Zuloaer /lnzeiger
s ESSRsS «**• M Ki>»n un» »»»dsbtty ZSKKMMK M» un» h-M-t-i . zu>s-« «-«>-»>-« Haupkschristleiters: Fr. Ehrenklau, Lauterbach H. Reöaktkon und Gefthästsftells: Ksnigstraße 42 ❖ Zernfprech-^nsitzluß Nr. 2-SH
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Nr. 49 — 1934
Fulda, Dienstag, 27. Februar
11. Jahrgang
Nation nach nutzen —
Volk nach innen!
Der Führer vor der Alten Garde in München.
In einer mehr als einstündigen, von Beifallsstürmen begleiteten Rede im Münchener Hofbräuhaus am Sonn- abciid rief der Führer einleitend die Erinnerung zurück an jenen Tag, an dem vor vierzehn Jahren die versammelten alten Kämpfer als kleine und unbekannte Klvezung zum erstenmal in diesem Saale vor die Offent- Weit und damit vor das deutsche Volk traten.
‘ „Ml es noch einen Weg, der unser Volk aus diesem Ticspunkl seiner nationalen Existenz herausführen kann, ist diese Not das Endschicksal unseres Volkes, oder ist es nicht am Ende doch nur eine Prüfung des Herrn, um uns zur Einkehr zu zwingen?" Das sei die Frage gewesen, die sich die ersten Kämpfer der Bewegung damals vorlegten. Vor allem sei man sich zu jener Zeit aber auch darüber klar geworden, daß es nicht angehe, zu denken, die Wende des deutschen Schicksals könnte von denen ausgehen, die das deutsche Volk vorher in das Unglück gestürzt hatten, daß nicht die Parteien und nicht die Männer der Vergangenheit die Führer in die Zukunft sein konnten.
Es sei ihnen klar gewesen: Geschichte wird nicht ba durch gemacht, daß man Namen ändert, sondern daß man Prinzipien ändert. (Langanhaltender Beifall.) Neue Prinzipien mußten ausgestellt werden und nur neue Männer konnten diese Prinzipien vertreten und neue Organisationen mußten daraus erwachsen.
„In den Augen des Bürgertums schien es unsere allcrschwerste Belastung zu sein, daß wir nicht einen einigen großen Namen der früheren Politiker in unseren Leihen zählten. Wen wundert es daher, daß die Öffentlichkeit wenig erfuhr von der Gründung einer Bewegung, die keinen Prominenten in ihren Reihen aufwies? (Lebhafte Zustimmung.) Für uns und für die junge Bewegung aber war
gerade das die Aussicht in eine große Zukunft.
Denn die „großen Männer" der Vergangenheit, sie hatten ja die geschichtliche Quittung für ihr Wirken bereits erhalten. Es war notwendig, daß die Führung der deutschen Geschicke nunmehr von ganz anderen, jungen und durch gar nichts belasteten Männern in die Hand genommen wurde/ Und es war noch etwas notwendig: Daß diese Männer
aus der Front
kamen, die viereinhalb Jahre lang am tapfersten das deutsche Leben vertreten hatten. Nicht aus dem faulen Sumpf unserer alten Parteien konnte die deutsche Rettung kommen, sie konnte nur kommen aus dem T e i l der Station, der anständig seine Pflicht erfüllte. (Stürmischer Beifall.) So sind wir damals als deutsche Soldaten, an dieses Werk gegangen, haben neue Prinzipien aufgestellt, haben sie als neue Männer vertreten und haben für diese Prinzipien und ihre Vertretung eine durch und durch neuartige Organisation geschaffen, die „N a - ti o n a l s o z i a l i ft i f ch e Deutsche Arbeiterpartei".
