Zahn »m Zahn. „Und so*, ruft her Verfasser dieses Buches mit Recht allen Mitschuldigen zu. „wurde schließlich aus Politik, Parlament, Regierung und Staat die Fortsetzung eurer Geschäfte mit anderen Mitteln.*
Kann man in diesen Dingen zu hart urteilen? Lest dieses Buch und ihr werdet verstehen, warum Adolf Sutter „aus den gefäbrdetsten Posten seinen besten Mann stellte: Hermann Göring". Der mußte dann auf den Reichstagsbrand hin früher Zuschlägen, als er geplant • Ute; er hätte sonst ganze Arbeit machen können.
P. A. R.
^une politische Nachrichten.
Der Reichspräsident bat zum Nachfolger des bisherige« Feidbifchofs der Wehrmacht, D. Schlegel, der am 1. April wegen Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getreten ist, Wehrkreispfarrer Konsistorialrai D. F r a N z D o b rm a NN (Stettin) ernannt.
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Nach dem Ausweis der Reicks bank vom 29. März 1934 hat sich in der verflossenen Bankwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks, L Wertpapieren um 533,8 Millionen auf
; ...... H. An Reichsbanknoten und t.en.endan.jche.nen zusamtnen sind 393,3 Millionen Mark in den Verkehr abgeslossen. Der Umlauf an Scheidemünzen nahm um 110,5 Millionen auf 150-2,2 Millionen Mark zu. Die fremden Gelder zeigen mit 547,4 Millionen Mark eine Zunahme um 6,6 Millionen Mark. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen haben sich um 17,0 Millionen auf 245,2 Millionen Mark vermindert. Die Deckung der Noten betrug am Ultimo 6,7 Prozent gegen 8,0 Prozent am 23. März d. I.
Der preußische Kultusminister hat eine Entscheidung dahin getroffen, daß die Entlassung oder Pensionierung wegen .sticht Zugehörigkeit zu einer Kirche nicht erfolgen darf. Diese Feststellung erfolgte aus Anlaß eines Einzel- falles, in dem einer Lehrerin, die keiner Kirche angehörte, deshalb die Entlassung angedroht worden war
Ter Präsident der Reichsmusikkammer hat u. a. angeordnet: Alle in der Öffentlichkeit bei der Verbreitung musikalischen Kulturgutes mitwirkenden Männer- qefang vereine oder -Vereinigungen haben bis zum 15. Mai 1934 die Mitgliedschaft der Reichsmusikkammer ru erwerben. Die Mitgliedschaft wird durch Eingliederung in den für das gesamte Männerchorwesen allein zuständigen Fachverband „Deutscher Sängerbund e. V." erworben
Auf einer Anhöbe in der Nähe des „Schweizer Ber- ges" bei Lud veiler im saarländischen Warndtgebiet wurde :n der Nacht von Unbekannten ein Fahnenmast ab - gesägt, der an der Stelle errichtet worden war, wo in absehbarer Zeit das Denkmal für die Gefallenen der Gemeinde erstehen sollte Da die an dem Mast angebrachte Fahne des neuen Deutschland g e st o b l e n wurde, kann man annehmen, daß dieser gemeine Streich von Mar- risten ausgeführi worden ist.
Sozialismus der Tat.
Umfangreiche Gerälefpende der Radiogroßhändler.
D c Reicksiundfunkkammer teilt u. a. mit: Der im Rab- ' des W nrerbilfswerks erfolgten Bereitstellung von Rundfunkgeräten, Röhren und Einzelteilen zur kostenlosen Vene, ung an bedürftige Volks- g e n o s s e n durch die Reichsrundfunkkammer war ein aller Erfolg belieben. Der Radiv-Großhändler- nd hatte unter ^ neu Mitgliedern eine Sammlung >?! : runfperäten vorgenommen, die bis Ende März 7 Netzempfänger, teils mit eiugevautem Laut- " t e eempfänger. 134 Lautsprecher, u d zahlreiches Ergän ungsmaterial zur ■ an ' e Rs srundsuukkammer ergab.
pricht Den Spendern aus
'd er Verband ihren Dank für die AÜmlaer e und Zubehörteile aus Die o : mmer hofft daß auch weiterhin Spenden - ung an bedürftige Volksgenossen einlaufen. 'Dakterien für den Volksempfänger !
