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Der Apfel in der NinLerstube.

nor Apfel und der Winter gehören nun einmal zu. 7 Man mag jetzt kommen, wohin man will: man «Xi in sämtlichen Farbenabstufungen von blaßgrün ^rtgclb bis zu dunkelrot, und wenn man sie nicht H riecht man sie mindestens. Ganze Wohnungen riechen und vor und in den Läden, in denen Obst Ver- N wird, stehen ganze Körbe voll, und wenn man sie M man nur noch nicht, für welche Art man sich ^«ber'der Äpfel ist nicht nur im rohen Zustand eine .- Sache, sondern auch und vor allem im ge- und gebratenen. Apfelmus und Apfel- das ist schon etwas, das man sich gut gefallen lassen &'Mm Apfelkuchen gar nicht erst zu reden. Was will alles jedoch besagen gegen den herrlichen Duft, der der immer winterlicher werdenden Stube mit dem Serösen und später mit der dielen Schneewatte vor und L Eisblumen an den Fenstern von dem Bratapfel aus- t' Der P r a t a p f e l das ist die wahre Apfelvoesic! «eint ist nicht der Bratapfel, den man in vielen Gegen- L Deutschlands aus den tiefsten Tiefen einer gut geöra- Gans hervorholt, sondern der Apfel, der ganz Abständig, als ein Ding an sich und für sich, in der Nöhre" des Bratofens liegt und sich langsam erweichen M Wenn man ihn dann nach angemessener Zeit heraus- Mmt, ist ergebrauchsfertig". Traulich ist es, wenn die Emilie so an einem Winterabend, an dem es draußen »Amt und schneit und friert, um den Familientisch herum L und aus dem Bratkasten die Düfte der Äpfel durch Rimmer dringen. Wer ein besonders keines Ohr hat, M sic vielleicht sogar ein bißchen singen. Deutsche Dichter mßtèn immer recht gut, was der Mensch an so herrlichen rinnen, die man verspeisen kann, hat. Wie Ludwig Uhland die Metzelsuppe mit schöner Lyrik besungen hat, so hat der M vor einigen Jahren verstorbene Arno Holz dem Brat- ^rei eilt Gedicht gewidmet. Es fängt etwa ganz genau Hülfen wir das nicht mehr so an:

Die ganze Welt ist jetzt, o weh, Barsüßle im Schnee!

Die schwarzen Bäume steh'n und frieren,

Im Ofen die Bratäpfel musizieren."

ter Apfel hat überhaupt in der Dichtung von jeher eine Stige Rolle ge'pielt. Um eines Apfels willen ist, wie jer alte Homer singt, der ganze Trojanische Krieg zu- ^nWtümmen, ein Apfel ist es, der in SchillersWil- teim Teil" die Befreiung der Schweizer herbeigeführt, und der bereits erwähnte Uhland hat in dem schönen Ge- d'ch cIki einem Wirte wundermild" das hohe Lied vom Mbaum gesungen.

Solches und noch einiges könnte man sich durch den ^i gehen lassen, wenn man jetzt Apfel ißt, mögen sie roh ober Asst mott oder gebraten sein. Vielleicht ist es aber k"er, wenn man sich gar nichts durch den Kopf gehen läßt Md sich nur dem Genuß des Apfelessens hingibt!

Die Stadtsaalmiete.

Vom Stadt. Presseamt wird uns geschrieben:

Die Etadtsaalmiete kann nur in besonderen Ausnahme- Men erlassen werden.

Zn letzter Zeit mehren sich die Anträge beim Magistrat mWenlose Zurverfügungsstellung des Stadtsaales.

Die Antragsteller gehen von der Annahme aus, daß die 1 JW eines an sich förderungswerten Zweckes schon ge- « M einen solchen Antrag zu begründen, sofern ein Defizit in der Abendkasse zu erwarten ist.

Dieser Auffassung kann nicht entschieden genug ent­gegengetreten werden. Sowohl bie NSDAP., wie auch mdere amtliche und parteiamtliche Organisationen haben iets die Stadtsaalmiete bezahlt, dazu selbstverständlich auch -icht, Heizung und Reinigung. Und damit sie es tun könn­en, haben sich die für die Veranstaltung verantwortlichen Persönlichkeiten angestrengt und keine Mühe gescheut, um re Kosten wieder hereinzuholen. Auch bei den Städtischen Konzerten wird unter allen Umständen darauf Bedacht ge­egt, die Kosten für die Stadtsaalmiete wieder hereinzu- beiommen.

