Einzelbild herunterladen
 

M-aer MnZeiger

e*CS »5 L Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg MtL^^äLri«

Lieferungsbehinderung durchHöhere Ee- ' ' v ^ Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung &ÄW SS, ^LW §ul-a- UN- Haunetal Zul-aer Krsisblatt säs? aw«S Friedrich Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt- v ZV auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwort!, für den

Mleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Königftr. 42. Ksüaktion und Geschäftsstelle: KönisstraKe 42 Zernfprech-Fnpchluß Nr. -HK- Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbachs.

Ak, 209 1934

Fulda, Freitag, 7. September

11. Jahrgang «MEELMS

Der Tag des Arbeitsdienstes.

52000 Arbeitsdienstmânner vor Adolf Hitler.

in ter Führung von Staatssekretär Hierl. Der dritte Tag des Neichsparteitages 1934 war dem lationalsozialistischcn Arbeitsdienst Vorbehalten, der mit V00 Mann in einem großen Zeltlager in Langwasser Quartier bezogen hatte.

Nach dem Einmarsch in die Zeppelinwiese ertönt das KommandoArbeitsdienst, stillaestanden! Spaten über!

Der Führer spricht aus der Kulturtagung des Rcichspartcètagcs.

Ein eindrucksvolles ' ®ilb von Ver Kultur l a gung ^ Reichsparleitages während der Rede des Führers.

Achtung! Die Augen links!" Heilruse künden schon von «eine die Ankunft des F ü h r e r s an, der nun in Beglei- M des Reichsinnenministers Frick und seiner Adjutanten Euer und Schaub aus den Platz fährt. Als der Führer ^ ?» Rednertribüne eintrifft, meldet ihm der Reichs- "Mttsführer Hierl:52 000 Arbeitsmänner zum 'W augetreten!" Der Führer grüßt:Heil Arbeits- Aner!" Donnernd schallt die Antwort aus 52 000 Heil, mein Führer!"

.. Die Lehrabteilungen marschieren vor der Führer- , """schuf. Fanfaren und Trommeln ertönen, Lands- ^t^üèder klingen ans, Sprecher und Sprechchor bringen 111 tzübrer das Gelöbnis des Arbeitsdienstes, der aus A Zutschen Gauen hier zusautwenkam Während die ° Mn sich senken, gehen die feierlichen Worte des Ge- chlenè an die Gefallenen aus dem Weltkrieg und der Regung über das Feld.

^, ch'chsarbeitssührer Staatssekretär Hierl sprach einem Dank an den Führer davon, daß zur i UT Stunde im ganzen Reich in mehr als tausend | bet« . 3ern 180 küM Arbeiismäuner den Tag von Nürn- I Erlebten. Er sprach von Geist und Wesen des 3o 7tenfteë und schloß mit einem Treuebekenntnis Hitler.

. Der Führer

h)orteV,m m*t einem herzlichen Händedruck und ant- r a. folgendes:

vor ^""Parteigenosse Hierl! Das Werk, das ich hier diesx a, ist, ich weiß es, I h r Werk. Den Dank für Hatten " Arbeit wird die ganze deutsche Nation ab- beteinn ^?" ÖCT Segen und die Früchte dieser Arbeit »blühen.

"" dem "p 'i^deitsmänner! Zum ersten Male nehmt ihr D-Mschi.^uciiag der uationalsozialistischen Bewegung °" das r '»l Was ich gestern in der Proklamation seine tc ""ü Polk verkünden ließ, erfährt durch euch ®3it . "'"bige Verkörperung.

die Nationalsozialisten deshalb, weil wir land "esihen, sondern wir wollen, daß Deutsch- uonalsozialistisch wird, weil seine Söhne Und j^ . . Nationalsozialisten sind!

^n "Ubcrcâ Nationalsozialisten deshalb, weil ihr i?bt, so^lppenbekenntni- aus ein Programm abgelegt Mein P^ ' "'eil ihr innerlich euch bemühen wollt, nach Das hin«0?11} ru leben und nach ihm zu handel n. M ist bic J.b^fem Programm aber seinen tiefsten Sinn , "s> im x19 einer wahrhaften Volksgemei n » ^"st den m,1. Glaube an sie. Und dazu ist es nötig, ^ui öfr Arbeit herausArftellhn gegenüber

dem nur maminonistischen Denken, eigensüchtigen Zwecken und eigensüchtiger Absicht.

Durch eure Schule wird die ganze Nation gehen! lAnhaltende Beifallskundgebungen.) Die Zeit wird kommen, da kein Deutscher hineinwachsen kann in die Gemeinschaft dieses Volkes, der nicht z u e r st durch eure Gemeinschaft gegangen ist. (Brausender Beifall und stürmische Heil-Ruse.) Wir wollen nicht Sozialisten der Theorie sein, sondern als wahrhafte Nationalsozialisten auch dieses Problem wahrhaftig anfassen und wahrhaftig lösen. Und dieses große Werk wird gelingen, weil hinter ihm nicht nur die Weltanschauung einer Deutschland be­herrschenden Bewegung, sondern weil hinter ihm unser Wille steht! (Neue Beifallsstürme.)

