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der zweiten Klasse im Polster versteckt Geldscheine im Werte von 38 000 Dollar, zwischen Gemünden und Aschaffenburg gelang es ihnen dann noch, im Abort desselben Wagens 5000 Dollar in Wertpapieren zu entdecken. Bargeld und Papiere wurden sofort beschlagnahmt. Im Verlauf der Fahrt konnten dann auch noch die Besitzer der Dollars ausfindig gemacht werden, als diese sich gerade in den Verstecken nach den Beträgen umsahen. Sie wurden in der Grenzstation Emmerich festgenommen und dem Untersuchungsrichter übergeben. Es handelt sich um den 73jährigen jüdischen Kaufmann Siegfried Poppengeim und seine Tochter, beide aus München. Sie befanden sich auf einer Reise nach England und hatten versucht, das Geld über die Grenze zu schmuggeln.
Kronach, 11. Okt. (SiebenScheunen undzwei Wohnhäuser durch Erotzfeuer vernichtet.) Die Gemeinde Elosberg im FrankenwalLe wurde in der Nacht zum Donnerstag von einem großen Brandunglück heimgesucht. In der Scheune des Landwirts Simon war Feuer ausgebrochen, das, begünstigt durch den Wind, in rasender Geschwindigkeit auf die Scheune des Landwirts Kestel sowie auf einen weiteren Scheuen- und Häuserkomplex Übergriff. Die Ortsfeuerwehr und die Feuerwehren der Umgebung konnten verhindern, daß der Brand auch auf die Kirche und auf das Schulhaus Übergriff. Insgesamt sind den Flammen sieben Scheunen, zwei Wohnhäuser und zahlreiche Nebengebäude zum Opfer gefallen. Weitere Häuser wurden durch Feuer und Wasser schwer beschädigt. In den zerstörten Scheunen sind die gesamten Erntevorräte, Maschinen, Fahrzeugen nd Motoren verbrannt. Auch Kleinvieh kam in den Flammen um. Gesâsiidigt wurden vier Landwirte und der Bürgermeister. Mit größter Wahr- scheinlichkeit liegt Brandstiftung vor.
Gießen, 11. Okt. (Zigeuner überfallen ein Auto.) Gestern abend hielt unmittelbar vor Gießen auf der Landstraße Gießen— Wetzlar ein Zigeuner in der Nähe eines Wäldchens einen Personenkraftwagen an. Der Mann war zusammen mit anderen Zigeunern betrunken vom Pferdemarkt in Gießen gekommen. Der Fahrer des Wagens, Rudolf Dreibig aus Gießen, wurde aus dem Magen herausgerissen, dann stürzte sich die ganze Bande auf ihn, riß ihn zu Boden und trat und schlug auf ihn ein. Ein Begleiter des Autofahrers fuhr sofort nach Gießen und alarmierte die Polizei. Als die Beamten kamen, fanden sie den Ueberfallenen mit schweren Kopfverletzungen vor. Er wurde in die Klinik nach Gießen gebracht. Als Täter konnten bis jetzt der 21jährige Peter Klein aus Gießen und der 26jührige aus dem Württembergischen stammende Emil Christ festgestellt und verhaftet werden. Die Ermittlungen nach den anderen Angehörigen der Bande sind im Gange.
Nah und Fern
o Der neue Pfälzer Wein heißt „Volltreffer". Auf dem traditionellen pfälzischen Weinlesefest erhielt der ausgezeichnete Jahrgang 1934 den Namen „Volltreffer". Zur engeren Wahl "batten folgende Namen gestanden: Reichsauslese, Volltreffer, Neintöter, Glücksstrahler und Gemein- nutzer
O Empfindliche Strafe für Boxkampf - Kartetkfälscher. Eine schwere Strafe wurde gegen einen der Eintrittskartenfälscher beim Hamburger Boxkampf Schmeling— Ncusel verhängt. Der Betrüger, der durch Nachdruck der billigeren Karten besonders die armen Volksgenossen schädigte, wurde zu 114 Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurteilt.
