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Kassel, 24. März. (W egen Br a n dst i ft u n g zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.) Die Große Strafkammer Kassel verhandelte in Ratzdorf im Kreise Rotenburg gegen den 21jährigen Landwirt und Sägemüller Heinrich Eckel, der angeklagt war, im Winter 1932-33 in Ratzdorf in fünf Fällen Brände angelegt zu haben, denen Scheunen und Stallungen zum Cpfcr fielen. Der Ange­klagte hatte seinerzeit ein Geständnis abgelegt, welches er aber in der jetzigen Verhandlung widerrief. Die Große Strafkammer überzeugte sich jedoch von der Schuld des Angeklagten und verurteilte ihn gemäß dem Antrag des Vertretrs der Staatsanwaltschaft zu einer Gesamtstrafe von acht Jahren Zuchthausu nd zehn Jahren Ehrverlust. Dem Eckel wurde die Untersuchungshaft angerechnet.

Kassel, 24. März. (Verführte Jugend.) In zweitägiger Verhandlung verurteilte der Strafsenat des Kasseler Oberlandesgerichts zwölf Kasseler jugendliche Kom­munisten wegen Vorbereitung zum Hochverrat zu insgesamt 15 Jahren 8 Monaten Gefängnis. Die Einzelstrafep schwanken zwischen vier Monaten und zwei Jahren. Einige Angeklagte wurden freigesprochcn. Gegen je zwei der An­geklagten und der Freigesprochenen wurde Schutzaufsicht ver­hängt. Die Angeklagten hatten versucht, im vorigen Jahre auf Anweisung des Zentralkomitees den kommunistischen Jugendbund in Kassel und Umgebung wieder aufzuziehen. Dank der schnellen Arbeit der Staatspolizei wurde die Wühlarbeir bald entdeckt und unterbunden.

Marburg, 24. März. (Sicherungsverwahrung für Gewohnheitsverbrecher. Entman­nungsantrag abgelehnt.) Gegen den 49jährigen Arbeiter Ludwig Hilberg aus Sterzhausen, der gegenwärtig eine vierjährige Zuchthausstrafe wegen Blutschande ver­büßt, hatte die Staatsanwaltschaft Sicherungsverwahrung beantragt. Hilberg ist wegen schwerer Rückfalldiebstähle, Sittlichkeitsverbrechen usw. seit dem Jahre 1911 kaum aus dem Gefängnis oder Zuchthaus herausgekommen. Der Ver­brecher suchte der gegen ihn angeordneten Sicherungsver­wahrung dadurch zu entgehen, daß er Entmannung gegen sich beantragte. Rach eingehender Erörterung seiner Vor­strafen ordnete die Große Strafkammer die Sicherungsver­wahrung an. Gegen den 30jährigen aus Eckelshausen bei Biedenkopf stammenden Arbeiter Konrad Nees, jetzt in Amnau bei Wetter verheiratet, hatte die Staatsanwalt­schaft Entmannung beantragt. Nees ist mehrmals wegen kleinerer Eigentumsvergehen und zuletzt wegen schwerer Sittlichkeitsverbechen in fünf Fällen mit vier Jahren Zucht­haus vorbestraft, die er gegenwärtig verbüßt. Er erklärte sich mit dem Entmannungsantrag einverstanden, wenn man ihm die noch zu verbüßenden zwei Jahre Zuchthaus schenke. Das Gericht lehnte unter Berücksichtigung der vorliegenden Umstände den Entmannungsantrag der Staatsanwaltschaft ab.

Hanau, 25. März. (Schluß derBraunen Messe" in Hanau. Besichtigung durch den Ober­präsidenten.) Die im Dienste der Arbeitsbeschaffung stehende und der Stärkung des Mittelstandes dienende Braune Messe" in Hanau, die am 17. d. M. eröffnet wurde, ist heute abend nach vollem Erfolg geschlossen wor­den. Der heutige Sonntag brachte der Veranstaltung noch einen Ma'^enbesuch, namentlich aus der Umegend. Die Gesamtzahl der Besucher während der Dauer der Braunen Messe wird auf 18 000 bis 20 000 geschätzt. Auch der Ober- präsident der Provinz Hessen-Nassau Prinz Philipp von Hessen hat der Braunen Messe einen Besuch abgestattet und sich außerordentlich befriedigend über sie ausgesprochen.

Heppenheim, 25. März. (Verspätete Blüte an der Bergstraße.) Die Blüte an der Bergstraße setzt in diesem Jahre spät ein. Erst jetzt werden die ersten blühenden Bäume gemeldet. Seit einigen Tagen blüht im Garten des Kreisamtes zu Heppenheim ein Aprikosenbaum.

