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Zum Nachdenken.

Die Milchprodukt! o n hat sich in Deutschland in den letzten zehn Jahren um etwa 400 Liter auf 2300 Liter pro Kuh iin Durchschnitt gesteigert. Wir haben heute eine Jahresproduktion von rund 23 Milliarden Liter. Davon werden rund 5 Milliarden in den land wirtschaftlichen Betrieben verwandt, 18 Milliarden werden dem Markt zugeführt. Der Wert dieser 18 Milliarden Liter Milch ist höher als der der ganzen jährlichen deut­schen Stein- und Braunkohlenproduktion.

Während die Buttereinfuhr 1928 noch 134 000 Tonnen betrug, brauchten 1933 infolge der steigenden deutschen Eigenerzeugung nur noch etwa 55 000 Tonnen eingeführt zu werden, so daß wir auch auf diesem Gebiet vom Ausland mehr und mehr unabhängig werden.

Der Städter in Deutschland verbraucht heute höch­stens Vs Liter Milch täglich gegen Vs Liter vor dem Kriege. Die Amerikaner verbrauchen dagegen pro Kopf und Tag bis 1 Liter, obwohl der Milchpreis dort höher ist als in Deutschland. Der hohe Nährwert der Milch ist bekannt; 1 Liter Vollmilch enthält mehr Nähreinheiten als 1 Pfund Rindfleisch oder so viel wie 9 Eier.

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Generalstreik in Spanien.

Der Madrider Generalstreik hat ' auf zahlreiche Städte der Provinz übergegriffen. In ganz Katalonien ist der Generalstreik in vollem Gange. In Sevilla und Barcelona ist es zu schweren Ausschreitungen und Zu­sammenstößen gekommen. Die telephonischen Ver­bindungen find zum größten Teil gestört.

Besonders ernste Formen hat der Generalstreik in A st u r i e n angenommen, wo die Grubenarbeiter allerlei Gewaltakte verübten. U. a. wurden mehrere Überfälle von Syndikalisten aus Polizeipo st en durchgeführt, wobei mehrere Polizisten getötet und schwer verwundet wurden. Auch Arbeiter wurden erschossen.

Die Regierung hat, nachdem die ernsten Nachrichten aus Asturien cingctroffen sind, den Kriegszustand über diese Provinz verhängt.

Wie verlautet, sind mehrere Flugzeug­geschwader von Madrid aus dorthin abgegangen. In Eibar (Asturien) stürmten die Marxisten eine Waffen­fabrik. In Valladolid überfiel eine marxistische Bande eine Polizeikaserne, wobei zwei Offiziere getötet wurden.

Das erste Steinzeitskelett in niedersächsischem Soden gefunden.

Die Ausgrabungen auf der altberühmten Königs­pfalz Werla bei Goslar führten unlängst zur Auf­deckung des Skeletts eines Hockermenschen, das zur Untersuchung dem Provinzialmuseum in Han­nover übergeben wurde. Die genaue Zeitbestim­mung des Skeletts erfolgte dort durch eine an sich sehr unscheinbare Beigabe, nämlich durch eine zwischen rechtem Arm und Brust gefundene beinerne sogenannte Krückennadel. Sie hat einen krückenartigen Kopf, dessen beide Enden in kleine Scheibchen ausgehen, eine Form, die nur in dänischen Steingräbern der j ü n g e r e n Steinzeit oder in gleichaltrigen schweizerischen Pfahl­bauten vorkommt und in die Zeit um 2000 v. Chr. gehört. Bei dem Fund handelt es sich also um das erste auf niedersächsischem Boden geborgene Stein­zeitskelett.

Belgischer Dampfer uniergegangen.

Neun Mann der Besatzung errunken.

An der holländischen K ü st e ist der belgische DampferCharles Jose" aus Antwerpen, etwa vier Seemeilen von dem FeuerschiffHaaks" entfernt, unter­gegangen. Neun Mann der Besatzung kamen ums Leben. Das Schiff war auf See manövrierunfähig ge­worden. Die Besatzung gab von etwa 20 Uhr bis gegen Mitternacht

andauernd Notsignale mit roten Leuchtraketen.

Darauf liefen aus Helder ein Motorrettungsboot und ein Schleppdampfer zur Hilfeleistung aus. Bevor sie aber die große Entfernung zur Unfallstelle zurückgelegt hatten, war das belgische Schiff bereits in den Wellen verschwunden, so daß sie am frühen Morgen un­verrichteter Sache zurückkehren mußten. Nur ein Mann konnte gerettet werden. Er wurde von einem Ret­tungsboot des deutschen DampfersWildenfels" von der Hansa-Linie Bremen aufgefischt.

Das Allerneuste

Kurze drahtlose Meldungen.

