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Nr. 282 — 1933
Fulda, Samstag, 2. Dezember
10. Jahrgang
Winterhilfe.
von H a N s F a l k, Propagandaführer des WHW.
In den kurzen Worten der Ueberschrift liegt bereits mehr, als lange Sätze sonst sagen können. Winter! Hilfe! Das wäre der Entsetzensruf von 6 Millionen deutschen Männern, Frauen und Kindern gewesen noch vor einem Zahr, wenn es dem Winter entgegenging. Wieviel Glanz und Wärme liegt daher schon in dem einzigen Wort: Winterhilfe. Wenn im alten System der Winter nahte, stellten sich die jeweiligen Kanzler (deren Namen wir längst vergaßen) an das Mikrophon und sagten salbungsvoll: „Meine Damen und Herren"! Ohne Zweifel geht das deutsche Volk einem schweren Winter ent- ?m. . . Welche Weisheit! Statt Brot, gab es schöne orte. Die Folgen waren entsprechend. Wer von uns hat nicht einmal einen Verzweiflungsausbruch des verratenen Volkes erlebt? In diese Vergangenheit zurück-
Reichsminister Hetz und Röhm
uns erst voll zum Bewußtsein, wie groß die das Wort ist: Niemand soll
r b, kommt uns erst voll zur Adolfs Hitlers, wie groß l
in diesem Winter hungern oder frieren! Ein stolzes, ein kühnes — und so. herrliches Mort! Ein Versprechen, das uns als die Gefolgschaft des Führers zum äußersten Einsatz der letzten Kraft verpflichtet. Angesichts dieses größten sozialen Werkes aller Zeiten bleibt es unverständlich, daß w noch Menschen gibt, denen der tiefere Sinn dieser Tat noch nicht aufgegangen ist. Denen das Opfern und Hel- sm noch als Müssen, nicht als Dürfen, erscheint. Die so decken, beweisen nur, wie fern sie der Idee des nationalen Sozialismus stehen. Was sind alle heutigen Opfer an
Jeit, Geld oder Arbeit gegen das vergossene Blut eines I fingen unserer braunen Kameraden? Gegen das Leid I itt Mütter und der Frauen unserer Toten? So laßt uns , I ich darauf sein, an einem Werk mithelfen zu dürfen, vor »sm kommende Generationen bewundernd stehen. werden. > Richt uns die Ziele fest ins Auge fassen! Laßt uns ge- ■ Men, daß wir in diesem Winter so gründlich helfen wol- daß im nächsten Winter nur noch ein Bruchteil der URgen Hilfe notwendig wird. Wir wollen dafür sorgen, ■ 4 Bei der im Frühjahr erneut einsetzenden Arbeits-
Archt die zweite Welle der Arbeitslosen nicht ausgeme!- M einet entwöhnten und daher schweren Arbeit entgegentritt, sondern freudig, mit harten Muskeln die Arbeit Wpacken kann. Damit sorgen wir gleichzeitig dafür, daß W nur Hunger, Kälte und Nässe überwunden werden, Imkern daß unsere Tat auch Millionen aus ihrer seelischen Erstarrung herausreißt. Der Eindruck dieser wunderbaren Volkshilfe wird das Eis um Millionen verhärteter vttzen brechen. Der größte Erfolg des Hilfswerks aber mrd folgender sein. Seit 1918 bis zur Machtergreifung durch uns Nationalsozialisten haben 225 000 Männer und Flauen ihr Leben weggeworfen, oft ihre Kinder noch mit ".den Tod reißend. Sie konnten von „Freiheit, Schönst und Würde" nicht leben. Es waren oft nicht die echtesten deutschen Menschen. Darum erschreckt uns W nur die Zahl dieser Toten, sondern noch mehr der Moanke. Wer sagt uns, wieviel große Arbeiter und Muernführer, wieviel große Künstler und Gelehrte hier M uns gingen? Welch prächtige Menschen sind vielleicht dieser Jugend gewesen, die die Gltern mit in den ■ nahmen? Alles wegen eines armseligen Stückchen l«otes, das diese Aermsten eben nicht hatten! Wir ge» ■ daß niemand mehr in Deutschland aus solchen Erün- ant Leben verzweifeln soll. Unsere Hilfe gibt allen »Mube und Hoffnung, und damit ihrem Leben den Sinn
Ein zeitgebundenes und doch über alle Zeiten I Slides Werk. Laßt uns so arbeiten, daß uns alle ein- ■ Gefühl freudig getaner Pflicht erfüllt, wenn wir »muckdenken oder von der kommenden Generation erm- I ^ben an die größte und schönste Tat deutschen Bru- ■ Wes: An das Winterhilfswerk des deutschen Volkes!
