Einzelbild herunterladen
 

Sladi und Land

WetterausßditGn für morgen'.

Jin ganzen freundlicheres und wieder etwas wärme­res Wetter mit nur vereinzelten Niederschlägen.

* Fulda, den 24. Juli 1934.

Saisonschlntzverkauf 1934.

Die Bezirksstelle Fulda der Industrie- und Handels­kammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet sieht sich veranlaßt daraus hinzuweisen, daß der Herr Regierungs­präsident durch eine Bekanntmachung vom 15. Juni 1934 den Beginn des Saisonschlußverkaufes auf den letzten Mon­tag im Monat Juli, das ist der 30. Juli 1934, festgelegt hat. Der Saisonschlußverkauf darf längstens 12 Werktage dau­ern, ist also spätestens am 11. August 1934 zu beendigen. Es steht den Geschäften frei, die letzten 3 Tage des Saison­schlußverkaufes als Restetage zu wühlen. Die Saisonfchluß- verkäufe sind nur zulässig für folgende Warengattungen:

1. Textilwaren als Art einschließlich von Herren- und Damenhüten und Mützen,

ausgenommen: glatte, weiße, leinene Wäschestoffe, glatte, weiße, halbleinene Wäschestoffe, glatte, weiße, baumwollene Wäschestoffe, glatte, ungemusterte, ungarnierte Bettwäsche, Bettfedern, Kapok und sonstiges Bettfüllmaterial, Ma­tratzen, Bettstellen, Berufskleidung, Velourhüte, schwarze Hüte, blaue Mützen, Teppiche und sonstiger Fußbodenbelag, weiße Gardinen, weiße Vorhangstoffe, Fahnen, Fahnen­stoffe;

2. Schirme und Stöcke;

3. Schuhwaren;

4. Galanterie- und Lederwaren.

Ankündigungen des Saisonschlußverkaufes und Mit­teilungen durch Schaustellung von Waren in Schaufenstern, Schaukästen und dergl. können bereits am Sa m s t a g, den 28. Juli 1934, abends nach Ladenschluß erfolgen.

Halbjahres-Versammlung des Hofmann'schen evangelischen Kirchenchores.

Die auf Samstag abend in das evangelische Gemeinde­haus einberufene Halbjahres-Generalversammlung des Hof- mann'schen evangelischen Kirchenchores hätte bedeutend bes­ser besucht sein dürfen. Der Vereinsführer Julius Schmidt eröfnete und leitete die Versammlung. Der erstattete Kas­senbericht zeigte einen günstigen Stand. Zu Kassenprüfern wählte man die Herren Otto Schulz und Hans Schlitt. Zahl­reiche Chorbücher sind im ersten halben Jahr angeschafft worden. Die Eesamtmitgliederzahl (aktive und passive) be­trug am 30. Juni 350. Drei Vorstandssitzungen fanden im ersten halben Jahr statt. Fünfmal wirkte der Chor zur Verschönerung des Gottesdienstes mit, und einmal bei einer Trauung. Die im ersten halben Jahre abgehaltenen Familienausflüge und ein Unterhaltungsabend erfreuten sich großer Beteiligung. Ausführlich berichtete der Vereins- führer über die erfolgte Aufnahme des Chores in den Reichsverband der evangelischen Kirchenchöre, die der Reichsmusikkammer angeschlossen sind. Vikar Jung zollte dem Kirchenchor anerkennende Worte des Dankes für die Verherrlichung der Gottesdienste. Ferner wurde mitge­teilt, daß der nächste Familienausflug am 26. August statt- finden soll. Für den Reformationstag (31. Oktober) soll oonp Chor ein großes Kirchenkonzert aufgeführt werden. Ferner beschloß die Versammlung, daß nächstes Jahr ein zweitägiger Ausflug an den Rhein mit Sonderzug gemacht werden soll. Nach Beendigung der Sommerferien werden zu diesem Zwecke, sowohl für die aktiven wie für die pas­siven Mitglieder Neisesparkassen errichtet, damit die Teil­nehmer die nötigen Fahrgelder etc. sparen können.

