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-u^tsammlung des Deutschen Jungvolks am

16. und 17. März.

. aI0»e Not über manchen Teilen unseres Vater- Mch liegi eg auch Gegenden, die noch über das täg- landes, nM » $a kommen Jugen, selber in der Not fünden ein neues Wort, hart und schwer: Junge geboren, )" ^ tl.agen gemeinsam das Schicksal ihres MmeraM L- , unl) seine Freude. Sie sind die jungen Polkes, dre 6oit ro0 Gefahr droht, dort wo Not herrscht. Mnneriwn^el leuchtet hinein in das Dunkel, durchbricht Und6 ~in|terni5j durch das Opfer des eigenen Ichs, stloyieno o g.£ werden die Künder eines neuen Sozia- füi des aus Mitleid geboren wurde, sondern aus tiefen Kameradschaft alles zu opfern weiß, was ihm die M ^^tatenfreudigen Jungen kommen wir von - ^rf »an Stadt zu Stadt, klopfen an jede Tür, nickt 'sondern sprechen von jener großen Aufgabe:. üen helfen, denn da drunten in den Städten fehlt M das tägliche Brot. Und wieder werden wir stehen wie

Aus Hessen und Nachbargebieten

Witterungsaussichten für Dienstag: nn^eltändiges Wetter mit wechselnder Bewölkung und einzelnen Niederschlägen.

* Fulda, den 12. März 1934.

Kamradschaftsabend der SS.

Das schwarze Korps des Führers", die SS., weilte am Landend und Sonntag in der Stärke eines Sturmbannes L her 35. SS.-Standarte in Fulda zu Gast. Der 4. (Ful- Sturm des Sturmbannes III hatte es sich nicht neh- «a lassen, den Gästen einen würdigen Empfang zu bereiten.

einem wohlgelungenen und außerordentlich stark JeWten Kameradschaftsabend im Stadtsaal konnte Sturm- Wrer Hübner zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter 66-Gruppenführer Frhr. von Eberstein (Weimar), die Vertreter der Reichswehr, der Gendarmerie, Herrn Land­rat Dr. Burkhardt, Herrn Bürgermeister Ehser sowie die Führer der hiesigen NS.-Dienststellen. Sturmführer Hüb­ner wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß der Abend dazu dienen solle, die Verbundenheit zwischen der SS. und der Bevölkerung Fuldas zu beweisen. Den musikalischen Teil des Abends hatte die Standarten-Kapelle aus Kassel übernommen, die sich mit schneidiger Marsch­musik die Herzen der Zuhörer im Fluge eroberte. Sodann ergriff Gruppenführer Frhr. von Eberstein das Wort zu einer markigen Ansprache, in der er in hervor­ragender Weise den jahrelangen Kampf der National­sozialisten gegen die Nachkriegsregierungen und für ein neues soziales und nationales Deutschland schilderte. Den alten Kämpfern, so führte er aus, geht heute angesichts des großen Erfolges das Herz auf, denn ihr Verdienst ist es, das schier Unmögliche möglich gemacht zu haben und das deutsche Volk zu einer Einheit zusammenzufügen, wie sie schöner vorher noch nie bestand. Der Redner schilderte so- bann Lw-ein^tzLnen Phasen der Kampf- und Entwicklungs- létfber NSDAP, bis zum endgültigen Sieg. Der Führer hat gehalten, was er versprach: Der Marxismus und das Paiteiunwesen liegen zerschlagen am Boden. Wenn das Werk der Revolution vollendet werden soll, müssen wir, so ermahnte Gruppenführer von Eberstein zum Schlüsse einer Ausführungen, treu zusammenhalten in guten und chweren Tagen, denn dann wird Deutschland unsterblich sein. Nach einem begeistertenSieg Heil" auf den Führer sangen die Anwesenden das Deutschlandlied und das Horst- Wessel-Lied.

^m weiteren Verlauf des Abends tat sich die Standar- len-Kapelle noch durch hervorragende Darbietungen her­vor, die humoristische Vortrüge und Tanzvorführungen von Mulein Mieze Damm umrahmten.

Am Sonntag früh traten die SS.-Männer in ihrer âiform gegen 8 Uhr auf dem Heinrich von awra-hlatz zum gemeinsamen Abmarsch nach dem Sickelser ^rerzierplatz an, wo eine Besichtigung durch den Eruppen- uhrer stattfand. Mit klingendem Spiel zogen sie dann gegen 1 Uhr wieder in Fulda ein, worauf sie in 0 e Standquartiere entlassen wurden.

