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Iulöaer Anzeiger

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S» T>Ä$ Zulöa- und Haunetal-Sul-aer Kreisbla« SS» arsACTS brud- Friedrich Ehrenklau, Lauterbach/H. Haupt- v V auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwort!, für den

hhnftleiter: Friedr. Ehrenklau, Fulda, Konigstr. 42. Neüaktivn und Geschäftsstelle: Könisstraste 42 Zernfprech-Ansihluß Nr. 2989 Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.

Nr. 197 1934

Fulda, Freitag, 24. August

11. Jahrgang

Parteitag der Nation

Ali ASm-erg nach Amberg.

NSK. Von Nürnberg nach Nürnberg . . ., das spricht lick leicht Und doch umschließt dieser Begriff ein I a h r - A n t schwersten Kampfes, eine Zeit größten selbst- laleiten Opfers und heißester Hingabe an ein Volk.

Im Januar 1 9 23 hielt die NSDAP, in München

Dcr Führer bei bett Vorarbeiten zum Reichspartcitag. Auf unserem Bilde besichtigt der Führer die Aufmarsch- Pläne für den Parteitag im Luitpoldhain in Nürnberg; neben ihm der Chef des Stabes, Lutze, und Leni Riefenstahl.

ihren ersten großen öffentlichen Parteitag ab. Im Schneegestöber eines Wintermorgens standen dort auf dem Marsfelde die Zehntausende aus Bayern und aus dem Reich zum grossen Appell versammelt; zum Appell, der da bewies, daß sich hier die Trägerin eines neuen Geistes an- ichickte zu einem Kampf um die Nation, dessen Ziel uns bekannt, von dessen Ausmaßen und Opfern wir uns jedoch damals noch nichts träumen ließen. Der Führer sprach zu uns, die SA, erhielt ihre e r st e n Standarten.

Monate später dann marschierten die braunen Bataillone damals zwar noch in Windjacken in Nürnberg auf, zum ersten Deutschen Tag. Mit den Trigen nationalen Verbänden und den Frontkämpfer- "lganisationen demonstrierten sic nach außen die Macht erwachenden Nationalismus, während in internen Bhandlungen der Führer, im sogenannten Kampfbund, A Einigung zustande kam, von der man erwartete, daß M Auswirkungen damals schon die Wende in Deutsch- W herbeiführen sollten.

. Aber wie den Kämpfern auf der Straße in Nürnberg A Mob entgegentrat (feiner der Teilnehmer an jenen AM kam, sofern er in den Außenvierteln Nürnbergs im quartier lag, unbelästigt nach Hause, unb mancher hörte blauen Bohnen pfeifen, mancher marschierte am Sonn- A At verbundenen Gliedern im Zuge), so waren and LAWter, die damals mit Adolf Hitler den Bund AWn, noch nicht reif für das große Ziel. Dem Tage .».Bündnisses folgte der Tag des Verrates, dessen letzte ^Artungen jenes Blutbad au der Feldherrnhalle, am j'A^nber 1923, und der Zusammenbruch der Bewegung Niu^rrat und Zusammenbruch... Der Keim wurde in - uwerg 1923 gelegt. Aber nicht nur dazu, sondern auch großen Geschehen, das zehn Jahre später als das r von Nürnberg die Welt aufhorchen ließ. Denn Zellte der Führer, nach der Überwindung der Krise, 'W 1923 im Gefolge hatte, sich los von allen Bindungen, und die NSDAP, nahm allein iniitpf auf um Deutschlands Befreiung.

