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* Rommerz, Kreis Fulda, 4. Mai. (D erröte H a h n.) Gestern nachmittag brach in dem Altershäuschen des Land­wirts Karl H e u r i ch aus bisher noch ungeklärte Ursache Feuer aus, in kurzer Zeit auf die anstoßende Scheune über und legte diese bis auf die Grundmauern in Asche. Von dem Wohnhaus brannte der Dachstuhl ab. Dem tatkräfti­gen Eingreifen der Feuerwehren von Rommerz, Neuhof und Flieden, die alsbald nach dem Brande zur Stelle waren, ist es zu verdanken, daß ein Grogbrand vermieden wurde. Die hart am Brandherd stehende Scheune des Bauern Leonhard Kaib, die bereits schon Feuer gefangen hatte, konnte wieder gelöscht werden.

Marburg, 2. Mai. (Ein unverbesserlicher Schwindler.) Der 34jährige aus Württemberg gebür­tige Fleischer Dinkel ist bereits 28 Mal mit dem Straf­gesetz in Konflikt geraten und in den letzten Jahren kaum aus dem Gefängnis und Zuchthaus herausgekommen. Meist sind es kleinere Betrügereien, welche er sich zuschulden kommen lägt. Nach Berbüßung einer längeren Zuchthaus­strafe wurde er im Sommer v. I. aus dem Ziegenhainer Zuchthaus entlassen. Noch am gleichen Tage ging er zu einem Ziegenhainer Kraftfahrzeugbesitzer, gab sich dort als Reisender einer Pferdehandlung aus und lieg sich mit einem gemieteten Auto in den Schwalmdörfern herum­fahren. Da er kein Geld zur Verfügung hatte, pumpte er den Chauffeur an und machte sich einen guten Tag. Ge­legentlich eines Aufenthaltes in einem Schwalmdorf konnte er dann bei eingebrochener Dunkelheit entwischen. Erst kürzlich wurde er wieder ergriffen. Das Urteil des Schöf­fengerichts lautete diesmal wegen Betrugs im Rückfall auf 1 Jahr Zuchthaus. Ferner wurde Sicherungsverwahrung ausgesprochen.

Gießen, 3. Mai. (Wegen schwerer Kuppelei und Blutschande verhaftet.) Im Vorort Wieseck wurden eine 36 Jahre alte Frau wegen schwerer Kuppelei und Blutschande und ihr 64jähriger Schwiegervater wegen Blutschande von der Gießener Kriminalpolizeistelle ver­haftet und in das Gerichtsgefängnis in Untersuchungshaft gebracht.

Gießen, 3. Mai. (Mit 29 Jahren schon 20inal vorbestraft.) Das hiesige Gericht verurteilte gestern den Hermann Schmidt aus Dillenburg wegen Betrugs im Rückfall, begangen durch Schwindelei beim Zimmermieten, und Mietpreisprellerei zu sechs Monaten Gefängnis. Für die Strenge der Strafe war von Bedeutung, daß der 29 Jahre alte Angeklagte schon 20mal vorbestraft ist und einen üblen Leumund hat.

Gelnhausen, 2. Mai. (Achsenbruch in voller Fahrt.) In voller Fahrt brach bei der Durchfahrt durch den Nachbarort Roth auf der Frankfurt-Leipziger Straße an einem Personenkraftwagen die Hinterachse; der Wagen stürzte, sich überschlagend, in den Straßengraben und das eine Rad. das sich gelöst hatte, rollte noch 50 Meter weit. Die Jnfapen des Wagens nahmen keinen erheblichen Scha­den. Das gleiche Schicksal traf das mit zahlreichen Frauen besetzte Lieferauto einer Fleischerei. Es gelang dem Wagenlenker noch im letzten Augenblick, das Gefährt abzufangen und ein lleberfchlagen zu verhindern.

