In das zehnte Jahr hinein.
Als nm 26. April 1925, also vor nunmehr neun Jahren, gegen die Stimmen der Weimarer Koalition und gegen die Kommunisten der Generalfeldmarschall von Hindenburg zum Präsidenten des Deutschen Reiches gewählt wurde, hat er selbst nicht gedacht, daß er, der damals 77jährige, die Würde und Bürde seines hohen, verantwortlichen Amtes sogar ein zweites Mal übernehmen und sie so lange tragen sollte. Denn nun hat das zehnte Jahr seiner Präsidentschaft begonnen, eine Präsidentschaft, die weit, weil mehr als nur das umfaßte, was die Weimarer Verfassung ihrem Sinn und ihrer Absicht nach dem Reichspräsidenten an Rechten zusprach und zuerkennen wollte. Er, in dessen Händen fast fünf Jahre hindurch das Schicksal der Heimat gelegen hatte, wurde von neuem dazu bestimmt, Deutschlands Schicksal zu gestalten.
Mit Hindenburg schritt ein Mann durch das Tor des Reichspräsidentenpalais, der sich — sie mochten es ahnen und fühlen — doch gerade im wesentlichen unterschied von den Mächten und Meinungen des damals herrschenden Systems der parlamentarischen, Demokratie, das eines nicht kannte und kennen wollte:' M u t z u r Verantwortung. Mußte man denn aber nicht wissen, daß ein Mann, der im Weltkriege und noch lange, lange Monate hernach, und als trotzdem alles um ihn zusammenbrach, unbeirrt und niemals wankend diese alleinige Verantwortung getragen hatte und tragen mußte, sich nun als Reichspräsident oder, wie es damals hieß, als „Repräsentant" des deutschen Volkes nicht mit der Rolle eines Statisten begnügen würde oder auch nur begnügen konnte! Daß er, dem ein Leben persönlichster Leistungen eine ganz selbstverständliche, in sich ruhende A u t o r i t ä t, ein wirkliches Führertum verliehen batte, sich den unbestimmten und unbestimmbaren Beschlüssen einer verantworlungsscheuen und rein zahlenmäßigen Mehrheit auf die Dauer fügen könnte! Da war ein Spall, da klaffte der Ritz, der allmählich immer breiter wurde, je mehr aus der Seite der Parteien und des Parlaments auch die letzten Spuren des Verantwortungsbewußtseins schwanden und auf der anderen Seite die verantwortungsbewußte Autorität eines Hindenburg über das „Gehudel" der Parteienwirtschaft immer höher hinaus- und cmporwuchs.
Unendlich viel Papier wurde vollgeschrieben, und noch mehr Reden wurden darüber gehalten, als nun immer «nd immer häufiger Gesetze und Verordnungen unter der persönlichsten Veran 1 wortung "des Reichspräsidenten — und rechtlich allein von ihm getragen — erscheinen mußten. Konnte denn das überhaupt anders sein? Der Geist des deutschen Volkes wuchs wieder und wurde immer lebendiger; daran vermochte ihn kein Buchstabe zu hindern, am wenigsten konnten es die Verteidiger dieser Buchstaben tun. Und als sie sich aufs Krankenlager legen mußten, von dem ne sich nicht mehr erheben sollten, da trat eben ruhig und im vollen Bewußtsein der Verantwortung, die er damit übernahm, Hindenburg in die Lücke hinein. Denn der Staat ist rasch pulsierendes Leben und würde zusammenbrechen, wenn ihm die Führung fehlt. Wieder war es, wie einst vor Tannenberg, die allerhöchste Zeit, daß Hindenburg diese persönlichste Führung und Verantwortung im Dienst für Heimat und Volk übernahm! Bis dann ein Mann kam, der ihm diese Last zu tragen leicht gemacht hat, weil sich hinter diesen ersten Volkslanzler schließlich die ganze Nation stellte.
Nun ist Hindenburg in das zehnte Jahr seiner Reichspräsidentenschaft eingetreten. Er hat ein Leben hinter sich, das immer nur Dienst, das Mühe und Arbeit war, — und darum ist es köstlich gewesen. Dr. Pr.
Seamlenhilsszug „Sagern"
kommt nach der sieichshauphladt.
Zum Nationalfeiertag des deutschen Volkes.
Zum Nationalfeiertag des deutschen Volkes hat das Amt für Beamte der obersten Leitung der PO. der NSDAP, durch seinen Stabsleiter Pg. Reusch dem Reichsminister für Volksausklärung und Propaganda den von der Beamtenschaft gestifteten H i l f s z u g „Bayer n“ zur Verfügung gestellt. Für diese Unterstützung der organisatorischen Maßnahmen des Propagandaministeriums hat Reichsminister Dr. Goebbels Stabsleiter Reusch seinen herzlichsten Dank aussprechen lassen.