30 Krönung dieses Kampfes aber war der 1933 und das Fest des Sieges, der erste N ü r i nn^ der Machtübernahme, der Parteitag 1 933. Das Wunder von Nürnberg, der reich» des Sieges! Hier verband sich die traditions Weü» v T deutsche Vergangenheit, dokumentiert im AitfA'uA Swdt, bezeugt von der Schönheit rind mit dl>>i,^!^rer Bauten, verwurzelt in ihrer Geschichte, Steter Leiste ans dem Geschehen, dessen Träger die dun« o,^v, Bewegung wären, und in dieser Verbin- Jahre. 1 rbc ""^gelöscht die Schmach der vergangenen

soWunder von Nürnberg wuchs uns denn Siege J."N Sticht Nürnberg neue Kraft, und die 1 der Nationalsozialismus, im darüber ver-

slossenen Jahre, an seine Fahnen heften konnte, bewies diese Kraft.

Und nun wird die NSDAP., werden die Männer der braunen Armee, die politischen Soldaten des National­sozialismus, wieder in Nürnberg aufmarschieren. Dieser Parteitag des Jahres 1934 folgt dem Siege vom 19. August 1934. Der Führer der Bewegung, der'Kanzler des Reiches, ist jetzt der alleinige Lenker der Geschicke der Nation geworden. Nun wird Deutschland in Nürn­berg marschieren, das geeinte Deutschland wird seinem alleinigen Führer huldigen und dem Parteitage des Sieges folgt damit der Parteitag der Nation.

P. E. R.

*

Das Programm des Reichsparteitage-.

Der Reichspartcitag beginnt am Dienstag, 4. Septem­ber, mittags, mit einem Empfang der Austandspresfevertreler durch den Auslandspressechef der NSDAP., Dr. Häuf­st a e n g l, in der Ehrenhallc des Germanischen Museums. Nachmittags empfängt der Reichspressechef Dr. Dietrich alle in Nürnberg anwesenden Pressevertreter im Kultur­vereinshaus. Am Abend wird der Parteitag durch die Glocken sämtlicher Kirchen Nürnbergs eingeläutet, worauf ein Empfang der Spitzen von Partei und Staat tm Rathaussaal erfolgn Hier wird der Führer eine Ansprache halten.

Mittwoch, 5.

Mittwoch. 5. September, vormittags, findet die feierliche Eröffnung des Parteikongresses in der Luitpoldhalle statt. Abends spricht der Führer auf der Kulturtaguna der NSDAP, im Apollotheater.

Donnerstag, 6. Septenlber, Appell des nationalsozialistischen Arbeitsdienstes auf der Zeppclinwiese. Es spricht der Führer. Am frühen Nachmittag erfolgt ein etwa zweistündiger Vorbei­marsch des nationalsozialistischen Arbeitsdienstes vor dem Führer am Adols-Hitler-Platz. Am späteren Nachmittag Fort­setzung des Partcikongrcsses.

Freitag, 7. September, vormittags, Fortsetzung des Partei­kongresses. Nachmittags Taaunacn der RS.-Krieasovterver-

Lahme Ausflüchte der Saarregierung

Knox muh die deutschen Beschwer­den als begründet anerkennen.

Die Regicrungskommifsion des Saargebietes hat an das Auswärtige Amt in Berlin folgende Note gerichtet:

Die Regierungskommission des Saargebietes beehrt sich, dem Auswärtigen Amt den Empfang der V e r b a l. note II S. G. 1880 vom 14. August 1934 zu bestätigen, welche sich mit der mißbräuchlichen Ausdrucksweise be­faßt, die sich einige im Saargebiet erscheinende Zeitun­gen beim Ableben des Herrn Reichspräsidenten, General­feldmarschalls von Hindenburg, zuschulden kommen ließen.

Die Regierungskommission, welche in gleichem Maße wie die deutsche Regierung diese Exzesse mißbilligt, hatte nicht verfehlt, sich mit denselben bereits vor Erhalt der Verbalnote zu beschäftigen. Bei Erörterung der zu er­greifenden Maßregeln stellte sie mit Bedauern fest, daß keine Gesetzesbestimmung zur Unterdrückung schimpf­licher Angriffe gegen verstorbene Staatsmänner vor­handen

ist. Diese Fälle unterliegen allein dein Urteil des An­stands und der öffentlichen Meinung. Somit vermochte die Regierungskommission nur die Ausdrucksweise, die anläßlich dieses traurigen Ereignisses von einigen Zei­tungen des Gebietes geführt wurde, ebensosehr zu be- klagen wie diejenige anderer Zeitungen bei der Ermor­dung des österreichischen Bundeskanzlers.