Groß-Gerau, 3. Mai. (Drei Wochen Gefängnis Nir den TreburerWunderdoktor".) Der

TreburgerWunderdoktor" Karl Nutz, von dessen

Verhaftung wir kürzlick» berichteten, hatte sich vor dem ^Amtsgericht Groß-Gerau auch wegen eines

Kartoffeldiebstahls zu verantworten. Nachts hatte

er_ von einem in der Nähe seiner Wohnbaracke befindlichen Kartoffelfeld im Herbst des vergangenen Jah­res etwa acht Zentner Kartoffeln ausgemacht und gestoh­len. DerWunderdoktor" bestritt ganz energisch den Dieb­stahl; er gab an, die Kartoffeln von seiner Schwiegermutter in Astheim geschenkt bekommen zu haben. Die als Zeugin vernommene Schwiegermutter bestätigte seine Aussagen. Trotzdem verurteilte das Gericht Nutz zu drei Wochen Ge­fängnis, weil durch Sachverständigengutachten einwandfrei festgestellt wurde, daß die bei Nutz gefundenen Kartoffeln von dem betreffenden Acker stammten und mit den von der Schwiegermutter _ geschenkten Kartoffeln nicht identisch waren. Demnächst wird sich der Wunderdoktor nun wegen l einer weiteren Straftaten vor dem Bezirksschöffengericht zu verantworten haben. Neben Vergehen gegen § 218 soll ihm auch wegen verbotenen Waffenbesitzes und Belei­digung der Reichsregierung der Prozeß gemacht werden.

Lorsch, 3. Mai. (Im Walde schwer verletzt aufgefunden.) Am Mittwochmittag verunglückte der Mitinhaber der Lederwerke Dörr u. Reinhart, Nikolaus Reinhart, mit seinem Auto im Lorscher Wald. Der Ver­unglückte, der sich allein auf der Rückfahrt von Darmstadt befand, wurde dort mit schweren Verletzungen aufgefunden. Sein vollständig zertrümmerrer Wagen muß sich mehrmals überschlagen haben.

Büttelborn, 3. Mai. (Tragische Duplizität.) Ein 32jahriger Schmied von hier zog sich bei seiner Arbeit rn den Opelwerken in Rüsselsheim eine Verletzung an der Hand zu, die zu einer Blutvergiftung führte und den Tod des jungen Mannes zur Folge hatte. Tragisch ist, daß der Vater des Verstorbenen, der ebenfalls Schmied war, sich im Alter von 39 Jahren ebenfalls bei der Arbeit eine Blutvergiftung an der Hand zuzog und daran in demselben Zimmer des Krankenhauses in Groß-Gerau starb wie jetzt sein Sohn.

Mannheim, 3. Mai. (RattengiftaufdemBut- l e r b r o t.) Das Schwurgericht verhandelte gestern gegen den 4Pahrigen verheirateten Friseur Iulius Bartsch aus Nordhausen, wohnhaft in Mannheim, wegen Totschlags­versuchs. Ter Angeklagte bestrich am 12. Januar vormit­tags in seiner Wohnung ein Marmelade- und Butterbrot mit Rattengift und klappte die beiden Schnitte zusammen. Tie Anklage nimmt an, daß er sowohl seine Frau wie seinen 26jährigen Sohn habe töten wollen, weil er ein Ver­hältnis mit einer anderen Frau hatte und den zu seiner Mutier haltenden Sohn nicht leiden mochte. Tie Ehefrau des Angeklagten von dem Brot einige Bissen und be­kam heftiges Erbrechen; sie war als Folge einige Tage krank. Der Sohn nichts von dem Brot. In der Be­weisaufnahme bekundete der Sohn des Angeklagten, daß der Veigiftungsversuch nur ihm gegolten habe. Das Schwurgericht erkannte auf zwei Jahre Zuchthaus.

Das Sporttreffen des FAD. in Kassel.

Gruppe 224, Hersfeld, die erfolgreichste Gruppe im Arbeitsgau 22!

Kurz nach Ostern gab der Arbeitsgau 22 seinen sechs Gruppen den Befehl zu einem Sporttreffen am 29. und 30. April in Kassel. Es blieben den einzelnen Gruppen nur 3 Wochen Zeit, um alle Vorbereitungen für das Sport­fest zu treffen. Aber so intensiv und zweckmäßig wurden diese Vorbereitungen von der Gruppe 224 Hersfeld getrof­fen, daß diese Gruppe einen Erfolg auf der ganzen Linie in Kassel buchen konnte. Sieben Abteilungen, aus dem Vogelsberg die Dienstabteilungen 224 6 Hosenfeld, 224/4 Angersbach, 224 3 Sickendorf, das Schlitzer Land mit Dienstabteilung 224/5 Bernshausen, die Rhön mit Dienst- abteuilng 224/2 Gersfeld und weiterhin die Dienstabtei­lung 224 7 Herfa und 224/1 Hersfeld mit dem Gruppen­musikzug brachten über 1100 Mann auf die Beine, darunter über 300 Sportler. Zusammengeschweißt zu einer Einheit, so trat die Gruppe 224 in Kassel auf und fand überall Beifall durch ihr diszipliniertes, straffes und tadelloses Auftreten. Ganz gleich, ob es sich um den Abmarsch vom Kasseler Hauptbahnhof in die Quartiere handelt, oder um den Vorbeimarsch an Staatssekretär Oberst Hierl, oder um die Kundgebung am 1. Mai auf dem Friedrichsplatz, immer wieder mußten die Arbeitsgauleitung und die Zuschauer die einwandfreie Haltung der Gruppe 224 anerkennen.

