Auftakte des Weltkrieges.
Von Vruno H. R. Sander.
^^ E^lâ C^wlUwtM.
Der Glaube an den Sieg des heldischen Gedankens entspricht der Denk- und Wesensart des Deutschen. Seit der gewaltigen Geisteswende in deutschen Landen ist der heldische Gedanke wieder Allgemeingut. Eid und Ehre, Treue uni Glauben, Zucht und Sitte gelten wieder; selbstloses Diener Md männliches Wagen gestalten die Geschicke des Vaterlandes. Mit diesem Wandel ist zugleich eine Brücke tief innerlichen Verstehens und dankbarer, echter Würdigung bei Opfergröße zu den zwei Millionen Toten deß Weltkrieges geschlagen worden, die nunmehr von einem Fluche erlöst sind, der das Siegesleuchten um ihre ferner Male verscheuchte und über ihre Gräber das bittere Wort Vergebens" schreiben wollte. Wir sind stolz, daß diese ^wei Millionen unser waren. Und aus diesem Gefühl heraus wollen wir uns der ersten Toten des Weltkrieges erinnern.
Das Zentralnachweisamt für Kriegerverluste uni Kriegergräber in Berlin-Spandau hat nachgeforscht, wer bei erste deutsche Gefallene des Weltkrieges war, und dabei festgestellt, daß bereits am Vormittag des 2. August 1914 an bei Westgrenze und an der Ostgrenze je ein deutscher Soldat ber Heldentod starb. Inc Westen der Leutnant Albert M e i e 1 vom Jägerregiment Nr. 5, der auf dem Friedhof in Jllfurtl bei Mühlhausen bestattet und nach Kriegsende nach Bade« überführt wurde. Im Osten, an der Grenze bei Krzepice, war der Jäger Paul Grun vom Jägerregiment zu Pferde Nr. 11 der erste Tote. Die Feststellung der genauen Zeit des Todes ergab einen Unterschied von einer halben Stunde; bei Jäger Grun ist zuerst gefallen.
Diese beiden waren die ersten, die in dem über viel Jahre währenden Völkerringen auf dem Felde der Ehr« blieben. Am Ende des Krieges ragte ein heiliger Wald nor Kreuzen rings um Deutschland gen Himmel, nicht nur ar allen unseren Grenzen, sondern mich anderswo in Europa im Orient und in Uebersee. Die deutschen Toten des Weltkrieges, die überall in der Welt verstreut ruhen, mahnen uns wieder und immer wieder. Ihre Stimmen werden heutk wieder gehört und geehrt.
Heilig das Land, das mit dem Blut der Edelsten getränt! wurde. Heilig das Vermächtnis, das sie sterbend zur Einlösung und Vollendung den nachfolgenden Geschlechter« hinterließen. Heilig das Treugedenken, das nicht lassen will vom Dank und vom Werk.
â E^ E 6-^â 'wWAtÂW J^w^w,
Die erste feindliche Fahne wurde im Weltkriege an 11. August 1914 im Westen erbeutet, im Walde von Parroy nordöstlich Lunèville. Aber von diesem Panier soll hier nich berichtet werden, sondern von den ersten im Osten eroberten
Am Nachmittag des 23. August 1914 wurde von bem Jäger-Bataillon Graf Jork von Wartenburg (Ostpreußisches) Nr., 1 in der Gegend von Neidenburg, und zwar bei einen Zusammenstoß des XX. deutschen Armeekorps mit der ruf fischen Narew-Armee bei Lahna und Orlau, das erste ruf sische Feldzeichen im Weltkriege erobert. Die Ortelsburge: Jäger und die masurischen Musketiere schlugen sich in bei Wwehr und im Gegenstoß mit Heldenmut. Das Deutschlandlied auf den Lippen^ drangen sie bei hereinbrechender Dunkelheit bis über den Allegrund vor. Bei diesem Vorstoß erbeutete der Jäger Awe von der dritten Kompanie des Jäger- Bataillons 1 einen Fahnenschaft.
