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Montag, 20. November

1933

^urze politische Nachrichten.

-rias Zentral-Presseamt des Amtes für Beamte gibt . mndschreiben des Leiters des Amtes für Beamte der ^icksleitung der NSDAP., Hermann Neef, bekannt, in ^Mitteilung von der Bildung des Retchsbundes

Deutschen Beamten aus den mehr als 900 ver= ^âe» Beamtenorganisationen der Vergangenheit ge» L ,^-â Aus der Stellung des Reichsbundes ergibt für andere Beamtenorganisationen neben ihm in KJ -ein Mm» ist *

Die tschechische Polizei in Znaim verhaftete auf «xtiicken der Staatsanwaltschaft Kiel den L a n d r a t i. R. Teodor E t e l tz e r aus Rendsburg und übergab ihn ~ Preisgericht. Der seit Anfang November bei einem r anslimer Rechtsanwalt wohnende Verhaftete soll A m t s - a-ldcr veruntreut haben. Er behauptet, aus politischen Gründen Deutschland verlassen zu haben.

Der Reichsminister für Ernährung und Landwirt- Mst Darre, hat verfügt, daß die R e i ch s st e l l e für xi e d l e r b e r a 1 u n g bei der Gesellschaft zur Förderung drr inneren Kolonisation dem Reichsnährstand nn= gegliedert wird. *

Reichskommissar Daßlerist vom Reichsernährungs- oiinister Darrs zum Beauftragten bei der Wirtschaftlichen Bereinigung der Roggen- und Weizenmühlen

ernannt worden.

*

Die roten Gewerkschaften in Barcelona sind in den Generalstreik getreten. Der gesamte Iiraßenbahn-, Autobus-, Untergrundbahn- und Krast- droschkenverkehr ist eingestellt. In Granada wurde ebenfalls der Generalstreik erklärt. Die Negieruna bot Sicherungen für die Wahlen getroffen.

WMtf Röhm gegen Vereinsmeierei.

DerVölkische Beobachter" meldet: Gegen die be> Ordentlich überhandnehmende Vereinsmeierei menbet sich mit notwendiger Deutlichkeit Stabschef AS hm in einem Erlaß, in dem es u. a. heißt:Unter dem Eindruck der in letzter Zeit gefeierten Feste und Er- imrungstage hat sich eine Reihe von Bünden neu auf g e t ß n und zusammengeschlosscn, andere über­haupt erst gebildet. Es bestehen an sich schon immer noch birl z u v i e l Vereine. Die Bildung neuer ist ein ziober Unfug. Es ist jetzt endlich einmal an der Zeit, mit den rückschauenden Betrachtungen abzuschließen und im Blick ausschließlich nach vorwärts zu richten. Die tat der Freikorps, der Bünde und Verbände gehören du beschichte an, die sie wägt und der Nachwelt über- Hrl. Sie sind jedenfalls abgeschlossen. Männer, die in ihren Reihen gefochten haben, jetzt in gänzlich über» flüssigen Vereinen künstlich zusammenzufassen, wider- spiicht ganz dem Geiste, aus dem die geleisteten Taten er­wuchsen. Es ist nichts als Vereinsmeierei, Wich- tigtuerei einiger gern hervortretender Personen, Zeit- unb Krafteinsatz am falschen Platz. Das mag hart klingen, es muß aber einmal gesagt werden.

Werk und Tradition all der kämpferischen Einheiten der Kriegs- und Nachkriegszeit ist auf die SA. über» gegangen, die allein befugt und in der Lage ist, dieses Erbe würdig zu verwalten. Am 8. November 1933 ist mit der Übergabe der Freikorpsfahnen an die SA. auch symbolisch dieser Akt zum Ausdruck gekommen. Ich bin »icht gewillt, diesem Treiben, das bei weiterer Duldung «ne Kräftezejz'plitterung und eine Schwächung der ein­zigen Kampffront herbeiführen könnte, weiterhin ruhig iuzuschen. Ich beauftrage die Sonderbevollmächtigtcn oder Sonderbeauftragten des Obersten SA.-Führers, im Rahmm ihrer Zuständigkeit dieser Vereins­meierei ein Ende zu bereiten.