Tie Reichsrundfunkkammer teilt ferner mit: Das »oeinrich Hery-Jnstitut wird denjenigen Firmen, deren ■abritaic den Herstellungsbestimmungen von Trocken- - et-batterien genügen, die Anbringung des Rolls, mpsänger-Zeichens auf ihren Erzeugnissen gestalten Trocken Batterien mit dem VK-Zeichen bieten Garantie, daß sie den für den Betrieb des Volks- emv längere erforderlichen Leistungen entsprechen. Die (irftbeftüdung des Batterie-Empfängers VE 301 B 2 muß mit Srodenbatterien, und zwar ausschließlich mit solchen, die das ^lè-Zeichen besitzen, erfolgen
Vor. die sich einen Batterievolks- - erneu e-lchen in Betrieb neh-
den za . rem eigenen Interesse auf das VE» Zeichen ackren das Beweis für die Zuverlässigkeit und Qualität der Batterie ist
Eine neue Büste General Litzmanns.
Her bekannte Berliner Bildhauer Professor Hugo Lederer schuf mit einem feiner. neuesten Werke, eine Büste des Generals a. D. Staatsrat Litzmann. Unser Bild zeigt den Künstler bei seiner Arbeit.
Neues aus Oesterreich.
Neue Lösungsmögiichkân für Österreich?
In einem Grazer Blatt setzt sich der ehemalige Vizekanzler Winkler für eine deutsch-italienische Lösung in Österreich ein. Er schreibt n. a.:
„Das März-Protokoll von Rom läßt den Beitritt anderer Staaten offen, und in den Reden der Staatsmänner wurde der Beitritt anderer Staaten, auch der des Deutsch en Re i ch c s , für wünschenswert erachtet. Diese Reden waren sowohl an die Adresse von Berlin wie von P rag gerichtet. Deutschland will und fordert die aktive Mitwirkung an der Neubildung im Donanraum und insbesondere im Süden des deutschen Lebensraumes. Diese Forderung entspricht ebenso den Lebcus- intereflen Österreichs. Die Differenzfragen sind geklärt, abgcgrenzt und klein geworden.
- Bundeskanzler Dr. Dollfuß hat sich bereiterklart, iede Formel anzunehmen, die den deutsch-österreichischen Konflikt aus der Welt schafft, sofern durch diese Formel die Selbständigkeit Österreichs gewährleistet wird. Die deutsch-italienische Lösung ist die st ä r k st e Garantieform el, die überhaupt denkbar ist. Mit ihr und durch sie wird jene Brücke geschlagen werden können, die die Gegensätze im Volk überspannt."
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Kundgebung an den Gräbern Hingerichteter Schutzbündler.
Wien. An den Gräbern der nach dem Februaraufstand Hingerichteten und heimlich begrabenen Schntzbnndführer Weisl und Münichrciler versuchten Angehörige des aufgelösten Republikanischen Schutzbundes eine Kundgebung gegen die Regierung zu veranstalten. Den Schutzbund- angehörigen war es gelungen, die Gräber der beiden Hingerichteten festzustellen. An den Gräbern wurde ein Plakat angebracht, das Beschimpfungen gegen die Regierung enthielt
Beneidenswerte Jugend!
Weitere Einzelheiten über das Landjahr der Schulentlassenen.
Über die Organisation des Landjahres für die schulentlassene Jugend werden jetzt noch folgende interessante Einzelheiten bekannt:
Am 16. April werden über 20 000 Jugendliche, davon etwa ein Drittel Mädchen, aus den Industrie- und Grenzprovinzen Westfalen, Rheinland, Provinz Sachsen, Oberschlesien und Groß-Berlin aus etwa
500 Landheime in den Nâhrprovinzcn Ostpreußen, Pommern, Grenzmark, Niederschlesien, Schleswig-Holstein, Hannover und Mark Brandenburg verteilt. Mit der Durchführung der Organisation und der Bearbeitung der erzieherischen Richtlinien hat der preußische Kultusminister Rust seinen Referenten Parteigenosse Schiffer beauftragt, der gemeinsam mit Pg. Oberleutnant zur See a. D. Wentzel in wenigen Monaten die Vorbereitungsarbeiten durchführte.
