Eraun, der dem großen Preußenkönig in seiner Jugendzeit das Flötenspiel beigebracht hatte und der auch späterhin des Königs Vertrauter geblieben war, durfte sich so manchen Scherz erlauben, den sich sonst niemand außer Voltaire leisten durfte.
In Sanssouci fand ein Konzert statt. Alles war versammelt, nur der alte Graun fehlte noch immer. Da beschloß Friedrich der Große dem Flötisten einen Streich zu spielen. Deshalb schrieb er auf einen Zettel folgende Worte: „Graun ist ein Esel! — Friedrich II.", und legte den Zettel auf Erauns Notenpult.
Graun erschien, las mit unbewegtem Gesicht die vom König geschriebenen Worte, tat so, als ob er nichts gesehen hätte, schob den Zettel unter die Notenblätter und wartete auf den Beginn des Konzertes.
Weil aber Eraun trotz des Zettels Stillschweigen bewahrte, ärgerte sich der König. Er fragte kurz entschloßen: „Hör' Er, Eraun! — Hat Er den Zettel auf seinem Notenpult nicht gefunden?"
„Gewiß," nickte Eraun.
„Aber will Er den Zettel nicht vorlesen, damit wir alle etwas davon haben?" stichelte der König.
„Auch das kann ich tun," erwiderte Eraun und nahm den Zettel unter dem Notenblatt vor und las, indem er die Betonung der einzelnen Wörter änderte: „Eraun ist ein Esel! — Friedrich der zw eite!"
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Hofnarr Pace, der zu Königin Elisabeths Zeiten am englischen Hofe eine große Rolle spielte, wurde eines Tages wegen seiner großen Frechheit von der Königin vom Hofe verwiesen.
So brachte Pace seine Zeit trübselig und einsam in der Stadt zu, bis endlich nach langer Zeit das Verhältnis zwischen der Königin und dem Narren wieder so weit hergestellt war, daß ihm die Königin die Rückkehr an den Hof erlaubte.
Pace kam. Pace fiel vor der Königin auf die Knie. Pace senkte sein Haupt und gelobte Veßerung.
Die Königin reichte ihm die Hand: „Es sei alles vergeßen und vergeben. Sollte ich aber alle meine Fehler wieder von Dir zu hören bekommen, dann...“
Pace unterbrach die Königin: „Nein," antwortete er, „ich möchte nicht von Dingen sprechen, von denen bereits die ganze Stadt spricht."
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Der Sohn des Kammersängers hat wieder mal durch lautes Schwatzen den Unterricht gestört.
„Na warte nur", sagt ärgerlich der Lehrer, „du wirst zur Strafe bis morgen fünfzigmal abschreiben: .Ich soll in der Schule nicht schwatzen'. Und diese Strafaufgabe läßt du vom Vater eigenhändig unterschreiben!"
„Aha", sagt da der kleine Verbrecher, „ich hab' mir's ja gleich gedacht, Herr Lehrer, daß Sie's auf Papas Autogramm abgesehen haben!"
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Markgraf Albrecht der Jüngere von Brandenburg wurde einst von seinen Freunden gewarnt, bei seiner Unnachgiebigkeit zu verharren, sonst würde ihn der Kaiser noch in Acht und Aberacht tun. „Das macht mir keine Sorge", antwortete der Markgraf, „acht und aber acht" sind erst sechzehn, und mit so vielen denk' ich noch fertig zu werden!"
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„Hans, komm doch mal 'raus in die Küche!"
„Was ist denn los?"
„Ich weiß auch nicht! — Der Burgunder. in dem der Schinken gekocht werden sollte, ist verschwunden! Und die Köchin sitzt auf dem Tisch, weint und versucht, sich aus Nudeln 'n Jumper zu häkeln!"
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An der Tür stand ein Hausierer: „Kaufen Sie dieses Fleckwaßer, meine Dame! Mit dem kann man alles entfernen."
„Dann feien Sie doch bitte so freundlich und entfernen Sie sich selbst mit Ihrem Fleckwaßer."
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„Sie sind also Aerztin in Kanada und nach Deutschland gekommen, um hier moderne Ernährungstheorien zu studieren?"
„Oh yes, und das sein sehr interessant hier. Ich habe heute gefunden.in die Zeitung wieder etwas ganz Neues; morgen wird sprechen ein Professor von die Universität über das , Kurische Nehrung'!"
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' „Als ich gestern über die Brücke ging, stand dort ein junger Mann und warf Würstchen ins Waßer."
„Sicher ein Verrückter."
„Wieso Verrückter? Es war ein Wurstverkäufer, der die Bockwürste ins heiße Waßer warf."
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Er: „Gnädiges Fräulein, ich mochte Sie gern wiedersehen. Wie ist Ihre Telefonnummer?" .
Sie: „Die steht im Telefonbuch."
Er: „Hm... und wie ist Ihr Name?" Sie: „Steht auch drin!"
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„Sie hatten aber auch ein furchtbares Tempo! Haben Sie denn nicht das Schild gesehen: .Achtung, gefährliche Ecke'?"
„Doch, natürlich... die wollte ich eben so schnell wie möglich hinter mir haben!"
Zn spSt
Kommt ein kleiner Nackedei, flügelchengeschmückt: der Mai. Und es schleppt der kleine Mann Gras und Laub und Blumen an, und er denkt das eine bloß: So, jetzt geht die Arbeit los!