Der Sieg der Deutschen war vollkommen, aber die Verluste erwiesen sich als so schwer, daß man ihn unmöglick ausnutzen konnte; denn die nach Norden immer weiter ausholenden Russen drohten die Vorgeprellten zu umfassen. Nock in der Nacht wurde infolgedessen das XX. Armeekorps u eine Stellung beiderseits Mühlen zurückgenommen und bii 3. Reserve-Division an seinem linken Flügel auf Hohensteir Herangezogen. Die Russen, über deren Maßnahmen auf
Eine folgenschwere Unterredung Ende Juli 1914.
Frankreichs Staatspräsident Poincarè bei dem russischen Außenminister Sassonow in Petersburg.
LP'1 gone Fnntspruche m offener Sprache Klarheit gaben langsam. Sie waren zweifellos mangelhaft ge< LP rind versorgt sowie durch die vorhergehenden Marsch' mwn stark mitgenommen. Der 24. und 25. August blieben wger vor der Front des XX. Armeekorps ruhig. Damit nun w"s von der deutschen Heeresleitung unbediugi Lns>,„^ "^"en wollte: Zeitgewinn. Zeit gewinnen war bii bnnir P U1!L laa anrollende Verstärkung, die bis dahin an bei untren Grenze verbliebene Landwehr-Division Goltz, füi Es „-„'"Erchen kühnen Angriff rechtzeitig Hcranznbringen einen to ""^ Wunsch, und die Auswirkung toar dann et ine Riesenerfolg bei Tannenberg.
allein" x «P Verluste am 23. August waren ungeheuer. Dreiem» 'NJC hatten sie an Toten und Verwundeten daß tubiaen putschen Verluste zurückgelassen. An der stattet- ^ ^' und 25. August wurden die Toten be. eines russischen ^- Bestattungsmannschaften die Leich« Leib aewnâ°» Jistziers, der ein seidenes Fahnentuch um bei Kunden battc. Es war ein schwarlseidcneS Tuck mü
der deutschen Inschrift in Weißen Buchstaben: „Auf gute Kameradschaft". Zweifellos handelte es sich um das Tuch, das an den Schaft gehörte, den der Jäger Awe eingebracht hatte
Bei näherer Besichtigung stellte sich heraus daß von dem Jäger-Bataillon Graf Aorck die gleiche Fahne erbeutet war unter der einst sein Chef, der eiserne Borck, in der Silvesternacht des Jahres 1812 mit dem russischen General Diebitsck jene Waffenbrüderschaft schloß, die den Anstoß utr Wiedererbebung und Befreiung Preußens vom französischen Jock gab. Die Verhandlungen wurden seinerzeit in der Mühle be« am westlichen Ufer der Jura gelegenen Dorfes Poscheru« geführt Nack Abschluß des Neutralitätsvertrages von Tau- roggen am 30 Dezember 1812 febenste Borck dem russische« General Diebitsch, zum Andenken an die Konvention die nämliche Fahne für fein Regiment.
Ist es nicht ein seltsames Spiel des Zufalls, daß dieses Feldzeichen sogleich wieder in deutsche Hände fiel, nachdem die „gute Kameradschaft" in die Brüche gegangen war?
Die Fahne ist dem Deutschen von jeher heilig. Vom Soldaten als voranleuchtendes Symbol der Kriegerehre hoch und heilig gehalten, war die Fahne die siegverheißende Braut des ruhmreichen Heeres. Als Träger und Behüter der Fahne wurde der Fähnrich zum „tapferen fröhlichen Gewisien bei Kriegerschar". „Auf Zug und Wachten, in Stürmen uni Schlachten vor dem Feinde mit seinem fliegenden Fähnlein sich also zu erzeigen, daß von ihm niemand unter den Kriegsleuten einige Ursach zu Kleinmütigkeit oder Furcht nehmen, sondern womöglich von ihm Anreizung zur Mannheit unt ein männlich Herz bekommen möge", war des Fähnrich- ehrenvoller Auftrag.