Der Beamtenhilfszug „Bayern" wird von seiner Heimatstation München am 30. April nach Berlin kommen und in den Abendstunden Unter den Linden Aufstellung nehmen, damit jeder Volksgenosse die vorbildliche Einrichtung dieses Zuges besichtigen kann.
Am 1. Mai wird der Hilsszug der Beamtenschaft in der Nähe des Tempelhofer Feldes ausgestellt werden. Er wird an diesem Tage rund 30 000 zu Ordnungszwecken eingesetzte SA.- und SS.-Männer speisen.
Die Mittel für die Speisung stellt die Beamtenschaft zur Verfügung. Die Rettungswagen des Hilfszuges bleiben während des ganzen Tages für den Rettungsdienst einsatzbereit. Mit dieser sozialen Tat bekennt die Beamtenschaft aufs neue ihre unlösliche Verbundenheit mit allen Arbeitern der Stirn und der Faust.
Elfjähriges Militärjubiläum.
^â konnte Oberstleutnant a. D. Hermann Retzlaff k^^Eltene Jubiläum 7»iähriger Militärzugehörigkeit ’lq™' H".r sehen wir den alten Herrn, der sich trotz seiner
Jahre lettener Rusugteit erfreut, am Jubiläumslisch.
Moskau auf falschem Weg
Lin überflüssiger Garansieylan.
D i e B e g r ü n d u n g d e r d e u t s ch e n A b l e h n u n g.
Gegenüber dem Vorschlag Rußlands, Deutschland solle gemeinsam mit Rußland ein Protokoll zur Sicherung der Unabhängigkeit und Unantastbarkeit der baltischen Staaten unterzeichnen, hatte die Reichsrcgicrung ihre wohlüberlegt ablehnende Haltung bereits begründet. Dazu wird von amtlicher Stelle noch betont, daß, so wünschenswert auch die Wiederherstellung vertrauensvoller Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland ist, ein solcher Garantieplan als dazu ungeeignet erscheinen muß.
Es ist schon eine auffallende Tatsache, daß Herr Litwinow mit einem Projekt zur Sicherung des Bestandes der baltischen Staaten an die deutsche Regierung herantritt, das er, wie allgemein betont, noch vor kurzem mit einer anderen Regierung verfolgt hat.
Diese Initiative ist in der Öffentlichkeit vielfach als eine Aktion mit politischer Spitze gegen Deutschland auf- gefaßt worden. Es ist für die deutsche Regierung einigermaßen überraschend, daß die Sowjktrcgicnmg diesen Plan jetzt in der Form eines dcutsch-sowjctrnssischen Paktes verwirklichen möchte.
Wenn ferner die deutsche Regierung und die Sowjetregierung zum Zwecke der Besserung ihrer Beziehungen eine besondere vertragliche Verpflichtung hinsichtlich der Unabhängigkeit und Unversehrtheit der baltischen Staaten eingehen sollen, so setzt das sinngemäß doch voraus, daß diese Unabhängigkeit und Unversehrtheit ohne solche ausdrückliche Bindung von einem der beiden Kontrahenten bedroht werden könnte.
Die deutsche Regierung nimmt nicht an, daß mit einer derartigen Bedrohung von Seiten der Sowjetunion zu rechnen wäre; selbstverständlich kann sie es aber eb en- s ü wenig z u l a s s e n , daß ihr selbst in irgendeiner Weise Absichten und Möglichkeiten dieser Art unterstellt werden. Die Richtlinien der deutschen Politik im Osten sind von dem Herrn Reichskanzler bei den verschiedensten Anlässen öffentlich in voller Klarheit dargelegt worden, und die deutsche Regierung muß jeden Versuch, die 9(up richtigkeit dieser Politik in Zweifel zu ziehen,
Ausruf der NSBO. zum 1. Mai.
Der Reichsobmann der NSBO., Staatsrat Walter Schuhmann, M. d. R., hat zum Tag der nationalen Arbeit einen Aufrus erlassen, in dem es u. a. heißt:
„Kameraden der deutschen Arbeit! Noch vor einem Jahr war das arbeitende Deutschland unheilvoll zerrissen. Nicht weniger als fast 200 verschiedene Gewerkschaften, ihrerseits wiederum in mehreren Richtungen zerspalten, hetzten gegeneinander in ewiger, verschworener Feindschaft. Zu alledem waren die Gewerkschaftsorganisationen verlottert und verwahrlost. Ihre Finanzwirtschaft war liederlich. Ihre Korruption war unübersehbar, ihre Geldverschwendung geradezu ungeheuerlich. Die Gewerkschaften haben nicht verhindern können, daß Millionen deutscher Arbeitskameraden erwerbslos auf die Straße flogen, daß die deutschen Sozialversicherungsträger in immer rascherem Tempo dem Ruin zusteuerten, daß Not und Elend überhandnahmen.
