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^ÄSÄ Tageblatt für Rhön UN- Vogelsberg N«L»N» ^« «^LLL Zul-a- und Haunetal. Zulöaer Kreisblatt ^ ÄÄ«^^^^

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Achliiche. Verlag: Lhrrstran Geipel, Fulda. Re-aktion und Geschäftsstelle: Königstraße 42 Zernsprech-Rnsthluß Nr. 22S- für hiesige Auftraggeber berechnet. Bei Rech-

Friedrich Ehrenklau, Lauterbach i. H. Nachâruck der mit * versehenen p.rtitei nur mit queUenongabe .ZulSarr Bn3dgtt'g»n«tttL nungsstellung Zahlung innechalb 8 Tagen.

t. 262 -- 19^3

Fulda, Mittwoch, 8. November

10. Jahrgang

«WcMz der utinilsnirliMi Anlegung

LS.Aovember vor zehn Zähren

I forderte das Schicksal den Opferiod deutscher Kameraden.

I »-End ahnte damals, daß ihr Tod der national» L ««theil Bewegung erst das Leben sicherte, und daß »"stunde ihres Sterbens zutiefst der Beginn des |Ln§ war, aus dem fast zehn Jahre später das neue nehmen wurde.

1X111 niemals hätte die NSDAP, als geschlossener UmRsaktor durch die vom Schicksal geschenkte Zeit des bis zum Siege erhalten werden können, in langen der Legalität, des Hinwartens, des besehls- ELn Erduldens gegnerischen Terrors, in den Tagen «tâuschter Hoffnungen nie hätte die NSDAP, den k^mngsversuchen zu widerstehen vermocht, wenn nicht k letzte Nationalsozialist von der Überzeugung durch- Uüiiaen gewesen märe: nicht aus Feigheit verhindert der Wier unser Losschlagen, nicht aus mangelnder Enl- EuMraft gibt er keine Angriffsbefehle. Denn daß er den zum Handeln besitzt, hat er am 8. und 9. November bewiesen. Damals zeigte er, daß er sich selbst und die keinen rücksichtslos bis zum äußersten einzusetzen vermag, denn es ihm notwendig und richtig erscheint.

I Den Beweis der furchtbaren Ernsthaftigkeit seines Mnligen Einsatzes aber erbrachten die Toten vor der kkldherrnhalle.Sie haben doch gesieg t", weil W Blut den Versuch der Erhebung zum Ereignis Histö­rchen Ausmaßes werden ließ, das Adolf Hitler den klauben derGesolgschaftan sein b i s zum lichten Entschluß reisenden Führcrtum Win schweren Tagen sicherte.

I Wir senken die Fahnen vor den Toten des 9- Novem- bH, toten wir danken, daß die Bewegung durchhiclt bis k W Liege, und alle Toten, die ihnen folgten, nicht ver- fielen.

Ans Toten wird neues Leben.

L Aus unseren Toten ward das neue leben unseres Volkes, seien wir ihrer |«ürbig, auf daß auch das Leben unseres

elfes

ist!

Rudolf Hetz.

ihrer würdig

Der 9. November.

1918 Berlin.

bewegte Menschenmassen, Männer, Frauen, Ohne Sinn, ohne Ziel, ohne Ordnung.

-'^ ^".Es lebe der Friede!"E^

: Wild

Wischen. ,

Mietend, tobend, rasend.Es lebe der Friede!"Es M die Republik!" Soldaten ohne Kokarden und Ab- Wen, rote Fetzen um Arm und Mütze gewickelt. Agita- R und Agitatorinnen, hysterisch kreischend, rote Fah- WZchwingend, Seligkeiten verheißend, peitschen die Men auf, treiben sie hierhin, treiben sie dorthin.

L Was ist das? Was soll das? Fragst du einen der Demonstranten, er wird dir antworten:Revolution! Friede! Nie wieder Krieg! Nieder mit -km Militarismus!" Und stürzt sich mit 20, 30 Wren auf den Offizier dort in der Seitenstraße, der noch Welklappen trägt und die Kokarde an der Mütze. Sie über ihn her, reißen ihm schier die Uniform vom Drusen, brüllen, wüten:Friede! Hoch, hoch die Re- Sie speien aus vor den Zeichen, die vier Jahre einer Welt von Feinden getrotzt, sie treten in den R die Farben, für die Ungezählte ihr Leben ließen, ^gründen sie das Neue! So schassen sie den Frieden!

Wagen in Fesseln die Manen Millionen Toter, «gen sie in die Fesseln des bittersten, grauenhaftesten

1923 München.

Reichem Tritt marschiert der alte Frontsoldat bunt Jungarbeiter und Studenten. Es gilt, die Zu- n erobern, es gilt, Deutschland zu befreien; wer o« s zurückschrecken vor dem Kordon der Landespolizei, ° todverheißend die Gewchrläufe starren? Die ^schlossen, die Fäuste geballt, sie marschieren f ?a, ein Knall, ein Schuß, noch einer, Salven i über den Platz!