Ganz hervorragend haben sich die Wettkämpfer der Gruppe 224 geschlagen. Von 7 ausgeschriebenen Wett­kämpfen wurden allein 3 Siege errungen und damit die schwersten und wertvollsten Disziplinen gewonnen, und zwar:

1. Gepäckmarsch über 20 km mit 25 Pfund Belastung mit einer Mannschaft von 33 Mann.

2. Mehrkampf (100 m, Weitsprung, Keulenweitwurf) mit einer Mannschaft von 40 Mann.

3. Kleinkaliberschießen, je 3 Schuß stehend, knieend, lie­gend, freihändig mit einer Mannschaft von 5 Mann. Der Gepäckmarsch stellte an die Teilnehmer außergewöhn­liche Anforderungen, nicht nur, daß die Strecke über Feld­wege, schlechte Straßen und einen ganz steilen, unwegsamen Verghang hinauf führte, sondern die Hitze setzte den Mann­schaften außerordentlich zu. Wie mörderisch das Tempo, die Hitze und die Strecke war, sei dadurch klargemacht, daß selbst die siegende Mannschaft der Gruppe 224 3 Mann Ausfall hatte, obwohl die Wettkampfvorschrift besagte, daß die 33 Mann einer Manns^mft geschlossen das Ziel pas­sieren mühten und bei jedem Mann Ausfall 5 Strafminuten zu der Marschzeit zugerechnet würden. Bis zu 13 Mann

Ausfall hatten die Gegnermannjchaften der aufzuweisen! Mit welch verbissener Energie S ^4 wurde, zeigte das Verhalten des ADW. Stenn»; "'W Dienstabteilung 224/7 Herfa, der große Strecken 2 -"

schleppte und schließlich an dem steilen Bergha^ meisten Opfer forderte, schlapp machte, sich nach'e Minuten doch wieder aufraffte und im Lauffchüi^i 10 25 Pfund Gepäck seine Mannschaft etwa 1 km einholte und so den Sieg sicherstellen half ejn Beweis für den sportlichen Kampfgeist und die w Kameradschaft, die die Jungen des Arbeitsdienstes beseeiep

Auch im Dreikampf kam es nicht darauf an leistungen zu erreichen, sondern der gute Sutchi'rhno 40 Sportler der Gruppe 224 errang den Sieg. Die 224 ist in der Durchführung der Leibesübungen richtigen Wege und setzt sich bewußt für Breitenarbeit um so mitzuhelfen, dem deutschen Volk die körperliche s tüchtigung zu bringen. '

Das Ergebnis des Kleinkaliberschießens brachte sehr guten Durchschnitt von 81 Ringen bei 9 Schuß/

Die Gruppe 224 kann mit ihrem Ausflug in die staun« stadt Kurhesiens vollauf zufrieden sein, und ihr ordentlich erfolgreiches Adschneiden wird ihr Ansporn leih für die weitere Abeit an Deutschlands Jugend.

