Zulöaer Anzeiger
s SSsSSb ®*h«« * W« W» v-g-l-b-v MSSLSMK M» u»» tzmia-Ial. Jutta« Kniebla SpMlei
, Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenjpalte oder deren Raum 4 Pf., im ----- Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung
, r Zulöa- und Haunetal *Sulöaer «reisbla« Sä‘ää^^ „M Fulda, Konigstr. 42. Vertreter des V auf Nachlaß. — „DA." 1000. — Verantwort!, für '
leiters: Fr. Ehrenklau, Lauterbach H. Reöaktivn unü Geschäftsstelle: Königstraße 42 * §ernfprech-Fnfchluß Ur. 24-4 Anzeigenteil Ferdinand Ehrenklau, Lauterba,
lt den
ch-S.
Nr. 109 — 1934
Fulda, Samstag, 12. Mai
11. Jahrgang
Mutter und Kind
Mes Liebeswerk ter
AG. - Volkswohlfahrt.
Erholung spellen für 5 06 06 0 bedürftige Kinder.
Die RS.-Bolkswohlfahrt hat sich im Rahmen des aroßen Hilfswerkes „Mutter und Kind" die Aufgabe gestellt, 500 000 erholungsbedürftige« Kinder« armer Eltern Erholung zu verschaffe«.
Rachitische Kinder, unterernährt, falsch ernährt, ohne andere Erlebnisse als die der Straße und dumpfer Höfe, das ist das Bild, das unsere Jugend an vielen Stellen bietet. In diesen Tagen kehren schon viele Kinder wieder in ihr Elternhaus zurück, nachdem sie ein Erlebnis hatten, das ihnen große Werte auf Jahre hinaus vermittelte. Diese Erholungsmöglichkeiten werden
das ganze Jahr über anhalten.
Durch das großzügige Werk der RS.-Bolkswohlfahrt wird die Jugend nicht allein Erholung finden, sie lernt ihre Heimat genau so kennen, wie es den ein- zelnen Kindern nie möglich gewesen wäre.
Nord und Süd, Ost und West tauschen die Jugend aus, und ans diesem Austausch heraus entsteht das Verständnis für das Stammestum der anderen. So wird das deutsche M! auch in seiner Jugend wieder eine große deutsche Familie, in der Achtung, Ehrerbietung, Freude und gleichgerichtete Art sich durchsetzen zu einer einheitlichen Auffassung von Volk und Staat.
Der Junge, der zum erstenmal beim Bauern unter- gebracht ist, der Wind, Wetter und Boden als die Mächte lmnenlernt, die dem Bauer Segen und Gnade, aber auch Gefahr und Verlust bescheren können, wird
mit größter Achtung Hinsehen auf das Bauerntum, den ewigen LebensqueL eines Volkes. Und jener Junge md jenes Mädchen, die a m M e e r bei einfachen Fischers- imten Einquartierung gefunden haben, werden dem Kampf du Elemente zuschen, werden verstehen, wie gegenüber den *n Gewalten der Natur Ehrfurcht vor der Natur auch km Menschen ihren Stempel aufdrückt. Wo gewaltige Neige gen Himmel streben, unsere Alpen ehern und groß der Landschaft das Gepräge geben, da wird wiederum der Andruck der Natur ein anderer sein als am Meeresstrand.
So soll auch die Jugend ihre Erholung von der Großstadt finden, sollen auch die Mütter von der ftäit= digen Sorge um ihre Kinder einmal einen kurzen Urlaub finden, der beiden, Kindern wie Müttern, neue Kraft geben und der Jugend unvergeßliche Eindrücke bescheren soll.
*
^Veichsmüiier-èenst."
Geschenk des Deutschen Frauenwerks zum Muttertag.
Aus Anlaß des Muttertages hat das Deutsche Frauenwerk, wie seine Führerin Frau Gertrud Scholtz- Klink mitteilt, den „Reichsmütterdien st im Deutschen Frauenwerk" als Geschenk für das deutsche Volk ins Leben gerufen. Seine Aufgaben liegen neben der Mütterfürsorge und dem Arbeits- und Gesundheitsschutz für Frau und Mutter insbesondere auf dem Gebiete der Mütterschulung. Alle bisher in der Mütterschulung tätigen Kräfte sind in einer Reichs- arbeitsgemeinschaft für Mütterschulung im Reichsmütterdienst zusammengefaßt worden.
In den Gauen werden Gauarbeitsgemeinschaften in gleicher Zusammensetzung wie die Reichsarbeitsgemeinschaft gebildet. Als spezielle Aufgabe wird ihnen die Durchführung von
Wanderlehrgängen auf dem Lande und in keinen Städten
übertragen. Örtlich werden ebenfalls Arbeitsgemeinschaften gebildet. In größeren Städten wird die Errichtung von Mütterschulen angestrebt. Bei der Gestaltung des Unterrichts soll jeweils auf die . religiöse Grundhaltung der Teilnehmerinnen Rücksicht genommen werden. Für die Behandlung religiös-sittlicher Fragen wird den zuständigen kirchlichen Organen genügend Raum gegeben werden.
