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Ä'%» ^O G Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg

Lieferungsbehinderung durchHöhere Ge« / v v

aKÄW m WS2 Zul-a- und Kaunetal Zul-aer Kreisblatt

id Friedrich Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt«

l-riftletter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königstr. 42. Re-aktion UN- Geschäftsstelle: Köni-straße 42 Zrrnsprech-Fnfthiuß Nr. 248»

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Nr. 221 1934

Fulda, Freitag, 21. September

11. Jahrgang

Die Straßen Adolf Hitlers.

Sie Reichsautobahnen und ihre Aufgaben.

Gcneralinspektor Dr. Todt vor der Deutschen Gesellschaft für Bauwesen.

Die süddeutschen Bezirksgruppen der Reichsgemein­schaft der technisch-wissenschaftlichen Arbeit veranstalteten aus Anlaß der Hauptversammlung der Deutschen Gesell­schaft für Bauwesen in München eine Kundgebung unter dem ThemaDas dentsche Verkehrsproblem und seine Lösung". Nach Begrüßungsworten von Obcrbandirektor Beblo sprach der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr.-Jng. Fritz Todt, überDie Reichsautobahnen und ihre Aufgaben".

Die Reichsautobahnen so führte der Redner». a. nu§ _ haben materielle und ideelle Aufgaben. Zunächst ist der Reichsautobahnbau eine

Aufgabe des Straßenbaues.

Um diese zu verdeutlichen, ist ein Rückblick auf die bis­herige Entwicklung des Straßenbaues notwendig. Der bisherige Ausbauzustand unserer Straßen war bedingt durch die politischen Verhältnisse staatliche Zer­rissenheit und die Art des Verkehrs (Pferdefuhrwerk). Der Einbruch des Kraftwagens brachte neue Forde­rungen. Es begann zunächst ein

Wettlauf zwischen Straßenbau und Fahrzeug, bei dem zwischen 1926 und 1932 eine Summe von 3,5 Milliarden Mark, also rund ebensoviel als für die Reichsautobahnen vorgesehen ist, ausgegeben wurde, bei dem aber der Straßenbau trotzdem der Entwicklung des Kraftwagens nicht folgen konnte, weil man sich auf den Ausbau vorhandener Straßen beschränkte. Das national­sozialistische Deutschland beschritt einen neuen Weg da­durch, daß es dem Kraftwagen seine eigenen Straßen schuf, und ihm damit die Möglichkeit eröffnete, seine «äbigleiten im Wettbewerb mit anderen Verkehrsmitteln voll zu entfalten. Die zweite Aufgabe der Reichsauto­bahnen ist somit eine verkehrspolitische. In erster Linie sollen sie die technischen Vorbedingungen für eine

Verlagerung des Personen- und Güterverkehrs schaffen. Die Eisenbahn bleibt überlegen für jede Art von Massenverkehr, sie behält immer ihre Bedeutung, doch gilt es bei der künftigen Gestaltung des deutschen Verkehrswesens, der technischen Entwicklung des Kraft­wagens zum Nutzen der Nation Rechnung zu tragen. Zu den verkehrspolitischen Aufgaben der Reichsauto- bahncn gehört die zunehmende

Aufschließung des flachen Landes

68 000 deutsche Gemeinden sind ohne Bahnanschluß) und die Annäherung von Stadt und Land mit dem Ziel, die Bodenständigkeit des in der Industrie tätigen Bevölke­rungsteiles zu fördern. Die dritte Aufgabe der Reichs- autobahncn ist arbeitspolitisch. Sie sind

Spanien im Alarmzustand.

Riesige Waffenfunde. Land- Itratzen durch Zivilgarde besetzt.

.ric spanische Regierung befaßt sich gegen- rilg mit Maßnahmen zur Verhinderung revolu» o n a r e r E r h e b u n g e n. Die Vorkehrungen erfolgen I wrund der Entdeckung, daß die spanischen Sozialisten andere Linksradikale sich im Laufe der letzten Mo« ne mit großen Beständen von Waffen und u J111" versehen haben. Diese Entdeckung war As,, Dennis verschiedener Waffenfunde der letzten Tage.

