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Fuldaer Anzeiger

«V SSÄÄÄÄ Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg Sg»j8&«&M£:te Zul-a- und Haunetal »Julöaer Kreisbla« HBpsMisüeiters: Fr. Ehrenkiau, Lauierbach H, Neüaktion und Geschäftsstelle: Königftraße 42 Zernsprech-Fnfchluß Nr. 2989

Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Pf., im Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung wird Rabatt nach Taris gewährt, bei zwangsweiser Beitreibung oder Konkurs erlischt jeder Anspruch auf Nachlaß.DA." 1000. Verantwortl. für den Anzeigenteil Ferdinand Ehrenkiau, Lauterbach»H.

11. Jahrgang

Der Geburtstag des Führers.

Ein ganzes Volk gratuliert.

Der Geburtstag Adolf Hitlers gestaltete sich zu einer Offnen Kundgebung des deutschen Volkes für seinen Ä Z wie herzlicher Weise die Bevölkerung des ÄMkanzlers gedachte, geht besonders aus folgender Tatsache hervor: In der Reichshauptstadt begann der An- hrn in per Gratulanten nicht etwa am Freitag früh, son- o ii ii in M it 1 crn « cht! Tausende standen bis in die Morgenstunden vor dem Reichskanzlerpalais uns versuchten, durch Singen und Rufen den Führer zu vermilnsscn, sich zu zeigen. Das aber war nicht möglich, weil der Führer gar nicht in Berlin mehr war. Das war auch von vornherein anzunehmen, nachdem Adolf Hitler schon vor einem Jahr den Tag in aller Zurückgezogen­heit und Stille auf dem Obersalzbcrg im Kreise seiner Anitchörigcn verbracht hatte. In diesem Jahre aber hat ihn die Fülle seiner Aufgaben nicht einmal diese kurze Erholung an seineâi Geburtstag ermöglicht; er muffte z u Besprechungen a u st e r h a l b Berlins ver­reisen.

Es wurde auch den in der Nacht vor der Reichskanzlei Wartende« immer wieder gesagt, daß der Führer nicht in Berlin sei. Aber sie wichen und wankten nicht, und vom frühen Morgen ab erhielten sie weiteren Zuzug. Schliest- lich wurde der Andrang der Menge in der Wilhelnrstraste so start, daß die Polizei regelnd eingreifen und den Zu slroin ab stoppen mutzte. Die Hitlerjugend hatte dem Führer schon in den frühen Morgenstunde« mit Fanfaren und Trommeln ein Ständchen gebracht.

Es bedarf nicht der AnffWung, daß in der Reichs­kanzlei eine li n g e b e'u r e Zahl v o n G l ü cf w ii n - scheu aus allen Kreisen und ans allen Teilen des Reiches eingeaangen sind. Von den Rcichsbchördcn bis zum schlich-

alles, das B o k k in seiner $n o m t h e i t hat sich an diesem Tage mit seinen Wün­schen nir Adolf Hitler einaefundeu.

Ganz im Sinne des Führers, der ja schon vor einem Mr liebsten hatte, seinen Geburtstag zum Anlaß freudi- WGebens für die Bedürftigen zu nehmen, waren überall im Reich

zahlreiche Hilfsaktionen eiilgeleitet worden. II. a. haben die Berliner Studenten eine Geldsumme gesammelt, die cs ihnen ermöglicht, einen Monat lang 200 arbeitslose Volksgenossen täglich mit einer ausreichenden Mittagsmahl zeit zu beköstigen. In Mim chen bewirlete derVölkische Beobachter" 1500 bedürftige Miller, und so gab es noch unzählige Beispiele solcher wunden am Gedenken an den Führer

. -luch in D a n z i g und im Saargebiet bat man es sich mchl nehmen lassen, den Gebrir Stag Adolf Hitlers, in bc- Wderer Weise zu feiern. In» Saargebiet hat bekanntlich °>c landfremde Regierung öftenOidtc Kundgebungen an Wjetn Tage verboten. Aber wie schon vor einem Jahr hatte das ganze Saargcbict festlich geflaggt,

«ad die Zeitungen brachten ausführliche Geburtstags- Wel. Aus Saarbrücken schrieb auch eine 90jährige Elm, die am gleichen Tage wie Hitler Geburtstag hat, Kanzler einen Glückwunschbrief.

KröherBelagerungszustanö"

in der Reichskanzlei, iiau^" Fristen äußerte sich der Geburtstag des Führers Dnian an seiner. Hauptarbeitsstätte, in der Reichs- !«! Dort waren in der Empfangshalle nicht bis ! a 1 6 neben B ü ch e r ausgelegt, in die sich Gratulanten, die

langen Reihen von der Straße herSchlange j standen",

biiJ;1^1^ Zustrom ein trugen, während sich dci £^le ®e9c staute Unten in der Halle ist ein Teil ^ihr - > 'fc aufgebam, oben in der Wohnung des Leiche ÖfT Ui'stcre Teil. Ganze Wagenladungen voll beten ®m c b"b eingegangen, B ergevo n B riefen, Selen. ^ ^iele Tage dauern wird, eine Fülle von Telear^.^dch. lind ebenso viele Geschenke und Briefe und des amt nach Haus Wachcufeld, dem Haus und» am Obersalzberg, gegangen. Hitlerjuugen Waden 2 nner ^'^" üm und her, um die Geschenke aus- nimg^u^dnen, zu numerieren und dann in der Woh nisten "nns!"^oncn haben Arbeiter, ehemalige Kommu schickt sti?^l>aldemokräten. kleine Handfertigkeiten ge