Straßensperre OberbimbachGroßenlüder.

Wegen Ausführung einer Tränkeinstreudecke wird die Reichsstraße Nr. 49 von km 10,913 bis 11,330 zwischen Ober­bimbach und Großenlüder vom 24. 7. bis 28. 7 d. J. für jeg­lichen, Fuhrwerks- und Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über LüdermündLütterz.

tung der Fahne als dem Zeichen, das die Bewegung ver­körpere und dem zu folgen Ehrenpflicht sei, hin. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer schloß der Redner. Während die Musik die WeiseIch hab' mich ergeben" ir ----- -----«------------------»'»^spielt, werden die Fahnen enthüllt, die Eauarbeitsführer

tlebertretungen werden nach den geltenden BestlmmungenMNeuerburg einzeln den Abteilungsführern überreicht. Nach mit Geldstrafe bis zu 150 RM. bestraft. Weiner Ansprache des stellvertretenden Gauleiters Landrat

_ . ~ , ~ WBurckhardt-Fulda, der namens des Gaues den Arbeitsdienst

Sonder-Trrebwagen Fulda nach Bronnzell Bad. H^u den ihm vom Führer verliehenen 44 Fahnen beglück- Die Mittwochs, Samstags und Sonntags regelmäßigWwllnfchte, wurde die Feier mit dem Gesang des Deutschland- eingelegten Sondertriebwagenfahrten FuldaBronnzeÜWund Horst-Wessel-Liedes beendet.

Bad und zurück fallen ab sofort bis auf Weiteres aus. W Biedenkopf, 23. Juli. (Mutter und Sohn vom litz schwer verletzt.) Als am Samstag nachmittag Mutter und Sohn der Familie Einolf auf dem Felde be­schäftigt waren, wurden sie von dem heftigen Gewitter

Reichstagung des Deutschen Guttemplerordens in Bremen vom 20. bis 23. Juli 1934.

... Nach 18 Jahren zum ersten Mal war Bremen als Ort lur die Reichstagung des Deutschen Euttemplerordens ge= ?Qw worden. Diese Tagung gewann ihre besondere Be­ttung dadurch, daß es die erste Tagung des Ordens im neuen Deutschland war. Etwa 2000 Guttempler waren zu Tagung erschienen. An den wichtigen Tagungen Mm auch ein Vertreter des Amtes für Volkswohlfahrt bei ^^Neichsleitung der NSDAP, teil, um die enge Verbun- , Mp mit der Arbeit des Ordens zu bekunden. Am Frei­en ,e das Frauenwerk zu einer Kundgebung aufgeru- N der Frau Schuldirektorin Math. Plate-Bremen dle Leiterin des Euttemplerfrnuenwerks Frau Helene - ^Mip-Duisburg sprachen. Besonders gut besucht war fer ^ârfllrsorgekonferenz, die einige hundert Mitarbei- i Der Trinkerfürsorge vereinigte. Es sprachen Richter vliands Bremen, über dieGefahren des A l k o ho -i < ® ^ us im Rechtsleben des deutschen Vol - c Heinrich Nobel, Bremen, überDie Arbeit der Hel-I ' , ^" der Trinkerfürsorge". Die gewaltige Bremer lad hi» hat in weiten Kreisen neues Verständnis geweckt für! i N^deit, die vom Guttemplerorden in aller Stillei b eistet wird. Sie hat auch die Ordensmitglieder neu mit! W und Kraft erfüllt. |

