Zul-aer Anzeiger
'irirfeint jeden Werktag. Bezugspreis: monatlich ««mA Anzeigenpreis: 1 mm Höhe in der 46 mm
w%ir Bei Lieferungsbehinderung durch „Höhere breiten Anzeigenspalte oder deren Raum 4 Ps., im
k 'lf bestehen keine Ansprüche. Verlag Friedr. ” Textteil (90 mm breit) 12 Pf. Bei Wiederholung
sä rÄÂÄS Zulöa- und Haunetal >§ulöaer Kreisblatt SS'ääw
Seipel, Fulda, Konig,tr. 42. Vertreter des v V auf Nachlaß. — „DA." 1100. — Verantwort!, für den
Haupkschrifâters: Fr. Ehrenklau, Lauterbach H. Redaktion UN- Gefchästsstelle: Königstraße 42 4-§ernfprech-/!nfchluß Nr. 2484 Anzeigenteil Christian Seipel, Fulda, Königftr. 42.
Nr. 56 —■ 1934
Fulda, Mittwoch, 7. März
11. Jahrgang
Der Führer ehrt Richard Wagner
zeierliche GrundstemleMg in Leipzig.
Für das Richard-Wagner-Nationaldenkmal.
Fu Leipzig fand die feierliche Grundsteinlegung zu Aanonaldenkmal für den großen Musikdichter Richard Wagner in Anwesenheit des Führers und zicichÄanzlers Adolf Hitler, mehrerer Mitglieder der Reichsregicrung und zahlreicher Ehrengäste statt. Der Führer besuchte am gleichen Tage auch die unlängst er zisnetr diesjährige Leipziger Messe und nahm im Rat- hausc den Ehrcnbürgerbricf der Stadt entgegen.
Tas Richard-Wagncr-Nationaldenkmal des deutschen Volkes, zu dem der Führer A d o l f H i 1 l e r feierlich den Grundstein legte, wird am Leipziger Hochflutbecken errichtet. Der Platz war zu der Feier besonders ausgestaltet worden. Im Jnnenraum hatten von links nach rechts gesehen Aufstellung genommen: die an der Erstellung des Denkmals beschäftigten Arbeiter, der Freiwillige Arbeitsdienst, die Amtswalter der Bewegung und auf der anderen, der rechten Seite, SA. und Stahlhelm. Von vorn abgeschlossen war der Raum durch SS. und Polizei. Am Zugang waren die Standarten der NSDAV. ausgestellt.
Pünktlich um 12.30 Uhr erschien der Führer mit großem Gefolge, darunter Vizekanzler vonPapen, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsminister E l tz von Rüben ach, Reichsminister Schmitt, der Reichspressechef der NSDAP. Dr. Dietrich, Neichs- jilstizkommissar Staatskommissar Dr. Frank II, sowie Ziaatsminister und sührende Persönlichkeiten der ASDW. Von den Ehrengästen waren vorher schon erschienen Frau Winifried Wagner mit ihrem Sohn Wieland und zahlreiche Vertreter der Reichs- und Landes- vcyürden in Leipzig. Die Vertreter der Stadt Leipzig und der Gewerke waren in geschlossenem Zuge einmarschiert.
Sobald als der Führer eingetroffen war und die ausgestellten Formationen und die Ehrengäste begrüßt hatte, ertönten die weihevollen Klänge des Eingangschores aus .-Das Liebesmahl der Apostel" über den Platz. Dann ergriff Oberbürgermeister Dr. Geerdeter das Wort zu
Adolf Hitlers Weiherede.
Bei der Grundsteinlegung für das Richard-Wagner- Denkmal hielt der Reichskanzler Adolf Hitler fol- gcnde^Rede:
„Frau Wagner! Herr Oberbürgermeister! Deutsche vlänner und Frauen! Die Größe der Völker war zu allen Zeiten das Ergebnis der Gesamtwerte ihrer großen Mimer. Wir Deutsche können glücklich sein, durch viele große Söhne nicht nur den Wert unseres eigenen Volkes begründet und gehoben, sondern darüber hinaus auch einen unvergänglichen Beitrag geleistet zu haben
zu den ewigen Werken des Geistes- und Kulturlebens der ganzen Welt.
M s#®'n*r dieser Männer, die, das beste Wesen unseres Maes in sich verkörpernd, von nationaler deutscher zu übernationaler Bedeutung emporgestiegen sind, >n Richard Wagner. Der größte Sohn dieser LiM, der gewaltigste Meister der Töne unseres Volkes.