.wurde sogar vor dem Universitätsgcbäude in ,ctn m** Waffen voll beladener Lastwagen be- ^nagnahmt.

wist.^speruilg ist davon überzeugt, daß die Extre- hn .ssen sämtlicher kriegsmäßiger Gattungen n 1 ">cht nur Revolver, Gewehre und Maschinen- ben, sondern auch Flammenwerfer, Geschütze mit "forderlichen Granatenvvrrat, Tränengas« und

}. Giftgasbomben.

erklärt wurde, haben die amtlichen Unter« idjoii " außerdem ergeben, daß die Sozialisten, wie o b c v 1 denchtel, einen vollständigen Plan für die Er- V . odrids ausgearbeitet haben.

Piening hat ungeordnet, daß sämtliche Land- Mvbe ^wissen Abständen von Patrouillen der Zivil- ^aslwa^« 4 Serben. Sie sollen alle vorüberkommenden suchen/ ' "ad Autos auf Waffen und Munition durch-

*

die spanischen Marxisten Evolution vorbereiien.

Rag, ^ ^"nenministerium macht Enthüllungen. giftet Ern^" Stillschweigen gab der spanische Jnnen- J®U8te ntWaen zu den Gerüchten über revolu- ttttriebe in Spanien ab. Aus seinen H " Letzt hervor, daß die Polizei in Madrid

die größte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme

aus lange Sicht: eine Beschäftigung von rund 100 000 Arbeitern auf den Baustellen und 150 000 Arbeitern in der Lieferindustrie wird sechs bis sieben Jahre anhalten. Dabei ist der Straßenbau nur ein Teilgebiet des großen Motorisierungsprogramms der Reichs­regierung, dessen Durchführung auch in der Kraftfahr­zeug- und Treibstoffindustrie für viele Tausende von Volksgenossen neue Arbeitsgelegenheit schafft. Ebenso wichtig wie diese materiellen Aufgaben sind

die ideellen Aufgaben der Reichsautobahnen. Sie sind das erste große technische Werk, das nach einheitlichem Grundplan und in einem Zug über das ganze Reichsgebiet ausgeführt wird. Damit werden sie zum Symbol der von der national­sozialistischen Bewegung erkämpften Reichseinheit und erziehen den deutschen Techniker und Wirtschaftler dazu, bei der Lösung aller Einzelausgaben von der Grund- einstellung auf ein großes Gesamtziel auszugehen.

Die Rcichsautobahuen sind auch die erste große Auf­gabe, die der Führer gestellt hat. Diese Tatsache ver­pflichtet. Sie sollen das erste Werk bleiben, nicht nur zeitlich, sondern auch in der Art der Durchführung, in der Gestaltung und Formgebung, würdig, den Ehrennamen zu führe«:D i e S t r a ß e n Adolf Hitler s."

*

Dr. Goebbels empfängt die Teilnehmer am Straßenbauwngreß.

Im Anschluß an die Schlußsitzung des Internatio­nalen Straßenkongresses hatte der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels zu einem Tee-Empfang im Park des Charlotten­burger Schlosses gebeten. Sämtliche Kongreßteil­nehmer hatten der Einladung Folge geleistet. In dem herrlichen Park versammelte sich an dem wunderbaren, Spätsommerabend eine Gesellschaft von fast 1000 Köpfen, die sich aus 55 Nationen zusammensetzte.

Reichsminister Dr. Goebbels erklärte, daß er die ehrenvolle Aufgabe, die Kongreßteilnehmer im Namen der Reichsregierung zu begrüßen, um so lieber erfülle, als er wisse, daß in ihnen Vertreter aus fast allen Ländern der Erde nach Deutschland gekommen seien. Sie, so führte der Minister aus, haben Gelegenheit gehabt, Land und Leute kennenzulernen und auf einem Spezialgebiet die großen Aufgaben, die das junge Deutschland sich gestellt hat, zu studieren. Ich glaube nicht, daß Sie dabei zu dem Ein­druck gekommen sind, daß das Deutsche Reich und Volk Revanche- oder Kriegsgelüste hegen; ich glaube, daß Sie im Gegenteil sich durch Augenschein davon überzeugen konnten, daß alle Deutschen den Frieden wollen und die Absicht haben, in Ehren und Fleiß ihrer Arbeit nachzugehen. Ich hoffe, daß Sie mit großen Ein­drücken unser Land und Volk verlassen.