Neumünster. Beim Brunnenbau kamen zwei Arbeiter, die in den Brunnenschacht gestiegen waren, durch Ein­atmen giftiger Gase ums Leben.

Lemberg. Vier Lagerhäuser einer polnischen Petroleum­gesellschaft in Borislaw sind durch Erotzfeuer völlig zerstört worden.

Kempten. Während noch am Donnerstag sommerliche Hitze herrschte, ging gestern die Temperatur bis auf 5 Grad zurück. In den Bergen ist bis 1600 m herab Schnee gefallen.

London. Bei einer Versammlung der englischen Schwarz­hemden in Plymouth kam es gestern abend zu schweren Zusammenstößen. 20 Personen wurden verletzt.

Paris. LautMatin" ist die französisch-spanische Grenze geschlossen worden.

Hongkong. Der britische 7000-tons-FrachtdampferCity of Cambridge" ist auf den Patras-Klippen gestrandet.

Berlin. Nach einer Vereinbarung des Arbeitsführers Staatssekretär Hierl mit dem Stabsleiter der PO. Dr. Ley hat zukünftig der Führernachwuchs für die PO. erst die Schule des Arbeitsdienstes zu durchlaufen.

Landhilfe, Landjahr, Lehrjahr?

Fragen um eine Erziehungsmah- nahme des Staates.

In diesen Tagen ist so manches aufklärende Wort über das, was dâsL a n d j a h r" ist und will, ge­schrieben und gesprochen worden, dennoch aber wollen die Fragen nicht verstummen. Die einen sehen in ihm eine andere Art der von der Reichsjugendführung und der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen­versicherung" durchgeführtenL a n d h i l f e" und die anderen kommen mit der Frage, ob nicht die Kinder, die als eben Schulentlassene, also alsLandjahrpflichtige" zum Landjahr eingezogen sind, infolge der Ableistuua ihrer Laudjahrpflicht und infolge des dadurch späteren Einrückens in Lehrstellen eines Erwerbsjahres verlustig gehen. Beides Fragen, die verraten, daß über das Land­jahr noch erhebliche Unklarheiten bestehen.

Die letzte Frage fei zuerst beantwortet. Ostern 1933 verließen insgesamt 600 000 Jungen und Mädchen die Volksschule, 1934 dagegen die doppelte Anzahl, da nach den geburtenschwachen Jahrgängen der Kriegszeit in diesem Jahre der erste geburtenstarke Jahrgang der Nach­kriegsjahre die Schule verließ. Diese große Zahl von 1 200 000 Jugendlichen erhöhte sich noch um rund 40 000 Abiturienten und Abiturientinnen und um weitere 50 000 junge Menschen, die vorzeitig die höheren Lehranstalten verließen. 1 300 000 Jungen und Mädchen warteten also darauf, eine berufliche Ausbildung irgendwelcher Art be­ginnen zu können. Und der nationalsozialistische Staal machte das schier unmöglich Scheinende möglich: trotz des plötzlichen Zuflusses von Jugendlichen auf dem Arbeits­markt konnte der weitaus größte Teil in Lehr- oder Ar­beitsstellen vermittelt werden. Von denen aber, denen weder eine Lehr- noch eine Arbeitsstelle vermittelt wer­den konnte, wurde der erbbiologisch gesunde Teil zur Ab­leistung des Landjahres eingezogen, jene eben schulent­lassenen Vierzehnjährigen, die sonst zwischen den Hinter­höfen der Großstädte oder den verrußten Mauern der Jn- dustrieorte einem jungen Dasein der Nutzlosigkeit, der Un­tätigkeit anheim-gefallen wären. Die Kinder erwerbslosei Väter wurden bei der Auswahl noch bevorzugt.

Damit dürfte die Frage, ob das Landjahr nicht dem Verlust eines Erwcrbsjahres gleichkäme, beantwortet fein.

Das Landjahr stellt sich im übrigen nicht als eine wirtschaftspolitische Angelegenheit dar, sondern als eine Erziehungsmaßnahme des Staates für die Jugend, deren Eltern nicht den Geldbeutel haben, um ihr einen längeren, ununterbrochenen Aufenthalt in bet gesunden Luft auf dem Lande angedeihen zu lassen, fern von allen schädlichen Einflüssen dèr Grobstadtatmosphäre.

Hebers Maul gefahren.

Die Saar-Abstimmungskommission weist inter­nationale Hetzer zurecht.