^noem wir heute versuchen, diesem Manne, der aus eigenem Begnadetsein selbst das herrlichste Mnkmal schuf, durch Steine eilt irdisches Monument zu ahnen wir alle, daß es nur ein vergängliches >en unserer Liebe, Verehrung und Dankbarkeit sein " und sein wird. Denn wir alle glauben es bestimmt Wenn kein Stein dieses Denkmals mehr von m Reister reden wird, werden seine Töne noch immer weiter klingen.
E haben mich, Herr Oberbürgermeister, gebeten, ^Eiche Grundsteinlegung des Richard-Wagner- Ä^oualdenkinals zu Leipzig vorzunehmeu. Wenn ich V m Wunsche nachkomme, daun will ich es nicht tun einzelne, durch diesen seltenen Allftrag vom )o tief beglückte Mann, sondern
namens unzähliger bester deutscher Männer
. und Frauen,
ihren Sprecher und Führer sehen und deren J ich in diesem Augenblick versuchen will zum - auck zu bringen.
, die heutige deutsche Generation sucht nach StcnVni r ^ Irren geläutert und erzogen durch gros-kn w < Lnd wieder den Weg zu ihren eigenen mit im.» ^””- Sie will nichts mehr gemein haben fmrr,,r ""dankbaren Zeit, da man nicht nur symbolisch ehlcs ""^.tatsächlich über den Wunsch und Willen nuna größten Söhne unseres Volkes zur Tagcsord iira j war. Sic schöpft aus der ewigen Geistern Volkes, indem sie »Heber zu unseren besten bet itoti»- , ®° findet sic an6, schon im zweiten Jahre stabt „J1?11’ Erhebung den Weg hier her in diese tage der râi wich, als den Kanzler des Reiches, am tiefsten Grundsteinlegung dieses Denkmals erneut den Tiefes f der Nation dem unsterblichen Genius ^"hcn Sohnes zu Füßen zu legen.
Villen wahrhaftigen Gelöbnis, den Wunsch und * «roßen Meisters au cntsvrcchcn. seine unver
seiner Ansprache. Nach dem Oberbürgermeister sprach der Führer.
Nach erfolgter Grundsteinlegung ertönte das „Große Halleluja" von Händel. Zum Schluß wurde gemeinsam das Deutschland- und das Horst-Wessel-Lied gesungen.
Die Ankunft des Führers und seine Rückkehr zur Stadt wurde von den an den reichgeschmückten Straßen in dichter Menge aufgestellten Massen mir brausenden H e i l r u f e n begleitet.
Am Nachmittag fuhr der Führer zum Rathaus zur Entgegennahme des Ehrenbürgerbriefes der Stadt Leipzig.
Die Urkunde im Grundstein.
Mit Adolf Hitlers Namen.
Oberbürgermeister Dr. Goerdeler erinnerte in seiner Ansprache an die erste Anwesenheit des Führers als Reichskanzler am 13. Februar vergangenen Jahres, dem 50. Todestage Richard Wagners, schilderte dann kurz die kommende Ausgestaltung des Denkmalsplatzes und fuhr fort:
„Wir danken Ihnen, Herr Reichskanzler, daß Sie durch Ihre Anwesenheit in dieser Weihestunde Ihren Namen und Ihre Person an dieses Werk setzen. Sie haben die Güte gehabt, Ihren Namen vor den unserigen unter folgende Urkunde zu setzen, die ich jetzt verlese:
Ehrt Eure deutschen Meister!
Reichskanzler Adolf Hitler legte am 6. März 193-1 den Grundstein zu diesem Richard-Wagner-Rationaldenkmal in des Meisters Geburtsstadl Leipzig. Rat und Stadtverordnete bestimmten die Grundlagen für die Gestaltung des Males und schufen seine Umgebung.
Die Ausführung des Denkmals wurde nach einem großen Wettbewerb unter deutschen Künstlern des Jn- und Auslandes dem Bildhauer Emil Hipp aus Stuttgart übertragen. Er will in dem Mal das künstlerische, aus dem musikalischen Gesamtwerk Richard Wagners geborene Erlebnis monumental gestalten.