Re in Mußestunden

febeii °115 '^^" geringen Mitteln aiigefcrtigt bei Begleitbriefe, in denen sic in überschäumen erlöste iu», ^". Führer danken, daß er sie aus der Not erst i^?" W>et Arbeit gegeben hat.Jetzt sind mir Arbeiter ltige Menschen geworden", so schreibt ein sechs «inC .' anderer weist darauf hin, daß er mit seinen Elends hnvJ,1 ^ahre der bittersten Not und des großen toar. ^nj. Metnacht hat und ost der Verzweiflung nahe bantiiie ,u aber zufrieden und glücklich, mit seiner sofft, tuen lcben und wieder arbeiten zu können und ges aiirfi V*"'c alten Schulden abgetragen hat, eines hinten Ln'" "raune Ehrenkleid der SA. anziehen zu ^üchtevvn^^'s^^dènste» Gebieten Deutschlands kamen Arbeitslosen angcser.igl, Bilder.

* 'wltpfc, Decken, Kissen, Büsten, Bücher und

dann Blumen, Blumen in ungeheurer Zahl. Viele klein: Sträußchen sind gekommen von BDM.-Mädels, Die Durch diese bescheidene Gabe dem Führer ihre Anhänglichkei: bekunden wollen. Dann hat die MSKÄV. mit einem Brief ihres Führers Oberlindober einen

Scheck über 50 000 Mark

geschickt zur Einrichtung des vom Führer schon lange vorgesehenen H e i m s f ü r K r i e g s b l i n d e in Berlin, das demnächst zur Tatsache werden wird Die Arbeiter der Horchwerle haben gemeinsam mit der ältesten Orts­gruppe der NSDAP in Sachsen, Zwickau, einen wunder­vollen Horchwagen gestiftet. Ein alter Kapitän aus Ham-

Jn sieben Gratnlationslistcn

trugen sich in der Empiangsballe der Reichskanzlei un- zäbligc Besucher am Geburtstag des Führers ein.

bürg hat ein Schiffsmodell geschickt. Von einem geradezu unglaublichen Fleiß und außerordentlicher Geschicklichkeit zeugt ein Geschenk, das der Sturmmann Ewald Schenk vom Sturm R 31 der Standarte 153 aus Altenburg an- gefertigt hat, ein großes Hitlerbild, das ausschließlich aus den in deutscher Kurzschrift geschriebenen 781 Druckseiten des WerkesOlein Kampf" besteht. Dieses Werk ist in Bild form so geschickt a schrieben, daß es wie ein Stickereibild wirkt. Jede einzelne Schattierung ist her- ausgearbcitcl, sogar das Parteiabzeichen, Koppel, Schul- erriemen usw. Der Künstler hat dazu einen Brief ge­schrieben, indem er mitteilt, daß er

504 Stunden an diesem Bilde gearbeitet habe. Arbeiter und Direktion, der Reichsdruckerei haben ein Kästchen mit vier etwa %' Quadratzentimeter großen Silberwürfeln geschickt, in Die das Horst-Wessel-Lied und das Deutschland Lied eingraviert sind dem Auge kaum wahrnehmbar, durch das Vergrößerungsglas aber als ausgezeichnete Gravcurarbeit zu erkennen.

Viele deutsche Frauen und Mädels, ferner viele Schwesternschaften haben in großen Mengen Kinder­wäsche geschickt mit herzigen Gedichten, in denen auf das große HilfswerkMutter und Kind" hingewiesen und die

Wäsche für das Hilfswerk

bestimmt wird. Sogar eine Schmelterlingssammlung ist gekommen, ferner aus dem Sg-warzwald eine Kuckucks-

Eine Ecke des Geburtstagstisches.

uhr, und aus Berlin eine Kiste mit 120 Paar SA.- Stullen, die natürlich sofort ihrer Bestimmung '»ge­führt werden Die Zahl der Geldspenden ist außer­ordentlich groß. Auch

aus dem Ausland

sind viele Briefe mit größeren und kieincren Geldspenden gekommen, und man sieht cs vielen Beglci-briesen an. daß es wirklich Cofer sind die hier net-^rhf wurden, daß manche diese Summen einaestrnd- haben, für die diese Summen Wirklich etwas.bedeuten.