Frankfurt a. M., 24. März. (Sitzverlegung des Landesverbandes des Kyffhäuserbundes nach Frankfurt.) Der Sitz des Landesverbandes Hes- sen-Nanau des Kyffhäuserbundes wird ab 1. April d. J. von Kassel nach Frankfurt a. M. verlegt. Ter Beirat des Landesverbandes bleibt unverändert bestehen. Die neue Geschäftsstelle in Frankfurt a. M., Niedenau 61, wird am Dienstag, den 3. April d. I., eröffnet. Die bisherige Ge­schäftsstelle in Kassel, Obere Königstraße, wird am Donners­tag, den 29. März, vormittags geschlossen. In Eilfällen ist der Hauptgeschäftsführer Schall in den Tagen vom 30. März bis 2. April in Kassel, Kuhbergstraße 18, Fernruf 32 884, zu erreichen.

Persönliche Adjutanten für die politischen Leiter.

Frankfurt a. M., 24. März. Wie das Eaupresseamt so­eben bekanntgibt, erhalten sämtliche Kreis-, Ortsgruppen- and Stützpunktleiter der NSDAP. als Hoheitsträger der Partei persönliche Adjutanten, und zwar Mitglieder der HJ., die in HJ.-Uniform ihren Dienst versehen.

Diese Adjutanten sollen nach 11)4 jähriger Dienstzeit als Blockwart in die Partei eingebaut werden und je nach Eignung laufend später für höhere Stellen Verwendung finden. Damit soll schon jetzt in der Partei junges Führer­korps herangeschult werden, das, von der Picke auf dienend, später in der Lage ist, die schwere, verantwortungsreiche Arbeit des politischen Leiters zu übernehmen und in natio­nalsozialistischem Sinn fortzuführen.

Auslegung des Begrifssgeringfügige schrift­stellerische Tätigkeit".

Frankfurt a. M., 24. März. Der Reichsverband Deut­scher Schriftsteller, Gau Hessen-Nassau, weist darauf hin, daß der § 9 des Reichskulturkammergesetzes hinsichtlich des Begriffsgeringfügige oder gelegentliche schriftstellerische Tätigkeit" so auszulegen ist, daß die Befreiung von der Kammerzugehörigkeit (Reichs-Schrifttumskammer) infolge geringfügiger schriftstellerischer Tätigkeit nur durch den Kammerpräsidenten bzw. durch den Reichsverband Deut­scher Schriftsteller als Bevollmächtigter des Präsidenten ausgesprochen werden kann. Personen, die sich auf erwähn­tem Gebiet betätigen, werden daher letztmals aufgefordert, ihre Anmeldungen unter Darlegung des Grades der ge­legentlichen schriftstellerischen Tätigkeit dem Gau Hessen- Nassau des Reichsverbandes Deutscher Schriftsteller Frank­furt a. M., Friedrichstraße 36, einzureichen.

Ernennungen in der Hitlerjugend.

Frankfurt a. M., 25. März. Die Obergebietsführung West der Hitlerjugend teilt mit: Reichsjugendführer Baldur von Schirach ernannte auf Vorschlag des Obergebietsfüh­rers West, Lauterbacher, den bisherigen Führer des Ge­biets Ruhr-Niederrhein, Oberbannführer Heinz Deinert, den Führer des Gebiets Hessen-Nassau, Oberbann- sührer Walter Kramer, dM-WHxèr des Gebiets Destmark, OLerLrnnfLhr« 3C»tf L-rAsK/ KU SrLrstrM«

Entlassungsfeier und Fahnenweihe der Gewerblichen Berufsschule.

Die Gewerbliche Berufsschule Fulda ver­anstaltete am gestrigen Sonntagnachmittag im großen Saal des katholischen Gesellenhauses ihre diesjährige Ent­lassungsfeier für Schüler und Schülerinnen. Eingeleitet wurde der Festakt durch einen flott gespielten Marsch der NSBO.-Kapelle. Nachdem auch die Sängerrunde der Fleischerinnung durch zwei Chöre erfreut hatte, hieß B e - r u f s s ch u l l è i t e r F e l d m a n n die Schüler und Schü­lerinnen der Schule nebst ihren Vätern herzlich willkom­men. Er begrüßte ferner Bürgermeister E h s e r und an­dere Ratsherrn. den Kreisleiter der NSBO. Will- Hardt, den Vertreter der NS.-Hago, Malermeister Werner, die Vertreter des Handwerks- und Arbeits­amtes, die Mitglieder des Prüfungsausschusses, die Ober­meister und das Lehrerkollegium der Schule. Mit die­ser Feier verbunden war auch