In 18 Führerschulungslagern sind in den vergangenen Monaten über 4000 Jugendführer und -führerinnen, Lehrer und Erzieher einer vierwöchigen Bewährungsprüfung unterstellt worden. Nur 1800 von ihnen wurden als geeignet auserlesen.
Nach einem ausdrücklichen Erlaß des Ministers Rust ist der Landjahrjugend Gelegenheit zur Erfüllung ihrer kirchlichen Verpflichtungen gegeben. Die Jugend wird in den Heimen nach Geschlechtern getrennt untergebracht. Die Mädchenheime werden zumeist selbst bewirtschaftet, weil hier ja die zukünftige Hausfrau und Mutter erzogen werden soll. In den Jungensheimen sorgen Wirtschafter für die Verpflegung, die sehr
kräftig und reichlich sein wird, damit um so mehr Zeit bleibt, für Körperschulung, Land- und Gartenarbeit und nationalpolitische Erziehung.
Kultusminister Rust und der Reichsjugendführer haben die Vereinbarung getroffen, daß die Jungens im Laildjahr HJ.-Uniformen und die Mädels BDM.- Kleidung tragen mit einem besonderen Landjahrabzeichen. In verwaltungstechnischer Hinsicht unterstehen die Land- jahrbeime der Aufsicht der Regierungspräsidenten.
Die Schulung umfaßt die Gebiete Heimat- und Volkskunde, politische Geschichte Deutschlands, Werkkunde, Gelände- und Kartenkunde und Geopolitik. Besonderer Wert wird auf die
Gefängnis für kalholischen Geistlichen.
Das Kölner Sondergericht verurteilte den im Ruhe- stano lebenden 64 Jahre alten Pfarrer Leonhard -y a n fen aus Aachen wegen Verbreitung von Greuelmärchen zu sechs Monaten Gefängnis und bezchlotz feine Überweisung in eine Heil- und Pflege- anstalt.
Der Verurteilte hatte am 4. Dezember vorigen Jahres auf einer Eisenbahnfahrt von Aachen nach Geilenkirchen emem mit im Abteil sitzenden Kaufmann alle möglichen Greuelmärchen über die
angebliche Verhaftung von katholischen Geistlichen
u. a. m. erzählt. Festgestellt wurde, daß an seinen ganzen Behauptungen auch nicht ein einziges Wort den Tatsachen entsprach. Da der ärztliche Sachverständige den Angeklagten als vermindert geistig zurechnungsfähig bezeichnete, wurde auf seine Überweisung in eine Heiü und Pflegeanstalt erkannt.
Düfleldorf wird bittiger.
Durch Senkung zahlreicher Gemeindeabgaben.
Die Stadtverwaltung Düsseldorf gibt bekannt, daß sie ab l. Mai eine Senkung der kommunalen Lasten durch E r- m a ß l g u n g der G a s -, S t r o m - u n d Wasser- preise, Kanalisations- und Müllabfuhrgebühren und Beseitigung der Berufsschulbeiträge in Höhe von rund vier Millionen Mark durchführt. Diese Maßnahme, die eine bedeutsame finanzielle Entlastung der Bürger schafft, insbesondere des gewerblichen Mittelstandes und Hausbesitzes bedeutet, ist das Ergebnis nationalsozialistischer Wirtschaftspolitik und Haushaltsührung und einer zielbewußten Wied'eraufbauarbeit in Staat, Wlrtichafi und Gemeinde.
Die feindlichen Brüder.