So wie ihr in stolzer Ergebenheit diesem Deutschland Dienst tut, wird heute Deutschland in stolzer Freude an euch seine Söhne marschieren sehen! Heil!" (Minuten­lange Beifallsstürme der begeisterten Massen.)

Mit erhobener Rechten singen die Zehntausende das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied, während der Führer in seinen Wagen steigt, um durch das große Spalier zurückzufahren in die Stadt.

*

Der Vorbeimarsch in der Giadt.

Nach Beendigung des Appells des Arbeitsdienstes auf der Zeppelinwiese, als sich die 52 000 Arbeitsdienst- männer zum Marsch in die Stadt in Bewegung setzten, wurden die Zufahrtstraßen zum Adolf-Hitler-Platz vollständig abgeriegelt Ein immer mächtiger anichw ei­lendes Brausen, Rufen und Jubeln künde: das Eintreffen des Führers an, der zunächst die Mitglieder der Reichsleitung des Arbeitsdienstes und dann die Ober­gruppenführer und Gruppenführer der SA begrüßt. Als er sich der Ehrentribüne zuwendet und allen weithin sicht­bar wird, braust erneut der Jubel los, der kein Ende nehmen will, während, der Führer zunächst die Reichs- und Staatsminister, die Staatssekretäre, die Generalität der Reichswehr und der Polizei, den Reichsbischof, den Abt Schachleitner und endlich auch die Angehörigen der für die deutsche Freiheit in den Tod gegangenen Kämpfer begrüßt. Um 1.30 Uhr kommen die vier Spielmanns- und Musik­züge des Arbeitsdienstes die Straße herauf und schwenken stramm vor den Tribünen ein Hinter ihnen folgt der Reichsarbeitsführer Hierl und die Reichsleitung vor den ersten Fahnen. und dann liebt mit geschultertem Spaten oder .Hacke in vier Gruppen zu je zwölf Arbeitsmann eine endlöse Kolonne vorüber.

Brausender Jubel empfängt die prächtig braun­gebrannten Gestalten in ihren schmucken erdbraunen Uniformen, mit einem frischen Eichenbruch an den schutenförmigen Mützen oder Blumensträußen an der Brust und am Koppel. Die ganze Straße ist, soweit das Auge reicht, beherrscht von den marschierenden Kolonnen aus 30 Gauen

des deutschen Vaterlandes. So zieht mehr als 2Vs Stun­den lang Arbeitsgau auf Arbeitsgau im Gleichschritt vorüber. Unermüdlich grüßt der Führer die stolzen Fahnen des Arbeitsdienstes, dankt er den 52 000 jungen Menschen, die erstmals aus einem Parteitag ihren Führer aus nächster Nähe sehen dürfen.

*

Adolf Killer trägt das Ironttämpferttenz.

Der Reichsminister des Innern, Dr. Frick, hat in Nürnberg den Führer und Reichskanzler Adolf Hit- l e r gebeten, das vom verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg gestiftete F r o n t k ä m p f e r k r e u z anzu­legen. Reichsminister Dr. Frick überreichte dem Führer das Frontkämpferkreuz unter gleichzeitiger Übergabe des folgenden Schreibens:Mein Führer! Als der von dein verewigten Reichspräsidenten G e n c r a l f e l d mar­sch a l l von Hindenburg mit der Durchführung seiner Verordnung über die Stiftung eines Ebrenkreuzes beauftragte Reichsminister bitte ich Sic, als Front­kämpfer des Weltkrieges das von ihm gestiftete Front- kämpfcrkrcuz anlegen zu wollen."

Der Führer und Reichskanzler erklärte sich zur An­nahme des Frontkörnpferlreuzes bereit.

*

Die Ausländsdeutschen entsandten die ZugerMührer nach Nürnberg.

Eine große Anzahl Jugendführer aus Dem Aus­lande ist der Einladung der HJ.. am Reithsparteitag teilzunehmen, gefolgt. So sind u a Jngendsührer aus Ungarn, der Schweiz D ä n e in a r k Eng­land, der Türkei und von Ubersee aus S ü d w e st afrika , Chile. Brasilien und Ä r g e n t i n i e n in Nürnberg eingetroffen. Der Leitet der Auslands- organiianon der NSDAP. Gauleiter Bohle, und der Frankeuführer Streicher begrüßten die jungen Ausländs­deutschen und verabschiedeten i7 Hitlerjungen aus der Türkei, die nach einer dreimonatigen Deutschlandsabri ihre Heimreise am Donnerstag angetreten haben. Aus den Gesprächen mit den Jugendführern aus den ver­schiedenen Ländern geht hervor, daß sich die deutsche Jugendbewegung im Auslande überall in stetem Wachsen befindet.