O Kostbarer Fund bei der Bodenentrümpelung. In Regensburg wurde bei der Entrümpelung der Böden eine Bibel aus dem Jahre 1583 gefunden Die Bibel ist illustriert und stammt aus einer Wittenberger Druckerei.
O Der Lnngcnschuß von 1866. In Regensburg konnte vieser Tage der ehemalige Schneidermeister und Landwirt Johann Kohl seinen 90. Geburtstag feiern. Einige Zeit vor dieser Geburtstagsfeier war Kohl, der am Feldzug von 1866 teilgenommen und damals einen schweren Lungenschuß erhalten hatte, plötzlich erkrankt. Durch eine Eiterung wurde ein in der Lunge befindlicher Fremdkörper ausgestoßen. Es war ein Uniformfetzen', der bei der Verwundung im Jahre 1866 in die Lunge eingedrun- gen war und sich dort fast 70 Jahre verborgen hatte. Der alte Mann überstand die Erkrankung gut und ist heute wieder wohlauf.
O Empfindlicher Wassermangel im Aachener Bezirk Durch die Trockenheit der letzten Monate macht sich schon seit längerer Zeit im Aachener Regierungsbezirk ein empfindlicher Wassermangel fühlbar. Die Lage ist, wie der Regierungspräsident in Aachen jetzt mitteilt, so ernst, daß eine Gefährdung der Trinkwasserversorgung nicht ausgeschlossen ist. Unter Androhung empfindlicher Strafen wird daher in Zukunft die Wasserentnahme aus dem Kreiswasserwerk Aachen-Land zum Abspritzen von Fahrzeugen aller Art, zur Benutzung für Wassermotoren und auch für Badeeinrichtungen, abgesehen bei einer ärztlichen Anordnung, streng verboten.
O Zwei Arbeiter bei einer Karbidexplosion getötet. Auf einer Baustelle bei Tennenhausen in der Nähe von Ulm versagte abends plötzlich die Karbidbeleuchtung. Als einige Leute den Karbidbehälter untersuchten, erfolgte eine Explosion. Zwei Arbeiter wurden sofort getötet. Ein Arbeiter wurde sehr schwer und einer leichter verletzt. Der eine der getöteten Arbeiter ist Vater von sieben Kindern.
O Die Ursache des Brandunglücks in Craja. — Spiel mit Streichhölzern. Die Nachforschungen nach den Ursachen des großen Brandunglücks, von dem das Dorf Craja (Kreis Worbis) heimgesucht wurde, haben ergeben, daß ein fünfjähriger Knabe in der Scheune seines Vaters, in der das Feuer entstand, mit Streichhölzern gespielt hat und dabei das Feuer verursachte.
O Deutscher Dampfer in der Nordsee gesunken. Der Emdener Dampfer „Elise Schulte", der mit 7500 Tonnen Erz von Lulea (Schweden) nach Emden unterwegs war, lies auf dem Juister Riff fest. Nachdem fünf Schlepper sich vergeblich um das Freikommen des Dampfers bemüht hatten, ist jetzt das Schiff nachts untergegangen. Die Besatzung wurde von den Schleppern an Bord genommen und auf Borkum gelandet. Das Schiff hatte 5238 Bruttoregisterionnen und ist im Jahre 1911 erbaut worden.
0 Landwirt von einer Räuberbande heimgesucht. In Sugajno waren, wie aus Bromberg gemeldet wird, drei Banditen nachts durch ein Fenster in die Wohnung des Landwirts Wardowski eingedrungen und hatten sofort mehrere Schüsse aus den Bauern abgegeben, die jedoch fehlgingen. Die Bande forderte die Herausgabe von
barem Geld. Als der überfallene betenekte, kein G-m • Hause zu haben, durchsuchten die Burschen die Wohnung. In einem Behältnis versteckt fanden 4000 Zloty. Trotzdem die Polizei sofort die VersaL aufnahm, konnten die Täter mit ihrer Beute entkomm'"
0 In der Kiesgrube verschüttet. In Ezarnikau war der Landwirt Densch in einer Kiesgrube Arbeit, als plötzlich die Sandmassen ins Rutschen und D. unter sich begruben. Eine 75jährige Frm, die Landwirt bei seiner Arbeit unterstützte, wurde ëben,^- zum Teil verschüttet. Es gelang ihr jedoch, sich ö frei zu machen und auch Densch auszugraben Er jedoch so schwere innere Verletzungen erlitten, daß w ' einigen Stunden starb. B r
O Acht Soldaten bei einem Autobusunglück
Bei der Rückkehr mexikanischer Soldaten von einem hallspiel stießen zwei Kraftomnibusse bei MexikoZ^ zusammen. Acht Soldaten wurden getötet unb^hU verletzt.