Ich verbiete den Führern und Männern der SA., LS. und der SAR. die Zugehörigkeit (Führerschaft, Ehren- luhrerschaft, Präsidentschaft usw.) zu den jetzt neu hervor- Mrossenen Bünden und Vereinen. Gegen die Mitglied- Wii bei den traditionellen Waffen- und Regimentsver- kinen will ich vorerst keinen Einwand erheben.

Wer Deutschlands Größe will, darf nicht zurück- Auen und träumen, sondern muß vorwärtsblickcu und impfen!

Bolksgesundheii im neuen Giaai

Ein Sachverständigenbeirat berichtet.

tinb^-^e brennende Frage der Volksgesundheit

ä» lösen und die Zerrissenheit der An- tmen "lld Organisationen auf diesem lebenswich- w *n gemeinsamer Arbeit zu überwinden, ist bet Nb^- eitung der Partei ein dem Stellvertreter des b e - Li unmittelbar unterstellter Sachverständigen- q en n;. ^richtet worden, dem folgende Partei- angehören: Pg. Dr. Wagner-München, Tenüki Ächl-München, Apotheker Kaufmann-München, heLWäffer-Schwandorf, Drogist Ziegler-München, Dr " Heinisch-München, Masseur Fleck-Berlin, Han-èber-München, Professor Dr. Pieper-München, Dr. Müller-Planegg, Staatsminister a. t. Dr Fuller-Darmstadt, Dr. Hermann Böhm-Berlm, Berlin ^r Groß-Berlin, Brucker-Berlin, Hilgenfeldt- beä .Sitzung und feierliche Eröffnung fand im Sitzungssaal des M'S Hauses in München statt. Der Stellvertreter des Periei^?nterstrich die Bedeutung der neugeschaffenen durch sein persönliches Erscheinen.

rheinische Gemeinden frei von Arbeitslosen.

Net einer Sondererhebung der rheinischen Arbetts-

Nes .Anfang November im Bezirk des Landesarbeit-

281 Gemeinden frei von Arbeitslosen ll ^e» tri ^Neuliches Ergebnis wird senacpellt, daß e- «e k M 'L Maesamt 31 rheinischen Stadt- und Landkretsen NthLr 1 Wohlfahrtserwerbslosen, also der langfristige. " btt Ä^' unter die Wahlen der Unterstützungsempiange- ^be'Nosenversichèrung und Arifensüriorge zu senken.

Der Tag des deutschen Handels.

Die Eröffnung im Braunschweiger Landestheater

In Anwesenheit des Führers der Deutschen Arbeits­front, Staatsrat Dr. Ley, und des Führers des Reichs­standes des Deutschen Handels, Dr. von Renteln, sand im Braunschweiger Landestheater die feierliche Eröffnung des Tages des Deutschen Handels statt.

L-er brannschweigische Ministerpräsident Klagges begrüßte die Versammlung, auf der, wie er ausführte, die Einheit und Geschlossenheit des deutschen Handelsstandes und seine schicksalhafte Verbundenheit mit der Volks­gemeinschaft bekundet werden solle. Die gewaltige Kund­gebung der deutschen Kaufmannschaft, zu der viele Zehn­tausende aus ganz Deutschland sich in Braunschweig ver­sammelten, werde der Welt beweisen, daß es dank der Arbeit des Führers

von jetzt ab einen Stand des Deutschen Handels gebe. Oberbürgermeister von Braunschweig, Dr. Hesse, führte darauf ans, der deutsche Handel wolle zeigen, daß auch er sich als echtes Glied der Gesamtheit fühle. Ab­schließend sprach der Präsident der Handelskammer Braun­schweig, Generaldirektor Schuberth.

Die große Kundgebung.

