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Nr. 51 — 1934
Fulda, Donnerstag, 1. März
11. Jahrgang
Deutschland, wie es wirklich ist!
„Wahrheit und Klarheit."
Reichsminister Dr. Goebbels vor der ausländischen Presse.
Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Reichs- i^vaaandaministeriuin die Vertreter der ausländischen & vor denen er u. a. ausführte:
Aveck und Sinn dieser auf breitester Grundlage er- ,.ënden Fühlungnahme zwischen der Reichsregierung d der öffentlichen Meinung der anderen Länder ist ein â-z und fruchtbareres Sichkennenleruen, die Herbei- Mruna einer Möglichkeit, sich über schwebende, manch- mal heftig diskutierte Fragen von Mann zu Mann aus- zufprechcn und damit bei Ihnen ein
lebendigeres Verständnis für das junge Deutschland und die ihm innewohnenden geistigen, seelischen und politischen Kräfte zu erwecken. In der Tat ein weit- qestecktes und im besten Sinne des Wortes edles Ziel, dem iu dienen des Schweißes der Besten wert ist.
Die Verschiedenartigkeit der Auffassungen, die heute Europa bewegen, ist ganz unverkennbar. Sie resultiert zu ihrem größten Teil aus den furchtbaren Schäden, die diesem Erdteil durch das Unglück des großen Krieges zu- gcfiigt worden sind, und Deutschland ist dabei derjenige Staat, der am sch w erste n daran zu tragen hat. Man hatte sich leider in den anderthalb Jahrzehnten vor unserer Machtübernahme in der Welt daran gewöhnt, die deutsche Nation als mitbewegenden Faktor der europäischen Entwicklung nicht mehr in Betracht zu ziehen. Dieser Zustand ist
durch die nationalsozialistische Revolution grundlegend geändert worden, und von dieser Tatsache hängt ein Teil der Mißverständnisse ab, die zu lösen und zu klären im Augenblick eine der wichtigsten Aufgaben der gesamten europäischen Diplomatie ist.
Die Verschiedenartigkeit der Auffassungen kann nur entwirrt werden aus der Basis der Gleichartigkeit der Achtung, die der eine dem anderen zuteil werden läßt.
Es ist dem Ausland noch viel zuwenig klar geworden, daß der Sieg der nationalsozialistischen Revolution in Deutschland eine neue Männergeneration in die Macht getragen hat, und daß diese neue Männergeneration von der edlen Absicht besessen ist, mit neuen Methoden alte Probleme, die mit alten Methoden unlösbar geworden waren, einer tatsächlichen Lösung zuzuführen.
Wir haben bei diesem Versuch eine offene und ehrliche geistige Auseinandersetzung mit der Welt nicht gefcheut. Wo wir mit ihr in Disput kamen, da haben wir mit Wärme und Leidenschaft unsere neuen Ideale vertreten, ohne indes einer Gedankenwelt, die wir in Deutschland überwunden hatten, in der übrigen Welt den schuldigen Respekt zu versagen.
Leider konnten wir das nicht immer feststellen in bezug aus die Kampfesweise, die man von der anderen Seite uns gegenüber anzuwenden beliebte.
Man hat es sich vordem mit uns allzu leicht gemacht, nicht nur im eigenen Lande. Man glaubte, über diese Be- Wegung, als sic noch in der Opposition stand, mit einem hochmütigen Achselzucken hinweggehen zu können und sich die Mühe ersparen zu dürfen, sich mit ihr geistig irgendwie auseinanderzusetzen.
Es erscheint uns allzu erklärlich, daß die journalisti- Ichen Wortführer des Auslandes, die mit den in Deutsch- iand gefallenen Mächten innerlich oder äußerlich solidari- Mt waren, den gänzlichen Umschwung der Dinge nicht allzu freudig begrüßt haben. Wir können auch ein gewisses ^ZEdnis dafür aufbringen, daß sie heute noch mit dem reqthaberischen Eigensinn des unbelehrbaren Besser- wmcrs einen Tatsachenbestand nicht wahrhaben wollen, «er unterdes längst von allen objektiv Denkenden als un= abänderlich hingenommen wurde.
