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Mitteilungen des städtischen Wohlfahrtsamtes.

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Stadl und Land

Weticrausßdiien für morgen:

Ueberwiegend trocken und zeitweise aufheiternd, tags­über wieder etwas wärmer.

* Fulda, den 31. August 1934.

Achtung! Nürnbergfahrer!

Ausschneiden und Aufheben!

Amtliche Bekanntmachung des Gau-Organisationsamts zur Fahrt zum Reichsparteitag.

1. Hinfahrt:

a) Zur letzten Vorbereitung der Fahrt, Prüfung des Dienstanzuges und der Ausrüstung, sowie zur Bekanntgabe letzter Anordnungen finden im Laufe dieser und zu Anfang nächster Woche Appelle der einzelnen Kreise statt, die wie folgt stattfnrden:

Sonntag, den 2. September, 9 Uhr norm., Witzenhausen, 15.00 Uhr in Rotenburg und Hersfeld, 18.00 Uhr in Fulda für die Kreise Fulda-Stadt und Fulda-Land und Hünfeld.

b) Die Sonderzüge fahren wie folgt:

Abfahrt: Zug H : Rotenburg 1.45 Uhr, Bebra 1.55 W, Hersfeld 2.19 Uhr, Hünfeld 2.52 Uhr, Fulda 3.18 Uhr, Arnberg an: 9.02 Uhr.

Die Teilnehmer am Reichsparteitag treten im großen ümstanzug mit Tornister, Zeltbahn, Decke, Kochgeschirr, Mlasche, Brotbeutel an.

Falls die Ausrüstungsgegenstände noch nicht ausgegeben ßnd, wird die Ausgabe bei den Appellen erfolgen.

2. Aufenthalt:

a) Bei ihrer Ankunft in Nürnberg werden die Sonder­züge empfangen durch den Gauleiter, die Cauamtsleiter und das Vorkommando des Gaues.

b) Tie Sonderzugteilnehmer mit Ausnahme der Frauen beten dann sofort an und marschieren geschlossen in die Quartiere. Die Frauen werden gleiâeitig zu ihren Pri- uatguartieren geführt.

c) Das Standquartier des Gaues, das Tag und Nacht besetzt ist, befindet sich in der Friedrichstr. 1, sbrnruf 52 987. Alle Anfragen, wichtige Nachrichten und Keldungen auch für Parteitagteilnehmer sind hierher zu richten.

. d) Volksfestkarten sind bereits ausgegeben, die Partei- ^gabzeichen werden bei der Ankunft im Gau-Standquartier Asgegeben.

Entfernung vom Quartier, Ausflüge in die Stadt usw. M nur mit Erlaubnis des Quartierführers gestattet. Der dapsenstreich ist unbedingt einzuhalten.

6) Vom Programm, das im klebrigen in der Presse be- lunntgegeben ist, kommt für die PO. in erster Linie fol- in Frage: Freitag, 7. September, 18 Uhr Appell der "mischen Leiter auf der Zeppelinwiese, ab 21 Uhr Fackel- U und Vorbeimarsch vor dem Führer beim Hauptbahnhof. ^onntag, 9. September, Spalierbilden der PO. beim Vor- damarich der SA. und SS.

. ^.Verpflegung. Alle Marschteilnehmer nehmen an der L e .en Verpflegung teil, die in diesem Jahre durch »^auleitung gestellt wird. Es wird gegeben: Morgens h fbe (Zubrot muß sich jeder selbst besorgen, fliegende Ver- . Imstande der Nürnberger Bäcker- und Metzgerinnung

Quartieren eingerichtet). Außerdem gibt es Lustiges Mittagessen. Für jede weitere Verpflegung leder Nürnbergfahrer sich selbst zu sorgen.

3. Heimfahrt:

$ Abschluß des Parteitages fahren die Sonder- 'gefolgt zurück:

ö n: Nürnberg ab 9.02 Uhr.

Anweisungen und Einzelheiten werden bei den bu von Fall zu Fall bekanntgegeben.

Gau-Organisationsamt.

^Dürnberg-Teilnehmer im Evangelischen Gemeindehaus. Rotzen ^Eag, 3. September, abends 8.30 Uhr, findet im immens ^es Evangelischen Gemeindehauses eine Zu- aller Teilnehmer am diesjährigen Reichs- ^intrit, » ®5 sollen an diesem Abend die Fahrkarten, Seoet» 5^ Sum Volksfest und die letzten Anweisungen werden. losez «mH ^er Wichtigkeit der Zusammenkunft wird rest- Sen fön.« lnc-n n^cr Teilnehmer erwartet; Entschuldigun- EN nicht entgegengenommen werden.