Im Mittelpunkt des Tages des Deutschen Handels in Braunschweig stand die Kundgebung des ge­samten Handels auf dem Leonhardsplatz in Braun­schweig. In fünf Säulen marschierten die Spitzen­vertretungen zum Leonhardsplatz. In seiner Eröffnungs­ansprache erklärte der Geschäftsführer des Reichsstandes des Deutschen Handels, v. Dewitz, den Tag des Deut­schen Handels für eröffnet. Darauf ergriff der

Führer des Reichsstandes des Deutschen Handels, Dr. von Renteln,

das Wort. Zum erstenmal in der Geschichte des deutschen Handels, so führte er aus, sind am heutigen Tage über hunderttausend deutsche Volksgenossen aus allen Zweigen und Sparten des Handels und aus allen Teilen des Reiches hier im Zeichen des neuen Geistes, der in Deutschland herrscht, zusammengetreten. Es ist ein Tag, an dem wir uns Rechenschaft ablegen müssen über den Sinn und Zweck, über Inhalt und Wesen des deutschen Handelsstandes und daraus seine Aufgaben ableiten und sein großes Ziel herausstellen.

Der deutsche Hande! umfaßt rund 1,25 Millionen Betriebe, in denen rund neun Millionen deutsche Volksgenossen Arbeit und Brot finden.

Die Bedeutung des Handels liegt aber nicht nur in dieser großen Zahl, sondern vor allem in der Form, in der Art seiner Betriebe. Die weitaus überwiegende Mehrzahl der Handelsunternehmungen sind mittel ständische Be­triebe. Es sind Betriebe, in denen eine ungeheuer große Anzahl kleiner und mittlerer selbständiger Unternehmer tätig sind. Das ist wichtig, weil der Nationalsozialismus sich zum Privateigentum und zur freien Entfaltung der Privatinitiative bekennt. Jeder vernünftige Mensch wird anerkennen, daß die

Privatinitiative der mächtigste Hebel einer gesunden wirtschaftlichen Entwicklung ist. Aus Grün­den des Gesamtwohles des deutschen Volkes und nicht aus Gründen des Interesses einer einzelnen Gruppe ist die Festigung und Ausbreitung einer großen mittelständischen Schicht, wie wir sie im Handel zum großen Teil verwirk­licht sehen, ein unabweisbares Erfordernis. Wir alle wissen, daß es im Handel auch Gebiete gibt, auf denen größere Organisationen und weiter verzweigte Groß­betriebe notwendig sind. Mit aller Deutlichkeit muß aber erklärt werden, daß dort, wo die kleinen und mittleren Betriebe die gestellte wirtschaftliche Aufgabe vollauf be­wältigen, fe

insbesondere im Einzelhandel, mammutartigc

Großunternehmungen nicht am Platze

sind und nicht im Interesse des Volksganzen liegen. Aber nicht wirtschaftliche Fragen sind es, die am Tage des Deutschen Handels im Vordergründe stehen. Die Männer des deutschen Handels erklären feierlichst von dieser Stelle aus, daß für sie

wichtiger als der eigene Nutzen, daS Gesamt iuteresse des Volkes

ist. Wir lehnen cs ein- für allemal ab, uns Krämer- see l e n nennen zu lassen. Wir wollen ein volksbewußter, stalzer Stand des Handels sein!

Die Gründung des Reichsstandes des deutschen Handels am 4. Mai 1933 ist nicht etwas gewesen, was sich einige Verbandsführer vielleicht an ihren Schreibtischen ansgcdacht haben. Der Zusammenschluß zum Reichsstand des Handels ist die

Erfüllung der tiefen Sehnsucht aller Handelskreise Deutschlands;

seine Tradition auf der Grundlage des Dienstes am Volke, eines stolzen Standes- und Pflichtbewußtseins zu erneuern und zum Ausdruck zu bringen.

Der Handel ist dann notwendig und nützlich, wenn er nicht dem Spekulantentum, sondern der doppelten Aufgab e, einmal dem Verbraucher u u d zum anderen der Erzeugung dient. Jeder auftauchende Käufer ist für den Handel nicht eine Gewinnmöglichkeit, sondern ein deutscher Volksgenosse, für den der Handel ein Treuhänder ist. Aber auch der Erzeugung muß der Handel bicm.it dadurch, daß er sie über die Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucherschaft orientiert, daß er ihr die Richtung weist, daß er ihr das Risiko abnimmt, daß er ihr Anregungen über neue Methoden, Ziele und Güter- arten gibt und ihr neue Möglichkeiten eröffnet. Jahr­hundertelang bat der deutsche Handel als Stand sein Schild rein und makellos erhalten, rind ivie das deutsche Volk den Makel und die Schande der letzten vierzehn Jahre von sich abgcstrcift hat, so wollen auch wir

nicht unwürdige Enkel unserer Vorväter

sein, sondern das Schild des deutschen Handelsstandes wieder befreien von allem Unreinen und zum alten Glanz und zur alten Ehre hinausführen. Das sei unser Gelöbnis an unseren Führer in dieser Stunde: unermüdlich in den, Geiste zu wirken, den wir alle erhalten haben von unserem Führer Adolf Hitler!