Heß und Mm Mitglieder des Reichskabiaeüs.
Der Reichspräsident hat auf Vorschlag des Reichskanzlers den Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz, und den Stabschef der SA., Röhm, zu Mitgliedern d e s R e i ch s k a b i n e t t s ohne Geschäftsbereich ernannt.
*
Der zum Reichsminister ernannte Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, ist nicht nur einer der ältesten Angehörigen der Partei, sondern er ist auch in besonderem Maße seit jeher der Vertraute des Führers gewesen. Heß ist als Ausländsdeutsche! am 26. April 1894 in Alexandrien in Aegypten geboren, wo er bis zu seinem 14. Lebensjahr blieb. Von dort kam er dann in das bekannte Pädagogium Godesberg am Rhein. Eine kaufmännische Lehrzeit und Dienst im 1. Bayerischen Infanterie-Regiment schloß sich an.
Im Kriege hat er mehrfach Verwundungen erlitten, vor allem einen schweren Lungenschuß. Trotz dieser sehr ernsten Verwundung meldete er sich, kaum genesen, zu den Fliegern und kam noch im Herbst des Jahres 1918 mit der Jagdstaffel 35 an die Westfront.
Nach dem Kriege lebte er vor allem in München, wo er nur durch einen glücklichen Zufall dem grausigen Geiselmord entging. Seit Juli 1920 gehört Rudol Heß der NSDAP. an. Auch bei Gründung der SA. t:a er ihr sofort bei. Infolge seiner engen Verbundenheit mit dem Führer stand er inmitten der Ereignisse des 9. November 1923 in München.
So hat er die Festungshaft in Landsberg mit seinem Führer geteilt. Der breiteren Oeffentlichkeit ist Rudolf
Der Reichskanzler beim Reichspräsidenten
Reichspräsident von Hindenburg empfing den Reichskanzler A d o ! s H i t l e r zum Vortrag über schwebende nutzen- und innenpolitische Fragen.
Erklärung des Kanzlers:
Keine Eingriffe in den Kirchenstreit.
Berlin. 1. Dez. Amtlich wird mitgeteilt: Innerhalb der Deutschen Evangelischen Kirche sind zur Zeit Auseinandersetzungen im Gange, die auf eine Klärung der kirchlichen Gesamtlage Hinzielen. Reichskanzler Adolf Hitler hat die ausdrückliche Entscheidung getroffen, daß, da es sich um eine rein kirchliche Angelegenheit handelt, von außenherin diesen Meinungsstreit nicht eingegriffen werden soll. Der Reichsminister des Innern hat daher die Länderregierungen gebeten, die Nachgeordneten Dienststellen unverzüglich mit entsprechender Weisung zu versehen. Es ist selbstverständlich, daß die zur Wahrung der äußeren Ordnung etwa notwendigen Maßnahmen insoweit zulässig sind, als sie nicht den Charakter eines Eingriffes in den innerkirchlichen Meinungskampf haben. Auch kirchliche Stellen sind nicht befugt, ein Einschreiten staatlicher Organe im kirchlichen Meinungsstreit herbeizuführen.
Hitler schafft Arbeit!
Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeitsbeschaf
Führer zu seinem Stellver- r unter Ablegung aller an-
Heß erst bekannt, als er vom L .
treter ernannt wurde, wobei er unter ^^a—.ö —. — deren Aemter und Titel den Charakter des SS.-Ober^
gruppenführers behielt.
