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Nr. 7 Dienstag, 9. Januar 1934

Kronzeugen WDeoWandMsolge

Kürzlich wies der Reichsfinanzminister in einem Überblick über Deutschlands wirtschaftliche Entwicklung im Jahre 1933 auch darauf hin, es seienwiederholt, be­sonders auch im Ausland, Zweifel darüber geäußert worden, ob die Zahlen, die die Verminderung der Arbeitslosen in Deutschland wider­spiegeln e ch t seien". Die Quellen, aus denen diese Zweifel" stammen, und die Kreise zu erraten, die sich zum Sprachrohr dieserZweifel" machen, ist nicht allzu fchwer: Man wollte die Erfolge, die der nationalsoziali­stische Ansturm des neuen Deutschlands gegen die Arbeits­losigkeit errang, verkleinern oder, um deutlicher zu werden, als gefälscht und erlogen hinstellen! Diese infamen Ver­dächtigungen setzten schon im Sommer 1933 ein, als hier­bei die ersten großen Erfolge sichtbar wurden, die damals noch in ziemlichem Gegensatz zu der Entwicklung des Arbeitsmarktes in vielen anderen Industrieländern standen. Doch da trat nun ungerufen ein Kronzeuge für Deutschland aus, der so unverdächtig wie nur möglich war oder dem man höchstens eine gewisse Abneigung gegen das neue Deutschland nachsagen konnte! Das war das Internationale Arbeitsamt in Genf, jene Institution des Völkerbundes also, die tatsächlich von der Internationale der sozialistischen Gewerkschaften unter französischer Führung beherrscht wurde und wird. Infolgedessen sieht dieses Arbeitsamt die letztjährige Ent­wicklung in Deutschland mit keineswegs freundlichen Augen an, und es ist bekanntlich bei einer Delegierten­konferenz dieses Arbeitsamtes erst zu heftigen Angriffen auf die Vertreter derD e u t s ch e n Arbeitsfront" und dann zu einem Austritt Deutschlands aus dieser ganzen Einrichtung in Genf gekommen.

Daran mag erinnert werden, wenn dieses Inter­nationale Arbeitsamt ebenso wie schon vor einem Vierteljahr, so auch jetzt wieder die großen Erfolge des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit in Deutschland tat­sächlich anerkannte und sich die oben angedeuteten Zweifel" nicht zu eigen gemacht hat. Das Arbeitsamt konnte hinsichtlich auch des letzten Vierteljahres 1933 die erfreuliche Erscheinung feststellen, daß während dieser Zeit ein Rückgang der Arbeitslosigkeit in zwanzig Staaten gegenüber den gleichen drei Monaten des Vorjahres erfolgt sei, und daß dabei Deutschland an erster Stelle marschiere! Dasselbe Arbeitsamt hatte aber auch schon für das zweite und das dritte Vierteljahr 1933 genau die gleiche Feststellung machen können und auch entsprechende Mitteilungen veröffent­licht; wenn man also alle diese sicherlich gerade Deutschland gegenüber vorher sehr kritisch geprüften Mitteilungen zusammenfaßt, so gilt beim internationalen Kampf gegen die Arbeitslosigkeit im Jahre 1933 das durchaus nicht überheblich gemeinte, sondern in diesem Falle aus allgemein menschlichen und sozialen Gründen nur eine sehr erfreuliche Feststellung treffende: D e u t s ch- land in der Welt voran! Und dafür eben ist uns vor dieser teilweise recht mißgünstigen Welt das Internationale Arbeitsamt als Kronzeuge sehr wertvoll.

In etwas ruhiger und objektiver denkenden, aber durchaus nicht etwa deutschfreundlichen Kreisen des Aus­landes findet man doch auch hier und da Stimmen der Anerkennung für diese deutschen Erfolge im Ringen gegen die seelische soziale und wirtschaftliche Not der Arbeits­losigkeit. Man stellt dabei fest, daß Konjunkturaufstieg und Arbeitsbeschaffungsprogramm durchaus nicht allein den Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland erklären, son­dern daß auch die Landwirtschaft die bei ihr im Sommer eingestellten Arbeitskräfte nun über den Winter durchhält" und sie nicht, wie die kapitalistische Wirtschafts- prdnung es fordert, wegen des Saisonrückganges der Be­schäftigung einfach wiederabstößt". Auch das ist übri­gens von der deutschen amtlichen Statistik längst festgestellt worden. Ebenso hat nach dem Urteil jener besonnenen Kreise des Auslands, die deutsche Industrienicht nur durch Kürzung der Arbeitszeit mit verhältnismäßig ge­ringen Mehrkosten, sondern auch durch echte N e u e i n - st e l l u n g e n die Arbeiterzahl erhöhen" können, und auf diese Weise sei mehr als eine halbe Million Arbeitsloser von der Industrie aufgesogen worden.

