Es Mrd bekarint AèNâcht:
Die Tagungen der Caureferenten „Kraft durch Freude e-ttien-Naffau" finden in Zukunft jeden Montag, abends 7—8 Uhr, im Verbandshaus, 4, Stock, Zimmer 4, statt.
gez.: W. Becker,
Landesobmann der NSBO.. und Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfront Hessen und Hessen-Nassau
Tirol vor dem wirMaMche-n I^chMMMHrvch.
Furchtbare Folgen der Do Miß-Politik.
Der Tiroler Handels- und Gewerberat, die Spitzen- körpekschaft sämtlicher Handels- und Gewordevervände in Tirol, faßte einstimmig eine Entschließung, in der darauf verwiesen wird, daß
die Lage, in der sich die Tiroler Wirtschaft befindet, unhaltbar
sei. Das heimische Wirtschaftsleben liege völlig darnieder, die G a st st ä t t e n seien verödet, die Betriebe ständen still. Eine Besserung der Lage könne so lange nicht erwartet werden, als die gegenwärtigen außerordentlichen Verhältnisse,
besonders auf dem Gebiete des Tiroler Fremdenverkehrs,
andauern. Bei weiterem Anhalten der gegenwärtigen unleidlichen Zustände verdorrten Kultur und Wirtschaft. Die Wirtschaftsnot fei um so trostloser, als niemand ein Ende dieser furchtbaren wirtschaftlichen Zerrüttung absehen könne. Daher müßten auch alle Teilmaßnahmen auf wirtschaftlichem Gebiet nur Stückwerk bleiben, da ihnen ein
Erfolg im Hinblick auf den durch die innerpolitische Lage heraufbeschworenen Zwist mit dem deutschen Mutterland versagt sein müsse.
Zum Schluß heißt es: ©a^ Präsidium des Tiroler Handels- und Gewerberates weist erneut darauf hin, daß ein gänzlicher Zusammenbruch des tirolischen Wirtschaftslebens nur durch die Wiederherstellung der alten freundschaftlichen Beziehungen zum Deutschen Reich aufgehalten werden kann. Unter Zurückstellung aller anderen Fragen müsse daher die rascheste Wiederherstellung dieser durch Volksbewußtsein, Geschichte und Wirtschaft bedingten Freundschaft erste und vornehmste Pflicht unserer Regierung sein.
Ende emss Bergarbeiisrstreiks rmier Tage.
Die Belegschaft der Helene-Grube bei Sosnswitz, die seit zehn Tagen wegen unregelmäßiger Lohnzahlungen unter Tage streikte, hat den Kampf aufgegeben. Bevor das Ultimatum abgelaufen war — es wurde den unter Tage streikenden Bergarbeitern angedroht, sie
mit Polizeigewalt
aus der Grube zu entfernen —, war noch einmal mit den Bergarbeitern verhandelt worden. Es wurde ihnen versichert, daß der Streik für die Belegschaft
keinerlei nachteilige Folgen
habe, und daß keine Entlassungen vorgenommen würden. Man würde sich bemühen, die Arbeitsverhältnisse auf der Grube in Ordnung zu bringen. Daraufhin verließen die 120 Bergleute nach zehntägigem Aufenthalt unter Tage den Schacht. Die Bergleute waren völlig entkräftet.
Weiterer Sieg im Kampf gegen Hunger und Katte.
Hervorragende Dankesleistung des Winterhilfswerks an die Landesbauernschaft
Hessen-Nassau.
Zur Belohnung der in die Hunderttausende von Zentnern gehenden Lieferungen von Kartoffeln und Brotgetreide durch den Landesbauernstand Hessen-Nassau hat das Winterhilfswerk Hessen-Nassau sich entschlossen, mehrere 100 000 Dosen Rindfleischkonserven durch das einheimische und einschlägige Gewerbe (Fleischindustrie) innerhalb der nächsten 4 Wochen herstellen zu lassen. Es werden rd. 500 Stück Großvieh aus dem Frankfurter Markt herausgenommen. Dadurch wird er Großviehmarkt entlastet und eine Liierung der Lebendviehpreise herbeigfllhrt, die sich bekanntlich seit mehr als 3 Jahren auf einer für den Bauernstand völlig unzureichenden Höhe bewegen.
