Nah und HefN
n England dankt zwei deutschen Seeleuten. Der Vür- niteifier 11110 öcr Stadtrat von Aberdeen in Schottland ' per Stadtgemeinde Nordenham aus Anlast des Ver- her beiden tapferen Seeleute des Fischdampsers Konsul Duppers", die bei einem Versuch zur Rettung ^ Mannschaft des englischen Fischdampsers „Margaret den Seemanustod fanden, ihr herzliches Beileid und ihre aufrichtige Hochachtung vor dem .Heldenmut der Besatzung des deutschen Fischdampfers ausgesprochen.
Q Die Golddollars in der Kaffeetonne. Das Sonder- acricht für den Freistaat Sachsen verhandelte gegen den geinkosthäudler Albert Baikowski aus Dresden wegen ^visenverbrechens. Der Angeklagte erwarb im April 1931 E Golddollar und im Juni 1932 etwa 400 tschechische Axonen, ohne sie der Dcviscnbcwirtschaftungsstelle an- '„geben. Er verwahrte die Golddollars in einer Kaffee- toiinc unter dem Kaffee. Er handelte dabei nach der über- 'eugung des Gerichtes vorsätzlich und wurde zu zwei Jahren Zuchthaus und 550 Mark Geldstrafe verurteilt.
v 0 Keine Haftentlassung der Verhafteten von der Nelson- Grube. Die Natskammer des Brürer Kreisgerichts hat dem Haftcntlassungsanirag der Rechtsvertreter der wegen der Katastrophe aus der Nelson-Grube verhafteten Personen mit Ausnahme des Betriebsleiters, Ingenieur gcifer, stattgegeben. Die Staatsanwaltschaft hat jedoch qegen diese Entscheidung die Beschwerde des Obergerichts Angebracht, so dast die Freilassung nicht erfolgte. __________
Jedes Eintopfgericht macht zwei Familien satt!
Denkt am 4. Februar daran!
O 29 Jahre Zuchthaus und 4% Jahre Gefängnis im Katscher Totschlagsprozefi. Von dem Ratiborer Schwurgericht wurde in zweitägiger Verhandlung der 22jährige Edmund Scharff, der 37jährige Gastwirt Bruno Scharff sowie der 25jährige Georg Reinert, sämtlich aus Kaischer, zu Zuchthausstrafen verurteilt. Edmund Scharff wurde zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, Bruno Scharff zu 14 Jahren Zuchthaus und 5 Jahren Ehrverlust und Georg Reinert zu 4 Jahren 9 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie hatten den Sohn eines Landwirts durch einen Schutz in den Hals getötet und den Vater schwer mißhandelt.
0 Belgischer Passagierdampfer ausgelaufen. Die 51 Passagiere des belgischen 2900-Tonnen-Dampfers „Prince Leopold" hatten ein unangenehmes Erlebnis. Nach dem das Schiff auf dem Wege von Dover nach Ostende in einem schweren Sturm bereits zwei Stunden Verspätung erlitten hatte, lief es am Eingang des Hafens Ostende aus Grund und wurde von der schweren See hin- und hergeworfen. Obwohl sich der Dampfer bereits im Schutz eines hölzernen Piers befand, war die See so stürmisch, dast der Versuch, die Passagiere durch ein Fährboot zu landen, mißlang. Als nach mehreren Stunden die Flut eingetreten war, gelang es zwei Schleppern, den „Prince Leopold" wieder flottzumachen und in den Hafen zu bringen.
0 Der Funkmast von Grimsby durch Feuer zerstört Der 165 Meter hohe Mast der Funkstation bei Grimsby (England) wurde durch ein Großfeuer völlig zerstört. Zuerst brach der obere Teil des Mastes zusammen, dann ergriffen die Flammen auch den unteren Teil und der Turm stürzte um, wobei er fast auf die anliegenden Ge
bäude gefallen wäre. Nach dem Einsturz lag der Mast wie eine riesige Feuerschlange auf der Erde. Erst nach großen Bemühungen konnte der Brand gelöscht werden.