Aus diesen Tatsachen, die als solche auch, wie gesagt, im Auslande ab und zu erkannt und teilweise sogar anerkannt werden, spricht eben ein anderer Geist als jener, der dieArbeit" nur alsWare" betrachtet und für diese sich auf dem Arbeitsmarkt einenPreis" auf Grund von An­gebot und Nachfrage erzielen lassen will. Wenn nach dieser lideralistisch-kapitalistischcn Anschauung der Arbeiter seine Arbeitskraft" zum höchstmöglichenPreis" zuverkaufen" hat, so drängt sich heute schon dann, wenn wir all diese Worte nur aussprechen, in jedes deutschen Menschen Emp- finden das Bewußtsein auf für die Tiefe des Ab­grundes zwischen jenem Ungeist und dem Geist des neuen, des nationalsozialistischen Deutsch- l a n d s , über das am 1. Mai das Donnerwori hinrollte, Ehret die Arbeit! Achtet den Arbeiter!"

Und daß es nicht etwa nur blieb bei diesen Wonert) bei dieser Mahnung, sondern daß sie sich in Taten umsetzte im ganzen deutschen Volk, darin liegt der tiefste und letzte Grund dafür, daß nun auch objektiver denkende und sprechende Kronzeugen des Auslandes über den Kampf gegen die Arbeitslosigkeit aussagten: Deutschland mar­schiert dabei an der Spitze!

Kurze poüièsche Nachrichten.

In Kiel fand unter außerordentlich starker Beteili­gung des evangelischen Kirchenvolkes die feierliche Amts- elnführung des L a n d e s b i s ch o f s P a u l s e n - K i e l durch den R e i ch s b i s ch o f Müller statt. Es ist dies die eftte Amtseinführung eines Landcsbischoss durch den Reichsbischof.

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In Staude, Kreis Pleß, wurde auf den Vermieter des dortigen Volksbundbcims, Paul Mrogwa, ein Überfall verübt. Mehrere Männer drangen nachts mit Ge­walt in das Haus Mrogwas ein. Unter wüsten Schmäh- Adrsen schlugen sie ihn nieder und gaben auch mehrere Schusse ab. Darauf vernichteten die Eindringlinge die deutsche Bücherei im VMsbunLheim und fi^itctex Mrogws Witwe schwerverletzt inj KrawkeLâaus gAirscht.

Trauer um 142 Bergleute.

Opfer der Sergwerkslatafirophe in Ojsegg werden beigefetzt.

Unter ungeheurer Beteiligung der Bevölkerung, der Behörden und verschiedener Verbände wurden die 1 3 geborgenen Toten der entsetzlichen Gruben- unglücksinOsseggzu Grabe getragen. Die Särge waren auf dem Marktplatz aufgebahrt worden. Von dort bewegte sich der Trauerzug durch das Spalier der Vereine von Ossegg nach dem Friedhof. Nach Ossegg waren Sonderzüge eingelegt worden, die Tausende zu den Trauerfeierlichkeiten heranbeförderten. Zum Zeichen der Trauer waren alle Geschäfte geschlossen. Als sich der lange Trauerzug in Bewegung setzte, ertönten für eine volle Stunde die Sirenen der Fabriken und Zechen.

Die Laternen auf Straßen und Plätzen wurden entzündet. Die Särge wurden nicht in einem Massengrab, sondern in acht einzelnen Gräbern und in fünf Familiengräbern beigesetzt. Am offenen Grabe sprach für die Stadl­gemeinde Ossegg der deutsche Bürgermeister Bürger und sein tschechischer Vertreter Sipl sowie Vertreter der Arbeiterverbände. In Prag wurde ebenfalls zum Zeichen der Trauer für eine Stunde die Straßenbeleuch­tung entzündet und der

Verkehr für eine Minute stillgelegt.