Bereits um die Jahreswende hatten das Metzgerhandwerk und der Lebensmittelhandel größere Mengen von Fett an die bedürftige Bevölkerung im Auftrage des Winter- hllfswerkes verausgabt, wodurch die SchMekneerzeuMng und das einschlägige Handwerk und Gewerbe sine günstige Belebung erfahren hatten. Die oben genannte Maßnahme beschränkt sich auf die Besserung der Rindfleifchversorgüng. . Für die Herstellung der Rindfleischkonserven dürfen nur solche Tiere geschlachtet werden, die im Bezirk des Winter- hüfswerkes Hessen-Nassau gehalten worden sind. Zahlreiche gewerbliche Arbeiter finden in der einheimischen Fleischindustrie Beschäftigung, einer Industrie, die hohe Qualitäts- wistungen schon seit Jahren hervorbringt (Frankfurter Würstchen und sonstige Fleischkonserven) und deren Absatz un In- und Ausland in den letzten Jahren zurückgegan- gen ist.
Es wäre zu wünschen, wenn ätich in den übrigen Teilen des Reiches diese Maßnahmen beispielgebend wirken zum ^egen unserer deutschen Volkswirtschaft und als Beweis engster Schicksalsverbundenheit aller DetRfsMMe.
Schweres Autsungttick bei Wdlnhüiifrn.
1 Toter, 3 Berl e ß t e.
er-
. Gelnhausen, 26. Jan. Gestern abend gegen 8 Uhr «gnete sich in der Nähe von Lieblos in der Kurve zwischen dugschranke und dem Eutshof Neuherberge ein schweres Autounglück. Ein Hanauer Darmhändler passierte mit sf- lem Auto, von Gelnhausen kommend, die Straße. Aus ent- g^gengesetzter Richtung kam das Auto des Würzburger Rei- Wvertreters Karl Gertler, in dem der Pächter des Eelu- MNser Kurhauses Wenzel als Mitfahrer saß. In der ^urve prallten beide Autos mit großer Wucht zusammen. ^Würzburger Wagen flog gegen einen Baum, während " „ Hanauer Wagen uinstürzte. Die Insassen beider Wagen teils schwer verletzt in das Geluhäuser Krankenhaus Wittert. Die Verletzungen des Refsevertreters Gertler nvJ?n so schwer, daß er noch gestern übend starb. .Kurhags- Wenzel hat Kopstwrletzungen und. eine Gehinicr- iMterung, zwei weitere' Aütoiusassèn haben ebenfalls
Jugend
Ihre Aufgaben und Ziele.
Anläßlich der Reichsführertagung der Hitlerjugend sprachen auf der großen Schlußkundgebung in Potsdam Reichsbauernführer Darre, Reichsjugendführer Baldur von Schi rach und Staatsrat Meinberg zu der Führerschaft der deutschen Jugend.
In feinen Begrüßungsworten wies Baldur von Schirach auf die enge Verbundenheit des weltanschaulichen Kampfes des deutschen B a u e r n und der deutfchen Fügend hin. Alle Arbeit an der Jugend sei sinnlos, wenn sie nicht von der Scholle ihre tragenden Impulse -erhalte. Jeder, der an der Jugend des nationalfozialtstischen Deutschland arbeite, fei in höherem Sinne Bauer. Baldur von Schirach erörterte dann die in Aussicht genommenen organisatorischen Maßnahmen der engen Zusammenarbeit zwischen Reichsnährstand und der in der Hitlerjugend vereinten Landjugend.
Reichsbauernführer R. Walther Darrs erklärt« unter dem begeisterten Beifall der Jugendführer, daß
das Einigungswerk zwischen Bauer und Jugend einmal historische Bedeutung erlangen werde. Durch den uneingeschränkten Zusammenklang des weltanschaulichen Kampfes des Bauerntums und der deutschen Jugend sei das Fundament des Dritten Reiches gesichert. Aus der deutschen Jugend entstehen unserem Volk jene Bauern, Arbeiter und Soldaten, die den Bestand unseres nationalsozialistischen Deutschland garantieren. Der Kampf der Reaktion aller Schattierungen sei genau so wie gegen das Bauerntum auch gegen unsere Jugend gerichtet. Immer wieder versuchten bestimmte Kräfte,
die Ziele der deutschen Jugendbewegung zu verfälschen.