Don e 1) ii Männer blieben. Getroffen nicht j Kugeln des Feindes, sondern getroffen von den r Volksgenossen, haben sie ihr Blut, ihr Leben 'ur Volk und Vaterland.

1933.

^hâTahrc sind feit jenem zweiten 9. November Dunkle und trübe Jahre, Jahre der heue Entbehrung, Jahre die Hunderte und aber Hun- ^ionsi' "l'fern forderten. Aber diese Opfer sind nutzt Moa fs?^n, vielmehr sie haben sich durchgesetzt. Der ^gend ! ^fallen, und aus dem Blut l)clbcnmütiger Dauben M ft nationalsozialistisch regiertes Deutschland leierns^ietzt? Was bleibt uns? Sollen wir die Toten N bemi N'ir Denkmäler weihen und Fahnen hissen? Lorsch. ' ber meint, das genüge. Noch ist das Alte, I ^lall erst zusammenqestürzt. Noch das Neue

Sm Aufbau. Und wer dürfte die Handeln den iC1' bevor die Arbeit vollendet? Die tn Flan - k und in den Karpathen, die es m n traf sie wirkten bis zuletzt, bis zur Reiae

des Lebens. Wir wollen ihneir nicht nachstehen! Verflucht sei, der sich nach Ruhe sehnt. Wir wollen Bewegung, ~ a 1 - Einsatz, Einsatz am großen Werk. Wir kennen nicht, wollen nicht kennen die Frage:Wann ist es vollendet, wann kommt die Ruhe, die Feier?" Denn die Toten des Weltkrieges und die Toten der Feldherrnhalle, sie starben ja auch nicht mit einer Frage auf den Lippen, sie starben in dem einen Bewußtsein, ihr Leben Deutsch­land geweiht zu haben. Und ihr Vermächtnis an uns ist nicht die Frage, nicht ein Sehnen nach Ruhe Ihr Ver­mächtnis au uns ist, das zu tun, was auch sie getan:

Bis zum Ende zu opfern und zu kämpfen? K. F.

Zum Gedenken an den 9. November 1923

wird am zehnten Jahrestage diese Ehrentafel mit den Namen der ersten gefallenen Vorkämpfer des Dritten Reiches in der Feldherrnhalle in München feierlich eingeweiht.

München im Zeichen des 9. November.

Festliche Straßen und historische Stätten.

Von Stunde zu Stunde gestaltet sich das Bild deut­licher, das Münch e n anläßlich der Z e h n ja h r es­se i cr des 9. November 19 2 3 bieten wird. Die Hakenkreuzfahne mit dem Trauerflor beherrscht fast aus­schließlich die hauptsächlich in Frage kommenden Straßen Der inneren Stadt bis zum Bürgerbräukeller. Am Odeons- platz die Residenz entlang bis zur Höhe der Feldherrnhalle und aus dem Max-Josephs-Platz

wachsen riesige Tribünen

empor. um den Angehörigen der Gefallenen vom Novem­ber 1923, den sonst unmittelbar Beteiligten die Anteil-

Adolf Hitler glaubt an das deutsche Volk!

Von Wilhelm Mülle r - Sch e l d.

Noch niemals hat ein Revolutionär, der im Besitze der gesamten Macht war, acht Monate nach seiner Machter­greifung es gewagt, sein Volk aufzufordern, in einer gehei­men Abstimmung darüber zu entscheiden, ob es mit seiner Politik einoerftanben sei oder nicht. Es ist eine mensch­liche Selbstverständlichkeit, daß, wenn eine neue Weltan­schauung sich nach langem schweren Ringen und nach Ueber­windung der unerhörtesten Widerstände endlich siegreich durchgesetzt hat und in dem gesamten öffentlichen Leben vorgedrungen ist, es sehr viele gibt, die einen solchen Sieg schwer empfinden, vor allen Dingen die, die früher Gegner waren. Es ist ferner eine Selbstverständlichkeit, die jeder einfachste Arbeiter begreifen wird, daß man in 8 oder 9 Monaten noch nicht übersehen kann, wie Arbeiten, die ein­geleitet worden sind, sich einmal auswirken werden. Jeder Politiker würde in solchen Fällen verlangen, daß im Laufe einer bestimmten Zeit darüber überhaupt nicht gesprochen werden darf. Man stelle sich einmal vor, daß die Kommu­nisten in Rußland 9 Monate nach ihrer Machtergreifung darüber hätten abstimmen lassen, ob das russische Volk mit den Vorkommnissen und mit den Maßnahmen der Sowjet- Regierung einverstanden sei. Dies ist nicht nur nicht vor­stellbar, sondern mutet von vornherein so absurd an, daß man jeden für verrückt erklären würde, der eine solche Frage ernsthaft auch nur in die Diskussion zu werfen ver­suchte.