Reichs-Erfinder-Messe in Leipzig. hi»,??^' Wirtschaftlichen Förderung der deutschen Erfinders hurn â ständige Einrichtung der Leipziger Messe! ourchgefuhrteReichs-Erfinder-Messe", auf der Ersindun-: noch nicht industriell ausgewerte Neuheiten zur D°r Reichs-Erfinder-Messe steht die auf der Technischen Messe zur Verfügung. Ker eser erfolgt eine völlig neuartige Anordnung w die jeden Aussteller, auch die kleinste

j gezeigte Erfindung, richtig zur Geltung bringt, und ^^"'Z" und Erfindungskäufer aus dem Jn- lirfwr st c Mfammenzuführcn, wird hier in bcstmög- der in ^1«^' ^w sozialen Verhältnis der Erfin- wäb^»^ "Zurch Rechnung getragen, daß Minderbemittelte müssen ^^^ nicht selbst in Leipzig anwesend sein ,c ^ ^ue sorgfältige Jnteressenvertrteung ein- &h; ml?? e'uer FachoraanMtion durchgeführt wird, sinoer menoen sich wegen verReichs-Erftnoer-Messs",

die in diesem Herbst wieder zugleich mit der Messe am 26. bis 30. August durchgeführt wird, unmittelbar an das Leip­ziger Messeamt.

Das Schlitzer Trachtenfest.

Einen überraschend guten Besuch hatte das Burgenstädt­chen Schlitz an seinem Festtage, dem alljährlichen Trachten­fest, am letzten Sonntag aufzuweisen. Aus allen Teilen des Vogelsberges, des Hessenlandes, auch aus Fulda und der Rhön kamen Volksgenossen und erlebten, daß sich der vor­gestrige Tag würdig der Reihe seiner Vorgänger anschloß. Sowohl die Ausgestaltung des Straßenbildes wie der ein­heitliche, beinahe eine volle Stunde dauernde Fest- und Trachtenzug, das fröhliche Treiben auf dem Rummelplatz wie als Abschluß die großartige Vurgenbeleuchtung, die mit einem Feuerwerk verbunden wurde, dürften jedem gezeigt haben, daß hier liebevolle und sorgfältige Vorbereitung am Werk gewesen ist und einen vollen Erfolg gezeitigt hat. Gegen Abend traf dann noch der Reichsstatthalter in Hessen und Gauleiter Sprenger ein, verlebte einige frohe Stunden unter der Schlitzerländer Bevölkerung und drückte seine Freude über dieses in jeder Hinsicht gelungene Volksfest aus. Sonderzüge am späten Abend sorgten dann dafür, daß der Abzug der Besucher aus Schlitz sich reibungslos vollzog.

Achtung, Nürnbergfahrer!

Kassel, 23. Juli. Der Wochenendzug nach Nürnberg den Deutschen Kampfspielen fährt Donnerstag abend

zu um

22.50 Uhr in K a s s e l ab. Er hält auf folgenden Stationen: 2. Guntershausen 23.09 Uhr, 3. Melsungen 23.23 Uhr, 4. Malsfeld 23.31 Uhr, 5. Bebra 0.02 Uhr, 6. Hersfeld 0.12 Uhr, 7. F u l d a 1.03 Uhr, 8. Gemünden 2.32 Uhr, 9. Würz­burg, 10. Fürth. Genaue Abfahrtszeiten auf den einzelnen Stationen werden in den Tageszeitungen rechtzeitig bekannt gegeben. Alle auswärtigen Teilnehmer müssen an ihrem Heimatort bis zu den angegebenen Haltestationen ihre Fahrt selbst bezahlen, und erhalten aus Grund der Fahr­karte nach Fürth eine 60prozentige Fahrpreisermäßigung für Hin- und Rückfahrt Fahrkarte und Quartierzettel werden den auswärtigen Teilnehmern rechtzeitig durch die Post zugeschickt. Sollten die Kosten von einigen Teilneh­mern noch nicht gezahlt sein, müssen dieselben sofort per Postanweisung an das Amt für Reisen, Wandern und Ur­laub der NSE.Kraft durch Freude", Kassel, Weigelstr. 4, eingezahlt werden.

Langenschwarz. Ein Verkehrsunfall ereignete sich gestern in unserem Orte. In einer Kurve stieß das Personenauto d^s Kreisleiters Hoch aus mit einem Auto aus Bad Salzschlirf zusammen. Während das Auto des Kreisleiters sehr stark beschädigt wurde und ein Mitfahrer leichtere Verletzungen davongetragen hatte, konnte das Salzschlirfer Auto nach den polizeilichen Ermittlungen seine Fahrt fortsetzen.