Mit der Ernennung des Stabschefs der SA., Ernst Röhm, zum Reichsminister ohne Geschäftsbereich ist dem unermüdlichen Vorkämpfer für das Dritte Reich M Würdigung widerfahren, die Ernst Röhm in unermüdlichem Fleiße und soldatischer Pflichterfüllung verdient hat.
Der frühere Berufsoffizier, der dreimal im feindlichen Feuer während des Weltkrieges verwundet wurde, und später als Eeneralstabsoffizier beim Freikorps Epp die Reichskriegsflagge hütete, ist mit dem heutigen Tage auch in die politische Führung des Stabes eingerückt, für den er die Braune Armee geschaffen hat.
Nach der Eroberung der Macht, die ohne Röhm und seine braunen Bataillone nicht möglich gewesen wäre, hat der Stabschef mit starker und zielsicherer Hand die politische Volkserziehung, insbesondere die körperliche Ertüchtigung des deutschen Volkes, sich zur Aufgabe gesetzt, die allein zur kämvferischen Leistung und damit zum vollwertigen Menschen befähigt.
Der Stabschef öaâ
N8K. Stabschef Röhm bittet um Bekanntgabe folgender Mitteilung:
Aus Anlaß meines Geburtstages habe ick aus allen Kreisen so zahlreiche Glückwünsche erhalten, daß ich sie vorläufig, ohne meine pflichtmäßigen Aufgaben zu vernachlässigen, nicht alle sofort beantworten kann.
Ich bitte daher, mir zu erlauben, daß ich zunächst auf diesem Wege allen meinen SA.-Kameraden, Partei- mtb Volksgenossen und -genossinnen für die Freude und Ehre, die sie mir gegeben haben, aufrichtigst danke.
Kanalisierung des Haingrabens und der Bahn- straße in Kelkheim, Erweiterung der Waffer- leitung in Münster im Main-Taunuskreis
Dränung von Ackerländereien der Gem. Erfurtshausen
Dränung von Ackergrundstücken der Gem. Rüd- dingshausen
Wiesenentwäfferung und Oedlandkultivierung in der Gemeinde Meerholz
Wiesenentwäfferung und Umwandlung von Waldgelände in Ackerland in der Gemeinde Neuenhaßlau
Regulierung des Oelwiesbaches der Gem. Gonzenheim
Rodauregulierung und Wiesenentwäfferung der Gemeinde Lämmerspiel
Entwässerung von Acker- und Wiesenländereien der Drängcnoffenschaft Ransbach
Wiesenentwäfferung und Kultivierung von Oedland in der Gemeinde Bieber
Dränagen, Bewässerungsanlagen und Folgeeinr. in der Gemeinde Obermörlen
Rodauregulierung und Wiesenentwässerung in der Gemeinde Mühlheim
Regulierung des Gonzbaches in der Gemeinde Gonzenheim
2036
1280
1600
3800
1130
1050
3400
2100
4740
2800
1800
Gründung einer Zentralstelle für Bergbau und Hüttenindustrie an Lahn, Dill und in Oberhesien. Notierung ju Anwesenheit des Gauleiters und des
fungsprogramm:
Maßnahme: Tagew. a. d. Baust.
Ausbau einer gemeinsamen Dränage, Gemeinde
Unterrosphe
Ackerdränage Gemeinde Dausenau
Entwässerung von Ackerland Gemeinde Wilhelmsdorf
Dränierung von 23 ha Acker- und Wiesenland Gemeinde Kriftel .
Hutweidenmeliorationen Gemeinde Sichenhausen
Dränierung von Ackergrundstücken Gemeinde Rein-
1200
425
Treuhänders der Arbeit.
Wetzlar, 1. Dez. Durch den Zusammenschluß der Wirt- Rhein, Main und Lahn zum Rhein-MaiNlschen unter Führung des Präsidenten Dr. Luer, h’ * der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen, I^?3eits eine Reihe bedeutender allgemelnwirlschaft- L âfgaben erfüllt worden. Nunmehr wendet sich der defgMainische Industrie- und Handelstag auch beson- lich^Asen Einzelfragen zu. Da ein nicht unbetracht- - .sitze Radmühl iS ÄtÄ^ E ^ Dränung «m O-dI°âr°!-», D-°N-Ng-N«ch°fi
»h und Pflege des Bergbaues an Lahn.