Was die gegen Seine Exzellenz, den F ü hier und Reichskanzler, gerichteten Schmähungen anbe- laugt, hatte die Regierungskommission bereits vor dem 14 August gegen zwei Zeitungen Sanktionen ergriffen, welche nach dein derzeitigen Stand ihrer Gesetzgebung zu­lässig erschienen, eine Tatsache, die der Aufmerksamkeit der deutschen Regierung entgangen sein dürfte. Sie hatte ferner vor diesem Zeitpunkt den Entwurf einer Verord­nung vorbereitet, durch welche sie instandgcsctzt werden soll, gegen Druckschriften, welche sich Ausfälle gegen Staatsoberhäupter zuschulden kommen lassen, einzuschrei- icn. Der Entwurf liegt zurzeit den gewählten Vertretern der Bevölkerung zur Abgabe eines Gutachtens vor. Die Regierungskommission bat damit im voraus

die Berechtigung der in obengenannter Note vor- gebrachten Besch, »erden gegen die Exzesse einer un­abhängigen Presse anerkannt.

Sie kann Indessen nicht umhin, ihrem Erstaunen darüber Ausdruck zu geben, daß die deutsche Regierung seit vielen Monaten und trotz der unbeantwortet gebliebenen Pro- teste der Regierungskommission in einer gesetzlich der Kontrolle des Staates unterstellten Presse einen heftigen Feldzug gegen die Regierungskommission, ihre Mit- glicder und ihre Beamten duldet. Mehr noch: Angriffe oft schimpflicher Art - um dies festzustellen, genügt ein Hinweis auf eine, von einem verantwortlichen Reichs­minister an der Grenze des Saargebiets gehaltene Rede - wurden fast täglich durch die amtlichen deutschen Rundfunksender verbreitet.

Das wichtigste an dieser Note scheint uns zu fein, vgß die Regierungskommission die deutsch c n B c -

sorgung im Kulturvereinshaus und des Amtes für Volks­gesundheit tm Katharinenbau. Abends 6 Uhr Appell der Politischen Leiter auf der Zeppelinwiese im Stadiongelände, Webe des Führers. Ab 21 Uhr Abnahme des Fackelzuges der Politischen Leiter durch den Führer am Hauptbahnhof.

Sonnabend, 8. September: der Führer spricht um 10 Uhr vormittags zu 60 000 Hitlerjungen in der Hauptkampfbahn des Stadions. Am gleichen Tage finden zahlreiche Sonder­tagungen statt, auf denen u. a. Dr. Goebbels, Walter Darr«, Rudolf Hetz, Reichsminister Rust, Dr. F r a n k, Feder, Dr. Todt, Alfred Rosenberg, Schemm, Dr. L e y, Hierl, Reef sprechen werden. Nachmittags um 5 Uhr findet ein Volksfest im Stadiongelände statt.

Sonntag, 9. September, 8 Uhr: Appell der SA und SS. in der Luitpoldarena mit einer Heldenehrung. Nach der Rede, des Führers Weihe von 200 Feldzeichen. Anschließend Marsch der. und SS. durch die Straßen und Vorbeimarsch vor dem Führer am Adolf-Hiller-Platz.

Montag, 10. September: Vorführungen der verschiedensten Waffengattungen der deutschen Wehrmacht; 18 Uhr: Fort­setzung und Schluß des Parteikongresses. Es spricht der Führer.

*

Zeder wird Mrârg miierleben.

Großer Film unter der Oberleitung Leni Riefenstahls entsteht.