Was bringt der Rundfunk?
Reichssender Frankfurt.
Frankfurt: Samstag, 13. Oktober
6.00: Vauernfunl. — 6.15 und 6.30: Gymnastik. — 6.45: Zeit Meldungen. — 6.50: Wetter. — 6.55: Morgenspruch, Ckmal 7.00: Stuttgart: Frühkonzert auf Schallpl. — 3h einer ca. 8.00: Nur für Frankfurt: Wasserstand, Wetter. — 8.30: Stuttgart: Gymnastik. — 9.00: Nur Trier: Werbekonzert, — 9.15: Nur Trier: 1. Klänge aus der Kinderwelt. Kinderlieber von Wilhelm Taubert: — 2. Kammermusik: Alte Meister, - 10.00: Nachr. — 11.00: Werbekonzett. — 11.30: Meldungen. 11.45: Sozialdienst.
12.00: Orchester Frankfutter Berutsmusrker. Ltg.: W. Wilde. - 13.00: Zeit, Saardienst. — 13.10: Nachr. — 13.15: Bilie greifen Sie zu! Ein opulentes Schallplatten-Menü. — 14.15; Zeit, Nachr. — 14.30: Quer durch die Wirtschaft. Berichte md Gespräche. — 14.50: Zeit, Wirtschaftsmeldungen. - 14.55. Wetter. — 15.00; Donaueschingen: Jugend-Stunde: Neue Kinjis für die Jugend.
16,15: Stuttgart: Zum Wochenend — lustige Musik. - 18.00; Stimme der Grenze. — 18.25: Stegreiffenbung. —
18.45: Bunte Unterhaltungsmusik. Kapelle Franz Hauch - in der Pause 19.00: Zeit, Wetter. — 19.45: Tagesspiegel. - 20.00: Zeit, Nachr. — 20.05 :Stuttgart: Saarländische Umschau. — 20.15: Freiburg: La Traviata. Oper in 3 Men «m E. Verdi. — 22.00: In der Pause: Nachr. — 23.00: Snftrinw talkabarett. — 24.00: Tanzkapelle Fran- Hauck, — 1.00: Shit, gart: Nachtmusik.
Deutschlandsender.
Deutschlandsender: Sonnabend, 13. Oktober
5.45: Hamburg: Wettet, — 5.50: Nachr. — 6.00: Berlin: Em- nastrk. — 6.1'5: Tagesspruch. — 6.20: Königsberg: Kapelle der SA. -Reserve 1. Ltg.: Musikzugführer Bukolt. — In einer Pause gegen 7.00: Nachr. — 8.00: Sperrzeit. — 8.45: Leibesübung für die Frau. — 9.00: Funkstille. — .9.40: SportfunT. -10.00: Nachr. — 10.10: Funkstille. — 10.50: Fröhlicher Kindergarten. 11.15: Seewetterbericht. — 11.30: Alte Kinderlieber aus der Sammlung Iohannes Trojans. — 11.50: Glückwünsche, Wetter. 12.00: Frankfurt: Mittagskonzert. — 12.55: Zeitzeichen. — 13.00: Wocheuendsalat. (Schallpj.). — Anschi.: Wetter. — 13.45: Nachrichten. — 14.00: Sperrzeit. — 14.55: Programmbmwege Wetter, Börse. — 15.15: Mädelbastelstunde: Warum basteln wir? 15.40: K. E. Weiß: Wirtschastswochenschau.
