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Fulda, Donnerstag, 26. April

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11. Jahrgang

Die Kampftage an der Saar

«n Brüsseler Zeitungen konnte man kürzlich lesen, ein Jaster belgischer Gelehrter, der frühere Rektor der ES in Genf, Prof. Vermehren, habe der

Regierung angeraten, für einevertrags- kiee Durchführung der Saar-Abstimmung" einzu- S weil, wie er erklärt,die deutsche Propaganda die Irländer vertragswidrig beeinflussen würde". Das «selbst dem StraßburgerElsässer" zuviel, dem man qcwiß keine Deutschfreundlichkeit nachsagen kann, er schrieb dem belgischen Senator ins Stammbuch, M Saarländer sprächen den Belgiern die Befähigung Mr ab, sich als Vorkämpfer in der Saarfrage auszu- ivielen, nachdem Belgien die Abstimmung in dem Deittsch- entrissenen Gebiet von Eupen-Malmedy bis zum heutigen Tage auf das schroffste mißachtet habe.

Was ist Tatsache? Der Absatz 2 des Artikels 49 des Versailler Diktates besagt:Nach Ablauf einer Frist von 15 Jahren nach Inkrafttreten des gegenwärtigen Ver­lages wird die Bevölkerung des Saargebietes 311 einer Äußerung darüber berufen, unter welche Souveränität sie zu treten wünscht." Und in einer Anlage zu dem folgenden Artikel 50 heißt es ausdrücklich, daß die Saar- bevölkerungihren Willen" darüber zu äußern habe, ob der gegenwärtige Zustand beibehalten werden solle, oder ob sie die Vereinigung mit Frankreich ober brütens die Bereinigung mit Deutschland wünsche. Der Test besagt bann, daß abstimmungsberechtigt jede Person ist, die zur Zeit der Abstimmung über zwan­zig Fabre alt ist und zur Zeit der Unterzeichnung des Versailler Diktats im Saargebiet gewohnt hat. Alle weiteren Einzelheiten seien, heißt es weiter, vom Völker- biiiidsrat so festzusetzen,daß eine freie, geheime und itnbeeinflußte Stimmabgabe g c- sichertist".

Aus dieser letzten Bemerkung des Versailler Diktates geht nach Lage der Dinge zunächst einmal klar hervor, daß im letzten Sinne Frankreich für die einwandfreie Tmchsnhrnng der Abstimmung verantwortlich ist, Mi ss ja in der sogenanntenneutralen" Negierungs- WUsion des Saargebietes den entscheidenden Einfluß holmd überdies der famose Völkerbund heute mehr denn se m noch ein Ableger des französischen Außenmini /tcriumS ist.

Die für die Fremdherrschaft im Saargebiet vor- gesehene 15jährige Frist läuft am 1 0 I a u u a r

ab. Demnach würde an sich nichts im Wege stehen, daß die Abstimmung, an deren Ergebnis ja ohnehin selbst in Frankreich niemand mehr zweifelt, am 11. Januar 1935 erfolgt

D^ wäre um so selbstverständlicher, als ja fünfzehn Jahre gelt und Gelegenheit zur Vorbereitung einer cinwaud- MM Entscheidung gewesen ist. In Genf ist dergleichen Mr nicht selbstverständlich. Denn soeben wird bekannt, man die Festsetzung des Datums der Volksabstim- '".Saargebiet, mit der sich der Völkerbund im Mai Meu sollte, n 0 ch immer weiter verschlep- pen will: erst solle eine Kommission das Gebiet bereisen ms S "ein9et)enbe§ Studium der Verhältnisse an Ort m r vornehmen, und e rst danach könne man Festlegung des Abstimmungstermines gehen. So- ci Worte, soviel verlogene Ausflüchte!

niemand, was denn eine solche Kommission !irf?s ?Er völlig klaren Sachlage erst nochein« soll. Wie klar diese Sachlage auch wuschen Kreisen ist, das geht it. a. aus einem soeben

erschienenen Leitartikel ausgerechnet desJournal de Genève" hervor, dessen Sonderberichterstatter nach einer Bereisung des Saargebietes zu geben muß, daß die dortige Bevölkerung nach Sprache und Art durchweg deutsch ist und die Abstimmung auf jeden Fall einen Sieg der Deutschen bringen müsse!