Die Fußgänger blieben entblößten Hauptes stehen. Sämtliche Gruben des nordwestböhmischen Kohlen­reviers haben am Beisetzungstage wegen der Trauer­feierlichkeiten nicht gearbeitet.

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Die Zahl der Hinterbliebenen der 142 ver­unglückten Bergleute der Nelson-Schächte beträgt 126 Witwen und 194 Kinder. Das jüngste Todesopfer war 21, das älteste 55 Jahre alt. Ledig waren 13, ver­witwet 3, verheiratet 126. Eines der Opfer hinterließ sechs und eines sieben Kinder. Bisher sind an Stif­tungen zwei Millionen tschechischer Kronen eingelaufen.

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Zwei der Leichen im Kraftwerk Urbeis geborgen.

Paris. In dem vor einigen Tagen überschwemmten Kraft­werk von Urbeis bei Kolmar sind durch Taucher zwei Leichen von den neun bei dem Unglück umgekommenen Angestellten nach schwierigen Vorarbeiten geborgen worden.

Der englische Ministerpräsident Macdonald hatte in London eine lange Besprechung mit dem Außenminister Sir John Simon über den gegenwärtigen Stand der Abrüstungsfrage. Der Minister hat Macdonald ausführ­lich über seine Besprechungen in Rom Bericht erstattet.

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In Chittagong (Indien) wurden bei einem Kricketspiel von jungen Indern drei Bomben in eine Gruppe Engländer geworfen. Nur eine explodierte und tötete einen der Angreifer und ver­wundete die beiden anderen schwer. Ein Polizeikommissar wurde leicht verletzt

Lehrerschaft und NSLB.

Eine klärende Verfügung.

Wie der Nationalsozialistische Lehrer­bund, der neun Zehntel aller deutschen Erzieher als Einzelmitglieder umfaßt, mitteilt, ist zur K l ä r u n g und Vermeidung von M i ß v e r st ä n d n i s s e n end­gültig von der PO. folgende Verfügung getroffen worden:

Der NSLB. ist die parteiamtliche Organisation des deutschen Erzicherlebens. Er umfaßt alle als Mitglieder im.NSLB. organisierten Erzieher. Die in ihm befind­lichen eingeschriebenen Mitglieder der NSDAP, sind im Amt für Erzieher (NSLF) zusammengefaßt und erhalten ihren gesonderten Ausweis (Mitgliedsbuch). Die vom NSLB. getroffene Gliederung der Gaue, Kreise und Orts­gruppen sowie die entsprechend gegliederte Facharbeit der AbteilungErziehung und Unterricht" gelten als zu­ständig. Nochmals wird die Rückbildung auf­gelöster oder in Auflösung befindlicher Verbände strengstens verboten. Selbständige, in den NSLB. als Fachschaften nicht eingeglieberte wissen­schaftliche Fachverbände können mit den gleich­laufenden Fachschaften des NSLB. zum Zwecke der Ver­wertung ihrer Leistungen in Verbindung treten.

NSLB. und Reichsbund Deutscher Beamten.

Der Reichsführer des NSLB., Hans Schemm, gibt bekannt: Auf Grund einer Vereinbarung mit den: Führer der Beamtenorganisation, Neef, gilt im Hinblick auf die organisatorische Verankerung von Erziehern innerhalb des Reichsbundes Deutscher Beamten die Be­stimmung, daß Erzieher Deutschlands, die gewillt sind, innerhalb des Reichsbundes Deutscher Beamten irgend­eine Aufgabe oder ein Amt zu übernehmen, Mitglieder des NSLB. sein müssen. Der Reichsbund Deutscher Beamten lehnt mit Rücksicht auf die in München ge troffenen Abmachungen jeden deutschen Erzieher als Mit­glied ab, der nicht Mitglied des NSLB. ist. Daraus ergibt sich, daß jeder deutsche Erzieher in erster Linie die Aufgabe hat, feine Mitgliedschaft beim NSLB. zu erwerben.

Mesenküche auf Rädern.

Der HilfszugBayern" der RS.-Volkswohlfahrt.

