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Generaloberst von Kluck t»

Generaloberst Alexander von Kluck, der bekannte Heer­führer im Weltkrieg, ist im Alter von 88 Jahren in seiner Privatwohnung Berlin-Grunewald gestorben.

Alexander V. Kluck wurde am 20. Mai 1846 zu Münster in Westfalen als Sohn eines Regierungsbau­meisters geboren. Als Fähnrich machte er den Krieg von 18 6 6 mit, den deutfch-fanzösischen als Leut­nant." Vor Metz wurde er zweimal verwundet. Im Jahre 1907 wurde er Kommandierender General des I. Armeekorps in Königsberg. Am 27. Januar wurde er

zum Generalobersten befördert. Als solcher führte er im Kriege die I. Armee, deren große Siege auf dem rechten Flügel des deutschen Heeres im Jahre 1914 die Aufmerk­samkeit der Welt auf sich lenkten und den Vormarsch bis in den Bereich von Paris vortrieben. Im Stellungskrieg wurde Generaloberst V. Kluck am 29. März 1915 im vordersten Graben durch einen Granatsplitter ver­wundet und mußte den Oberbefehl über die I. Armee niederlegen. Im Jahre 1920 erschien sein BuchDer Marsch aus Paris und die Marneschlacht 1914". Die Universität Jena verlieh ihm 1928 den Ehrendoktortitel der Rechte. 1924 konnte er seine goldene Hochzeit feiern. Einer seiner Söhne ist 1915 in Flandern gefallen.

Das Allerneuste

Kurze drahtlose Meldungen.

Saarbrücken. Wie im Vorjahre, sollte auch in diesem Win­ter im Saargebiet ein großzügiges Winterhilfswerk aufgezogen werden. Nach wochenlangem Schweigen hat die Regierungskommission einen abschlägigen Be­scheid erteilt. Es war beabsichtigt, durch die charita- tiven Verbände in Verbindung mit der Sozialabtei­lung der Deutschen Front alle Hilfsbedürftigen an der Saar ohne Unterschied des Standes oder der Pariet zu betreuen.

Paris. Man rechnet mit der Möglichkeit einer neuen Krise im französischen Kabinett, da die Neusozialisten ihrer» Arbeitsminister vor die Entscheidung stellen werden, entweder die Partei oder die Regierung zu verlassen.

Bordeaux. Zn der Nähe von Bordeaux wurde ein Liefer­wagen von einem Schienenautobus erfaßt. Von den 8 Insassen des Lieferwagens wurden 4 getötet und 4 schwer verletzt.

London. Das Luftrennen EnglandAustralien begann heute morgen um 6.30 Uhr in Mildenhall mit dem Start des Ehepaares Mollison in seinem Flugzeug Mack Magic".

Tokio. In Anwesenheit von Vertreetrn aus 57 Ländern wurde heute die 15. Rot-Kreuz-Konferenz in Tokio feierlich eröffnet.

Friedliche Winterschlacht

Das Winterhilsswerk

als Dauereinrichtung.

Als Erziehungsmittel zur Volksgemeinschaft.

Der Leiter des Winterhilfswerkes, Hauptamtsleitcr H i l g e u f e l d 1, begründet in interessanten Ausfüh­rungen den Plan, daß das Winterhilfswerkeine D a u c r e i n r i ch t u n g bleiben soll. Mit Recht verweist er darauf, daß auch bei restloser Beseitigung der Arbeits­losigkeit cs immer Perioden s a i s o n m ä ß i g bedingter Arbeitslosigkeit in beschränktem Rahmen geben wird. Außerdem werde es trotz der planmäßigen Siedlungs­politik der Regierung Hitler in den Großstädten immer Volksgenossen geben, die sich in einer vorübergehenden Erwerbslosigkeit nicht ernähren können, iveil sie nicht über Land verfügen. Entscheidend aber bleibt jener

Wunsch des Führers, tn dem er ausdrücklich betont, daß er im Winterhilfswerk ein gemeènschaftsbildcndes Erziehungswerk, geradezu eine lebendige Form des praktischen Sozialismus erblickt. Mit anderen Worten: das schöne Hilfswert, das vom Nationalsozialismus ins Leben gerufen worden ist, gibt jedem Gelegenheit, seinem Bekenntnis zur Volksgemein­schaft auch durch die Tat Ausdruck zu verleihen.