In Schrift und Bild, durch Funk und Rede, wird nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt über den Ablauf des Reichsparteitages durch den Film unterrichtet werden. Wie wir erfahren, ist die Schöpferin des vorjährigen ReichsparteitagsfilmsSieg des Glaubens", Leni Riefenstahl, über ihre damaligen Aufgaben hinaus nun mit der gesamten künstlerischen und technischen Ober­leitung beauftragt worden. Im Gegensatz zum vor­jährigen Film sind nicht nur die Ereignisse von Nürnberg selbst einzufangen, sondern in einem abendfüllenden Film soll sich um den Kern der feierlichen Geschehen von Nürn­berg

die Geschichte der nationalsozialistischen Freiheits­bewegung ranken. So ist eine Aufgabe zu meistern, die große Verant­wortlichkeit voraussetzt. Seit Wochen werden bereits in ganz Deutschland Aufnahmen für diesen Film gemacht.

schwerden als begründet anerkennt. Sie ver­sucht zwar, dieses Anerkenntnis dadurch abzuschwächen, daß sie ihrerseits Beschwerden über die Haltung der deut­schen Presse und des deutschen Rundfunks ihr gegenüber vorbringt. Dieser Versuch scheitert freilich völlig. Denn wenn die deutsche Presse die Haltung der Regierungskom­mission einer zuweilen scharfen Kritik unterzogen hat, so haben dafür gewisse, von der Regierungskommission ge­duldete Zustände im Saargebiet, die zu den letzten bei­spiellosen Erzessen im Saargebiet erscheinenden Blätter geführt haben, allen Anlaß gegeben.

Herr Knox èst überführi.

Man kann es begreifen, wenn die landfremde Saar­regierung sich von den sachlichen Feststellungen der Note der Reichsregierung getroffen fühlte, zumal die Regie­rung Knox ja die von Deutschland gerügten Mißstände wohl oder übel zugeben mußte. Wenn sie dabei aber ihrerseits einen Reichsminister derB e l e i d i g u n g" und die deutsche Presse derH e tz e" beschuldigte, dann verdient eine derartig dreiste Verdrehung der Tat­sachen die schärfste Zurückweisung. Dem Reichsminister Dr. Goebbels gegen ihn richtet sich der erste An­wurf der Regierung Knox ist in seiner bekannten Rede in Zweibrücken gar nicht eingefallen, irgendein Wort zu gebrauchen, das auch nur den Anschein einerBeleidi­gung" der Saarregierung gehabt hätte. Und Herr Knox hätte, bevor er die Antwortnote an die Reichsregierung mit derartig undiskutierbaren Unterstellungen unter zeichnete, sich gefälligst die Rede noch einmal an­st ö r e n können, die er ja damals so eifrig aus Schal l- platten bat ausnehmen lassen! Er zog es vor, aus sicherer Entfernung die Wahrheit auf den Kopf zu stRen.

Und was die angeblicheHetze" der deutschen Presse betrifft: was sagt Herr Knox denn zu den Kübeln von Unflat, mit denen die aus trüben Duellen gespeisten marristisch - separalistischen Hctz bl ä11er im Saargebiet seit dem 30. Januar 193b die Reichs- regicruna und besonders den Führer zu beschmutzen ver­suchen, wenn Knox die scharfen, aber würdigen Berichte in der deutschen Presse über die Willkurberrfchaft der neutralen" Regierung schon Hetze" nennt? Wir Deutsche werden wohl noch das Recht haben, cm Gebiet, das nach fünfzehnjähriger Fron im kommenden ^abrc endlich zum Mutterlande zurückkchrt, deutzch zu nennen, ohne Rücksicht darauf, daß Herr Knox 1935 feinen sehr einträglichen Posten im Saaraebiet nach to unrühmlicher Tätigkeit verliert.

SElânder!

Meldet euch zum 30 Must!

Fall 21100 Haftentlassungen in Bayern.

München In den ersten zehn Tagen seit dem Inkraft­treten des GesebeS über die Gewährung von Straffreiheit sind in Bayern 1610 Strafgefangene und BB ünlersuchungs- geiangene aus der Haft entlassen worden.