Berntungsstundc des Kreiswohlfahrtsamtes.

krapk/ . Beraturmsstunde für Nerven- und Gemüts- !ür den Stadt- und Landkreis Fulda am Her Nx1 > V September .1 934, 18 Uhr, im Zim- unentgeit^ Landratsamtes statt. Die Beratung ist

330r . Wer ist Eigentümer?

Tagen wurde in hiesiger Stadt ein Herren- Der Etoonm, ^Dürkopp" aufgefunden und sichergestellt. Verben ^es Fahrrades, der bisher nicht festgestellt £, wolle frch bet der Kriminalpolizei melden.

Ausgabe der Bezugsscheine für Haushaltsmargarine und

Vom Städtischen Wohlfahrtsanit werden wir um die Veröffentlichung folgenden Hinweises gebeten:

Die Ausgabe des obigen Bezugsscheines für die Monate September und Oktober 1934 erfolgt:

1. Für Kleinrentner mit der Auszahlung der Kleinrentnerunterstiitzung am Montag, den 3. Sept.

2. Für Sozialrentner, welche vom Wohlfahrts­amt Sozialrentnerunterstützung erhalten, am Mittwoch, den 5. September, Wohlfahrtsamt, Schalterraum.

3. Für Empfänger von Zusatzrente nach dem RVG. am Mittwoch, den 5. September, Wohlfahrtsanit, Schalterraum.

4. Für Wohlfahrtserwerbslose am Freitag, den 7.^September, mit der Auszahlung der Unterstützung.

5. Für Stadtarme der sieben Bezirke, Dienstag, den

4. Sept., von 812 Uhr, Wohlfahrtsamt, Schalterraum.

Die Unterstützungsempfänger der vorstehenden Grup­pen haben die Ausweiskarte vorzulegen.

6. Für die übrigen arbeitsunfähigen Rentenempfänger ber, Unfall-, Invaliden-, Angestellten- und knapp- schaftlichen Pensions-Versicherung sowie die Empfän­ger von Elternbeihilfe, welche vom Wohlfahrtsanit nicht als Sozialrentner betreut werden oder eine sonstige Unter­stützung erhalten.

7. Die Empfänger von Vorzugsrente nach dem Anleihe­ablösungsgesetz, ihre Ehefrauen und unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder, soweit noch nicht als Klein- oder Sozialrentner bereits die Fettkarte abgeholt worden ist.

8. Personen, deren Lohn- und sonstiges Einkommen den Richtsatz der öffentlichen Fürsorge nicht wesentlich übersteigt, ihre Ehefrauen und unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder. Nettolohnbefcheinigung unb Stammbuch und vor­zulegen.

Kinderreiche Familien mit drei (bei Witwen mit zwei) oder mehr unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder für jeden Elternteil und jedes unterhaltsberechtigts minderjährige Kind. Stammbuch ist vorzulegen.

Zu 7 bis 9: Die Bezugsberechtigung für die Ehefrau und die unterhaltsberechtigten minderjährigen Kinder setzt vor­aus, daß alle bezugsberechtigten Familienmitglieder in ge­meinsamem Haushalt leben.

Vorübergehende Verlegung der Berufsschule.

Die Berufsschule wurde vorübergehend vom Zieher- serweg nach der Stadtschule verlegt. Dadurch ist auch eine Aenderung des Fernsprechanschlusses erforderlich geworden. Ab 1. Sepember 1934 sind die Rufnummern: Gewerbliche Berufsschule (Schulleiter, Herr Feldmann) Nr. 2500, Kaufmännische Berufsschule (Schulleiter, Herr Dr. Frei) Nr. 2222.

Prüfung für Kindergärtnerinnen.

Die nächste Prüfung für die Aufnahme in Kindergärt- nerinnen-Seminare usw. findet in Frankfurt am 27. und 28. September statt. Die Prüfung berechtigt zur Aufnahme in Gärtnerinnen-, Hortnerinnen- und Vereinigte Sozial­pädagogische Seminare, in Wohlfahrtsschulen, in Fach­schulen für ländliche Haushaltspflegerinnen und ähnliche Anstalten. Ferner gilt sie als Nachweis der Schulbildung für die Zulassung zur Ausbildung als Privatmusiklehrer (Musiklehrerinnen).

Meldungen sind bis Mittwoch, den 12. September 1934, an die Schulabteilung des Oberpräsidenten in Kassel zu richten.

Wieder ein Radfahrer angefahren.