in der Wohnung eines ehemaligen sozialdemokratischen Abgeordneten eine Werkstätte zur Herstellung v o n Bomben sowie 90 Kilogramm Dynamit gefunden hat. Untersuchungen förderten u. a Aufzeichnungen und Pläne ans Tageslicht, die deutlich die Arbeitsweise der Marxisten erkennen lassen. Die Revolution sollte am hellen Tage ausbrechen. Bombenanschläge sollten in den belebten Straßen Madrids eine Panik unter der Bevölkerung Hervorrufen. Die vom Revolu- tionsausschuß herausgegebenen Befehle für die marxisti­schen Mordbrenner ordneten an, daß die nur unter Schwie­rigkeiten einzunchmenden

öffentlichen Gebäude wie das Kricgsmiuisterium, das Verlehrsmiilistcriuin, die Polizeidirektion usw. einfach

in die Luft zu sprengen seien. Sämtliche uniformierten Personen in Kasernen usw. seien zu er m o r d c n. Am Abend des Revolutionstages sollten die Verhafteten vom Revo- lutionsgericht verurteilt und hingerichtet werden.

Die spanische Regierung glaubt, den geplanten Staatsstreich der Marxisten verhüten und der revolutio­nären Bewegung Herr werden zu können.

Oer Führer bei der Beisetzung Bechsteins.

Auf dem Sophienfriedhof im Norden Berlins wurde der Seniorchef der weltbekannten Pianofortefabrik C. Bechstein A.-G., Edwin Bechstein, unter großer Anteil­nahme zu Grabe getragen. Der Verstorbene gehörte z n den ersten Kämpfe r n für ein neues Deutschland. Für ihn war der Nationalsozialismus eine Herzenssache, die er stets in die Tat nmzusetzen wußte. Diese national­sozialistische Tat wußte ihm heute der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler zu danken, der dem stillen, opferbereiten Kämpfer für die nationalsozialistische Bewegung die letzte Ehre erwies. Der Führer ließ einen g r o ß e n K r a n z aus meisten Chrysanthemen und Lilien niederlegen mit der Inschrift:In treuer Freund­schaft Adolf Hitler". Nach Verlassen des Friedhofes stattete der Führer der Gattin des Verstorbenen einen Beileidsbesuch ab,

Heimkehr aus das Land.

Umsiedlung des Großstadtkindes.

Es gibt in Deutschland eine Oase, in der die Jn- dustrieentwicklung der letzten Jahrzehnte es nicht ver­mocht hat, die Menschen, die ihr dienen, aus der natür­lichen Verbundenheit zu der Heimat, zu Wald und Feld, zu Blut und Boden herauszureißen: das ist die Gegend von Württemberg und Baden. In­dustrie, Landwirtschaft, Gartenbau und Weinbau sind hier eine Verbindung eingegangen, die nicht nur die Bevölkerung krisenfest gegen Wirtschafts­katastrophen machte, sondern anch die ungesunde Stadt­entwicklung, wie sie in den übrigen Jndustriereviercn Deutschlands einsetzte, erst gar nicht oder doch nur in ver­schwindend kleinem Umfang aufkommen ließ. Soviel steht heute fest: Die Fabrikstädte Norddeutschlands, Sach­sens, Oberschlesiens wurden mit ihren Häusermeeren Zwingburgen des deutschen Menschen, die ihn abschnitten vom Boden der Heimat und ihm jede natürliche Verbindung zum Lande nahmen.

Wie die Wachstumszahlen unserer Städte zeigen, war nur die Generation unserer Väter und Mütter wenigstens noch auf dem Lande geboren und aufgewachsen und erst mit 17 bis 20 Jahren in die Stadt gezogen. Es war also noch ein Wissen um das Land und seine Be­völkerung bei ihnen vorhanden, das aus dem Erlebnis stammte und so fest gewurzelt war, daß alle Unterminier« arbeit der roten Internationale diese Wurzel nicht aus­zureißen vermochte.