O Absturz aus 22 000 Meter Höhe in 13 Minuten. Die amtliche Uniersuchungskommission zur näheren Feststellung der Ursachen des Absturzes der russischen Tiraio- sphärenflieger ist zu dem Ergebnis gekommen, datz der Ballon tatsächlich eine Höhe von 22 000 Meter erreicht hat, dann aber derartig schnell sank, daß durch den gewaltigen Aufprall die Katastrophe eingetreten ist. Der Absturz aus der riesigen Höhe ging in 13 Minuten vor sich.
0 Amokläufer schießt fünf Menschen nieder. In der Stadt Heipo an der mandschurisch-russischen Grenze ereignete sich ein aufregender Vorfall. Ein Bediensteter des Polizeichefs verwundete beim Amoklaus vier mandschurische Polizisten durch Revolverschüsse schwer. Bevor es der Polizei gelang, den Schützen festzunehmen, wurde ein Angestellter des Sowjetkonsulats durch einen weiteren Schutz niedergestreckt.
Die Leichen ver Stratosphärenflieger in Moskau.
Reval Wie aus Moskau gemeldet wird, trafen die sterblichen Überreste der drei verunglückten Stratoipbärenflieger in Moskau ein Aus dem Babnbok batte sieb eine tausendkövfige Menschenmenge eingefunden um den Forschern die letzte Ebre zu erweisen Auch eine Ehrenwache der Roten Armee erwies den Toten militärische Ehren Die Beisetzung findet aus dem Roten Platz in Moskau statt.
Ehrt die Notleidenden durch das Eintopfgericht am 4. Februar!
Eine österreichische Heimwehr-Fahne entführt. Die Herreichische Heimwehr, die in parteipolitischer Verblendung gegen den Nationalsozialismus in Oesterreich aufgeboten wird, zieht auch mit Fahnen in ihren fanatischen Kampf gegen Menschen desselben Blutes und desselben Landes. Es zeugt von der Kampfesfreude und Widerstandskraft der österreichischen NSDAP., daß ihre Kämpfer
Der Abschied von ihrem Kinde fiel Nosmarie unsäg- üd) schwer. In dieser Stunde beneidete sie jede Frau, w sich offen ihres Muttcrglttckes freuen durfte.
Auf der Fahrt nach Berlin aber nahm sie alle Kraft zusammen und überwand den Trennnngsschmerz. Ja, kme ruhige Heiterkeit kam allmählich über sie. Ihre «orge vor dem Kommenden war geschwunden. — In Berlin nahm Stephan von Katt hocherfreut Rosmarie m Empfang. Seine Tochter, seine tapfere Tochter die schöner war denn je. Ein Bild von einem jungen -dcibe war ans dem Mädchen geworden. Die Augen leuchteten tief und dunkel wie noch nie, der einst so miinale, stolze Mund war weich und süß aufgeblüht, ihr ^"wg geruhsam und edel.
Kraft sprach aus ihrem ganzen Wesen.
»Ehe wir hcimsahren, wollen wir noch einen Besuch wachen, Rosmarie. Das heißt vielmehr, ich habe Frau von Wetter und Herrn Scholz ins Hotel gebeten. Ich habe etwas Dringendes mit Frau von Wetter zu besprechen. Und dü, mein Kind, wirst gewiß mit jenem Alaune einmal reden wollen, der dir geholfen hat."
«ie senkte nicht die Augen, sondern antwortete, ihn W mischend: „Ja, Vater ... ihm verdanke ich jo viel!"
Herr von Katt sitzt im gemütlich-warmen Hotelsalon
von Wetter gegenüber.
Währenddessen wandern Rosmarie und Harry durch le winterlichen Straßen von Berlin.
moomarie erzählt dem Lehrer von seiner Mutter und Heimat nnd dann spricht sie auch von ihrem Kinde. «le tnt es mit einem glücklichen Aufatmen.