Heute morgen kam es in der Frankfurter Straße zu einem Verkehrsunfall, bei dem, wie in letzter Zeit häufiger, ein Radfahrer mit einem Kraftwagen zusammenstieß. Etwa um 7.30 Uhr passierte ein Aufbauschüler aus Rothe- mann auf dem Weg zur Schule mit seinem Fahrrad die Eckeam Kessel" und wurde von einem Personenkraftwagen angefahren, so daß er verletzt liegen blieb. Die Schuldfrage wurde bisher noch nicht einwandfrei geklärt.

Einstellung der Oberweser-Schiffahrt.

Der Personenschifsahrts-Verkehr auf der Oberweser wird bereits am 2. September d. I. eingestellt werden. Am 3. September findet lediglich noch eine Talfahrt von Carls­hafen nach Hameln statt. Der Verkehr zwischen Hann.- Münden und Carlshafen wurde bereits vor einigen Tagen eingestellt.

Kassel, 30. Aug. (Ein 17jährigcr brennt mit 4 0 0 RM. dur ch.) Ein bei einer hiesigen Speditions­firma beschäftigter 17jähriger Lehrling ist seit Montag mit 400 RM. verschwunden. Er hatte den Auftrag bekommen, die Frachtgebühren bei der Reichsbahn einzuzahlen. Er ist dort jedoch überhaupt nicht erschienen, sondern hat es vor­gezogen, mit dem Geld zu flüchten. In einer Woche zwölf Fahrräder gestohlen. In Kassel ist das Fahrradstehlen jetzt geradezu zu einer Landplage gewor­den. So wurden in der vergangenen Woche wieder 11 Herren- und 1 Damenfahrrad bei der Polizei als gestohlen! gemeldet. Immer wieder Gasvergiftungen. Die Ehefrau eines Gastwirtes wurde in ihrer Küche auf einem Stuhle sitzend, mit einer schweren Gasvergiftung auf­gefunden. In "einem Anfall von Schwäche hatte sich die Frau auf den Gasherd gestützt und dabei den Gashahn ge­öffnet. Die Wiederbelebungsversuche hatten nach einiger Zeit Erfolg.

Wetzlar, 30. Aug. (V onherab st ürz enden Erd­massen getötet.) In der Ziegelei Volk ereignete sich gestern ein tödlicher Unfall. Der Neffe des Ziegeleibesitzers, der 24jährige Paul Spiekel aus Klüt bei Detmold, war mit Erdarbeiten beschäftigt. Dabei stieß er plötzlich auf eine 4 Meter hohe Lehmwand, wahrscheinlich eine Stelle, die die Auffüllung eines alten Stollens ist. Trotz der Warnun­gen seines Mitarbeiters arbeitete Spiekel weiter. Plötzlich brach die Wand in ihrer ganzcy Höhe herab und schleuderte den Mann auf eine hinter ihm stehende Lore. Der Schädel wurde völlig zertrümmert. Außerdem erlitt der Verun­glückte schwere Verletzungen am Leib. Der Tod trat auf der Stelle ein.

Werdorf, 30. Aug. (B eim Pflügen v on Wespen angefalle n.) Ein nicht alltäglicher Unfall ereignete sich hier. Beim Pflügen stieß ein hiesiger Landwirt auf ein Wespennest. Die wütenden Tiere stürzten sich auf den Mann und richteten ihn so übel her, daß er sich in ärztliche Behand­lung begeben mußte.

Werdorf, 30. Aug. (V o in Heuboden in die Tenne gestürzt.) Beim Grummetablaven in seiner Scheune stürzte der Landwirt Keiner so unglücklich vom Boden in die Tenne herab, daß er mit mehreren Rippen­brüchen ins Krankenhaus nach Ehringshausen gebracht werden mußte.

des Reichs-Verbilligungsscheines für Speisefette.

10. Die Anstalten der öffentlichen und der freien Wohl­fahrtspflege für die in ihnen in geschloßener Fürsorge untergebrachten Personen, bei denen die sonstigen Voraus­setzungen für den Bezug des Reichsverbilligungsscheines nach den vorstehenden Bestimmungen erfüllt sind (hierzu gehören auch die auf Grund des Reichsjugendwohlfahrts­gesetzes in Anstalten untergebrachten Fürsorgezögliüge).

11. Anstalten und Einrichtungen der öffentlichen und der freien Wohlfahrtspflege, die in halboffener oder offener Fürsorge Minderbemittelte (im Sinne der vorstehenden Be­stimmungen) beköstigen, jedoch nur für den vierten Teil der von ihnen beköstigten Personen.

