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Am AMMMM.

Wetterbericht.

Auf dem Ozean herrscht lebhafte Wirbeltätigkeit, die sich bis England und Skandinavien hin mit kräftigen Druck- änderunaen und Ausläufern bemerkbar macht. Zur Zeit ist über England unter verbreiteten und ergiebigen Regen- fallen die Entwicklung einer neuen derartigen Teilstörung im Gange. Ihr Weg wird aber wesentlich nach Nordosten aehen und das Festland nur schwach streifen. Hier ist unter dem Einfluss des weiterhin sich verstärkenden Hochdruck­gebiets vorwiegend trockenes und in den Niederungen nebliges Wetter, teilweise mit Frost, au erwarten. Die höheren Lagen der Mittelgebirge erfreuen sich dagegen hei­teren Himmels und verhältnismässig hoher Temperaturen. Vorhersage bis Mittwoch abend: Fortdauer des trüben und vielfach nebligen Wetters ohne wesentlichen Nieder­schlag bei schwachen veränderlichen Winden vielfach leichter bis mässiger Frost, Berge heiter. Witterungsaussichten für Donnerstag: Weiterhin überwiegender Hochdruck- einfluß.

* Fulda, den 10. Januar 1934.

Mitteilungen der NS.-Dienststellen.

Schulungsarbeit der NSDAP, im Stadtkreis Fulda.

An alle Pg.,

SA.- und SS.-Männer und SA.- und SS.-Anwärter.

1) Die vom Eauschulungsamt angeordneten Schu­lungskurse werden organisatorisch in der Weise durch­geführt, daß die Zellen je einer Sektion zu einer Schulungs­einheit zusammengefaßt werden. Es entsprechen also den vier Sektionen im Stadtkreis Fulda vier Schulungs­einheiten.

2) Der S ch u l u n g s st o f f ist für jede der vier Schu­lungseinheiten der gleiche.

3) Der gesamte Schulungskursus umfaßt für jede Schulungseinheit neun Schulungsabende. Diese finden sämtlich im 'großen Saale des ev. Gemeinde­hauses statt, und zwar wöchentlich vorerst zweimal, so daß bis auf weiteres jede der viex Schulungseinhèiten alle 14 Tage einen Schulungsabend hat. Grundsätzlich liegen die Schulungsabende für jede Sektion stets auf demselben Wochentage, und zwar auf Dienstag bzw. Freitag. Die Schulungen beginnen pünktlich 8.30 Uhr abends.

4) Die Teilnahme an dem gesamten Schulungskursus ist für alle Pg., SA.- und SS.-Männer und die SA.- und SS.- Anwärter Dienst. Unentschuldigtes Fehlen oder Fehlen ohne triftigen Grund wird als Interesselosigkeit und Jn- disziplin gewertet.

5) Ter Schulungskursus beginnt am Freitag, den 12. Januar, mit der Sektion Ost.

Es folgen Sektion Süd am Dienstag, den 16. Januar, Sektion West am Freitag, den 19. Januar, Sektion Nord am Dienstag, den 23. Januar.

Die Schulung an diesen vier Abenden hat Pg. Schwei- k a r t. Der Terminkalender für 14 Tage wird jeweils vor­her durch die Presse bekannt gegeben.

6) Zur Durchführung der Schulung überhaupt, vor allem in den Zellen, wird unabhängig von dem jetzt ein­setzenden allgemeinen Schulungskursus für jede Sektion ein Schulungsobmann ernannt, und zwar

für Sektion Nord Pg. Junker, für Sektion Ost Pg. Wolf, für Sektion Süd Pg. Lohmüller, für Sektion West Pg. Riemenschneider.

gez. E h s e r, Kreisleiter.

gez. Schwei kart, Kreisschulungsleiter.

Nationalfozialistifchr Lehrerbund.

Die für Samstag, den 13. d. M., vorgesehene Versamm­lung des Bezirks 3 fallt an diesem Tage aus. Die nächste Versammlung findet erst am Samstag, den 20. d. M., 3 Uhr nachmittags im evangelischen Gemeindehaus statt. Bis dahin hat auch eine Unterredung unseres Reichsleitsrs Pg. Schemm mit dem Leiter der deutschen Erziehergemeinschaft, Senator von Hoff, stattgefunden, in der die noch offenen Fragen über das Verhältnis der beiden Erzieherverbände " zueinander geklärt werden sollen. Der Kreisobmann.

Um Deutschlands Kolonien.

Ein Lichtbildervortrag im Evangelischen Gemeindehaus.