""00 Hitlerjungen und Mädels hören die Rede des Reichsjugendführers.

beherrschte das Straßenbild Fuldas. Frische Kampflieder durchschallten gestern die Straßen er Wmfttabt, die umsäumt waren von einer unab- U ".^vâchchenmenge. Fuldas Hitlerjugend sammelte die Ä Tn â"r. Wollgarnfabrik zu marschieren und dort

Reichsjugendführers zu hören. Nach einem tei durch die Stadt gab der Unterbannfüh- tIQn^n * 9 bekannt, daß die Rede erst nachmittags über- könnte. Wer da meinte, daß die jungen wE-g AEsten enttäuscht gewesen wären, irrte sich ge= Stobt r j?m8enb zogen die einzelnen Trupps durch die an hi» Vmme? wieder die Hausfrauen aus den Küchen Lorap»» ??8enfenster, lockten den Großvater aus seinem _ u96 damit er des Führers Jugend sehen konnte. V^ihJ1^^ da? Es marschierte derhöhere Schll- dem Arbeiterjungen, der Kaufmann neben dem beiitUp ~U5 dem geweblichen Petieb. Es marschierte die Ähren Wer denkt noch an die Zeit vor zwei iprorfi/ vor Jahresfrist, wer denkt noch an die erste Aus- jugend im f^'ddd.kiozialistischer Jugend mit der Zentrums- bos katholischen Gesellenhaus? Wir sehen noch heute Ma>l "venertte Gesicht eines Windthorst-Häuptlings, der Beounn ^;?^ke, unsere herrliche nationalsozialistische Be- MßeänW ein ^egeifer zu besudeln. Die Zeiten haben bei 7 âr die jungen Kämpfer in dem Fabrikhof ^schloiü-n-»^ Reichsjugendführers lauschen sah, wer ihre «utbe L Dichter sah und ihre geballten Fäuste, dem Ma beTJu diese nationalsozialistische Jugend in Suoenh ~ ch> das morsche Gebäude der konfessionellen

1,1 Trummer zu legen.

die diese Fuldaer Hitler-Jugend ihrem ^teni entgegenbringt, drückte sich aus in dem Vorwärts ^ Hitlerjungen Quex:

Untre vorwärts schmettern die hellen Fanfaren -bad stiert uns voran ...

^ dauern dem weitdröhnendenSieg-Heil", das sich an Mr Bonn^- « Fabrikgebäudes brach, das weit über die ^chauusstadt hin hallte, ng.

einst die Väter: Oberhessen in vorderster Linie an der Front. Im stolzen Gefühl, einen neuen harten Gegner be­zwingen zu dürfen gegen alle Not, in dem ernsten Glauben an das Gelingen. Ihr aber müßt uns helfen zu bestehen, so wie ihr einst auf uns geschaut habt, in gläubiger Zuver­sicht an die Zukunft, darum helft jenen Jungen, die am 16. und 17. Mürz 1934 um das tägliche Brot für die Hungern­den mancher Städte bitten, sie kommen im Namen des gan­zen Volkes. Das gesamte Oberhessen sei in den kommenden Tagen eine große Opfergemeinschaft, eine große Familie, die ihr letztes Brot darbringt, wenn es die Not erfordert.

So glauben wir mit euch nicht bange zu sein um die Entscheidung, denn keiner wird zurückstehen wollen, wo es auf die Bereitschaft eines jeden ankommt.

Helft uns dem Winterhilfswerk des deutschen Volkes zu helfen. Gebt uns Brot zur großen Sammlung am 16. und 17. März 1934.

Heil Hitler!

Der Jungvolk-Sachbearbeiter im Oberbann 4/13. gez. Philippi.

Bei den Siedlern am Edelzeller Weg.

Nachdem die ersten 38 Siedlerstellen der Fuldaer Stadt­randsiedlung am Edelzeller Weg seit einigen Monaten sämtlich besetzt sind, beginnt nun zu Anfang des Frühjahrs in der fast schlagartig entstandenen Kolonie ein äußerst reges Leben. Allenthalben sind die Bewohner der schmuk- ken Häuschen emsig damit beschäftigt, das ihnen zur Ver­fügung stehende Land gärtnerisch zu bearbeiten, damit es beim Erwachen der Natur grünen und blühen kann, so wie sich das für eine Siedlerkolonie gehört.