In dem mörderischen Völkerringen 1914/18 büßte unser unvergleichliches Heer 14 Fahnen ein. Ein Trost ist es, daß sämtliche Paniere nach ehrlichem schweren Kampfe in Feindeshand übergingen. Zumeist wurden sie vom Feinde unter Leichenhügeln gefunden. Von Kugeln durchbohrt oder Granaten zerfetzt, schützten die Fahnenbedeckungen die ihnen anvertrauten Banner noch im Tode mit ihren Leibern. In solch heldenmütiger Weise wurde am 14. August 1914 auch die erste deutsche Fahne verloren, und zwar bei Diespa-St Blaise die des 2. Bataillons vom Reserve-Jnfanterie-Regi- ment 99, das die Fahne des 4. Bataillons vom Infanterie- Regiment 132 mit ins Feld genommen hatte. Die Fahne befindet sich jetzt im Pariser Jnvalidendom.
Außerdem gingen noch 13 andere Feldzeichen im Kampfs verloren; und zwar befinden sich 10 in Paris, 2 in England 1 in Rußland; eine ist verbrannt. Die im englischen Besit befindlichen deutschen Fahnen sind nicht öffentlich ausgestellt da sie nicht im Kampfe -erbeutet wurden. Die Fahne bei 2. Bataillons des Infanterie-Regiments 27 ist der Kriegs - sammlung des englischen Königs im Schloß Windsor ein- verleibt, während die Fahne des ehemaligen Landwehr- Bataillons Weißenfels, I/Ldw. 72, in den Besitz des Sohnes des Marschalls French (Lord Apres) übergegangen ist.
Die beiden Fahnentücher hatten die überlebenden An gehörigen der Verbände, denen sie floh vorangeflattert waren nach einem schweren Kampf mit Engländern Veraraben. Die Deutschen mußten die Waffen strecken, nachdem sie die letzten Patronen verschossen batten. Später fanden Französin dsi Grabstelle, gruben die Fahnen heraus und übergaben sie den Engländern.
diW â^tsi ^AMf^fl^ufi^fk
Der erste scharfe U-Boots-Torpedoschuß des Weltkrieges und damit der Weltgeschichte überhaupt wurde am 5. September 1914, gegen 5 Uhr, von dem deutschen U-Boot „U 21" an der englischen Küste, und zwar am Firth of Forth im Angesicht von Edinburg, auf den englischen Kleinen Kreuzei „Pathfinder" abgegeben. Es war ein Volltreffer, denn bei „Pathfinder" war ausgerechnet einem der besten U-Boots- Torpedoschützen der deutschen Flotte, dem Kapitänleutnaui H e r s i n g , vor das Sehrohr geraten. Bei Kriegsbeginn galt neben Hersing unser unvergeßlicher Kapitänleutnant Ottc W e d d i n g e n , der mit „U 29" den Heldentod fand, nadr dem er am 22. September 1914 mit „U 9" bei Maas Feuerschiff die drei englischen Panzerkreuzer „Creffy", „Ho- gue" und „Aboukir" sowie am 12. Oktober 1914 den Kreuzer „Hawke" versenkt hatte, als einer der besten beutfdfcn U-Boots-Torpedoschützen und U-Boots-Kommandanten. Sei englische Kreuzer „Pathfinder" brach auseinander und versank in wenigen Minuten in den Fluten. Von seinen 350 Manr Besatzung konnten nur elf Mann durch herbeieilende englisch- Zerstörer gerettet werden.
„U 21" hatte drei Offiziere, 10 Unteroffiziere sowie Ik Matrosen und Heizer Besatzung, als die erste praktische Erfahrung gesammelt wurde; denn bis zum Weltkriegsbeginr war man bei der jüngsten Waffe unserer Flotte, bei U-Booten, kaum über das Stadium der Versuche hinansgekommen. Dank der vorzüglichen Bauart des deutscher Bootes und der Tüchtigkeit der'Besatzung war der erste Einsatz über alle Erwartungen glänzend. Zwar wurde das Boo gewaltig erschüttert und die Besatzung durcheiuandergewirbclt als der Führer im Turin durch Druck auf einen Knopf der durch Preßluft hinausgestoßenen Torpedo freigab; doch war diese Erschütterung noch ein Kinderspiel gegenüber der neuen, die etwa eine Minute später erfolgte, als der Torpedo fein Ziel erreicht hatte. Die Welt schien zu beben! Eine gewaltige Detonation warf das Boot wie einen Ball hin rind her so daß im Innern alles durcheinanderfiel, was nicht niet- und nagelfest war: dazu krachte und knackte der Bootskörper in allen Fugen. Dennoch nahm „U 21" keinerlei Schaden.