Die Abstimmungskommission für das Saargebiet gibt bekannt:Im vorigen Monat wurde das Saargebiet von einer Untersuchungskommission desW e l 1 h i l f s - komitees für die Opfer des Hiller- Faschismus" besucht. Dieses Komitee hat darüber eine Pressemitteilung gemacht, in der unter dem Buch­staben C folgendes als festgestellt bezeichnet wird:das Bestehen der sehr weitverbreiteten Überzeugung, daß die bevorstehende Abstimmung weder geheim noch frei sein werde, einer Überzeugung, welche die Unter­suchungskommission während ihrer Besprechungen zur Kenntnis der Mitglieder der Abstimmungskommission brachte."

Hierzu bemerkt die Abstimmungskommission: Die Untcrsuchungskommission unter dem Vorsitz des Lord Marley hat in der Tat obige Behauptung zur Kenntnis der Abstimmungskommission gebracht. Leider gibt die Untersuchungskommission n i ch t wieder, was die Abstim­mungskommission darauf geantwortet hat, nämlich daß es ihr u n b e k a n n t ist, ob besagte Überzeugung wirklich verbreitet ist, daß aber die Abstimmungskommission in jedem Falle unbedingt gewährtet st en kann, daß die Abstimmung geheim sein wird und damit der Freiheit auch am besten gedient ist. Die Abstimmungs­kommission hat der Untersuchungskommission auch be- kanntgegeben, aus welche Weise das Geheimnis der Ab­stimmung unbedingt gewährleistet werden wird."

Man sollte meinen, die Volksabstimmung im Saar- gebiet ginge außer den Nächstbeteiligten, also die Saar­länder und die Deutschen äußerstenfalls noch die Franzosen niemanden in der Welt etwas an, am allerwenigsten irgendwelche hergelaufenen Leute, die sich unter einem lächerlichen Titel alsUntersuchungs- kommission" aufspielen, wie seinerzeit im Prozeß gegen die Reichstagsbrandstifter. Die Abfuhr, die diese dumm­dreisten Weltapostel von der Saar-Abstimmungs­kommission bekamen, ist denn auch deutlich genug. Würde

Ein Abgeordneter vom Senegal im französischen Parlament.

In das französische Parlament hat ein Regerabgeordneter leinen Einzug gehalten: Galandu Deons, der Unter­staatssekretär für Kolonien.

Keine Broimehlsireckung nötig.

Gegenüber Nachrichten von einem angeblich kommenden Brotgesetz" ist daraus hinzuweisen, daß es sich lediglich um Vorbereitungen des Reichsnährstandes für die Schaffung von Güteklassen für Brot, also um Standardisierungs­bestrebungen, handelt. Im Zusammenhang damit stehen di»- aus Kreisen des Bäckergewerbes lautgewordenen Wünsche verschiedene Brotivven au schaffen. Die vorbereitenden Ar­

Landjayr heißt: achtmonatige zuchtvolle schaftserziehung der schulentlassenen vierzehuiäv,.; Jungen und Mädchen in getrennten Jungem^? Mädchenheimen entsprechend der verschiedenartigen « ziehungsaufgaben, die der Nationalsozialismus, beiden Geschlechtern stellt. " J

Neben den Heimleitern (oder Heimlei: erinneni ms ihren Helfern (oder Helferinnen) ist hier im Landis auch der Bauer Führer der Jugend zu Volk und Nicht umLandhilf e" zu leisten, marschieren die jahrpflichtigen für einige Vormittagsstunden Bauernhöfen in der Nähe der Landjahrheime könnten sie schon groß helfen! Sondern um dort im Land anlegen die deutsche Erde, den Boden, die Scholl?tät,> zu erleben. Denn im Landjahr heißt lehren, nickn nur über die Dinge sprechen, sondern zur Welt, insbcsondcr zur bäuerlichen, lebendigen, lebendige Beziehungen ver­stellen. Eng hat sich die Landjahrjugend auf diese Weile mitihren" Bauern zusammengelebt, nicht nur durch b gemeinsame Arbeit, sondern ebenso sehr durch gemeinsame Feste. Viele von den Landjahrpflichtigen wollen schon heute, wie aus ihren Briefen an die Eltern hervorgeh, auf dem Lande bleiben oder nach kurzem Besuch daheim' wenn am 15. Dezember das Landjahr beendet ist, wieder auf das Land zurückkehren.

Aber die wenigen Vormittagsstunden beim Bauer» erschöpfen den reichen, vollen Arbeitstag in den Land­jahrheimen nicht. Nach der Rückkehr zum gemeinsame» Mittagessen im Heim und nach der anschließenden Ruhe­stunde, die Pflicht ist, beginnen Sport und Spiel. Erst der Spätnachmittag sieht die S ch u lu n g sstunde» vor, in denen das tägliche Wirken seine geistige Aus­weitung durch die Erzieher erfährt. Deutsche Geschichte Heimat- unb Volkskunde, Rasse- und Vererbungslehre werden hier nicht zum Lehrstoff, sondern zu lcbens- notwendigen Erkenntnissen, die dem einzelnen die eigene Schicksals- und Blutverbundenheit mit der Gesamtheit unseres Volkes zutiefst bewußt machen. Auch die elemen­taren Kenntnisse im Schreiben und Rechnen werden, den Erfordernissen des praktischen Lebens gemäß, im Zu­sammenhang mit der Heimbewirtschaftung aufgefrischt.