Nicht alle Siedler sind geschulte Landwirte oder gar Gärtner, so daß es ihnen in der ersten Zeit nicht ganz leicht fallen dürfte, den Boden so zu bearbeiten und zu bepflan­zen, wie das am zweckmäßigsten geschehen könnte. Es ist darum ein dankenswertes Beginnen, daß sich die Vorstände der hiesigen Eartenbauvereine und Kleintierzuchtvereine in den Dienst dieser guten Sache stellen und den Siedlern mit Rat und wenn es sein muß auch mit der Tat beistehen. So fand bereits am Sonnabend nachmittag eine e r st e Z u- sammenkunft der Vorstände der genannten Vereine und der Siedler auf dem Siedlungsge­lände statt, die unter der Führung von Herrn Bürgermeister Ehser und den Vertretern des Stadtbauamtes stand. Es konnten in einer regen Aussprache den Siedlern praktische Winke und Anregungen gegeben werden. Um die Arbeit dieser Art an der Siedlung weiter zu führen, finden dem­nächst in regelmäßigen Abständen derartige Zusammen­künfte statt, die der gesamten Siedlung gewiß von großem Nutzen sein werden.

Wie wir uns bei einer Besichtigung der Sièdlerwohnun- gen überzeugen konnten, sind diese z. T. in geradezu muster­gültiger Weise räumlich ausgenutzt, so daß selbst eine größere Familie ohne Not genügend gesunden Wohnraum und Schlafräume zur Verfügung hat. Bei der inneren Ge­staltung des Hauses ist den einzelnen Siedlern Gelegen­heit gegeben, eigene Wünsche und den eigenen Geschmack weitgehendst zur Geltung kommen zu lassen. Mit gerin­gen Zuschüssen ist es z. B. möglich, die Wohnräume in vor­teilhafter Weise zu hübschen Zimmern auszubauen.

In Anbetracht der großen Nachfrage nach weiteren Sied­lungsstellen und des guten Erfolges der Siedlung an sich, befinden sich weitere vier Häuser (8 Siedlerstellenj in Vor­bereitung; und wenn die Genehmigung der zuständigen Behörden zur Beschaffung neuer Mittel gegeben ist, wird sich die Zahl der Häuser bald beträchtlich erhöhen. Es wäre dies im Interesse unserer siedlungswilligen Mitbür­ger sehr zu wünschen.

Kunst aus Fuldaer Privatbesitz (Gemälde, Graphik, Plastik).

Wiederum hat sich der Bund Fuldaer Künstler, geför­dert durch die Stadt Fulda und unter Mitwirkung vieler Kunstfreunde um das heimatliche Kunstleben hochverdient gemacht durch die gestern eröffnete Ausstellung in den Aus­stellungsräumen (Stadtschulbau). Der Vorsitzende des Künstlerbundes Herr Julius von K r e y f e 11 eröff­nete gestern 11.15 Uhr die Ausstellung; in seiner Be- grüßungsansprache fand der Künstler zu Herzen gehende Worte für die zahlreich erschienenen Eästee. Die Stadt Fulda war durch Herrn Oberbürgermeister Dr. Danzebrink vertreten, vom Domkapitel war Herr Prof. Dr. Richter er­schienen, unser eng mit Fulda und seiner Tradition ver­knüpftes Artillerie-Rgt. war durch den Herrn Regiments- kommanveur v. Berg vertreten. Herr von Kreyfelt dankte in seiner Begrüßungsansprache für das allgemein bewiesene Interesse; besonders auch den Ausstellern, die willig ihre Schätze hergegeben hätten, galt der Dank. Die Fuldaer Bürger hätten damit bewiesen, daß es ihnen auch in dieser

Die letzten Tagesneuigkeiten.

Steuerskandal in Amerika.

W a s h i n g to n , 11. März. Der Gcneralstaatsanwalt Comming hat angekündigt, daß gegen drei der bekanntesten amerikanischen Persönlichkeiten, nämlich den ehemaligen Schatzsekretär Mellon, einen der reichsten Männer der Welt, gegen den Junior-Partner des Bankhauses Z. P. Morgan u. Co., Thomas S. L a m o n t, und gegen den be­kannten Rechtsanwalt Thomas L. S i d l o, eine neue Un­tersuchung wegen Steuerhinterziehung eingeleitet worden, ja, daß die Regierung sogar die formelle Klage gegen diese drei Persönlichkeiten ins Auge fasse. Ebenso soll der ehe­malige Bürgermeister von Rewyork, Jimmy Walker, von der Newyorker Staatsanwaltschaft wegen des gleichen Ver­gehens unter die Lupe genommen werden.