Die Ausführungen des Führers des Deutschen Handels wurden mit brausendem Beifall ausgenommen. Langsam setzte sich dann der große U m zug mit den F e st w a g e n aller Gliederungen des Handels durch die Stadt in Bewegung.

Nach der Rede Dr. von Rentelus ergriff Staats­sekretär Gottfried Feder das Wort zu einer kurzen An­sprache, in der er die Grüße des Reichswirtschaftsministe­riums überbrachte. Anschließend überbrachte der Führer

der Deutschen Arbeitsfront, Staatsrat Dr. Leh, und Schirmherr des Deutschen Handelstages die Grüße des Führers und stellte die Opserbereitschaft des deutschen Volkes heraus, das an sich nicht schlecht sei und von dem der Satz gelte:Der Geist der Kompagnie ist der Geist des Hauptmanns; ist dieser feige, dann die auch die Kompagnie feige."

Die Kundgebung des Einzelhandels.

Nach der großen Kundgebung auf dem Leonhardsplatz versammelte sich der gesamte deutsche Einzel­handel in der Stadthalle zu einer großen Kund­gebung. Hier sprach der Präsident der Hauptgemeinschaft des Einzelhandels, Freudemann, vor etwa 1 2 0 0 0 Einzelhändlern und zahlreichen Vertretern der Reichs- und Staatsregierung und der Presse. Der Einzel Händler fühle sich verantwortlich, jedem Volksgenossen das Richtige zu bieten. Er sei der

Treuhänder für die Hälfte des deutschen Volks­einkommens, das ihm seine Kunden anvertrauen. Ein Drittel aller Güter in allen Gruppen der Wirtschaft habe der Einzel­handel in seine Vorratshaltung übernommen, um jeder Nachfrage zu jeder Zeit gerecht zu werden. Der Einzel­händler sei der ständige Auftraggeber für un - gezählte Millionen deutscher Indu stric - arbeiter. Das Treuegelöbnis des Einzelhandels an den Führer umschließe das feierliche Bekenntnis, daß auch der Einzelhandel Diener des ganzen Volkes sein wolle und den Eigennutz in den eigenen Reiben, wo immer er anzutreffen ist, Niederkämpfen wolle. In den letzten fünf Jah ren seien rund 40 000 Einzelhandelsbetriebe zusammengebro- ch e n. Dieser Niedergang wurde begleitet von einer Ver­wilderung der Wettbewerbssitten und einer

Untergrabung der Wirtschaftsmoral von bisher ungeahnten Ausmaßen. Der Nationalsozia­lismus habe dieser Entwicklung Halt geboten. Der Umsatzrückgang, der im vergangenen Jahr noch 2l)Prozent betragen habe, sei auf 10 Prozent im ersten Halbjahr 1933 gemildert worden. Im dritten Vierteljahr seien in einigen Zweigen des Einzelhandels die Vorjahrsumsätze zum erstenmal seit vier Jahren sogar wieder überschritten worden. Um der Arbeitsbeschaffung zu dienen, seien in vielen Zweigen des Einzelhandels Mehrbestellun­gen bei den Vorlieferanten fest-ustellen. die mr Erweite­rung seiner Lagervorräte und tur Einstellung neuer Arbeitskräfte in der Industrie geführt hätten. Der Einzel­handel sei die natürliche Stütze der Arbeitsbeschaffung gerade setzt. Ausgabe des Einrelbandels sei es ferner, einer Erweiterung des Vebrauchs durch stabile Preise zu dienen.