die Fahnenweihe der neuen Berufsschulfahne,

deren Weihe durch den Kreisleiter und Bürgermeister Ehser vollzogen wurde. In seiner Ansprache wies Kreis­leiter Ehser darauf hin. daß er selbst aus dem Handwer­kerstand stamme, drei Jahre am Schraubstock stand und drei Jahre die Berufsschule besucht habe. Noch gerne er­innere er sich seines früheren Lehrherrn, der Gesellen und der Lehrer an der Berufsschule. In früheren Jahren habe die Berufsschule nach der Arbeitszeit und auch Sonntags besucht werden müssen. Dieses sei seit mehreren Jahren vorbei und eine andere Besuchszeit der Schule sei einge­führt worden. Sodann betonte Kreisleiter Ehser, daß viele Handwerkerberufe durch die wirtschaftliche Notlage der letzten Jahre schwer gelitten haben, aber besonders das letzte Jahr berechtige zu neuen Hoffnungen, da seit der Machtergreifung Adolf Hitlers ein anderer Geist auch im Handwerkerstand eingekehrt sei. Heute könnten die Meister, Gesellen und Lehrlinge mit anderen Gefühlen in die Zukunft blicken, da sich die Verhältnisse bedeutend ge­bessert hätten. Nach den letzten Statistiken bestehe großer Mangel an gelernten Arbeitskräften, auch habe man wie­der mehr Achtung vor der Arbeit. Ter Redner ermahnte die Schulentlassenen frner, stets strebsam zu sein und dank­bar derer zu gedenken, die ihnen in der Werkstatt und der Schule etwas gelehrt hätten. Sie müßten in die Welt hineinwachsen und die Eedankengänge des Führers auf­

rern. Tie neuernannten Eebiets.führer sind an der Ent­wicklung der Hitlerjugend hervorragend beteiligt, so daß die Ernennug zu Gebietsführern eine Würdigung ihrer ge­leisteten Arbeit bedeutet.

11% Millionen Frühlingsblumen

rufen Dich auf, in die Kampffront der NS.-Volkswohlfahrt einzutreten. 11% Millionen Narzissen werden in den Tagen vor dem Osterfeste in ganz Deutschland verkauft werden. Helft alle mit, das Werk der NSV. vollenden. Jeder deutsche Volksgenosse muß am Ostersonntag die Frühlingsblume der NSV. tragen.

Errichtung von Thingplätzen.

Verschiedene Vorkommnisse in der letzten Zeit veran­lassen mich darauf hinzuweisen, daß der Herr Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda die Entscheidung über die Auswahl der zu errichtenden Thingplätze den Leitern der Landesstellen seines Ministeriums übertragen hat.

Die Entscheidung im Gebiet Hessen-Nassau und Hessen erfolgt allein durch die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda im Einvernehmen mit dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger. Von anderen Stellen darf die Errichtung von Thingplätzen weder betrieben noch durchgeführt werden.

gez. Müller-Scheld.

Mütter kämpfen für ihre Kinder!

Die nationalsozialistische Volkswohlfahrt will durch eine großzügige Aufklärung den völkischen Selbsterhaltungstrieb wachrufen im Gegensatz zu dem bisherigen niedrigen und gemeinsamen Egoismus für die eigene Person. Dieser wertvolle und natürliche Egoismus dient zur Erhaltung der Art.

Mütter, die heute ihre Kinder mit Liebe und Aufopfe­rung, vielleicht mit Sorgen und Roten grüßziehen, wünschen ihrs?« eigene« Fleisch und Blut im-neuen Deutschland SL4

nehmen, um echte Nationalsozialisten zu werden auf nahm Bürgermeister Ehser die Weihe der neuen\ vor und wies darauf hin, daß gleich wie im $t-<We Frieden den Soldaten die Fahne voran getragen T so sollten auch die Schüler der gewerblichen BeruÄ ^ dem heutigen Synibol nacheifern. 'Wfc

Die neue Fahne wird am 1. Mai, dem Tage der nalen Arbeit, zum ersten Mal durch die Fuldaer Str ' geführt. Sie trägt auf der Vorderseite auf grünem in den vier Ecken die Hauptberufe des Handwerks v Mitte das Stadtwappen der Stadt Fulda, auf der feite das Hakenkreuz. Die Fahne ist aus Stiftungen gestellt und zum größten Teil in der Schule worden.

