So arbeitet die Partei.
Dr. Frick aLs Michslei^er.
Führer der Reichstagsfraktion - Reichswahlleiter der NSDAP.
NSK. „Als Neichsleiler obliegt mir die Führung der nationalsozialistischen Neichstagsfraktion und die Vor- bereitung von Reichstagswahlen (Reichüwahlleiier' der NSDAP.).
I.
Die Aufgaben des F r a k t i o n s f ü h r e r s haben durch die nationalsozialistische Revolution, die Beseitigung der Parteienzersplitterung und die Überwindung des parlamentarischen Systems eine tiefgreifende Wandlung erfahren. In den neun Jahren vor der Machtübernahme galt es, mit Hilfe der Fraktion dem Willen der NSDAP, gegenüber der Regierung und den parlamentarischen Parteien im Reichstag mit allen Mitteln der Berfassung des Gesetzes und der Geschäftsordnung Geltung zu verschaffen oder, wo dies nicht möglich war, mindestens dem Volke das nationalsozialistische Wollen klar vor Augen zu führen.
Heute, im nationalsozialistischen Staate, ist für parlamentarischen Kampf kein Raum mehr. Regierung und Reichstag sind nationalsozialistisch. Die alten Parteien sind verschwunden, die 661 Abgeordneten des Reichstags gehören (639 als Mitglieder und 22 als Gäste) sämtlich der nationalsozialistischen Fraktion an. Unsere Reichstagsfraktion ist zur alleinigen Volksvertretung geworden. Zwischen ihr und der Regierung kann kein Kampfzustand mehr bestehen, da beide nach den gleichen, nationalsozialistischen Grundsätzen dem Volke zu dienen entschlossen sind. Die Aufgabe der zur Volksvertretung gewordenen nationalsozialistischen Fraktion im neuen Staate besteht darin, bei den Reichstagssitzungen sinnfällig vor aller Welt zum Ausdruck zu bringen, daß heute der Wille des Führers und der Wille des Volkes eins sind.
Die Entscheidung der großen Fragen der Politik, soweit sie die Fraktion und den Reichstag beschäftigen, bereitet der Fraktionsführer in engstem E in Verne h men in LtdemFührerundVolkskanzler
Kurze politische Nachrichten.
Am Sonntag, dem 1. Juli, übernehmen alle deutschen Sender vom Deutschland-Sender die Wiederholung der Rede des Reichsministers Hetz, die er am Montag, dem 25. Juni, von Köln aus über alle deutschen Sender gehalten hat. Die Sendung erfolgt in der Zeit von 11.30 bis 12.10 Uhr.
In der pfälzischen Landessynode wurde der Kreisleiter der Deutschen Christen, Pfarrer Ludwig Diehl- Mackenbach, zum protestantischen Landesbischofder Pfalz gewählt. Kirchenpräsident D. Dr. Keßler wird aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand treten.
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Die pfälzische Landeskirche, als die erste Evangelische Kirche Süddeutschlands, übertrug ihre Rechte auf die Reichskirche.
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Bei einer Versammlung der Deutschen Front in Dudiveiler, Saargebiet, kam es wiederholt zu kommunistischen S t ö r u n g s v e r s u ch c n durch Kurzfchließen der Lichtleitung und Werfen von Papierböllern in der Nähe. Drei Kommunisten wurden verhaftet.
Brandkaiastrophe vernichtet acht Bauernhöfe.
In dem nicht weit von Salzwedel (Altmark) gelegenen Dorfe B l ü t l i n g e n brach ein Feuer aus, das in weniaer als einer halben Stunde die Hälfte des
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25 , Nachdruck verboten.
Das Knattern des Motors war ein Lied, wie Stephanie noch nie ein schöneres gehört zu haben glaubte. Wo der Schienenstrang tief unten ins Tal des Arno ab« zweigte, machte sie kehrt. Einen Augenblick schloß sie geblendet die Lider. Sie hatten die Sonne im Rücken gehabt, und nun schüttete sie ihnen lohendes Kupfer in die Augen. Merlin blinzelte und deckte die Hand darüber.