Der Einzelhandel werde alles daransetzen, um eine Verteuerung der Lcbenshalw.ng zu ver­meiden, soweit dies in seinen Kräften liegt.

Präsident Freudemann brachte darauf den Wunsch zum Ausdruck, die Reichsregierung möge weiterhin die Bemühungen des Einzelhandels, Kaufkraft und Preise in Einklang zu halten, durch eine allmähliche Stärkung der Kaufkraft unterstützen. Als geeignete Wege dazu bezeich­nete er u. a. eine schrittweiseSenkungderEin- kommensteuer. Auch der eigene Berufsstand müsse sich wieder gesunde Lebensformen schaffen, indem das nationalsozialistische Gedankengut auf Form und Inhalt der Berufsarbeit des Einzelhandels stärksten Einfluß ge­winne. Eine wichtige Aufgabe der Förderung des Fachkaufmanns falle den Einkaufsgenossen­schaften des Einzelhandels zu. Freilich haben Ein- kaufsverbände, die sich vorzüglich auf Sammelbestellungen von Einzelhändlern zum Zwecke der Einheimsung von Mengenrabatten ohne Gegenleistungen an die Industrie beschränken, keinen Platz mehr im neuen Deutschland. Viele Einkaufsgenossenschaften aber seien eine wertvolle Hilfs- einrichiung gerade der kleinen selbständigen Unternehmer und leisteten auf dem Gebiet der fachlichen und kauf­männischen Erziehung und Weiterbildung ihrer Mitglieder das Allerbeste.

Bezüglich der Konsumvereine sagte der Redner, daß eine Umgestaltung, die sich auf bem Gedanken der Leistung des Fachhandels aufbaue, not ivendig sei, aber selbstverständlich nur im Rahmen der Werterhaltung der Gesamtwirtschaft durchgeführt werden dürfe.

Zum Schluß erklärte Präsident Frelldemann, daß eine geschlossene und gesunde Einzelhandelspolitik die orga ilisatorische Zusammenfassung aller Gruppen und Formen des Einzelhandels voraussetze.

Wir alle hätten die selbstverständliche Pflicht, jeder zu seinem Teil auf den Wegen, die uns der Führer vor- gezeichnet habe, weiterzuarbciten. Sein Kampf sei unser Kampf, sein Ziel fei unser Ziel.

Kundgebung des deuischen graphischen Gewerbes.

In den Berliner Ausstellungshallen.

Den Höhepunkt der Veranstaltungen des g e s a in t e n deutschen graphischen Gewerbes in Berlin, zu denen Verbandsteilnehmer aus allen Teilen des Reiches erschienen waren, bildete eine in den Ausstellungshallen veranstaltete, mit musikalischen Darbietungen umrahmte R l e s e n k u n d g e b u n g. Nach dem Empfang der cim seinen Abordnungen, dem Einmarsch der graphischen Jugend und dem Einmarsch der Fahnen, nahm der Stell­vertreter des Führers der Deutschen Arbeitsfront, Selzner das Wort. Ein jeder solle freudig an der Neugestaltung Mitarbeiten und jeden Tag nur den einen Gedanken ent­wickeln, wie er der Regierung, die die Arbeitermassen aus dem Klassenniveau herausheben und in den Mittelpunkt beâ Lebens stellen wolle, sein Vertrauen entgcgenbrinqen könne. Vor uns liege Neuland, neues Hoffen, neue Zu­kunft. Es gelte, dafür zr sorgen, daß der

deutsche Arbeiter zum Typ des Leistungsaristokraten werde. Verbandsleiter Cole r sprach über organisatorische ö-ragen und teilte mit, daß der Verband ctlvn 220 000 Mil- ßlicber umfasse. Verbandsgeschäftsführer G c b a u c r führte abschließend aus, der kommende

Wirtschaftsführcr des Dritten Reiches solle Herr im Hause sein,

aber auch die Verantwortung für die Belegschaft des ganzen Betriebes tragen. Wer sein Heil in der Inter nationale suche, stelle sich bewußt außerhalb der deutschen

Die Kundgebung klang nach dem Deutschland- und dem Horst-Wessel-Lied in einem drei- kamen L-teabett auf den Führer aus.