M die Zeitungsschreiber wollten sich in alten Zeiten die Gunst ihrer Leser nicht verscherzen und es mit seinem Stand verderben, darum gedachten sie eines jeden mit einem freundlichen Sprüchlein, dessen Satz oft ein drucktechnisches Meisterwerk war in Form von Urnen, Kelchen Füllhörnern und dergleichen. So schließt ein Fuldaer Neujahrswunsch: „. . . so wünsch ich jedem noch darzu / das neu- gebo.ene Christ-Jesulein / zu schließen in das Herz hinein / daß dies mit Segen und Gnad / bei uns sein wolle früh und spat / und all dies noch und viele Jahr / behüte uns vor Unglück / Gefahr / Daß all' die Wünsche werden wahr / Das helf uns zu der Englern Schar / . .
A. M.
Zur Auflösung des Gewerbe-Vereins Fulda.
Das neue Deutschland hat neben dem deutschen Arbeiter und dem deutschen Bauern auch dem Handwerkerstand einen mächtigen Auftrieb gegeben. Die so lange erstrebte Pflichtinnung ist zur Gewißheit geworden, so daß es keinen deutschen Handwerker mehr gibt, der nicht seiner Innung angehört. Damit sind die bisherigen Handwerkerund Gewerbevereine überflüssig geworden, da die Innungen und Jnnungsausschüsse die volle Betreuung des Handwerks übernommen haben.
Damit war auch das Ende des Fuldaer Eewerbever- eins herangekommen. Vis zum 8. 1. 34 haben die Jn- nungsausschüsse den Handwerkskammern zu melden, daß die Gewerbe-Vereine aufgelöst sind. Dieser Aufforderung kam die am 27. 12. cr. in der „Krone" abgehaltene Generalversammlung des E.V. nach und beschloß einstimmig die Auflösung des Gewerbe-Vereins Fulda. Das Vermögen geht, nach der Auflösungsorder der Kammer, in das Eigentum des Jnnungsausschusies über. Die wertvolle, von den hiesigen Benediktinerinnen gestickte Fahne, wird mit einem entsprechenden Wimpel, der auf die Uebergabe hinweist, die Fahne des Junnungsausschuffes Fulda sein. Auch das übrige Inventar geht in das Eigentum des Jnnungsausschusies über. Das Varvermögen, trotz des geringen Jahresbeitrages von nur 2 Rm., immerhin noch einige hundert Reichsmark, soll zum Ausbau des Lehrlingsheims, das im Handwerksamt eingerichtet wird, Verwendung finden.
Damit sind die Akten eines Vereins geschloffen, der auf eine 33jährige, erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken kann. Im Jahre 1898, kurz nach Inkrafttreten des Handwerker- Cchutzgesetzes gegründet, hatte er jahrelang die Aufgaben einer sog. gemischten Innung zu erfüllen, führte eine Lehrlingsrolle der Handwerkskammer, nahm an allen Fragen, die das Handwerk berührte lebhaften Anteil, versuchte auf die Handwerkergesetzgebung Einfluß zu gewinnen, war in den Wahlausschüssen darauf bedacht, daß geeignete Handwerker in die Stadtverwaltungen und Parlamente einzogen, schenkte dem Submiffionswesen und der Frage der Preisgestaltung Beachtung, kurz gesagt, er trat stets für die Belange des Handwerks ein und war mit Erfolg bemüht das Ansehen des Handwerks zu heben.
Als der Junungsgedanke in Fulda immer mehr Wurzel schlug, übernahmen diese und die inzwischen gegründeten Jnnungsausschüsse die Aufgaben des Gewerbe-Vereins. Sehr glücklich hatte sich der Gewerbeverein Fulda umgestellt. Seine Tätigkeit lag nun nur noch auf belehrendem und unterhaltendem Gebiet. Viele Familienausflüge zeigten den Teilnehmern die Schönheiten unserer engeren Heimat. Aber auch sehr oft zogen die Gewerbe-Vereins Mitglieder durch verbilligte Eesellschaftsfahrten weiter fort, um auch andere Teile unseres Vaterlandes kennen zu lernen. In den Monatsversammlungen wurden viele Vorträge aus allen möglichen Gebieten gehalten und dadurch der Gesichtskreis der Mitglieder erweitert. Die gesellschaftlichen Veranstaltungen des E.V. waren beliebt und stets gut besucht. Es braucht nur an das traditionelle „Kümmel- bach", das Fastnachtsdienstag aufgezogen wurde, erinnert zu werden.