,, Wnfliig aber wird, so meinen wir, dieses Ver- sahrcu dann, wenn es sich nicht mehr aus die persönliche -ticmung des einzelnen beschränkt, sondern darüber hin- voreingenommenen und damit falschen Erstellung der Lage für die Öffentlichkeit führt. Hier uerdings ist es schwer, eine Brücke des Verständnisses zu '^H. VLcr bei der Erforschung dentscher Verhältnisse hi/«» d,CM Emigranten, die bei Nacht und Nebel über grenze gingen, um in den Hauptstädten anderer Län- ^>!l rühmliches Dasein zu fristen, mehr Glanben S â6' die wir Hierbleiben, ihre bittere Erb- lir Muhmen und Tag und Nacht am Werk sind, um Wh'1 zu wenden, dem ist am Ende nicht zu
Pbn^. allerdings kommt man einem historischen bon der Weite und Größe der nationalsoziali- nicht nahe.
Seit ? "ird sich des wachsenden Verständnisses, das die fiert™ ?u 1 e dem Führer und dem von ihm repräsen- bcw'U » ^^en Deutschland entgegenbringt, richtig erst ^mtiicnp^ na» cs in Vergleich setzt zu dem voll m??"gel an Einfühlungsvermögen, der die ten uns« ^»nung anderer Länder in den ersten Mona- iehf -J? âcht von uns trennte. Man beginnt dort der-, iu ^wnj daß der Nationalsozialismus eben an für die M , man sich ihn vorgestellt hatte. Das bedeutet iournaliftcn^^ ’n Deutschland tätigen Auslands-
^, ^'«lernen in vieler Beziehung
^ruf»lt Völker, deren Meinung mit zu bilden Sie u. haben einen A n s p r u ch darauf. Denn die
Probleme, die uns beschäftigen, gehen ganz Europa an.
Die neue Art, sich in der Welt mit uns auseinanderzusetzen, geht um so leichter vonstatten, als ja die großen wirtschaftlichen und politischen Erfolge die das nationalsozialistische Regime bisher zeitigen konnte,
unleugbar sind und vor jedermanns Augen offen zutage liegen; und als diese Erfolge errungen wurden in einer Zeit, in der andere Staaten von schwersten politischen Krisen heimgesucht wurden und diese hinwiederum Opfer an Menschen und wirtschaftlichen Werten forderten, denen gegenüber die Opfer der deutschen Revolution fast in ein Nichts versinken.
Es wurde zu oft betont, als daß es noch einmal wiederholt zu werden brauchte: Deutschland will den Frieden, es will in Frieden arbeiten und aufbauen, es bringt allen Völkern gleiche Achtung und gleiche Sympathie entgegen, es verlangt aber von ihnen, daß sie
mit Respekt und Vorurteilslosigkeit
seinem gigantischen Kampf gegen die Not gegenüber« treten. Es hat Beweise seiner Friedensliebe gegeben. Man muß es hören, wenn es seine Forderungen auf Gleichberechtigung unter den anderen Nationen erhebt. Es hat ein Recht darauf, die vitalsten Beengungen seiner nationalen Existenz garantiert zu sehen. Jedes ehrliebende Volk wird dafür Verständnis aufbringen. Im Verkehr aber mit allen Nationen bedient es sich der edlen Mittel, die bisher immer noch die größten politischen Erfolge zeitigten: der Wahrheit und der Klarheit.