Einzelergebnisse:

1. Gruppenmannschaftsdreikampf- i ger Gruppe 224 Hersfeld 16 Punkte, 2. Sieger 223finm berg 14 Punkte, 3. Sieger Gruppe 225 Büdingen 12 Punkte' unter die 20 Gaubesten qualifizierten sich aus Eruvve 1. ADW. Lutz, Dienstabt. 224/1 Hersfeld 11,9 5 99 « 53 Punkte; 3. ADW. Eöb, Dienstabt. 224/2 Gersfeld 5,50 40 46 Punkte; 7. ADW. Imhoff, Dienstabt 224/ Hersfeld 12,5 5,45 48 41 Punkte; 9. ADW. Poch, Dienst abteilung 224/5 Bernshausen 12,8 5,25 51 39 Sunftf 10. ADW. Fay, Dienstabt. 224/1 Hersfeld 12,4 5 25 4» 38 Punkte; 11. ADW. Klein, Dienstabt. 224/1 Hersfeld 124 5,00 50 35 Punkte; 11. ADW. Ender, Dienstabt 2241 Hersfeld 12,8 5,20 50 37 Punkte; 12. ADW. Braun Dienstabt. 224/7 Herfa 12,5 5,70 37 36 Punkte- 12. Ludolph, Dienstabt. 224/8 U.-Bernhards 12,3 5,10 45 36 Punkte. 2. Kleinkaliberschießen: 1. Sieg« Gruppe 224 Hersfeld 407 Ringe, 2. Sieger Gruppe 223 Homberg 377 Ringe, 3. Sieger Gruppe 225 Büdingen 325 Ringe. 3. E e p ä ck m a r s ch: 1. Sieger Gruppe 224 Hersfeld 2,5714 Std., Ausfall 3 Mann, 2. Sieger Gruppe 225 Büdingen 3,09% Std., Ausfall 3 Mann, 3. Sieger Gruppe 220 Kasiel 3,02 Std., Ausfall 6 Mann.

Rheinwasser von einer Wasserhose 200 m hoch geschleudert.

Andernach, 4. Mai. Am Donnerstag wurde das Gebiet von Wallendorf und Gönnersdorf auf der rechten Rhein­seite unterhalb Neuwied von einer Windhose heimgesucht. Die Dächer der Turnhalle und vieler Wohnhäuser wurden adgedeckt. Don der Berghöhe senkte sich der Wirbel ins Rheintal und verwandelte sich über dem Fluß in eine Wasterhose, die gewaltige Wastermengen etwa 200 m hoch in die Luft schleuderte.

Spirituskocher explodiert.

Ein Todesopfer.

Landau, 3. Mai. In Niederhcchstadl ereignete sich ein schwerer Unglücksfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Die Ehefrau Deutsch wollte auf dem Spirituskocher Milch warm machen, als der Apparat plötzlich explodierte. Tie Kleider der Frau standen sofort in Hellen Flammen, und sie trug so schwere Brandwunden davon, daß sie Ton- nerstag früh im Landauer Krankenhaus gestorben ist. Ein kleines Kind, das in einem ebenfalls bereits von den Flammen ergriffenen Bettchen lag, konnte durch schnelles Zuarerfen oes Ehemannes gerettet werden.

400 Jahre evangelische Lehre in Bad-Nauheim.

EPH DerOberh. Anz." schreibt: Für die evan­gelische Gemeinde Bad-Nauheim ist das Jahr 1934 ein wichtiges Gedenkjahr, kann sie doch ihr 400-jähriges Reformationsjubiläum begehen. Wie die kirchenge­schichtlichen Forschungen des Prälaten D. Dr. Dr. W. Diehl und des Pfarrers Knodt erwiesen haben, wurde auf dem Johannisberg, woselbst damals die alte Johannisbergkirche noch gottesdienstlichen Zwecken diente, im Jahre 1534 erstmals mit viel Glaubens­mut zu Luther und seinem Werk bekannte, war der Pfarrer Wilhelm Wipp^rfürt, der von 1534 bis 1537 an der Kirche zu St. Johannis wirkte, dann als Altarist zufrhdburgk im Schloß" (Friedberger Burgkirche) aufzog und von dort 1548 wieder zur Johannisbergkirche zurückkehrte. Wipperfürt wirkte durchaus im evangelischen Geiste, predigte das heilig Evangelium und Wort Gottes und weigerte sich, wie W. Diehl darlegt, beharrlich, die Messe zu lesen. Die Gottesdienste Sßipperfürtë auf dem Johannisberg fanden starken Zustrom aus der ganzen Wetterau. Mit dem Beginn der Wirksamkeit Wipperfürt's auf dem Johannisberg (1534) ist für Nauheim eine evangelische Bewegung nachweisbar, die als eine von der breiten Masse getragenen religiösen Bewegung die eigentliche Reformation vorbereitet. Mitte der 40er Jahre erreichte die Bewegung ihren Höhepunkt, 1553 wurde auch in Nauheim die Reformation mit der Berufung des lutherischen Pfarrer? Lorenz Bauernheim an die Kirche im Orte offiziell eingeführt. Evangelisch gesinnt war die Bevölkerung Nauheims schon feit Wipperfürts Wirksamkeit auf dem Berge, sodaß man das Jahr 1534 als - das Bad-Nauheimer Reformationssahr an­sehen muß. Es ist beschloffen, das 400-jährige Refor- mationsjubiläum in diesem Jahre durch eine würdige Feier zu begehen. Erwähnung verdient in diesem Zu­sammenhang noch, daß von Pfarrer Hermann Knodt eine sehr gründliche Arbeit vorliegt, die die evange­lischen Pfarrer von Bad-Nauheimvon 1534 bis heute" behandelt.

