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Haben Sie keinen Erfolg im Leben?

's Das Rätsel des Erfolges ist einfacher zu Mn als man denkt. Doch wir wollen aleich verraten, wo das Geheimnis liegt sondern erst dem Nicht-Erfolg auf hie Spur kommen.

Nehmen wir an, Sie sind eine Dame von dreißig Jahren, in nicht allzu hoch bezahlter Stellung. Sie haben einige Freundinnen, wenig Verbindung mit Männern, obwohl sie nett und ansehnlich sind. Das Leben plätschert zwischen Ar­beit und Erholung dahin und ein Früh­ling nach dem andern zieht ins Land, ohne daß sich irgend etwas verändert. Nur Ihre eigene Unzufriedenheit wächst. Die eine Kollegin hat bereits vor einem 2ahr geheiratet, dabei war sie nicht mal hübsch. Eine andere hat grade jetzt eine glän­zende Partie gemacht, die dritte ist dis rechte Hand des Chefs und hat Ostern sogar Prokura bekommen. Alle haben Glück, nur Sie nicht. Nicht wahr, so den­ken Sie doch? Sie wollen wissen, woran das liegt?

Zuerst müssen wir feststellen, daß es in Ihrem Kops krautz aussieht. Da flattern tausend Wünsche, 2deen und Vorstellun­gen durcheinander, ohne daß sie irgend­eine greifbare Form annehmen. Kein Wunder also, daß diese Gedankenflocken nicht der rechte Boden sind, auf dem man ausbauen und weiterkommen kann.

Sie fragen, warum Siè in 2hrem Be­ruf nichts Wesentliches erreichen? 2a, meine Liebe, was tun Sie denn schon groß dazu? Gewiß, Sie kommen und gehen pünktlich und verrichten brav ihre Pflicht. Das ist aber auch alles. Nie haben Sie versucht, selbstständig weiterzuarbeiten und in die Arbeit ernsthaft einzudringen. Sie haben sich auch nicht weitergebildet. Eng­lisch und Französisch könnten Sie gut ge­brauchen, auch noch sonst allerlei und Sie wünschen es sich seit 2ahren. Bei diesem Wünschen ist es dann geblieben.

Irgendwo in 2hrem Köpfchen spaziert auch ein wenig Neid herum. Es kränkt sie, daß andere Frauen geheiratet werden

Hilf hundert Mark durch den Monat

»Mit dieser Summe anständig durch den Mmat zu kommen, ist garnicht so schwer, Bit es zuerst erscheinen will. Allerdings mch man Man sehr genaue Rechnungen gewöhnen und darf sich nicht zu Sonder- cusgaben verleiten lassen." Diese Worte spricht ein junges Mädchen, das allein in der Welt steht und mit seinem selbstoer­dienten Gehalt behaglich in einer mittel­großen Stadt leben kann.

Sehen wir einmal, wie sie es macht:

Ständige Ausgaben:

1 leeres Zimmer m. Küchenbenutzung RM Abzahlung für Möb=l..... Gas 2., Elektrisch 2 zusammen Rasche für Tisch und Bett . , , tarderobenkasse Gästekasse , Sportklub ,

25..

5..

4.

2.-

10.

3.

2.

3.

RM RM RM RM RM RM RM

Sparkasse

RM

54.-

RM

1.50

, Vergnügungen: i® Monats Kino â 75 Pfg. . , RM 1.50 m Monat Konzert od. Theater RM 1.50 im Monat Konditorei â 1 RM .

RM

2.

Diverses: ze grade machen . Toilettesachen , , , , Brmfpapier . , " Porto . ' ' ' ' ' 1 Blumentopf J J

Haushalt

3 Walzkaffee â 25 Pfg , z N Butter â 1.60 RM i Milch â 20 Pfg. . . 2 PM u Bratenschmalz â RM 1 DauemuT * 120 ' J5 Eier â 10 Pfg ' ' ' 7x4 wse è w ?ka . » , ; Ä120"-

10 Pf^8 Sa at * 10 Pfg. . . 30 P d Gemtlse â 20 Pfg . . in Kartoffeln â 4 Pfg , Obst rath^R0^019 â 20 Pfg' 1 X V dm J^hreszeit im Monat , 15WpÄ^ ' Paket Tee F 61SCh â 25 ^ '

Soda 1 i I « I

RM

S.