Spangenberg, 23. Juli. (Durch elektrischen Schlag getötet.) Beim Hantieren mit einem elektri­schen Wasserkocher erhielt die in einer hiesigen Gastwirt­schaft beschäftigte 20jährige Lisbeth Geyer einen elektrischen Schlag und brach bewußtlos zusammen. Die sofort vor­genommenen Wiederbelebungsversuche hatten leider keinen Erfolg, ein herbeigerufener Arzt konnte nur noch den in­zwischen eingetretenen Tod feststellen. Die Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Kassel, 23. Juli. (Arbeitsgauführer Neuer­burg w e i I) t 4 4 Fahnen.) Auf der Karlswiese nahm gestern Arbeitsgauführer Neuerburg vor Vertretern der Be­hörden. der Reichswehr und der politischen Leitung der NSDAP, die Weihe von 44 Fahnen des Arbeitsdienstes im Gau Hessen-Nord vor. Von allen 43 Arbeitsdienstlagern war je eine Gruppe von 10 Mann erschienen sowie noch eine Lehrabteilung der Bezirksschule Rotenburg. In seiner An­sprache wies Arbeitsgauführer Neuerburg auf die Bedeu-

«überrascht, das über Biedenkopf und Umgegend am Sams-

tag niederging. Ein Blitzschlag traf die Mutter, die zum KrTeil gelähmt wurde. Dem Sohn schlug der Blitz in den «Kopf und durchlief den Körper, um am Fuß wieder her- Wauszukommen. In schwer verletztem Zustand wurde der Öjunge Mann der Marburger Klinik zugeführt.

H Marburg. (Eroßfeuer auf dem Rittergut «Schön stadt.) In der Nacht zum Sonnabend entstand Wim Dachgeschoß der Stallungen des Rittergutes Schönstadt W(Kr. Marburg) auf bis jetzt noch nicht geklärte Weise Groß- feuer. Das mit Heu- und Strohvorräten gefüllte Dachge- Wschoß der fast 50 Meter langen Stallung stand in kurzer Zeit in Flammen. Der Dachstuhl mitsamt einer Kuhschweizer- Wwohnung wurde vernichtet. Gerettet sind die unter dem WDachstuhl befindlichen massiven Stallungen, aus denen man 2noch sämtliches Vieh herausbringen konnte. Der entstan- Wdenc Schaden ist groß.

Gießen, 23. Juli. (Di e Brandkatastrophe im reise Gießen.) Die gestern von uns gemeldete WBrandkatastrophe in dem Kreisort Dorf-Gill, wo durch WBlitzfchlag Großfeuer entstand, hat im Laufe des Sonntag- Wabeirds noch an Ausdehnung zugenommen. Obwohl die MKreismotorspritze aus Gießen und die Feuerwehren aus Hiner Nachbarorten noch mit zur Stelle waren und aus einem Mnahen Bache eifrig Wasser gaben, ergriffen die Flammen, «begünstigt durch die unglückliche, eng zusammengedrängte r Bauweise der Häuser auf dem Hofraum der Landwirte $ Heinrich Martin Sames, Ernst Sames und Martin Sa- mes 1. zwei Wohnhäuser, drei Scheunen und zwei Gebäude mit Stallungen. Zwei Wohnhäuser und zwei Scheunen wurden vollständig eingeäschert, eine Scheune wurde zur Hälfte ein Raub der Flammen, während die massiven Stall­gebäude im Inneren ausbrannten, im Mauerwerk aber erhalten werden konnten. Ein Schwein, das durch die Flammen gelaufen war, mußte notgeschlachtet werden, die Hühnerbestände sind ebenfalls zum Teil ein Opfer der Flammen geworden, außerdem verbrannte die in der ver­nichteten Scheune bereits geborgene Ernte, das übrige Vieh konnte gerettet werden. Da der Blitz auch die Telefonlei­tung zerstört hatte, konnte Hilfe von auswärts erst durch einen Motorradfahrer und Telefonanruf über eine Neben- lertung herbeigerufen werden. Der Schaden wiro von jach­

verständiger Seite auf etwa 100 000 RM. beziffert. Die Geschädigten sind zwar versichert, es ist aber fraglich, ob der Schaden in voller Höhe gedeckt ist.