Sei es nun, daß Stephanie dadurch abgelenkt worden war oder einen falschen Hebelgriff machte — das Flugzeug schoß wie ein bleierner Ball der Erde zu.
Knapp hundert Meter über dem Boden fing sie es wieder ab.--Oder war es Hans-Jörg gewesen, dessen Hände jetzt neben den ihren am Steuer lagen? „Erschrocken? — Wie?" Seine Stimme war voll Güte. „Das kann vorkommen!" Aber sie merkte,, wie er aufmerksam auf das Knattern des Motors horchte.
War etwas nicht in Ordnung?
Da schob er auch schon ihre Hände zur Seite und ließ den Vogel in beängstigend schiefem Gleitflug auf die immer näher rückende Ebene hinabschweben. „Haben Sie gehört?" fragte er, als sie, zwar kräftig geschüttelt, aber doch mit heilen Gliedern gelandet waren. „Irgend etwas stimmt nicht. Immerhin ist es besser, das hier unten nachzusehen." Dabei ging er rings um das Flug- zeug und stand nachdenklich vor dem Motor.
„Sie führen doch Werkzeug mit sich, nicht? — Es wird nicht schwer zu finden sein." Er legte den Rock ab und krempelte die Hemdärmeln hoch. „Geben Sie mir einmal den Schraubenschlüssel! Den großen, ja! Verstehen Sie überhaupt etwas von Ihrer Maschine, Srgnorina?"
Nun war er wieder da, der Spott, den sie über alles an ihm fürchtete. „Ich denke doch!" sagte sie verweisend. „Wenn ich allein geflogen märe, hätte ich ja auch niemand gehabt, der mir die Arbeit abgenommen hätte!"
„Allerdings," gab er zn. „Sehr wahrscheinlich hätten Sie dann überhaupt keine Mühe mehr gehabt. Der eine ,Propellerarm — sehen Sie —?" Er faßte sie am Handgelenk und zog sie zu sich nieder. „ES war brav, daß er solange gehalten hat." p- Und alö sie ihn aus tödlich erschreckten Augen ansah, nickte er, nun ebenfalls blaß ge- worden. „Es wäre nicht nett gewesen, Signorina, so halb gevierteilt, oder ganz zerquetscht hier unten anzu- kommen. — Nicht zittern!" Beruhigend strich er ihren Arm herab. „W.irJind ia.Lss Lü macheu UtÄ diesem
vor. Die lausenden Arbeiten erledigt das Fraktionsbüro unter Leitung des Fraktionsgeschäftsführers Pg. Dr. Fabricius.
Besondere Mühewaltung erfordert die Führung des Fraktionsarchivs, das dazu bestimmt ist, den Abgeordneten und Parteidienststellen das zur Bearbeitung besonderer Fälle nötige Material bereitzustellen. Um das Archiv leistungsfähig zu erhalten, ist die fortgesetzte Verarbeitung der ergehenden Gesetze, Verordnungen und Erlasse, der maßgebenden politischen Presse und der sonstigen Veröffentlichungen über das politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben erforderlich.
II.
In engem Zusammenhang mit der Fraktionsführung steht die Tätigkeit als R e i ch s w a h l l e i t e r der Partei im Falle der Ausschreibung von Reichstagswahlen. Der Reichswahlleiter der NSDAP, hat dafür zu sorgen, daß seitens der Partei die zahlreichen Formvorschriften des gesetzlichen Wahlverfahrens genau beachtet und vor allem die vorgeschriebenen Fristen gewahrt werden. Seine wichtigste und schwierigste Aufgabe ist die Aufstellung der Be- Werberlisten, die in engem Einvernehmen mit dem Führer der Partei vor sich geht und die Berücksichtigung einer Fülle verschiedener Gesichtspunkte erfordert.
