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s Ein schwarzer Tag der Geschichte.

28. Juni 1919: Deutschlands Ehre in Versailles verraten.

Der Attentäter, der serbische Student Princip, wird nach der Mordtat abgeführt. Am 28. Juni 1914 wurden in

Hauptstadt von Bosnien, Sarajevo, der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Ee- mahlrn, die Herzogin von Hohenberg, von den Revolver­

Nah und Fern

0 Taifun zerstört 340 Häuser. Über Nordjapan hat ein heftiger Taifun gewütet. Nach bisher vorliegenden Meldungen sind über 340 Häuser vernichtet worden, eine Anzahl Personen wurden getötet und verletzt. 81 Per­sonen werden vermitzt. Die Telegraphenverbindungen sind unterbrochen.

0 Drei Bergleute verschüttet und lebend geborgen. Auf der Maxgrube in Michalkowitz (Ostoberschlesien) bei Laurahütte ging unter Tage ein Pfeiler zu Bruch, der drei Bergleute verschüttete. Nach stundenlangen an­strengenden Bergungsarbeiten gelang es, die Verschütteten lebend zu bergen. Zwei von ihnen hatten Knochenbrüche davougetrageu, der dritte Bergmann hatte nur leichte Vèrletzunaen erlitten.

Q Fünf Menschen bei einem Autounfall verbrannt.' In der Nähe von Luxeuil in Frankreich geriet ein mir sieben Personen besetzter Kraftwagen auf der Landstraße ins Schleudern und stürzte um. Dabei sing der Wagen Feuer. Fünf Insassen konnten sich nicht mehr in Sicher­heit bringen. Sie verbrannten bei lebendigem Leibe. Die beiden anderen wurden mit schweren Brandwunden ins Krankenhaus überaeführt.

0 Erste Hinrichtung mit Giftgas in USA. In den Bereinigten Staaten wurde zum ersten Male eine Hinrich-- tung^mit Hilfe von Giftgas vollzogen. In Cannon City im Staate Colorado wurde ein wegen Ermordung eines Farmers zum Tode verurteilter Verbrecher auf diese Weise hingerichtet.

O Dorf durch Blitzschlag fast völlig verstört. Durch Blitzschlag wurde der größte Teil des französischen Dorfes Pussy bei Chambery vernichtet. Der Blitz schlug in eine Scheune ein und zündete. Das Feuer dehnte sich mit un­geheurer Geschwindigkeit aus und ergriff die umliegen­den Häuser. Trotz des sofortigen Eingreifens zahlreicher Feuerwehren wurden 15 Gebäude ein Raub der Flammen.

Die staatSgcfährlichcn Turnvereine.

Wien. Die Auflösung der seit Jahrzehnten bestehenden deutschen Turnvereine in Österreich hat jetzt eingesetzt. Der Sicherheitsdireklor von Niederösterreich hat den seit 40 Jahren in Poysdorf bestehenden Deutschen Turnverein aufgelöst. In dein Auflösungsbefehl wird erklärt, ein großer Teil der Mit- glicder gehöre einer von der Regierung verbotenen Partei an und betätige sich auch in diesem Sinne. Ein Beweis sei der Umstand, daß in der letzten Zeit eine große Anzahl von Mitgliedern des Deutschen Turnvereins wiederholt wegen ver­botener parteipolitischer Betätigung bestraft worden sei.

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Dieses Plakat wirbt in ganz Deutschland für das HilfswerkMutter und Kind"

Gastlichkeit am Rhein und Main: Der Gau Hessen- Nassau muß in der Kinder - Landverschickung an der Spitze marschieren.

kugeln eines serbischen Nationalisten getötet. Die Tat war der Anlatz zum Weltkrieg und seinen gewaltigen Erschüt­terungen, die alle Völker auf das schwerste trafen.

Hier wurde das Elend der Welt vertragsmäßig besiegelt. Die deutschen Vertreter unterzeichnen das Schanddokument

Die Reichsschwimmwoche ist beendet.

Der Kampf gegen die Nichtschwimmer wird weitergeführt.

Die allseitige Aufklärungsarbeit und die zahlreichen Veranstaltungen während der Reichs-Schwimm-Woche in ganz Deutschland haben in der breiten Masse der Nicht­schwimmer zweifellos einen starken Eindruck hinterlassen.

Es wird nun Aufgabe derjenigen Stellen sein, die sich für die Durchsetzung der Ziele der Reichs-Schwimm-Woche in den Ortsausschüssen zusammengefunden haben, weiter­hin in Fühlung zu bleiben, um eine planmäßige Ausbil­dung der Nichtschwimmer in den nächsten Monaten zu be­treiben. Die Erfahrungen der Reichs-Schwimm-Woche werden hierbei wertvolle Dienste leisten.