Es ist darum nur logisch, wenn die Namen derjenigen, die kein soziales Empfinden haben und sich nicht zur Volks­gemeinschaft bekennen, der Öffentlichkeit mitgeteilt werden sollen.

Wie Hauptamtsleitcr Hilgenfeldt weiter mitteilte, wird im Rahmen des Winterhilfswerkes $u den Weih- nachtssei er tagen eine befondere Aktion stattfinden. übrigens haben sich alle in Deutschland ver­tretenen internationalen Wohlfahrtsvereinigungen zur Mitarbeit am Winterhilsswerk bereit erklärt, vor allem die Heilsarmee.

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Die Mitwirkung der SA.

beim Winterhilsswerk.

Ein Befehl Lutzes.

Der C h-e f des S t a b e s der SA. hat folgen­den Befehl erlassen:

Der Führer hat das ganze deutsche Volk zum Winter­hilfswerk 1934/35 im Kampf gegen Hunger und Kälte zur Unterstützung der armen deutschen Volksgenossen auf­gerufen. Alle Reichs- und Staatsbehörden, die Gliede­rungen bev Partei wirken bei der Durchführung der Hilfs­maßnahmen mit. Es ist selbstverständliche Pflicht, wenn der Führer ruft, daß feine SA. zum Gelingen dieses Hilfs- werkes beiträgt und mitarbeitet daberverfügeich:

Der Einsatz der SA. erfolgt im Benehmen und mit Aufforderung des Reichs-, der Gau-, der Kreis- und Orts- beauftragten^des WHW. Die Fürsorgereserenten bei den einzelnen Einheiten der SA. nehmen als Verbindungs­führer der SA. mit den Gau-, Kreis- und Ortsbeauftrag­ten des WHW. die Mithilfe der SA. auf. Diese Ver­bindungsführer haben zugleich die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß vor allen Dingen alle notleidenden, arbeitslose:! und bedürftigen ner, Rentenempfänger der SA. sowie deren Angehörige bei der Zuteilung von Spenden berücksichtigt werden.

Jm übrigen erstreckt sich diè Mithilfe der SA, für das WHW. auf folgende Gebiete:

L Die SZ. und MZ. der SA. haben sich auf Wunsch der einzelnen örtlichen Beauftragten des WHW. in gleicher Weise wie Reichswehr, Schutzpolizei usw. zum kostenlosen Spielen von Standmusiken und sonstigen Veranstaltungen des WHW. zur Verfügung zu stellen.

2. Auf Aufforderung der Beauftragten des WHW. sollen SA.-Männer als Sammler für das WHW. zur Ver­fügung gestellt werden, jedoch müssen die S a m m l e r in Zivil austreten. Ich verbiete ausdrücklich jedes Sammeln im SA.-Dienstanzug. Lediglich soweit Reichs­wehr und Schutzpolizei als Begleiter von Fabrreuaen

Kurze politische Nachrichten.

Durch Erlaß des Reichsministers der Luftfahrt tst für die Beamten der Luftaufficht (Luft­polizei) eine besondere Uniform eingeführt worden. Diese lehnt sich in Farbe, Schnitt, Abzeichen und so weiter an die graublaue Bekleidung des DLV. an, jedoch hat die Luftaufsicht hellgrüne Kragenspiegel. Im Dienst tragen die Beamten der Luftaufsicht einen Ringkragen mit Hoheitsabzeichen und mit der Aufschrift Reichs-Luftaufsicht"-

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In der Berliner Hedwigskirche fand für den er­mordeten französischen Außenminister B a r t h o u eine feierliche Totenmesse statt, an der als Vertreter Adolf Hitlers Staatssekretär Dr. Meißner, ferner Reichsaußen- minister v. Neurath unb andere Vertreter der Reichs­regierung teilnahmen.

