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Oer Führer der Textilindustrie.

Im Rahmen des Gesetzes zur Vorbereitung des organischen Aufbaues der Deutschen Wirtschaft vom 27 Februar 1934 Hal Gottfried Dierig, der Führer der Hauptgrappe VI (Leder, Textilien und Bekleidung), Clemens M a r t i n i, jr., Augsburg, in Firma Martini und Co., GmbH., zum Führer der Textilindu­strie ernannt.

Der Ches des Stabes der SA., Lutze, in München.

Der Chef des Stabes der SA., Lutze, traf in München mit dem Flugzeug ein. Unser Bild zeigt ihn bei der Begrüßung auf dem Flughafen.

Loblieder Doumergues auf Krankreichs Friedenswillen.

Paris. Am Schluß der Parlamentstagung und vor Urlaubsantritt der Regierungsmilglieder hat Minister­präsident Doumergue eine Rundfunkansprache an das französische Volk gehalten. Doumergue sprach seine Überzeugung aus, daß die große Mehrheit der Franzosen ihm das Vertrauen schenken würde, wenn eine solche Ausdrucksweise praktisch möglich wäre. Die außenpolitische Stelle der Rundfunkansprache lautete: Die Regierung hat nie nachgelassen, sich rege mit der Sicherheitsfrage und damit zu beschäftigen, die Grenzen Frankreichs in Verteidigungszustand zu ver­setzen. Ich spreche von Verteidigung, meine lieben Freunde, denn niemand in Frankreich denkt daran, mit irgend jemandem einen Streit anzu fangen oder gar unter irgendeinem Vorwand die Initiative zu einem Angriff zu er­greifen. Wir sind leidenschastlich dem Frieden verbunden, wir werden niemals den Frieden des anderen stören. Aber wir wollen auch nicht, daß die Unzulänglichkeit unserer Verteidigungsmittel und unserer Widerstandskraft irgend jemandem die Absicht beibringen könnte, mit Gewalt unsere Tür einzuschlagen und einen Einfall auf unser Gebiet zu unternehmen. Frankreich wird unermüdlich die Aufrechterhaltung des Friedens in der Welt verfolgen.

Deutsche Off feiere am Ehrenmal der französischen Kavallerie.

Der Kommandeur der Kavallerie schule in Hannover, Generalmajor Freiherr von Dallwigk, ist in Begleitung zweier weiterer deutscher Offiziere zu einem Besuch der Kavallerieschule von Saumur eingetroffen. Die deutschen Gäste wohnten einer Vor­führung der sogenannten Schwarzen Schwadron von Saumur bei und besichtigten nach einem ihnen zu Ehren vom Kommandeur von Saumur gegebenen Essen die französische Kavallerieschule. Die deutschen Offiziere legten am Ehrenmal der französischen Ka­vallerie Blumen nieder.

Heldentum und Tragödie."

Englische Pressestimmen zum Unglück der deutschen Bergsteiger.

Die Berichte über das Schicksal der deutschen Nanga-Parbat-Erpedition nehmen in der eng­lischen Presse einen großen Raum ein.

D a i l p Telegraph" schreibt in einem Leitartikel unter der ÜberschriftHeldentum und Tragödie", wenn Willi Merkt und zwei seiner Begleiter in einem Schnee­sturm ums Leben gekommen seien, so sei das ein Zeichen für ihre mutigen Anstrengungen. Das Blatt erinnert daran, daß die Bergsteiger den Kampf um den Berg im April nicht aufgegeben hätten, wo einer ihrer Kameraden an Grippe verstorben sei. Die Menschheit werde niemals zugeben, daß sie etwas nicht erreichen könne, und eines Tages würden die großen Gipfel des Himalajagebirges erstiegen sein.

Amtliche Bekanntmachung der Reichspressekammer.

In Ergänzung meiner Anordnung über die Anmelde­pflicht zur Fachschaft des deutschen Zeitungs- und Zeitschrif- ten-Einzelhandels bestimme ich auf Grund § 4 der 1. Ver­ordnung zur Durchführung des Reichskulturkammergesetzes vom 1. November 1933, RGBl. I Seite 797 ff. in Verbin­dung mit der 2. Verordnung zur Durchführung des Reichs­kulturkammergesetzes vom 9. November 1933 RGBl. I, Seite 969 folgendes:

~ Bis zum 31. Juli 1934 haben sich alle Personen und Firmen, die den Einzelhandel mit Zeitschriften und Zeitun­gen betreiben, bei der Fachschaft des deutschen Zeitungs­und Zeitschriften-Einzelhandels, Frankfurt a. M., Bürger- straße 9 bis 11, als Mitglieder anzumelden. Diese An­meldepflicht umfaßt nicht nur die Inhaber von Kiosken und sonstigen festen Standplätzen, sondern auch alle ambu­lanten Zeitungs- und Zeitschrifteir-Einzelhändler, sofern diese nicht in einem festen Anstellungsverhältnis stehen.