Gießen, 23. Juli. (Opfer der Arbeit.) D^r 48- jährige Landwirt Karl Kappes in dem Kreisort Lumda, der vor einigen Tagen von seinem Fuhrwerk herabstürzte, als die beiden Kühe wildgeworden und durchgegangen waren und den Verunglückten hinter sich hergeschleift hatten, ist jetzt in der Chirurgischen Klinik in Gießen an seinen schweren inneren Verletzungen verstorben. Ebenso ist der 61jährige Landwirt Melchior Wißmer in dem Kreis­ort Climbach, der durch Hufschlag seines Pferdes gegen den Unterleib schwere Verletzungen erlitt, in der hiesigen Klinik verstorben.

Gießen, 23. Juli. (Hessisches Sondergericht in Gießen.) Das Hessische Sondergericht hielt heute hier eine Sitzung ab. Ein Angeklagter namens Wehrum aus Echzell (Kreis Büdingen), der unwahre Behauptungen über den Führer und den Vizekanzler von Papen aufge­stellt hatte, wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Ein Angeklagter namens Albert Habicht aus Gießen, ein eifriges Mitglied der sogen.Ernsten Bibelforscher", hatte gleichfalls verleumderische und beleidigende Erzählungen über die Regierung verbreitet. Das Gericht verurteilte ihn zu acht Monaten Gefängnis. Ein Angeklagter namens Karl Hochstein aus Büdingen, der allerlei staatsgefähr- dende Reden im Zusammenhang mit der kommenden Saarabstimmung verbreitet hatte, erhielt 1% Jahre Ge­fängnis. Ein Angeklagter namens Kurt Glaab aus Metz, der dummes Geschwätz über den Führer an Zigeuner ver­breitet hatte, erhielt zehn Monate Gefängnis Wegen schwerer Beleidigung der SA. und der Reichsregierung wurden die Angeklagten Adolf Schmidt und Richard Stolarky zu je zehn Monaten Gefängnis verurteilt.

Schlüchtern, 22. Juli. (Todesfall.) Hier starb im 54. Lebensjahr Herr Brauereibesitzer Willy Thaler.

Schlotzau. (Unfall.) Eine hiesige Einwohnerin, welche in die Heidelbeeren wollte, nahm hinten auf dem Motorrad eines Bekannten Platz, um ein Stück mitzufahren. Kurz bevor der Motorradfahrer anhielt, sprang die Frau von ihrem Sitz ab und fiel so unglücklich, daß sie einen Bein­bruch erlitt. Sie mußte in das Krankenhaus eingeliefert werden.

Frankfurt a. M., 23. Juli. (Der Oberpräsident auf der Insel Capri.) Der Oberpräsident der Pro­vinz Hesien-Nassau, Staatsrat Prinz Philipp von Heyen, und seine Gattin, die Tochter des Königs von Italien, sind zu einem kurzen Aufenthalt auf der Insel Capri einge­troffen.

Frankfurt a. M., 23. Juli. (Das siamesische Königspaar von Frankfurt wieder abge- r e i st.) Das siamesische Königspaar ist am Montag vor­mittag 1511 Uhr von Frankfurt über Bonn nach Köln wei­tergereist. Am Sonntag statteten der König und die Königin mit Gefolge Bad Homburg einen Besuch ab. Auf dem Wege nach dort hatte das Königspaar Gelegenheit, die 2000 km-Fahrt durch Deutschland zu beobachten. In Bad Homburg wurde der vom Vater des Königs seinerzeit gestiftete siamesische Tempel besichtigt, bei welcher Gelegen­heit eine Gedenktafel mit den Namen des Königs und der Königin enthüllt wurde. Später erfolgte eine Fahrt zur Saalburg. Die Rückkehr nach Frankfurt erfolgte am Sonn­tag abend.