Man kann wohl sagen, daß der Gewerbeverein Fulda mit Stolz auf seine.33jährige Tätigkeit zurllckblicken kann. Die Mitglieder haben den Auflösungsbeschluß einstimmig gefaßt und dachten nicht daran, in der Maßnahme der Auflösung etwas Ungerechtes zu erblicken. Es ist schon so, wie der Vorsitzende sich ausdrückte, daß die Mitglieder des Gewerbe-Vereins gern, angesichts der erfolgten Einigung im Handwerk, die unserem Führer Adolf Hitler in so kurzer Zeit gelungen ist, von der Schaubühne des Handwerks abtreten, wissend, daß das Handwerk durch die neugeschaffenen Pflichtinnungen und ihre altbewährten Jnnungsausschüsse gut vertreten wird. A. F.
Die Friseurgeschäfte
sind am Neujahrstage von 9—11 Uhr geöffnet. Am morgigen Sonntag sind die Friseurgeschäfte geschlossen.
Weihnachtsfeier der Turngemeinde 1848 e. V. Fulda.
Die Turngemeinde 1848 e. V. Fulda veranstaltet ihre diesjährige Weihnachtsfeier mit Konzert, Theater, Tanz- vorführungen der Turnerinnen und Tanz am morgigen Sonntag abend (Silvester) im Stadtsaal. Wir weisen alle Freunde und Gönner der Turngemeinde auch an dieser Stelle nochmals auf diese Veranstaltung, die einige frohe Stunden zu bieten verspricht, hin.
Apothekendienst.
Ab heute aband 8 Uhr Nacht- und Sonntagsdienst bis Montag vormittag 8 Uhr: Löwenapotheke. Ab Montag vormittag 8 Uhr bis Freitag abend 8 Uhr Sonntags- und Nachtdienst: E n g e l a p o t h e k e. Die Hirschapotheke hat ständig Bereitschaftsdienst.
Verkauf von Postwertzeichen am 31. Dezember.
Aus Anlaß des Neujahrsverkehrs findet der Verkauf von Postwertzeichen beim hiesigen Postamt am Sonntag, den 31. Dezember, bis 18 Uhr statt.
Nhein-Mainischer Garantieverband GmbH.
Der Verband hat beschlossen, Anträge auf Garantierung von Krediten für Jnstandsetzungs- und Umbau-Arbeiten an Häusern nur von organisierten Hausbesitzern entgegen zu nehmen, da nur die Organisationen des Hausbssttzes als Mitglieder und Träger des Garantieverbandes in Frage kommen. Ferner wird darauf aufmerksam gemacht, daß Anträge von berufsmäßigen Vermittlern nicht angenommen werden. Bei dem Verband liegen zur Zeit bereits Anträge im Betrage von mehreren Hunderttausend Mark vor, von denen ein Teil bewilligt ist. Personen und Firmen, die Anträge auf Garantierung eines Kredites stellen wollen, müssen sich in jedem Falle mit einem Kreditinstitut (Bank, Bankfirma, Genossenschaft oder Sparkasse) in Verbindung setzen. Es wird gebeten, von persönlichen Vorstellungen bei dem Büro des Verbandes abzusehen, da hierdurch nur eine Verzögerung des allgemeinen Geschäftsganges entsteht.
Weihnachtsfeier mit KinderbescherunH bei Ler
1. Abteilung 5. Artillerie-Regiments.
Unsere Wehrmacht hat sich schon seit ihrer Aufstellung nach Lem Kriege nach Kräften in den Dienst der Volks- wohlfahrt gestellt. In diesem Winter sehen wir sie daher um so mehr, Lem Aufruf des Führers zum Kampf gegen Hunger und Kälte folgen, und in edlem, Wetteifer mit den anderen Berufsständen stehen. Die bisher vollbrachten Leistungen legen ein erhebendes Zeugnis dafür ab, wie sehr sich unsere Reichswehr mit dem deutschen Volke.schicksalsverbunden fühlt, und daß die ihr eigene, stille, pflichtbewußte Arbeit ihrem Sinn und Zweck entsprechend, nur vom Gesichtspunkt der Volksgemeinschaft gesehen werden kann.