Die künftigen Gauschulungsleiterinnen werden sich in diesen Tagen in Berlin versammeln, um die Richtlinien für die einheitliche Durchführung ihrer Aufgaben entgegenzunehmen.
Die deutsche Mutter gewährleistet ein gesundes Volk! Ehrt die deutsche Mutter durch eure Treue!
letzt, da aan' Deutschland um seine 8 6 S ö b n e trauert, die der heiße Tod im K a l i s ch a ch t mitten aus dem t,eben herausrrß, — da schweift die Erinnerung vielleicht auch zuruck an jene Tat deutscher Männer, als wenige ^ahre vor dem Kriege deutsche Rettungskolonnen und Bergleute hinubererlten über Frankreichs Grenze nach ^ourrtere, um den Hunderten bei einem furchtbaren Grubenunglück eingeschloffenen französischen Bergkame- raden zu Hilfe zu kommen. Das Denkmal, das wegen dieser heldenmütigen Tat errichtet wurde, zertrümmerte der Weltkrieg. Wie lange sollen denn nun diese Ruinen - und nnyt nur diese — stehenbleiben, wie lange sollen denn Die Ruinen aus der Vergangenheit aufs sorgfältigste whalten werden als Dokumente des hassenden Ungeistes 8 ^uchdas ist eine Schicksalsfrage, ist d i e Frage nach dem Lchrcksal Europas. Dr Pr
Kurze politische Nachrichten.
Reichspräsident von Hindenburg hat in einem herzlichen Schreiben an Reichsstatthalter Wagner-Karlsruhe seiner Freude über die Errichtung des badischen Armeemuseums Ausdruck gegeben und für die Einladung zur Einweihungsfeier gedankt, an der er mit Rücksicht auf sein hohes Alter persönlich leiver nicht teilnehmen kann.
Durch Verordnung des Reichspräsidenten ist das Reichskommissariat für das Ausstellungs- und Messe- Wesen im Bereiche des Reichswirtschaftsministeriums aufgehoben worden.
Der Reichsminister des Innern, Dr, Frick, wird am Muttertag im Rundfunk sprechen. Die Rede wird am Sonntag, dem 13. Mai, von 19.10—19.30 Uhr, vom Deutschlandsender aus über alle deutschen Sender übertragen.
Reichsinnenminister Dr. Frick hat den Ministerialdirektor im preußischen Ministerium des Innern und General der preußischen Landespolizei, Daluege, mit der Leitung der im Reichsministerium des Innern neu» zuerrichtenden Polizeiabteilung unter gleichzeitiger Berufung in das unmittelbare Reichsbeamtenverbältnis beauftragt.
Man soll sich nicht wundern!
hie keine Abrüstung, hie Aufrüstung. — Der Franzose aus Freiburg. — Ein zerstörtes Denkmal
Kommerzienrat Kaiser, der Senior-Chef der Firma Kaisers Kaffeegeschäft, G. m. b. H., wurde von Reichskanzler Adolf Hitler empfangen, der ihm sein Bild mit Unterschrift verehrte. Einige Zeit vorher hatte Ministerpräsident Göring ihm gelegentlich einer Audienz seine Phowgraphie mit einer Widmung überreicht
In der heutigen Welt der Irrungen und Wirrungen verschuldeter oder unverschuldeter Art überrascht uns Zeitgenossen wirklich gar nichts mehr, und die Mahnung Mes alten römischen Dichters, sich über nichts zu tonn« «rn, brauchen wir heute durchaus nicht. Nicht einmal das setzt uns in Erstaunen, daß der gute alte Header- Ion, einstens des englischen Ministerpräsidenten Mac- Donald Außenminister und jetzt seit drei Jahren Präsident der Abrüstungskonferenz, auch beute noch mit fast irampshaft oder schon krankhaft wirkendem Eifer versucht, «! die Genfer Tragödie einen weiteren Akt anzuhängen. «Zuhörer pfeifen den Regisseur bereits aus, aber unverdrossen zog er jetzt wieder einmal nach P a r i s , nm dort nach verschiedenen letzten Versuchen nun den „wirklich Verletzten" zu machen, die Abrüstungskonferenz an Mem sogenannten „Leben" zu erhalten. Dort mag er "seicht als erstes gehört haben — auch darüber wundert W niemand mehr —, der japanische 9Jt a r t n e« Minister habe erklärt, daß sein Land auf der für 1935 gehenden internationalen Flottenkonferenz versuchen »de, die heutigen Bindungen für den Ausbau seiner ir $u beseitigen und völlige Seerüstungs- .neit zu verlangen. Selbstverständlich nur aus >-Mngsabsichten gegenüber der „militärischen verschiedener Mächte im Fernen Osten", wo- d "rs der Ausbau der englischen Seefestung S i n g a- buJt »Gibraltars des Ostens" gemeint ist — denn
$ oic Malakkastratze geht an dieser Festung vorbei I>.,^ö>ge brauchbare Seeweg nach China und Japan!