Die 15. Rhön.

Der zweite Tag.

Fliegerlager Wasierkuppe, 23. Juli. Dichte Nebel­schwaden und niedrig hängende Wolken, die berüchtigte Knofe", hüllten während des zweiten Wettbewerbstages der 15. Rhön das Fliegerlager Wasierkuppe völlig ein, so daß keinerlei segelfliegerische Wettbewerbstätigkeit ausge­nommen werden konnte. Bezeichnend und eine große An­erkennung für unseren deutschen Segelflugzeugbau ist die Tatsache, daß bereits nahezu 90 Segelflugzeuge zugelassen werden konnten. Die heutigen Witterungsverhältnisse er­möglichten eine schnelle Durchführung der strengen Zulas­sungsprüfung.

Die Frankfurter Flughafen-Gesellschaft hat einen Ehren­preis von 100 RM. für denjenigen Segelflieger ohne Lei­stungsabzeichen ausgesetzt, der einen Streckenflug von 50 Kilometer zurücklegt. Einen gleichen Preis hat die Süd­westdeutsche Flugbetriebs-Gesellschaft Rhein-Main für die beste Höhenleistung für Segelflieger, die nicht im Besitz des Leistungsabzeichens sind, ausgesetzt. Reichsstatthalter Gau­leiter Sprenger hat für denjenigen Segelflieger, der inner­halb der Grenzen des Gaues Hesien-Nasiau einen Strecken­flug von 50 km zurücklegt, eine vollständige Segelflugzeug- Instrumentation als Ehrenpreis gestiftet. Der Preis kann gleichfalls nur von Segelfliegern ohne Leistringsabzeichen errungen werden. Der Ministerpräsident von Bayern hat einen Ehrenpreis zu Ehren des vor zwei Jahren tödlich ver­unglückten Segelfliegers Günther Eroenhoff gestiftet, der am Todestage (heute) auszufliegen gewesen wäre und einen Streckenflug von 150 km vorschreibt.

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

Kerne Spenden an private Zirkel!

Der Beamte unterstützt nur die NSV.

Der Führer der Deutschen Beamtenschaft, Neef, weist in einem Rundschreiben an die Bundesgliederungen darauf hin, daß in letzter Zeit mehrfach Organisationen die p r i v a t e' s oz i a l e Ziele verfolgen, an die Beamtenschaft mit dem Ersuchen um Spenden herangelrc- ten sind. Neef erklärt, daß er grundsätzlich keine Ver­anlassung sehe, die bereits unter Beweis gestellte Hilfs­bereitschaft der Beamtenschaft noch auf private Wohlfahrts­einrichtungen auszudehnen, die überdies nur bestimmten Gruppen von Volksgenossen ihre Unterstützung angedeihen ließen.

Jeder Beamte jedoch, der sich über den bisherigen Rahmen hinaus an sozialen Hilfswerken beteiligen wolle, solle sich dessen bewußt sein, daß seine Spenden nur den v o n der R e i ch s r c g i e r u n g oderder NSDAP, eingeleiteten Hilfswerken zuge führt wer­den können, deren Leistungen allen bedürftigen Volks­genossen ohne Unterschied des Standes, der K o n - fession oder Parteizugehörigkeit, zusließen. Ebenso wie es sich mit der Stellung eines Beamten im national­sozialistischen Volksstaal nicht vertrage, daß er sich aktiv in anderen Jugendorganisationen als der Hitlerjugend be tätigt, ebensowenig könne für ihn eine Unterstützung andc rer als der von der Regierung oder der NSDAP.' cingc- lciteten oder anerkannten Wohlfahrtseinrichtunaenin Frage kommen. Hierzu gehöre in erster Linie die RS. - Dolkswoylfahrt.