Der amerikanische Flugpostdienst vollständig eingestellt.

W a s h i n g t o N , 12. März. Die amerikanische Postver- ivaltung hat angeordnet, alle zur Post gelieferte Luftpost mit den schnellsten zur Verfügung stehenden Eisenbahnzügen zu befördern.

Präsident Roosevelt, der am Sonnabend in einem Schreiben an den Kriegsminister Dern die Einschränkung des Luftpostverkehrs angeordnet hat, ist mit den Leistungen des Heeresfliegerkorps außerordentlich unzufrieden. Er hat eine Nachprüfung der Dienstkontrakte des Heeres und eine vollständige Neuordnung des Heereseinkaufwesens angeord­net und man erwartet für die nächsten Tage durchgreifende Maßnahmen in dieser Richtung.

Hinsicht nicht an. Gemeinsinn fehle. Sie verschlössen nicht ihre zum größten Teil unersetzlichen Bilder, um sich allein daran zu erbauen nein, sie ließen jeden Interes­senten an der Freude teilnehmen. Hieraus nahm der als fördernder Kunstfreund bekannte Herr A n t o n Schmitt, (den man wohl als den Vater des Gedankens dieser Aus­stellung ansprechen darf) das Wort. Herr Schmitt wies dar­auf hin, daß diese reich beschickte Aussteellung auch ein Akt der Pietät sei den toten Fuldaer Künstlern gegenüber, der Heimat- und Familiensinn würde gefördert. Ausstellungen dieser Art liegen ganz auf der Linie neuzeitlicher Selbst­erkenntnis und Selbstbesinnung und wirken aufbauend. Auch der Familiensinn und der Rastegedanken erhalten manche gesunde Anregung. Mit Hitlergrutz und einem drei­fachen Siegheil schloß Herr Schmitt seine längeren Ausfüh­rungen und der Rundgang durch die drei Säle nahm die volle Aufmerksamkeit der Gäste in Anspruch.

Für den Fuldaer ist nun diese Ausstellung eine Ueber- raschung und eine Enttäuschung zugleich: eine Ueberra- ' schung durch die Fülle wertvoller Kunst in Fuldaer priva­ten Händen (vermutlich wird noch eine zweite ebenso gut beschickte Ausstellung veranstaltet werden). Eine Ueber- raschung, wie liebevoll das Erbe der Väter gepflegt wird und wie alle diese Bilder nicht um ihrer selbst willen, son­dern in ihrer Beziehung zum Ganzen gesehen, wertvolle Dokumente Fuldaer Wesens sind. Eine Enttäuschung er­lebt der Fuldaer, welcher in erster Linie Werke Fuldaer K ü n st l e r in dieser Ausstellung zu finden hofft. Es sind anerkannte Größen unter den Fuldaer Malern des 18. und 19. Jahrhunderts, aber man kann die Gesamtheit der Maler an den Fingern herzählen die bedeutendsten sind auch in der Ausstellung vertreten. Es muß eine eigenartige At­mosphäre gewesen sein in dem barocken Fulda mit Arbei­ten für ihre Fürsten überhäuft, blieb den Künstlern von Ruf wenig Zeit für die Bürgerschaft zu arbeiten. Auch die Fuldaer privaten, dürftigen Verhältnisse waren kein Nähr­boden für Kurse und Kunstschaffen, Fulda war kein Würz­burg, Augsburg oder Bamberg, Patrizierfamilien im eigentlichen Sinne gab es nur wenige. Zahlreich sind allerdings die durchreisenden Maler und Silhouettenschnei­der, die im Laufe des 19. Jahrhunderts in Fulda Station machten und für Geld, Hausung und Atzung dieguten Stuben" der Bürger mit ihren Erzeugnissen füllten und die Bürger und Bürgerinnen nach Schema F.abkonterfeiten". Bewußt haben die Fuldaer Künstler diese Dutzendware der Ausstellung ferne gehalten. Ganz hervorragende Sachen finden sich in der Sammlung Bankdirektor Goebel und Anton Schmitt. Der Besuch setzte sehr gut ein, das größte Interesse beansprucht für den Fuldaer das Fuldaer Porträt und alles, was mit Fulda irgendwie im Zusam­menhänge steht. Wir behalten uns vor, auf Einzelheiten demnächst in einem Rundgange einzugehen jedem sei aber inzwischen diese einzigartige Ausstellung Fuldaer

Kunst aus Privatbesitz empfohlen.