Wenn Sic, meine Herren, diesem ehrlichen Bestreben Ihr Verständnis nicht versagen wollen, dann dienen Sie damit dem Lande, das Ihnen warmen Herzens Gastfreundschaft gibt, aber auch dem Lande, das Sie zu uns entsandte, um durch Sie das echte, ewige Deutschland kenncnzulernen. Sic tun damit dem kommenden, besseren Europa einen Dienst von mlalmretzbarem Wert. Fünfzehn Jahre nach Ende des Krieges liegt es immer noch in schwersten Krisen und Bedrängnissen. Seine Völker verlangen sehnsüchtig nach Frieden. Tragen wir alle zu
Saarfront geschlossen.
Keine Parteien mehr im Saargebiet. — Restlose Einigung auf der gemeinsamen Linie der Deutschen Front ab 1. März.
Saarbrücken, 1. März. (Funkm.) Mit dem heutigen Tage sind alle Parteien tm Saargebiet in die Deutsche Front eingegangen. DieBedeutungdieserTatsachefindetihre«
Niederschlag in folgendem,von der saarländischen Presse veröffentlichten Aufruf:
Deutsche Männer und Frauen!
Mit dem heutigen Tage geht der Wunsch in Erfüllung, dessen Verwirklichung wir Saarländer ausnahmslos ersehnten: Cs ist Schluß mit allem Parteihader. Wir haben die große Pflicht und Ehre, der Welt zu sagen, was in der Stunde des Gebotes es heißt: Deutscher zu sein.
Am heutigen Tage schließen wir das herrlichste Bruder- bündnis. Der Katholik geht in die katholische Kirche, der Protestant in die seine, — aber beide sprechen das gleiche Gebet: unser Deutschland. Der Arbeiter, der Bauer, der Unternehmer, der Beamte, jeder tut an seiner Stelle seine Pflicht, alle aber tragen sie das gemeinsame in ihre« Herzen: unserDeutschland. Der Sozialdemokrat, der Kommunist, der Zentrumsmann, der Nationalszialist, der christliche Gewerkschaftler, der freie Gewerkschaftler, jeder mag politisch anders gedacht haben, nun aber treffen sie sich alle bei dem einen Gedanken: unser Deutschland. Von diesem geschichtlichen Augenblick an sind wir eine eingeschworene Gemeinschaft, in der einer für den anderen einsteht und keiner gegen den anderen aufsteht. Mit diesem Wollen gehen wir nun an die Arbeit! Der Sieg wird unser sein!
Eslebe die Deutsche Front!
Saarbrücken, 1. März 1934.
Der Landesleiter der Deutschen Front:
gez.: Pirro.
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In der Aufnahmeeerklärung zur Deutschen Front im Saargebiet heißt es: Ich bin Deutscher und bitte um Aufnahme in die Saar-Volksgemeinschaft „Deutsche Front". Gleichzeitig erkläre ich, daß ich mit dem Tage meines Eintritts in die Deutsche Front mich lossage von allem, was Partei heißt und nur die eine Parole kenne: unser Deutschland!
In einem weiteren
unserem Teile mit dazu bei, bog ihr Ruf nicht ungehört verhallt!«
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Engere Beziehungen zwischen dem neuen
Deutschland und der Auslaudspresfe.
Der Empfang bei Reichsminister Dr. Goebbels hatte den Zweck, die Beziehungen zwischen den amtlichen Stellen und den ausländischen Journalisten in Berlin wieder etwas enger zu gestalten und die Verbindungen neu zu knüpfen, und zwar im beiderseitigen Interesse. Die Wünsche der Auslandsjournalisten und der Reichsregierung begegneten sich hier, und so fand dieser Empfang sowohl bei der Auslandspresse als auch beim diplomatischen Korps besonderen Anklang. Das Erscheinen der Diplomaten gab dem ganzen Empfang noch einen offizielleren und bedeutsameren Rahmen.
Die Empfänge der Auslandspresse sollen monatlich wiederholt werden,
um so einen ständigen Gedankenaustausch zwischen den Vertretern der öffentlichen Meinung des Auslandes und der deutschen Reichsregierung als der Vertreterin des deutschen Volkes herbeizuführen.