16.00: Leipzig: Fröhliches Wochenende. Ltg.: Schroeter. — Mi Funkbrettl. •— 18.00: Sportwochenschau. — 18.20: Arbeitskamerad, du bist gemeint! — 18.40: Der deutsche Rundfunk bringt. 18.55: Das Gedicht. — Anschi.: Wetter.
19,00: Eröffnung der großen Ausstellung der Spielzeugwdmne Sonneberg in Breslau (Aufn.). — 19.10: Wunschkonzert aus Schallplatten. — 19.30; Kinkerlitzchen!? Kurzhörsviel - 20.00: Kernspruch. — Anschi.: Kurznachrichten. — 20.15: Was sagt Ihr dazu? Gespräche aus unlerer Zeit. — 20.30: Tanzen und Lachen. — 2200: Wetter, Nachr., Sport. - 22.3a: S« Warnnighoff: Gesunde Frauen durch Leibesübungen. — 32.41. Seewetterbericht. — 23.00: Die besten Tanzkapellen der Welt Schallvlatten.
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30 Jahre Sportverein Borussia.
Ern kurzer Rückblick.
Im Jahre 1904 wurde von einigen jungen Leuten der Sportverein Borussia gegründet. Es war im Juni des genannten Jahres, als die nachmaligen Spieler Emil Grau, Josef Kollmann, Karl Salomon, Georg Lüderitz, Hans Helmke, Robert uni> Gustav Plack sich zum ersten Male auf dem Exerzierplatz Neuenberg bei Fulda trafen. Drei Monate lang schleppten diese jungen Leute Stangen eine Stunde weit zum Aufbau der Tore. Es gesellten sich immer mehr Jugendliche hinzu, bis im September Georg Lüderitz die eigentliche Gründung vornahm. Es wurden Spiele abgeschlossen, und zwar das erste gegen den F.KI. Gelnhausen, welches mit 7 :0 verloren ging, dagegen das Rückspiel mit 1 : 0 gewonnen wurde. Für die Folgezeit benutzte man den Irrgarten und die Klosterwiese zu den weiteren Spielen.
Ein Jahr später erfolgte die Anmeldung zum westdeutschen Spielverband mit der Einteilung zum Bezirk Kassel. Herr Karl Pauly, der nachmalige Vorsitzende des 1. Sportvereins Borussia Fulda, welcher von Hanau nach Fulda gekommen war, übernahm dann die Leitung des Vereins. Seiner verdienstvollen Tätigkeit ist es besonders zu verdanken, daß innerhalb kurzer Zeit Borussia einen mächtigen Aufschwung nahm. Nicht nur war er der Förderer der Fußballsache, sondern auch der Leichtathletik. 1905 der dritten Spielklasse zugeteilt, wurde im darauffolgenden Jahre die Gruppenmeisterschaft erkämpft, worauf der Aufstieg zur zweiten und ersten Klasse im Jahre 1908 erfolgte. Unterdessen war die Mitgliederzahl auf 91, darunter 70 aktive und 21 passive, und 15 Zöglingen angewachsen. Der erstumzäumte Sportplatz wurde noch im Jahre 1907 „am Wallweg" errichtet. Im Spieljahr 1907-08 fanden 42 Spiele statt, wovon 30 gewonnen und 12 verloren wurden. Die kommenden drei Jahre galten ausschließlicher Ausbildung der Fußballmannschaften, die sich einem eifrigen Training unterzogen, und besonders auch die Leichtathletik pflegten. Tie Früchte blieben nicht aus. Das Jahr 1911 brachte die ersten Meisterehren. Im 9. Bezirk des westdeutschen Spielverbandes wurde Borussia Meister und vertrat diesen an den Endspielen um die westdeutsche Meisterschaft. Beim ersten Spiel in der Vorrunde schlug Borussia den Meister des 8. Bezirks, „Iahn Siegen" mit 2 :0. In der Zwischenrunde unterlag die Fuldaer Mannschaft gegen Olympia Osnabrück. Ein (Elfmeter war ausschlaggebend in diesem Spiel, das 3 :2 für Osnabrück endete. Diefe erste Meistermannschaft bestand aus den Spielern: Hahner, Schmidt, Huck, Keppler, Hüttenmüller, Knips, Freund, Schad, Wicke, van den Bergh, Staubach, Burschel, Henninger. Auch im Jahre 1911 wurde im August beim Rhönturnfèst der Wasserkuppenpokal errungen, nachdem er im Jahre 1908 und 1909 von Hanau 93 und Hanau 94 in Besitz gebracht worden war. 1912 und 1913 sah Borussia wieder als Sieger um den Wasserkuppenpokal und ging daher nach dreimaligem Ge-
