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M-aer /inniger kW ZAZWx^;W Tageblatt für Rhön und Vogelsberg WtMLL ^äm iz &"Ä^ Iulöa- und Haunetal»Zulöaer KreisblattÄnSSSS ^upfidiriflleiters. Fr. Ehienklau, Lauterbach s NeSaktlon und 6etoäftspcllc: ASnisstroße 42 4 $etnfpte<^»?lntoluß Nr. 248» Anzeigenteil Christian Seipel, Fulda, Käuigstr, zu

Nr. 47 1934

Fulda, Samstag, 24. Februar

11. Jahrgang

Gelöbnis unverbrüchlicher Treue

Zunr Tag der Vereidigung der politischen Leiter.

Die Alte Garde der N6IAP.

Das Höchste im Dienste der Idee ist die selbst­lose Treue. Sie folgt bedingungslos der Fahne und dem Führer. Sie ist unpersön­lich, unermüdlich, unwiderstehlich. Selbst­lose Treue, sturmsest geworden im zähen Ringen um die Machr, ist das Geheimnis der Alten Garde. Die Geschichte sichert ihr den höchsten Lohn, wie ihn keine Macht und kein weltlicher Reichtum verleiht:

Den Lohn ehrenvoller Unsterblichkeit!

Gauleiter Spreizn

M feine Unterführer in der P. S.

Politische Leiter im Frontabschnitt Hessen-Nassau!

Der letzte Parteitag des Gaues stand unter der Parole Arbeit und Friede. Der Beweis, daß es der Partei mit dieser Losung nicht um ein billiges Schlagwort zu tun war, sondern daß es sich um ein feierliches Gelöbnis für das ganze Volk handelte, ist auch im Abschnitt Hessen- Nassau der deutschen Arbeitsschlacht voll erbracht. Die Partei hat sich das restlose Vertrauen der Massen der rhein-mainischen Bevölkerung durch ihre Leistungen erworben. Die Träger dieses Vertrauens seid Ihr, meine Politischen Leiter im

Die nationalsozial! st ische Partei ist der Ctaatgeworden und ihre Führer sind heute dièvorder Geschichte verantwortlichen L e i- terdesdeutschen Reiches. Sie meine Amts­walter sind vor Gott und unserer Geschichte dafür verantwortlich, daß durch politische Erziehung der deutschen Menschen niemals wieder ein November 1918 in der deutschen Geschichte möglich wird. Sie sind als die Träger der politischen Organisation ver - Vs licht et, jene Führerhierachie zu bilden,

Gauleiter Sprenger.

'Weih» keinen Reichtum dieser Erde, der mehr öläub .^""6 umschließt, als dieser Reichtum an iag, ^» Frauen des Volkes. Darum hat dieser Gau- ' uur heute begehen, die Losung,

zu u^ *"2 Gautag heiliger Verpflichtung

?n diè' »^.Nürnberg erklärte der Führer in seiner Rede N <wt ^ren Fahnen angetretenen 160 000 Politi- «wwt und Amtswalter:

die wie ein Fels unerschütterlich im Ge­triebe des Lebens unseres Volkes steht! . . .

Diese Worte des Führers haben wir zum Leitsatz unse­res Dienstes gemacht. Die lebendigen Kräfte des Staates liegen somit im Nationalsozialismus. Wer nicht be­greift, daß die Partei überall vorherr­schendist und bleiben muß, wirdsichniemals in der Neugestaltung zurechtfinden und früher oder später von seinem Platz zurück- treten müssen, wenn er im öffentlichen Leben st eh t. An allen verantwortlichen Stellen des öffentlichen Lebens sollt Ihr als die Männer stehen, die durch Bewährung im Kampf eingesetzt wurden und vom Führer der Bewegung und des Reiches für ihre Bewährung die neue Bezeichnung

Politischer Letter«

zuerkannt erhalten. Es gibt keinen höheren und ehren­volleren Titel im neuen Deutschland. als den eines Politi­schen Leiters und Führers innerhalb der nationalsozialisti­schen Bewegung.

So verschwören wir uns an diesem Eautag in 38 Kreis­städten des Gaues zur Harmonie zwischen Par­tei, Staat und Volk, verschwören uns zugleich mit allen Kameraden im Reich zu höchsten Pflichten, höchster Treue und Selbstlosigkeit im Dienste der Nation und des Führers!

Werheute zur Vereidigung auf unsere heiligeFahne an tritt, sollundmutzsichein- heutig klar darüber sein, daß er mit allem, was er ist, und allem, was er hat, sich der Bewegung verschreibt und im Gau Hessen-Nassau nicht zurück stehen darf vor den stolzen Lei stungen der alten Kämp­fer, die unseren rhein - m ainifche n Front­abschnitt aufgebaut haben. In diesem Sinne schwören wir : Adolf Hitler unver­brüchliche Treue, ihm und den von ihm be­stimmten Führern unbedingten Gehorsam. EslebederFührer! Sprenger.

