Möaer Anzeiger
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1». Jahrgang
Neuer Lebenswille.
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' ^rid über den Wiederaufbau der ~I /5 deutschen Familie.
der Gründungsversammlung des Reichs- Schusses für Volksgesundheit hielt der Innenminister D r. F.r i d eine Rede, in der er n. a. ! Vs^ist allgemein bekannt, und ich brauche es daher /erneut zu betonen, datz der Nationalsozialismus bei I Machtübernahme
eine überaus traurige Erbschaft
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treten hat. Es war die tragische Folge liberalrsti- ' marxistischen Denkens, daß der Lebenswille des »Men Volkes mehr und mehr erlosch. Man erfüllte unerträglichen Bedingungen des Vertrages von Ver- M die Wirtschaft zerbrach, die wachsende Arberts- Weit und die vaterlandsfeindliche Einstellung mutzten st Mjch zur Verleugnung von Staat, Volk, Familie und ■ ii Wren Stolz können wir heute schon feftstellen, daß Iunserem Führer gelungen ist, den Lebenswillen unseres Ms neu zu beleben und es wieder mit neuer Öffnung zu erfüllen! Es ist in der Geschichte I« deutschen Volkes noch niemals dagewesen, und Nann wohl auch kein Volk der Welt von sich behaupten, ogeg jemals in einer solchen Geschlossenheit hinter einem Mer gestanden hätte, wie das deutsche Volk nach dem 2 November 1933. Vor allen Dingen ist es erreicht — dich sehe dies als einen Erfolg von ungeahnter Dragan —, einem großen Teil unseres Volkes
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das Selbstbewußtsein und das Gefühl für Rasse- reinheit
itejugeben. Ist es uns allen in unserem Leben nicht irrchuppen von den Augen gefallen, als wir den rassi- Sert eines Menschen erkennen lernten? Ist es nicht chbendes Gefühl in dem deutschblütigen Arbeiter (toben Bruder sehen zu können und ihn, ganz gleich, in welcher Stellung er sich befindet, allen anderen vor- jlijiehen?
Es ist nicht zu erwarten, datz diese Ziele des Führers n allgemein anerkannt werden, aber es ist zu hoffen, 6 die schon bisher getroffenen gesetzlichen Bestimmun- unb die noch folgenden dieses Verständnis immer verbreiten werden!
Lolkskrast wird auch heute noch leider vor- gend wirtschaftlich gewertet, während sie doch in der Tat die Quelle alles Wirkens,
jeder Kultur und unseres Wohlstandes
Diese Kraft droht zu versiegen, unterzugehen für er, wenn wir nicht in absehbarer Zeit mit Energie d Mut an den
Wiederaufbau der deutschen Familie
s der Lebensgrundlage unseres Volkes Herangehen! wie die nationalsozialistische Bewegung unter Führung dolf Hitlers sich dem politischen Zerfall entgegen- mte, so wie Mut und Tapferkeit des einzelnen den eiien Staat begründeten, so ist es jetzt Aufgabe der »ionalsozialistischcn Bewegung und ihrer Führer, am "ikischen Wiederaufbau Deutschlands selbstlos "zuarbeiten. Jetzt genügt es nicht, sich mit Worten t dieses Ziel einzusetzen, sondern man mutz auch bereit n, selbst für Volk und Staat zu leben!
Der Sieg der erbgesunden kinderreichen Famckie ent- det über das Leben und die Erhaltung des deutschen im Herzen Europas.