Seit diesem Augenblick musste man, wie sich ein scharfer Torpedoschuß und eine Explosion bei einem Treffer auf baden Schnß abgegebene U-Boot auswirkt: Der ungeheure Wasserdruck vernichtete den Angreifer nicht selbst. Die Frie- densübungen, die stets unter allen nur möglichen Vorsichtsmaßregeln abgehalten worden waren, hatten diese Gewißheit nicht mit Sicherheit erbracht.
Als Opfer der deutschen U-Bootstütigkeit versanken während des Weltkrieges in den Fluten 5861 feindliche Fahrzeuge von über 100 Brutto-Registertonnen mit einem Gesamt- tonnengehalt von 13 233 672 Brutto-Registertonnen. Durch feindliche Gegenwirkung, vornehmlich durch Rammen, aber auch durch Wasserbomben, Minen usw., gingen 178 deutsche U-Boote verloren, nur wenige Besatzungen wurden gerettet. Hervorgehoben zu werden verdient das unbeirrbare, eiserne ^Hiditgefübl der tabferen deutschen U-Boot-Besatzungen, dicht ihr Leben einbutztcn, nur wert ihnen von der Regierung Kampfbedingungen vorgeschriebcii waren, die dem Wesen der U-Boot-Waffe überhaupt nicht Rechnung trugen. Die unangebrachte, dazu noch falsch verstandene „Humanität" Bethmann Hollwegs unh seiner Nachfolger als Reichskanzler ha! zweifellos bieien deutschen Seehelden das Leben gekostet.
^fr^ $(^&##{4mMmW ^IWkffW WM.
21m 15. September 1916 wurden von den Engländern an der Somme erstmalig 25 Tanks eingesetzt, in deren Schutz englische Infanterie vorrückte. Die Deutschen waren auf diese neuen Tanks vorbereitet und empfingen sie gebührend, so daß der Angriff bereits kurze Zeit nach dem Einsatz stockte. Da unsere Truppen sich der neuen Kampfwagen sehr gut zu erwehren wußten, waren sie bald unschädlich gemacht. Die Stahlmantelgeschosse unserer schweren Maschinengewehre durchschlugen die Wände der Ungeheuer und zersplitterten die Glieder der Raupenketten. Der Erfolg der Engländer war an diesem Tage gleich Null. Doch lernten sie aus dieser Schlappe; denn die später gebauten Wagen waren wesentlich größer und in der Panzerung schwerer. Der 15. September 1916 brachte dem geistigen Urheber der neuen Kampfwagen, dem jetzigen Generalmajor und Professor der Militärgeschichte an der Universität Oxford, Sir Ernest Swinton, auch darüber Gewißheit, daß nur durch das Einsetzen einer großen Anzahl Tanks der gewünschte Erfolg möglich sei.
Am 20. November 1917 trat dann diese neuartige Waffe «um ersten Male in ihrer ganzen Wucht in Erscheinung, als 100 Tanks auf einer Front von zehn Kilometern bei Pèronne dorrückten und die deutschen Linien durchbrachen. Mehrere Sausend Deutsche wurden gefangen genommen, während die Engländer unter Marschall Haig nur geringe Verluste auf- juweisen hatten. Der Angriff war vorzüglich vorbereitet und wurde mit großer Genauigkeit durchgeführt, nachdem die Eng- ünder in größter Heimlichkeit im Schutze der Waldungen von pabrincourt, zwischen Bapaume und Pèronne, ihre Tankzeschwader bereitgestellt hatten.