Kopfverletzungen erlitten. Die beiden Autos wurden schwer beschädigt. Heute morgen erschien eine Eerichts- kommission an der Unfallstelle, um die erforderlichen Feststellungen zu machen.
Falsche 10- und 20-RM.-Srheine im Verkehr.
Frankfurt a. M., 26. Jan. In der Tagespresse ist wiederholt auf den Umlauf von falschen 10-RM.-Scheinen, Ausgabe vom 11. 10. 1924, hingewiesen worden, die, obgleich als Fälschung leicht erkennbar, immer wieder im Zahlungsverkehr auftauchen, ohne daß es bisher gelungen ist, den Hersteller oder Vertreiber dingfest zu machen. Auch in den letzten Tagen sind wieder einige dieser Falschscheine in Frankfurt a. M. angehalten worden. Es handelt ach dabei um die erste Ausgabe von 10-RM.-Scheinen, die mit dem 31. 1. 34 ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel verlieren. Schon seit Jahren ist diese Serie ^on Geldscheinen nur noch in ganz geringer Zahl im Verkehr. Bei der Annahme von 10-RM.-Scheinen ist ein besonderes Augenmerk auf zerrissene und wieder zusammengeklebte zu richten. Das Wasserzeichen ist fast ausnahmslos nur in dem unbedruckten Teil neben dem Kopfbild sichtbar. Die Pflanzenfasern fehlen. In den Nummern der Scheine sind regelmäßig die Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 8 und 9 in verschiedener Zusammenstellung enthalten. Die einzelnen Zahlen fallen besonders durch ihre schlechte Nachbildung zueinander auf. Die einzelnen Farben der Ornamente auf.der Rückseite stehen ungleichmäßig und schlecht paffend übereinander gedruckt.
Auch von den Noten zu 20 RM. der 1. Ausgabe vom 11. 10. 24 sind wieder einige Stücke im Verkehr beobachtet worden, die besonders an dem verschwommenen weiblichen Kopfbild bei einiger Aufmerksamkeit erkennbar sind. Das nachgeahmte Wasserzeichen erscheint hellbraun und hebt sich besonders scharf ab, während bei den echten Scheinen die Umriffe weicher und verschwommener sind. Das Vublikum wird auf diese Fälschungen erneut aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, daß die Reichsbank in jedem Falle, in dem es zur Aushebung der Fälscherwerkstätte kommt, eine Belohnung bis zu 3000 Mark zahlt.
Aus Hessen nnd Rachbargebieten.
Wetterbericht.
'Bereits am Freitag machte sich mit südwestlichen Winden die Zufuhr milder ozeanischer Lust geltend. Sie gab Anlaß zu Bewölkungszunahme und zu Regen. Da im Westen der Luftdruck bereits wieder ansteigt, über Nord- und Mitteleuropa aber rwch verbreitet fällt, wird die Zufuhr ozeanischer Lustmassen zunächst noch anhalten. — Vorhersage bis Samstag abend: Meist bewölkt und noch Neigung zu leichten Niederschlägen, bei südwestlichen Winden weitere Milderung. — Witterungsaussichten für Sonntag: Meist wolkiges und verhältnismäßig mildes, über im wesentlichen trockenes Wetter.
- Fulda, den 27. Januar 1934.
Am Wochenende.