Der Führer erhob diese Ehrung des deutschen Meisters der Töne und der Sprache zur Sache des deutschen Volkes."
gänglichen Werke in ewig lebender Schönheit weiter zu pflegen, um so auch die kommenden Generationen unseres Volkes einziehen zu lassen in die Wunderwelt dieses gewaltigen Dichters der Töne, lege ich dessen zum ewigen Zeugnis und zur immer währenden Mahnung den Grundstein zum deutschen Nationaldenkmal Richard Wagner."
*
Die Denkmaisaniage.
Das geplante Richard-Wagner-Denkmal in Leipzig wird auf einer Fläche von 800 mal 1000 Meter errichtet. Das eigentliche Denkmal wird von einem Eichenhain umschlossen. Der reliefgeschmückte Denkmalsblock wird aus deutschem Marmor hergestellt. Er umfaßt 10 Meter im Quadrat bei etwa 5 Meter Höhe und enthält symbolische Darstellungen der Grundmotive des Wagnerischen Schaffens: Mythos, Schicksal, Liebe, Erlösung. Der Platz nm den Gedeukblock wird mit Natursteinplatten belegt unb von einer etwa 3 Meter hohen Natursteinmauer nm- friedigt. Die Mauer wird geschmückt mit Reliefs mit figürlichen Darstelltlngen von Szenen aus Wagners Werken.
Auf der östlichen Platzseite wird eine mächtige Brnnnenschale als Abschluß der ganzen Platzanlagc erstehen.
*
Der Führer Ehrenbürger von Leipzig.
Stiftung eines Torfes Limbach.
In feierlicher Sitzung wurde dem Führer der Ehrenbürgerbrief der Stadt Leipzig überreicht. Oberbürgermeister Dr. Goerdeler hielt eine Ansprache, in der er it. a. ausführte: Die zähe, durch gewaltige Schwierigkeiten hindurch geführte und dock immer wieder erfolgreiche Arbeit unserer Vorfahren ließ uns nie einen Zweifel, daß das deutsche Blut noch einmal aus deutscher Art die Kräfte zur Genesung ziehen würde. Sie, Herr Reichskanzler, haben den Kampf zu dieser Wendung geführt. Die erste Sitzung des Rates und der Stadtverordneten im neuen Reich nach dem siegreichen Umbruch galt dem Dank an Sic und krönte »di in dem Beschluß, Sic, Herr Reichskanzler, zu bitten, mit dem Herrn Reichspräsidenten
Ehrenbürger unserer Stadt zu werden.
Es scheint mir selbstverständlich, die Überreichung des darüber angcfertigten Briefes einem Mann zu überantworten, der Ihnen als alter Mitstreiter in der Bewegung den Weg zu jener Stunde mitbereitet hat.
Wer geloben Ihnen, Herr Reichskanzler, mit unserem Willkommensgruß treue Gefolgschaft auf dem Wege zur
Freiheit, Ehre und Wohlfahrt unseres geliebten'deutschen Volkes.
Stadtverordnetenvorsteher Wolf sagte in seiner Rede: Mein Führer! Als Nationalsozialist und Stadtoerordnetenvorsteher bringe ich Ihnen die Grüße des Stadtverordnetenkollegiums. Ich begrüße Sie ferner im Namen der Kreisleitung der NSDAP. Leipzig und im Namen aller Leipziger Parteigenossen und Parteigenossinnen. Dieses Haus, das nun unser nationalsozialistisches Rathaus geworden ist, hat heute durch Ihre Anwesenheit, mein Führer, seine Weihe erhalten. Nie unb nimmer wieder wird in diesem Hause Platz sein für Marxismus und Reaktion. Dafür stehen wir Leipziger Nationalsozialisten ein. So wie wir in der Vergangenheit gekämpft haben in unerschütterlichem Glauben an den Nationalsozialismus und an unseren Führer gegen diese rote marxistische Hochburg, so werden wir auch jetzt und in aller Zukunft zu kämpfen wissen gegen die Reaktion, woher sie auch kommen mag.
Wir werden nicht ruhen und rasten, bis das letzte Amt innerhalb dieses Hauses und der letzte Einwohner unserer Stadt von nationalsozialistischem Geist erfüllt sind.