Die Deutschen liefen wiederum gegen die eisernen Ko- osse an, trassierten sie mit geballten Ladungen (zusammen- ^ebundcnen Handgranaten) in die Gliederketten, ließen sie an cch vorüberfauchen und erkletterten sie dann von rückwärts, am Handgranaten durch die Schießscharten zu zwängen. Auck> )ie Feldartillerie wurde vorgezogen, um mit direktem Ziel auf sie Ungeheuer zu schießen. Wunder an Tapferkeit wurden m diesen Kämpfen vollbracht. Selbst die Engländer mußten âe anerkennen. Von einem deutschen Helden schrieb sogar der :nglische Heeresbericht: „... ein deutscher Unteroffizier, )er allein das letzte Feldgeschütz bediente, erzielte viele Treffer auf unsere Tanks, bis er, noch mit der Pistole weiter- euernd, fiel. Seine großartige Tapferkeit erregte die Be- vunderung aller." Als die Engländer schließlich an seinem Geschütz waren, sahen sie, daß die Faust des Toten noch, wie n Abwehr, die rauchende Pistole umklammerte. Schweigend raten die Schotten heran, und ein Offizier salutierte bewun- lernd vor dem Helden von Flesquières, dem Unteroffizier Bollert von der achten Batterie des Feldartillerie-Reqi- nents 84.
Doch der tollkühne, todesmutige, harte Kampf der Deut- chen schien vergebens, die Gegner drangen in Schutze der tählernen Ungeheuer schier unaufhaltsam vor. Es war der :rste große Erfolg der Tanks; denn die deutschen Truppen singen zurück. Es verstrichen mehrere Tage, an denen die Engländer nur kleine örtliche Erfolge davontrugen. Sie satten sich aber vorgenommen, das gewonnene Gelände weiter ;u vergrößern; denn Cambrai, ein wichtiger Stützpunkt der teutschen Front, winkte als vorläufiges Ziel. Morgen für Morgen begannen die Tankgeschwader ihre Tätigkeit. Aber ie kamen nicht mehr durch die deutschen Linien, die durch neue Divisionen verstärkt waren. Also versuchte man es auf inbere Weise.
Reiterregimenter wurden in die vorgeschobene englische Stellung gebracht, die durch die von den Tanks gerissene Lücke aachstoßen sollten, um den endgültigen Sieg zu erringen. Und so ritt eines Morgens hinter den Tanks die Kavallerie zur Attacke, ging in wildem Galopp auf den von den stählernen Giganten gebahnten Wegen vor und — wurde von den deutschen Truppen zusammengeschoffen. Die Attacke löste sich im Fener auf. Was noch nicht am Boden lag, suchte sein Heil in der Flucht. Diesem Schlag für die Engländer sollte bald rtodi ein schwererer folgen.
Der Kaiser besichtigt während der Rordlandreise im Juli 1914 das Schulschiff „Victoria Luise".
Bis zum 29. November 1917 hatte der Oberfehlshader der 2. Armee, General von der M a r w i tz, genügend Kräfte gesammelt, um den Gegenangriff durchzuführen. Also wurde die vorgeschobene englische Stellung von drei netten angegriffen und abgeschnürt. Nach viertägigem schweren Kampfe hatten die deutschen Truppen mehr als drei Viertel des verlorenen Bodens im Raum von Cambrai zuruckerobert und die überraschten Engländer in fast allen Punkten auf ihre alte Linie vor dem 20. November zurückgedrängt.
Deutscher Kampfesgeist war den stählernen Ungeheuern, den schier unüberwindlichen Giganten überlegen gewesen. Der hervorragende Geist der deutschen Fronttruppen hatte die Kampfmaschine niedergerungen: mehr als 100 englische Tankwracks blieben zusammengeschoffen vor der neuen englischen Front liegen. Nach diesem ersten großen Tankeinsatz begann auch die deutsche Heeresleitung, sich für den Bau von Tanks zu interessieren, obwohl auch ihr schon im Jahre 1913 dahingehende Vorschläge von deutschen Technikern unterbreitet worden waren. Als später die ersten deutschen Tanks in Aktion traten, wurde der Santos wieder mehr ausgeglichen.