Im Auftrage der hiesigen Frauenverbände hielt gestern abend im gut besetzten Evangelischen Gemeindehaus-Saale Frau von Baumbach, geb. von Holleben, vom Frauen­bund der Deutschen Kolonialgesellschaft einen Lichtbilder­vortrag über das ThemaDie deutschen Frauen in unseren Kolonien. Es sei vorweg gesagt, daß sich die vortrefflichen Ausführungen der Rednerin natur­gemäß nicht nur auf das Frauenleben in unseren frühe­ren Kolonoien beschränkten, sondern daß sie vielmehr ein interessantes und reichhaltiges Bild über düs deutsche Volks­tum in den deutschen Afrika-Kolonien gaben. Nach kurzen Dankesworten an die hiesigen Frauenvereine, die sich für die Veranstaltung dieses Vortrages einsetzten und auf diese Weise den deutschen Kolonialgedanken unterstützten, hob Frau von Baumbach hervor, daß der Kolonial-Frauenbund durch den Raub unserer Kolonien auf Grund des Schand­vertrages von Versailles sein Aufgabengebiet nicht einzu­schränken braucht, sondern daß es gerade jetzt von unge­heurer Bedeutung ist, den Kolonialgedanken'im deutschen Volke wachzuhalten und unsere deutschen Volksgenossen und unsere deutsche Jugend, die noch in den Kolonien verblie­ben, zu betreuen und ihnen zu beweisen, daß sie vom Mut­terland nicht vergessen wurden. In den Nachkriegsjahren war für die Deutsche Kolonialgesellschaft ein schwieriges Arbeiten, da sich die damaligen Regierungen, namentlich aber die Mehrheit der Parlamentarier gegen die Förderung des Kolonialgcdankens wandten, da die Unterhaltung von Kolonien angeblich dauernde Zuschüsse verlange. Die Red­nerin wies hierzu nur auf die Rentabilität unserer Ko­lonien Togo und Süd-West-Afrika hin, die bereits vor dem Kriege beträchtliche Ueberschüsse aufzuweisen hatten. Auch die übrigen Kolonien waren in dem Augenblick, in dem sie uns genommen wurden, so weit fortgeschritten, daß sie uns Rohstoffe liefern und deutsche Jndustrieerzeugnissè ab­nehmen konnten. Frau von Baumbach zeigte sodann eine große Bilderserie aus Deutsch-Slldwest und Ost-Afrika, die einen tiefen Einblick in deutsches Kolonialschaffen gab, die aber auch bei allen Anwesenden wehmütige Erinnerungen an die einstige Größe uikd Stärke Deutschlands hervorrief. Zu warmen Worten ging Frau von Baumbach des weiteren auf die großzügige Hilfeleistung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaften den Deutschen in den Ko­lonien gegenüber ein und hob dabei besonders die unver­geßlichen Taten der früheren Leiterin des Kolonial-Frauen- bundes Frau von Bredow hervor, die sich in ausopfern- der und selbstloser Weise stets für den Kolonialgedanken und die deutschen Volksgenossen in den Kolonien einsetzte. Zum Schluß ihrer Ausführungen, die mit lebhaftem Beifall ausgenommen wurden, bat die Rednerin die anwesenden

SoL er Kaufmann werden?

Von H. Wolf, D.H.V.

Eine der wichtigsten Entscheidungen im Leben der Eltern ist die Wahl des Berufes für ihre Kinder. Sie be­schäftigt schon heute die Eltern, deren Junge kommende Ostern die Schule verläßt. Was soll er werden? Von der Lösung dieser Frage hängt wesentlich das Glück oder Unglück ihres Kindes ab. Wichtig für diese Entscheidung ist die Er­gründung der Neigungen des jungen Menschen; denn leider zu oft entsprechen Die geäußerten BerufswUnsck)e nur Zu­fallsneigungen. Sind sie ergründet, dann ist mit Sachlich­keit zu prüfen, ob der Junge auch für den gewählten Beruf die nötige Eignung hat. Für diese Eignungsprüfung ist allerdings die Kenntnis der Anforderungen des betreffen­den Berufes notwendig, die er an Geist und Körper stellt. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, zu glauben, daß schwächliche Knaben insbesondere für den Kaufmannsberuf geeignet seien. Ferner sind es auch die Fortkommens­möglichkeiten im Berufe, die eine besondere Erwägung ver­dienen. Ist man sich über diese Fragen klar geworden und ist die Entscheidung dahingehend gefallen, den Jungen Kaufmann werden zu lassen, dann ist

die Wahl der Lehrstelle,

die Wahl des richtigen 'Lehrherrn an der Reihe. Hier muß besondere Vorsicht walten, um nicht Gefahr zu laufen, daß der Lehrling bei dem einen oder anderen Lehrherrn weni­ger als Lehrling, sondern vielmehr als billige Arbeitskraft betrachtet wird. In all diesen Fragen steht neben den Be- rufsberatungsämtern in bezug auf den kaufmännischen Be­ruf die einzige Berufsorganisation der Kaufmannsgehilfen, der DHV., den Eltern mit Rat und Tat kostenlos zur Seite.