Alles das hat der Nationalsozialismus überwunden.
Wo einst Millionen der Arbeitslosigkeit preisgegeben waren, sind bereits Millionen in die Betriebe zurückgekehrt und fanden Arbeit, Lohn und Brot. In revolutionärer Aktion haben die Kämpfer der NSBO. die Gewerkschaften übernommen und den ganzen marxi- stisch-liberalistischen, korrupten und unfähigen Klüngel der einstigen Gewerkschaftsführer" lnnweggefegt. Gemeinsam mit der Obersten Leitung der PO. und ihrem Stabsleiter Dr. Ley hat die NSBO. in dem allumsassen- den Bund der Deutschen Arbeitsfroni dem deutschen Arbeitskameraden wiedergegeben, was trotz allem seit Jahrzehnten seine Sehnsucht war:
sein deutsches Vaterland!
Kameraden der deutschen Arbeit! Am 1. Mai 1934 wird eine neue Ordnung unseres Lebens wirksam werden: Das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit tritt an diesem Tage in Kraft! Begründet auf
500000 Morgen neues Bauernland für 1934.
Der größte Landanfall seit 1919.
Der gesamte für die Neubildung deutschen Bauern tums gegenwärtig zur Verfügung stehende Landvvrrat be trägt insgesamt 830 000 Morgen oder 207 500 Hektar. Da von sind über 500 000 Morgen oder 125 000 Hektar fest in der Hand der Siedlungsgesellschaften. Diese Flächen iuer den also im Jahre 1934 für die Neubildung deutscher Bauerntums verwandt werden.
Die restlichen 330 000 Morgen stehen auf Grund vor Landabgabeauflagen im Zuge der Osthilfeentschuldung zni Verfügung. Sie werden je nach Bedarf im nächsten odei in folgenden Jahren besiedelt werden. Der La n dan - f a l l für 1934 ist der höchste seit Erlaß des Reichssiedlungsgesetzes im Jahre 1919. Im Durchschnitt der Jahr, 1919 bis 1933 wurden jährlich rund 67 000 Hektar be siedelt. Im Jahre 1934, dem ersten Jahre nach der Machtergreifung, in dem nach nationalsozialistischen Grund sätzen neue Bauernstellen geschaffen werden, steht
fast das Doppelte
der durchschnittlich in den Jahren der Systemregierungev besiedelten Flächen zur Verfügung.
Die zur Verfügung stehenden Flächen werden nicht nur zur Errichtung neuer Bauernhöfe verwendet, es werden vielmehr auch ausreichende Landflächen zur Abrundung von Kleinbanernstellen bercitgestellt, um sie zu Erbhöfen zu machen.
Feder über das SiedLungswerk.
Staatssekretär Gottfried Feder, der kürzlich zum Reichskommissar für das Siedlungswerk ernannt worden ist, sprach in der Hauptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Mineralölforschung in Berlin ztim ersten Male über die Aufgaben des deutschen Siedlnngswerkes. Er erklärte dabei u. a.:
Der Aufbau der deutschen Wirtschaft wird ergänzt und gekrönt durch das deutsche Siedlnnaswerk. das der
kategorisch zurückwessen.
Da die Sicherheit der baltischen Staaten nn* « - der Reichsregierung auch von dritter Seite nickt ist, liegt kein Grund vor die Rolle b^» Schntzmâ. ^ll diese.Staaten zu übernehmen. '
Keine Froni gegen GeuiWayh
Snvichs Besprechungen in London.
Der italienische Staatssekretär Suvich bat fein» 0 doner Besprechungen beendet. Auf eine Frage Pa tretcrs des Deutschen Nachrichtenbüros erklärte daß er während seiner Londoner Besprechungen sicht Mussolinis zum Ausdruck gebracht habe A gehe, '
daß bei den Bemühungen zur Erreichung einer m rüstungsvereinbarung keine gegen Deutschland aeri^ tote Front gebildet werden dürfe. Dies sei einer klar abgezcichueten Punkte der italienischen Postin der von Mussolini bereits des öfteren zum Ausdrn^ gebracht wurde. ' "
Von englischen Blättern wird als Resultat v Besuchs Suvichs sestgestettt, daß die 'britischen Minis» vollkommen einverstanden sind mit Roms Argument P keine Anstrengung unterlassen werden felfte, um ein antideutschen A nsb r ü ch in Genf imb den Sei such der Bildung eines antideutschen B l o ck s » verhindern. Sie sind aber zugleich fest davon iiberzeW daß es in der Zwischenzeit zwecklos sein würde, an FrA reich mit irgendwelchen konkreteren Vorschlägen Hermny treten. Statt dessen schlagen sie vor, daß bis zum Wicdei zusammentritt des allgemeinen Ansschlusses London ich Rom sich soweit wie nur irgendmöglich über ihre künsti« Haltung in Genf einigen sollten.
