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Stadt und Land

* Fulda, den 15. Juni 1934.

Die Monate ohner<

Wenn irgendwo dieMonate ohne r" erwähnt werden, ahnt man, daß nunmehr von Krebsen die Rede sein wird. Von diesen Krustentieren wird nämlich behauptet, daß sie nur in den Monaten Mai, Juni Juli und August genießbar seien, was aber Menschen, die nicht so feinschmeckerisch veranlagt sind, nicht hindert, auch ein­mal in einemMonat mit r" nach einem Krebs zu langen Vorausgesetzt, daß sie überhaupt eine Neigung für Krebse haben.

Mit den Krebsen ist das nämlich so eine Dache: mancher ißt sie nie oder kann sie wenigstens nie öffentlich essen, weil das Krebsessen zu den Eßkünsten gehört, wie etwa das Essen mit Stäbchen, das die Japaner belreiben und das beinahe noch umständlichere Makkaroniessen der Italiener, in dem wir anderen immer Stümper bleiben werden. Es gibt kaum ein zweites eßbares Geschöpf das so kompliziert wäre wie der Krebs. Daß er bei Lebzeiten schwarzgrün ist, in gekochtem Zustande aber krebsrot, mag noch hingehen; aber mit seinen vielen Füßen, seinen Stiel­augen und seinen Scheren komm, man leicht in Verlegen­heit. Zu Hause, wenn man mit dem Krebs oder mit mehreren Krebsen allein ist, braucht man nicht viel Um­stände zu machen: man nimmt das wohlschmeckende Tier einfach in die Hand und wirtschaftet und knabbert daran herum, bis man alles, was davon eßbar ist, im Magen hat.

Viel einfacher als der Verkehr mit Fluß-, Bach- und Teichkrebsen pflegt sich der Verkehr mit den kleinen Krab­ben. die eine Unterordnung Sei Krebse sind, zu gestalten. Die Krabben kriegt man in geschältem Zustande zu kaufen, was den Verzehr wesentlich erleichtert. Über Garneelen, Langusten, Einsiedlerkrebse usw., die alle mit dem Fluß­krebs irgendwie verwandt sind, braucht nichts Besonderes gesagt zu werden, da sie nicht so häufig auf den Tisch kommen wie der Flußkrebs, und da außerdem für sie bezüglich des Gegessenwerdens das gleiche gilt wie für den richtigen Krebs, dessen hohe Zeit jetzt gekommen ist. Was übrigens den Hummer angeht, so unterscheidet er sich von anderen Krebstieren dadurch, daß er eine längere Saison bat als diese: er hält sich nicht an die Monate ohner" und kann selbst von Feinschmeckern schon im April und dann bis in den Oktober hinein gegessen werden. Da er jedoch eine etwas teuere Sache geworden ist, selbst noch als Mayonnaise, braucht man sich um ihn nicht allzusehr zu sorgen: man kriegt ihn nicht zu oft, und wenn man ihn kriegt, ist er gewöhnlich so ausgewachsen, daß sich sein Fleisch leichter finden läßt als das des kleinen Krebses.

Bauerntum und Kirche.