Die Volksgenossen unserer Heimatstadt müssen die anti- malische Einstellung, die sich während der vergangenen We allenthalben breitgemacht hat, heute unter allen âständen fallen lassen. Der Staat ist u n s e r Staat und re Gemeinde ist unsere Gemeinde. Alle sollten beden- cn- gerade auch unsere Gemeinde auf Staatszuschüsse mgemiejen ist, was eigentlich blamabel ist. Doppelt nat= ist es daher, daß jeder, der eine Veranstaltung auf- Ä "uch für die Deckung der Unkosten sorgt. Von der aber die S ü l e u m s o n st zu verlangen, und wo- auch noch Heizung und Licht, das sollte man sich Mmal überlegen; denn die Stadt ist nichts anderes als '^^uerzahlenden Bürger, die heute schon so über Gebühr Md, daß eine Steuererleichterung das dringlichste der kommenden Etatsberatung ist. Aber soweit man ja bei der Stadt Fulda noch gar nicht: Man muß beim Staate aufhalten, und man wäre schon Ä wenn man der Regierung und unserem Führer 'auarteit durch Verzicht auf einen Staatszuschuß ^tern könnte. Also jeder trage seinen Teil Verant- c 1 U"d jeder gebe der Stadt, was der Stadt ist. als Wan sich im Privatleben etwas schenken lasten > Ebensowenig sollte man es von der Stadt verlangen, Mal von einer, die im Dalles ist. W...r.

Eine Bitte des Handwerks.

Alle Kreise des Volkes sind heute bestrebt, die seit Iah- * Emchlässigte Wirtschaft wieder zu beleben, um traae? 3« einer Entlastung des Arbeitsmarktes bmzu- ,66er LSne nachhaltige Förderung der Wirtschaft kann Den? ^E eintreten wenn alle, die im d»l!b2?^"'Wtige Beziehung treten, von der Erkenntnis J^en sind, daß übernommene Verpflichtungen auch Don^^n müssen. Dazu gehört auch das Bezahlen S Die Wirtschaft wird bestimmt nicht da- Unb In Gang gebracht, daß man sich Leistungen mb von den Unternehmern gewahren laßt Aein ^anz die Zahlungsverpflichtung vergißt. ^P??schaft kann nur dann wieder in Gang kom- ; Sen Unternehmer für seine dargebotenen Lwfe- Leistungen die entsprechende Vergütung er- '°«ie Kin ^.seinerseits seine Mitarbeiter im Betriebe' N ben?!?^^^firmen bezahlen kann. Schließlich hangt I des Rechnungsbetrages ja auch noch die tot« Zahlung der Steuern und sozialen Abgaben die Kundschaft auch heute noch denHanV- ? mit der Bezahlung der Ware imb Leistungen .'m Stich. Die ^oiae davon ist anstatt einer For- ^â2^?"^ige Schwächung der wirtschaftlichen Lei- meit des Handwerks.

; ^ ist Zeit, -atz Vie OeffeMliHkeit yierüvet auMAârl wird. Das Handwerk vertraut auf die Einsicht seiner Kund­schaft rind hofft, daß ein Jeder dieser Einsicht entsprechend handelt und durch pünktliche Erfüllung seiner Verbindlich­keit mit zu einer allmählichen Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse beiträgt.

Ausruf

an die Bevölkerung des Stadtkreises und des Landkreises Fulda.

Am Sonntag, den 1 9. N o v e m b e r d. I., stellt sich die n a t i o n a l s o z i a l i ft i s ch e Ju­gend (Hitler-Jugend, BDM. und Jungvolk) in den Dienst des Winter Hilfs werk s-

Die Jugend ruft zur Nagelung von Hakenkreuz­schildern auf. Der geringe Preis von 5 Pfg. je Nagel macht es jedem Volksgenossen möglich, sich an dieser Nagelung zu beteiligen.

Die Beteiligung an der Nagelung macht nicht nur Mittel für das Winter Hilfswerk flüs­sig, sondern sie hat auch hohen erzieheri­sch e n W e r t f ü r u n s e r e I u g e n d. Der von den Erwachsenen gezeigte Opfergeist wird unseren Jungen und Mädels stets ein leuchtendes Vorbild sein.