Oberhesien sowie der damit organisch verbum unb tzA^uttenindustrie eine Zentralstelle für Bergbau I K Menindustrie an Lahn Dill und in Oberhesien mit ÄSV k Wetzlar bei der Bezirksstelle Wetzlar der Preu- und Handelskammer für das Mein- 1Wirtschaftsgebiet errichten. Die erste öffentliche Zentralstelle findet am 9. Dezember in An.
I Gauleiters und Neichsstatthârs Sprenger
I V^Mnders dèr Arbeit.für das WlrtsÄaftsgeb^ I ßuer in Wetzlar statt Außer den GenaunrE IKiL-Mrerche Vertreter dar amtüchsn sowie maßgebende Kreise der ârtschai.
I Presse teilnehmen.
hardshain
Dränage von Ackergrundstücken in der Gemarkung
Villingen
Entwässerung und Kultivierung von Oedland Ee-
ranung von Ocblanbereicn, Dranengenopenimasi Roth-Lieblos
Regelung von kleinen Wasserläufen Gem. Eeislitz Ausbau der Weschnitz Gemeinde Biblis Wiesenentwäfferung Gemeinde Altenmittlau Instandsetzungsarbeiten an öffentlichen gemeindeeigenen^ Wohngebäuden in Langenselbold
Instandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an einer Reihe öffentlicher u. sonstiger Gebäude in Finthen
Instandsetzungsarbeiten an städtischen Wohn- und Nutzbarmachung der Löwenhofkaserne in Mainz
Dienstgebäuden in Idstein
Umbau der Brücke über die Pfieffe zwischen Adels- Hausen und Morshausen nebst Regulierung der Auffahrtsrarnpen, Kreis Melsungen
Instandsetzungsarbeiten an Gebäuden im Landkreis Fritzlar-Homberg
3000
1350
1700
1135
2470
2000
4000
1900
11267
1700
2000
2300
6000
2500
1200
4400
Advent.
Ev. Joh. 8, 42: „3$ bin aus gegangen und gekommen von Gott/ Eben liege» Bußtag und Totensonntag hinter uns. Sie haben uns wieder mit eindringlichem Ernst den beiden dunklen Gewalten gegenübcrgcstellt, die dauernd unser Leben umdrohen und überschatten, der S ü n d e und dem Tod. Diesen beiden kann keiner auf Erden ausweichen, mit ihnen ist noch keiner fertig geworden, keiner. Soweit wir die Weltgeschichte kennen, so sorgsam wir ihre Urkunden durchforschen: Der Sünde waren alle Menschen verfallen, das Dunkel des Todes hat sie noch alle in sich hineingescklungen. Und wir wollen und »vir dürfen ihnen doch nich? endgültig verfallen sein. Wir müssen doch mit ihnen fertig werden — unb schaffen es doch nicht mit unseren Kräften. Mag menschliche Überheblichkeit sich noch so stolz und stark gebärden und von Selbsterlösung reden: die Tatsache zeigt, daß es noch keinem gelungen ist, auch nicht einem von den stolzen Menschen.
Doch: Eine m. Über den bat die Sünde keine Macht gehabt. Ganz rein ist er durch sein Leben gegangen. Über den hat Not und selbst der Tod keine Macht gehabt: er ist durch sein Dunkel hindurchgcdrungen. Und nun kommt er immer wieder, kommt von der anderen Seite her, Iommi vom Gott des Lichtes und der Liebe, von Gott, dem lebendigen, mit diesem Leben, dieser Liebe, diesem Licht aus Gott um uns zu helfen, daß auch wir fertig werden mit der Sünde und dem Tode, wir hören sein ernstes Wort: „Ohne mich könnt ihr nichts tun", und wir bitten und fragen: „Aber mit dir, Herr? Komm herüber und hilf uns!" Und wir hören seine Antwort: „I ch komme!"
DeM rm den Nâpf am erste« Advent! Etzt keinen Biffen Brot ohne Opfer für die Not!