eph. Von jeher haben besonders enge Verbindungen zwischen dem Bauerntum und der Kirche bestanden, fühlt doch kein anderer Stand wie der Bauernstand, daß alles Gedeihen seiner Früchte, daß das Wachstum seiner Saaten und der Erfolg seiner Arbeitsmühe abhängen von Gewal­ten, über die er selbst nicht verfügen kann. So lebt in ihm noch die Ehrfurcht vor dem, der über ihm waltet, so wendet er in seinem Fürchten und Hoffen sich noch immer wieder im Gebet an dem Schöpfer und Erhalter des Lebens, so steigt bei ihm wirklich noch aus innerstem Herzen der Dank zum Herrn der Ernte empor, wenn ihm seine Arbeit ge­segnet ist. Das Dritte Reich weiß, daß seine Kraft und seine Zukunft auf einem wurzelstarken Bauerntum beruht. Die Verachtung, mit der die verstädterten Menschen der «-üLLÜgMeMG Z Bauern,betrachten und behan- deNèn, ist überwunden. Dem Bauernstande wird wieder die Ehre gegeben, die ihm gebührt. Hier erwachsen auch der Kirche neue Aufgaben, nämlich die, die in bäuerlichem Brauchtum, Sitte und Geisteshaltung lebendige Frömmig­keit liebevoll zu pflegen und zu erhalten. Denn nur, wenn bäuerliches Seelentum sich weitererbt, wird der Bauern­stand selber davor geschützt sein, zum bloßen Landwirt und Farmer, d. h. zu einem Menschen zu werden, der die Ehr­furcht vor seinem Erbe und vor der Erde verloren Hal. In diesem Sinne sprach auch kürzlich der Reichssiedlungs­pfarrer der Deutschen Evangelischen Kirche, Schröder, sich aus über die Aufgabe des Landpfarrers. Der Landpfarrer müsse ein wirklicher Bauernpfarrer sein und werden, der seine Bauern von Grund auf versteht und daher die Mög­lichkeit hat, religiös und sittlich auf sie zu wirken. Sagu tritt als wesentliche Ergänzung die Arbeit der Inneren Mission durch deren Diakonen und Diakonissen. Zweite und dritte Bauernsöhne, die das Hoferbe nicht antreten können, seien besonders geeignet, dem Pfarrerstande neue Kräfte zuzuführen, denn Menschen, die selbst noch seelisch im Bauerntum verwurzeln, seien besonders geeignet, die bäuerliche Eigenart zu verstehen, in bquerlicher Sitte zu wurzeln und so wirkliche Bauernpfarrer zu werden, so wie Martin Luther, der all seine Kraft aus bäuerlichem Emp­finden gesogen hat.

Hilfsdienst der Sanitätskolonne vom Roten Kreuz

am 16. und 17. Juni mit Rücksicht auf den großen Verkehr.

Samstag, den 16. Juni, von 14 bis 22 Uhr, Wache im Schloßhof Anruf 2841 (Polizeiwache), außerdem von 20 Uhr bis 1 Uhr Wache im Schloßgarten (Wachlokal-Zelt in der Nähe des Schlotzweihers).

Sonntag, den 17. Juni, von 8 Uhr bis 14 Uhr Wache im Schloßgarten, Anruf 2841, von da ab Anruf 3303.

Während des Aufmarsches befinden sich fliegende Wachen am Domplatz, Heiliggeist, Molkerei, Emallirwerk, Bürgerverein, Vuttermarkt, Adolf-Hitler-Platz. Nach Ein­treffen des Zuges Wache im Schloßgarten bis 1 Uhr. Die Kolonne Fulda wird hierbei von den Helferinnen des Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz und den Kameraden der Hünfelder und Neuhofer Kolonne unter­stützt.

Kolonnenführer K u m m e r.

Der 40 Mann starke Musikzug der Standarte 418 führt am Samstag, 17 Uhr, das Einleitungskonzert zur gehnjahresfeier der NSDAP, und zur Begrüßung der ein« gehenden SA.-Stürme vor dem Schloß nach folgender Reihenfolge aus:

k)Deutsch ist die Saar", Marsch von B. Kutsch,

Z OuvertüreNebukadnezar", von E. Verdi,

o)Sei gegrgüßt, Du mein süßes Sorent", Lied für Solo- Trompete, von L. Waldmann,

Große Fantasie über Themen aus den Werken von Albert Lortzing,

'9 Frühling, wie bist du so schön", Walzer von Paul Linke,

0Soldateska", Potpourri von Seidenglanz.

. Ter SA.-Mann Philipp Dahlhausen wird die neube- mlasfte Lyra der SA.-Standarte 418 in diesem Platzkon- âert erstmals ertönen lassen.

