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Aus Hessen und Nachbargebieten.

Wetterbericht.

Hn der Nacht zum Sonntag kam es bet aufgeheitertem Himmel in unserem Bezirk vielfach zu leichtem Strahlungs- frost, während die Temperaturen in Frankreich bis auf minus 10 Grad zurückgingen. Die lebhafte Wirbeltätigkeit auf dem Ozean, die eine Zufuhr feuchter und milder Luft­massen auf das Festland bedingt i}nb in England die Tem­peraturen bis auf über 12 Grad ansteigen lieh, wird auch auf Deutschland übergreifen und auch uns nplberes und unbeständigeres Wetter bringen. Vophetsage für Mon­tag: Bedeckt, Niederschläge bei lebhaften westlichen Win­den, Temperaturanstieg. Witterungsaussichten für Diens­tag: Unbeständiges Wetter mit einzelnen Ni.ederfchlägen, verhältnismäßig milh.

* Fulda, den 8. Januar 1934.

Die Tage werden länger.

Mit jedem neuen Morgen, der jetzt wird, rücken wir dem Frühling ein Stückchen näher. Das ist natürlich eine billige Weisheit und eine ziemlich flache Feststellung; denn wir kommen ja auch schon im November und Dezeniber wieder näher an den Frühling heran. Aber das ist schließlich doch etwas anderes! Es wird wohl keinem Menschen einfallen, bei Beginn des Winters freudig auszurufen:Nun ist bald wieder der Lenz fällig!" Aber jetzt, wo der Januar immer weiter vorschreitet, kann man so etwas schon wagen, ohne sich vor den Mitmenschen lächerlich zu machen. Zumal in einem Januar, der in seinen ersten Tagen nicht übermäßig viel Eis und Schnee brachte und sich nicht so hart und streng zeigte wie der Dezember.

Aber selbst für den Fall, daß wieder dicke Eisschichten und hohe Schneeberge auf Straßen und Plätzen, auf den Bergen und in den Tälern lägen, würde die immer stärker werdende Hoffnung auf den Lenz nicht um einen Deut geringer werden. Was uns so sicher macht? Ja, merkt ihr den nicht, daß die Tage wieder länger werden, zwar nur ruckweise und immer nur ein klein wenig, aber doch schon so, daß wir die Frühlingssonne ahnen! Wie- viel Minuten es täglich sind, und mit welcher mathematisch oder astronomisch zu errechnenden Geschwindigkeit wir von Tag zu Tag vorwärtskommen, das ist im Grunde ganz gleichgültig. Wer Lust hat, kann das in seinem Kalender nachlesen. Aber es ist doch unter allen Umständen so, daß man, wenn man jetzt am Morgen plötzlich aufwacht, sich ein bißchen verwunden sagt:Sieh mal an, es ist ja schon Tag, und ich glaubte, daß es noch tiefe Nacht wäre! Es muß wohl reichlich spät sein!" Und dann entdeckt man auf einmal, daß es durchaus nicht so reichlich spät sei, sondern noch ziemlich früh; aber der Tag hat eben, was man in der Schlaftrunkenheit vergaß oder unbeachtet ließ, schon merklich früher angefangen als die ersten Tage des Monats, zwar noch recht grau und verschwommen, aber doch schon als richtige Tageshelle.

Und wie am Morgen, so ist es auch in den Abend- st u n d e n : auch da ist wieder ein Zipfelchen Tag an- gebängt, und immer länger wird das Zipfelchen, was der aufmerksame Beobachter daran erkennt, daß auf den Straßen die Laternen später angezündet werden als noch in der Woche vorher, daß auch in den Stuben der Tages- lichlschein länger dauert, und daß man sichGuten Tag!" sagt zu einer Stunde, in der man noch vor acht Tagen sichGuten Abend" zu sagen pflegte. Und daraus zieht man^dann eben den Vernunftsschluß, daß der Frühling in Sicht ist. Und selbst wenn wir in den kommenden Wachen noch ganz scharf unseren Ofen sollten heizen müssen und wir werden das ganz sicher noch tun!, an der Sache würde das nichts ändern, weil die Tage dann noch rascher länger werden, nicht mehr um einzelne Minuten, sondern gleich um ganze Minutengruppen auf einmal!