„Auguste, war denn da nicht eöen der Briefträger an der Tür? Wer hat ihm aufgemacht?"
„Die Anna, gnädige Frau!"
„Warum dauert denn das so ewig, bis sie kommt?"
„Es wird 'ne Postkarte sein, gnädige Frau!
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Der kleine Fritz: „Hier, Papa, ist mein erstes ausgeschriebenes Heft; — wenn ich ein berühmter Mann werde, kannst du mein Schulheft einmal gut verkaufen."
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Es regnet. Es stürmt.
Baum geht zum Doktor.
„Herr Doktor, ich huste. Herr Doktor ich niese immerzu. Herr Doktor, ich kann vor Rheuma nicht mehr laufen."'
Da tröstet ihn der Doktor:
gekommen.
Aber ach, was muß er sehn: Alles ist schon grün und schön. Während er geschlafen hat, bracht’ ein andrer Blum und Blatt Horch, da hinten lacht es still: >bas war ich, April, April!«
F.
„Unbesorgt, mein Ueber Baum. Sei diesem Wetter ist das normal. Wer gesund ist, mutz bei einem solchen Wetter krank werden. Und wer bei solchem Wetter nicht krank wird, der ist nicht ge- fund."
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Anton hat sich einen Anzug bauen laßen. Der Freund fragt:
„Hast du mei- nen Rat befolgt, dir zwei paar Hosen dazu machen zu laßen?"
Anton antwortete:
„Gewiß. Aber es ist manchmal sehr warm um die Beine."
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Urias hat eine Uhr gestohlen.
„Wie kamen Sie dazu?«
„Das Wetter war schön. 3$ ging für mich hin. Ich sah die Uhr. Sie ging auch. Da sagte ich mit: Warum sollen wir nicht zusammen gehen?"
„Das soll eine halbe Ente sein?" fragt« der East.
„Aber sicher!" behauptete der Kellner.
„Gut", schob der East den Teller zurück. „Dann bringen Sie mir bitte die ander« Hälfte.. "
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„Da sind Sie ja wirklich weit herumg» kommen! Und immer allein, ohne Hufe. Haben Sie denn gar keine Angst vor der Kannibalen gehabt?"
„Bewahre, das sind ja reizende Leute die wollten mich sogar zum Mittagessen dabehalten . . ."
KiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiim
Silbenrätsel.
Aus den 26 Silben
a — aar — an — au — bus — chi — de di — er — gen — glo — ha — in — ker na — na — nie — re — re — ret — sekt tich — ton — ver — vol — wei
find 12 Wörter zu bilden, deren Anfangsund Endbuchstaben, beide von oben nach unten gelesen, den Namen eines deutschen Komponisten und eines seiner Werke ergeben.
Kreuzworträtsel.
Waagerecht: 1. Nagetier, 4. Vogel, 7. Dichter der Romantik, 8. Lanzenreiter, 10. Musikzeichen, 12. biblische Gestalt, 13. Nebenfluß der Donau, 14. Lebenshauch, 17. Schornstein, 20. Teil des Weinstocks, 21. Habsucht, 22. Hunnenkönig, 23. Drama von Ibsen, 24. Blume.
Senkrecht: 1. Eebäude, 2. Nebenfluß der Mosel, 3. weiblicher Vorname, 4. Haustier, 5. Gott der Liebe, 6. Schlingpflanze, 9. Musikinstrument. 11. Gefäß, 14. Zierstrauch, 15. männliches Wildschwein, 16. weiblicher Vorname, 17. Fluß in Böhmen, 18. Getreidespeicher, 19. Nachlaß.
Die Bedeutung der Wörter ist:
1. Waffe
2. Kleintier
3. Land in Asien
4. Figur des Nibelungenliedes
a, c, e, e, e, e, h, i, i, l, l, n,
n, n, o, p, p, r, r, r, r, s, s, (, l. t, t. t. t. t
5. männlicher Vorname
6. eßbare Wurzel
7. Göttin der Jagd
8. Daum
9. Stadt in der Schweiz
10. Erdkugel
11. Körperorgan
12. Hausvorsprung
sind derart in die leeren Fewer 3 fügen, daß die waagerechten Reih gende Bedeutung haben. ,
1. Vogel, 2. Gerät, 3. weite Er°«
4. italienische Stadt, 5. Baum MLâ 6. Südfrucht. Die erste waagerecht senkrechte Reihe ist gleichlautend. ^,
Auflösungen aus voriger Nummer.
Kreuzworträtsel be 7,
Waagerecht: 1 Hstte. • jj Eva- Seite, 9 Anton. 12 See, 'no Aren»!
15 Erz. 16 Ase, 19 Gas. 21. Enkel, 22.
23. Ritus, 25 Ellen. - z Eben«!
Senkrecht: 1. Roste, These,
5. Tee. 6 Bar. 7 Seele, 8 Isaak ' ^.
11. Nizza, 17. Serbe, 18. Eh. 19.
sen. 24. Tal. ,
Silbenrätsel 4 Giro,
1 Madonna, 2 Ornat 3 .^A^um. 9 Um- 6 Esel, 6 Nimrod, 7 Sinai. 8. g|eI1d, 1" form, 10. Nassau. 11. Del!enM.r„enstund6 113 flalle. - Der Spruch lautet: Morgens
Gold im Munde
Magisches Qnad,,a,Trnte, J, L®«*
L Segel, 2. Ebene, 8. Geste, A En
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