H-

Hohes Alter.

Morgen, am 13. März, begeht Zimmer, Schweinemarkt 7, ihren guter Gesundheit. Die Greisin wohnt betreffenden Ha^se.

Frau Wwe. Gertrud 80. Geburtstag bei fast 54 Jahre in dem

Dienstjubiläum.

Der seit vielen Jahren beim hiesigen Postamt beschäf­tigte Ober-Post-Echaffner Franz Müller begeht am heu­tigen Tage sein 40jähriges Dienstjubiläum. Der Jubilar wurde von seinen Mitarbeitern in der üblichen Weise

geehrt.

Triumph der Eva."

Am heutigen Montag, den 12. März 1934 bringt das Rhein-Mainische Künstlerrheater um 20 Uhr im Stadtsaal das dreiaktige LustspielTriumph der Eva" (Schach der Eva) von Julius Pohl zur Aufführung. Der Dichter hat in diesem Werk ein Lustspiel von eigenartigem Reiz ge­schaffen, dessen Erfolgskraft sich in unzähligen Aufführun­gen im ganzen Reich bereits erwiesen hat. In einer Skihütte, weitab von allem Verkehr, hat sich der Weiber­feind Professor Kernlinger mit seinen Freunden geflüchtet er erwartet die Ankunft seines Neffen, den er in seinen strengen Grundsätzen erzog undweiterbilden" will. _ Der Almwirt Hampl, der siegreich allen Angriffen der Evas­tochter (oderErbsünden" wie er sie nennt!) wider­stand, flucht und schimpft, als ein hübsches, blondes Mädel hinkend in ihrer Hütte Unterschlupf sucht. Ein Eeneral- verteidigungsplan wird entworfen, um das Mädel so bald wie möglich wieder aus dem Haus zu treiben . . . Aber etwas stimmt an der ganzen Sache nicht . . .! Daß der gute Hampl sich auf einmal ganz verträglich zeigt, ist nicht so besonderlich ... Bald stellt es sich jedoch, heraus, daß hierTheater" gespielt wird, daß derHinkefuß", daß das ganze Zusammentreffen auf der Skihütte eine abge­kartete Sache ist!!. Neugierigerweise hat auch der Dichter des Lustspiels seine Hände im Spiel und bemüht sich seinem Werk einen großen und unerwarteten Abschluß zu geben. Er macht seine Sache ausgezeichnet und darf zum Schluß den Beifall seines Publikums entgegennehmen, das sich zwei Stunden lang auf das Köstlichste unterhielt!

Die Rache eines Entlassenen.

Schreckliche Bluttat in Saarlouis.

Saarlouis, 12. März. (Funkmeldung.) Eine schwere Mordtat wurde in der Nacht zum Sonntag in Saarlouis verübt. Das hoch betagte Ehepaar Wilhelm Hotopp. In­haber einer Möbelschreinerei, wurde mitten in der Nacht durch mehrere Schüsse aus dem Schlaf geweckt. Der in der Mitte der 70er Jahre stehende Mann durchsuchte sämtliche Räume des Hauses und fand schließlich seinen Sohn Erwin im Vorzimmer seines Schlafzimmers neben der Tür in sei­nem Blute auf dem Boden liegen. Er hatte einen Brust­schutz und einen Schutz in den Kopf erhalten. Der Verdacht richtete sich sofort auf den früheren Schreinergesellen^ Ho- topps, einen gewissen Jungk aus'Jettenbach in der Pfalz, der seit einem Jahr, seit er bei Hotopp entlassen worden war, die Familie unausgesetzt bedroht hatte. Die Polizei konnte Jungk noch in der Nacht feststellen. Er leugnete, konnte aber anhand des erdrückenden Beweismaterials der Tat überführt werden. Er wurde sofort in Haft genommen.

Mellon wehrt sich

gegen den Vorwurf der Steuerhinterziehung.

Washington, 12. März. (Funkmeldung.) Der frühere Schatzsekretär Mellon, gegen den am Sonntag von Seiten des Generalstaatsanwaltes Anklage wegen Steuerhinter­ziehung erhoben wurde, erklärte, dieser Vorwurf seiPolitik übelster Sorte". Er habe immer seine Einkommensteuer pünktlich bezahlt und zwar habe er in den letzten 20 Jahren ratenweise mehr als 20 Millionen Dollar aufgebracht.