Die Entwicklung der Arbeitslage

im Arbeitsamtsbezirk Kassel im Monat Mai 1934.

Kassel, 13. Juni. Das Arbeitsamt Kassel teilt mit:

Die Entwicklung der Arbeitstage im Monat Mai wird einmal gekennzeichnet durch eine verstärkte Aufnahme­fähigkeit der freien Wirtschaft und ferner durch einen som­merlichen Rückgang der Maßnahmen der öffentlichen Ar­beitsbeschaffung (Notstandsazbeiten usw.).

Während in den verflossenen Monaten die Zahl der arbeitslosen Männer erfreulicherweise stets stärker abnahm als bei den Frauen, erfolgte die Entlastung im Monat Mai insbesondere bei den weiblichen Arbeitsuchenden.

Im Monat Mai verminderte sich die Zahl der Arbeits­losen Dom 16 119 (Ende April 1934) um 443 oder 2,7 v. H. auf 15 676. An diesem absoluten Rückgang sind die Män­ner kaum, die Frauen dagegen mit 438 beteiligt.

Die Beendigung von Notstandsarbeiten, Entlassungen, vor allem im Bau- und Metallgewerbe aus Arbeiten, die mit Reichszuschüssen ausgeführt wurden, ferner die Rück­kehr aus dem Arbeitsdienst und der weitere Zustrom aus der unsichtbaren Arbeitslosigkeit haben ein weiteres Sin­ken der Arbeitslosenziffer bei den Männern verhindert. Ein Vergleich der Vermittlungsergebnisse bei den Män­nern:

Monat Mai 1933 = 771 Vermittlgn. in Dauerstellen Monat April 1934 1125 Vermittlgn. in Dauerstellen Monat Mai 1934 = 1361 Vermittlgn. in Tauerstellen läßt jedoch ohne weiteres die rege Vermittlungstätigkeit im Monat Mai 1934 erkennen. Diese Gegenüberstellung der Vermittlungszahlen beweist weiter, daß sich die Aufnahme­fähigkeit der freien Wirtschaft unseres Bezirks weiter gün­stig organisch entwickelt hat.

In der Landwirtschaft bestand vor allem für die Bear­beitung der Hackfrüchte ein starker Kräftebedarf.

Weitere Aufträge der Reichsbahn gaben den Steinbruch­betrieben die Möglichkeit, zahlreiche Arbeitskräfte anzu­fordern.

Größere Werke der Metallindustrie konnten ebenfalls noch nennenswerte Einstellungen vornehmen (rund 110).

Das Baugewerbe, dessen Aufnahmefähigkeit z. Z. nahe­zu erschöpft ist, nahm im Vergleich zum Vormonat immer noch eine beachtliche Zahl an Kräften auf (115).

Die Bahnbauarbeiten (Gleisumbau), die z. Z. im hiesi­gen Bezirk durchgeführt werden, ermöglichten die Unter­bringung von weit über 100 Vahnarbeitern.

Für die Angestelltenberufe brachte der Monat Mai eine wesentliche Besserung. Am 30. 4. 1934 wurden 2822 (dar. 757 Frauen) und am 31. 5. 1934 noch 2561 (dar. 639 Frauen) gezählt, mithin ein beträchtlicher Rückgang von rund 260.

Der Rückgang bei den Frauen ist durchaus nicht daraus zurückzuführen, daß Frauen an für Männer geeignete Ar­beitsplätze gestellt wurden. Vielmehr war bei der Ver­mittlung der Frauen nach wie vor der E r u n d s a tz m a ß- gebend, daß Frauen im nationalsoziali-

Vermeidet Unfälle Achtet auf die Verkehrsvorschristen!