A d o l s Hitler, der wahrhaftig früher Feinde genug hatte und gegen den große Teile des deutschen Volkes jahre­lang in der unerhörtesten Weise aufgehetzt wurden, hat das anscheinend Undenkbare und Unglaubliche gewagt. Er hat das deutsche Volk aufgefordert, am 12. NovemberJa" oderNein" zu seiner Politik zu sagen. Er hat darüber hinaus aber auch das deutsche Volk aufgefordert, seine Organisation, die NSDAP., zu wählen und dadurch vor der ganzen Welt anzuerkennen. Er hat es getan, weil er ein gutes Gewissen hat. Er hat so gehandelt, weil er da­von überzeugt ist, auf dem allein richtigen Wege zu sein. Er hat diesen Schritt, den vor ihm noch niemals ein Staats­mann wagen konnte, getan,

weil er an das deutsche Bott glaubt!

nayme an der Weihe des Ehrenmals und am Zug der alten Kämpfer von 1923 zu ermöglichen. Das Ehrenmal selbst ist s ch w a r z verhüllt. Brennpunkte der geschicht­lichen Entwicklung der nationalsozialistischen Bewegung sind der Sterneckerbräu, der Hofbräuhausfestsaal und der Bürgcrbräukeller. Im Sterneckerbräu im Tal hat Adolf Hitler mit sieben Getreuen die sturmbewegte, aber schließlich siegreiche Bahn beschritten, und dort war auch in einem

kleinen Stübchen, kaum auffindbar, hinten im Hof die erste Geschäftsstelle. Eine Ausschmückung dieser denkwürdigen Stätte der Bewegung ist tagsüber bisher einfach unmöglich gewesen, weil die von auswärts zugeströmten Parteifreunde gerade hier ununterbrochen ein- und ausgehen. Das historische Zimmer, in hem in jener denkwürdigen Nacht Adolf Hitler mit General Ludendorff, Lossow und Seisser verhandelte, hat eine n e u e A u s g e st a l t u n g in gedämpfter Goldgrundie­rung erhalten. Auf ausdrücklichen Wunsch des Führers wird sich die weitere Ausschmückung des Raumes auf ein bescheidenes Mindestmaß beschränken.

Rundfunkrede Hindenburgs am Sonnabend.

Reichspräsident von Hindenburg spricht am Sonnabend, dem 11. November, um 19 Uhr, über alle deut­schen Sender zum deutschen Volk für die Volksabstim­mung am Sonntag, dem 12. November. Die Rede wird im Laufe desselben Abends noch einmal von Schallplatten wiederholt.

Der Sinn des IX November.

Der Führer bei den Schleswig-Holsteinern.

In der großen Rede, mit der sich Reichskanzler Adolf Hitler in der überfüllten Nord-Ostsee-Halle in Kiel an die Schleswig-Holsteiner wandte, zeichnete er in prä­gnanten, mit stürmischem Beifall aufgenommenen Sätzen Wesen und Ziel der deutschen Politik und den Sinn der bevorstehenden Volksbefragung.

Ich will", so kennzeichnete Hitler den Sinn des l 2. November,mit dieser Wahl auch gerade den anderen Negierungen zeigen, daß die wahrhafte Demo­kratie bei uns ist und daß wir uns nicht scheuen, vor das Volk zu treten. Ich gebe unsere Arbeit der Prüfung des deutschen Volkes anheim und bitte es, daß es dabei an die Zukunft denke und sich der Zeiten der Vergangenheit er­innert."

Der Führer schloß unter stürmischem Beifall: Deutsches Volk! Wir vertreten deine Ehre, wir ver­treten deine Interessen, wir vertreten deine Rechte, aber du, du mußt auch erkennen und bezeugen, daß wir damit den Willen des Volkes voUftreden. Du weißt, du mußt anfstehen vor der ganzen Welt, damit sie einsieht, daß ein neues deutsches Volk erstanden ist. Und die Welt wird erkennen, daß die Schmach des 11. November 1918 am 12. November 1933 vom Volk aetilat wurde."

Auch die Volksgenossen, die früher mit der KPD., SPD., mit den Demokraten, dem Zentrum und mit anderen Par­teien marschierten, können davon überzeugt sein, daß sie

Hitler ver erste Arbeiter seines Volkes.

Dieses eindrucksvolle W a h l p l a k a 1 ruft zur Mitarbeit am Aufbauwerk des Kanzlers auf.