Wie in den vergangenen Jahren, so hat auch jetzt unsere Artillerie-Abteilung (1. Abteilung des 5. Artillerie- Regiments), neben zahlreichen Gespannen zum Anfahren von Heizmitteln und dergl., an gesammelten Geldbeträgen von Offizieren, Beamten, Unteroffizieren, Mannschaften und den bei der Heeresverwaltung beschäftigten Angestellten und Arbeitern, ferner an Ersparnissen der Eintopfsonntage, der Winterhilfe insgesamt 2366,62 RM. zugeführt. ' Auch bei den Geselligkeiten wurde der Volksgenossen, die hungern und frieren, gedacht. Eine Sammlung anläßlich des Barbarafestes im Offiziersheim brachte den Betrag von nahezu 60 RM. ein. Auch die Freude bei den schönen Weihnachtsfeiern der Batterien wäre, ohne der
Allen unseren Lesern,
Inserenten und Mitar
beitern wünschen wir
viel Glück
zum
Jahreswechsel !
Verlag und Schriftleitung des „Fuldaer Anzeigers^.
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Kleinen zu gedenken, die selbst die bescheidensten Weihnachtsgaben entbehren müssen, nicht vollständig gewesen. Von den Verpflegungsteilnehmern wurde daher der Betrag von zusammen 350 RM. aufgebracht, der es dem Ab- tcilungskommandeur ermöglichte, am Heiligen Abend 200 bedürftigen Kindern eine ansehnliche Weihnachtsfreude zu bereiten.
Ter große, behagliche und stimmungsvoll hergerichtete Speisesaal der Artillerie-Kaserne öffnete am 24. 12 gegen 13 Uhr der zahlreichen und erwartungsvollen Kinderschar seine Tore. Dank der guten Beaufsichtigung durch Lehrer, Lehrerinnen und die Damen des Offizier-Korps, waren die Plätze bald in schönster Ordnung eingenommen. Auf den schön gedeckten Tischen standen große Mengen von Meihnachtsgebäck, die bald, unter zunehmender Fröhlichkeit, von der begeisterten Schar verzehrt wurden. Herzliche und aufrichtige Freude kennzeichnete die Gesichter der Soldaten, die unermüdlich in großen Kannen den zum Gebäck gehörigen Kakao herbeiholten, bis der verschiedentlich nicht unerhebliche Bedarf der kleinen dankbaren Gäste restlos gedeckt war.
Da . . . ah . . . ooo . . . was war das? — Ein Lauffeuer durcheilte gewissermaßen die beiden großen Weihnachtsbäume von Kerze zu Kerze, bis sie in vollem Lichterglanze erstrahlten. Das fröhliche Kinderlachen und -plaudern verstummte, und freudestrahlende Blicke wendeten sich nun dem Abteilungs-Kommandeur, Oberstleutnant von Berg, zu, der treffende, herzliche Worte an die Kinder richtete. Wie ein freudiger Widerhall feiner Worte, erklang, begleitet durch das Trompeterkorps der Abteilung, aus dem Munde her Kleinen das Lied „O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit".
Nach einigen musikalischen Darbietungen erfolgte endlich die Bescherung, die je nach dem Alter und Geschlecht der Kinder aus Puppen, Puppenausstattungen, Spielen und Baukästen aller Art, Eisenbahnen, Kanonen, Autos, Pferdewagen. Mundharmonikas, guten Büchern u. a. m. bestand. Gebrauchsgegenstände zu schenken, mag schön und gut sein, was sich aber das gläubige Kinderherz vom lieben Christkind wünscht und ersehnt, hat sich wobl nie deutlicher gezeigt, wie bei dieser Kinderbescherung. Jede Gabe wurde dankbar und leuchtenden Auges angenommen. Besonderer Beliebtheit erfreuten sich aber Puppen, Eisenbahnen, Kanonen, Pferdewagen und Bücher. Bis das letzte Kind beschenkt war, bereitete die wachsende Ungeduld, trotz der gründlichen von Zahlmeister Sopp getroffenen Vorbereitungen, einige Schwierigkeiten. Schließlich richtete der Leiter des Winterhilfswerks der Stadt Fulda, Rüger, an Oberstleutnant von Berg, der die Feier selbst leitete, und sich um das Wohl seiner kleinen Gäste besorgte, sowie an seine Mitarbeiter herzliche Dankesworte. ' Begeisternd stimmten die Kleinen in das sich anschließende „Sieg-Hstl" ein. Oberstleutnant von Berg, die Angehörigen der'Abteilung, die durch ihr Scherflein, oder durch geleistete Arbeit zum Gelingen der Feier beitrugen, können überzengt sein, in viele notleidende Familien eine wirkliche Weihnachtsfreude getragen zu haben.
