Stadt und Land
" Fulda, den 8. Juni 1934.
Hindenburg begrüßt den Rotlreuztag.
Als Schirmherr des Deutschen Roten Kreuzes hat Reichspräsident Generalfeldmarschall von Hindenburg dem Rotkreuztage, der am Sonntag, dem 10 Juni überall im Reich begangen wird und mit einer Sammlung zugunsten der segensreichen Einrichtungen des Deutschen Roten Kreuzes verbunden ist, die folgenden Begrüßungsworte gewidmet:
„Als Schirmherr des Deutschen Roten Kreuzes begrüße ich den Rotkrcuztag 1934 mit meinen herzlichsten Wünschen. Die Liebesarbeit des Deutschen Roten Kreuzes hat in den langen Jahren seines Wirkens Tausenden unserer Volksgenossen im In- und Ausland Hilfe gebracht und viele Sorgen gelindert. Müge der heutige Tag er- ncut den Geist der Volksverbundenheit und Opferwillig- feit der Deutschen bekunden und dem Roten Kreuz die Mittel bringen, die es für seine weitere Arbeit braucht."
Berlin, zum 10. Juni 1934.
gez. von Hindenburg.
Aus dem Baugewerbe.
Durchführungsbestimmung zur Anordnung über die Regelung der Organisationsverhältnisse im Baugewerbe vom 11. April 1934.
Mit Zustimmung des Herrn Reichswirtschaftsministers und im Einvernehmen mit dem Führer der gewerblichen Wirtschaft, Herrn Keßler, ordnet der Reichsstand des Deutschen Handwerks zur Durchführung der Anordnung über die Regelung der Organisationsverhältnisse im Baugewerbe vom 11. April 1934 folgendes an:
1 .) Die bauausführenden Unternehmer, die nach der Anordnung über die Regelung der Organisationsverhältnisse im Baugewerbe vom 11. April 1934 zur Hauptgruppe VIII der deutschen Wirtschaft „Handwerk" („Bauhandwerk") gehören, haben sich innerhalb vier Wochen beim Reichsbund des Deutschen Baugewerbes E. V., Berlin W. 35, Margaretenstraße 7, soweit es sich um Unternehmer des Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbes handelt, beim Reichsverband für das Deutsche Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe E. V., Leipzig C. 1, Thomasiusstraße 28, zu melden.
Die bauausführenden Unternehmer, die nach der An- ordnurm vom 11. April 1934 zur Hauptgruppe IV der deutschen Wirtschaft „Bauindustrie" gehören, haben sich innerhalb der gleichen Frist beim Reichsverband des Ingenieurbaues E. V., Berlin W. 35, Lützow-Ufer 1a, zu melden.
Die bauausführenden Unternehmer, die mit ihrem Hauptbetrieb zur Hauptgruppe IV gehören, die aber einen handwerklichen zur Hauptgruppe VIII gehörenden Nebenbetriebe unterhalten, melden den Hauptbetrieb beim Reichsverband des Ingenieurbaues E. V., den handwerklichen Nebenbetrieb beim Reichsbund des Deutschen Baugewerbes E. V. bezw. (wenn der Nebenbetrieb zum Steinmetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe gehört) beim Reichsverband für das Deutsche Steinsetz-, Pflasterer- und Straßenbaugewerbe E. V.
2 . Ein Verwaltungsverfahren zwecks Streichung in der Handwerksrolle oder Streichung bei der Industrie- und Handelskammer darf frühestens ab 1. September 1934 beirieben werden.
Die Notwendigkeit des Lebensopfers muß freudig bejaht werden.
Nach 14jährigem Kampfe ist der nationalsozialistische Staat errungen und gefestigt: dem politischen Denken, dem neuen staatlichen Wollen ist Richtung gegeben. Der Staat wird durch die völkischen Gesetze ausgebaut. Es muß nun aber auch die deutsche Seele restlos für die Sache gewonnen werden. Stammes- und Artfremdes hat sie jahrzehntelang schleichend umklammert. Nun gilt es, die Schlacken zu entfernen und sie zurückzuführen zu echt deutschem Wesen. Deutsches Kulturgut muß wieder die Nahrung unseres Volkes werden. Wir finden sie in deutschem Volks- und Brauchtum. Diesen Schatz zu heben, ist Aufgabe des Reichsbundes für Volkstum und Heimat. Damit diese Entwicklung einheitlich vor sich geht, wurde das Reich in 14 Landschaften ungeteilt und Rüstwochen abgehalten, die von der Lehrabteilung der Reichsleitung des Bundes veranlaßt wurden. Eine solche Rüstwoche fand in Mainz unter der Leitung des Dipl.-Ing. Otto Schmidt statt. Dieser in seinem schwäbischen Volkstum tief verwurzelte Mensch ist so recht zum Leiter solcher Kurse geschaffen. Er packt den Augenblick, so wie er sich bietet und gestaltet ihn im Hinblick auf die Arbeit int Dienste der Volksgemeinschaft.