Nur noch ein Dreivierteljahr steht zur Vorbereitung der Abstimmung zur Verfügung, viel Zeit für loyale Vertragspartner, beunruhigend wenig Zeit für alles, was Völkerbund heißt. Genau wie bei den Rheinlandräumungen drängt sich die Befürchtung auf, daß die Regelung der Ab- stimmungsformalitäten von der Paris-Genfer Seite ab­sichtlich hinausgezögert wird man kennt die französische Methode zur Genüge, die selbst die eindeutigsten Rechte eines Vertragspartners zu politischen Aushandlungs­zwecken zu mißbrauchen pflegt. Dabei war der Völker- bundsrat schon auf seiner Pariser Tagung im Jahre 1922 sich vollkommen darüber einig, daßumfassende Vor­bereitungsarbeiten erforderlich" seien!

Man braucht sich in diesem Zusammenhänge nur klar­zumacheu, welche Summe von Arbeit dazu gehört, die wirklich Abstimmungsberechtigten l i st e n m ä ß i g z u er­fass e n, nachdem unter dem Terror der Fremdherrschaft im Saargebiet tausende Deutscher aus ihrer Heimat ge­drängt mürben. Natürlich macht Frankreich auch in dieser Frage wieder Schwierigkeiten, indem es von Zeit zu Zeit behauptet, auch die früheren französischen Besatzungs­truppen also u. a. auch Farbige! seien abstimmungs­berechtigt, um vor der Welt wenigstens eine etwas höhere Zahl von Anhängern im Saargebiet vortäuschen zu können. Man sollte meinen, ein solches Manöver sei allzu frech und allzu unglaubwürdig. Aber Frankreich hatte noch nie Bedenken in der Wahl seiner Mittel, wenn es gegen Deutsche ging. Selbst der französische Tert des oben­genannten Artikels des Versailler Diktates braucht für das entscheidende Wortgewohnt bat" den ganz eindeutigen Ausdruckhabitant le territoire" =im Gebiet wohn­st a s 1". Frankreich wird niemand in der Welt weismacheu können, daß Truppen, die eine kriegerische Besetzung durch­führen, als in diesem Gebietwohnhaft", also als ansässig anzusehen sind.

In Genf wie in Paris weiß man sehr wohl, daß die Welt den Leitern und Betreuern der Saarabstimmung genau auf die Finger sehen wird, nicht nur von Deutsch­land aus. Die Zeiten der Willkür, in denen man Ab­stimmungsergebnisse gewaltsam ins Gegenteil umfälschen konnte wie im Memelgebiet, in Ostoberschlesien, im Hult- schiner Ländchen und in Nordschleswig, sind vorbei.

*

Die Reservs-sMere von Zweibrücken.

Eine Lügenmclbung aus dein Saargebiet.

In einigen ausländischen Blättern wird behauptet, daß die deutschen Reserveoffiziere der Pfalz ausgesordert worden seien, sich in Zweibrücken zu melden. Da bekanntlich Zweibrücken an der Grenze des Saar- gebiets liegt, wird ans dieser unwahren Behauptung geschlossen, daß die Offiziere für einen

Einmarsch ins Saargebiet bereitgehalten werden sollen. Zu gleicher Zeit wird eben­falls berichtet, daß 3 0 00 0 Nationalsozialisten im Saargebiet bereitständen, um das Land zu erobern, wahrscheinlich unter Leitung bei sagenhaften Reserve- Offiziere von Zweibrücken. Diese Meldung, die leider von

einem großen ausländischen Nachrichtenbüro übernommen wurde, ist

in jeder Form erfunden und unwahr.

Die NSDAP, des Saargebietes ist vor einiger Zeit aufgelöst worden, und die Deutsche Front an der Saar hält allerstrengste Disziplin, wie jeder objektive Beobachter des Saargebietes feststellen kann. Sie ist in bestem Sinne der Hort der Ruhe an der Saar. Da aber die Position der Separatisten von Tag zu Tag schwächer lind ihr Anhang immer geringer wird, versuchen sie durch Lügenmeldungeu ihren Verfall aufzuhalten.

Ser Iüßrer bei der Beerdigung eines alten Parteimitgliedes in Nürnberg.

Der Führer nahm an der Beisetzung eines der ältesten und treuesten Mitglieder der NSDAP., des Schneidermeisters Heinrichs in Nürnberg, teil.

Josef Heinrichs, der im 58. Lebensjahr starb, gehörte zu den ersten Nürnberger Nationalsozialisten. Als kleiner G e s ch ä f 1 s m a n n hat er den Mut besessen, trotz schwersten Anfeindungen als einer der ersten Mit­streiter des Nürnberger Gauleiters Julius Streicher bereits vor über einem Jahrzehnt seine tiationalsozialiftische Gesinnung offen zu bekennen.

Als erster Geschäftsmann in Nürnberg hißte er die Halenkreuzfahne und scheute sich nicht, sich den blinden Haß des radikalen Marxismus zuzuziehen.