AoMWitt Jessen-Kassa her K6W

EPA. Der Kampf der nationalsozialistischen Bewegung um das rhein-mainische Gebiet ging von der Stadt aus, die auch heute noch Sitz der Eauleitung ist. Anläßlich des Gau-Parteitages 1930 stellte Gauleiter Sprenger fest, daß die Jahre des Kampfes um Frankfurt immer ein Spiegel­bild des Kampfes um das nassauisch-Hessische Hinterland gewesen seien. Kaum war diese Ortsgruppe der Partei inmitten des bekannten Wirrwarrs völkischer und auch völkischer Vereine und Verbände gegründet, als sich aus dem ersten Dutzend Mitgliedern auch schon Bannerträger fanden, die die Hakenkreuzfahne ins Land trugen, nach Darmstadt, Wiesbaden und Bad Nauheim zunächst, beson­ders aber hinaus ins flache Land des Gaues. Durch ein Telegramm, das der damalige Ortsgruppenleiter derdeut­schen Partei", unser derzeitiger Gauleiter, dem Führer in die Festungshaft schickte, erfuhr Hitler, daß auch im Rhein -Main-Gebiet seine Getreuen wei­terkämpften. Mit vereinten Kräften, unabhängig von der zeitweiligen Trennung in hessisches und preußisches Gebiet, wurde ein Stützpunkt nach dem anderen gewonnen. Eine kleine Schar äußerst beanspruchter Gauredner hat die Leistungen vollbracht, die rückblickend kaum noch faßbar erscheinen. Wer weiß es heute noch, daß einmal ein unbekannter Postbeamter und ein Hilfsarbeiter aus Frankfurt das Land durchzogen, mit dem Rucksack voller Flugblätter und Plakate, die sie selbst verteilten und an­klebten. Vis dann die Namen Sprenger und Eemeinder immer häufiger und gehässiger in der roten und rosaroten Preffe genannt wurden. Im Hessischen kam ein bis da­hin ebenfalls unbekannter Volksschullehrer, der spätere Gauleiter und derzeitige Ministerialrat Ringshausen dazu. Allmählich bildeten sich festere Ortsgruppen mit eige­ner SA. und Sonderformationen, die sofort dazu übergin­gen, ihr Gebiet selbständig zu bearbeiten. Die meisten Kreisleiter des Gaues sind früher diese ersten Leiter selb­ständiger Ortsgruppen gewesen. Die bekanntesten Vertre­ter der anderen Parteien wurden dem ungestüm vordrän­genden Angrist entgegengestellt, aber die jungen ersten Ak­tivisten Haselmeyer, Stier, Kampke, Klaus Selzner-Worms, gegenwärtig 'n b°r Reichsleitung der deutschen Arbeits­front. Dr. Krebs-Frankfurt, Leopold Eutterer und Gerd Rühle, jetzt Rcgierungsräte in Berlin, Walter Heyse, der Adjutant des Gauleiters, Pg. Simon, damals noch Stu­dent, heute Gauleiter in Koblenz, Gustav Staebe, zur Zeit in der Reichsführung der HI., das waren die ersten Ver­künder der Idee in unserem Gebiet. Dem Terror wurde die Gewalt entgegengesetzt. Der erste Frankfurter SA.- Führer war der jetzige Landrät des Oberlandkreises, Pg. Lange. Jeder seiner von damals bis heute durchgohalten habenden Kameraden könnte stundenlang über seine Er­