Die neue Partei mußte erfüllt sein von dem Gedanken ihrer A u s s ch l i e ß l i ch k e i t. Sie mußte tatsächlich intolerant sein, sie mußte vom ersten Tage an ein Glaubensbekenntnis politischer Art aufstellen, und sie mußte erfüllt Kin von dem eisernen Grundsatz:
Wir dulden keine zweite politische Erscheinung neben dieser in Deutschland!
mußte dann dem deutschen Volke auch das beibringen, was es als Soldatenvolk vier Jahre lang der Welt gegen- wer gewiesen hatte. Denn Heroismus ist nicht nur aus "in Schlachtfeld notwendig, sondern auch auf dem Boden
(Brausender Beifall.)
Der Führer schilderte dann den Entivicklungsprozeß, oer es der Bewegung möglich machte, die wertvollen Elemente zu sammeln, die allein Träger der Geschichte des b®.^ jür die Zukunft sein konnten. Er führte aus, ?'c Bewegung sich mit Recht als eine ebenso große iionale wie aufrichtig sozialistische bezeichnen könne. . ^ndem wir Nationalismus n n d Sozialismus ver haben wir sowohl die bürgerlichen Nationalisten ,IC internationalen Marxisten fortgescheucht, um dafür unerschöpflichen Brunnen unseres Volkstums ^meßüchc neue Kräfte zu finden. Wir haben den oin». in wenigen Jahren gezeigt, daß unser Volk politische Organisatoren, daß es beste Redner ciniA r . enm> die immer sagten, der Deutsche könne nicht senk, haben wir
bie einigste Organisation der ganze» deutschen
Lj Geschichte
weiwi i Es erschien uns vom ersten Augenblick an not- v^, w' aus abzuwenden von den sogenannten obersten Wer Ei0 aud stattdessen hineinzugehen in das V o l k. bebarrfirfA .aud Glauben, Zuversicht, Fanatismus und wo hou < ^«ngabe finden will, der muß dorthiu gehen, nur r sagenden noch zu finden sind. Sie sind aber (leiste?1, Clt '» der breiten Masse dieses Volkes. (Bc- «etstèrte Zustinunungsrufe.)
^ahrpi, 5 . unsere Bewegung im Laufe von wenigen °us dor Ä^h^^h die Vorkämpfer des neuen Staates ^«be'ttri»?Eionenzahl der Menschen herausgezogen, hat -der hfiHt» ^en besten gegeben und sie zu Träger« ginnst heraüreifen taffen,, so daß bis auch kaum fünfzehn Jahre» heute in der Lage
ist, tatsächlich das Schicksal des Volkes in ihre starke Faust zu nehmen."
Der Führer ging im Verlaus seiner Ausführungen auf die besondere Bedeutung der Erinnerungsfeier ein. Vor vierzehn Jahren, am 24. Februar 1920, seien die alten Kämpfer zum erstenmal in diesem Saal zusammengetreten, um in großen Zügen die Thesen eines neuen Programms der deutschen Welt zu verkünden. Nicht g a n z 2 0 0 0 Menschen seien in diesem Raum gewesen.
Hätten sich damals aber nicht die ersten 2000 eingefun- ben, hätten diese sich nicht zu mir gesellt und wären sic nicht mit mir gegangen (jubelnde Zustimmung, minutenlanger Beifall): Ich stünde heute nicht hier und um uns wäre nicht das heutige Reich. Niemand von ihnen sage daher: „aus die wäre es nicht angelommen." Auf diese ist es gerade angelommen! (Stürmische Zustimmung.) Diese zweitausend, die sich damals gläubig mit der Bewegung verbunden haben, sind Pioniere eines neuen deutschen Zeitalters geworden. Durch sie wurde ich erst der „Volkssührer" und dann der Kanzler der deutschen Nation. (Lauter Beifall.) '
Es ist daher heute nur eine Pflicht aller Nationalsozialisten, daß sie in dieser Stunde allen denen danken, die damals schon vor vierzehn Jahren sich mutig zu unserer Bewegung bekannt haben.