Zu 10 und 11: Die Zahl der an die Anstalten oder Ein­richtungen au^ugebenden Reichsverbilligungsscheine rich­tet sich nach der Belegung oder Inanspruchnahme dieser Ein­richtungen z. Z. der Ausgabe des Verbilligungsscheines. Aus besonderen Gründen kann auch die durchschnittliche Be­legung oder Inanspruchnahme im vorhergehenden Monat als Maßstab zugrunde gelegt werden.

Auch Rentenempfängern und Kinderreichen wird der Reichsverbilligungsschein nicht zugebilligt, wenn bei ihnen eine wirtschaftliche Notlage nicht anerkannt werden kann. In den neuen Richtlinien ist nochmals darauf hingewiesen, daß die Reichsverbilligungsscheine nur für Waren, die für sie gelten und nur beim Kauf der vorgeschriebenen Mengen in Zahlung genommen werden dürfen. Verkaufsstellen, die gegen diese Bestimmungen verstoßen, können als Vezugs- stellen für verbilligte Speisefette ausgeschlossen werden.

Donnerstag, den 6. September, von 8- 12 Uhr, für die vorstehenden Gruppen Rathaus, Zimmer 13, Schalter­raum.

Die Rentenempfänger haben den letzten Rentenbescheid sowie die Rentenstammkarten vorzulegen. 'Nachzügler kön­nen nicht berücksichtigt werden. Wer obige Zeit nicht ein­hält, kann keinen Anspruch mehr auf die verbilligte Karte erhalten. Im übrigen kommen die bereits bekannt gege­benen Bestimmungen zur Anwendung.

Alles Weitere ist aus dem Bezugsschein zu ersehen.

Gießen, 29. Aug. (Gauturnfest Nord-Hessen 1935 in Gießen.) Von der zuständigen Stelle der Deutschen Turnerschaft wurden die Gießener Turnerschaft und die Stadt Gießen mit der Durchführung des Turnfestes des Gaues Nordhesisn im Jahre 1935 beauftragt. Die Gießener Turnerschaft hat diese Aufgabe übernommen, so daß das Turnfest im nächsten Jahr in Gießen stattfinden wird. Nach der Neuordnung der Deutschen Turnerschrft hat ein Cauturnfest die Bedeutung der früheren Kreis­turnfeste.

Worms, 30. Aug. (Die Fähre bei Rheindürk­heim abgerissen/) Gestern nachmittag erlebten die auf der Fähre bei Rheindürkheim befindlichen Fahrgäste einen aufregenden Vorfall. Mitten während der Ueber- fahrt auf dem freien Rhein riß die Führe ab und trieb stromab davon. Den Bemühungen des Fährmannes ge­lang es jedoch, ein Unglück zu vermeiden und durch geschick­tes Ankersetzen die Fähre aus dem Strom zu legen. Wäh­rend der Wiederherstellungsarbeiten wird der Verkehr durch ein Boot aufrechterhalten.

Grünstadt (Pfalz), 29. Aug. (Verhängnisvolle Verwechslung. Landarbeiter von einem Jäger erschossen.) Am Mittwoch früh bei Tages­anbruch ereignete sich in der Gemarkung der Gemeinde Carlsberg ein tödlicher Jagdunfall. Der verheiratete land­wirtschaftliche Arbeiter Josef Wolf wurde von dem in Hert­lingshausen wohnhaften Georg Noll, der sich auf der Jagd befand, durch einen Schuß tödlich getroffen. Noll spürte schon seit einigen Tagen einem in der Nähe des Unfall­ortes wechselnden Wildschwein nach. Als nun heute früh gegen 545 Uhr der Arbeiter Wolf in die Wiesen gehen wollte, um mit dem Mähen zu beginnen, glaubte Noll, das Wildschwein vor dem Gewehr zu haben; da es noch nichr taghell war, hatte der unglückliche Schütze auch keine genaue Sicht. Wolf sank sofort tödlich getroffen nieder. Eine Ee- richtskommission aus Grünstadt weilte am Unglücksort und nahm den Tatbestand auf.

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

Politische Leiter!

Heute, Freitag, abends 8 Uhr, Antreten derjenigen poli­tischen Leiter, die als Marschteilnehmer zum Reichspartei­tag 1934 gemeldet sind. Die Marschteilnehmer treten abends 8 Uhr am Heinrich-von-Dibra-Platz im großen Dienstanzug mit Tornister zum Appell an. Der Dienst für die übrigen Politischen Leiter fällt heute abend aus.

Morgen, Sonnabend, 1. September, nachmittags 5 Uhr, Antreten sämtlicher Politischen Leiter am Heinrich-von- Bibra-Platz im großen Dienstanzug. Besichtigung mit an­schließendem Uebungsmarsch mit Musik.

Kreisleiter Stadtkreis Fulda.

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