Bei den Wahlen zum 12. November 1933 hat die Tätigkeit des Reichswahlleiters dadurch eine beträchtliche Erweiterung erfahren, daß zur Betonung der Vereinheitlichung des Volkswillens in sämtlichen Wahlkreisen und als Reichswahlvorschlag eine im wesentlichen gleichlautende Einheitsliste aufgestellt wurde. Dies führte zu einer wochenlang anhaltenden Flut von Posteingängen und Telephonaten. Das für die Wahlvorbereitung unter Beteiligung der Fraktionsangestellten eigens eingerichtete Wahlbüro mußte in Anbetracht der kurz bemessenen gesetzlichen Fristen wiederholt Nachtschichten einlegen, um die Arbeiten fristgerecht fertigzustellen.
Nach der Wahl bestand eine weitere, vom Reichswahlleiter zu lösende, wichtige Aufgabe in der gerechten Verteilung der Mandate auf die einzelnen Wahlkreise.
kleinen Ortes, acht grobe Höfe. in Asche legte. Eine Unmenge Vieh ist in den Flammen umgekommen.
Das Feuer entstand durch einen eigenartigen Zufall. Zwei Dachdecker wollten das Strohdach einer Scheune ausbessern. Der eine reichte seinem Kollegen ein Stück Draht aufs Dach, berührte aber damit versehentlich die elektrische Lichtleitung. Im gleichen Augenblick^sprübten Funken aus dem Draht, und im Nu stand das Strohdach in Flammen. Von der Scheune griff das Feuer mit rasender Geschwindigkeit um sich und erfaßte innerhalb von zehn Minuten acht große Bauernhöfe
Ein österreichischer SS. - Mann , der mit einem Kameraden einen Landurlaub in Blütlingen verbringt und sich bei den Rettungsarbeiten besonders verdient machte, wurde von den Trümmern eines einstürzenden Giebels getroffen und schwer verletzt.
Neuer Ltnglückssatt im Nelsonschacht.
Giftgase fordern zwei Todesopfer.
In dem zum Teil^üZeScr erschlosienen .„Nelson- Schacht in Osseg (Tschechoslowakei), in dem Anfang Januar bei einer Explosionskatastrophe 142 Menschen ums Leben kamen, fuhren jetzt sieben Bergleute unter Führung eines Obersteigers ein. Aus der Schachtsohle stießen sie auf eine schlecht vermauerte Tür, durch die in erheblichem Maße G i s t g a s e drangen. Sechs Bergleuten gelang es zu entkommen. Der Obersteiger und ein Maurer blieben betäubt im Schacht liegen. Eine Rettungs- kolonne brachte die Verunglückten nach oben. Den ärztlichen Bemühungen gelang es nicht mehr, die beiden ins Leben zurückzurüfen.
Falle natürlich nichts. Wissen Sie, wie weit die nächste Station entfernt liegt?"
Sie schüttelte den Kopf. Ihr war ganz wirr. Aller Mut hatte sie verlassen. Wenn der Himmel nicht gnädig gewesen wäre, läge sie jetzt hier zerschmettert am Boden. Aber nicht sie allein. Er mit ihr!
„Nicht mehr nachgrübeln, wie es hätte sein können," mahnte er. „Das lähmt nur den Willen. — Mir ist es jetzt darum zu tun, Sie unter ein sicheres Dach zu bringen. Ich selber bleibe die Nacht über bei dem Apparat."
Sie hatte das Bangen abgeschüttelt und reckte sich. „Dann bleibe ich auch! Eine Nacht dauert nicht ewig."
Er schien bereits wieder an etwas anderes zu denken, denn seine Augen wanderten suchend umher. Sie glaubte ihn verärgert, aber er war nur nachdenklich. Schließlich legte man sich als Mann auf den platten Boden und schlief nicht einmal sonderlich schlecht dabei. Aber eine Frau nachts auf der harten Erde? —
Von den Hängen, die die Ebene gürteten, krochen schon die mahnenden Schatten der Nacht. Langsam schoben sie sich über das Gelände.
Er schlüpfte in seinen Rock und sagte bittend: „Setzen Sie sich nun einmal brav auf die Steine hier. Es' ist zwar ein bißchen hart, aber ich will sehen, ob sich nicht etwas Besseres findet. Ich komme bald zurück."