Wenn wir heute auf das gewaltige Geschehen der letzten vierzehn Jahre zurückblicken, so glaube ich aber trotzdem, daß dieses Geschehen nicht so groß gewesen ist, wie cs das Geschehen sein wird, das vor uns liegt. Denn die Bewegung hat noch lange nicht ihr Ziel erreicht. Sic befindet sich
erst im Beginn ihrer Entwicklung.
Wohl sind wir viele Millionen stark in der Parteiorganisation. Wohl steht die Nation hinter uns, aber wir wissen:
Der Führer spricht zur Alten Garde.
Der Führer spricht im Großen Festsaal des Münchener Hofbrauhauses an derselben Stelle, wo er vor vierzehn Jahren zum erstenmal sein Programm verkündete, zur Alten Garde.
Nationalsozialisten sind sic n och lange nicht alle. (Stürmische Zustinunungsrufe.) Was in der Zukunft das deutsche Volk zum Nationalsozialismus führen muß, kann nur durch eine ewig gleichmäßige Erziehung gelingen. Gewaltig sind die Aufgaben, die uns bevorstehen, aus einem Lippenbekenntnis müssen wir ein Herzens- bekenntniS machen. Wir sehen vor allem die deutsche Jugend als den kommenden Träger dieser Entwicklung an.
Heute, nach einem vierzehnjährigen Kamps um die Macht, sehen wir damit vor uns das jahrzehntelange Ringen um den deutschen Menschen. Es ist ein großes
Ziel: Bildner sein zu können eines großen V o l k es.
So, wie einst die Bewegung von diesem Saal ihren Ausweg nahm, in die deutsche Nation, so nahm von diesem Saal aus ein Jahr später ihren Ausgang auch die SA. Es ist wirklich ein historischer Saal. Nicht bloß die erste Versammlung hat hier stattgefunden,
auch der erste Kampf bis aufs Messer und mit der Pistole
wurde hier ausgetrageu. (Laute Zustimmung.) In diesem Saal waren zum erstenmal junge Nationalsozialisten als Parteigenossen zu einer Gemeinschaft vereint, die unmißverständlich einen Entschluß proklamiert hat: mit dem G e i st wollen wir die Nation erobern, aber mit der Fan st jeden bändigen, der es wagt, den Geist durch Terror zu vergewaltigen, i Stürmischer Beifall.) Das war die Gründung der SA., des großen Kraftarmes der Partei.
Wir haben eine ungeheure Verpflichtung für die Zukunft. Das Vertrauen, das uns das Volk am 12. November geschenkt hat, verpflichtet uns alle, stets an dieses Volk zu denken und für dieses Volk cinzutreten. Indem wir auch heute nur das sein wollen, was wir einst waren, werden wir auch in Zukunft bleiben, was wir beute sind. (Lebhafte Zustimmung.)
Wir wollen in dieser Erinnerungsstunde unserer Bewegung das Bekenntnis und das Gelöbnis ablegen: in unserem ganzen Verhalten, in unserem ganzen Wirken, in unserer ganzen Auffassung und Aufführung nicht abzuweichen von dem, was wir viele Jahre als nationalsozialistisches Ideal gepredigt haben.
Auch heute können wir, wie in der Vergangenheit, der deutschen Nation nichts anderes sagen, als: Wir versprechen dir deutsches Volk, daß wir in der Zukunft genau so weiter kämpfen wollen wie bisher. Wenn wir einst sagten: unsere Aufgabe ist die Eroberung der Macht in Deutschland, so sagen wir heute: Aufgabe der Bewegung ist die Eroberung des deutschen Menschen für die Macht dieses Staates. (Stürmischer Beifall.)
Wir erleben es jetzt in einem anderen Staate, wohin cs führt, wenn man nicht mehr den Mut hat, vor die Nation hinzutreten und sie um ihr Bekenntnis zu bitten. (Stürmischer Beifall.) Niemals darf cs bei uns fo weit kommen, daß wir aus Angst, eine Ablehnung zu erfahren, vielleicht zur Gewalt greifen müssen. Stets wollen wir dessen eingedenk sein, daß die Kräfte des deutschen Volkes nicht im Innern vergeudet werden dürfen.