Unser Führer, der sich selbst für unser Volk bis zur sleugnung seiner eigenen Person einsetzt, braucht anner, die die von ihm als richtig erkannten Gedanken « Kele auch durchführen! Dazu ist in erster , Wissen und berufliche Schulung Vorbedingung,
I es kommt hinzu, daß diese Männer auch bereit sein iS unserem Volk in jeder Beziehung mit gutem
^ el v o r a n z u g e h e n. Wir wollen nicht Bc- â j^ngswissenschafl treiben, sondern wir wollen über- u'„ Jvlttik und im Staatsleben, Männer an der Spitze euch md)t nur ihr Arbeitsgebiet beherrschen, sondern ’ln 'vem eigenen Leben als
Vorbild und Führer
„ich, °"°n angesehen werden können! Es gilt darum, tzoi-,^ Bevölkerungspolitik, sondern Volkstums- Gedons! 3,1 betreiben mit der Zielsetzung, den nördlichen Heg''," "nd die Erinnerung an unsere Vorfahren zu iii £' Dabei. ist es gleichgültig, ob der einzelne Mensch 111 Äußeren mehr oder niinder der nordischen Raste »cuisK,'' bedeutungsvoll und wichtig ist es, daß jeher d'olva^» und jede deutsche Frau sich ihres erb’ N Wertes und ihrer Verpflichtung gegenüber Denk». ^ bewußt werden! . .
^lk L? wir an die Worte des Führers tu feinem schalte 7 Kampf", 'n dein er sagt: „Ein Staat, der Mt ^"rasm^ Rasscnvergistung sich der Pflege seiner Serra â^wn Elemente widmet, muß eines Tages zum »"KrerA ^dc werden!" Das dürfen die Anhänger . Dies m^U"g nie vergcsien! . ch„»;»^ das Ziel daß sich auch der Reichsauv-
»kÄJ^ijeWhje B-l-irmig und die Ledens- 5 ^uzelnen zu vergessen!"
Kinderreiche Familienväter im Handwerk.
Um das Bestreben der Reichsrcgierung, Väter kinder- relcher Familien wieder in Arbeit zu bringen, zu unterstützen, hat der Reichs st and des Deutschen Handwerks einen Appell an seine Mitgliedskörperschaften gerichtet. In diesem heißt es: Eine der wichtigsten Aufgaben, die die nationalsozialistische Regierung sich gestellt hat, ist die, den kulturellen und völkischen Niedergang aufzuhalten. Eine der Maßnahmen, um die e r b - gesunde kinderreiche Familie zu fördern, ist die bevorzugte Beschäftigung kinderreicher Familienväter. Hier setzt also die Notwendigkeit für die Wirtschaft ein, die Bestrebungen der Reichsregierung auf Förderung der kinderreichen Familien zu unterstützen und zu fördern. Wir richten daher an unsere Mitgliedskörperschaften die dringende Bitte, auf ihre Mitglieder dahin einzuwirken, daß sie dem Bestreben der Reichsregierung nach Möglichkeit nachkommen und, soweit es irgendmöglich ist, bei N e u e i n ft e l1 u n g e n in erster Linie die Väter von kinderreichen Familien nu berücksichtigen.
Nagelung der Hitler-Jugcnv-Schilder.
Das Winterhilfswerk der Hitler-Jugend fand seine Krönung in der massenhaften öffentlichen Nagelung von Schildern in. allen deutschen Städten. Unser Bild zeigt Hitlerjungens beim Nageln der Schilder auf dem Königsplatz in Berlin.
Das WirriErhrLsswerk dankt der HiiSerjugend.
Für die Sammlungen vom Sonntag.
Der Reichsführer des Winterhilfswerks, Hilgen- f c l d t, hat an die Hitlerjugend folgenden Dank gerichtet:
„Deutsche Jungen, deutsche Mädchen! Ihr seid am vergangenen Sonntag in unermüdlichem Fleiß für das große Werk der deutschen Winterhilfe in den Kamps gegen Hunger und Kälte gezogen. Ihr habt vom frühen Morgen bis zum späten Abend der Kälte zum Trotz ausgehalten mit einer Begeisterung, für die ich euch ganz besonders danke Durch euren Einsatz ist für Milli o n e n bedürftiger deutscher Volksgenossen Brot und Wärme erkämpft worden und ihr habt damit um das ganze deutsche Volk das Band der Opfergemeinschaft geschlungen."