Die Vusèandspresse über Nürnberg.

Die austândische Presse hat sich in dem Maße für den Reichsparteitag interessiert, wie es einem Ereignis von dieser Bedeutung zukommt. Fast alle großen Zeitungen der Welt haben Sonderberichterstatter nach Nürnberg ent sandt, die in ausführlichen Berichten und Stimmungsbildern erzählen. Unverkennbar können sich auch diejenigen, die das Wesen des neuen Deutschland noch immer nicht begriffen haben oder begreifen wollen, den wahrhaft imponierenden und erhebenden Eindrücken in Nürnberg nicht verschließen. Aber der Niederschlag, den diese Eindrücke in ihren Berichten finden, entspricht nur teilweise der Wirklichkeit. Auch bei dieser Gelegenheit finden sich wieder Presievertreter, die noch dem Irrwahn leben, daß sie ihrem Lande oder ihren Lesern einen Dienst erweisen, wenn sie die Tage von Nürnberg von einem Vorurteil aus betrachten oder den dort überall sicht­baren großartigen Ausdruck einer einzigartigen Bo!??- Gemeinschaft falsch auslcgrn.

So finden sich in Pariser Blättern zwar anerkennende Worte für die mustergültige Ordnung, die Disziplin und den Organisationsgelst des Reichsvarleiiaaes. Aber wenn z. B

Die Zeltstadt des Reichspartcitages.

Zur Unterbringung der Magen, die von Den verschiedenen Organisationen der gartet PL., SA., SS und Arbeits­dienst, nach Nürnberg entsandt werden, ist in Nürnberg- Langwasser eine Seit stabt aufgebaut worden Drei riesige Tore, getdnnücfi von überlebensgroßen ^Aaowt!» düngen von Arbeitsdienstmännern, bilden Die Eingänge zu dieser Stadt.

derFigaro" von einerallgemeinen Mobilmachung fast aller kämpferischen Kräfte" schreite Die seift mm Nachdenken aup fordere Dann unicrlegi das bekannte Scharkmacherblatt hier dem Wori stämpicriich" ganz bcwiißl den völlig falschen S'.nu des Kriegerischen^ Die große Proklamation deS Führers und Reichskanzlers nimmt bisher Den größten Raum tn Der französischen Berickncrstamina ein DasJournal" nennt uc

sehr geschickt, sehr vernünftig und sehr gemäßigt im Ton"

und das .Petit Journal" unterstreicht Den Willen zur An­näherung an Frankreich Aber verschiedenen Blättern kann man cs natürlich nie recht macken, und sie stellen stetem Vin. Näherungswillen Dcuiscktnnds Den Austritt aus Dem Zolker- bunD unk Die Forderung nach tatsächlicher (91 e i m - vereckligung gegenüber: ia man kann sogar Den nun schon reichlick albernen Satz lesen:Es ist nicht unser gehler wenn Deutschland bisher Nickis ge>an Hal. um lernen guten Willen zu beweisens*

Die LondonerTimes" hat aus der Proklamation De*.- Führers nichts anderes zu entnehmen gewußt. a?S daß er bett Fanatikern. Die die Erfolgs-Möglichkeiten Der o-ewalt- anwenduna für unbegrenzt hielten eine Zureckmvenung erteilt* habe Wenn das alles ist. was der Bèrickter, tatter dieses BlatteS in sich ausgenommen hat. Dann tu er ein Anfänger ober für seinen Beruf ungeeignet Deutgegemwer schreibt Die sonst wirklich nicht deutschfreundliche ..Mormng- post". der Parteikongreß sei

die tatsächliche Bereinigung der Nation,

die eckte Nationalversammlung .

In Warschau schreibt die halbamtliche Gazeta 'poMa der vorjährige Parteitag sei eine Kundgebung Der trium­phierenden Revolution gewesen. Der diesjährige zeige ne völlige Beherrschung des Staates.

AusWerSttatvsphârenballon verbraM

Vor dem Aufstieg zu einem neuen

H ö d e n f l u g.

Auf dem Flugplan von Moskau ging der russische StratosphärenballonUSTR.", der gerade d.c letzten Vor- bcrcitunqcn zu einem neuen Höhenflug in Die _ trum sphârc traf aus noch nicht völlig geklarter Ursache plötzlich in Flammen aus und verbrannte vollständig

Während Der Ballon mit Wasser,toffgaSgefüLtwurde, schoß" plötzlich 'us der Hülle eine r i e s i g e S t i ch flamme cm .. die sofort den gesamten Ballon ver nichlete - Für die russische Luftfahrt ist Der Verlust öc* Stratosphärenballons um so schmerzlicher, als auch der anbere BallonSt rato fiat* nach Erreichung Der bisher höchsten Höhe von 22 000 Meter vernichtet wurde. Der jetzt verbrannte BallonUSSR " hatte im September vorigen Jahres eine Höhe von 1 7 900 Meter (also wesentlich mehr als Piccards Gondel) erreicht.