Der Sprecher des Vereins der ausländischen Presie, Louis P. Lochner, wies darauf hin, daß nach dem völligen Wechsel des gesamten Regierungssystems und damit auch der leitenden Männer auf allen Gebieten in Deutschland die ausländischen Journal i st e n den Konnex mit den leitenden Persönlichkeiten Deutschlands verloren hatten. Er begrüßte deshalb ganz besonders die Mitteilung, daß jetzt monatlich derartige Zusammenkünfte veranstaltet werden sollen, und betonte, daß die ausländische Preffe jede Möglichkeit willkommen heißen werde, das
neue Deutschland kennenzulernen und im neuen Deutschland zu lernen.
Die ausländische Presse wolle auch ihrerseits zeigen, daß sie an der Verständigung der Völker mitzuarbeiten bestrebt sei, und aus diesem Grunde werde der Verein der ausländischen Presse künftig zwanglose Frühstücke veranstalten, bei denen Vorträge führender Männe r d e s neu e n D-e u t s ch l a n d aus allen Gebieten die Würze zur Speise sein würden. Auch dadurch werde die Fühlungnahme gefördert und ein größeres Verständnis für das neue Deutschland herbeigeführt.
Aufruf an alle Nationalsozialisten der Saar wird ausgeführt: Der Nationalsozialismus hat ein Ziel, das heißt: Deutsche Volksgemeinschaft. Wo finb die Voraussetzungen, diesen Bund zu schaffen, mehr gegeben als bei uns an der Saar? Kein Deutscher will etwas anderes als die deutsche Volksgemeinschaft, er mag in dieser oder jener Partei bisher gestanden haben. Als aufrechte Männer, die über allen Partei-Egoismus die Schicksalsverbundenheit aller an der Saar stellen, erkennen wir als höchste Ehrenpflicht an, einzuschlagen am heutigen Tage zu dem Bündnis mit allen — Katholiken mit Protestanten, Arbeiter mit Bauern, Beamten mit Gewerbetreibenden, Naionalfozia- listen mit den Männern und Frauen aus allen Parteien. Fort mit allen Gegensätzen! Wir echten Nationalsozialisten erklären an diesem 1. März: Bei uns gibt es bei Anerkennung gleicher Rechte und Pflichten in der gleichen Front nur eins: unser Deutschland!
Wohin kerbt Spanien?
Regierungskrise ausgcbrochcn.
Nach längerer Sitzung im Hause ihrers Führers in Madrid beschloß die Katholische Volksaktion zusammen mit den Agrariern, der Regierung Lerroux ihr V er tr a ue n zu entziehen.
Damit ist die totale Regierungskrise gegeben, über deren Lösung noch keine bestimmten Anhaltspunkte vorliegen. Doch scheint schon jetzt die Bildung einer Regierung der republikanischen Rechten mit den Radikalen (Rechter Flügel) versucht zu werden. Der Grund für das Vorgeben der Katholischen Volksaktion liegt in der unentschiedenen Haltung des Kabinetts L e r r o u r, das sich in letzter Zeit immer mehr der Linken sugeneigt hat, worin die Rechte eine Verfälschung des Volkswillens erblickt
USA. Witt Schutzzölle abbauen.
Im Zuge der Weltorganisation der "mdnkanlschen Handelspolitik durch Roosevelt ist die Herabsetzung der hoben Schutzzölle g epi a n <- die durch die Devalvation des Dollars lnzwiichen automansch um weitere 40 Prozent erhöbt worden sind. Man ipndjt von dem Wunsch Roosevelts, sich vom Kongreß die ErmachN- guna zur Herabsetzung aber Zölle b i s zu 5 t Pro- z e n t im Wege des gegenseitigen Aushandelns mit den fremden Mächten geben zu lassen.