DerVölkerdund vor demZusammenbruch?
Der katastrophale S ta n d der Ä b - r ü st u n g s v e r h a n d lu n g e n.
Dir diplomatischen Besprechungen in Genf, die zwischen den Vcrtretcrii Englands, Italiens und Frankreichs mit Henderson und Benes ch in Einzelunterrcduttgcn weiter fortgeführt worden sind, ent wickeln sich jetzt immer stärker in der Richtung einer glatten Vertagung des Hauptausschusses der Abrüstnugskonferenz unb tatsächlich damit des gesamten Konfcrcnzappärates bis Anfang Januar. Die völlig unüberbrückbaren Gegensätze zwischen den Großmächten haben eine derartige Lösung jetzt als einzigen Ausweg übriggclässen
Aus den bisherigen Besprechungen hat sich die eindeutige und völlige Verantwortung Englands und Frankreichs für den heutigen katastrophalen Stand der Abrüstungsvcrhandlungcn und damit für das Schicksal der Abrüstungsfrage ergeben. Die italienische Regierung scheint nicht die Absicht zu haben, den beiden Grosrmächtcn die Verantwortung durch Einberufung einer V i e r m ä ch t c k o n f c r c n z âbzunehmcn und nimmt daher in bei: gegenwärtigen Verhandlungen einen äunerlt kritischen, aber zurückhaltenden Standpunkt ein. Die Auffassung nimmt zu, daß man am Vorabend eines gleichzeitigen Zufammenbruü/s der Abrüstungs- l o n 's e r e n z und d c s V ö l k c r b u n d c S steht.
KeinWmterlageri-derArbeitsschlacht
Als vor kurzem amtlich mitgeteilt werden konnte, daß auch im Oktober d. J. noch ein Zurückgehen der Arbeits- losenzisfer um 103 000 Köpfe erfolgt war, wurde in der Hitze des Wahlkampfes diese Mitteilung fast als etwas Selbstverständliches hingenommen. Und doch ist das gar nicht ^„selbstverständlich"! In den vorhergehenden vier Jahren hatte nämlich der Monat Oktober immer ein A n st e i g c n der Zahl der Arbeitslosen gebracht, weil sich eben um diese Jahreszeit schon die saisonüblichen Tendenzen geltend machen, die in den Außenberufen der Wirtschaft recht viele Arbeitshände lahm zu legen pflegen. Das ist natürlich auch in diesem Jahre geschehen, und dies war außerdem daran zu spüren, daß der vorige Ausweis über die Zahl der Arbeitslosen ein ganz leichtes Steigen der Kurve verzeichnete. Dann aber konnte für den Monatsschluß des Oktober mitgeteilt werden, daß allein 96000 Arbeitslose in „vorwiegend konjunkturbedingten" Betrieben während des Oktober in Lohn und Brot kamen, und außerdem scheint in der gleichen Richtung das Arbeitsbeschaffungspro- g r a m m der isterchsregierung immer stärkere Wirkungen auszuüben. Wir können also das recht erfreuliche Bild zeichnen, daß das Herannahen des Winters die saisonübliche Steigerung der Arbeitslosigkeit herbeizuführen versucht, dabei aber auf die entgegengesetzt wirkenden, offenbar auch stärkeren Kräfte des konjunkturellen Aufstiegs und der Arbeitsbeschaffung stößt. Als im Sommer die Arbeitslosen- ziffer um zwei Millionen heruntergedrückt War, hat man offiziös etwa so gerechnet: eine Million Mehrbeschäftigte auf Grund der Belebung in den „Saisonbetrieben", 700 000 Köpfe in den „konjunkturell bedingten" Teilen der Wirtschaft und 300 000 Mann Mehrbeschäftigtc auf Grund der Arbeitsbeschaffung; damals hatten also alle diese dreiKräftein paralleler Richtung nebeneinander, den Angriff auf die Arbeitslosigkeit vorwärtsgetragen; jetzt aber ist auf eine Entlastung des Arbeitsmarktes durch die„Saisonbctriebe" nicht mehr zu rechnen, es muß also das Hauptgewicht des weiteren Angriffs nun auf die „Kon- junkturbetriebe" und die Durchführung des Arbeits- beschafsmlgsprogr.amms gelegt werden.