Bis zur erlösenden Tat Adolf Hitlers verfiel Deutschland einer stets fortschreitenden Atomisierung. Der einzelne verkam vollkommen in der Ichbezogenheit. _ Erst die nationalsozialistische Bewegung zeigte wieder, daß der einzelne gar nichts bedeutet, wenn er nicht in einen viel größeren Ring eingespannt ist. Das neue Denken vom „Wir" bindet nicht allein die lebende Generation in sich, sie verbindet auch Vergangenheit und Zukunft als einen ewigen Lebenslauf, der in sich eins ist. Von diesem „Wir" aus wurde etwas ganz Neues erweckt, nämlich das Volk als ein lebendiges Wesen von ewigem Bestand. Dieses Wesen Volk hat' sein eigen geprägtes Gesicht, das sich eben w all dem ausdrückt, was dieses Volk singt und tanzt, wie es wohnt, sich kleidet und sich zu seinen Festen schmückt. Nur ach diesem Wege des alten echten Brauchtums werden wir angeführt an das Wesenhafte unseres Seins. Wir erken- "en in Gesang, Spiel und Freude die letzte Beziehung des Menschen zum Leben. Jedes gewachsene Brauchtum hat diese Beziehung zu einem letzten ewigen Kern. Es ist der Ausdruck des ewigen menschlichen Kampfes, starke Bejahung des Lebens in feinem Blühen wie in seinem Welken. Soll Leben werden, so muß das Leben geopfert werden. Sinn des Brauchtums und der Sitte ist, daß wir in ihnen die lotwendigkeit des Lebensopfers freudig bejahen. Besin- uen wir uns zurück auf die letzten Wurzeln unserer Volks- ^aft, so gewinnen wir die Sicherheit wieder, die uns über aas enge Ich hinaushebt in das Lebensgesetz unseres Vol-
Nicht jede Generation hat einen Führer von der inaft eines Adolf Hitler. Da gilt es jetzt, mit aller Kraft Sicherheit zu schaffen, die nötig ist, damit die kommen- Generationen sich aus sich selbst voranbringen können. Unbändiges Volkstum allein birgt diese Sicherheit. Darum P lebet verpflichtet, an der Erneuerung der deutschen ^cele mitzuarbeiten. E.
^c^rauslidifen für morgen:
Vielfach aufheiternd und ziemlich warm, Neigung zu gewittrigen Niederschlägen wieder zunehmend.
Führertagung der Hitler-Jugend Hessen-Nassau
Wiesbaden, 6. Juni. Die von Gebietsführer Walter Kramer alle ein bis zwei Monate einberufene Führer- tagung der HI. des Gebietes Hessen-Nassau fand diesmal im Bereich des Oberbannes m, und zwar in Mainz statt. In einem Saale des kurfürstlichen Schlosses begrüßte Ober- bannfllhrer Walter Bloch die eingetroffenen Oberbann-, Oberjungbann-, Bann- und Jungbannführer, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß diese Tagung vom gleichen revolutionären HJ.-Eeist getragen werde wie die vorangegangenen und ebenso richtungweisend sei für die weitere Pionier- und Aufbauarbeit der HI.
Gebietsführer Walter Kramer eröffnete hierauf die Tagung und gab zuerst Kenntnis von der durch das Anwachsen der HI. notwendig gewordenen Teilung verschiedener Banne und Jungbanne und stellte deren neue Führer vor.
Die weiteren Ausführungen drehten sich dann um die Zeltlager, denen für die Gemeinschaftsarbeit der HI. eine große Bedeutung zukommt, um ihre Durchführung, Verpflegung, die sanitären Maßnahmen usw.
