Zul-aer Anzeiger
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Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg-- ^^^^»«Ä^ 1z Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt
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Nr. 151 — 1934
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Adolf Hitler greift durch.
Alarmzustand der Reichswehr aufgehoben. — Zwölf Erundforderungen des Führers.
Röhm feiner Glellong enthoben und aus der Partei ausgestoßen.
Erne Bekanntmachung des Führers.
Die Reichspreffestellc der NSDAP. teilt folgende Verfügung des Führers mit:
Ich habe mit dem heutigen Tage den Stabschef Röhm seiner Stellung enthoben und aus Partei und SA. a u s g e st 0 ß e n.
Ich ernenne zum Chef des Stabes Obergruppenführer L u tr e.
SA.-Führcr und SA.-Männcr, die seinen Befehlen nicht Nachkommen oder zuwiderhandcln, werden aus TA. und Partei entfernt bzw. verhaftet und abgeurteilt.
gez. Adolf Hitler,
Oberster Partei- und SA.-Führer.
Obergruppenführer Luhe
Chef des Giabes der GA
Der Führer hat folgendes Schreiben an den Obergruppenführer der SA., Lutze, gerichtet:
An Obergruppenführer Lutze!
Mein lieber SA.-Führer Lutze!
Schwerste Verfehlungen meines bisherigen Stabschefs zwangen mich, ihn seiner Stellung zu entheben. Sie, mein lieber Obergruppenführer Lutze, sind seit vielen Jahren in guten und schlechten Tagen ein immer gleich treuer und vorbildlicher SA.-Führer gewesen.
Wenn ich Sie mit dem heutigen Tage zum Chef des Stabes ernenne, dann geschieht dies in der festen Überzeugung, daß es Ihrer treuen und gehorsamen Arbeit gelingen wird, aus meiner SA. das Instrument zu schaffen, das die Nation braucht und ich mir vorstelle. Es ist mein Wunsch, daß die SA. zu einem treuen und starken Gliede der nationalsozialistischen Bewegung ausgestaltet wird. Erfüllt von Gehorsam und blinder Disziplin, muß sic mithclfcn, den neuen Menschen zu bilden und zu formen. gcz. Adolf Hitler.
Ausruf des neuen Ehest des Stabes an die SA.
Der Chef des Stabes, Lutze, hat folgenden Aufruf erlassen:
„Aufruf!
SA.-Kamcradcn! Führer und Männer!
Der Führer hat mich an seine Seite als Chef des Stabes berufen. Das mir dadurch bewiesene Vertrauen mutz und werde ich rechtfertigen Burdi unverbrüchliche Treue zum Führer und restlosen Einsatz für den Nationalsozilismus unB dadurch für unser Volk. Als ich vor etwa zwölf Jahren zum erstenmal Führer Zeiner kleinen SA. war, habe ich drei Tugenden an die Spitze meines Handelns gestellt und üe von der TA. gefordert. Diese drei Tugenden haben die SA. groß r eine St, und heute, wo ich in fchicksalè- schwerer Stuude meinem Führer an hervor: aeender grelle dienen darf, sollen sie erst recht Richtschnur für die ganze TA. fein:
Unbevi» gie Treue!
Sckaâ Tii-kU»!
Hing ebender O eituKsi!
2c wollen wir. dir wir Nmiss alte zürlisten SmB, ge mein sm marschieren. Ich bin übrrrengl, dann kann es nur ein Marsch zur Freiheit werden. Es lebe der Führer! Es lebe unser Volk!
Ter Chef des Trabes: gez. SuS.*
Fest in der Hand des Führers
Überall Ruhe und Ordnung.
Im ganzen Reich herrscht vollkommene Ruhe. Nirgends ist es zu Störungen der Ordnung gekommen. Tie ganze Aktion wurde reibungslos durchgeführt. T i e M a ch t ist fest in der Hand des F ü h r c r s Adolf Hitler und seiner Getreuen. Es liegt keinerlei Anlaß zu irgendeiner Beunruhigung vor.
*
Eine Erklärung der Reichspreffestelle der ASDAP.
Die Reichspreffestelle der NSDAP. teilt mit:
Sen vielen Atonalen wurde von einzelnen Elementen versucht, zwischen SA- und Partei sowohl wie zwischen H nun Staat Keile zu treiben und Gegensätze zu er
zeugen. Der Verdacht, daß diese Versuche einer beschrankten, bestimmt eingestellten Clique zuzuschreiben sind, wurde mehr und mehr bestätigt. Stabschef Röhm, der vom Führer mit seltenem Vertrauen ausgestattet worden war, trat diesen Erscheinungen nicht nur nicht entgegen, sondern förderte sie unzweifelhaft. Seine bekannte unglückliche Veranlagung führte allmählich zu so unerträglichen Belastungen, daß der Führer der Bewegung und Oberste Führer der SA. selbst in schwerste Gewissenskonflikte getrieben wurde.