D e s h a l b d a r s a m k o m m e n d e n S o n n- tag keinVolksgenosse die jugenb 1 i= chen Sammler abwe isen.

Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1933z34

K r e i s f ü h r u n g: K r e i s f ü h r u n g:

Fulda-Stadt. Fulda-Land.

Fuldaer Schöffengericht.

Dietz und Hehler.

Aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurde der 19- jährige Arbeiter V. I., wohnhaft in Istergiesel. Er hatte sich am 12. Oktober abends in das Haus des Gastwirts W. auf der Riederröder Höhe eingeschlichen und war in das obere Stockwerk gegangen. Er wußte, daß in einem Zim­mer ein Schrank stand, in dem der Gastwirt größere Geld­beträge aufzubewahren pflegte. Diesen Schrank öffnete I. und entnahm ihm etwa 270 Mark Bargeld. Sodann begab sich I. nach Eichenzell und weckte den 24jährigen Arbeiter E. L. Beide gingen darauf in eine Wirtschaft in Rothe­mann und verzehrten nachts ca. 30 Mark. Bei ihrer Rück­kehr nach Eichenzell erhielt L. ca. 120 Mark zur Aufbewah­rung, die er teils hinter die Tapete und teils in einem Sandhaufen versteckte. Der Gastwirt hatte Verdacht auf I. und es gelang ihm, mit Hilfe der Landjägerei 240 Mark wieder herbeizuschaffen. Der Vertreter der Staatsanwalt­schaft hatte gegen I. wegen Diebstahls 6 Monate und gegen den Mitangeklagten E. L. wegen Hehlerei 10 Monate Ge­fängnis beantragt. Das Urteil gegen I. lautete auf 6 Monate Gefängnis und gegen L. wegen Hehlerei mit Rück­sicht auf seine Vorstrafen auf- 8 Monate Gefängnis. J. wird die Untersuchungshaft angerechnet und der Haftbefehl gegen ihn aufgehoben.

Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurde gegen den Gastwirt E. R. in Kauz, Gemeinde Höf und Haid, verhandelt. Es wurde ihm zur Last gelegt, meh­rere Monate lang Mädchen beschäftigt zu haben, durcki die der Unzuckt Vorschub geleistet wurde. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte gegen den Angeklagten 10 Monate Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe. Das Urteil lautete wegen Kuppelei auf 6 Monate Gefängnis.

Wegen Erregung öffentlichen Aergernistes stand ein schwerkriegsbeschädigter und sehr nervenleiden­der hiesiger Einwohner vor Gericht. In der Hauptver­handlung, die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfand, ergab sich, daß kein öffentliches Aergernis vorlag. Da die zwei Zeuginnen in der Verhandlung noch Strafantrag wegen Beleidigung stellten, erfolgte die Verurteilung des Angeklagten wegen Beleidigung zu 120 Mark Geldstrafe.

Jagdvergehen.

Der 22jährige Landwirtssohn H. D. von Hettenpauls- hof stand wegen Jagdvergehens vor dem Fuldaer Schöf­fengericht. Seine beiden Brüder waren bereits wegen unbefugten Jagens in den Wäldern bei Schackau zur Schon­zeit zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Nachträglich wurde auch gegen H. D. Anzeige erstattet. In der Haupt- oerhândlüng ergab sich, daß H. D. nur einmal mit seinen Brüdern getrieben" hatte. Wegen Jagdvergehens erhielt der Angeklagte 50 Mark Geldstrafe.

Ein unentschuldigt fern gebliebener Zeuge von hier wurde zu einer Ordnungsstrafe von 10 Mark und in die Kosten des Termins verurteilt.

Hutlos" macht brotlos.

Besonders zur warmen Jahreszeit fällt es auf, wie viele unserer männlichen Zeitgenosien barhäuptig ihres Weges pilgern. Trug man vor noch gar nicht langer Zeit den Hut in der Hand, so hat sich dieser Brauch überlebt und vollkommener Verzicht auf eine Kopfbedeckung scheint Mode und auch bequemer zu sein.

Wer aber hat sich schon einmal darüber Rechenschaft abgelegt, welchen Schaden er mit seiner Gepflogenheit, auf den Hut in der Hand, so hat sich dieser Brauch überlebt, fügte, wie sehr sein Brauch mit dazu beitrug, die deutsche Hutindustrie zum Erliegen zu bringen und ungezählte Ar­beitskameraden aus dem Produktionsprozeß auszuschalten. Zehntausende Arbeiter, Arbeiterinnen und Angestellte fan­den in normalen Zeiten Beschäftigung und Brot in der deutschen Hutindustrie. Sie liegen längst auf der Straße.