Der Leitsatz der Reichs-Schwimm-WocheJeder Deutsche ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Retter" darf in der öffentlichen Diskussion nicht mehr zum. Schweigen kommen, sonder muß sich überall da praktisch durchsetzen, wo immer auch Fragen der Gesundheit, der Sicherheit und der Kör- perertüchtigung behandelt werden.

Die zahlreichen Badeunfälle, die in den letzten Wochen wieder gemeldet wurden, zeugen davon, daß die Aufklä­rung an Hand der AufklärungsschriftSchwimme richtig!" unbedingt verstärkt werden muß. Eilt es doch vor allem, ..die deMche Juâd EosMr M SckMim

erfassen. Die Einführung des Schwimmens als Pflicht­fach in den Schulen, die erneut zur Entscheidung steht, und die Schwimmausbildung im Rahmen der Erziehungsarbeit der Hitler-Jugend müssen dahin führen, daß in Zukunft kein Junge und kein Mädel mehr auf ihren Wanderungen der Gefahr ausgesetzt sind, beim Baden zu ertrinken.

Noch liegen selbstverständlich nicht aus allen Orten die Berichte über die Durchführung der Reichs-Schwimm-Woche vor, doch lassen die ersten Berichte erkennen, wie bedeut­sam die Aufgaben sind, die in der nächsten Zukunft gelöst werden müssen.

Mit bemerkenswertem Weitblick hat erst kürzlich der Direktor im Hessischen Staatsministerium, Loewer, zum Ausdruck gebracht, daß die einmal erreichte Zusammenar­beit in den Ortsausschüssen der Reichs-Schwimm-Woche nicht wieder aussetzen darf. Er betrachtet die Reichs- Schwimm-Woche nur als den Auftakt zu einer großen Werbeaktion, die auch in der Folgezeit anhalten muß. Sowohl die Aufklärungsarbeit an Hand der Schrift Schwimme richtig!", als auch die planmäßige Durchbil­dung der Nichtschwimmer in allen Gliederungen und Or­ganisationen wird von ihm fortgeführt werden.

Es wäre dringend zu wünschen, daß dieses Vorgehen überall Nachahmung findet. Wir müssen in Deutschland so weit kommen, daß jeder deutsche Mann es als nationale Aufgabe empfindet, die nicht schwimmkundigen Volks­genossen zur Schwimmausbildung anzuhalten, und daß jede deutsche Mutter dafür Sorge trägt, ihren Kindern so früh­zeitig wie möglich das Schwimmen beizubringen.

Das dann auftretende Bedürfnis nach Schwimmanla­gen wird die zuständigen Stellen davon überzeugen, daß auch die Pläne für den Bau und die Ausgestaltung von Schwimmanlagen nicht mehr in den Akten verschwinden dürfen.

Die Neichs-Schwimm-Woche selbst, so großzügig und weitausgreifend sie im Sinne einer nationalsozialistischen Erziehungsarbeit auch durchgeführt wurde, kann uns allein noch nicht zum Ziele führen, daß Schwimmen Volksbrauch und somit Allgemeingut des deutschen Volkes wird. Daher muß der Leitsatz zum Abschluß der Reichs-Schwimm- Woche lauten:Der Angriff auf die Nicht­schwimmer geht weiter!"

Dr. Mehne, Reichs-Organisationsleiter der Reichs-Schwimm-Woche.

Börse und Handel

Frankfurt a. M. (Getreidegroßmarkt vom 27. Jun i.) Der Markt blieb fest, besonders für Futtermittel, da­neben lag Weizen nochmals höher, Hafer blieb unverändert, während Roggen um 1% RM. zurückging. Es notierten in RM. (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg): Weizen 210, Roggen 186, Hafer 210212.50, Weizenmehl Festpreisgebiet W. £ 28.90, do. W. VII 28.60, Roggenmehl Festpreisgebiet R. VIII und R. VI je 25.25, zu allen Mehlpreisen kommen 0.50 RM. Fracht­ausgleich hinzu, Weizenmehl IV B 16.75, Weizennachmehl 16.25, Weizenfuttermehl 12.25, Weizenkleie fein 11.40, grob 11.75, Roggenfuttermehl 13, Roggenkleie 12.25, Soyaschrot 16 ab Mannheim, Palmkuchen 15.70 ab Mannheim und Budenheim, Erdnutzkuä^n 17.20 ab Mannheim, Treber 17, Heu, neues,

von Versailles. Am 28. Juni 1919 setzten Hermann Müller und Dr. Bell ihre Unterschriften unter das Diktat der Feindbundmächte, wodurch nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt in Not und Elend gestürzt wurde.

1111.50 Brief, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt, 2.80 3.00, do. gebündelt 2.903.10. Tendenz: fest.

Frankfurt o. M. (Schlachtviehmarkt vom 28. Juni: nichtamtl. Vorbericht.) Kälber: a) 4244, b) 3741, c) 2936, d) 2228. Lämmer, Hämmel und Schafe: b1) 34, e) 27. Schweine: o2) 3741, b) 3740, c) 3639, d) 3438. Auftrieb: Rinder 150, Kälber 772, Schafe 40 (darunter 35 Hämmel), Schweine 745. Marktverlauf: Kälber und Schafe mittelmäßig, Schweine schleppend.

