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Moszia Zahre SeuffK-Südwestastika.

91m 24. April issi würbe die von dem Bremer Handelsherrn V ü deritz in Südwcstafrika anoetaufte Besitzung Angra Pequena unter den Schutz des Deulschcn Reiches gestellt. DiesesLüderitzland" genannte Gebiet bildete den AuSgangspnnkt der Kolonie Deutsch-Südwest afrika.

Franz Adolf Eduard vübcri^, der 1878 in Bremen das TabakSgeschäft seines Vaters übernommen hatte, beauftragte im Januar 1883 Heinrich Vogelsang mit der Gründung einer Faktorei in Grotz-Rama land in Afrika. Vogelsang kaufte durch Vertrag vom 1 Mai 1883 von Joseph Frederiks in Bethanien die Bai Augra Pequena (später LüderitzbuchN nebst acht Kilometer Land im Umkreise derselben, und im August 1883 das ganze Gebiet vom 26. Grad südlicher Breite bis zum Oranje stufe nebst 150 Kilometer Inland von jedem Punkte der Küste ab gemessen. Lüderitz besuchte seine neuen Er Werbungen. Im Oktober 1886 ertrank er an der Mündung des Oranjeflnsses.

Deutsch-Südwestafrika, das anfangs sehr unterschätzt würbe, stellte sich im Laufe der Zeit als eine koloniale Erwerbung von großer Bedeutung heraus: es wurde eine M u st c r k o l o n i e , die sich in wirklich deutsches Gebiet verwandeln ließ. Allerdings dauerte es sehr lange, ehe Deutschland dort festen Fuß fassen konnte. Blutige Kämpfe bezeichneten den Weg, der zu einer friedlichen Entwicklung des Landes führte. Der Hererohäuptling Maherero hatte 1885 mit der deutschen Regierung einen Schutzvertrag abgeschlossen, wonach er unter Wahrung seiner Hodeitsrcchle den Deutschen das Recht einräumte, sich niederzulassen und Handel zu treiben. Im Oktober 1888 sagte er sich jedoch von diesem Vertrage wieder los. Kaum war durch eine kleine Schutztruppe unter Führung von Hauptryann von Francois wieder Ruhe und Ordnung gestiftet, als ein neuer Unruhestifter, der Hotten- lottcnhâuptling Henrik Witboi, auftrat. Major Leut­wein zertrümmerte die Macht dieses zähen Hottentottcn- sührers, der sich schließlich der deutschen Schutzherrschaft ergab. Bald gab es jedoch neue Kämpfe mit anderen Hottcntottenstämmcn und mit den Hereros, und von IW4 bis 1907 einen großen Kolonialkrieg. Zahlreiche deutsche Zivilpersonen wurden von den Rebellen um gebracht, und die deutsche Kriegsführung sah sich fast unüberwindlichen Schwierigkeiten gegenüber, sowohl hin­sichtlich der Gefechtsweise als auch hinsichtlich der Ver­pflegung, der Zufuhr und des Nachschubs. Um so be- wunderèwerter war die beispiellose Mannszucht und Selbstverleugnung und die heroische Tapferkeit, die die Deutschen in diesem Kriege an den Tag legten. Unter den Führern der deutschen Truppen ragten Hauptmann Franke und Generalleutnant von Trotha, später Generalmajor von Deimling, hervor. Beendet wurde der Krieg durch Oberstleutnant von Estorfs, einen alten Afrikaner.