Das muß anders werden! Es bedarf nicht eines Ap­pells an die Eitelkeit des männlichen Geschlechtes. Hier sprechen viel stärker volkswirtschaftliche Ge­sichtspunkte mit. Der deutschen Hudindustrie muß ge­holfen werden. Zur vollständigen Kleidung gehört auch eine Kopfbedeckung; es muß wieder dazu kommen, daß man den Mann, der ohne Hut erscheint, als eine auffällige Er-

fcheinuN^ ick ÄrraßLnoild verMÄt. Id Znkuüft trägt Ack-r her wieder jeder deutsche Mann einen Hut, und zwar! einen deutschenHut. i

Von der Landesbibliothek.

In der Ausleihe der Bibliothek sind zur Zeit die V ü h - ' n e n b i l d e r zu Mehlers Darmstädter und Weimarer In-' szenierung von PfitznersPalestrina" ausgestellt. Das^ hochbedeutende Werk der zeitgenössischen Opernliteratur ge-: langt in diesem Winter auch am Frankfurter Opernhaus' unter Leitung des Dichterkomponisten zur Aufführung? Ueber Dichtung und Musik desPalestrina" spricht, wie^ bereits mitgeteilt, Oberregisseur Eugen Mehler ant] kommenden Samstag abend 8.15 Uhr (pünktlich!) im Lese­saal der Bibliothek. Kartenverkauf in der Ausleihe.

Bienenseuche im Kreise Fulda.

Das nützlichste aller Insekten, die Biene, hat viele Schädlinge und Krankheiten. Letztere können einen be­drohlichen, ja verheerenden Charakter annehmen. Ganze Stände werden innerhalb eines Jahres vernichtet, und in größeren Bezirken leidet die Bienenzucht den größten Schaden. Schon seit Jahren besteht auch im östlichen Teil des'Landkreises Fulda ein solcher Seuchenherd. DieBös­artige Faulbrut" breitet sich immer mehr aus; die vor eini­gen Jahren angewandten Bekämpfungsmaßnahmen waren vollständig wirkungslos. Gleichgültigkeit und Unkenntnis der Imker begünstigen noch die Ausbreitung. Ohne zu wissen, daß sich die Besitzer der verseuchten Stände strafbar machen, lassen sie die ausgestorbenen Wohnungen unbe­rührt stehen. Bienen der Nachbarstände, nach Nahrung suchend, befliegen sie und tragen die Seuche wie bei einem Staffellauf von Ort zu Ort. Nur ernste Maßnahmen kön­nen die heimische Bienenzucht gegen die größte Gefahr schützen. Um nun alle Bienenzüchter über das Wesen der Bienenkrankheiten, sowie auch über die Bekämpfung der Seuchen und die Vorbeugungsmittel aufzuklären, werden im Laufe dieses Winters in den monatlichen Vereinssamm­lungen des Fuldaer Jmkervereins belehrende Vorträge über die BienezrkrankhSiten gehalten werden. In der nächsten Versammlung, welche Sonntag, den 19. d. M., nachmittags 3 Uhr, imHalben Mond" stattfindet, wird über Bienenkrankheiten im allgemeinen und über die Er­reger der Krankheiten im besonderen gesprochen werden. Da die Bienenseuchen nur dann erfolgreich bekämpft wer­den können, wenn alle Bienenzüchter sich daran beteiligen, so ist die Teilnahme von Nichtmitgliedern an der Ver­sammlung erwünscht.

Fuldaer Viehmarkt.

Auf dem heute hier abgehaltenen Viehmarkte waren 488 Stück Vieh und 1 Pferd aufgetrieben. Es wurden be­zahlt für das Stück: Milch- und hochtragende Kühe 1. Oval. 250300 Mark, 2. Qual. 150180 Mark, 3. Qual. 90130 Mark, für %1jährige Rinder 80120 Mark, 12jährige Rinder 120150 Mark, hochtragende Rinder 180Q25 Mark. Ochsen 250300 Mark, Fahrstiere 160200 Mark, Iungstiere 70l^o Mark. Kälber das Pfund Lebend­gewicht 2630 Pfennig. Der nächste Viehmarkt findet am 7. Dezember 1933 statt.