Aber er blieb sehr lange aus, so daß sie eine gewisse Bangigkeit erfüllte, als die Schatten allmählich näher rückten. Westwärts lag immer noch der helle Schein. Nur im Osten dräute bereits die dunkle Nacht. Ihre Glieder waren schlaff von der Aufregung der letzten Tage und dem Schrecken über ihren Sturz. Zudem die Ungewißheit, was die kommenden Stunden bringen würden.
Und noch immer kam er nicht.
Tau fiel und legte sich kühlend über die ausgebrannte Erde. Stephanie hatte die Lederhaube abgenommen und spürte ihr Haar feucht werden. Dunst wie von Fieber stieg vom Boden auf. Aber sie dachte nicht an sich--nur an ihn. Sie hatte ihn gefährdet. Stechmücken surrten an ihrem Ohr vorüber.
Wo blieb er nur?
Da stand er plötzlich, vom Dunkel halb verschleiert, vor ihr. „Es hat ein bißchen lange gedauert. — Sie haben sich hoffentlich nicht geängstigt. Menschenleer die ganze Steppe. — Aber da vorne ist so etwas wie eine Hütte. Nicht eben komfortabel, trotzdem besser als nichts. Die Maschine lassen wir hier. Die stiehlt uns keiner. Kommen Sie jetzt, es wird kühl."
Er streckte ihr die Hände entgegen und zog sie hoch. Sie glaubte ein Lächeln um seinen Mund zu sehen. Mit einem Ruck stand sie auf den Füßen. Langsam gingen sie nebeneinander her. Als sie über einen Lavabrocken stolperte, faßte er nach ihrem Arm und zog ihn durch den
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Die Spendenkarte für „Mutter und Kind".
Im Rahmen der Sammlung für das Hilfswerk „Mutter und Kind" wird außer den üblichen Sammlungsarten mit Büchsen und Listen eine Neuerung eingefUhrt. Die Reichsbahn wird ab 1. Juli auf allen Bahnhöfen an den Schaltern den Reisenden eine Karte anbieten, deren Verkauf bedürftigen Müttern und Kindern helfen soll, ihnen in den Ferien Landaufenthalt zu verschaffen. Die Spendenkarte ist ein weißer Zettel, der Kopf zeigt einen Ferienzug, die Beschriftung ist in blauer Farbe gehalten und lautet „Spendenkarte für Mutter und Kind 10 Pfennig". Sie wird, wie schon erwähnt, an allen Schaltern der Reichsbahn als Zusatzkarte verkauft. Jeder Schalterbeamte ist angewiesen, dem Reisenden diese Karte anzubieten. Der Preis ist gering gehalten, so daß jeder Reisende diese Karte erwerben kann und muß. Eie müßte gekauft werden, so wie man etwa eine Zuschlagkarte für den D-Zug oder Eilzug löst, nur daß sie eben billiger ist. Teutsche Volksgenossen: Es muß eine Selbstverständlichkeit für jeden sein, bei Antritt der Ferienreise die Spendenkarte für „Mutter und Kind" zu erstehen. Der Preis ist so gering, daß keiner von Euch sich durch diese Ausgabe Einschränkungen auferlegen muß. 10 Pfennig entsprechen einer Zigarre^oder einer Zeitung. Aber jeder Groschen hilft schon._ Jeder deutsche Volksgenosse muß die Spendenkarte kaufen, damit deutsche Mütter und Kinder aufs Land verschickt werden können. Ihr müßtet einmal dabei sein, wenn die Kinder auf dem Bahnsteig stehen mit blitzenden Augen, in Erwartung der künftigen Wunder, die ihnen die Reise offenbaren soll. Allein diese kindliche Freude würde genügen, um Euch zu der Spende zu veranlassen. Diese Reise aufs Land wird aus der Erinnerung unserer Kinder nie verschwinden. Tragt zu ihrer Freude bei und erwerbt die Spendenkarte.
Ferienbesehl.
S A. - K a m e r a d e n.
Der kommende Monat Juli ist nach dem Willen des Stabschefs zum Urlaubsmonat für die gesamte SA. bestimmt.