Wie Deutsch-Südwestafrika dann im Weltkriege mit den anderen deutschen Kolonien dem Deutschen Reiche geraubt wurde, das ist noch frisch in aller Erinnerung und wird unveraenen bleiben

sehr klein und beschränkt sich fast ausschließlich auf die Abwicklung der alten Bestände. Weizen 203 nom. (Mühlenpreis), Roggen 173, Sommergerste 170172.50, Hafer 161163.50, Weizenmehl Spez. 0 mit Austauschweizen 29.7030.25, do. ohne 28.20 28.75, Roggenmehl 060 Prozent 2424.50, do. siidd. Spez. 0 24.50 Weizenkleie 10.85- 11, Weizenfuttcrmehl 11.80, Roggen­kleie ll.lv, Soyaschrot 15.6515.70, Erdnutzkuchen 16.5016.75, Palmkuchen 14.15, Treber 14.10, Trockenschnitzcl 10.1010.15, Heu 6, Weizen- und Roggenstroh 2. Kartoffeln: Indu­strie dies. Ggd. 2.85 RM. (unv.) per 50 kg bei Waggonbezug. Frankfurt a. M. (S ch l a ch t v i e h m a r k 1 v o m 23. A p r i I.) Auftrieb: Rinder insgesamt 1198 (gegen 1358 am letzten Mon- taqsmartt), darunter befanden sich 42 t Ochsen. 78 Bullen, 352 Kühe und 344 Färsen. Kälber 608 (590), Schafe 20 (32), dar­unter 16 (19) Hämmel, Schweine 3700 (3915). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in RM.: Ochsen: al) 3435, b) 3233, c) 2931, d) 2628. Bullen: a) 31, b) 2930, c) 2728, b) 2426. Kühe: a) 2930. b) 2528, c) 2024, b) 1319. Färsen: a) 3435, b) 3233, c) 2831, b) 2527. Kälber: Sonderklasse -, andere a) 4950, b) 4548, c) 3744, b) 2636. Lämmer und Hämmel : bl) Stallmasthämmel 3687. Schafe nicht notiert Schweine: al) fette Speckfchweine über 350 Pfund 67 Stück â 50, a2) Fettschweine über 300 Pfund 38 bis 42, b) 3841, c) 3741, b) 3440, c) 3235, f), g) Sauen 3039. Im Preisvergleich zuin letzten Montagsmarkt vom 16. April zogen Kühe um 1 RM. an, im übrigen blieben die Preise unverändert: Bemerkungen: Bei den Kälbern wur­den in der Klaffe a) 18, b) 80, c) 176 und b) 344 Stück notiert. Von den Schweinen wurden zum Preise der Höchstnotiz und dar­über verkauft: a2) 5, b) 49, c) 49 und b) 2 Stück. Marktver­lauf: Rinder, Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausver­kauft. Schweine ruhig, ausverkauft. Fleischgrotzmarkt. Beschickung: 644 Viertel Rindfleisch, 78 ganze Kälber, 7 ganze Schafe. 89 Schweinehälften. Preis für 1 Ztr. frisches Fleisch in RM.' Ochsen- und Rindfleisch 1. 5256, Ochsen- und Rind­fleisch 4852. Vullenfleisch 4853. Kuhfleisch 2. 3644, Kuh­fleisch 3. 2835. Kalbfleisch 2. 7080, Kalbfleisch 3. 6570. Hammelfleisch 7075. Schaffleisch nicht notiert. Schweine­fleisch 1. 5660. Geschäftsgang des Fleischgrotzmarktes: ruhig.

Gegen Preissteigerungen

auf dem Textilgebiet und auf dem Gebiet der Lederwirtschaft.

Jin Reichsgesetzblatt Nr. 43 vom 2 1. April 1934 werden zwei Verordnungen zur Verhinderung von Preis­steigerungen auf dem Textilgebiet und auf dem Gebiet der Lederwirtschaft veröffentlicht.

Nach der ersten Verordnung ist es verboten, beim Verkauf von Textilrohstoffen, Textilzwischen- und Textil­fertigerzeugnissen sowie den daraus hergestellten Waren im Jnlandverkehr einen höheren Preis zu fordern oder sich oder einem anderen gewähren oder ver­sprechen zu lassen, als ihn der Verkäufer in der Zeit vom

Gestorben:

Maria Elisabeth Meininger, 79 Jahre alt, Abts- tor 19. Beerdigung: Mittwoch nachm. %5 Uhr auf dem dompfarrlichen Friedhof.