Kölnische Welt — während wir im Schloßgarten Schlittschuh laufen, ftöhüèn die Menschen in Buenos-Aires über Hundstagshitze, Hitzewellen und dergleichen. Ein bißchen Neid könnte die Bewohner der „nörlich gemäßigten Zone" befallen bei dem Gedanken an die Glücklichen, die im Winter unter Palmen wandeln und eisschlürfend in den Strand- cafès die 'Hitzewelle möglichst „paralisierew'. Der Fuldaer meint dazu in feistem gfüüd'eu Heimatgefühl: „ich mögkd's göainet anefchd gchoa, als vce' e eß — im Sommer heiß ost im Wè'èüder tüald'F Für ihn ist es auch besoüders schwer, in fernen Ländern 'Würfel zu süssen. Jm'mer begleitet ihn das stille Heimweh an sein altes Fulda. Es kamv or, daß ein Fuldaer, der schon 40 Jnhre in Buenos-Aires gelebt hatte, plötzlich Stellung, Amt, Würden und alles aufgab, sich nach Deutschland einschiffte und' aus schnellstem Wege nach feister Hennatstad Fulda eilte. Ein amerilanrfches Lüftfährzdug, welches den Namen „F ul da" führte, hatte sein stilles Heimweh zuivlodernden Flämme entfacht. „Kai zehe Tüll Hädde mich gehalle . . ." Wenn sich nun die Fuldaer daran machen, auch wieder in der Fastnachtszeit zu den Bräuchen der Väter zurückzukehren, so spricht da auch ein gewisses Heimweh mit, immer sprach man davon — die Jungen wollten es zuletzt kaum glauben, daß es in Fulda jemals einen richtigen Karneval gegeben habe. Konnte man cs sich vorstellen, daß, wie in Mainz oder in Köln, die ganze Stadt eine Narrengemeinde sein könnte? Es war Meßt ein unvorstellbarer Gedanke, daß Würde, Kastengeist, Dunkel in verschiedenen harmlosen und weniger harmlosen Formen überwänden weiden konnten. Das 3. Reich gibt nun titln Polke seine Freude wieder! Tenn — nicht aus Vepgnü'güügssu'cht üü dB Übermut hängen die MensH'en an diesen harmlosen Freuden, es ist ein großes Stück H d'i m a t,
voran!
Die Geschichte biete dafür zu allen Zeiten zahlreiche Beispiele. Das Ringen der Weltanschauungen sei noch in keiner Weife entschieden.
Nachdem die immer noch in reichem Maße vorhandenen Gegner aus allen internationalen Lagern den wirtschaftspolitischen Kampf im Grundsätzlichen verloren haben, beginne jetzt in kulturpolitischer Hinsicht das Ringen um die deutsche Zukunft. Jetzt gelte es, durch Bauern und Jugend gemeinsam der Erkenntnis des Blutes und der Rasse, des Bodens und der Heimat zum Durchbruch zu verhelfen. Bauer und Jugend gehören — wie sie von Hermann dem Cherusker bis Heinrich dem Löwen, von Hutten bis zu Hitler in allen revolutionären Kämpfen gemeinsam gefochten haben — zusammen.
Unter nicht endenwollendem Beifall schloß der Reichsbauernführer mit den Worten: „Kein Kampf ist unmöglich, kein Sieg ist ausgeschlossen, so lange ein wahres Führertum zum äußersten Kampf entschlossen und bereit ist, lieber unterzugehen, als den Sieg fahren zu lassen. Des Sieges Anfang ist der Mut!"
Anschließend sprach der Reichsobmann für die bäuerliche Selbstverwaltung, Staatsrat Meinberg, über die Zusammenarbeit von Jugend und Bauerntum. Der Jugend sei die große Aufgabe überantwortet, dafür zu sorgen, daß die weitreichenden Ziele der nationalsozialistischen Revolution von keiner Seite verfälscht werden.
Baldur von Schirach schloß die eindrucksvolle Kundgebung mit einem Sieg Heil auf den Führer Adolf Hitler und dem Gelöbnis, daß die Jugend ihre Aufgabe erkannt habe und dafür forgen werde, daß es der Reaktion in keinerlei Gestalt gelingen werde, auf die deutschen Geschicke Einfluß zu nehmen.
das sie wieder entdeckt haben. Der rheinische Dichter Franz Gerster jr. drückt diesen Gedanken so schön aus in seinem Chorlied, es heißt da u. a.:
„Die Fastnachtsfreud' ist nicht nur Uebermut,
Nicht toller Jux und ausgelassenes Treiben.
Sie birgt als Kern ein wahrhaft köstlich Gut.
So ist es heut, und wird es immer bleiben.. .