40 große Zeltlager sind seit Pfingsten im Gebiet Hessen- Nassau errichtet worden, 20 weitere kommen im Monat Juni hinzu, 100 bis 200 Jugendgenossen werden jeweils 8 Tage lang bei körperlicher und geistiger Gemeinschaftsschulung den „Lagerbetrieb" mitmachen, Jungarbeiter, Schüler, Handwerker und Angestellte 8 Tage lang sich erholen, der Natur nahe sein, Körper und Geist stählen. Auf diese Weise sollen im Laufe der Jahre alle in der HI. und im Jungvolk organisierten Jugendlichen eine kurze Zeit aus dem Alltag herausgerissen und der Gemeinschaft der Kameraden bei Spiel und Sport zugeführt werden.
Leider sind noch nicht alle Leiter der Betriebe, Werkstätten und Schulen überzeugt von der Notwendigkeit dieser Lager. Sie sind noch nicht durchdrungen vom Geist des Nationalsozialismus. Liberalistisch-kapitalistische Anschauungen spuken noch in ihren Köpfen herum und scheinen es ihnen zu verbieten, ihren Jugendlichen die ihnen zustehende Freizeit zu gewähren, die ihnen Erholung wie Stärkung, Freude wie Ansporn sein soll, zum Nutzen der Gemeinschaft, zum Nutzen des Volkes.
„Aus eigner Kraft alles schaffen" will der Gebietsführer als Leitspruch über allen Lagern sehen und warnt davor, den Fürsorgegedanken allzuweit einreißen zu lassen. Der Lagerleiter muß ein alter HJ.-Führer, dazu ein ganzer Kerl sein, der fähig ist, jeweils 8 Tage lang den Jungen Führer und Kamerad, Vorbild und Erzieher zu sein. Sportgeräte sind in genügender Anzahl in jedem Lager vorhanden, die Verpflegung ist gut und ausreichend — Briefe, die Herausgehen und kommen, sind Beweis dafür — die sanitären Hilfsmittel und -Kräfte sind allen Anforderungen gewachsen, die das Lagerleben in dieser Hinsicht etwa stellen könnte.
Das Fahrterlebnis ist ebensowenig aus der Arbeit der HI. auszuschalten. An bestimmten Fahrtensonntagen wird der Führer mit seiner Kameradschaft oder Schar auf Fahrt
Chormeistertagung des Mitteldeutschen Sängerbundes.
Im Anschluß an die Kasseler Musiktage fand am Dienstag im kleinen Stadtparksaal die erste Tagung der Chormeister des Mitteldeutschen Sängerbundes unter dem Vorsitz des Bundesführers Wilke statt.
Die Tagung des Chorleiterverbandes, dem jetzt sämtliche Chorleiter des MSB. angehören, war — da die Regierung den Lehrer-Dirigenten für die Zeit der Musiktage Urlaub erteilt hatte — außerordentlich gut besucht. Als Gäste waren Kapellmeister Sommer von der Reichsmusikkammer Berlin, der Führer der Reichsmusikkammer Kassel Kapellmeister Schmitz, und Professor Philipp-Karlsruhe, der Komponist des tags zuvor ausgeführten Männerchorwerkes „Deutschlands Stunde" erschienen. Die Tagesordnung umfaßte folgende Punkte: 1. Organisation der Kreise. 2. Die Chormeister in ihrer Stellung zur Reichsmusikkammer. 3. Chormeisterschulen. 4. Berufs- und Nebenbe- rufs-Chormeister.
Die Berichte über den Stand der einzelnen Kreise des MSB. von Seiten der Kreischorleiter ließen erkennen, daß überall die Organisation ausgezeichnet durchgesührt ist, daß alle Vereine und Chormeister von ihr erfaßt sind, auch die gemeinschaftliche Arbeit durchaus zufriedenstellend war und bereits beste Erfolge zeigen konnte.
Kapellmeister Sommer sprach über die Stellung der Chormeister, und zwar der im Hauptberuf und der im Nebenberuf tätigen, und führte aus, daß die Pflegschaft „Chormeister" der Fachschaft „Musikerzieher" in der RMK. sämtliche Chormeister in sich einbeziehen werde. Da auch hier das Leistungsprinzip maßgebend und bestimmend sein soll, so werden zur fachlichen Ausbildung Chormeister- schulen eingerichtet werden, deren Besuch für den zuküns- tigen Chormeister obligatorisch wird. Diese Schulen werden nichts zu tun haben mit den Chormeisterkursen früherer Zeit, die in wenigen Tagen den Lernenden eine große Stoffmenge übermittelten, ohne eine wirkliche Durchbildung zu ermöglichen.