. . Wien. Die Verbreitung des bekannten Beselig Heimatschutzbnndesführers Starhemberg, nach dem d 7 ^ flültifie Entscheidung über die Unterstellung einzelm-) bände unter die Führung des Hciuwtschiitzes '«= obersten Bundesführung Vorbehalten bleibt, ist, wie S bct von der dem Vizekanzler Feh unterstellten SicOerbeitëhÄ verboten worden. ° weithin
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Der Gefängniswärter flieht
mit feinen Gefangenen.
Die abenteuerliche Flucht der Linzer Häftlinge.
Der Ausbruch der fünf politischen Häftlinge Qu5 dem Linzer Landesgericht zieht immer weitere Kreise. Da den Wiener Zeitungen nähere Meldungen über die Angelegenheit verboten wurden, erfährt man jetzt erst aus übrigens später auch beschlagnahmten Pro- vinzblättern nähere Einzelheiten über das abenteuerliche Ereignis. Als Dienstag früh um 6 Uhr fm den Justizbeamten Dobler, der als einziger in dem ganzen großen Gerichtsgebäude Dienst batte, die Ablösung eintraf, bemerkte sie, daß alle Gänge erleuchtet und die Zellentüren zu den betreffenden Häftlingen
und sämtliche Gittertore des Gefängnisses geöffnet waren. Nun erst stellte sich heraus, daß Dobler mit den fünf Häftlingen, zwei Nationalsozialisten und drei Sozialdemokraten, geflüchtet war. Da die Flucht knapp nach dem Dienstantritt des Dobler um 2 Uhr morgens vor sich gegangen sein dürfte, hatten die Ausbrecher
einen Borsprung von mindestens fünf Stunden.
Rätselhaft bleibt nur, weshalb die starken H e i m w ehr- wach e n vor dem Landesgerichtsgebäude gar nichts von der Flucht bemerkt hatten. Der Justizbeamte Dobler ist mit der Tochter eines bekannten oberösterreichischen Arztes verheiratet und hat drei Kinder.
Bereicherung der gemeinschaftsbildenden Fähig- feiten
gelegt, wie Lied- und Musikpflege, Volkskunst und Volkstanz. Neben der rein praktischen bäuerlichen und gärtnerischen Schulung auf zumeist heimcigenem Grundstück wird besonders auf eine straffe Disziplinierung unb Abhärtung gesehen.
Zum RelchsverufsweMampf der Deutzien Jugend, der vom 9. bis 15. April im ganzen Reich durchgeführt wird, ist dieses eindrucksvolle Werbeplakai geschaffen
worden.
Gegen Preistreiberei auf dem Holzmarll.
In Anbetracht der Tatsache, daß die Preise für Roh- uno Schnittholz einen Tiefstand erreicht hatten, der den Bestand der deutschen Forst- und Holzwirtschaft bedrohte, hatte das Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine angemessene Preissteigerung im Laufe des wahres 1W3 für berechtigt erachtet. In den letzten Wochen hat indessen bei verschiedenen Holzsortimenten, ins- be,andere auch beim Bauholz, die A u f w ä r l s b e w e- g u n g der Preise einen Grad e r r e i ch t, der von dem Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft unter keinen Umständen geduldet werden wlrd. Dieses hat vielmehr die Absicht, gegen das Speku- lantentum im Handel in rücksichtsloser Weisc Vorzug eben und durch Festsetzung von Höchstpreisen Uir^wlchtlge Holzsortimente der Preistreiberei ein Ziel zu
Krieg zwischen zwei mexikanischen DölM
20 Dorfbewohner erschlagen.
Zwischen den merikanischen Ortschaften Guadulup > Vista Hermosa und Monteleon im Staate Oaxaca v standen schon seit längerer Zeit Grenzstre i . " keilen, die jetzt zu einer blutigen Entladung haben. Die Eintvohner von Monteleon verübten er. bewaffneten Überfall auf die Ortschaft Guadalupe, derten das Dors vollständig aus, raubten eine groß „ zahl von Einwohueru als Geiseln und er 2 0 Dorfbewohner. Guadalupe ist nur no« , Schu tthaufeu. Die Regierung hat Truppen geboten, die die in das Gebirge ' geflüchteten ae tätigen Einwohner von Monteleoit verfolgen.