Trotz der erschreckenden Auswirkungen der Rationalisie­rungsmaßnahmen des vergangenen Wirtschaftssystems sind wir der Meinung, daß

der Kaufmannsberuf gerade heute wieder gute Aussichten für "die Zukunft bietet.

Aus aus rein volkswirtschaftlichen Erwägungen ist ein tüchtiger Nachwuchs im Kaufmannsberuf unerläßlich. So findet der begabte, regsame und vorwärts- st redende Schüler auch für die Zukunft sicher noch einen erfolgreichen Weg. Die Wirtschaft braucht diese Menschen jetzt noch mehr als bisher, da es einst von ihrer Tüchtig­keit abhängen wird, wie weit verloren gegangener Boden dem deutschen Markt wieder zurückerobert werden kann.

Für den beruflichen Erfolg des jungen Menschen ist die Wahl des Geschäftszweiges und der geeigneten Lehrstelle in erheblichem Maße mitbestimmend. Tie Lehre in einem Großbetriebe ist im allgemeinen weniger erfolgreich als in einem mittleren oder Kleinbetrieb. Das hängt mit der in modernen Großbe­trieben eingeführten Arbeitseinteilung zusammen, die es dem Lehrling oft nicht ermöglicht, den gesamten Arbeits­gang mit dem notwendigen Ueberblick zu verfolgen. Selbst­verständlich gibt es auch Großbetriebe, die in bestimmter Ordnung ihre Lehrlinge alle Abteilungen durchlaufen las­sen und ihnen so eine vollkommene Ausbildung garantie­ren. In den kleineren und mittleren Betrieben dagegen kann sich ein geweckter Lehrling viel leichter einen Ueber; blick über die Vorfälle verschaffen, was für die berufliche Entwicklung des jungen Menschen die Hauptsache ist. Der­jenige Kaufmann, der nicht bestrebt ist, über seinen Ar-

Damen, sich nach Kräften für die deutsch- Kolonialsache ein­zusetzen und die Arbeit des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft durch Beitritt zu diesem Bund zu unter­stützen.

Neue Gastlichkeit.

Man hört jetzt sc viel von ihr reden, von der neuen Gastlichkeit, und man wird häufig gefragt, was damit gemeint sei. Nun, das ist eigentlich gar keine neue Sache, sondern in den kleineren Orten hat sie sich längst durch- gesetzl. Aber in diesem Falle scheint ausnahmsweise die sonst beweglichere Großstadt nicht rechtzeitig nach­zukommen.

Zur Gastlichkeit früherer Zeit gehörte es, daß man einen gesegneten Hunger mitbrachte und den Gaben der Tafel möglichst Ebre antat. Die Hausfrau war sonst beleidigt, und man konnte es ihr auch nachfühlen, wenn man bedachte, wie viele Laufereien die Vorbereitungen verursacht hatten und wie viele Stunden am heißen Küchenherd nötig gewesen waren, ehe die vollen Schüsseln auf dem Tisch dampften.

Aber nun haben die meisten von uns sich längst ein- schränken müssen und außerdem machen wir im neuen Reiche aus der Sparsamkeit eine Tugend. Man hatte doch auch manchmal, wenn man eingeladen war, das be­drückende Gefühl: Was sich die armen Leute, die doch auch nichts übrig haben, ihre Gastfreiheit kosten lassen!

Darum wollen wir aber auf den eigentlichen Zweck solcher Veranstaltungen, auf die Pflege der G e in ü t l i ch - feit und edlen Geselligkeit, nicht verzichten. Und da gibt es ein sehr einfaches Mittel: Man lädt nach dem Abend­essen ein. Man sitzt dabei keineswegs trocken, sondern man trinkt Tee und dazu werden zwischendurch kleine, bunt belegte Brotschnitten oder auch etwas Gebäck für die Damen gereicht. Nur tritt die Versorgung des Magens in den Hintergrund und dafür gewinnt die Unterhaltung um so mehr Raum.