^abeu Sie es denn taufen lassen, Rosmarte?" Bpwlz läßt ans ihre Bitte altes Förmliche weg.
»Vannelore!"
»Hannelore?" lächelt er. „Wissen Sie, daß dies der vlingsname meiner Mutter ist?"
weiß es. Ihre Mutter hat mir erzählt, daß "n ein Mädel werden sollten. Dafür hatte sie sich Mir X™'”™ Hannelore ausgesucht. Und Ihrer Mutter aitf,;^ habe ich diesen Namen gewählt, da er mir sehr gefällt."
ohcb schön, fast lo schön wie Rosmarte."
» Hallt Ihnen mein Name so gut, Herr Scholz?"
” tft unsagbar lieblich und klingt wie Musts* 'leine Pause entsteht.
yetS” Sie was mein Vater mit Frau von Wetter Wnüelt?" fragt dann RoSmarie unvermittelt.
eines Nachts in die Räume der Landesleitung eindrangen, die Fahne des Gegners packten und sie auf einer uns rgbar beschwerlichen Bergwanderung über die deutsche Grenze brachten.
Bild rechts: Schiebungen beim Verkauf estnischer Kriegs- fAtffe an Peru. Die Untersuchung der bei dem Verkauf der estländischen Kriegsschiffe an Peru entdeckten Schiebungen, HBHMBflMaMaa»»»^ KKBH^
„Nein, ich habe keine Ahnung."
„Er will Frau von Wetter vorschlagen, ihr Pensionat von Berlin nach Düsseldorf zu verlegen."
Harry ist maßlos erstaunt.
„Das ist aber eine Ueberraschung! Was veranlaßt Ihren Vater dazu?"
„Das müßten Sie doch erraten, Herr Scholz."
ein."
^Es handelt sich um Sie!"
„Um mich? Wieso?"
„Ganz einfach. Mein Vater legt den allergrößten Wert daraus, Sie als Mitarbeiter an seiner Seite zu haben. Er erwartet von Ihnen alles das, was ihm langsam zu fehlen beginnt, denn er ist auch nicht mehr LerIüugste."
„Ja . . . aber ..
„Mein Vater weiß, daß Sie hier nicht ohne weiteres fahiienflttchtig werden."
„Das allerdings!"
„Darum sagt er sich, wenn Sie in Düsieldorf weiter Lehrer bei Frau von Wetter bleiben können, dann werden Sie ihm doch zugleich auch Mitarbeiter sein wollen, und wenn es täglich nur für ein paar Stunden ist."
„Der Gedanke ist nicht übel, ich gestehe, daß er mir sogar sehr gefällt."
„Es wäre doch wunderbar, Herr Scholz," spricht Nos- marie mit glücklichen Augen, „wenn ich wüßte, daß Sie in der Nähe sind. Ich hätte dann einen aufrichtigen Freund, an den ich mich wenden könnte, wenn ich einen Nat brauche. Wenn nur Frau von Wetter „Ja" sagen möchte."
Frau von Wetter plauderte nm diese Zeit mit Herrn von Katt und riß beide Augen überrascht auf, als der Großindustrielle ihr den Vorschlag machte, mit ihrer Schule nach Düsseldorf zu übersiedeln.
Erst sagte sie ein glattes „Nein".
Katt hatte es auch nicht anders erwartet.
Aber er besaß einen harten Wcstfalenschüdel, der nicht so leicht nachgab.
Alle Bedenken, die Frau von Wetter äußerte, zerpflückte er. Er wies ihr nach, wieviel schöner es für ihre Zöglinge sei, in der Nähe des Rheins zu leben und malte ihr Land und Leute in den hellsten Farben.
Bis ihr Widerstand langsam schwand.
Sie gab zu, ihren Schuwelrieb in Düsseldorf ebenso gut durchführen yi können, wie in Berlin und zweifelte nicht daran, daß die Eltern ihrer Schülerinnen, die der Mclnaabl nach in Mitteldeutschland und im Westen des Reiches lebten, mit der Verlegung einverstanden sein würden.