Neben den vielen schriftlichen Gratulationen und den vielen Geschenken sind diejenigen zu nennen, die

von weither nach Berlin kamen,

um dem Führer zu gratulieren und ihm ihre Glückwünsche oder die größerer Organisationen zu überbringen, die sie entsandt haben. Es wurde ihnen wenigstens ermöglicht, die Reichskanzlei und die Wohnung des Führers zu sehen, mit den Geschenken, und so einen Eindruck mit nach Hause tu nehmen, den sie so leicht nicht vergessen werden. Z u Fuß waren Hitlerjungen aus Süddeutschland gekommen, Arbeitslose aus dem Westen, SA.-Männer die Glück­wünsche einer Berliner Standarte sind durch Staffelläufer überbracht worden, und dauernd trafen neue Gratu'anten aus allen Teilen Deutschlands ein. Immer wieder^en die stets bilssbereiten und entgegenkommenden ST.- Männer ihnen leider mitteilen, daß sie vergeblich ge­kommen sind.

Oben in der Wohnung walteten der Leiter der Privatkanzlei des Führers, Albert Bormann, feines Amtes, der zusammen mit Frau Tannen­berg, der Wirtschafterin des Führers, befnntkra Mi.5ne Geschenke gruppiert. Von draußen, von der Straße, schall­ten immer wieder das Horst-Wessel-Lied, das Deutschland- Lied und andere nationalsozialistische Kampflieder heraus, und die Flaggen der Wilhelmstraße gaben Dem Bild den festlichen Rahmen.

Von 'on rückte Am- Hitler ins Feld,

Die Umbenennung Der Münchener Kaserne.

Der Beiehlshaber im Wehrkreis 7, Generalleutnant Adam ; : die Umbenennung der Kaserne des 1. Ba­taillon: ' Bäuerisches Infanterie giment in Mün­chen a cm Oberwiesenfeld in Adolf-Hitler- K a s c r N 7 .j -yc ommen.

In üleier Materne liegt Die Traditionsiruppe des ehe­maligen 2 Bayerischen Infanterieregiments Kronprinz, des ältesten bäuerischen Regiments, das schon bei der Be­freiung Wiens und Belgrads im Türkenkrieg mitgewirkt hat. In Dieser Kaserne wurde in Den ersten Kriegsmonaten Der Führer ansgebild er zog von dort aus mit einer Rescrveformaiion des Regiments, dem 16. Bayerischen Reserve-InfanterieregimentList", ins Feld.

Görings Glückwunschtelegramm an Hitler

Der preußische Ministerpräsident Göring hat dem Reichskanzler und Führer A d o l f H i t l e r zum 45. Ge­burtstag folgendes Glückwunschtelegramm gesandt:

Am heutigen Tage übersende ich Ihnen, mein Führer, auch namens aller Beamten, Angestellten und Arbeiter der mir unterstellten Ministerien und Behörden, die aufrichtigsten und tiefstempfundenen Glückwünsche zu Ihrem Geburtstag.

Ich gelobe Ihnen gerade am heutigen Tage aufs neue, auch im neuen Jahre alle mir aufgetragenen Auf- gaben in Ihrem Sinne zu erfüllen, vor allem aber, meine ganze Kraft cinzusetzen, Ihren wichtigsten Grund- g ed a n kc n , dem deutschen Volke die Einheit des Reiches zu schassen, in Preußen auszugestalten. Jeder einzelne, mir durch Ihr Vertrauen überantwortete Mitarbeiter, wird seine letzte Kraft cinsetzcn, dem Führer treulich zu dienen. , ...

Was ni i ch selbst betrifft, ,o wißen Lie aus ein­einhalb Jahrzehnten treuester Gefolgschaft, daß es meine tiefste Freude, mein höchster Stolz und mein größtes Glück ist, Ihr treuest verbundener Gefolgsmann und eifrigster Mitkämpfer sein zu dürfen. In der restlosen Hingabe an Sie, mein Führer, sehe ich Sinn und Inhalt meines ganzen Lebens.

Darum vermag ich nicht in Worte zu fassen, welch tiefempfundene Segenswünsche mich heute für Sie er­füllen. Zutiefst weist ich nur eines: Will der Herr­gott Deutschland retten, so wird er Sie uns weiter in voller Gesundheit erhalten.

In unerschütterlicher Treue und unauslöschlichem Gehorsam Ihr Ihnen restlos ergebener Hermann G ö r i n g/

Weil sie Hitlers Gedurtstag feierten.

Verhaftung von Nationalsozialisten

i n S st c r r e l ch.

Aus Anlast des Geburtstages dcS Reichskanzlers Adolf Hiller wurden in Innsbruck und Umgebung von Nationalsozialisten mehrere Böller abgcreuert jn diesem Zusammenhang wurden einige Verhaftungen vor- gcnomnieii. Unter den Verhafteten befindet tzch auch de frühere Stellvertreter des Gauleiters der R«DAP. von Tirol und Vorarlberg, Rechtsanwalt Dr. D e n z.

Ferner kam cs an verschiedenen andere» i rten, ins­besondere in Den Städten Österreichs, zu natioualsozialisn- schen Kundgebungen. So wurden in einzelnen Bezirken Wiens nationalsozialistische Flugzettel und Hakenkreuze aufacfiuiDen Die Polizei einjandte Putzscharen, um Die Hakenkreuze zu beseitigen. Zu ähnlichen Vorfällen ist cs auch in Innsbruck, Linz und Klagenfurt gekommen, wo an verschiedenen Orten Papierböller und Hakcnkreuzfeuer abbrannten.