Es gibt Orte, wo unter den Hausfrauen ein wahrer Wettbewerb ausgebrochen ist, diese Art der Gastlichkeit mit möglichst geringen Geldkosten so anregend wie denkbar zu machen, und man glaubt gar nicht, wie erfinderisch unsere Hausfrauen sind und wie wobt sich die Gäste dabei fühlen. Vor allem hat man dabei den einen Gewinn: Früher konnte man immer nur einen bestimmten Kreis von Be­kannten cinladcn und das verpflichtete in gewisser Weise wieder zu Gegenleistungen. Jetzt ist man in der Lage, den Kreis bedeutend zu erweitern. Man braucht sich nicht auf ein, zwei Abende während des Winters zu beschränken, die immer lange vorher beraten und berechnet werden mußten. Auch wenig bemittelte Familien können einmal in der Woche offenes Haus halten, und manche gelockerten Bande mit Bekannten, die man über tags nicht zu sehen bekommt, knüpfen sich wieder fester. Vor allem ist auch das j u n g e V o l k, das die großen Einladungen oft schrecklich steif und langweilig gefunden hat, mit der Neuerung sehr einverstanden.

Und für die Zukunft entscheidet die Jugend ja doch. Die Älteren aber müssen die Sache einfach ausprobieren. Sie beginnt, wie gesagt, große Mode zu werden, es ist bereits so weit, daß die Damen sich gegenseitig ihre Re­zepte für die bunten Platten, die kein Loch in das Haus­haltsgeld reißen dürfen, austauschen, und alle, die einen Versuch mit der neuen Gastlichkeit gemacht haben, finden das eine: Man benh an solche Abende gern zurück, lind das ist doch die Hauptsache!

deitsplatz hinauszuschauen und nicht die Fähigkeit besitzt, feine Arbeit in den Gesamtbetrieb sinnvoll einzugliedern, wird niemals zu leitenden Posten herangezogen werden, sondern immer nur zur Verrichtung von Teilarbeiten ver­urteilt sein. Ein ganz großer Fehler wäre es, schon die Lehrlinge auf bestimmten Gebieten zu Spezialisten heran­zubilden.

Der Kaufmann braucht eine umfassende Gesamt­ausbildung.

Es muß später dem Einzelnen überlassen bleiben, auf wel­chem Gebiete er sich neben seiner guten Allgemeinausbil­dung spezialisieren will. Die Frage nach dem günstigsten Geschäftszweig ist sehr schwer zu beantworten. Hier muß man sich davor hüten, die Entscheidung allein auf Grund der gegenwärtigen Verhältnisse zu treffen. Ob es sich um Saisonbetriebe handelt oder um solche, deren Konjunktur keine Grenzen kennt, ist allein nicht ausschlaggebend.- Tie Erfahrung lehrt, daß tüchtige Kaufmannsgehilfen auch in anderen Branchen als der erlernten sich erfolgreich behaup­ten. Ein gut geleitetes Einzelhandelsgeschäft sichert oft dem Lehrling die beste Ausbildung, da er sich hier wert­volle Waren- und Menschenkenntnisse aneignen kann. Beide bedeuten unbezahlbrae Berufswerte. Wenn wir ein gutes Einzclhandelsgeschäft empfehlen, darf natürlich nicht an jene Geschäfte gedacht werden, die dafür bekannt sind, daß sie ihre Lehrlinge mehr zur Hausburschenarbeit als zur kaufmännischen Tätigkeit heranbilden. Es ist leider noch nicht ganz gelungen, diesen Geschäften die Berechtigung der Ausbildung von Lehrlingen zu nehmen. Wir haben aber auf Grund unserer Erfahrungen die Möglichkeit, Rat­suchende entsprechend zu unterrichten. Hat der junge Mensch eine gute Lehre im Einzelhandel hinter sich, dann findet er sicher in einer seiner Branche entsprechenden Groß­handlung Gelegenheit, die guten Warenkenntnisse zu ver­werten und sich die erforderlichen Kenntnisse im Büro an­zueignen. Gute Lehrstellen bieten im allge­meinen arch kleinere und mittlere Fabri­kationsbetriebe. Sprachbegabte Jungen werden sich in erster Linie bei Exportfirmen unterzukommen bemühen, um »ich in praktischer Verbindung mit dem Auslande recht­zeitig den Weg dorthin zu bahnen. Wir müssen wieder da­hin kommen, daß die deutschen Kaufmannsgehilfen ins Ausland gehen und den deutschen Erzeugnissen wieder zu einem großen Absatz auf dem Weltmarkt verhelfen. In der Erkenntnis der Wichtigkeit dieser Frage eröffnete der DHV. in London, Newyork, Paris und Barcelona eigene Sprach­schulen für die Kaufmann-gehilfen. So bietet also der DHV. seinen Mitgliedern, von dem Lehrling bis zum Kaufmann im Auslande, Gelegenheit, sich in jeder Be­ziehung den nötigen Rückhalt zu sichern. Es empfiehlt sich deshalb auch für die neuen Lehrlinge, vor Beginn ihrer Lehrzeit eingehende Erkundigungen über den zu wählenden Lehrbetrieb einzuholen.