RM

RM RM RM RM

1- 1 0.25 0.42

1.

RM

3.67

RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM RM

1. 480 0.80 1.80 2.40 2.50 1.50 0 70 1.40 0 40 1.50 1

1.20

2_ ö'

1.20 3 75 0.50 0.10

0.70

1.20

Seifenpulver

RM 36.25

und Sie selbst immer noch ledig sind. Liegt es daran, daß Sie reizloser sind? Sicher nicht, der Spiegel belehrt sie eines Besse­ren. Sie wissen nicht, was Sie wollen, und schwanken zwischen Mann und Beruf hin und her. Auf der einen Seite möchten Sie gerne die vielgepriesene Freiheit be­halten, auf der andern erscheint ihnen die Ehe als das 2deal. Aber Sie tun nichts dazu, dieses 2deal zu erreichen und lasten sich vom Leben einfach treiben. Glauben Sie nur nicht, daß das Glück auf der Straße liegt oder daß es vom Schicksal Be­vorzugte gibt. Wohl sind die Bedingungen unseres Daseins verschieden, aber die Elllcksmöglichkeiten sind in jedem enthal­ten, wie der Kern in einer Frucht, man muß ihn nur herausschälen. Sicher gibt es Menschen, denen es leichter gemacht wird als 2hnen, weil sie einen klareren Willen und einen sicheren Blick mitbrin­gen. Aber mit Selbsterziehung können Sie das Gleiche erreichen. Entschuldigen Sie nicht die eigene Schwäche mit der Weichheit des Herzens. Es gibt zu viele Beweise dafür, daß Frauen, die vom Er­folg begleitet sind, keineswegs härter oder seelisch dickdrähtiger sein müssen, als die Sentimentalen, Allzuweichen.

Erfolg heißt: Sammlung des Willens und der Kraft! Man muß sich ein Ziel stecken, ehrlich prüfen, ob die vorhandenen Eigenschaften und Fähigkeiten dafür aus­reichen und sich dann mit ganzer Seelen­stärke darauf einstellen. Heraus muß all der unnötige, ablenkende Ballast, der von der graden Linie ablenkt.

Natürlich soll der angeführte Fall nur als Beispiel dienen und ein Fingerzeig sein, die eigenen Schwächen und Versager zu finden. Wenn Sie ernsthaft wollen, wird es 2hnen gelingen und Sie können noch heute anfangen, den Weg zum Er­folg zu beschreiten. Auch dann, wenn Sie es schon aufgegeben hatten und glaubten, man sei nun halt mal ein Pechvogel, ist es noch nicht zu spät.

Charlotte.

Aufstellung

Ständige Ausgaben . , , Haushalt , , , , , Vergnügungen « a . f s Diverses .,,,,-,

Das Kunststück bleibt sogar noch freien Verfügung.

ist ein

2m Winter kommen

RM 98.92 gelungen und es winziger Rest zur

RM 5 für Hei­

zung dazu. Es müssen dann überall ein paar Groschen abgeknapst werden, wo es zulässig ist. Vielleicht ist inzwischen auch schon die Abzahlung beendet und die Posten gleichen sich aus.

Mein Leben sieht ungefähr so aus:

Um %9 Uhr muß ich im Büro sein. Ich stehe um %7 Uhr auf, denn ich will den Morgen in Ruhe genietzen, keine Hetz' haben und den kleinen Haushalt besorgen. Zuerst kommen 10 Minuten Gymnastik am offnen Fenster, dann die körperliche Reinigung, anziehen, Zimmer aufräumen und Frühstück bereiten. Es gibt Malz­kaffee oder Tee, und abwechselnd 2 Brote mit Wurst oder Weißkäse und Tonzaten. Jeden dritten Tag ein weiches Ei. Der Obstbedarf wird durch eine ausgepretzte Apfelsine gedeckt. Für den Tag versorge ich mich mit drei belegten Doppelschnitten Vollkornbrot und einem Apfel. Die Ther­mosflasche wird mit frischgebrühtem Malz­kaffee gefüllt und tut gute Dienste. Diese Zwischenmahlzeit halte ich um 2 Uhr mit­tags. Halb fünf Uhr ist Büroschluß. Es wird meistens ein wenig später, aber das macht nichts. Auf dem Weg ins Geschäft gebe ich morgens den kleinen Besorgungs­zettel beim Kaufmann ab und hole jetzt nur die fertig gepackte Markttasche heraus. Abgerechnet wird laut Buch einmal in der Woche. Die Zubereitung der Hauptmahl­zeit macht mir viel Freude. Ein bis zwei mal in der Woche lebe ich vegetarisch, ein mal gibt es Fisch und sonst Fleisch und Ge­müse, Rhabarber oder etwas frisches Obst. Rach Bedarf kalten oder warmen Tee. Dann wird ein bißchen geruht und je nachdem, ob Flickarbeit, kleine Wäsche oder Plätterei drängt, wird die Tätigkeit fest­gelegt. Mindestens drei Tage in der Woche sind frei von jeder häuslichen Ar­beit. Einmal ist Waldlauf, einmal turnen und einmal Fortbildungs-Unterricht. Im Sommer gehe ich fast täglich zum Schwim­

men. Gelegentlich kommt eine Einladung von den Freundinnen, zweimal im Monat gehts ins Kino, zweimal in die Kondito­rei, einmal lade ich die Mädchen zu mir ein. Als Höhepunkt bleib; noch das Kon­zert oder Theater und am Wochenend, aller Witterung zum Trotz, machen wir weite Ausflüge zu Fuß. Die Verpflegung wird in einem kleinen Rucksack mitgenom­men und übersteigt den üblichen Betrag keineswegs.

Man sieht, mein Dasein ist nicht leicht, aber erträglich und bringt eine ganze Reihe Freuden mit sich. 2m übrigen will ich recht tüchtig werden. Vielleicht kann meine Firma dann einmal eine Gehalts­erhöhung ermöglichen.

Amu Schmitt, was fangen Sie mil dem Rhabarber an?

Frau Schmitt und Frau Lehmann haben ihre kleinen Gärten nebeneinander und der Zufall will es, daß sie sich fast täglich begegnen, wenn sie mit der prall gefüllten Markttasche von dort heimkehren. Ver­räterisch lugen immer aus beiden Taschen die hellen und rosigen Rhabarberstangen. Beide haben überreichlich von diesem Se­gen und der Stoßseufzer von Frau Leh­mann entspringt dem Wunsch, den ihren die Kost etwas abwechslungsreicher vor­zusetzen. Gewiß, zuerst ist die Freude immer groß, wenn das Frühkompott aus eigenem Boden auf dem Tisch erscheint. Hat man es aber zehn, zwölf mal hinter­einander in der gleichen Form gegessen, werden die Gesichter bei seinem Anblick lang und länger: schon wieder Rhabar­ber? heißt es von allen Seiten. Die

iwiiiiiiiiiiiiiiiwiiiiiiiiiiiiiiiim

llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllinilllllffl

, RM 54. , RM 36.25 , RM 5. , RM 3.67

Unsere Kleinen und die Mode

Auch die Kinder verlangen ihr modisches Recht! Sie sehen an den Freunden und Gespielinnen, daß helle Farben, Stickereien und sonstige Merkmale im Sommer wichtig sind und schon mutz Mutti ihr Augenmerk darauf lenken, sonst gibts Tränen und Unzu­friedenheit. Nun, Mutti kommt ihnen sehr entgegen, denn ihr liegt sehr viel daran, ihre Tra­banten recht adrett und hübsch herumlaufen zu lassen. Da scheut sie keine Mühe und wenn der Tag nicht ausreicht, nimmt sie die Nacht zur Hilfe, um all die Kleid­chen, Höschen und Mäntel neu zu schneidern oder zu modernisieren.

*

Reizend ist das Batistkleid mit

Smook-

arbeit. Es ist so einfach und doch so kleid­sam durch diese klastische Handarbeit und durch die kleinen Volant-Aermel.