Börse und Handel

Frankfurt a. M. (S ch l a ch t v i e h m a r k t vom 3. M a i.) Auftrieb: Rinder insgesamt 48 (gegen 67 am letzten Donners­tagsmarkt), darunter befanden sich 16 Ochsen, 5 Bullen, 19 Kühe und 8 Färsen. Kälber 1162 (976), Schafe 15 (23), darunter 10 (20) Hämmel, Schweine 594 ( 547). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber: Sonderklaffc , andere a) 4950, b) 46 48, c) 38 -45, d) 2737. Lämmmer und Hämmel: bl) Stallmasthämmel 39. Schafe nicht notiert. Schweine: a1) , a2) , b) 4043, c) 40 43, d) 37 42,

e) f), gl) -, g2) Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt blieben Kälber und Schweine unverändert, Hämmel zogen um 1 RM. an. Marktverlauf: Kälber, Häm­mel und Schafe mittelmäßig, ausoerkauft. Schweine langsam, ausverkauit. F l e i s ch g r 0 ß m a r k t. Beschickung: 989 Vier­tel Rindfleisch, 224 ganze Kalber, 10 ganze Schafe bzw. Häm­mel, 797 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in RM.: Duffen# u«d Rindfleisch 1/5288. Ochsen- und Rmd- sleisch 2. 4955 Bullenfleisch 4864. Kuhfletsch 2. 3846,

Kuhfleisch 3. 3036. Kalbfleisch 2. 70-80, Kalbfleisch 3. 65-70. Hammelfleisch 75. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch 6066. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig, Bc- k a n n t in a ch u n g : Der ursprünglich am Donnerstag, de» 10. Mai (Himmelfahrtstag) stattfindende Schlachtviehmarkt, mit» bereits am Mittwoch, den 9. Mai, abgehalten.

Gießen. (R i n d e r m a r k t vom 3. M a i.) 680 Gtiii

Großvieh, 132 Fresser und 177 Kälber waren aufgetrieben. Handel am Vormarkt lebhaft, später schleppend. Milchkühe ober hochtragende Kühe 1. Qualität 330470 Mark, 2. Qual. 220- 300 Mark, 3. Qual. 140200 Mark, Schlachtkühe 1. Qual. 130 285 Mark, 2. Qual. 80130 Mark, %^jährige Rinder 60 bis 110 Mark, %^rige Rinder 80160 Mark, tragende Rinder 190350 Mark, Kälber 2035 Pf. pro Pfund Lebend­gewicht.

Amtliche Berliner Notierungen vom 3. Mai.

* Devisenbörse. Dollar 2,492,49; engL Pfund 12,7512,78; holl. Gulden 169,48169,82: Danz. 81,66-81,82; franz. Fra« 16,5016,54; schweiz. 81,0281,18; Belg. 58,42-58,54; Italm 21,2221,33; schweb. Krone 65,7365,87; dän. 56,94-57,«: vorweg 64,0964,21; tschech. 10,4110,43: österr. Schilliq 47,2047,30; poln. Zloty 47,2747,37; Argentinien 0,580,5': Spanien 34,2534,31.