Zusammenschluß des Hosmann'schen Mannerchores und des Evangelischen Kirchenchores.

Am Samstag abend hielten der Hofmann'sche Män­nerchor und der Evangelische Kirchrnchor eine gemeinschaft- liche Hauptversammlung ab, in der die Bereinigung beider Chöre endgültig beschlossen wurde. Die Versammlung war außerordentlich zahlreich besucht. Der 2. Vorsitzende des Hosmann'schen Männerchores, Herr Steuerinspektor Iulius Schmidt, eröffnete die Versammlung im Auftrage des Hosmann'schen Männerchores und im Auftrage des 1. Vor­sitzenden des Evangelischen Kirchenchors, Herrn Kreispfar­rer Hattendorff. Im weiteren Verlauf seiner Begrüßungs­ansprache gab Herr Schmidt einen Beberblick über die Tätigkeit des Hosmann'schen Männerchores im Jahre 1933, das 41. Geschäftsjahr des Chores. In diesem Zusammen­hang gedachte der Redner der verstorbenen Mitglieder Reitz und Gutmann, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. Der Chor zählte am 1. Januar 1934 228 aktive und passive Mitglieder, einschließlich 11 Ehrenmitglieder. Im abgelaufenen Vereinsjahr hat der Chor verschiedene Veranstaltungen abgehalten und ist bei zahlreichen An­lässen u. a. auch in Gottesdiensten in der evangelischen Kirche öffentlich aufgetreten. Nach der Erteilung des Kas­senberichts wurde dem seitherigen Kassenführer Entlastung erteilt. Anschließend erstattete diè Kassenfuhrerin des Erangelischen Kirchenchores den Kassenbericht, worauf ihr ebenfalls Entlastung erteilt wurde. Sodann wurde in die Beratungen über den Zusammenschluß beider Chöre eingetreten und darauf hingewiesen, daß die neuen Satzun­gen bereits entworfen seien. Etwaige Aenderungen blei­ben dem neuen Vorstand überlassen. Nach einer kurzen Aussprache wurde der Zusammenschluß einstimmig beschlos­sen. Die hierauf mit Hilfe von Stimmzetteln durchge- sührte Wahl des Führers ergab eine große Stimmenmehr- lJit für Herrn Steuerinspektor Julius Schmidt. Zum Ehrenvorsitzenden wurde einstimmig Herr Apotheker Hüb­nr r gewählt, der dem Evangelischen Kirchenchor bereits 50 Jahre angehört. Der Neugewä'hlje Führer ernannte zu Vorstandsmitgliedern die Herren Grebe, Clobus, Me­schede, Schildwächter, Knoblauch, Kurt Burk, Thünken, Ludrvig Schäfer und Zahn, ferner die Damen Frau Hübner und Frau Spohr. Außerdem gehören dem neuen Vorstand noch an Herr Kreispfarrer Hattendorfs, der Chorleiter, Musikmeister Rohde, sowie als Beirat Konrektor Jung, ^er Vereinsführer wies daraus hin, daß die einzelnen Vorstandsämtern in der am Montag, den 8. Januar, abends 8 Uhr im Gemeindehaus stattfindenden Vorstandssitzung verteilt würden. Die regelmäßigen Gesangsstunden finden jetzt stets Donnerstag abends 8 Uhr im Gemeindehaus statt. Der Name des vereinigten Chores lautetHofmann- jcher Evangelischer Kirchenchor". Es wurde den Mitgliedern empfohlen, die Gesangsstunden im Interesse der evangelischen Gemeinde und im Interesse des Sanges­wesen regelmäßig, zu besuchen Der Chorleiter, gab sodann

in kurzen Zügen einen Ueberblick über das zukünftige Pro­gramm des neuen Chores wie überhaupt des gesamten Musiklebens in der Stadt Fulda. Er betonte dabei, daß eine tatkräftige Förderung des Musiklebens durch die Stadt geplant sei. U. a. sei die Errichtung eines großen Konzert­raumes, der etwa 2 000 Personen fassen solle, in Aussicht gestellt. Der Vereinsführer schloß darauf mit einem drei­fachenSieg Heil" auf unseren Volkskanzler Adolf Hitler die Versammlung.

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daß Hausgehilfinnen arbeitslos sind, daß deutsche Mädchen ihre Stellungen in den

Büros und Betrieben aufgaben für deutsche Männer?