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gab es auch schon vor dem Kriege in der Leichtathletik. Die im Schloßgarten abgehaltenen nationalen Spiele, die in mehreren Jahren ihre Wiederholung fanden, hatten bei der Fuldaer Bevölkerung große Sympathien. Besonders eine größere Anzahl Schüler des Lehrerseminars waren ausgezeichnete Läufer, die bei den Staffeln ausgezeichnetes leisteten. Gelaufen wurde dabei um das Rondell des Schloß- gartens. 1910 wies die Startliste eine Teilnehmerzahl von 72 auf, 1911 stieg sie auf 112 und 1913 waren es sogar 180. Eine ganze Reihe von Ehrenpreisen wurden auch außerhalb errungen, besonders bei den Veranstaltungen des Kasseler Fußballvereins. Dieselben sind noch heute im Klubhaus aufbewahrt und bilden eine stete Erinnerung an die heißen Kämpfe. Die innige Zusammenarbeit zwischen Borussia einerseits, den hiesigen Turnvereinen sowie dem Feldartillerie-Regiment Nr. 47 andererseits, konnte dabei festgestellt werden.
Der Sportplatz am Wallweg mußte im Jahre 1913 aufgegeben werden. Bei Regenweter stand er meist unter Wasser, was zur Folge hatte, daß die Durchführung der Spiele mehr als einmal in Frage stand. Noch im selben Jahre wurde nach dem Sportplatz Neuenberg umgezogen. Der neue Platz lag direkt hinter der Schultheisschen Wirtschaft. Die erhöhte Nordfeite patzte wie geschaffen für die Tribüne. Aber auch dieser Platz erwies sich in der ferneren Zeit als zu klein. — Vor Kriegsausbruch war die Mitgliederzahl auf 205 gestiegen.
Als der Krieg im Jahre 1914 ausbrach, stand Borussia gerade in höchster Blüte. Besondere Verdienste um dieses Emporblühen des Vereins hatten sich in diesen 10 Jahren intensiver Vereinsarbeit erworben die Herren Pauly, Lüderitz, Zirkenbach, Jäger, Hüttenmütter, Helmke und Schindewolf. Ueber 200 Mitglieder zogen in den Weltkrieg. Einige junge Leute hatten von 1914 bis 1919 den Spielbetrieb offen gehalten. Als nach Kriegsende die alten Führer wieder ihre Plätze einnahmen, waren es vorerst nur 67 Vereinsangehörige, die 1919 mit dem Aufbau des Vereins begannen. Nach kaum sechs Monaten waren wieder 400 Sportbegeisterte zusammen und 1920 konnten nahezu 600 Mitglieder gezählt werden, dank der unermüdlichen Schaffensfreudigkeit von Lüderitz und Jäger. Schindewolf stand dem Spielausschutz vor. Er brachte es fertig, eine ganze Anzahl namhafter Gegner zu Freundschaftsspielen' nach Fulda zu verpflichten. Die erste Mannschaft Vorussias gewann immer mehr an Spielstärke, das kam deutlich bei den Spielen gegen die Meistermannschaften vom Fußballklub Freiburg mit dem 1 :0-Sieg und dem 1:1-Resultat gegen Viktoria Berlin zum Ausdruck. Schon im Jahre 1920 stand die führende Fuldaer Mannschaft bei den Verbandsspielen an 2. Stelle. In den nächstfolgenden Jahren wurde das Spielniveau besonders gehoben durch die ungarischen Spieler Fenichel und Reiner.