Stabschef Röhm trat ohne Wiffeu des Führers mit General Schleicher in Beziehungen. Er bediente sich dabei neben einem anderen SA.-Führer einer von Adolf Hitler schärfstens abgelehnten, in Berlin bekannten obskuren Persönlichkeit. Ta diese Verhandlungen endlich — natürlich ebenfalls ohne Wissen des Führers — zu einer auswärtigen Macht bzw. deren Vertretung sich hinerstreckten, war sowohl vom Standpunkt der Partei wie auch vom Standpunkt des Staates ein Einschreiten nicht mehr zu umgehen.
Planmäßig provozierte Zwischenfälle führten dazu, daß der Führer heute nacht um 2 Uhr nach der Besichtigung von Arbeitslagern in Westfalen von Bonn aus im Flugzeug nach München flog, um die sofortige Absetzung und Verhaftung der am schwersten belasteten Führer anzuordnen. Ter Führer begab sich mit wenigen Begleitern persönlich nach Wiesfee, um dort jeden Versuch eines Widerstandes im Keime zu ersticken. Tie Durchführung der Verhaftung zeigte moralisch so traurige Bilder, daß jede Spur von Mitleid schwinden mutzte. Einige dieser SA.-Führer hatten sich Lustknaben mit« gesonn en. Einer wurde in te. ete- Haftestr» Situation aufgeschreckt und verhaftet.
Der Führer gab den Befehl zur rücksichtslosen Ausrottung dieser Pestbeule. Er will in Zukunft nicht mehr dulden, datz Millionen anständiger Menschen durch einzelne krankhaft veranlagte Wesen belastet und krompromittiert werden. Ter Führer gab dem preußischen Ministerpräsidenten Göring den Befehl, in Berlin eine ähnliche Aktion durchzuführcu und dort insbesondere die reaktionären Verbündeten dieses politischen Komplotts auszuheben.
*
Mittags 12 Uhr hielt der Führer vor den in München zusammengekommenen höheren SA.-Führern eine Ansprache, in der er seine unerschütterliche Verbundenheit mit der SA. betonte, zugleich jedoch den Entschluß verkündete, disziplinlose und ungehorsame Subjekte sowie asoziale oder krankhafte Elemente von jetzt ab unbarmherzig auszurotten und zu vernichten.
Er wies darauf hin, daß der Dienst in der SA. Ehrendienst sei, für den Zehutauscnde brave SA.-Mânner die schwersten Opfer gebracht hätten. Er erwarte von dem Führer jeder SÄ.-Einheit, daß er sich dieser Opfer selber würdig erweise und in seinem Verbände, als Vorbild lebe. Er wies weiter darauf hin, daß er jahrelang Stabschef Röhm vor schwersten Angriffen gedeckt habe, daß aber die letzte Entwicklung ihm zwinge, über jedes persönliche Empfinden das Wohl der Bewegung und damit das des Staates zu stellen, daß er vor allem jeden Versuch, in lächerliche« Zirkeln ehrgeiziger Naturen eine neue Umwälzung zu propagieren, im Keime ersticken und ausrotten wird.
Was Adolf Hitler von seinen
SA.-Führern fordert.
Befehl Adolf Hitlers an den Chef des Stabes.
Adolf Hitler bat an den Chef ees^ Lmbes, o n # e folgenden Befehl gegeben: Senn ich sie Sea.e zum Chef des Stabes Der SÄ, ernenne, dann erwarte ich, daß Sie sich hier eine Reihe 0 0 n A u t a 2 ben angelegen fein tagen, sie ich Jbnen^ hiermit stelle:^
i. Ich verlange vom SA.-Führer, genau 10 wie er vom SA. -Mann, blinven Gehorsam und unbedingte Disziplin.
2. Ich verlange, daß jeder SA.-Führer wie jeder politische Führer sich dessen bewußt ist, dan sein Be- nehmen und seine Aufführung vorbildlich zu fern hat für seinen Verband, ja für unsere gciamte Ge
folgschaft.
3. Ich verlange, daß SA.-Führer — genau so wie politische Führer — Die sich in ihrem Benehmen in Ber üffentlichkcit etwas zuschulden kommen laßen, u n n a m sichtlich aus der Partei und der «A. entfernt werden.
4 Ich verlange insbesondere vom SÄ.-Fâürer. daß er ein Vorbild in Der Einsachhet t uns mcht im Aufwand ist Ich wünsche mehr, daß Der stt.-^udrer kostbare Tiners gibt oder an lolchen teUmmmt Man
Sieben SA.-Führer erschossen.