Wir wollen daher auch in der Zukunft wenigstens einmal in jedem Jahre dem Volk die Möglichkeit geben, fein Urteil über uns zu fällen. So wie wir früher in zehntausend, in hunderttausend einzelnen Kundgebungen vor das Volk getreten sind, um immer wieder sein Votum zu erbitten, so müssen wir auch in Zukunft diesen Kampf fortführen in zehntausend und hunderttausend Kundgebungen und Versammlungen, um jedes Jahr wenigstens einmal einen Appell an die ganze Nation zu richten.
Wenn uns das Schicksal die Kanonen genommen hat, die Maschinengewehre, die Flugzeuge und die Tanks, dann sind wir um so mehr verpflichtet, wenigstens das Volk in seiner Gesamtheit um uns zu scharen. (Stürmischer Beifall.)
Das ist zugleich auch die größte Friedenspolitik, die denkbar ist. Wer ein ganzes Volk vertritt, der wird sich reiflich die Folgen überlegen, die ein leichtsinnig vom Zaun gebrochener Sireit nach sich ziehen kann! Wer nur einen kleinen Klüngel sein eigen nennt und fürchten muß, vom Volk beseitigt zu werden, der mag der Versuchung verfallen, durch äußere Erfolge die mangelnden inneren auszugleichen. Wir brauchen keine außenpolitischen Erfolge, ~ um das Vplk zu gewinnen, denn das Volk gehört uns. (Stürmischer Beifall und langanhaltcude Heilruse.) Wer ein ganzes Volk in seiner Gesamtheit hinter sich fühlt, der wirr besorgt sein, daß er dieses Blut nicht leicht sinn ix vergeudet, und er wird unentwegt daran denken, dic Interessen des Volkes wahrzunehmen mit den Mitteln des Friedens, der Arbeit und der Kultur, die der Geist dem Menschen gegeben hat. Er wird
nur im äußerste» Notfälle appellieren an die nationale Kraft! Wer aber sein Voll so hinter sich weiß und hinter sich hat, der kann dann, auch schweren Zeiten ruhig entgegenfeben. (Lebhafter Beifall.
Wenn wir eintrcten für einen wahrhaften Völker frieden, so können wir aber auch verlangen, daß den deutschen Volke das nicht verweigert wird, was jedes anständige Bott zu fordern berechtigt ist. Darum sinr wir ebenso fanatische Verfechter des Friedens, wie wir Verfechter ber Gleichberechtigung und damii der Lebensrcchtc der deutschen Nation sind. (Beifall.)
Wir wollen in dieser Stunde, in der wir uns gemein sam als erste Repräsentanten der nationalsozialistischer Bewegung fühlen, auch derer gedenken, die aus unserer Reihen den heutigen Tag nicht mehr erlebet können. (Die Versammlung erhebt sich.) Die i^aat. drc sic mit ihrem Opser persönlich dem deutschen Volk qc schenkt haben, ist als Ernte aufgegaugen. Ihre No und ihr Leid ist zum Unterpfand der deutschen ^niunfi geworden. . , .
Ihre Opfer müssen uus aber lehren, dan keiner nur eine Sekunde zögert, turnn das Schick,al von uns dasselbe Opfer fordern sollte. Ein dcuftches ^olk, erv Deutsches Reich, eine einmütige deutsche Natron, stark frei, geachtet, lebensfroh, weil ihr das Leben wrede, möglich geworden ist. So wollen wir in dieser Stundr wieder unseren alten Kampfruf erheben: „Unserer Nano nalsozialifftschen Deutschen Arbeiterpartei, nufer«« druck scheu Volk und unserem Deutschen Reich Sieg ^eiU*