DieReichsberufsgruppe der Angestellten" teilt mit: Die Nachricht, daß dieReichsberufsgruppen der An­gestellten (bisherDeutsche Angestelltenschaft") in die Deutsche Arbeitsfront übergeleitet werden, hat hier und dort zu der Auffassung geführt, daß die zurArbeits­gemeinschaft der Berufstrankenkassen" gehörenden fünf Berufskrankenkassen (DHV.-Kasse, DTV.-Kasse, DWV.-Kasse, Geda-Kasse und VWA.-Kasse) aufgelöst würden. Diese Auffassnng ist völlig unzutreffend

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Dem aus Deutschland nach Schweden geflüchteten Arzt Professor Z o n d e k dürfte die Erlaubnis zur Aus­übung der Praxis in Schweden verweigert werden, nachdem der Jüngere Schwedische Ärzteverband einen mit 1000 Unterschriften versehenen Antrag an die Stockholmer Regierung gerichtet hat.

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Die Deutsche Reichspost gibt zum 175. Geburtstag Friedrich von Schillers zwei Freimarken in Buchdruck zu 6 und 12 Pf. heraus. Die Auflage ist be­grenzt. Der Verkauf beginnt am 5. November.

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In der Griechischen N a t i o n a l v e r s a in m - lang wurde der bisherige griechische Staatsprä­sident Zaimis mit 197 von 330 Stimmen wieder­gewählt.

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Die polnische P o st v e r w a l t n n g gibt be­kannt, daß die Einfuhr zollpflichtiger Gegenstände in ge­wöhnlichen oder eingeschriebenen Briefsendungen nach Polen vom 30. Oktober 19^4 an nicht mehr zulässig ist.

Kleider- und Lebensmittelspenden zusammenholt r SA.-Männer im Dienstanzug als Fahrzengbcmc'ii» nehmen. 1 'ei!-

3. Arbeitslose SA.- M ä n n e r sollen nur forderung zur Verladung und Entladung von 1,1 mittelspenden, Getreide, Kartoffeln usw. in Stâ Land abgestellt werden. Für solche DienMiftnnn Fahrgeld und Verpflegung von WHW. vergiftet

4. Bei Werbeumzügen des WHW. können Abordnungen in geschlossener Formation teilnehmen^"'

Im übrigen sind die mit der Durchführung s - WHW. Beauftragten durch die SA. weitgcheM. unterstützen.

Die Verbindungsführer der SA. bei den Beaukir^, des WHW. regeln mit den Führern der s

SA. die Abstellung angeforderter SA.-Männer ct Diese Verfügung ist beschleunigt durch alle Dienststellen den SA.-Männern bekanntzugeben

Der Chef des Stabes: Lutze

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Sie MslandsdeutsHm helfen wieder mit

Die Sammlungen für das Winterhilfswerk im Gange

Es ist noch in aller Erinnerung, in wie tatkräftig Weise die A u s l a n d s d e u t s ch c n sich in den Diend des ersten Winterhilfswerkes gestellt haben. Aus Mn Teilen der Welt kamen damals Gaben, oft von nur be­scheidenstem Einkommen abgespart, also in dem Sinne wie ihn Adolf Hitler bei der Eröffnung des Reiten Winterhilfswerkes wiederholt in seiner Rede betonte, als ein wirkliches Opfer. Eine stattliche Summe kam auf dich Weise zusammen, die manchem schwer bedrängten Volks­genossen hier über die Härten der Winterzeit hiniW- geholfen hat.

Auch diesmal wollen die Ausländsdeutschen nicht hinter den Brüdern im Reich zurückstchen. Kaum war die Rede des Führers in den auslandsdeutscheu Nieder­lassungen bekannt, als auch schon in zahlreichen Orten

der Grundstock zu einer Sammlung gelegt wurde. Auch die deutschsprachigen Z eitnngen im Auslande haben sich in den Dienst der guten Sache ge­stellt. So setzt sich beispielsweise dieDeutsche Zeitung non Guatemala" unter Hinweis auf die Sammlung der Mittelamerikadeutschen vom vergangenen Jahr energiich für die Förderung des Winterhilfswerkes ein, und die deutsche Kolonie inCostarica will das Wer! unter dem Gesichtspunkt einer noch engeren Zusammensassunz der Dortigen Deutschen im Sinne wahrer Volksgemeinschaft betreiben.