Leitens meinte der japanische Marineminister die feiJj < Verteidigungsmaßnahmen Rußlands für w I" .letzten Hafen an der Ostküste Sibiriens, nm, , lv ostok! Beide europäischen Mächte stehen * ^aban gegenüber auf dem durchaus nicht über- h>ir $ Opferen Standpunkt: Tu uns nichts, dann tun Mr auch nichts! Ebenso aber, wie wir Erstaunen über diese Entwicklung verloren Mio wundern wir uns heute auch gar nidji M bcn grotesken Gegensatz, in dem jene Hart- eines Henderson um „seine" Ab dez .- konferenz zu der bevorstehenden Zertrümmerung internationalen Abkommens über eint Mngsbegrenzung stehen.
*
Wir Deutsche haben uns jegliches Er- siir kj. w gründlich abgewöhnen müssen, daß wir selbst Nein„»an ^ch „erstaunlichsten" Dinge kaum noch ein übrig haben, aber — wir vergessen sie in s'â, e weniger denn je, da jene Herrschaften, di« füllen sofort ihre „Milch der frommer gèart in Betrieb setzten, jetzt in Deutschland nichts
meyr zu sagen haben und bei ihnen im Ausland sich besagte Milch in „gährend' Drachengift verwandelte", bai sie nun überall gegen Deutschland ausspritzen. Höchstens noch ein Kopfschütteln können wir Deutsche aufbringen . wenn der Berichterstatter über die Saarfrage im Auswärtigen Ausschuß der Deputierlenkammer, ein Man« mit dem echt französischen Namen Fribourg — lies: Freiburg — erklärte, Frankreich müsse die religiöse Freiheit" der Saarbevölkerung schützen. Ausgerechnet Frankreich, dessen „Äirchenfreundschast" ja so Welt- und weitbekannt ist, daß man sie schon gar nicht mehr steht und z. B. die Elsässer sich die Augen danach ausgucken! Merkwürdig, — auch die Sozialdemokraten, Pazifisten und Kommunisten im ©aargebiet einschließlich der Emigranten zeigen sich plötzlich als geradezu fanatische Verteidiger der — gar nicht bedrohten — Rechte der Kirche. Vor Tische las man's anders, nämlich damals, als jene Kreise in Deutschland noch etwas zu sagen hatten! Die Saarländer fallen darauf nicht herein, und sic würden, wenn sie berlinisch sprechen könnten, die drastische Antwort geben: „Auf dem Kalmus piep ich nicht!" übrigens erklärte jener Mann aus Fribourg zudem auch noch, Frankreich müsse für die ganz unbedingte Freiheit der Abstimmung im Saargebiet sorgen, — die mich niemand bedroht! Allerdings ist ein ganz großes „Aber" bei dieser „Sorge": Wenn nämlich die Saarbevölkerung das Völkerbundregime verwerfe — Herr Fribourg vermied sehr sorgfältig ein „für Deutschland stimmen!" —, müsse man sich dort darüber klar sein, daß dann die. politische Barriere zwischen diesem Gebiet und Frankreich „durch eine wirtschaftliche Mauer verstärkt" werden würde. Also Überschrift: „Und folgt ihr nicht willig, so brauch' ich Gewalt!", was durchaus nicht hindert, gleich hinterher auszurufen, wie einst und immer, wenn Frankreich in irgendein fremdes Land einbrach: „Vive la liberté!" „Es lebe die Freiheit!"
Erstaunt sind wir also nicht wegen dieser Äußerungen eines Ungeistes, der so oft den Frieden in der Welt zerstörte und jetzt auch einen wahren Frieden nicht erstehen läßt, der die ihm sur Versöhnung bingcstreckte Hand immer wieder zurückstößt, eines Ungeistes, der . . . aber wir stehen jetzt unmittelbar vor dem Fest des Geistes! Erstaunt sind wir nicht, aber wir bedauern es darum doppelt, daß von jenseits des Rheins nicht endlich ein neuer Geist, sondern immer noch der cises- kaltc Hauch der Unversöhnlichkeit herüberbläst. Gewiß sind wir Deutsche, seitdem wir wieder unseres Volkstums, unserer Vergangenheit bewußt und erhobenen Hauptes in die Zukunft hineinschreitend, gewillt, uns keinem Hauch, aber auch keinem Sturm zu beugen. Aber oerads
Zu den Meldungen in der Nuslandspresse über einen angeblichen Vertragsabschluß zwischen der Regierung der Provinz Dünnan in China und den Junkers- Flugzeugwerken über den Bau einer Flugzeug- fabrik, der Anlage eines Flugplatzes und der Einrichtung einer Fliegerschule teilen die Junkers-Flugzeugwerke Dessau mit, daß diese Nachrichten völlig unzutreffend und frei erfunden find.
Auf die Druckerei Styria in Graz, die hauptsächlich Interessen der Vaterländischen Front dient, wurde c i n Bombenanschlag ausgcsührt. Tas Portal des Hauses wurde zerstört.
Httfswerk „Mutter und Kind am 16. und 17. Mai
tnnnnnnuiiinTT™
Für Gesundung und Erholung unserer Mutter
Setzer Volksgenosse muß am 16. und 17. Mai diese Plakette tragen!
• SÄ