Ich weise darguf hin, daß die Mitgliedschaft bei der Fachschaft des deutschen Zeitungs- und Zeitschriften- Einzelhandels Voraussetzung für die weitere Berufstätig­keit ist.

Berlin, den 9. Juli 1934.

Der Präsident der Reichspressekammer:

Im Auftrag gez.: Dr. Richter.

Gegen das Denunziantentum!

Bekanntmachung des Chefs des Stabes.

Die NSK. teilt folgende Bekanntmachung des Chefs des Stabes mit:

Ich sehe mich veranlaßt, der Öffentlichkeit mit aller Deutlichkeit folgendes zur Kenntnis zu bringen:

Die SA.-Führer und -Männer, die im Zuge der Säuberungsaktion innerhalb der SA. belastet sind oder waren, sind zu einem Teil beseitigt, zu einem anderen Teil schweben gegen sie Disziplinarverfahren.

Aus zahllose» Zuschriften von Denunzianten habe ich ersehen, daß innerhalb des deutschen Volkes eine ganze Reihe von Menschen sich bemüßigt fühlt, die Ehre der anständigen SA.-Führer und -Männer anzugreifen. Als Chef des Stabes der SA. ist es meine Pflicht, m i ch schützend vordre Ehre der mir anvertrau­te » hr c r u» d M än u er zu stellen. Ganz ab­gesehen davon, daß mir als Soldat jegliches Verständnis für Denunziantentum abgeht, bin ich nicht gewillt, das Werkzeug kleinlicher, rachsüchtiger Menschen zu sein.

Ich ersuche deshalb hiermit auf diesem Wege über die Presse alle diejenigen, die es angeht, haltlose De­nunziationen zu unterlassen. Sollte dieser mein Hinweis nicht genügen, so werde ich weitere Denunzianten der Staatsanwaltschaft übergeben.

München, den 18. Juli 1934.

Der Chef des Stabes: Lutze.

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FâWMVSâkE

Nachdruck verboten.

»Haben Sie Den Hausarzt angerufen?"

»Ich selbst habe ihn verständigt. Er mutz jeden Äugens buck kommen."

.Nach wenigen Minuten trifft auch Dr. Truckenbrodt, ftn Deutscher, ein und vernimmt entsetzt, was sich er- W hat.

verneint entschieden, daß Mistreß Boulot Be- Zahlungen genommen habe. Er habe die Tote erst vor

Tagen untersucht, da sie befürchtete, etwas an Lunge zu haben was aber nicht der Fall war "Eei keine Spur von diesen Verbrennungswuuden gesunden.

Der Hausarzt ist ganz außer sich.

mWrzfchchg? Nein, nein, das kann er nicht glallven. âurcß Boulot war kerngesund und verfügte über ein außerordentlich kräftiges Herz.

habend uicht irgendein Schreck den Schlag verursacht »Das ist nicht unmöglich, aber . . einleuchten will es mir nicht recht."

^s meinen Sic, Oberst Wilms?" fragt Inspektor »Ich glaube jedenfalls an ein Verbrechen, meine Herxen, und es wird gut sein, das Mädchen zu ver- ^ ehmerr, das den Entsetzensschrei ansgestoßen hat."

Die Manner begeben sich zur Zofe, die inzwischen ruhiger geworden ist.

Wilms beginnt mit der Vernehmilng.

Herrin tötest" ' * mutz Ihnen mitteilen, daß Ihre Die Zofe fängt an zu weinen.

»Erzählen Sie uns alles, was sich zugetragen hat." »Ja! Aber . . . dann . . . dann darf ich fort!" »Wärmn wollen Sw denn fort, Mary?"

-â ist mir zu unheimlich, Sir! Ich kann in dem mehr bleiben. Ich komme um!"

»^caturlrch können Sie Torsten verlassen. Wir werden mit unserem Auto mitnehmen und Sie wo m unterbringen. Sie müssen sich aber der Polizei Verfügung halten."

will ich gern tun! Nur fort von Torsten!"

n ermuntert Wilms das Mädchen. Mary beginnt: lité'rt plötzlich und hörte auf dem Gang einen würdig schweren, tappenden Tritt und zwar aanz

Ein einzelner Mann will

den Mount Everest besteigen.

Tollkühnes Vorhaben eines englischen Hauptmanns.