Warum sollte nun der Fuldaer Karneval nicht eine „große Sache" werden wie in Mainz oder in anderen Städten am Rhein? —
Im Auftrage Adolf Hitlers wurde eine Karikaturensammlung herausgegeben unter dem Titel „Der Führer lacht". Da sieht man beispielsweise, wie das deutsche Volk gefesselt durch ein dunkles Tor geführt wird im Tritten Reich. Irgendein ausländischer Zeichner hatte da vielleicht seinem eigenen innersten Wunschtraum Ausdruck gegeben. Haben wir nun nicht den glänzendsten Gegenbeweis für alle diese feindlichen Agitationsmethoden?^ Lebt nicht überall in Deutschland die Freude wieder auf?! So ist es auch hier in Fulda genau wie am Rheine:
„Parteien, Notverordnung, Genf, Schmarotzer, Schieber, Schwarzrotsenf, Des Zeug is uns aach hier, o Graus, Gewächse bald zum Hals heraus."
Deshalb: Heraus aus flauer Stimmung und hinein in den Humor. Kraft durch Freude---
Die Tage „langen", -und langsam macht sich der Januar auf die Socken. Zwar gab es Tage, an, denen man glauben konnte, der Winter habe sich schon „in seine rauhen Berge" zurückgezogen — aber es ist nur ein Bexierspiel, er hat sein Regiment noch nicht aufgegeben und kann sich noch recht bemerkbar machen. Der Februar tut uns das Tor zum Frühling weit auf, die Fastnacht ist in diesem Jahre kurz aber gehaltreich. Den Tagen der ausgelassenen Fastnachts- sreude wird auch heuer der Aschermittwoch folgen, aber niemals wieder wird er so grau und hoffnungslos heraufdämmern, wie in den Jahren der deutschen Erniedrigung. Vorerst folgen wir der Parole, die vom Rheine kommt:
„Toch nun zu uns ins Reich der Narretei, — Auch hier weht neuer Geist durch alte Bahnen, In Wort und Lied bekennen wir uns frei Zu unsres Führers sieggekrönren Fahnen. Sie führen uns durch Nacht zum Licht empor, „Gemeinnutz soll am Eigennutz" uns hindern, Wenn Hunger nagt, wenn Kälte plagt, die Not zu lindern. Sei die Parole: Wohltun durch Humor"?
(Eugen Becker).
Was gibt es sonst noch in Fulda? Worüber spricht man? — Das große Thema der vergangenen Woche war halt,die Faschingszeit und dieses Thema wird auch in den nächsten drei Wochen in der Öffentlichkeit herrschen und zum Orkan anschwellen. Prinz Otto 1. (genannt „Törtche") mit seinem Hofstaat regiert — kein Fuldaer darf im Gefolge der närrischen Hoheit fehlen! Wir müssen zeigen, daß wir nichts zu importieren örmrcheü an Witz und guten Einfällen, wir müssen unseren Fuldaer „-trockân" Humor unter dem Scheffel hervorholen und ichn in der Öffentlichkeit leuchten lassen!
Kraft du r-ch Freude!
A. M.
Einzelrichter-Sitzung.
Der 22jährige 'Arbetter P. M. aus Bachrain, jetzt im Arbettsdkenstlager Gersfeld, hatte hn vergangenen Jahr für einen Schweiiiehü-ndler aus Schwarzbach Gelder eintaffiert und die Beträge nicht abgtzlifert. Ferner patte er auf dem Schweinemarkt in Fulda einen Käufer von Ferkeln als zahlungfähig göschiWert, obwdhl er den betreffenden Käufer gar'nicht faniste. Wegen Betrugs wurde M. zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt. — Dem vorbestraften Arbeiter L. in Eichenzell war wegen Forstdiebstapis ein Strafbefehl über 5,60 Mark und 2,80 Mark für Wertersatz zugegangen, gegen den er Einspruch erhob. Das Arteil des Einzelrichters lautete auf 1,50 Mark Geldstrafe und 50 Pfennig Werteriatz, wozu noch die Kosten des Termins kommen. — Der Buü- druckereibesitzerin Frau A. war ein Strafbefehl über^200 Mark angegangen, weil sie im Frühjahr ein statistisches Formular für den Warenverkehr nach dem Auslande ohne Genehmigung des Statistischen Reichsaintes in größerer Menge hergestellt hatte. Der Einzelrichter erkannte auf Frei- sprechung.
Apothekendienst.
Nacht- und Sonimigsdienst ab heute abend 8 Ahr bis nächsten Samstag einschließlich: L ö w e n a p o t p c k e. Die H i r s ch a p o t h e k e für Bedarfsfälle ständig geöffnet.