Eine längere Aussprache erfuhr die Frage: Berufsund Nebenberufs-Chormeister, die dahin beantwortet wurde, daß man sich grundsätzlich einig in der Berücksichtigung der sozialen Lage der Hauptberufschorleiter sei. Diese Frage ist allerdings nur brennend in den größeren Städten, da auf dem Lande der Lehrer der gegebene Chorleiter und Verwalter aller musikalischen Belange bleiben wird.
Die Tagung, die viele wichtige — unter die vier Punkte der Tagesordnung fallende — Fragen berührte, und zur Erörterung brachte, verlief in harmonischer Weise. Sie wird allen Teilnehmern Aufklärung und Anregung in reichem Maße gebracht haben. K. H.
Ausgaben und Ziele der Landesplanung.
Dienstag abend trat der Landesplanungsverband erstmalig mit einem Vortragsabend im Landesmuseum zu Kassel vor die Oeffentlichkeit. Oberregierungs- und Bau- rat Dr. Geßner, der Geschäftsführer des Verbandes, hielt nach den Begrüßungsworten von Regierungspräsident von Monbart einen Vortrag über die Aufgaben und Ziele der Landesplanung, aus dem man ersehen konnte, wie wichtig diese Arbeit für ein Land und seine Bevölkerung ist.
Eine niederträchtige Tat von Feldfrevlcr«.
In der vergangenen Nacht haben Wüstlinge im Kohl- häuser Feld einige Gemüsegärten mutwillig demoliert. Co wurden u. a. in der Wollweberstraße eine ganze Anzahl Gemüsepflanzen aus den Beeten herausgerisien und
gehen, nicht in der hündischen Art mit ein oder zwei Mann und zum Selbstzweck, sondern in der Gemeinschaft zum Zwecke der Erwanderung der deutschen Heimat.
„Bei all unseren Aufgaben und Arbeiten wollen wir trotz aller Anfeindungen stets die große Linie einhalten, nie es dahin kommen lassen, daß zwei Meinungen in der Eesamtbewegung der deutschen Jugend vorhanden sind, daß die Vereinheitlichung zwischen allen Gliederungen der HI. immer mehr zum Ausdruck kommt."
Die Ausführungen der Abteilungsleiter des Gebietes am Nachmittag bewegten sich um dick besonderen Aufgaben innerhalb der Organisation, der Bekleidung und Ausrüstung, der Personalfrage, des sozialen Amtes wie Jugendrecht, Jugendfürsorge, Gesundheitsführung, zusätzliche Berufsschulung usw. des Verwaltungsapparates, des Aerzte- und Feldscher'wesens innerhalb der HJ., das im Hinblick auf die Zeltlager und die großen Aufmärsche ganz besondere Bedeutung gewinnt. Die geistige und volkssportliche Schulung wurde eingehend erörtert und neue Richtlinien herausgegeben, die Presse- und Propagandaarbeit aufs ausführlichste besprochen. Der zu Ehren Schillers von der HJ. durchgeführte Staffellauf, der von den 5 Obergebieten strahlenförmig nach Marbach führt, geht am 21. Juni durch unser Gebiet und wird auf einer Strecke von 100 km von 300 Läufern bestritten, die mit Fackeln Feuer der ewigen Flamme auf Kaiserswerth mit sich führen.
Einen weiteren Punkt der Tagung bildete der Ee- bietsaufmarsch in Frankfurt a. M. am 25. und 26. August, der 60 000 Hitlerjungen aufmarschieren sehen und reges Zeugnis für den Gemeinschaftswillen der deutschen Jugend ablegen wird. Mit dem Eebietsaufmarsch verbunden wird eine
Hitler-Jugend-Ausstellung, ein Spiegelbild der Kampfzeit der HJ., der Monate des Durchbruches, des Jahres des Aufbaues und der politischkulturellen Durchdringung der deutschen Jugend, eine lebendige Schau des Schaffens und künstlerischen Wirkens der jungen revolutionären Generation, eine Wegweisung ihres kommenden Tuns. Alle, Führer und Gefolgschaft, helfen mit am Bau dieser Ausstellung, dem Gemeinschafts- werk der hessen-nassauischen Hitlerjugend. Der Gebiets- führer forderte im Schlußwort die Führer auf, ihre Jungen zu strengster Disziplin der Autorität des Staates, der Schule und des Elternhauses zu ermahnen, sich jeden Tag auf Einfachheit und Bescheidenheit zu prüfen, das Vertrauen des Volkes, von dem wir getragen sind, nicht zu mißbrauchen, niemals vom Sozialismus zu reden, chne sozialistisch zu handeln.