Der Kreisleiter der NSBO., SßiHhnrii ersuchte um schnellste Meldung n, Reichsberufswettkämpfen. Es folgte die v miierung der besten Schüler und Schülerinnen. N-r»"' schulleiter F e l d m a n n konnte an 22 Schüler und« Schülerinnen Prämien für ihre hervorragenden Leistung in der Schule verteilen. Namens der Entlassenen dann ein Schüler allen Lehrern, dem Berufsschulleiter und h Meistern für ihre viele Mühe. Er versprach, daß alle arbeiten wollten am Wohle des deutschen Volkes. " '

Schulleiter F e l d m a n n gab in seiner Entlassung ansprache u. a. bekannt, daß 2 4 3 Schüler und lerinnen die gewerbliche Berufsschule lassen. In längeren Ausführungen legte er die & deutung der vier Grundpfeiler des neuen Staates dar M zwar Nationalismus, Sozialismus, rerprinzip und positives Christentum. S dann leisteten die Schulentlassenen den Treuschwur:

Wir sind geboren deutsch zu fühlen, sind ganz am deutschen Denken eingestellt, erst kommt mein M dann die anderen vielen, erst meine Heimat dn»- die Welt". * m

Nach einem dreifachenSieg-Heil" auf das Vaterland den Reichspräsidenten und den Volkskanzler wurde das Deutschlandlied gesungen. Die erhebende Feier war» rahmt von Musikstücken der NSBO.-Kapelle, Gesang« trägen der Sängerrunde der Fleischerinnung und EeG vorträgen von Schülern und Schülerinnen.

und Wohlergehen. Jeder Volksgenosse, der an dem Schit- sal Deutschlands Anteil nimmt, wird diese schwere Aufgabe, die die NS.-Volkswohlfahrt in dieser Hinsicht zu erfüllen hat, würdigen. Er hilft durch die Tat mit, wenn er noch heute in die NS.-Volkswohlfahrt eintritt.

Die Gauwaltung der NS.-Bolkswohlfahit.

An alle Zeitschriften im Gau Hessen-Nassau.

Die Schriftleiter der gesamten im Gebiet des Baues Hessen-Nassau der NSDAP, erscheinenden politischen, kon­fessionellen, fachlichen oder Vereins-Presse werden nochmals aufgefordert, umgehend ein Belegexemplar ihrer Zeitschrift mit genauer Angabe des Titels, des Herausgebers, des Schriftleiters, der Auflage und des Erscheinungsortes an die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums füt Volksaufklärung und Propaganda, Frankfurt a. M., Bül- gerstraße 9-11 einzusenden. Diese Meldung betrifft alle Zeitungen und Zeitschriften (außer der allgemein bekannten Tagespreise), gleichgültig in welchen Zeitabständen sie er­scheinen oder welche Auflage sie haben. Die bisher säumi­gen Schriftleiter werden ersucht, nunmehr umgehend die erforderlichen Angaben zu machen.

Der Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichs­ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda:

i. V. gez. E. W. Müller.

Wichtig für Musiker!

Die Landesleitung Hessen-Nassau, Ortsgruppe Fulda, der Reichsmusikkammer (Fachverband BReichsmusiker- schaft") teilt mit:

Gemäß der 1. Durchführungs-Verordnung § 25 zum Reichskulturkammergesetz vom 1. November 1933 (REdi. Nr. I Seite 797) haben sich mit letzter F r i st bis zum 1. April 19 3 4 alle noch nicht zum Fachverband » Reichsmustkerschaft in der Reichsmusikkamer_Sem^ deten Musiker einzugliedern. Zu melden haben sich am im Haupt- oder Nebenberuf spielenden Musiker, auch wenn sie ohne Entgelt spielen. Gemäß der Verordnung dar, nur noch derjenige öffentlich musizieren, der im Besitz eines Ausweises des Fachverbandes B Reichsmusikerschaft Dieser Ausweis ist stets bei musikalischer Tätigkeit mit r zu führen und ist auf Verlangen jedem die Kontrolle au-- führenden Polizei- bzw. Gendarmeriebeamten oder einen Bevollmächtigten des Fachverbandes B ReichsmustkerMf in der Reichsmusikkamer vorzuzeigen. Wer ohne diese Ausweis bei musikalischer Tätigkeit angetroffen wem sollte, wird an der Ausübung dieser Tätigkeit beyl - dert. Alle Dilettanten und Dorfmusiker zahlen keine Beitrag, müssen sich aber bei-jeder öffentlichen musikauW Tätigkeit den für dieselben erforderlichen Spielausu- gegen Gebühr rechtzeitig beschaffen. Es liegt tm d ' esse eines jeden, obige amtliche Ausführungen genai ö

Frist bis zum Fachverband $

Lingel-Verkauf stelle

Gebr. Frohnapfei Rg^

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