Tic Reichspreffestelle der NSTAP. gibt bekannt:
Im Zusammenhang mit dem aufgedeckten Komplott wurden nachstehende SA.-Führer er schossen:
Obergruppenführer August Schneidhuber- München; Obergruppenführer Edmund Heines- Schlesien: Gruppenführer Karl Ernst- Berlin: Gruppenführer Wilhelm Schmid- München: Gruppenführer Hans Hayn- Sachsen; Gruppenführer Hans Peter von H e y d e b r e ck - Pommern: Standartenführer Hans Erwin Graf S p r e t i - München.
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In den letzten Wochen wurde festgestellt, daß der frühere Reichswehrminister General a. D. v. Schleicher mit den staatsfeindlichen Kreisen der SA.-Führung und mit auswärtigen Mächten staatsgefährdende Verbindungen unterhalten hat. Tamil war bewiesen, daß er sich in Worten und Wirken gegen diesen Staat und seine 7-,üh- rung betätigt hat. Diese Tatsache machte seine Verhaltung im Zusammenhang mit der gesamten Säuberung-: aktion notwendig.
Bei der Verhaftung durch Kriminalbeamte widersetzte sich General v. Schleicher mit der Waffe. Durch den dabei erfolgten Schußwechsel wurden er und seine da- zwischcntretendc Frau tödlich verletzt.
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DNB. teilt Sonntag abend amtlich mit:
Dem ehemaligen Stabschef Röhm wurde Gelegenheit gegeben, die Konseqarnze« aus seinem ocrräterlichen Handeln zu ziehen. Er tat das nicht und wurde daraufhin erschossen.
A!armzustand derMchswehr aufgehoben
Erlaß des Reichswehrministers an die Wehrmacht.
Ter Reichswehrminister, Generaloberst von Blom-- b e r g , hat folgenden Erlaß an die Wehrmacht geschrieben:
„Berlin, den 1. Juli 1934.
An die Wehrmacht! Der Führer Hal mit soldatischer Entschlossenheit und vorbildlichem Mut die Verräter und Meuterer selbst angegriffen und niedergeschmeltert. Die Wehrmacht als der Waffenträger des gesamten Volkes, fern vom innerpoli- tischcn Kamps, wird danken durch Hingebung und Treue! Das vom Führer geforderte gute Verhältnis zur neuen SA. wird die Wehrmacht mit Freude pflegen im Bewußtsein der gemeinsamen Ideale. Der Alarmzustand ist überall ausgchoben. gcz. von Blomberg."
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Reichswehrminister Generaloberst vonBlomberg hat an den Stabschef der SA.. Lutze, folgenden^ G l ü d = Wunsch gerichtet: „Zu Ihrer Ernennung zum Stabschef, dem großen Beweis des Vertrauens des Führers, sage ich Ihnen meinen her Lichen Glückwunsch, von Blomberg."
Die Reden Görings und Goebbels' siehe Hauptblatt Seite 2!
bet uns kesser Stens r Si ew:-.'cJes, w.r rrxes au2 fegt hort niâs ja fs^m. Me" käme» ixm-h ^arkè- genofke» fehlt beme nseb das Antisen 7 :"e »a« uese«, fie sind nicht »eidffch dem, den das Glück mehr :: tauee dar. aber es ist eines Natisnalsszarrst« ns würdig, den Abstand, der zwischen No: und Glück ungeheuer greg m. noch besonders zu vergrößern. 'S rerHete i n s- b e s 0 n 2 e r e, saß Minel Der Panei. Bet â oder überhaupt der Oftentlichkeir für Festgelage und dergleichen Verwendung ftnsen.
Es ist unverantwortlich, von Geldern, die zum Teil sich aas den Groschen unserer ärmsten Mitbürger er» geben. Schlemmereien abzuhallen. Tas luxuriöse Stabsguarlicr in Berlin, in Bern, wie nunmehr festgestellt wurde, monatlich bis zu 30 000 Mark für Festesten usw. audgegeben wurden. iß sofort aufzulösen.
Ich untersage daher für alle Parieiinstanzen Sic Veranstaltung sogenannter Festesten und Diners aus irgendwelchen öffentliche» Mitteln Uns ?ck verbiete allen Partei- und SA.-Führern sie Teilnahme an solchen. Ausgenommen davon ist nur die Erfüllung der von Staats wegen notwendigen Ver-flichru agen. für Die in erster Linie Der Herr Reichspräsisem uns sann now- der Herr Reichsaußenmini stet verantwortlich nur. Ich