Die Hessische Brandversicherungsanstalt
verlegt, wie die Landesverwaltung (Landeshauptmann in Hessen) zu Kassel mitteilt, die Geschäftsräume der Gebäudeabteilung mit Beginn des Jahres 1934 in das eigne Haus Kassel, Kölnische Straße 46, in dem sich bereits die Büros der Mobiliarabteilung befanden. Für beide Abteilungen lautet nunmehr die Anschrift: Hessische Brandversiche- rungeanstalt Kassel, Kölnische Str. 46. Fernmündlich ist zu errecknen durch das Amt Westen: die Gebäudeabteilung unter Nr. 31 007/8, die Mobiliarabteilung unter Nummer 30 580.
Äerztlicher Sonntagsdienst
Von Lem Führer der Aerzteschaft in den Kreisen Fulda, Hünfeld und Schlüchtern wird uns folgendes geschrieben:
Wie ich festgestellt habe, herrscht über den Zweck und dre Handhabung des ärztlichen Sonntagsdienstes in der Bevölkerung der drei Kreise noch ziemliche Unklarheit. Es ist deshalb angebracht, darüber eine kurze Aufklärung zu geben.
Ter ärztliche Sonntagsdienst ist eingerichtet worden, um auch dem vielgeplagten und in ständiger Dienstbereit- schaft lebenden Arzt die Möglichkeit zu geben, einen Tag in der Woche von allen Dienstobliegenheiten frei ^zu sein. Um das zu erreichen, sind für jeden Bezirk und für jeden Sonn- und Feiertag ein oder mehrere Aerzte bestimmt, die sich an diesem Tag unbedingt zur Verfügung der Bevölkerung halten müssen. Aerzte, die keinen Sonntagsdienst haben können selbstverständlich ihre Patienten selbst versorgen, es soll ihnen nur durch die Neueinrichtung die Möglichkeit gegeben werden, sich von dem diensthabenden Arzt vertreten zu lagen.
Die Durchführung des ärztlichen Sonntagsdienstes, die eigentlich nur eine rein ärztliche Angelegenheit ist, ist denkbar einfach. Kranke, die bereits in Behandlung stehen und Sonntags den Arzt benötigen, wenden sich an d e n Arzt, in dessen Behandlung sie stehen und ebenso benachrichtigen Kranke, die erstmalig an einem Sonntag einen Arzt brauchen, den Arzt, den sie auch werktags holen würden. Der Patient braucht sich also selbst gar nicht darum zu kümmern, welcher Arzt Sonntagsdienst hat, er ruft wie früher seinen Arzt, der dann entweder selbst kommt oder aber von sich aus den diensthabenden Kollegen vertretungsweise hinschickt. Die weitere Behandlung führt natürlich wieder der vom Patienten erstgerufene Arzt durch.
Mitglieder von Krankenkasien und deren Angehörige brauchen deshalb, wenn sie schon in Behandlung sind, für den Sonntags sie vertretungsweise besuchenden Arzt keinen besonderen Vehandlungsschein beizubringen, und falls sie Sonntags erstmalig den Arzt in Anspruch nehmen, müssen sie den Behandlungsschein für den Arzt ausstellen lassen, den sie gerufen haben und der dann auch die Behandlung durchführt.
Um für die Zukunft jedes Mißverständnis auszuschließen. werden nunmehr die Namen der Aerzte, welche Sonntagsdienst haben, nicht mehr in den Zeitungen bekannt gegeben.
Unberührt von der Einrichtung des ärztlichen Sonntagsdienstes bleibt dcks Verbot der Abhaltung von Sonntagssprechstunden. Auf Grund einer Anordnung des ärztlichen Kommissars für die Provinz Hessen-Nasiau ist allen Aerzten — auch denen die Sonntagsdienst haben — ausdrücklich untersagt, Sonntagssprechstunden abzuhalten.
Fuldaer Märkte.
Auf dem heutigen Vuttermarkt Astete das Pfund Butter 1 Mark bis 1,20 Mark. Für Eier wurden 12 und 13 Pfennig für das Stück bezahlt. — Auf dem letzten Schweinemarkt waren 102 Ferkel angefahren. Die Verkaufspreise bewegten sich zwischen 10, 14 und 18 Mark je Tier.