DerHilfszug Bayern" der NS.-Volkswohl- fahrt, nad) den Plänen des Sturmbannführers Seidler er baut, wurde soeben fertiggestellt. Über den vielseitigen Wert dieser Einrichtung teilte Sturmbannführer Seidler einem Redaktionsmitglied desVölkischen Be obachtcr" u. a. folgendes mit: Der Hilfszug besteht aus einer kompletten

Anlage für gemischte Verpflegung (Suppe, Fleisch, Gemüse und Getränke). Diese Anlage ist imstande, innerhalb von 24 Stunden 30 000 Liter heißen Tee oder Kaffee herzustellen. Die Anlage findet ihre sinn­gemäße Ergänzung durch einen modern ausgestattcten

sanitären Zugteil, bestehend aus Opcrations-, Lazarett- und Revierwagen mit eigener Röntgen- und Operationsabteilung, Leicht- krankenstation und darüber hinaus einem fliegenden Ärzterevier, das wiederum selbst mit zerlegbarem Opera­tionstisch und sämtlichen Instrumenten ausgestattet ist. Die letzte Ergänzung hat der Zug durch seine

Werkstattwagen

TgfuAdM^ die in der ss^y» siâ n!â w' iEGâ RewrrL»

Polnischer Soldat schießt zwei Polizisten nieder.

In Bialistok erschoß der Infanterist Ciburowski vom 42. Infanterieregiment aus bis jetzt noch unbekann­ten Gründen den P o l i z e i b e a m t e n Maciejewski. Ein zweiter Polizist, der den Täter verhaften wollte, wurde durch einen Halsschuß schwer verletzt. Trotzdem gelang es dem Polizisten, Eiburowski festznnehmen. Auch der Täter wurde bei dem Kampf verletzt. Beide mußten ins Krankenhaus gebracht werden.

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Eine rätselhafte Bluttat.

In Steingaden ist man einer Bluttat auf die Spur gekommen. In der Gastwirtschaft Graf war ein Personen­kraftwagen aus München eingestellt worden, dessen ver­mutlicher Besitzer sich wieder entfernt hatte. Man fand in eine Decke gehüllt und mit einer Schußwunde am Hinterkopf die Leiche einer 40jährigen Frau.

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Tonfilmauto im Eis eingebrochen.

Murnau (Oberbauern). Das Auto der Fox-Filmgesellschaft fuhr mit vollständiger Aufnahmeausrüstung auf den Staffel- see, um den Eislausolumpiakurs zu photographieren. Dicht am Ufer brach das Auto plötzlich ein. Dem Chauffeur gelang es im letzten Augenblick, sich durch das Wagensenster zu retten. Der Wagen versank innerhalb weniger Sekunden und liegt in einer Tiefe von 13 Meter. Ter Wert, der mit dem Auto in die Tiefe sank, beträgt 16 000 Mark, da sich die gesamte Ton- filmapparatur im Auto befindet

Sechs Tote bei einem Eisenbahnunglück in Südafrika.

Durban (Natal). Durch ein Eisenbahnunglück bei Donny- brook sind fünf Eingeborene und ein Lokomotivführer getötet worden. Ter mit 200 Reisenden besetzte, von Martizburg kommende Nachtpostzug war in einer Kurve entgleist Die Lokomotive und sechs Wagen stürzten einen Abhang hinunter

Kanadisches Flugzeug verschollen.

Ottawa. Ein mit vier Personen besetztes Flugzeug ist in den Eisgebieten von Nordkanada verschollen. Tas Flugzeug war am 20. Dezember von Moosone, dem nördlichsten kan». dischen Eisenbahnpunkt an der Jamesbuchi nach Fort Harrison gestartet. Am Montag wird eine zweite Maschine das ver­schollene Flugzeug suchen.

turen bei Zugunfällen durchzuführen, sondern dar­über hinaus bei Naturkatastrophen oder großen Unglücksfällen wie Großbränden, Grubenunglücken usw. wirksame Hilfe zu bringen. DerHilfszug Bayern" ist frei beweglich und entwickelt eine Geschwindigkeit von 60 bis 85 Kilometer. Er erreicht damit jedes Ziel in kürzester Frist und schon während der Fahrt kann alles vorbereitet werden, so daß z. B. auch gleich nach dem Eintreffen

Tausende verpflegt werden können.