Damit dürfte auch klargestellt sein, daß es sich beim Landjahr nicht um eine Art Landhilfe han­deln kann.

Die disziplinierte, körperlich und seelisch gekrästigte Landjahrjugend wird das sei schließlich erwähnt schon jetzt durch die zuständige Behörde als bestquaüsi- zierte Lehr- und Jungarbeiterschaft zur Einstellung ab 1. Januar 1935 empfohlen und bereits mit Vorliebe von Industrie, Handwerk und Handel anaekordert.

die Abstimmungsrommission nicht im Gegensatz zu dem englischen Saarpräsidenten Knox so großen Wert aus strengste Neutralität legen, so hätte sie jener unbefugteil Untersuchungskommission" sicher etwas davon erzählt, wie die Abstimmung schon jetzt durch Herrn Knox selbst, durch seine französischen Hintermänner und durch die kommunistisch-separatistischen Emigrautenklüngel beein­flußt werden soll.

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Wien veröffentlichtBraunbuch".

Keine Überraschungen. Ohne Beweiswert.

Die österreichische Regierung hat in dem Augenblick, in dem der Sonderbeauftragte des Führers und Reichs kanzlers, von Papen, in Wien wieder eingetroffen ist und die amtlichen Geschäfte übernommen hat, ein so­genanntes Braunbuch herausgegeben, in dem |ie sich mit den Vorgängen vom 25. Juli beschäftigt.

Das Braunbuch enthält keinerlei Über­raschungen. Es berichtet über eine Reihe von Vor­gängen, die zum Teil schon widerlegt sind, enthält w teilungen, gegen welche die deutsche Regierung bereits amtlich Stellung genommen hat, ohne daß es der OF- reichischen Regierung möglich gewesen wäre, die deuM Beweise zu widerlegen. Man versucht, eine ® V Deutschlands an den Vorgängen des 25. MN ° konstruieren. Die meisten Behauptungen des Buche-1 frei erfunden.

Es ist bezeichnend, daß die österreichische Regier » sich selbst eine Art Zensur erteilt, wenn sie, oder W 8 der Verfasser, der Propagandakommissar Adams, , klärt, daß eine lückenlose Darstellung der Ereigmist ,, möglich sei", weil man überkein vollstanvtz M a t e r i a l verfüge".

Unter diesen Umständen hat das psterm M Braunbuch natürlich weder für die diplomatischen r noch für die breitere Öffentlichkeit irgendwelchen -»e wert.

beiten des Reichsnährstandes sind noch nicht abgesÄ" Um irrigen Auslegungen von vornherein vorzuveu« ' . betont, daß die Schaffung von Güteklassen für Brot m i , nahmen früherer Jahre, etwa mit dem Kriegsbrol, u 6je Weise und keiner Beziehung etwas zu tun haben. , Tatsache, daß dem Brotmebl vom 15. Oktober ab kel ^ toffelmehl mehr betgemischt wird, bew i- Deutschland es nicht nötig hat, sein Brotmehl zu uw

Gaar-Winterhilfswerk. ^

Die enge Verflechtung zwischen Saar und Reich '"^ttt- immer stärker bemerkbar, je mehr der Wiederaufbau u (inl schaft im Reich fortschreitet! Das Reich hat MM ^^Pro- ersten halben Jahr des lausenden Jahres wertmav 0 nOnt> 3 ent mehr saarländischer Waren a men als im selben Zeitabschnitt des Vorjahres! fotnitlen

Saar und Reich gehören auch nnrtfdjaftM J n Mi Dies wollen wir uns besonders vor Angen hatte .

die 100 Blatt des eben erschienenen Saar-Abs!It j^l kalenders durchblättern! Der Absttmmungsrm scr heut den Anteil der saarländischen Gütcrerzeugungen schon Warenproduktion. Der Kalender ist vom er i fließ Blatt außerordentlich aufschlußreich, und sein Re ' ausschließlich dem Winterhilfswerk an der Saar 3 Grlvcrt Jeder deutsche Volksgenosse soll daher dnrM ^ dem dieses Kalenders sein Saaropfer bringen, ME

scheu Arbeitsraum soll der Kalender am 5- E .,., Pru- Der Kalender ist zu haben in jeder Buchhan 1,00 Mark.