Sind also die körperlichen und geistigen Voraussetzungen erfüllt, die an den Kaufmannsberuf gestellt werden" dann erschließt sich dem Jungen mit der Wahl dieses Berufes ein großes Aufgabengebiet, das er bei fleißiger Arbeit im Ge­schäft in Verbindung mit der Kaufmannsschule des DHV. erfolgreich bearbeiten kann.

Arbeitstag der NS.-Frauenschastsleiterinnen des Kreises Fulda-Land.

Am Sonntag, den 7. Januar, fand im Bürgerverein der Arbeitstag dieses Monats der NS.-Frauenschaftslei- terinnen des Kreises Fulda-Land statt. Nach dem gerne.n= samen Gesang des LiedesHarre meine Seele" begrüßte die Kreisleiterin, Pgn. Else Schmidt, ihre Frauenschafts­leiterinnen und dankte ihnen herzlich für all die geleistete Arbeit im letzten Jahre. Obgleich Kreis Fulda-Land zum Notstandsgebiet gehört, sind von den vierzehntausend Vierpsundbüchsen an Gemüse und Obst für die Stadt Kassel von unseren Frauenschaften allein zwölfhundert eingekocht worden, zahlreiche Lebensmittelpakete und viel an Näh- und Strickarbeit für das Winterhilfswerk abgeliefert wor­den. Einhundertfünfzig Kinder aus Kassel und Fulda fanden bei ihnen während der Sommerferien zur Erholung Aufnahme. Trotz des kurzen Bestehens ist es der unermüd­lichen Arbeit der Kreisfrauenschaftsleitung zu danken daß die NS.-Frauenschaften des Kreises Fulda-Land Heute'über eintausend Mitglieder zählen, außerdem noch zahlreiche Gäste führen. In verschiedenen ^rauenschaften wurden Kmdcrgruppen gegründet. Für das Jahr 1934 wurden die neuen Richtlinien zur Erleichterung und Belebung der Arbeit in den Frauenschaften bekannt gegeben und erläu­tert, die Unterbringung der in nächster Zeit kommenden Saarkinder, die dem Fuldaer Kreis zugewiesen werden, ge­regelt. Besonders wies die Kreisleiterin nochmals auf die Werbung von Mitgliedern für die NS.-Volhswohlfahrt hin. Nach Besprechung mehrerer verschiedenen Anfragen vereinte noch eine gemütliche Feierstunde alle Anwesenden. Mit dem Fraucnschafts- und Horst-Wessellied und einem auf unseren Führer ausgebrachtes Sieg Heil schloß der erste Arbeitstag im neuen Jahre.

Vom Rundfunk.

Wie gestern vom Südwestdeutschen Rundfunk bekannt­gegeben wurde, spricht heute abend um 18 Uhr Herr Karl Dern, Fulda, Marktstraße, über:Kriegsminister Dern in USA." über den Südwestdeutschen Rundfunk. Der Kriegs­minister der Vereinigten Staaten von Nordamerika ist ein Vetter von Herrn Dèrn.

Fuldaer Buttermarkt.

Auf dem heutigen Buttcrmarkt kostete das Pfund Land­butter 1 RM.; Eier 11 Rpf.

Oberbimbach, 10. Jan. (Großfcuer.) Gestern nach­mittag entstand in dem Anwesen des Landwirts Josef Schreiner ein Schadenfeuer, dem trotz des raschen Ein­greifens der Feuerwehr das Wohnhaus, der Stall und die Scheune zum Opfer fielen. Ein angrenzender Holzschuppen des Landwirts Schlitzer wurde ebenfalls vom Feuer in Mitleidenschaft gezogen. Die Fuldaer Motorspritze wurde zur Bekämpfung des Brandes herangezogen.

Marburg, 9. Jan. (Gefängnisstrafe für einen ungetreuen Sparkassendirektor.) Vor dem Schöffengericht hatte sich gestern der frühere Direktor der Marburger städtischen Sparkasse, Müller, wegen Untreue zu verantworten. Müller wurde im September v. I. von seinem Amt entbunden und ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet, nachdem festgestellt war, daß er den ihm gewährten Kredit entgegen ausdrücklich erteilten Anwei­sungen wiederholt erheblich überschritten und unzulässiger Weise Gelder aus der Sparkasse zur Abdeckung persönlicher