Gestern abend um 20.30 Uhr ereignete sich in der Frank­furter Straße, Ecke Wallweg, ein Zusammenstoß zwi­schen einem Radfahrer und einem Personenkraftwagen, der nur auf das unachtsame Verhalten des Radfahrers zu­rückzuführen ist. Der Radfahrer kam vom Wallweg und wollte offenbar nach rechts in die Frankfurter Straße nach der Stadt zu einbiegen. .Zeicher Zeit kam vom Stadt- innern her ein Personenkraftwagen, der beim Erscheinen des Radfahrers scharf rechts einen Baum anfuhr, da der Radfahrer infolge seiner Geschwindigkeit und feines un­sicheren Fahrens nicht kurz nach rechts einbiegen konnte. Der Radfahrer stieß gegen das Auto, und flog auf den Kühler desselben und zertrümmerte dabei die Windschutz­scheibe. Er erlitt Hierbi neben Hautabschürfungen einen Bruch des rechten Unterschenkels und mußte in das Lan­deskrankenhaus gebracht werden.

Vom VDA. wird uns mitgeteilt:

Wegen der Feierlichkeit anläßlich des 10jährigen Be­stehens der NSDAP. Ortsgruppe Fulda, kann die für Samstag und Sonntag vorgesehene Sammlung des VDA. nicht stattfinden. Sie wird auf Mittwoch und Donnerstag nächster Woche verschoben. Nicht berührt davon wird die Haussammlung, die vom 18. bis 22. Juni stattfindet.

Wetteraussichten für morgen'.

Zeitweise aufheiternd, Neigung zu gewittrigen Störungen.

Hersfeld, 14. Juni. (Eine Liebestragödie.) In den an der Fulda gelegenen Anlagen beim Denkmal der ehemaligen Kriegsgefangenen fand zu später Abendstunde eine Liebestragödie ihr trauriges Ende. Spaziergänger hörten plötzlich mehrere Schüsse und gingen ihrem Schall nach. Sie fanden die 20jährige Martha Schmidt aus Lü­denscheid in ihrem Blute liegend, aber noch lebend vor. Ein Stück weiter lag der ebenfalls 20jäbrige verheiratete Hans Klett von hier, der bereits tot war. Dem Befund nach hat Klett erst die Waffe gegen die Schmidt und dann auf sich selbst gerichtet. Beide haben Herzschiisso erhalten. Allem Anschein nach handelt es sich um eine Liebestragödie. Das Mädchen liegt im Krankenhaus, während die Leiche des Klett beschlagnahmt wurde. Das Mädchen ist nicht ver­nehmungsfähig.

Marburg, 14. Juni. (Tod infolge eines In­sel t e n st i ch e s.) Ein 17jähriger aus dem Ruhrgebiet stammender Angehöriger des Arbeitslagers in Damm wurde von einem Insekt in die Wange gestochen. Der junge Mann achtete zunächst die kleine Verletzung nicht, bis sich Blutvergiftung einstellte, an deren Folgen er im Krankenhaus gestorben ist.

Gießen, 14. Juni. (Schwere Zuchthausstrafe für e i n e n I u g e n d v o r d e r b e r.) Die hiesige Große Strafkammer verurteilte den Wilh. Hohmann aus Vilbel wegen wiederholten Verbrechens an Mädchen unter 14 Jahren zu 2% Jahren Zuchthaus.

Gießen, 14. Juni. (T odes st u r z beim kind­lichen Spiel.) Beim Spielen auf dem Scheunenboden stürzte in dem Kreisort Holzheim der 10 Jahre alte Sohn des Schmiedes Schwab so unglücklich auf die Scheunen­tenne ab, daß er mit einem schweren Schädelbruch in die Chirurgische Klinik Gießen eingeliefert werden mußte. Hier ist das Kind nach mehrtägigem Schmerzenslager an der schweren Verletzung! gestorben.

