Zulöaer Anzeiger
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^^; griebL Ehrenklau. Fulda KöniZtr. 42. Reüaktèvn UN- Geschäftsstelle: «Sni-straße 42 ^ §ernfprech'Rnsthluß Nr. 2-S- Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterbach-H.
1934
Fulda, Montag, 20. August
11. Jahrgang
Treu unserem Führer!
Die Volksabstimmung des 19. August ein gewaltiges Bekenntnis des deutschen Volkes zu Adolf Hitler: 38,5 Millionen gaben ihm ihr „3a“.
Begeisterte Kundgebungen in Berlin. — Der Fackelzug der 16500
Ièach dem vorläufigen Endergebnis der gestrigen Volks- abstimmung sind 43 529 710 Stimmen abgegeben worden. Davon waren Ja-Stimmen insgesamt 38 362 760, Nein-Stimmen 4 294 654; es wurden abgegeben an ungültigen Stimmen 872 296. Da die Zahl der Stimmberechtigten 45 473 635 betrug, hat die Abstimmung eine Beteiligung von 95,7 Prozent aufzuwisen. 89,9 Prozent der abgegebenen Stimmen lauten auf „Ja", 10,1 Prozent auf „Nein". Dieses Ergebnis bedeutet ein gewaltiges Vertrauensbekenntnis der überwältigenden Mehrheit des deut- fchea Volkes zu Adolf Hitler, wie cs in solchem Maße noch niemals vor einem Staatsmann und Führer abgelegt worden ist. Durch dieses klare Bekenntnis ist vor aller Welt offenbar geworden, datz das deutsche Volk sich in zunehmendem Matze wiederfindet und damit in seiner inneren Erstarkung begriffen ist.
Der Abstimmungstag ist im ganzen Reich ruhig und ordnungsgemäß verlaufen. Die Reichshauptstadt stand gestern nachmittag und am Abend ganz im Zeichen großer Huldigungen, deren Gegenstand die Persönlichkeit des Führers war. Zehntausende harrten stundenlang vor der Reichskanzlei und streckten Adolf Hitler die Hände jubelnd entgegen. Wunderbarer Höhepunkt dieses einzigartigen Geschehens war der Fackelzng, den 16 500 Berliner SA -Männer dem Führer brachten.
Das Echo im Reich und im Ausland.
BerliuexPrefsestlmmen: Die bisher vorliegenden Berliner Blätter äußern sich über das Ergebnis der Volksabstimmung hochbefriedigt und weisen sämtlich daraufhin, daß es ein Zeichen dafür sei, daß Deutschland eins geworden sei. Im „Völkischen Beobachter" schreibt Alfred Rosenberg, man müsse sich vorstellen, daß der Nationalsozialismus als eine durchaus extreme machtpolitische Strömung zum Siege gelangte und sich den großen Gruppen des Zentrums, des Eesamtmarxismus und der Reaktion gegenübersah. Er habe in anderthalb Jahren vieles tun müssen, was dem gesamt marxistischen Denken des letzten halben Jahrhunderts ins Gesicht schlug; er habe vieles durchgeführt, was die liberale Weltanschauung der letzten 100 Jahre ins Herz getroffen habe; er habe schließlich auch Maßnahmen als Cta'atsgrundsätze durchgesetzt, die vom ehemaligen Zentrum als umstürzend empfunden worden' seien. Das Ergebnis von rund 90 % für den Führer und Reichskanzler sei derart überwältigend, daß man getrost sagen könne, der 19. August werde als ein Ruhmestag der nationalsozialistischen Bewegung, als ein Tag der Krönung einer 15jährigen Arbeit unseres Führers in die deutsche Geschichte eingehen. Der „Montag" stellt fest, die Wahl sei frei und geheim gewesen. Das könne niemand bestreiten. Wer von dieser Freiheit gegen Adolf Hitler Gebrauch gemacht habe, müsse das besonders dann vor seinem Gewissen verantworten, wenn er täglich die Segnungen des nationalsozialistischen Deutschlands für sich in Anspruch nehme. Mit der Wahlbeteiligung sei das Höchstmaß dessen erreicht, was an Mobilmachung eines Volkes für eine politische Entscheidung geleistet werden könne. Deutschland seid angetreten, um mit dem Führer für Arbeit und Frieden zu kämpfen.