Denn mit Hilfe dieser beiden „Truppenteile" im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit soll nun, — soweit dies nur irgend möglich ist, der saisonüblichen Belastung des Arbeitsmarktes entgegengewirft werden, die man in unterrichteten Kreisen ans etwa eine Million schätzt. Nun stehen gerade für diese Abwehrschlacht der Winterarbeitslosigkeit schon seit Monaten sehr erhebliche Kredite zur Verfügung, und zweifellos ist mit einer stärkeren Beanspruchung dieser Gelder zum mindesten dann zu rechnen, wenn der November die saisonübliche Arbeitslosigkeit allzu spürbar werben läßt. Zu diesen Krediten gehören anch die 200 Millionen des Reinhardt-Programms", die ausdrücklich für bauliche Instandsetzungen bestimmt sind und ebenso ausdrücklich zum Gegenstoß gegen ein Anschwellen der Wintcrarbeitslosig- keit im Baugewerbe eingesetzt werden: müssen doch die hier zur Verfügung gestellten Beträge spätestens bis Mitte April 1934 in Anspruch genommen sein. Auch für andere Arbeiten bzw. deren Kredit gelten Bestimmungen, die daraus abzielen, daß mit der Inangriffnahme nicht hinausgezögert wird. Das bedeutet andererseits nicht etwa, daß die Dinge vorwärtsgcpeitscht werden dürfen, namentlich dort nicht, wo es sich weniger um Zuschüsse, wie etwa bei den Justandsetzungsarbeiten und den Umbauten, handelt, als dort wo Darlehen oder gar „verlorene Zuschüsse" eine sehr sorgfältige Vorbereitung der hierfür in Frage kommenden Arbeiten verlangen dürfen: Solche Vorsicht garantiert schließlich doch den besseren, namentlich den dauerhaften Erfolg.
Wenn es jetzt dem Winter zugeht, dann haben die Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung aber auch indirekte, mittelbare Rückwirkungen aus die Entwicklung der Konjunktur mindestens in der Binnenwirtschaft auszuüben. Die Weiterleitung der Ergebnisse, die durch die Sammlungen der freiwilligen Arbeitsspende zusammengcbrachi wurden und werden, die Ausfertigung der Bedarfsdeckungsscheine, die Stcucrnachlässe bei Ersatzbeschaffungen usw. sind solche mittelbaren und von der Saison ganz unabhängigen Maßnahmen, die der Wirtschaft fortgesetzt neue Impulse geben unb geben werden. Und dieser große Komplex, der auch unter die Bezeichnung „A rbeits- b e s ch a f s u n g" fällt, ist in immer neuer Ausdehnung begriffen, er erfuhr erst kürzlich wieder eine Vervollständigung dadurch, daß die Kaufkraft der minderbemittelten " Bevölkerungsmassen durch die Erweiterung des Rechts ans die Bezugsscheine gestärkt wurde, kurz — auch der herannaheude Wiuter wird alles andere als einen von der „Saison" geforderten Waffenstillstand im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bringen.
Die Annäherung MWen Amerika und der Sowjetunion.
Die russische Treffe veröffentlicht eine Mitteilung, aus Washington, wonach das Staatsdepartement sämtli^e diplomatischen Vertretungen im Auslande angewiesen hat, die amtlichen und gesellschaftlichen Beziehungen zur sowjetrussischen Diplomatie aufzunehmen. Außerdem sollen den russischen Staats- angehörigen in Amerika Erleichterungen gewährt werden. Auch das Außenkommissariat der Sowjetunion hat die gleichen Anweisungen an die russischen Botschaften und Gesandtschaften gerichtet.