Wie dieTimes" aus Darjeeling meldet, wird der bekannte englische Fliegerhauptmann Maurice Wilson seit einigen Tagen im Mount Everest-Gebiet vermißt. Die Meldung besagt daß Wilson zunächst die Absicht gehabt habe, den Mount Everest zu überfliegen. Das sei ihm von den britischen Behörden verboten worden. Daraufhin habe er sein Flugzeug verkauft, um nach Be­schaffung der nötigen Ausrüstungsgegenstände

eine Alleinbestcigung des Berges zu versuchen.

Wilson soll tatsächlich in Begleitung einiger Träger Darjeeling verlassen und die Ausstiegslinic der vor­jährigen Ruttledge-Expedition eingeschlagen haben. Die Träger habe er schließlich zurückgelassen. Seit dieser Zeit fehle jede Nachricht von ihm.

Die vielen erfolglosen Mount Everest-Expeditionen der letzten Jahre haben gezeigt, mit welch ungeheuren Schwierigkeiten selbst große, gut ausgerüstete Expeditionen beim Angriff auf den höchsten Berg der Welt zu kämpfen haben. Sollte sich die Nachricht von der Absicht des eng­lischen Fliegerhauptmanns bestätigen, so dürfte über das Schicksal Maurice Wilsons keinerlei Zweifel mehr möglich sein. Vielleicht ist die Meldung aus Darjeeling aber auch nur eine der üblichen S e n s a t i o n s m a ch e n.

gedampft, als wenn eine schwere Gestalt in Gummis schuhen den Korridor entlangschreiten würde. Dann ging eine Tür. Eine Weile war es still. Nach wenigen Augenblicken aber hörte ich die Schritte wieder vorbei­stampfen. Ich wollte ans dem Zimmer, aber die Tür war verschlossen. Ich hatte sie aber nicht zngesperrt."

Nicht!?" Das war bedeutsam. Oberst Wilms blickt seinen Kollegen Jenkins an.

Da ist mir eingefallen, daß ich noch einen zweiten Schlüssel besitze. Ich habe ihn aus dem Nachtschränkchen geholt und aufgeschlossen. Aber draußen war niemand zu sehen."

Die Augen des Mädchens weiten sich angstvoll.

Ich ... ich bin dann durch den Korridor geschlichen und wie ich um die Ecke schaue ... da ... ah ... wenn ich dran denke! ... da erblicke ich eine riesengroße .. . furchtbare Gestalt. Mir stockte der Atem . . . Plötzlich dreht sich die Gestalt um ... da habe ich aufgeschrien ... Schlimmer als der Teufel sah die Gestalt aus! Die Zähne fletschte sie. Es war grausig. Sie hob die Hände und es hatte den Anschein, als ob sie auf mich zukommen wolle. Da habe ich in meiner Angst geschrien. Und weiter weiß ich nichts mehr."

Die Männer blicken sich an und schütteln den Kopf. Das klingt mehr als seltsam.

Ja, wer soll denn das gewesen sein, diese rätselhafte Gestalt?"

Ich habe einmal einen riesenhaften Affen abgeblldet gesehen ... so ... so ähnlich sah die Gestalt aus."

Der Bankier wirft ein:Mary, Sie haben Gespenster gesehen! Kürzlich haben Sie in meiner Nutomaten- fammlung reine gemacht und da ist Ihnen gewiß der Oger im Gedächtnis geblieben."

Wer ist das, der Oger?" fragt Jenkins interessiert Eine Figur meiner Automatensammluug, Herr In­spektor. Ich will sie Ihnen gern zeigen. Das Prunk­stück meiner Sammlung."

Ein Antomat? Ist er beweglich?"

Nein! Und nach dem Urteil von Fachleuten auch nicht wieder in Gang zu bringen. Ich gäbe sonst was dafür, wenn es der Fall wäre."

Wollen Sie uns diesen Oger einmal zeigen, Herr Boulot? Und Sie, Mary, begleiten uns und sagen, ob es die Gestalt war, die Sie in der Nacht gesehen."

Nein, nein!" wehrt das Mädchen angstvoll ab.

Aber man bedrängt sie, und schließlich läßt sie sich überreden. Als sie über die Schwelle des Automaten- faaleS treten, und der Hausherr Licht macht, zittert das Mädchen am ganzen Leibe.

Man stützt sie und Oberst Wilms redet ihr gut zu.

Bald stehen sie vor dem Oger.

Der Bankier zieht den Vorhang weg. Mary schreit auf vor Entsetzen.Ja ... ja ... er war es ... der Oger! Er war cs!"

Wilms und Jenkins läuft ein Gruseln über den Mücken.