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Sie vermögen diese Hot der Arbeitslosigkeit, die Qual des Unnützseins, des Lrachliegens wertvoller Kraft zu lindern.

Helfen Sie mit am Aufbau des deutschen Vaterlandes !

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Ich erteile dem Arbeitsamt einen Auftrag für.....

Besondere Wünsche:

Eintritt soll erfolgen am:

Unschrift:

Wohnung:

Fernruf :

Weihnachten der Vereine.

Der Evangelische Volksverein hielt am Sonntag nachmittag bei überaus großer Betei­ligung der Kinder und zahlreicher Eltern im Saale des Evangelischen Gemeindehauses seine Weihnachtsfeier für die Kinder der Mitglieder ab. Der 1. Vorsitzende, Herr A. Zirkenbach, hieß die Kinder und die Erwachsenen herz­lich willkommen und betonte, daß der Evangelische Volks­verein sein diesjähriges Kinder-Weihnachtsfest ohne bren­nende Lichterbäume feiern müsse, da der im Saale ausge­stellte Weihnachtsbaum nicht mehr brauchbar war. Ferner machte der Vorsitzende zum größten Leidwesen aller An­wesenden bekannt,' daß die Theatergruppe des Volksvereins die zwei Theaterstücke eingeübt habe, durch die am Sonntag in Fulda veranstaltete HJ.-Tagung nicht auftreten konnte. Es sei jedoch gelungen, einige Kinder der Petersberger Filial-Gemeinde zu gewinnen, die diese Weihnachtsfeier durch Deklamationen u. dergl. verschönen wollen. Nachdem verschiedene Darbietungen der Kinder vorgetragen und verschiedene Weihnachtslieder gemeinschaftlich gesungen waren, folgte die Bescherung der Kinder, die großen Jubel auslöste. Alle freuten sie sich über die Gaben, die ihnen der Weihnachtsmann bcscherte, und alle verließen sie glück­strahlend und dankbar den Saal.

Der MännerchorLiedertafel" Fulda hielt seine Weihnachtsfeier am Dreikönigstag im Ballhaus ab. Nachmittags fand die Bescherung der Kinder statt, der sich abends die Feier der Mitglieder anschloß. Siu* diese Veranstaltung hatte einen zahlreichen Besuch aufzuweisen. In seiner Begrüßungsansprache gedachte der Vereinsführer, Sangesbruder Heumüller, des Wiederaufstiegs des deut­schen Volkes unter der tatkräftigen Führung Hitlers. Hit­ler allein fei es gelungen, über 2 Millionen Arbeitslose wieder in den Arbeitsprozeß einzugliedern. Der 12. No­vember habe gezeigt, daß das deutsche Volk einig und ge­schlossen hinter seiner neuen Regierung stehe. ^Der Red­ner schloß seine Ansprache mit einem dreifachenSieg Heil" auf unseren Führer Adolf Hitler. Ein von Fräulein Ebert vorgetragener Prolog wurde mit großem Beifall ausge­nommen. Im weiteren Verlauf des Abends trug der Chor mehrere Weihnachtslieder vor. Ferner erfreute Fräulein Ebert die Anwesenden durch einige Klaviervorträge, auch die Hauskapelle trug in hervorragender Weise zum Gelin­gen des Abends bei. Vom Vereinsführer wurde der frühere langjährige Sangesbruder Clemens Maul mit der golde­nen Sängernadel ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied ernannt. Mit der silbernen Sängernadel wurden geehrt Rhaban Wingenfeld,' Ferd. Dorschel, Johann Zellhghn und Ernst Herrlein. Namens der Jubilare dankte Rhaban Wingenfeld für die Ehrung und brachte ein dreifaches Sieg Heil" auf unseren Führer Adolf Hitler aus.

Per den Kavalleristen.