Biedenkopf, 14. Novbr. (Eine hundertjährige Wählerin.) Eine der ältesten Wählerinnen Deutsch­lands suchte am Sonntag in Biedenkopf das Wahllokal auf, um dem Führer ihre Stimme zu geben. Frau Sophie Plitt ließ sich auch trotz ihres hohen Alters von 100 Jah-! ren nicht davon abhalten, ihrer Wahlpflicht zu genügen.?

Marburg, 16. Nov. (Großer Juwelendieb­stahl in Marburg.) Hier verübten Mittwoch abend bisher unbekannte Täter einen Wohnungseinbruch und entwendeten folgende Gegenstände: Zwei Pappkartons mit blauer Seide überzogen und mit Brillantenstaub übermalt, eine Platinkette mit großen und kleinen Brillanten und beweglich-n Platinstäbchen, ein Paar Ohrringe aus Heinen] und großen Brillanten mit einem Platinstab verbunden,' eine Nadel aus neun Brillanten, langgestreckte Rhombus­form mit Platinfassung, eine Armbanduhr mit drei Bril­lanten in quadratiger Platinfassung mit beweglichen Pla­tingliedern, ferner drei Ringe, ein Ning mit schmalem Goldreif mit ovaler Platte, in der Mitte ein größerer Brillant, rundherum sechs kleine Brillanten, ein Goldfin- gerring mit Diamantrose, drei schmale Eoldringe mit schmalen Goldreifen und länglicher Platinplatte besetzt, ein Smaragd, in der Mitte drei Brillanten und Diamantcose, ein Paar Ohrringe, chinesische Arbeit, ein Zwanzigmark­stück aus der Vorkriegszeit, eine etwa 1 m lange Goldkette mit kleinen engen Gliedern, daran ein großer eierförmiger Amethyst, Durchmesser 45 cm, eine goldene Armband­uhr, Werk und Schloß defekt, runde Form, ein Paar Ohr­ringe (große goldene), drei Paar Ohrringe mit Eoldfas- sung mit gruppenförmigen Onixsteinen und eine kleine goldene Sicherheitskette von einem Armband. Vor An­kauf dieser Gegenstände wird gewarnt. Insbesondere wer­den einschlägige Geschäfte, Pfändersammelstellen, Goldaus­kaufstellen usw. gebeten, bei Angeboten sofort die nächste Polizeidienststelle zu benachrichtigen.

Gießen, 15. Nov. (Verhängnisvoller Sturz v o m N u ß b a u m.) In dem Nachbarorte Launsbach (Kreis Wetzlar) war gestern der 26 Jahre alte Arbeiter Otto Pfeiffer mit dem Ausputzen eines Nußbaumes be­schäftigt. Dabei stürzte der Mann so unglücklich von dem Baume ab, daß er schwere innere Verletzungen erlitt und in ernstem Zustande der Chirurgischen Klinik in Gießen zugeführt werden mußte.

Gießen, 16. Nov. (Lobenswerte Opferbereit­schaft für das Winterhilfswerk.) Neben ihren sonstigen Spenden zur Ueberwindung der Not weiter Kreise der deutschen Volksgemeinschaft hat sich die Beam­tenschaft im Kreise Gießen bereit erklärt, für das Winter­hilfswerk 1933=34 laufend für den ganzen Winter eine durch Zeichnungen festgelegte Spende von monatlich insge­samt 10 500 Mark aufzubringen. Die Spende wird, ent­sprechend der Zusammensetzung der Beamtenschaft, haupt­sächlich von den mittleren und unteren Beamten getragen. Sie stellt in Verbindung mit den sonstigen Hilfeleistungen dieser Volksgenosien den Spendern ein rühmliches Zeugnis der Opferbereitschaft und Treue zum Führer aus.

Gießen, 16. Nov. (Von der Gießener Univer- s i t ä t.) Der planmäßige außerordentliche Professor für Volkswirtschaftslehre an der Landesunioersitüt Gießen Dr. Ernst Günther ist unter Belastung der vollen ruhegehalts- sähigen letzten Dienstbezüge als Ruhegehalt auf sein Nach­suchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen ausgezeichneten Dienste mit Wirkung vom 1. November 1933 an in den Ruhestand versetzt worden,