„Wir wollen aus dieser deutschen Jugend ein einwandfreies, starkes, junges Geschlecht bauen. Wir wollen überzeugt ein, den wertvollsten Dienst am Volk leisten zu dürfen. Wir wollen uns als die Jugend betrachten, in der Führer und Hitlerjungen zu einer engen Kameradschaft vereinigt sind. Als Diener an dieser Jugend und dem Volk sind wir Führer auf Verderb oder Gedeihen verbunden."
zertreten. Weiter wurden am Wallweg ein Holzzaun von ca. 8 Meter Breite herausgeritzen und zertrümmert und aus den dahinterliegenden Gemüsebeeten ebenfalls, Ms große Anzahl Gemüsepflanzen herausgerissen und zertreten. Außerdem wurde in der Frankfurter Straße der Eartenzaun eines Geschäftsmannes beschädigt und die Gemüsebeete zertreten. Wie an den festgestellten Fußspuren zu ersehen war, hat es sich um mehrere Täter gehandelt. Diesen Volksschädlingen muß unbedingt das Handwerk gelegt werden. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Wer kann über die Täter irgendwelche Angaben machen? Mitteilungen aus dem Publikum, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
Personalveränderungen in der Justizverwaltung.
Ernannt: Kammergerichtsrat Dr. Siehr, z. Z. im Preuß. Justizministerium in Berlin, zum Senatspräsidenten beim Oberlandesgericht Kassel. Amts- und Landrichter Dr. Bernhardt zum Amtsgerichtsrat in Gelnhausen. Justizhilfswachtmeister Kriegsmann in Hilders zum Justizwachtmeister.
Der Deutsche Automobilclub e. V. (DDAC.),
Ortsgruppe Fulda
teilt uns mit; daß der Start für die Kurhessenfahrt des DDAC. und NSKK. am Sonntag, den 10. Juni 1934, wegen Straßensperrungen nicht in Lauterbach erfolgen kann. Als Startort wird, wie ursprünglich vorgesehen, Fulda beibehalten. Er findet, wie in der Ausschreibung bekanntgegeben, am Sonntag, den 10. Juni ab 7.30 Ilhr an der Filzfabrik, Fulda, Frankfurterstraße, statt. Nähere Auskunft kann in der DDAC.-Gcschäftsstelle, Frankfurter- Straße 23, Telefon 3233, jederzeit gegeben werden.
Fahrraddiebstähle.
Wer kann Aufklärung geben?
_ Es mehren sich in den letzten Tagen in erheblichem Maße die Fahrraddiebstähle. So wurden am vergangenen Samstag drei Herrenfahrräder in verschiedenen Stadtteilen, u. a. auch beim Arbeitsamt, gestohlen. Gestern wurden abermals drei Herrenfahrräder, und zwar aus einem Hausgange in der Friedrichstraße, am Adolf-Hitler-Platz vor der Post und vor einem Geschäftshaus in der Kanalstraße gestohlen. Diese Fahrräder waren sämtlich nicht abgeschlossen. Es kann nicht genug darauf hingewiesen werden, die unbeaufsichtigt abgestellten Fahrräder genügend zu sichern. — Wer kann Anhaltspunkte über verdächtige Täter geben? Mitteilungen aus dem Publikum, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen.
Ein neuer Kp. 837.
V o m Montag, den 11. Juni 1 934, an wird für den Berufsverkehr ein neuer Kp. 837 von Flieden bis Fulda an Werktagen versuchsweise in nachstehendem Plane eingelegt: Flieden ab 5.12 Uhr, Neuhof an 5.18, ab 5.18,5 Uhr, Kerzell an 5.25, ab 5.25,5 Uhr, Fulda an 5.35 Uhr.
Ostheim (Rhön), 7. Juni. (Das 1 5. Kind. — Der Reichspräsident Pat e.) Dem Zicgenhirten Karl Röhr wurde dieser Tage das 15. Kind geboren. Reichspräsident von Hindenburg hat die Ehrenpatenschaft übernommen und den Eltern ein ^Geschenk übersenden lassen.
Münnerstadt (Rhön), 6. Juni. (Verirrte Kugel a u f d e m S ch e t b e n st a n d.) Bei dem auf der Schieß- stätte der hiesigen Schützengesellschaft stattaeinndenen