Wetzlar 14. Juni. (Weitere Besserung im Erzbergbau an Lahn, Dill und in Oberhes - s e n.) Nach Mitteilung des Berg- und Hüttenmännischen Vereins zu Wetzlar haben Belegschaft, Förderung und Ab­satz im Erzbergbau an Lahn, Dill und in Oberhessen auch

stischen Staat in erster Liniefraulichen Be­rufen zugeführt werden müssen. Ein großer Teil arbeitsloser Mädchen wurden in Haus- und land­wirtschaftliche Stellen untergebracht. Ferner wur­den etwa 50 Angestellte, die vorerst kaum Aussicht auf Ver­mittlung hatten, mit Umschulungsmaßnahmen als Arbei­terinnen in Segeltuchnähereien sowie Wachstuch- und Kunstlederbetrieben vermittelt.

Neben diesen günstigen Vermittlungsergebnissen führten u. a die Abmeldungen zahlreicher vom Lande stammender Mädchen zu einem starken Rückgang der weiblichen Arberts- losenzahl. Die sehr intensiven Bemühungen des Arbeits­amtes, die landwirtschaftlichen Arbeitskräfte dem Lande zu erhalten, bzw. wieder zuzuführen, waren also nicht ganz erfolglos. Allerdings ist auf diesem Gebiet noch viel Auf­klärungsarbeit und recht viel Unterstützung aller maßgeb­lichen Stellen erforderlich.

In der Arbeitslosenversicherung und Krisensürsorge wurden Ende Mai 1934 noch insgesamt 5403 Arbeitslose unterstützt. Nach dem vorläufigen Ergebnis wurden noch 6521 anerkannte Wohlfahrtserwerbslofe gezählt.

Die Zahl der Maßnahmen der wertschaffenden Arbefts- lofenfürforge ging weiter von 165 auf 145 (also um 20) zurück und die der beschäftigten,Notstandsarbeiter vermin­derte sich von 4204 auf 3542 (also um 662).

Die Unterbringung der alten Kämpfer hat im Monat Mai trotz Anspannung aller Kräfte nicht die Fortschritte gemacht, wie dies im Interesse der verdienten Vorkämpfer der nationa­len Revolution "unbedingt wünschenswert ge­wesen wäre.

Nur rund 80 alte Kämpfer konnten einem Arbeitsplatz, auf den sie mit Recht Anspruch erheben können, zugeführt werden. Noch immer warten rund 25 0 be« währte alte Kämpferder Sonderaktion auf Arbeit und Brot.

Es ist mehr als eine Selbstverständlichkeit, daß diese alten Kämpfer ebenfalls in kürzester Frist in Arbeit ge­bracht werden müssen. Sie sind es gewesen, die den Natio­nalsozialismus zum Siege geführt haben. Nur dem Siege der nationalen Revolution haben wir die Belebung der Wirtschaft und den Aufstieg auf allen Gebieten des öffent­lichen Lebens zu verdanken.

Deshalb haben wir ihnen zu danken und sind alle ver­pflichtet, ihnen Die längst verdienten Arbeitsplätze zu geben. Das Arbeitsamt wird durch tatkräftige Unterstützung seitens der Eauleitung und der CA.-Brigaden seine Bemühungen zur schnellsten Unterbringung dieser alten Kämpfer mit allen Mitteln fortsetzen. An alle Führer von Betrieben und Behörden ergeht erneut die Bitte, die Vermittlungs­aktion des Arbeitsamts nötigenfalls auch opferbereit zu unterstützen. Hier kann man die echten Nationalsozia­listen der Tat erkennen.

im Monat Mai ihre steigende Aufwärtsentwicklung bei­behalten. Die Belegschaft betrug Ende Mai 2434 Mann (gegen 1913 im April), die Förderung 49 262 (44 193) und der Absatz 54 714 (54 273) Tonnen. Die Belegschaftshöhe hat damit den Stand vom Jahre 1931 erreicht, Förderung und Absatz wieder den Stand vom August 1930. Gegen­über der entsprechenden Vorjahrszeit ergibt sich für die letz-, ten sechs Monate eine Steigerung der Förderung um 139 Prozent und eine Steigerung des Absatzes um 138 Prozent. Die entsprechenden Steigerungszahlen für das benachbarte, Siegerland sind 144 bzw. 94 Prozent. Gegenüber den Höchst-s zahlen von 1927 ist im Lahn-Dill-Bergbau nunmehr wieder eine 50 prozentige Ausnutzung erreicht. Infolge der mei- ter gestiegenen Rohstahl- und Roheisen-Erzeugung ist auch^ für den Monat Juni mit weiter steigender Entwicklung zu rechnen.