Im Jahre 1922 wurde der Bau des Sportplatzes in der Johannisau in Angriff genommen und am 3. Juni 1923 £^1^ Qr^^lZ^^..^ ^ "t _ _-< * — ^"^' Air , >, *- • "
schönen Anlage hatten Ehrenvorsitzender Pauly, Staubach, Jäger, Helmke, Otterbein, Licht und Israel. Später ging der gesamte Sportplatz in den Besitz des Vereins über.
Auch in den ersten Nachkriegsjahren hat die Leichtathletik des Vereins auf einer hohen Stufe gestanden, welches ein besonderes Verdienst von Malkmus und te Laie war. Leider wurde durch die unselige Trennung von Turnen und Sport, die sogenannte reinliche Scheidung, auch,die Leichtathletik-Abteilung der Borussia auseinandergerillen.
Eine Hockey-Abteilung unter der Leitung von Weber unb Malkmus hatte auch einige Jahre recht achtbare Erfolge zu üCTßcicfyrtcn.
Der Kraftsportklub Germania löste sich als felbftänb'^r Verein auf und trat als Bereinsabteilung Borussia bei. u Schwerathleten sowohl wie die Ringer haben überall, wo! kämpften, die Farben Borussias in würdiger Weise betreten.
Seit 1931 hat Borussia in spielerischer Beziehung gewaltigen Aufschwung genommen. In diesem Safire u es in Göttingen zum Entscheidungsspiel in der Erup? ; Meisterschaft des Bezirks Hessen-Hannover, wo Sport W 5 :0 geschlagen wurde. 1932 Bezirksmeister von M Hannover mit 92 :17 Toren und 5 Punkten Vottpruncs - den Entscheidungsspielen um die westdeutsche Meister würde Schwarz-Weiß Barmen in Elberfeld 2 :1 und 3 Sülz in Kassel 2 - 0 geschlagen. Beim Schlußspiel um westdeutsche Meisterschaft verlor Borussia gegen deni jährigen deutschen Meister Schalke mit 5 :1. Als Zw , westdeutscher Vertreter nahm dann Borussia an den spielen um die deutsche Meisterschaft teil. In der IWJ derselben wurde in Fürth gegen den 1. FC. Nürnberg Spiel 2 : 5 verloren. 1933 wurde abermals die D ö - Meisterschaft von Hessen-Hannover erzielt. In "^Lübeiin folgenden Qualifikationsspiel verlor Fortmiaâvri ' in Kassel 5 :1. Das weitere Spiel in Düsseldors ». Fortuna-Düsseldorf, dem nachmaligen deutschen ging zugunsten von Fortuna-Düsseldorf mit 2:1 f ,n selben aus. 1934 errang Borussia die zum ersten > . jß vergebende Nordhessen-M eisterschaft mit 29 MA Toren. In den darauf folgenden Gruppenspielen 0 - - ^ gegen den 1. FC. Nürnberg, Sportklub ^res Ctn, Wacker Halle nahm dann Borussia den 3. JabeUenpi' ^ nach je einem unentschiedenen Spiel gegen Nurn Dresden. »chunM,
Ein besonderes Verdienst um den enormen die den Borussia in den letzten vier Jahren n?$nb ^iftu Mreinsführer Kaiser und Fischer, ferner die ner Lange, Wohlgemuth und Jäger, die Tranier und Kugler. Ferner die Spieler Hetzberger seu n - 'g(r(tj[er 1928, Pletsch 1930, Hammerl, Leugers, Buchner, seit 1931. sâende Spie-
Tie Ehrentafel der früheren Jahre weist w g ^tten/ ler auf: Michel, Hahner, Schmitt, Gebr. ’ 'Kohl- müller, Freund, Schad, Toni Enders, 3°b " '