Der Stellvertreter des Führers, Rudolf H e ß , be­sichtigte in Begleitung führender Persönlichkeiten der NSDAP., darunter dem Führer der Arbeitsfront, Dr. Ley, das neue Werr und sprach seinen Schöpfern Dank und Anerkennung für die bahnbrechende Tat aus.

Gewinnauszahlung der

Arbeitsbeschaffungsloiierie.

In den Losverkaufsstellen sind die amtlichen Gewinn­listen der zweiten Serie der Arbeitsbeschaffungs- l o t 1 e r i e eingetroffen; sie können dort eingeseben oder zum Preise von 10 Reichspfennig gekauft werden. Die Listen sind zu haben in allen Staatlichen Lotterie-Ein­nahmen, bei Sparkassen, Banken, bei den Verkaufsstellen der Großbetriebe und bei allen anderen Stellen, die Lose vertrieben haben. ^Die Auszahlung der Gewinne erfolgt in allen Staatlichen Lotterieeinnahmen, Spar- und Girokassen, Banken und fast allen übrigen Losver- kaufsstellen sowie durch die Abteilungen Lotterie der NSDAP. Alle Gewinne, die bis zum 30. März 1934 nicht abgeholt werden, sind verfallen! Es steht noch nicht fest, wann die nächste Serie der Arbeftsbefchaffungs- lotterie aufgelegt wird.

Belebung im Einzelhandel.

Nachfrage nach besseren Qualitäten.

.^^Ètschaftliche Lage des Einzelhandels bat infolge des Weihnachtsgeschäfts im Dezember eine wesentliche Besserung erfahren. Fast alle Zweige verzeichnen eine Belebung, und die Umsätze lagen im allgemeinen erheblich über den Um­sätzen der gleichen Zeit des Vorjahres Zu de, Belebung des Geschäfts haben die Bedarfsdeckungèscheine und Die Gutscheine des Winterbilsswerks in großem Umfange bei­getragen. Der Geschäftsverkehr war an den offenen Sonn- tagen, insbesondere am Silbernen Sonntag, überaus lebhaft. Die Nachfrage erstreckte sich vor allem auf Gebrauchs- g eg e n st ä nd e. Besondere Erwähnung verdient die Tau lache, daß nicht im gleichen Ausmaße wie bisher geringere L.ualitâtcn bevorzugt wurden. Die Preise waren im alt gemeinen unverändert.

Im Textilwarencinzelhandel

war eine beträchtliche Umsatzsteigerung feftzustellen. Infolge der günstigen Witterung war Winterware besonders lebhaft gefragt Der Qualitätsgedanke kommt auch in diesem Ge­schäftszweige allmählich wieder mehr zur Geltung. Die Preise leigten keine Veränderung. Auch

der Schuhwareneinzelhanocl

hatte ein zufriedenstellendes Geschäft zu verzeichnen Diesem Handelszweige tam außer dem Weibnachtsfest vor allein das günstige Winlenvetter zustatten, das insbesondere den Verkauf von Spezialschuhzeug, ivie Eislaufschuben. gefütterten Haus schulten und Holzschnallenschuben für Marktbändler. sehr förderte. Der Geschäftsgang des Einzelhandels mit

Eifcnwnrcn, Haus und Küchengeräten

mar im Dezember im allgemeinen recht gut. Es wurden durch­weg höhere Umsätze erzielt als im Vorjahr. Die Bedarfs­deckungsscheine ermöglichten manchen Ankauf, der sonst wobl unterblieben wäre. Das während des ganzen MonatS an­haltende Wintcrwcttcr hat

den Kohlcnumfaü größer werden lassen. DaS Zufrieren der Wasserstraßen vci ursachte zwar gewisse Störungen; zu einer allgemeinen Be einträchtigiing der Versorgung ist es jedoch nicht gekommen, da der Bahnversand flott vonstatten ging. Auch im

LebenSmittelcinrelhandcl hat das Weihnachtsgeschäft ein besseres Ergebnis auszuweisen als im Vorjahr. Der Umsatz war zufriedenstellend. Die Preise zeigten keine Veränderung.

Im Drogenhandel war gleichfalls eine kleine Zu- nähme des Umsatzes testzu stallen. Dèe PÄrss & ~^-? TrÄLl habe? an gezogen.