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Nicht weniger nett, aber für ganz an­dere Zwecke stellt sich uns der Streifen- kittel vor. Oben hat man den Stoff breit genommen, ihn mit einer lustigen Schleife versehen, unten läuft er im Längsstrerfen und hat die unentbehrlichen Spieltaschen.

geplagte Hausfrau meint es gut und nun erntet sie nur Undank. Hinzu kommt, daß sie die Frucht des Bodens verwerten mutz. Nun, Frau Schmitt hat eine reichere Phan­tasie, sie hat im Laufe der Zeit alle Re­zepte gesammelt, hat auch selber auspra# biert und Vieles ist ihr gelungen. Bei ihr zu Hause gehört er zur täglichen Nah­rung und wird von allen Seiten gerne ge­gessen. Sie ist mit Freuden bereit, das kleine Büchlein gu verborgen, indem sie ihre Wisienschaft gesammelt hat.

Rhabarber als Gemüse. Die Stiele werden sehr sauber geschält, in Spargellänge geschnitten und inSalz- wasser" vorsichtig weichgekocht. Man schwitzt ein gutes Stück Butter mit zwei Löffel Mehl an, gibt von dem Kochwasser dazu und schmeckt es in der Art der hol­ländischen Soße ab. Sie wird mit einem Ei verquirlt und über die warmgehalte­nen Stangen gegossen.

Rhabarber als Spinat. Rha­barberblätter werden von den Rippen be­freit, gewaschen und überwällt. Dann gibt man sie durch die Maschine und läßt sie in einem Topf mit Butter, Zwiebel, Sahne, Salz und einem Hauch Muskat, durchschwitzen bis sie gar sind.

Rhabarber im eigenen Saft. Am Abend vor dem Gebrauch wird der Rhabarber in Stücke geschnitten und mit Zucker bestreut. Man deckt ihn zu und kocht ihn am nächsten Morgen in der Flüssigkeit, die sich während der Nacht ge­bildet hat. Man braucht ihn in dieser Zu­bereitung nicht anzusämen.

Rhabarber mit Erdbeeren. Zwei Drittel Rhabarber, ein Drittel Erd­beeren ergeben ein köstliches Kompott, bei dem die Erdbeere im Geschmack vorherrscht.

Rhabarberspeise. Ein Pfund Rhabarber wird mit Zucker im eigenen Saft gekocht, mit 10 Blatt roter Gelatine vermischt und nach dem Steifwerden zieht man ein halbes Liter geschlagene Sahne darunter. Mit Bisquits gereicht, gehört diese Speise auf die Feiertagstafel.

Rhabarbersaft. Die Stiele wer­den in fingerlange Stücke geschnitten, mit wenig Wasser weich gekocht und dann aus­gepreßt. Man kann ihn gleich auf Fla­schen füllen und sterilisieren. Man kocht einen Teil mit, den andern ohne Zucker ein, damit man große Mengen verwerten kann, ohne das Portemonaie im Augen­blick zu stark zu belasten. Für Suppen und Cremes, die später einen Kochprozeß durch­machen, dient der ungesüßte. Für Limo­naden verwendet man den gezuckerten Saft.

Anmerkung: Man filtriert den Saft am leichtesten im heißen Zustand. Für Rha­barber genügt ein Flanellbeutel.

Rhabarber-Kuchen. Ein äußerst wohlschmeckender Ku­chen in der Art des Zwetsch- gen-Kuchens kann aus Rha­barber gemacht werden. Man bereitet einen leichten Teig mit Hefe ohne Eier, rollt ihn messer­rückendick aus und belegt ihn sehr reichlich mit rohem Rhabarber, Zucker und Butterflöckchen. Die Ofenhitze darf nicht zu stark sein.

Der Mantel ist sehr korrekt

und jedes

Kind wird in ihm einen guten Eindruck machen. Selbstverständlich gehört ein rund aufgeschlagener Hut dazu Unsere Vor­lage ist aus sandfarbenem Wollstoff ge­dacht und soll für kühle Sommertage dienen.

Durchzugarbeit bestimmt das Eestcht von Mantel, Anzug, Kleid und Hut. Das Bild zeigt anschaulich, wie jugendlich und gleich­zeitig wertvoll diese leichte Handarbeit die Kindergarderobe macht.

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