Sodann überreichte Bürgermeister Haake dem Führer den Ehrenbürgerbrief mit einer Ansprache, in der er erklärte: Leipzig ist immer sparsam gewesen mit der Verleihung seines Ehrenbürgerrechts, um seinen Wert hochzuhaltcn. Außer Ihnen, mein Führer, sind jetzt nur noch zwei Männer Ehrenbürger dieser Stadt, Reichspräsident von Hindenburg und Geheimrat Thieme, der Erbauer des Völkerschlachtdenkmals. Der Ehrenbürgerbrief soll für Sie der Ausdruck unseres Dankes, unserer Treue und unserer Liebe sein. Bevor ich Ihnen jedoch den Brief überreiche, soll ich Ihnen kund- tun, daß wir gewillt sind,
die Ehrung mit einer praktischen Tat zu verbinden.
Der Bürgermeister verlas sodann eine Urkunde, durch die eine Stiftung errichtet wird, die brachliegende junge Arbeitskräfte aus Leipzig oder seiner Umgebung in den Stand setzt, im deutschen Osten dem Element neues Land abzugewinnen, vorhandenes Land in kulturfähigen Zustand zu versetzen, oder beruflich hierzu geeignete Willensstärke junge Eheleute sollen iy dem so gewonnenen Boden angcsiedelt werden mit dem Ziel, aus dieser Siedlung
ein geschloffenes Dorf entstehen zu lassen. Dieses Dorf soll zum Gedenken an den ersten im Kampf um die deutsche Wiedergeburt gefallenen Leipziger SA.-Mann, Heinrich Limbach, dessen Namen tragen: „Dorf Limba ch". Die Stadt Leipzig hat sich bereit erklärt, für dieses Werk und für das Dorf die Patenschaft zu übernehmen. Dieses Dorf, das aus der Opferwilligkeit der Leipziger Bevölkerung erstehen soll, und die große Stadt Leipzig selbst sollen auch für spätere Zeiten ständig enge Beziehungen unterhalten, so daß vom Herzen Deutschlands ans ein festes Band mit dem deutschen Osten geknüpft wird.
Anschließend nahm Bürgermeister Haake den Ehren- bürgerbricf aus den Händen des Künstlers entgegen und überreichte ihn zusammen mit der Stiftungsurkunde dem Führer.
Reichskanzler Adolf Hitler antwortete auf die Überreichung der Urkunden mit einer kurzen Ansprache, in der er den Dank für die Ehrungen aussprach, die die Stadt Leipzig ihm bereitet habe. Er verband diesen Dank mit den besten Wünschen für daS Wohlergehen der Stadt. Gerade die Stadt Leipzig babe ja das wechselvollc Schicksal des deutschen Volkes, seine Blüte und seinen Niedergang, wie kaum eine andere Stadt mitcrlcbt.
Heute, am Ende dieser Bedrängnis, sei es sein sehnlichster Wunsch, daß diese große, berühmte deutsche Stadt an dem Wiederaufstieg Deutschlands lebendigen Anteil nehme und daß die Maßnahmen der Rcichsrcgicrung mithclfc» würden, auch die Blüte der Stadt Leipzig wicdcrhcrzustcücn.
Anschließend ließ sich der Führer die Mitglieder der Leipziger städtischen Kollegien Vorsteven und begrüßte zahlreiche alte Kämpfer durch Handschlag. Gan; besonders dankte der Führer dem Thomas-Kantor Professor D. Dr. Straube für die Darbietungen seiner ausgezeichneten Sängerschar.
Der Führer begab sich dann in den Plenarsaals des Rathauses, wo er sich in das Goldene Buch der Stadt Leipzig eintrug. Beim Verlassen des Saales übergab eine junge Vertreterin des BDM. dem Führer einen großen Blumenstrauß. Ein zehnjähriger Junge aus dem Jungvolk trug ein für diesen Tag verfaßtes Gedicht vor.
Am Abend begab sich der Führer in das Opernbaus zur „Meistersinger"-Vorftellung, abermals in Begleitung von Reichsminister Dr. Goebbels, Oberbürgermeister Dr. Goerdeler und dem Reichspressechef Dr. Dret- r i ch. Ferner wohnte der Vorstellung u. a. der Oberbürgermeister von Nürnberg, SA.-Oberführer Liebel bei, der nach Leipzig gekommen war, um die Perbundenyeltder Meistersinger-Stadt Nürnberg mit der Geburtsstadt Richard Wagners anläßlich der Grundsteinlegung des Richard-Wagner-Nationaldenkmals besonders zu Sekunden und zu bekräftigen.
Es mutz noch lange reichen!
Verdoppelt das Opfer im Kampf gegen Hunger und Kälte!