Gctreidcgrotzmarkt Berlin. Für Aussuhrscheinc wurden die Preise des Vortages bewilligt, Weizensckmue prompt IM bis 152,25, Juni 152,75 bis 153. Roggenscheine 120,50 bi- 121,25. Die Verwertung der Ausfuhrscheine bei der An­zahlung ist jetzt auf achtzehn Monate ausgedehnt worden. Roggen- und Weizen waren wenig augcboten, ab OderstaiM war die Preislage etwas besser, Roggen wurde mit ImM Weizen mit 180,50 bezahlt. Hafer wurde erneut um eine Man hcraufgesctzt, die Nachfrage voni Rhein und von den Kana­gebieten hält weiter an.

Getreide und Olsaaten per 1000 Kilogramm, Mehl und Klcie

per 100 Kilogramm, sonst per 50 Kilogramm.

Weiz., mark, pommersch llogg., märt, pommersch

Braugerste Iommergste.

Wirgerste 2zl. Wrrgerste 4U- Hafer, mark, pommersch

Weizenmehl per 100 kp inkl. Sack Roggenmebl per 100 kg inkl. Sack

Weizkl. f. B.

3. 5.

3. 5.

9

163-167

153-157

148-152

163-167

152-157

117-152

11,9 11,7-11,9

Roggkl. f. B. Raps Leinsaal

11,2 10,9-11/2

vrmeim. 20,0-22,0 20,0-22/1 peifccrbf. HO-7,0 14,0-1^ ' 8,0-82 8,0-8,2 8,1-8,9 8,l-8,9

Viktoriacrbs.

tLS

Futtererbsen Peluschken Ackerbohncn Wicken Lupine, blaue Lupine, gelbe Seradella Leinkuchen

7,4-7,9

5,5-6,0

7,4-7,9

5-6,0

Erdnnßk. 5,0-5,:

Trockenschtzl. Soja schrot 1,5- Karloffelsl.

* Ausschließlich Monopolabgabe im (Inland

7,7-8,7 7,7-80 6,0*1) 6,0*1 2*2) 5,0-:),- 1

4,6*) 4,5-LH 7,0-7,6 oO-bJ

. ') 5.10. 0 SA

) 6.10 Mark _ . t,

Preise für Weizen und Roggen frei Berlin: für Bram> «

Sommer- und Wintergerste ab märfiidter r

* Amtliche Berliner Kartofsclprcisnvticrungcn K 2) waggonfrei märkischer Station. Weiße Kgrtofieui -, c Mark, Note Kartoffeln 1,50-1,60 Mark, Odenwalds (1. - Mark, Fndustriekartosfeln Mark, Nieren -ua fleischige (außer Nieren) 1,801,90 Mark. U£)||l

* Berliner Magerviehmartt. (Amtlicher ^.

Magerviehhos in Friedrichsfelde.) Austrieb 447 an ^M, unter 385 Milchkühe, 3 Bullen, 59 Stück Jungvicli, bcll 300 Pserde. Verlauf: ruhig. Preise uuvcraudcrt. q.^jtiit gezahlt für: Milchkühe und hochtragende Kühe K uam ^^. 200 330 Mart, ausgesuchte Kühe und Kalber uver ^^,., tragende Färsen je nach Qualität 190270 ^ar, j ^ ^z Färsen über Notiz: Jungvieh zur Alast ic nach ^(sc 21 Mark. Pferdemarkt (Preise je nach Quanta .1- 700 800 Mark, 2. Klasse 500 700 Mark, 3. »^er Mark: Schlachtpserde 40lOOWart. Verlaut : runm Rindermarkt am 9. Mai

Preisnotierungen für Eier. (Festgestcllt von 5^\nrci|e|D Berliner Eicrnolierungskommissiou.) Die notleric ^Mon Abgabepreise in Reichspfcuuig an den Großbaud )( ö j c r: oder Lager Berlin nach Berliner Usancen. Mtder»

Deutsche Handelsklasseneier: I. 6 l (»osffrtW L1 1cr K^<> klasse 65 Gramm und darüber 9,25, Große O 0 untz Gramm 8,75, Größe B unter 60- 55 Gramm 7 |L 0-

55 50 Gramm 7,50, Größe D unter 0 LH^iai' . g 7,50 (frische Eier): Sonderklasse 8,75, Größe A ^--0- ) .Zchiveden- Größe ft 7. B. Auslaudcic r Danen . Mi- 18er (8) 9, 17er (A) 8,25, Wh 16er (B) 8. Hr-«^ ^

und ä-rtliche Sorten: 6769 Gr»«m (8) 9. 60 5/50/5659 Gramm (B) 8,