»Deutsche Zeitung" schreibt, in der Weltgeschichte, in «j, y^te aller Völker und aller Zeiten stehe das Ergeb- i^s Beispiel da. Die Welt wisse jetzt, wem sie eine « .""'b vertrauen dürfe. Noch niemals habe irgend- rar in ;’w so völlig frei, so unbeeinflußt durch jeden Ter- von der Regierung selbst über alle noch zu Lber- Schwierigkeiten aufgeklärt, so ruhig und so selbst- ihr Votum abgegeben.
vorè»» »Montagspost" erklärt: „In einem Abstimmungs- in seiner absoluten Ruhe
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»uslii^^ und der Erstaunen und Bewunderung bei den atl; O, sichen Beobachtern hervorrief, bat das deutsche Volk scheit ^üe, die der Führer und Reick)skanzler seiner Ent- barc/ T? unterbreitet hat, mit einem „Ja" von unüderbiet- Deutlichkeit geantwortet. nimm, °".? e im Saar gebt et Die saarländische Presse Nissen großem Interesse von den gestrigen Mahlergeb- beutirf,,, ^ârs. Die „Saarbrücker Zeitung" schreibt: Das begrüßt mit Freude und zuversichtlicher SunvHx durch das deutsche Volk vollzogene Desiäti- Saarland», ^^rs zum Führer des deutschen Reiches. Die iigen hiirf > ""den sich an diesem Volksentscheid nicht betet flattern r 1 "uch über ihren Städten und Dörfern schen ^eiiKns <m Tage die Fahnen des Nationalsozialist d Suftimnin 015 Ausdruck der Freude und der inneren den, He °s Bekenntnis durch den Stimmzettel wer- BU Adolfs , nm Januar. Deutschland bekennt sich
B c w un d e r u n g in England. Bemerkenswert ist eine englische Pressestinrme, in der es heißt: Das Schicksal einer hochzivilisierten Nation von 65 Millionen Menschen liegt in Hitlers Händen. Seine Behauptung, daß die rm- tionalsozialistrsche Bewegung das Reich erobert habe, hat eine überaus kräftige Grundlage erhalten. Aber wenn die Autorität Hitlers unangefochten ist, so sind auch seine Verantwortlichkeiten ungeheuer. Bevor er an die Macht kam, war Deutschland durch den Hader von 46 Parteien zerrissen. Jetzt ist es zu einer einzigen Partei hinter dem Reichskubrer vereinigt, und die Nation erwartet, daß er die drückenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten löse. Weben Gebrauch wirb fritier von dem Vertrauensvotum machen, das ihm ge- währt' worden ist? Nicht nur Deutschland allein, sondern die ganze Welt erwartet die Antwort auf diese Frage.
Auch Frankreich kann sich dem Eindruck n i ch t v e r s ch l i c ß e n ! Obwohl die französischen Blätter in ihren Berichten die ungeheure Begeisterung schildern, mit der das deutsche Volk an die Wahlurne getreten ist, klammern sie sich an die Stimmen der Neinsager, um daran» krampfhaft wenn nicht einen politischen, so doch einen „psychologischen Mißerfolg" (!!) zu konstruieren. Doch schreibt der „Ami bu Peuple “• Man muß sich vor der Tatsache beugen. Hitler bedeutet das Deutschland von 1934. Er kann in seinem Namen durch den Willen des Volkes sprechen nicht nur als ein Vertreter oder Staatschef sondern auch al» die wirkliche Verkörperung des Deutschlands, das leidet aber seinen Platz an der Sonne fordert u. leben will.
Gauleiter und Staatsrat
Weinrich
an den Führer.
Gauleiter Weinrich hat sofort nach Feststellung des kurhessischen Wahlergebnisses folgendes Telegramm
an den Führer gesandt:
An den Führer und Reichskanzler!
Mein Führer!
Der Gau Kurhessen steht wie immer in unerschüt
terlicher Treue zu Ihnen. 98 Prozent aller Stimmberechtigten haben abgestimmt, 96,6 Prozent von ihnen stimmten mit Ja, mithin 94,7 Prozent aller Stimmberechtigten. Der Gau Kurhessen gelobt unverbrüchliche Gefolgschaft und rastlose Mitarbeit!
W e i n r i ch, Gauleiter."