie sah es in ihm auf-? Er hatte sich abgefunden mit Dem Schicksal. Ganz und gar. Aber Der Schmerz um Ilka-Maria und seine Liebe zu ihr waren noch immer Da, aber auch die Verachtung für dieses berechnende Mädchen. Und gerade dieses letztere ließ ihn gleichgültig in Die Zukunft blicken. Für ihn war das Rätsel Frau gelöst. Seine Ehe sollte eine gute werden, wenn auch Hilde Den ehrlichen Willen mit« brachte. Sonst aber sollte seine beste Freundin die Arbeit sein, nur sie konnte ihn wohl doch über alles hinweghelfen.
„Ich möchte heute in Den Gloria-Palast gehen, Dieü! Der Film: „Um des Geldes willen" wird gezeigt. Leo Bechtern hat die Hauptrolle übernommen. Er soll fabelhaft fein. Grete Krustus war gestern mit ihrem Manne dort und ich traf sie vorhin, als ich von meiner Schnei- Dorin kam. Ach, hatte ich Dir übrigens schon erzählt, Daß wir, Papa und ich, Den Filmschanspieler Bechtern während Deuter Reise nach Garmisch persönlich kenncn- lernten?
lFortsetzung folgt.)