Aber unerschütterlich blieb Josef Heinrichs in feiner Treue zu Führer und Bewegung. Gleich nach der Reugründung der NSDAP, im Jahre 1925 stand er wieder in der vorder sten Reihe des Kampfes um das Frankenland. Trotz der schweren wirtschaftlichen Schäden, die er durch sein offenes Bekenntnis zur NSDAP, erlitt, hatte er immer eine hilfreicheHand und hat geholfen, wo er nur konnte. Der Führer hat ihn im Laufe der Jahre bei Besuchen in Nürnberg des öfteren ausgesucht.

Der unübersehbare Trauerzug, dem SA. und SS. mit ihren Fahnen folgten, legte Zeugnis ab von der Beliebtheit, deren sich der Verstorbene in weiten Kreisen erfreute. Der Sarg war von Fackel­trägern begleitet. Ihm folgten die Leidtragenden, sodann der Führer mit dem Frankcnsührer Streicher und seinem Adjutanten Brückner.

Unter den Klängen des P r ä s e n t i e r m a r s ch e s senkte sich der Sarg in die Gruft, die von einem Meer von Blumen umkränzt war. Nach dem Vaterunser spielte die S A. -Kapelle das Lied vom Guten Kame­raden. Während des Liedes senkten sich die Fahnen über die Gruft. Frankcnsührcr Streicher gedachte des Toten in kurzen ehrenden Worten.

Was der Führer, was der Kanzler des Reiches von diesem Kämpfer halte, das beweise er damit, daß er tut« der Reichshauptstadt hierhergekommen sei.

Auch die fränkischen Nationalsozialisten und die frän­kische. habe dem Verstorbenen unendlich viel zu ver­danken. Zum Zeichen des Dankes legte der Gauleiter einen Lorbeerkranz an der offenen Gruft nieder.

Der K ranz, den der Führer an der Gruft nieder­legen ließ, trug die AufschriftDem einstigen treuen Förderer der NSDAP. Adolf Hitler". Auch Staats­minister Esser ließ dem treuen Freund einen letzte« Blumengruß widmen. Ehe der Führer das Grab verließ, sprach er den Anverwandten des Toten sein Bei­leid aus.

Harte Geduldsprobe für die Saarbevölkerung.

Ays < Karte des Saargebiets.

^Seseh« m'^Sung des Völkerhundsrats sollte endlich das genaue Datum für die Volksabstimmung im Saargebiet

Win Nun verlautet aus Genf, daß man die Festsetzung wieder weiter hlnausichieben mochte. Am6. Mai

Minin ^^rucken eine Ma senkundgcbuna der Deutschen Arbeitsfront im Saargebiet stattfinden, aut der Reichs-

Fn Dr. Goebbels 311 Ausführungen von grundsätzlicher Bedeutung persönlich das X13ort nehmen wird.

Rudolf Heß 40 Jahre.

Rudolf Heß, der gerade aus sein einjähriges Wirken als Stellvertreter des Führers zurückblicken kann,, ist 40 Jahre alt geworden. Er stammt aus einer bäuerischen Kausmannsfamtlie und ist in Alexandrien in Ägypten ge­boren. Als 20jähriger meldete er sich freiwillig zum Kriegsdienst, trotz zweier schwerer Verwundungen kehrte er immer wieder an die Front zurück. Nach Kriegsende studierte Hetz Geschichte und Volkswirtschaft. Es war selbstverständlich, daß ein Mann wie Rudolf Hetz zeitig zu der Bewegung stieß, die Deutschland von der marrrstrichen Walmsinnsherrschaft befreien wollte. So nahm er an der Errettung Münchens Von der Rätchcrrschaft teil und wurde dabei 3 u m dritten M a l e v c r w un d et

Am 9. November 1923 stand er wieder in den Reraen derer, die für ein besseres Deutschland an Hitlers -seife tor Leben einzusetzen bereit waren. Heß ging lafur aus anderthalb Jahre in Festungshaft, bte er mit Hitler

Anfang 1925 wurde er Privatsekretär und erster Adju» taut Adolf Hitlers, im Dezember 1^32

Politischen Zentralkommission der NSDAP am 21. .nitl 1933 machte Adolf Hitler seinen treuen Mitkämpfer «u seinem Stellvertreter in allen ^artc angelegen beiten, und am 1. Dezember vergangenen Abres erfolgte zur Bekundung dessen, daß Partei und Staat eins ge worden waren, seine Ernennung zum Relchvmim ter.

Rudolf Heß bat mehr als einmal den Wunsch gesprochen in ihm nichte anderes zu leben aw den Partei

NaS zeichnet ibn als den, der er sein ganzes Sei hindurch war, als den selbstlosen Diener semeS Volkes und der deutschen Nation.