lebnisie berichten ohne je zu langweilen. Dann gingen die Parteigenosien Günther Eräntz und Hermann Hirth an die Organisierung der SA. im Gau, in Hessen die Partei­genoffen Schneider, Abt und Wetzel von Darmstadt, letz­terer zur Zeit Bürgermeister von Heidelberg. Unter Füh­rung des Schlossers Fritz Weitzel, des jetzigen Führers der SS.-Eruppe West und Düffeldorfer Polizeipräsident, bil­dete sich in Frankfurt die erste Schutzstaffel. Die bald sehr gefürchtete Truppe ist der ehrenvolle Kern der II. deutschen SS.-Standarte geworden, die zusammen mit dem alten Stürmer der SA. und Partei in die roten Hochburgen ein­rückten, Versammlungen und Kundgebungen sicherten und den Terror niederschlugen, wo sie ihn fanden. Im April 1927 wurde SA.-Mann Karl Ludwig, Wiesbaden, der er ste Blutzeuge im Gau, vier Wochen daraus wurde SA.-Mann Wilhelm Wilhelmi in Nastätten er­schaffen, dann folgten in Hessen die SA.-Kameraden Hein­rich Kottmann-Pfungstadt und Erich Johst aus Lorsch a.d.B. Diese Namen führen die Liste der im Frontabschnitt Hessen- Nassau im Dienst gefallenen Nationalsozialisten. Auch drei Hitlerjungen mußten im Eaugebiet ihr Leben für die Idee opfern. Die dienstältesten Verwaltungsmitarbeiter der Eauleitung in Frankfurt und Offenbach, die Parteigenossen A. Eimbel und Fritz Krecke stehen auch heute noch uner­müdlich im Dienst. Gewaltigen Auftrieb brachten immer wieder gerade die von den Systembehörden unglaublich schikanierten Gau-Parteitage und die für ganz Deutschland in ihrer Wucht und Eindrucksstärke einzigarti­gen Kundgebungen des Führers in der Frankfurter Fest­halle. Unvergessen sei im Odenwald jener vom Gauleiter Sprenger, der damals noch als Bezirksleiter Frankfurt im Lande wirkte, in Beerfelden i. Odenwald erstmalig juden­frei durchgeführte Viehmarkt. Unvergessen find i m Vogelsberg, im Westerwald und Taunus die statt­lichen Aufmärsche und Propagandafahrten der rhein-mainischen Braunhemden, unfreiwillig aber regel­mäßig von Systempolizei verstärkt, unvergessen die beson­ders heftigen und blutigen Zusammenstöße in Mainz Michelstadt Offenbach Griesheim (wo der Gauleiter fast allein den roten Bierflaschenwerfern gegenüber stand) Worms Hanau. Die in diesen Kämpfen erprobten Männer sind auch hinausgegangen ins Reich, außer den bereits Genannten, so der Reichsbauernführer Darrè und der Landesinspekteur für Oesterreich. Pg. Habicht, aus Wiesbaden, der Reichsführer der deutschen Beamtenschaft aus Frankfurt, der Reichshandwerksführer Pg. Schmidt und so mancher andere bewährte Kämpfer. Alle lebendige Zeugen dafür, daß der Kampf Männer schafft, weil er Män­ner braucht.

Den Tausenden aber, die inzwischen zu unseren Fahnen gestoßen sind, muß jede Gelegenheit, besonders aber die eines Eautages, dazu dienen, den Geist ehrenvollster Tradition der rhein-mainischen National- sozialisten mitzuempfinden. Ein einziger Blick auf das nüchtern sachliche Bild der darstellenden Kurven der Abteilung Statistik des Gaues zeigt, daß das alte Gebiet Hessen-Nassau-Süd immer beträchtlich über dem preußischen und dem Reichsdurchschnitt und nie darunter gelegen hat. Unsere Kameraden im Hessischen haben es niemals an An­strengung fehlen lassen, die Frontlinie miteinzuhalten. Mag es als symbolhafte Bestätigung der Verbundenheit dieses in jeder Hinsicht offenkundig zusammengehörigen Gebietes in der Geschichte der nationalen Revolution festgehalten werden, daß der Führer unseres Abschnittes, Gauleiter Sprenger, ant gleichen Tage das Frankfurter Rathaus und das Hessische Staatsministerium von den Systemträgern reinigte und unsere herrliche Flagge aufsetzen ließ.

Der Gau zählt in rund 381 000 Gebäuden der 2060 Ort­schaften seines Gebietes fast 3 Millionen Einwohner, welche in über 1000 Ortsgruppen und Stützpunkten der Partei erfaßt sind. Die Stärke allein der Parteiorganisation unseres Gaues ist so, daß beispielsweise bei Der nach ihrer jeweiligen Stärke erfolgten Teilnehmerkontingentierung zum Nürnberger Kongreß Hessen-Nassau an dritter Stelle im Reichsgebiet stand.

So bleibt es die beste und schönste Belohnung aller Mühen und Opfer, wenn der Führer auf diesen E a u st o l z ist. Wir wissen aus den Erfolgen der vergan­genen Kämpfe, daß wir nicht nur in Nürnberg einen so hervorragenden Platz errungen haben. Es gibt für uns alle auch heute mit der gewaltig gesteigerten Kraft unse­res Frontabschnittes kein höheres Ziel, als daß dieser Stolz des Führers und seine Zufriedenheit unserem Gau immer erhalten bleiben möge.

Wir sehen heute neben der Aufgabe der steten inneren Festigung des organisatorischen Parteigesüges unsere Pflicht in starkem Maße darin, der Arbeit aller Behörden und Hilfsstellen der neuen Regierung immer wieder nach­drücklich den Stempel einer ausschließlich nationalsoziali­stischen Initiative aufzudrücken.

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