Suvich ist auf seiner Rückreise von London nach Rm mit dem Flugzeug in Brüssel eingetroffen.
Der französische Außenminister B a r t h o u ist in Prag eingetrosfen. Aus dem Bahnsteig wurde er von dm tschechoslowakischen Außenminister Benesch sowie bei Gesandten der Kleinen Entente und Polens em;- sangen. Tschechische Legionäre hatten auf dem Bahnsteig und vor dem Bahnhof Aufstellung genommen.
dem Adel der Arbeit, setzt es an die Stelle des einstigen, zerstörenden, schweren sozialen Auseiandersetzungen unb Kämpfe, in denen Macht und Gewalt jedes befriebigenbe Ergebnis verhinderten, das einst im marristisch-libm- listischen Staat unbekannt gewesene soziale Recht und die soziale Ehre! Betriebssichrer unb Gefolgschaften werden am 1. Mai 1934, dem Tage der nationalen Arbeit, geloben, dem Geiste Raum zu schaffen, der diesem Gesetz seinen großen Sinn gegeben hat.
Die Treue aller gegen alle,
Gemeinnutz und Dienst, an der Nation, das soziale ReP und die soziale Ehre,' das sind die Parolen, die am 1. Mai 1934 unsichtbar auf allen Fahnen Adolf $W stehen werden. Ihnen wollen wir folgen in Treue unb Dankbarkeit zum Führer, dessen Geist und dessen Wille Deutschland aus dem Zusammenbruch zum. deutschen Sozialismus emporführt! , ,
Auf zum Tag der nationalen Arbeit! Heil dm Führer!"
*
Sie Lohnzahlung für den 1. ML
Das Gesetz über, die Lohnzahlung am nationale» Feiertag des deutschen Volkes (1. Mai) läßt dort, wo bereits am 1. Mai Tarisordnungen oder Belriebso»- nungen oder Dienstordnungen des öffentlichen Dienst« die Bezahlung ausfallender Arbeitszeit an WochenM- tagen vorsehen, diese Vorschriften für den 1. Mai geller» Wo eine solche Regelung nicht besteht, ist für die mfoi des Feiertags ausfallende Arbeitszeit regelmäßige Arbeitsverdienst zu zahlen. ö vergüten ist also die Arbeitszeit, die geleistet wäre, w der 1. Mai nicht zum gesetzlichen Feiertag erklärt w
Führer zu meiner stolzen Freude in meine Hand geleg hat. Ich will nur andeuten, daß die stolze Aufgabe, ° der Kanzler als „Siedlungswerk" bezeichnet hat, niw stehen bleiben wird in der Enge der Kleinsiedlung Stadtrandsiedlung, sondern daß echte Siedlungen,
neue Gemeinden und Städte entstehen sollen, für die durch eine klare Wirtschaftsplanung auch die M- schaftlichen Voraussetzungen festgestellt und gesichert den müssen. Daß dieses SiedlttNgswerk gletchze»^ n ungeheure sozialistische Aufgabe hat, versteht sich selbst, wie auch diese neuen Siedlungen den rasieW « lichen, volkshygienischen Gesichtspunkten Rechnung ' müssen, wie sie auf dem Leistungsprinzip eines ö m der Arbeit und Leistung anfgebaut sein werden. - waltige Aufgabe, die mit dem Reichskommissanat den fein wird, ist die In d ustri eb e rlaac ru
„Das gigantischste Seemanöver der Weltgeschichte." „,.
D i e D u r ch s ch l e u s u n g durch f c 11 kanal vollzogen ullni
Die Durchfahrt der amerikanischen K"cg^ ^ ne"1 Stillen O z c n „ durch den Panamakan» gcöc^ Atlantis ch en Ozca » ist beendet. ..^gepa^ nannte sie in einem Telegramm an vas j„ vc ment „das gigantischste Sccmanöver nie*11 Weltgeschichte".
Die Marinebehörden in Colon lP"""!, i.;a zur bekannt, daß die Kanalschlensen mindestens , r f H kehr der Flotte im November dauerns i $ng n wacht werden würden, während sie 1•’-j c wir^1 Nacht frei zugänglich waren. Die Maßna^^ st Folge von Gerüchten über einen 0 et rjjfd)lc«l‘ • schlag auf die Schleusen betrachtet. Die Di( ist im übrigen ohne Zwischenfälle vor ML9, ® OcfdHLq an einer Stelle wurden zwei Laternenpl ' Qbif"1. hjé
Die amerikanische Presse gibt in sirop nie die japanischen Vlätterstimmen »vleu ^