„Ja, aber . . " war der letzte Einwand, „wenn ich setzt mein Grundstück verkaufe, wer weiß, was ich dann dafür erlöse?"
„Daran habe ich ebenfalls gedacht. Ich besitze an der Peripherie von Düsseldorf ein Villengrundslück mit Park und Teich, größer und schöner als „ElisabeihS- Höhe". Ich mache Ihnen den Vorschlag, wir tauschen die Grundstücke."
die zur Verhaftung des General a. D. Lebedew führten, hat den Verdacht ergeben, daß noch weitere Kreise an der Angelegenheit beteiligt sind. So wurde jetzt der Vizeminister der estnischen Wehrmacht und Chef des Eeneralstabes, General Toerwand, seines Amtes enthoben und gegen ihn eine Untersuchung wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt eingeleitet.
„So viel liegt Ihnen an Herrn Scholz?" staunte Frau von Wetter.
„Ja, der Mann ist es mir wert. Ich brauche unbedingt einen Menschen wie ihn, denn ich finde mich in meinem Riesenbetriebe kaum mehr zurecht."
Da sagte Frau von Wetter bedingt zu. Sie wollte mit nach Düsseldorf fahren und das Grundstück erst besichtigen.
Herr von Katt machte sich erbötig, auch noch die gesamten Ucbersiedlungskosten zu tragen.
Als Nosmarie und Harry ins Hotel zurtickkamen, empfing sie Katt in bester Stimmung. „Herr Scholz . . . Frau von Wetter wird ihre Schule nach Düsseldorf verlegen!" rief er dem Lehrer fröhlich entgegen.
„Haben Sie sich wirklich überreden lassen, gnädige Frau?" lachte Harry.
Frau von Wetter seufzte komisch auf. „Was vermag ich schwaches Weib gegen einen so harten Westfalen- schädel auszurichten?"
„Und ich kann dann auf Sie zählen, Herr Scholz?" forschte der Industrielle.
„Ein wenig schon, Herr von Katt!"
Die Pensionärinnen auf „Elisabethshöhe" waren begeistert, alS sie von der geplanten Uebersiedlung hörten. Sie versprachen alle, sofort an ihre Eltern zu schreiben.
Frau von Wetter aber fuhr mit Herrn von Katt und seiner Tochter nach Düsseldorf, um ihr zukünftiges Heim zu besichtigen.
Ganz klein fühlte sie sich, als sie dann durch die prächtigen Räume schritt. Dagegen war ihr Besitz, auf den sie so stolz gewesen, recht bescheiden. Der herrliche Park, der dieses Kleinod umgab, umfaßte vier Morgen, und inmitten lag ein kleiner verträumter Teich.
„Sie machen ein schlechtes Geschäft, Herr von Katt!" „Das beste, hoffe ich, gnädige Frau.'Sind Sie nun einverstanden?"
„Ich bin's ... aber .. "
„Kein „Aber", liebe gnädige Frau! Wir fahren fetzt zum Notar und machen dort alles perfekt. Wann werden Sie kommen? Darf ich den Spediteur bestellen?"
„Wenn schon, dann bald, sagen wir am 1. Dezember. Damit wir im neuen Heim Weihnachten feiern können." „Ausgezeichnet, gnädige Frau! Rasch ist auch mein Prinzip."
Beim Notar wurde alles geordnet, dann fuhr Frau von Wetter mit dem nächsten Zuge wieder nach Berlin. Jubelnd vernahmen ihre Schutzbefohlenen von dem endgültigen Beschluß.
Frau Lilly und ihre Söhne empfingen Rosmarie mit überströmender Liebenswürdigkeit.
Sie wollten es kaum glauben, daß dieses zarte, junge Weib, das zur Schönheit erblüht war, jene Rosmarie sei, die sie seit einem halben Jahre nicht mehr gesehen hatten.
tFortsetzung folgt.)