Zahlreiche Sonderveranstaltungcn sind zum besten des großen Hilfswerkes geplant, überall haben sich die deutschen Vereine mit den Ortsgruppen der NSDAP, zu gemeinsamer Arbeit zusammengetan.

Auch diese Tatsachen zeigen im Gegensatz zu den Er­fahrungen früherer Jahre dem Auslande mit aller Deut­lichkeit,'daß die Deutschen heute nicht mehr ein Gemengsel aus Parteien oder Stämmen, sondern nur noch eine einige Nation sind.

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Versand von Winterhilfsspenden erleichtert.

Zur Unterstützung des Winterhilfswerks besörden die R c i ch s p o st wie im Vorjahre von sogleich an bis Erdi März 1935 wieder Postgut im Gewicht bis zu 7 Kilo gram in mit Gaben sür die Winterhilfe. Die sonst für du Einlieferung von Postgut bestehenden Beschränkungen sind vorübergehend für Sendungen mit Gaben für das Wintcr- Hilfswerk aufgehoben worden. Es kann also jedermann ohne Rücksicht auf den Aufgabeort und die Anzahl der Sendungen die vom Winterhilfswerk beschafften oder gesammelten und von ihm unentgeltlich an Hilfsbedürftige abzugebendcn Lebensmittel, Kleidungs- und Wäschestücke versenden oder er­halten, wenn das Winterhilsswerk oder eine orW Vertretung entweder Absender oder Empfänger des W guts ist. Die Sendungen und die Postgutkartcn müssen md« der AngabePostgut" den VermerkWinterhilfe om Gaben für die Winterhilfe des deutschen Volkes" tragen.

Ltnsere Saar 1935 !r

Aufruf für das neue Jahrbuch.

^ntmer näher rückt der große Schicksalstag des deuW Saarvolkes. Blatt um Blatt des 100-Tage-Saar-Ka^ fällt. Mit dem 13. Januar ist aber der Kamps noch W endet. Das ganze n ä ch st e Jahr wird noch ttn T Der Saar stehen. Diesen Kampf auch vom Volke her zu stützen, dient das neue Werk, das in diesen Tagen 0 " gegeben wird. Es ist das JahrbuchUnsere 1 9 35!". In volkstümlicher Weise werden alle Frag" Saarlandes behandelt, die das ganze Jahr 1935 veu°m^ werden. Auch der Erlös dieses Jahrbuches es W eine Mark - fließt dem Winterhilsswerk der Saar zu- in der Hauptsache mit diesen Mitteln aufgebaut wno.

Einer, der den Habsburger« zum Thron verhelfen '

Die Terrorakte des Ante Pawelitsch ^

Anläßlich der Verhaftung des Kroatenführ^' Pawelitsch in Turin erinnert man sich in Wien v ^. Pawelitsch im Jahre 1922 nach Wien kam und Y monarchistische Organisation ^ Gesinnungsgenossen plante er, Otto v o n * ^ bürg putschartig als Kaiser einzusetzen. Is^Mn' Pawelitsch in T e r r o r a k t e an der öfterretw mit wischen Grenze verwickelt. Im Zusammen ^ Hölleumaschinenanschlägen auf Züge wurde r Kien wähnt. Er mußte nach sechsjährigem Ansen verlassen.

176 Lahre alte Säuglmg-wM

Die ersten Kleidungsstücke des englischen Sceheldc»

einer Ausstellung in London. ^ wie

Aus Anlaß des Trafalgar-Ta6^.i gee- alljährlich, am 19. Oktober zu Ehre» des engw^ wir®' Helden N elfen in ganz Großbritannien g | wird die Sänglingswäsche Nelson» )Vcrbe^ United-Service-Museum in London ausgesgchoE Man wird dort das erste Hemdchen, das de > seine Nelson getragen hat und eine Reihe weitere .te MH Säuglingswäsche sehen. Auch mit Spltzcn ni" chen und ein Paar gestrickte Socken Nelson .lm W® ansieht, daß sie viel getragen und häufigP ^[joii» den sind, werden gezeigt werden. Die jetzt 176 J a h re alt