Koblenz, 14. Juni. (Zwei Schlangen auf einem Anhängeschiff.) Auf einem Anhängeschiff _eines großen Schleppzuges, der die hiesige Schriffbrücke passierte, waren als Decklast zahlreiche Ballen Korbrind geladen. In Antwerpen wurden diese Ballen aus einem Seedampfer auf das LastschiffMannheim 200 überschlagen, um rhein­aufwärts an ihren Bestimmungsort gebracht zu werden. Zum Entsetzen der Schiffsbesatzung krochen zwei große Schlangen aus den Korbrinde-Ballen hervor und zündelnd bewegten sich die gefährlichen Tiere an Bord. Erst nach geraumer Zeit gelang es, die Schlangen zu erlegen.

Oberauerbach (Pfalz), 14. Juni. (D i e Tragödie eines Ferkels.) Daß selbst ein Schwein nicht immer Glück hat, welche Eigenschaft man ihm im Volksmunde zu- schreibt, beweist die Tragödie eines Ferkels. Holte da ein Landwirt von Winterbach auf dem Bahnhof eine Sendung Ferkel ab. Zu Hause mußte er die Feststellung machen, daß eines der Tiere fehlte. Er hatte es am Ortsausgang' von Oberauerbach verloren und noch dazu am Fuß über­fahren. Eine Frau suchte im nahen Wald Hasenfutter; plötzlich hörte sie ein junges Schwein grunzen und meinte, es sei ein junges Wildschwein. Bald aber hatte sie heraus, daß sie nur ein gewöhnliches Hausferkel vor sich hatte. Dazukommende halfen das Schweinchen fangen und ver­banden das verletzte Bein. Inzwischen hatte sich auch der Verlierer eingefunben und zog mit seinem wiedergefun­den Kleinod befriedigt nach Hause.

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

Wie schon öfters, hat auch diesmal die Bevölkerung Fuldas freudig Zimmer und Verpflegung zur Verfügung gestellt. Die Kreisleitung Fulda Stadt dankt herzlich für diese Bereitwilligkeit des Opferns und Gebens. Da nun aber die gesamte SA. und SS. biwakieren, Stabsquartier also nicht erhält, können die Freiquartiere nur in geringer Zahl in Anspruch genommen werden. Den Volksgenossen, denen Festbesucher in Quartier gegeben werden sollen, er­halten Nachricht. Wer bis Sonnabend nachmittag 5 Uhr keine Nachricht erhalten hat, wird keinen Gast erhalten. Diese Volksgenossen sollen sich dadurch nicht benachteiligt fühlen. Bei der nächsten Gelegenheit wird ihrem Wunsche Rechnung getragen werden.

Kreisleitung Stadtkreis Fulda.

Aber nicht fibertreiben! L" LL t^ Sonnenbad nehmen, sollten Sie doppelt vorsichtig sein.

Vergessen Sie nicht: die Haut muß sich erst langsam an die Sonne gewöhnen. Bor allem aber: reiben Sie vor jedem Sonnenbad die Haut mit Lcolrem ein. Dann werden Sie die Sonne doppelt genießen, denn Leokrem enthüll ja Sonnen-Vitamin und Lecithin. So'bräunen Sie schneller und mindern zugleich die Gefahr schmerzhaften Sonnen- brandes. Leokrem in Dosen ist schon von 22 Pfg. ab erhältlich.