Hönebach (Bez. Kassel), 29. Dez. (Aus Eifersucht erschossen.) Eine Eifersuchtstragödie, die ein Menschenleben gefordert hat, spielte sich hier ab. Ein 13jähri- ges Mädchen, das von einem jungen Manne von einem Tanzvergnügen mit dem Motorrad vor die elterliche Wohnung gebracht wurde, wurde von dem 24 Jahrs alten Wilhelm Adam vor der Haustür niedergeschosien. Das Mädchen erlag später seinen Verletzungen. Der Täter brachte sich hierauf selbst einen Schuß bei. Er wurde schwer verletzt, jedoch besteht keine Lebensgefahr.
Westerburg, 29. Dezbr. (Der Führer beglückwünscht eine Mutter.) In dem Westerwalddorf Halbs schenkte die Frau des Alois Kappi ihrem 15. Kinde das Leben Von den 15 Kindern sind noch sieben Knaben und vier Mädchen am Leben. Dar Führer hat ein Schreiben an die glückliche Mutter gerichtet, in dem er sie zu ihrem 15. Kinde beglückwünscht. Gleichzeitig übersandte er der Familie ein Geldgeschenk von 20 Mark.
Wetzlar, 29. Dez. (Brandstiftung auf Kloster Altenberg?) Die von der Landeskriminalpolizeistelle Frankfurt a. M. aufgenommenen Ermittlungen nach der Ursache des Brandes auf Kloster Altenberg, bei dem bekanntlich die Dachstühle des Herrenhauses und der Stallungen eingeäschert wurden, scheinen eine sensationelle Wendung zu nehmen. Es besteht der dringende Verdacht, daß vorsätzliche Brandstiftung vorliegt. Der Verdacht richtete sich vornehmlich auf den auf dem Hofgut Altenberg tätigen Oberschweizer Jakob Bichsel. Er wurde gestern auf Anordnung der Landeskriminalpolizei verhaftet und bei der Polizei in Wetzlar eingeliefert.
Frankfurt a. M., 29. Dezember. (Weitere rund 300 000 Mark Reichszuschüsse in Frankfurt genehmigt.) In den letzten Tagen wurden durch das Bauaint, Abteilung Wohnungsbauförderung, wiederum 1384 Anträge auf Gewährung von Reichszuschüsien genehmigt. Die Summe der bewilligten Reichszuschüsse beläuft sich auf rund 307 400 Mark. Die den Anträgen zugrunde liegenden voranschlagsmäßigen Kosten betragen 1 505 390 Mark.
Walldorf (Hessen), 29. Dez. (Gute Rasse. — Vier Brüder zusammen 300 Jahre a lt.) — Die vier Brüder Jourdan können auf ein Gesamtalter von 300 Jahren zurückblicken. Der älteste ist Jakob mit 81 Jahren Hermann ist 79 Jahre und Peter 74 Jahre alt. Der „Jüngste" ist Konrad Jourdan mit 66 Jahren. Alle erfreuen sich noch guter Rüstigkeit.
Fuldaer RuftbaÖDorid au.
Borussia spielt in Frankfurt gegen Fußbullsportverein.
Man muß schon weit zurückgreifen, um auf das letzte Cviel der Vorupen in Frankfurt a. M. zu kommen: es sind 5 Fabre her. sestdem unser Meister an der Kesthalle gegen „Rot-Weiß" ungl!>cklich mtt 4 :5 und gegen „Sportfreunde" 1 : 2 unterlag Der Verkehr mit Len mainischen Vereinen war nicht all-u rege und beschrankte sich auf Spiele in Fulda. Seitdem die Borusien durch die Telllnahme an den Endspielen um die Westdeutsche und Deutsche Meuterschaft bekannter geworden sind ist es nur natürlich daß Auswartstrenen der vorliegenden Art an der Tagesordnung sind Borussia ist eingegangen in die Reihe der Erogvereine und ist gerade eben dabei, durch eine neue Meister- tfjaU das zu bewerten. Der Frankfurter Fußball- ^"^^«brern, nach oder mit, oft auch vor der Ein- t »ck> t der bekannteste der Frankfurter Vereine, mirb sich Do.Ufjen; die 3 : » Niederlage am Vorsonntag in- Marbura unrb ibm Lehre genug sein. Er dürfte keine „Reserve" mehr geckellem Unsere Borusien, aber sollen durch einen Sieg am leisten Tag des Jahres bo umentieren, daß Nordhesiens ^mut- magluher Meuter gleichen.Ranges zumindest mit den Ve^ «ÄS K“Ä« Si'8- °»‘“*" ^