1. bis 21. März 1934 höchstens erzielt ober hat. Der höchstzulässige Preis darf für den Textilrohstoffen im Inland um den Betrag um den der Preis für solche Rohstoffe bei ahiA? Güte auf den ausländischen Märkten im ^eitnm* Hub gebotes oder des Verkaufes höher ist als am 21 An- Bei der Versteigerung inländischer Schafrvoll/ höchstzulässiger Preis der Preis der vor «k 1934 zuletzt auf öffentlichen Wollversteigermm^' worden ist.

Die zweite Verordnung bestimmt, daß es,, , ist, beim Verkauf von Fellen unh V^ten der Nr. 153 des deutschen Zolltarifs, von 8wâ^°" Fertigerzeugnissen daraus sowie den aus ihnen t = M ten Waren i m I n l a nd s v e r ke hr e i Preis zu fordern, als ihn der Verkäufer vom 17. März bis 14. April 1934 erzielt ober angekündigt hat. Der höchstzulässige Preis bars Verkauf von Fellen und Häuten der Tarifnummer von Zwischenerzeugnissen daraus im Inland um M trag erhöht werden, um den der Preis für solide bei gleicher Art und Güte auf den ausländischen im Zeitpunkt des Angebotes oder des Verkaufs am 14. April 1934. Bei der Versteigerung Grotzviehhäute und Kalb-, Schaf- und Lammfelle öe?^? nummer 153 gilt als höchstzulässiger Preis der Drei« vor dem 15. April 1934 zuletzt auf öffentlichen steigerungen erzielt worden ist. v

Wer den Verboten zuwiderhandelt, wird mit Mo­rris und Geldstrafe, deren Höchstmaß unbeschränkt straft. Die Verordnungen treten so fort Kraft. Der Reichswirtschaftsminister bestimmt den punkt, an dem sie außer Kraft treten. n

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Amtlicher Teil.

Die neue Urliste für Schöffen und Geschworene.

Die Urliste für das Jahr 1935 der zu Schöffen und 8-. schworenen geeigneten Personen hiesiger Stadt Namen mit den Anfangsbuchstaben A und B. beginnt IiJ in der Zeit vom 2 9. Apri l b is 5. Mai 1934 wochen­tags während den Dienststunden in dem Dienstzimmer des Einwohnermeldeamtes, Stadtschloß zweiter Hof links in jedermanns Einsicht auf. Während dieser Zeit können Ein­sprüche gegen diese bei dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda eingereicht werden.

F u l d a, den 23. April 1934.

Der Oberbürgermeister: Dr. Danzebrink.

Turnen, Sport und Spiel

Fußball.

Der 3. Sonntag um die Deutsche Fußballmeisterschaft.

Als nach den beiden ersten Spielsonntagen alle Ergeb­nisse den Entwarrungen entsprachen und sich die Favoriten bereits herausgeschält hatten, befürchtete man bereits eine Jntereffenlosigkrit für die kommenden Spiele. Allein der 22. April hat voreilige Berechnungen umgeworfen. Die Favoriten sorgten durch ihre zum Teil unverhofften Nie­derlagen für Ueberraschungen. Außer der Niederlage der Borussen wurde Nürnberg in der Gruppe Mitte knapp geschlagen.

1. FC. Nürnberg verlor gegen Dresden SC. 1 : 2. Damit ist Dresden mit 5 : 1 Punkten Tabel­lenführer geworden. Das Spiel kam vor 30 000 Zuschauer im Nürnberger Stadion zum Austrag. Dresden bereitete eine angenehme lleberraschung, aber auch Nürnberg spielte eine gute Partie, nur der Jnnenfturm besaß zu wenig Durch!chlagskrast. Kund war die treibende Kraft der Nürnberger. Dresden hatte eine ausgezeichnete Hinter­mannschaft und in Richard Hofsmann wieder einen An- griffsführer, der sich von der besten Seite zeigte. Dresden war in den ersten A). Minuten überlegen. Dann glich sich der Kampf aus, und durch Oehm fiel in der 32. Minute das Führungstor für Nürnberg. Bald danach glichen die Sachsen aus. Nürnberg blieb angriffsfreudig, Dresden spielte mehr auf Halten und gerade ihnen gelang es in der 67. Minute, das 2. Tor zu erzielen. Dieser Vorsprung wurde gehalten, obwohl Nürnberg durch einen 11-Meter- ball eine Ausgleichgelegenheit geboten war.