Die Vereinigung ehemal. Kavalleristen Fulda u. Umg. hielt am Dreikeniastag abends im Saale des kathol. Ge­sellenhauses ihre Weihnachtsfeier ab, die sich eines überaus zahlreichen Besuches zu erfreuen hatte. Nach einigen flott gespielten Musikstücken der Hauskapelle folgte ein von Frl. Mihm vorgetragener Prolog. Der 1. Vorsitzende, Kame­rad Möller, hieß die Festversammlung herzlich willkom­men, besonders die Kameraden der Arbeitsgemeinschaft der Militärvereine, die Kameraden des hiesigen Reichswehr- Regiments. der Sanitätskolonne und die Parteigenossen. Er wies hin auf die Einigkeit, die dank unseres Führers, des Volkskanzlers Wolf Hitler. in unserem Volke geschaf­fen wurde. Seine Ansprache klang aus mit einem drei­fachen Sieg-Heil auf den Führer. Das zum Vortrag ge­brachte LustspielDie borstige Liesel" setzte die Lachmus kein tüchtig in Bewegung. Nach der üblichen Verlosung der von Kameraden gestifteten Geschenke beendete ein Festball die Feier

Einzelrichter-Schung.

Der 60jährige Bauunternehmer A. J. I. in Fulda hatte sich von einer auswärtigen jüdischen Wäschefirma einen größeren Posten Wäscheaufhängen" lassen und konnte schließlich seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nach­kommen. Tie Firma verklagte I. und ließ pfänden. Ter Obergerichtsvollzieher pfändete am 18. August 1933 in Ab­wesenheit des J. einen noch nicht gebrauchten Posten Decken aller Art, Bettücher, Kifsenbezüge u. dgl. Als die Pfand- stücke abgeholt werden sollten, waren sie verschwunden. J. erklärte s. Z., daß er die Sachen, als er von der erfolgten Pfändung erfuhr, aus Zorn verbrannt habe. Wegen Pfandbruchs lhurde I. statt zu einer verwirkten Gefängnis­strafe von 10 Tagen zu 50 Mark Geldstrafe verurteilt.

Der früher oft wegen Diebstahl und Hehlerei vorbe­strafte 28jährige erwerbslose Arbeiter O. Pl., hier, hatte im September 1933 in Sickels eine Schrotsäge im Werte von 78 Mark mitgenommen. Er hatte, wie er vor dem Einzelrichter äußerte, für dieses Instrument gar keine Ver­wendung. Wegen Diebstahls erhielt Pl. 2 Wochen Ge­fängnis. Ob ihm schließlich Strafaufschub gewährt werden soll, weil er sich 10 Jahre lang gut geführt, hängt von den einzuziehenden Ermittelungen ab.

Ter A. H., jetzt verehelichten Frau P. in Neuergesecke bei Soest wohnhaft, war ein Strafbefehl über 1 Woche Ge­fängnis zugestellt worden, weil sie ein gestohlenes Fahr­rad an sich gebracht hatte. Hiergegen erhob sie Einspruch. Mangels hinreichender Beweise wurde die Beschuldigte freigesprochen.

Wegen Forstdiebstahl war dem 25jährigen E. L. in Eichenzell ein Strafbefehl zugegaugen. Er erhob Ein­spruch. Ta L. nicht zum Termin erschienen, wurde sein Einspruch verworfen.

Ebenso ging es dem Händler H. B. hier, der gegen einen Strafbefehl Einspruch erhoben hatte.

Wichtig für Zujatzrentenempfänger.

Am Mittwoch, den 10. d. M., von 8.30. bis 12 Uhr, wird die Zusatzrente für Januar 1934 an die hilfsbedürftigen Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen nur gegen Vorlage des amtlichen Ausweises gezahlt. Zugleich erfolgt die Aus­gabe der Brandstammkarte mit Reichsschein D und der Fettverbilligungsscheine.

Marburg, 5. Jan. (ErätzlicherTodeinesKin- d e s.) In Wohra bei Kirchhain trank das dreijährige Töchterchen der Eheleute Wiedrich in einem unbewachten Augenblick aus einem auf dem Herd stehenden Kessel mit kochendem Wasser. Es verbrühte sich derart den Schlund, daß es in der Marburger Klinik, wohin man es gebracht hatte, unter großen Schmerzen verstarb.

Bad Nauheim, 6. Jan. (Bad Nauheim gegen unerwünschten Zuzug.) In einer Bekanntmachung wehrt sich die Stadtverwaltung gegen den in letzter Zeir stark werdenden Zuzug hilfsbedürftiger Personen und Familien von auswärts nach Bad Nauheim. Es wird dar­auf hingewiesen, daß der Unterstützungssatz für Neuzu­ziehende bedeutend geringer ist als für Einheimische. Außer­dem können neuzuziehende hilfsbedürftige Personen auch nicht an der Verabreichung der besonders gewährten Brennstoff-, Kartoffel- und sonstigen Unterstützungen teil­nehmen.