Ich weiß, daß ihr alle diese Erholungszeit verdient habt. Kein Appell, kein Marsch, keine Anstrengung ist euch zu viel gewesen. In stillem, unermüdlichem Pflichteifer habt ihr Tag für Tag bewiesen, daß ihr in jedem Augenblick, wo man eurer bedarf, zur Stelle seid.
Ich ordne hiermit an, daß während des Urlaubsmonats jeder SA.-Dienst zu ruhen hat. Für einige unbedingt notwendige Veranstaltungen und Dienstanforderungen ist zum Ausgleich der Urlaub um eine entsprechende Anzahl Urlaubstage zu Anfang August zu verlängern.
So soll der Monat Juli auch wirklich euch allen die Ausspannung und die Erholung bringen, deren ihr bedürft, um am 1. August im alten revolutionären SA.-Geist mit neuen Kräften bis auf den letzten Mann wieder antreten zu können. Und so sollen auch die Tage des Urlaubs damit unter dem Leitgedanken stehen:
Alles für Deutschland! Alles für den Führer!
Der Führer der Gruppe Hessen:
gez. A. H. Beckerle, Gruppenführer.
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Es war weit bis zur Hütte. Sic begriff nun, daß er fo lange weggeblieben war. Halb zerfallen stand das Bauwerk mit schiefem Dach über dem Boden. Sie mochte wohl einem Hirten als Unterschlupf gedient haben.
„Ich habe schon nachgesehcu, ob es nicht hier drin zuviel Ungeziefer gibt," sagte Merlin. „Wollen Sie sofort schlafen?"
Sie verneinte.
„Dann werden wir noch ein bißchen plaudern." Die Nacht war lau. Miriaden von Sternen lagen über dem Himmel. Ganz ferne fuhr ein Zug vorüber. Die hell- erleuchteten Wagenreihen tanzten wie eine Kette Glühwürmer durch die Ebene.
Vor der Hütte war eine Bank in die Erde gerammt. Stephanie ließ sich darauf nieder. Hans-Jörg setzte sich zu ihren Füßen ins Gras und lehnte den Kopf gegen ihre Knie. Ihre Hände, erst im Schoß gefaltet, lösten sich und strichen über sein Haar. DaS Gesicht hebend, suchte er ihren Blick. „Du —"
Er faßte nach ihrer Liechten und legte seine Wange dagegen. „Liebstes!"
Ihr Antlitz leuchtete weiß aus der Finsternis, neigte sich dann und bog sich zu ihm herab. Lippe auf Lippe traf zusammen. —
Er mußte sich bücken, als er später mit ihr durch die niedere Tür der Hütte schritt. Auf einer Schütte zusammengepreßten Heues ließ sich Stephanie niedergleiten.
Dort lag sie mit zuckendem Munde, sah, wie er den Rock abnahm, ihn zusammenrollte und darüberstrich. Ihren Kopf hebend, legte er ihn unter ihren Nacken. „Ist es gut so?"
Sie nickte dankbar. Vor ihr niederkniend, drückte er das Gesicht gegen ihre Schulter. „Gute Nacht!" Sein Mund streifte ihr Haar.
Sie wußte nicht, welche Zejj cs war, als ihr der auf- steigende Mond blendendes Silber ins Gesicht warf. Verwirrt von Schlaf, Traum und Wirklichkeit, richtete sie sich auf. „Hans-Jörg!"
Ein Schatten verdunkelte die Tür, daß sie leise aufschrie.
„Wer sonst — ?" Neben ihr ins Heu gleitend, schloß er sie in die Arme, „Hast du gefürchtet, ich könnte mich davonmachen? — Ja?" fragte er noch einmal, als er ihr leises Weinen hörte. „Was seid ihr Frauen kleingläu- big, selbst wenn ihr liebt! Und du liebst mich doch?"
Sie, drückte nur den Kopf enger gegen feine Schulter. „Wirst du mich aber auch noch lieben können, wenn ick dir ein Geständnis mache?"
Er fühlte, daß sie zuckte.
„Ich bin verheiratet!"
(Fortsetzung folgt.)
Kinder sind dankbare und frohe Gäste!