Dresden ist nun Tabellenführer, Borussia Fulda letzter.

Waldhof Kickers Offenbach. Die einzige Gaugruppe, in der die Spiele ohne Ueberraschungen verlie­fen. war die Gruppe Südwest. Hier konnten die Offenbacher Kickers vor 15000 Zuschauern im Frankfurter Stadion gegen den Tabellenführer Maldhof ein 2 : 2 erzwingen. Im zweiten Spiel, UnionBöckingen SV. Mühl­heim, erlitt die Union eine neuerliche Niederlage von 2 : 0, trotzdem die Mannschaften gleich in ihren Leistungen waren. Die Gruppe Nordwest hatte zwei lleber- raschungen. Schalke 0 4. dem man schon von vornher­ein einen Sieg zusagte, verlor knapp mit 1 : 0 gegen den VfL. Benrath. Das war nur insofern möglich als die Knappen bei weitem nicht ihre frühere Form erreichten und Benrath wider Erwarten gut und taktisch klug spielte. Eimsbüttel wurde von Werder Bremen 2 : 1 (0 : 0) geschlagen. Eimsbüttel war der technisch Bessere. Frischer und zügiger spielte Werder, das damit auch den verdienten Sieg erkämpfte. Das einzig dastehende Punkteverhältnis von 6 : 0 hat Viktoria Berlin in der Gruppe Ost. Berlin, das nur in den ersten Spielen schwache Leistungen zeigte, siegte gegen Beuthen 09 sicher 4:1. Stolp schlug Preußen Danzig 3 : 1. Die Preußen" sind mit diesem Derlustspiel die Mannschaft von den vier Gruppen, die alle Spiele verlor.

Das für den Landwirt Ernst Enders in Maberzell am 17. 2. 34 eröffnete Entschuldungsverfahren ist aufgehoben, da der Betriebsinhaber den Entschuldungsantrag zurückge­nommen hat. (5 Lw E. 111a).

Fulda, den 16. April 1934.

Amtsgericht Abt. 5.

Bekanntmachung.

Die Erlaubnis- bzw. Arbeiterkarten für die Ausfüh­rung von gewerbsmäßigen Arbeiten auf den städtischen Friedhöfen im Jahre 1934 sind innerhalb 8 Tagen gegen Entrichtung der tarifmäßigen Gebühren auf dem Stadt­bauamt zu lösen.

Unternehmer, die nicht im Besitze der erforderlichen Karten sind, werden vom Friedhofsaufseher für Arbeiten auf den Friedhöfen nicht zugelasien.

Fulda, den 19. April 1934.

Der Oberbürgermeister: Dr. Danzebrink.

Uiioa-Tbeater

Friedrichstraße.

Von Dienstag bis Donnerstag

Börse und Handel

Frankfurt c. M. (Getreideg rotz markt vom 2 3. April.) Die Allgemeinstimmung am Getreidegrotzmarkt blieb auch zum Wochenbeginn ruhig, bejonbers was Brotgetreide be- trifft, in dem bei nicht starkem, aber ausreichendem Angebot die Preise unverändert blieben. Lebhafter und weiter fest verkehrten Futtermittel und Hafer bei allgemein sehr knappem EHertenmateriaL Besonders prompte Kleie, Soyaschrot und ötonuMudgen waren gesucht und die Preise zogen um 1625 Pi. ^ V» tg rn. sätet nAHstchnÄ«! eSenfo wie Ssstmsrgsrste M«e rthshnng »s°» 2^ RM. pst Tonne. Dor Rehlgeschäft ist writer

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