Der Krieg hat das bewiesen. Wo war am 2. August 1914 und in den nachfolgenden schweren Kriegs­jahren der Spalt zwischen Stadt und Land, zwischen Bauer und Städter? Nur in den Gehirnen der Volks­verhetzer! i ,

Was hier noch das Erlebnis einer auf dem Lande aufgewachsenen Stadtbevölkerung zu überbrücken ver­mochte, mußte aber in den nächsten Generationen zum Verhängnis werden, die nur noch den Asphalt der Groß­städte kannten und das Land nur vom Spazierengehen. Seit der Jahrhundertwende waren unsere Stadtkinder in Verhältnisse gedrängt worden, aus denen wie Reichs minister 91 u st es einmal sagte deutsche Männer und Frauen nur noch bei größter Willensstärke herauswachsev können, da sie in der Großstadtatmosphäre einfach nicht mehr die Gelegenheit haben, unter natürlichen Bedin­gungen mit dem Boden der Heimat groß zu werden.

Hier mußte wiedergutgemacht werden, was ver­gangene Jahrzehnte gesündigt haben. Mit Schulaus­flügen und Ferienverschickungen mar hier nichts getan das Kind mußte der Großstadtatmosphäre für längere Zeil entrissen und in gesunden Boden verpflanzt werden. Es mußte aufs Land in eine Gemeinschaftserziehung gebracht merben, die ihm das Erlebnis des Landes und seiner Menschen als ein endgültiges, das eigene Denken und Tun Gestaltendes gewinnen läßt. So entstand die Idee der Landerziehung in Landjahrheimen , in denen die Kinder nicht in die natürlichen Gegebenheiten unseres Daseins H i n e i n u n t e r r i ch t e t werden, son beim in denen sie sich in dicsc Gegebenheiten durch tätiges Schaffen selbst hineinleben!

Mit 22 000 Kindern hat Preußen im April 1934 das erste Probejahr begonnen, und der Erfolg, bc<- jetzt nach fünf Monaten sichtbar zutage tritt, übertrifft alle Er­wartungen. . .

Aus verkümmerten Asphaltmettschen, bte oft schon vom Klaffenhaß infiziert waren, sind frohe, natür­liche Menschenkinder geworden, die sich in die Heimat eingelebt haben und nichts mehr von jenem an geblichen Gegensatz zwischen Städtern und Bauern wissen, den die demagogischen Volksverführer dem Arbeiter einzubleuen versuchten.

Als Beispiel für die S ch u l u n g s ine i s c des Landjahres seien einige wenige genannt. So werden jeder Dienst und jede Arbeit eingclcitet burdi ein ge­schlossenes Antreten und damit durch ein innerliches und äußerliches Versammeln der Gemeinschaft. Der Anmarsch und Abmarsch geschieht ebenfalls in geschlossenen Ab­teilungen. Auch hierdurch wird sich der einzelne bewußt, daß alles durch und für die Gemeinschaft geschieht.

Die Mädchen bewirtschaften ihre Heime selbst und tragen reihum in Gruppen die Verantwortung ihr die Verpflegung und sparsame Wirtschaftsführung. Die Ein­haltung der Dienstordnung, Sauberkeit und Pünkiliwkeil in dcr'Wirtschast sind dabei selbstverständliche Pflichten, neben deren Erfüllung die nationalpolitische «chulung einhergeht. Überhaupt müssen es die Heimleiter und Leiterinnen verstehen, den Kindern bei jeder notivetu wen Arbeit zugleich auch deren Bedeutung für die Gemein schaft bewußt zu machen.

Anch Geschichte, Heimat- und Volkskunde, Werk .arbeit und Feiertagsgestaltung werden den Kindern nicht gelehrt, um ihnen Wissen,chast und Kcuntnlye bei Zubringen, sondern um ihrer Volks- und gemeln- s ch a f t s b i l d c n d e n Kraft willen. Lehren heißt im Land jähr nicht, über die Dinge sprechen, jondern zur Welt lebendige Beziehungen herstellen. ~ er Lehrer ist hier der Führer zum Erleben von Heimat und Volk.

Eine besonders wichtige Aufgabe erwachst der Land iahrerzichung in der Vermittlung der V c r e r b u n g s lehre und der Stärkung des R a s s e b c w ußt, ci n s. Bei der Verbundenheit des Landjahrheims mit dem Tor, nnb seinen Bauern läßt sich hier unter verständiger Leitung ganz von selbst allmählich in die tiefere Bluls und Schicksalsvcrbundcnheit der Dorfgemeinschaft hinein führen, um von hier aus wieder über Versippung, Geschlechterfolge, Berufsgliederung,Ausdrucksformen nach Sprache, Überlieferung und Brauchtum den W-g tu