Tagung des Sozialen Amtes des Gebiets Hessen-Nassau.

In den letzten Wochen fanden seitens des Sozialamtes fast Sonntag für Sonntag in den einzelnen Oberbannen Tagungen statt, zu denen sämtliche Leiter der Abteilung III (Sozialamt) der Banne, die Sozialreferenten der Jung­banne, der Unterbanne und Stämme, die Sozialreserentin- nen der Untergaue und Ringe des BDM. sowie die Rechts­referenten der Banne zugegen waren. Um eine einheit­liche Aufbauarbeit zu erreichen und die Gewähr dafür zu erhalten, daß die Fragen des Sozialen Amtes innerhalb der Hitler-Jugend, des BDM. und des Jungvolks gleich­mäßig in Angriff genommen werden, wurden am Sonntag, den 15. Juli 1934, die Leiter der Abteilung III, die Aerzte und die Rechtsreferenten sämtlicher Banne des Gebiets Hessen-Nassau zu einer Tagung im Sitzungssaal der Ee- bietsführung zusammengerufen. Da sie die Verantwortung tragen für die Arbeit der HI., des Jungvolks und des BDM. in den unteren Einheiten, wurde mit ihnen die gesamte Arbeit des Sozialen Amtes besprochen, um die bis jetzt erreichten Erfolge noch wesentlich zu steigern. Sämt­liche Referenten des Gebietes waren anwesend, sodaß alle offenen Fragen beantwortet werden konnten. Am Nach­mittag erschien auch der Leiter des Sozialen Amtes des Obergebietes West und erläuterte in feinem Vortrag neue Aufgabengebiete der sozialen Arbeit. Die Tagung, die von morgens 10 Uhr bis gegen 6 Uhr abends dauerte, gab den über 60 Teilnehmern wertvolle Anregungen und ge­naue Richtlinien.

Die Figur ist unbeweglich, Mister Boulot?"

Vollkommen, Herr Inspektor! Sehen Sie, sie muß gestützt werden, damit sie überhaupt steht. Der Mecha­nismus ist leider kaputt. Nein, nein, Mary hat Hirn­gespinste gesehen!"

Eine furchtbare, grauenerregende Figur!" sagt der Polizeiarzt. Er schüttelt sich förmlich.

Sie können natürlich den Oger genau untersuchen, ' wenn Sic wollen, Herr Inspektor," bemerkt Boulot.

Nein, nein!" Jenkins winkt ab.Das sehe ich schon, daß diese Figur es nicht gewesen sein kann. Es muß sich um eine Sinnestäuschung handeln, eine Halluzi­nation."

Immerhin," wirft Wilms ein,vermag ich mir vor- znstellen, daß einem Menschen, dem eine solche Gestalt plötzlich erscheint, vor Entsetzen der Schlag treffen kann."

HubeDmgt! Aber wie sollte sich der Koloß bewegen?"

Bitte. kommen Sic mit hier berum!" fordert der Bankier die Herren auf.Ich will Sie einen Blick in den Mechanismus tun laßen."

Er öffnet den Oger auf der Rückseite. Ein Gewirr von Drähten und Räderchen wird sichtbar.

Die Chronik berichtet, daß er früher einmal laufen konnte. Ich besitze diesen Automaten seit sechs Jahren und habe viele tausend Dollar drangesetzt, aber hier waren alle Kosten und Mühen umsonst."

Sie verlassen den Saal wieder.

Mary ist am Ende ihrer Kräfte.

Ariane hat sehr herzlich von Tom dlbschied genommen, Tom sieht, wie sie leidet.

Nun werden wir das Tennis bis auf weiteres lassen müssen, Miß Ariane."

Ja, das Tennis ... das schon, aber ich bitte Sw, besuchen Sie mich morgen wieder! Ich habe jetzt einen guten Kameraden doppelt nötig."

Ich komme gerne, Miß Ariane, wenn es Ihnen angenehm ist."

Dann verläßt er sie. Der Wagen Boulots steht schon vor dein Tor und nimmt ihn und die angstzitternde Zofe Mary auf. Tom hat sich bereiterklärt, sie bei seiner Wirtin, die noch ein Stübchen frei hat, unterzudringen, Ariane fürchtet sich allein in ihrem Zimmer. Sic läßt eins der Mädchen, die im anderen Flügel schlafen, wecken und zu sich rufen.

In dieser Nacht noch kommt der Wagen der gcrichts^ medizinischen Klinik und holt den Körper der entseelten Frau Boulot ab. Oberst Wilms hat auf Sezierung be* standen und der Bankier hat keine Einwendungen erhoben.

(Fortsetzung folgt.)