Frankfurt a. M., 7. Jan. (Gutes Ergebnis am ersten Eintopfsonntag im neuen Jahr.) Der erste Eintopssonntag im neuen Jahr brachte ein gutes Sammelergebnis. Es kamen in Grog-Frankfurt insgesamt etwa 60 600 Mark zusammen. Dieses Ergebnis ist umso erfreulicher, als bereits wenige Tage vorher durch den Verkauf der Neujahrsplakette schon 19 000 Mark gesam­melt worden waren. Außerdem ist zu berücksichtigen, daß die Synode ebenfalls eine Sammlung für sich am Sonntag veranstaltet hatte.

Offenbach, 7. Jan. (In Schutzhaft genommen.) Tie Pressestelle der Polizeidirekion teilt mit: Von der Staatspolizeistelle Offenbach wurden die Kommunisten Josef Wernig und Adolf Geßner, beide aus Klein-Krotzen­burg, wegen kommunistischer Aeußerungen festgenommen. Nach-glaubwürdigen Zeugenaussagen haben die beiden in der Silvesternacht sich die Frechheit erlaubt, in Gegenwart von SA.-Leuten kommunistische Lieder zu singen und be­hauptet, daß die KPD. noch lebe. Außerdem wurde die Frau Catharina Gräber aus Seligenstadt in Schutzhaft ge­nommen, weil sie Aeußerungen getan hat, die eine Be­schimpfung der Reichsregierung darstellen.

Darmstadt, 7. Jan. (Opfer der Arbeit.) Am Samstag gegen 20 Uhr ereignete sich' im Darmstädter Hauptbahnhof ein tödlicher Unfall. Der 46jährige Loko- motiofübrer Georg Peter Hertinger aus Weinheim, der mit Rangierarbeiten beschäftigt war, wollte ein Schein- werserlicht seiner Lokomotive erneuern. In diesem Augen­blick stießen die Wagen vor, und Hertinger geriet zwischen die Puffer. Er wurde dabei so schwer verletzt, daß er auf dem Transport ins^ Krankenhaus verschied.

Darmstadt, 7. Jan. (Wer hat einen auslän­dischen Kinderballon gefunden?) In letzter Zeit sind verschiedentlich Kinderluftballons mit angchäng- ten Karten, u. a. in der Gegend von Heppenheim gelandet. Tie Finder, die die dem Ballon anaenängte Karte an die darauf angegebene Adre^e zurückschickten. erhielten zu ^c: großen Ueberraschung Postsendungen aus Südfrankreich mit deutschen und französischen Begleitschreiben. Wie das Staatspresseamt mittelst, hat jeder, der einen derartigen ausländischen Kinderluftballcn findet, diesen sofort der zu­ständigen Polizeibehörde abzuliefern.

Aus dem Spessart, 5. Jan. (5 1 W: l d s ch w e i n c e r l e g t.) Bei Wildschweinjagden im Fürstlich Löwenstein schen Park konnten 51 Keiler erlegt werden. An den Jagden nahm auch Erbprinz Albrecht von Bayern teil.

Limburg, 5. Jan. (N e u n Meter tief abge st ü r z t u n d n u r le itzt v e r! e tzt.) Großes Glück hatte der Dachdeckerlehrling Otto Zollmann aus Neesbach, der bei Ausbesserungsarbeiten auf dem Dach eines Hauses neun Bieter tief abstürzte und nur eine unerhebliche Knieoer- letzng davontrug.

Diez, 4. Jan. (Schloß OraniensteinC h r : - ft i a ii Erüßman n -Führer schu le.) Der Jugend- führer des Teutschen Reiches Baldur v. Schirach hat der Führerschule des Gebietes Hessen-Nassau in Diez-Oranien- stein den Namen des für die nationalsozialistische Revolu­tion gefallenen Hitlerjungen Christian Größmann ver­liehen.

Wetzlar, 6. Jan. >.A u s der Haft entlassen.! Ter im Zusammenhang mit dem Croßfeuer auf dem Hof- gut Altenberg bei Wetzlar nutet dem Verdacht der Brand