Gießen. (Schweinemarkt vom 27. Juni.) Der Markt war mit 144 Ferkeln und Läufern beschickt. Nach mäßi­gem Geschäft verblieb Ueberstand. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 11 bis 13 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 13 bis 18 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 18 bis 22 Mark, Läuferschweine 40 Mark pro Stück.

Was bringt der Rundfunk?

Reichssender Frankfurt.

Frankfurt: Freitag, 29. Juni

Wetter. 5.50 und 6.15: Gymnastik. , ^ett Fruhmeldungen. 6.50: Wetter 6 55- sSrülv.

1 13.20; Ritter vom Vantosiei in Zivil oder

-Schallv!.) - 13.50: Seit &;r - gibts nur einmal! (Schnllpl.). 143b: Nur Kieibusij-' l?-40: stunbe 5er Frau: Die Welt im Porzellan

Sanboneon, gespielt von Otto Beck. 18 00:

1900. Stuttgart: Unterhaltungskonzert. 20.00: Berlin - Reichs- sendung: Volitpcher Kurzbericht. 20.15: FranUurtt Reichs- der Nation: Sselenbandel an der Saar. SP aus dem Leben deutscher Arbeiter an der Saar. Pn-?2P0: .^1 Frauenchöre von Robert Dchilmanii Mit ^rcheherbegleitung von Sans Pfitzner. . M Nachr. 22.35: Nachr., Wetter Sport

23 00= Unterhaltung. Ein Mikrophon hat sich verirrt, gart^. NaS^ â überaus uferen Gauen. 24.00: Stuft«

Deutfchlandsender.

De'.kpylsndscnder: Freitag. 29. Juni

5.45: Hamburg: Wetter für die Landwirtschaft. 5.50: Wieder-- bolung der »lästigsten Abendnachr. 6.03: Berlin: Gym­nastik. 6.15: Tagessvruch. 6.20: Kiel: FrühkonzeN. In einer Pause (gegen 7.03): Nachr. 8.00: wverrzeit. 8.45: Leibesübung für die Frau. - 9.00: Ein Jahr Dolks- NLdsmgen. 9.40: Heinz Ulrich:Brand-. 10.00: Nachr. b0.1v: Don deutscher Arbeit: Dom Werden der deutschen Energie­wirtschaft. 50 Jahre Stromversorgung der Reichsbaupistadt. Hörfolge. 10.53: Spielturncn im Kindergarten. 11.15: Seewetterbericht. 11.30: Für die Mutter: Allerlei Pratt tvches für dis Reise. Ein Tag in einem Kinderheim. Hör­bericht (Aufu.).

12.00: Breslab: Mittagskon,ert des Stadtorchesters Bunzlau. Ltg.: Muiikdir. Arndt. 12.55: Zeitzeichen. 13.00: Wetter. Anschi.: Aus VerdisRigoletto'-. Solisten. Chor und Orcheiter der Mailänder Scala. (SdiaUpI.). 13.4a: Nachr. 14.00: Sperrzoll. 14.45: Glückwünkche. 15.00: Wetter. Börse. 15.15: Träumereien aut der Wurlitzer Orgel. Schallpl.'. 15.35: Fürs deutsche Mädel. Norddeutsche Mädel erzählen aus ihrer Setmat

16.00: Königsberg: Aus neuen Operetten. Kirmes Funkorchester. Ltg.: Eugen Wilcken. 17.00: Zeittunk. 17.20: Bernstein 'n aller Welt. Ein Aufriß in 4 Hörbildern. 18.00: Amelita Salli-Curci und Enrico Caruso singen «challpl.i. 18.55: Das Gedicht. Anschi.: Wetter für die Landwirtschaft.

19;O0:.Der Nachmittag eines Fauns. Jmpreisionen m Wort und Musik. 19.35: Volkslieder der oberen oaar. 20.00: Kernivruch. Anschi : Kurznachr. 20.15: Frankfurt: Rèichs- scndung: Stunde der Nation: Seeleubandel an der Saar. Ein Hörbild aus dem Leben deutscher Arbeiter an der Saar. 21.00: SA-Konzert. Der Musikzug der 15. SA.-Standarte. Ltg.: MZF. Tugendbeim. 22.00: Politischer Kursbericht. (Aufn.). 22.10: Wetter-, Tages- und Sportnadir. 22.30: Hetnr. Der: Frauenwcitlpjele. Autn.). 22.45: toee« Wetterbericht. 23.00: Profenoren der Hochschule spielen zu Euiisten ihrer Studierenden. (Aufn.).

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Gebr. Frohnapfei Marktstraöe 6

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